Weltgebetstag für China

Der 24. Mai ist der Tag, der dem liturgischen Gedenken der seligen Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, gewidmet ist, die mit großer Hingabe im Heiligtum von Sheshan in Shanghai verehrt wird: wir schließen uns im Gebet allen Katholiken in China an, auf daß sie demütig und voll Freude den gestorbenen und auferstandenen Christus verkündigen, seiner Kirche und dem Nachfolger Petri treu sind und den Alltag konsequent mit dem Glauben leben, den sie bekennen. Maria, die treue Jungfrau, stütze den Weg der chinesischen Katholiken, sie mache ihr Gebet immer inniger und kostbarer in den Augen des Herrn und lasse die Zuneigung und die Anteilnahme der Universalkirche am Weg der Kirche in China wachsen.
 In seinem Brief an die Katholiken Chinas 2007 bestimmte Papst Benedikt XVI diesen Tag deswegen auch zum "Weltgebetstag für die Kirche in China", um den Blick der Welt nicht nur auf die boomende Wirtschaft Chinas, sondern auch auf den blühenden Glauben seiner Menschen zu lenken. Zu dem oben erwähnten Wallfahrtsort in Sheshan gibt es auf der Seite des China Zentrums in St. Augustin sehr interessante Informationen.

Bronzestatue in der Marienbasilika in Sheshan.
Die ersten Missionare siedelten sich 1844 auf dem Sheshan an. Im Jahr 1864 errichtete ein chinesischer Laienbruder auf dem Hügel einen sechseckigen Pavillon, in dem er ein eigenhändig gemaltes Muttergottesbild aufstellte, das er unter dem Titel „Hilfe der Christen“ verehrte. 1871 begannen die Jesuiten mit dem Bau einer ersten Kirche auf dem Berggipfel und weihten sie Maria, der Helferin der Christen. Seither hat sich die Verehrung der Gottesmutter von Sheshan im ganzen Gebiet verbreitet und alljährlich wird am 24. Mai feierlich ihr Fest begangen. Auf halber Höhe des Berges liegt eine weitere Kirche, die 1894 erbaut wurde. Heute strömen Jahr für Jahr Zehntausende von Pilgern im Monat Mai mit ihren persönlichen Anliegen zur Muttergottes von Sheshan. Es sind ältere, aber auch junge Menschen, die gemeinsam den steilen Berg bis zum Gipfel ersteigen. Unterwegs machen sie Station bei einer Statue des leidenden Christus im Garten Gethsemane sowie 14 Kreuzwegstationen. Unter den Gläubigen sind auch zahlreiche Fischer aus der Umgebung. 


Leider werden wohl auch in diesem Jahr viele chinesische Gläubige daran gehindert, diesen Wallfahrtsort heute zu besuchen. Und dies nur, weil  die Regierung ihre Bürger immer noch gern unter Kontrolle halten will und den mit Rom verbundenen Katholiken eh grundsätzlich misstraut. Gerade vor dem Hintergrund dieser vielen Schwierigkeiten, durch die die Katholiken in China ständig am Rand eines Schismas entlang balancieren müssen, erscheinen die immer gleichen Statements gewisser Funktionäre des Deutsch-Katholizismus noch öder und regen entweder auf oder zum Gebet an.

Kommentare

  1. Ach du meine Güte... der Her Glück war mir bisher entgangen, wahrscheinlich weil ich den mittlerweile unterbewusst rausfiltere.
    Unterschiedlichers Gottes- und Eucharistieverständnis in den beiden zugelassenen Formen der Messe also?
    Und ich ahnungsloses SChäflein dachte bisher, dass in der Eucharistie dereselbe Inhalt, nämlich Jesus Christus selber, zu uns kommt. Das Drumherum ist zwar unterschiedlich, aber der Kern sei Jesus.

    Ich Schaf ich. Ich geh grasen ;-)

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