Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Mittwoch, 29. Februar 2012

Beten wir für...geistliche Berufungen


Bischof Clemens Pickel von Saratow hatte das unten stehende Bild vor zwei Jahren gebloggt; ich habe es erst jetzt gefunden, via Braut des Lammes. Danke. Der kyrillische Text lautet:

"Als Priester wird keiner geboren, um Berufungen muss man beten."

Petition zur Unterstützung von Menschen mit schwersten Behinderungen

Die Mannschaft vom Beiboot Petri hat auf diese, sehr unterstützenswerte Aktion hingewiesen: eine Petition, die auch Menschen mit schwerster Behinderung einen Rechtsanspruch in einer Werkstatt für behinderte Menschen sichern soll. Das Schöne daran ist, dass diese Petition von Eltern und Lehrern von Kindern mit schwerster Behinderung eingereicht wurde, also von Leute, die genau wissen, wovon sie reden. Da sind wir doch dabei, oder? Auch weil bei solchen Aktionen keiner mehr sagen, dass er als kleiner 08/15-Bürger ja eh nichts bewirken könne. Denn:

Momentan werden Menschen mit schwerer geistiger und / oder mehrfacher Behinderung fast automatisch in separaten Einrichtungen oder Gruppen untergebracht, wie sie in §136 Abs.3 SGB IX benannt werden. Dies führt zu einer erneuten Ausgrenzung, sogar aus der Gruppe der Menschen mit einer geistigen Behinderung. Die wichtigen sozialen Kontakte untereinander können kaum stattfinden. Der positive Einfluss, den heterogene Gruppen auf die Entwicklung des Einzelnen ausüben, entfällt.
- Diese Ausgrenzung von Menschen mit schwersten Behinderungen widerspricht den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland 2007 unterzeichnet hat!
- Der genannte Personenkreis wird durch die Rechtslage und die momentane Vorgehensweise von den Möglichkeiten zur beruflichen Bildung, sowie von dem, für Menschen so bedeutsamen, Lebensbereich „Arbeit“ ausgeschlossen.
- Menschen mit schwersten Behinderungen haben durch die Ausgrenzung in Tagesförderstätten einen schlechten Rechtsstatus. D. h. sie haben keine arbeitnehmerähnliche Rechtsbeziehung zur Werkstatt mit Lohnanspruch, unterliegen nicht der Sozialversicherungspflicht und haben keinen Versicherungsschutz durch die berufliche Unfallversicherung.
Ziel muss sein, dass die Leistungen zur beruflichen Bildung und zur Teilhabe am Arbeitsleben auf Basis des Wunsch- und Wahlrechts für Menschen mit schwerer geistiger und / oder mehrfacher Behinderung unabhängig vom Ort der Leistungserbringung gewährt werden. Dies muss für die genannte Personengruppe im gleichen Umfang ermöglicht werden, wie für Menschen mit Werkstattstatus.

Deshalb bitten wir Sie / Euch unsere Petition mit zu zeichnen. Dies ist auf der Homepage des Deutschen Bundestages möglich. Bitte registrieren Sie sich / registriert Euch dort und nach erfolgreicher Registrierung wählen Sie / wählt bitte 
 
-zu den veröffentlichten Petitionen
-Pet ID 22719 Hilfe für Behinderte...
-Petitionen mitzeichnen aus
 

Wichtig: Die Mitzeichnungsfrist endet am 22. 03. 2012! Jede Stimme zählt, denn je mehr Stimmen die Petition erhält, desto mehr Gewicht bekommt sie im Petitionsausschuss. (Bei 50.000 Stimmen würden wir, neben einer Bearbeitung im Petitionsausschuss, auch eine öffentliche Anhörung erreichen.)

Das Opfer, das Gott gefällt...

 ...ist ein zerknirschter Geist.

Aus dem Antwortpsalm von heute (Psalm 51, 3-4.12-14):  
Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,  
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasche meine Schuld von mir ab, 
und mach mich rein von meiner Sünde! 
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz, 
und gib mir einen neuen beständigen Geist! 
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, 
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!
Mach mich wieder froh mit deinem Heil; mit einem willigen Geist rüste mich aus!
"Reinige mein Herz", dt. Text: Albert Frey
Texte zur Tagesliturgie im Schott Register der Erzabtei Beuron


Und aus dem heutigen Tagesgebet:
Barmherziger Gott,
sieh gnädig auf die Hingabe deines Volkes.
Gib, dass wir unseren Leib in Zucht nehmen
und durch gute Werke im Geist neu werden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Montag, 27. Februar 2012

Das habt ihr mir getan

Der Kommentar zum Tagesevangelium (Mt 25, 31-46)  kam heute von der sel. Mutter Theresa (1910 - 1997):
Jesus sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Wer ein kleines Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf. Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, der wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen“ (Mk 9,37; Mt 10,42). Um sicher zu gehen, dass wir richtig verstanden haben, was er sagte, fügt er hinzu, dass wir in unserer Todesstunde danach gerichtet werden: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben, ich war obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“.
Es handelt sich nicht nur um Hunger nach Brot; es ist Hunger nach Liebe. Nacktheit bezieht sich nicht nur auf den Mangel an Kleidung; Nacktheit bedeutet auch das Fehlen von Menschenwürde und jener wunderbaren Tugend, wie sie die Reinheit darstellt; sie bedeutet Mangel an gegenseitigem Respekt. Obdachlosigkeit bedeutet nicht nur, kein festes Haus zu haben; es heißt auch, abgelehnt, ausgeschlossen, nicht geliebt zu sein. (Jesus, the Word to Be Spoken, Kap. 8)

Gezwitscher

Pope2YouVatican: BXVI: "Auch heute ertönt nachdrücklich die Stimme des Herrn, der jeden von uns dazu aufruft, sich seines Nächsten anzunehmen."
Täglich neu auf pope2you.net.

Zwischenruf

Alle Gedichte, die hier in der Rubrik Hermann Orgass nach und nach eingestellt werden, sind, soweit nicht anders gekennzeichnet, von Hermann Maria Orgaß. Er wurde 1916 in Hamburg geboren, im November 1943 vor der Krim als vermisst gemeldet und war ein Bruder meiner verstorbenen Großmutter. Letztes Jahr habe ich zu ihrem Andenken seine Tagebuchaufzeichnungen aus dem Krieg, zusammen mit einigen Gedichten und seinen Briefen an die Dichterin Gertrud von le Fort in einem kleinen Büchlein zusammengestellt. Auch wenn dies alles sehr persönlich ist, dachte ich, dass zumindest die Gedichte dieses jungen Mannes für mehr Menschen von Interesse sein könnten.

In der Wüste

Aus dem gestrigen Angelus Gebet mit Papa Benedetto. Danke für die Zusammenfassung und den Bericht an Armin Schwibach von kath.net.

Ausgehend vom Evangelium des Sonntags (Mk 1,12-15), welches von dem vierzigtägigen Verbleiben Jesu in der Wüste berichtet, erläuterte Benedikt XVI., dass der Begriff der Wüste verschiedene Bedeutungen habe. Er könne einen Zustand der Verlassenheit und der Einsamkeit meinen, „den Ort der Schwäche des Menschen, wo es keine Stützen und Sicherheiten gibt, wo die Versuchung stärker wird“. „Wüste“ jedoch könne auch einen Ort der Zuflucht bedeuten, wie dies für das Volk Israel nach der Knechtschaft in Ägypten der Fall gewesen sei, an dem die Gegenwart Gottes auf besondere Weise erfahren werden könne. Jesus sei in der Wüste „vierzig Tage lang geblieben und wurde vom Satan in Versuchung geführt worden“ (vgl. Mk 1,13). Dazu kommentiere der heilige Leo der Große: „Der Herr wollte den Angriff des Versuchers erleiden, um uns mit seiner Hilfe zu verteidigen und mit seinem Beispiel zu lehren“.
Negev Wüste, Israel. Bild gefunden bei fotocommunity.de

Jesus verkünde: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15). Er kündige an, dass in ihm etwas Neues geschehe: „Gott wendet sich an den Menschen auf unerwartete Weise, mit einer einzigartigen und konkreten Nähe, die voller Liebe ist“, so der Papst. Gott werde Mensch und trete in die Welt des Menschen ein, um auf sich die Sünde zu nehmen, „um das Böse zu besiegen und den Menschen in die Welt Gottes zurückzubringen“.

Die Verkündigung jedoch werde von der Aufforderung begleitet, einem derart großen Geschenk zu entsprechen. So lade Jesus ein, umzukehren, Glauben an Gott zu haben, jeden Tag des Lebens zu seinem Willen umzukehren und alles Handeln und Denken auf das Gute auszurichten: "Die Fastenzeit ist ein geeigneter Augenblick, um unsere Beziehung zu Gott zu erneuern und fester zu machen, durch das tägliche Gebet, die Gesten der Buße, die Werke der brüderlichen Liebe".

Freitag, 24. Februar 2012

Zum Meilenstein

Mit einem Lobpreis der Geschöpfe von Bruder Roland Faustin ofm möchte ich mich bedanken für die herzliche Aufnahme in die wachsende, katholische Blogger-Community, vulgo "Blogoezese".

Br.Roland Faustin Lobpreis der Geschoepfe by Miriam Moißl


(Ref.) Höchster, allmächtiger, gütiger Herr!
Dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehr.
Man soll Dir jede Benedeiung weihen.
Dir, oh Höchster, gebühren sie allein.
Und kein Mensch ist würdig dich zu nennen, Herre mein.

Alle Schöpfung, oh Herr
gibt Dir Lobpreis und Ehr.
Schwester Sonne zumal
mit ihrem leuchtenden Strahl.
Sie ist Tag, sie ist Licht,
das sie spendet durch sich.
In ihrem Strahlenkranz sehen wir
dein Bildnis, oh schön.

Lob sei Dir, meinem Herrn,
durch Bruder Mond und Gestirn.
Die am Himmel so klar
leuchten wunderbar.
Deinen Lobpreis auch ruft
Bruder Wind und die Luft.
Und das Wetter ernährt
alle Wesen der Erd.

Lob sei Dir, Herre mein,
durch Schwester Wasser, so rein,
die so kostbar und keusch
dienet allem Fleisch.
Lob sei Ihm, der erschafft
Bruder Feuers Kraft,
der erleuchtet die Nacht
und die Liebe entfacht.

Sei gelobt und geehrt
durch unsere Mutter, die Erd
die mit Blumen geziert
uns gute Früchte gebiert.

Dir sei Lobpreis geweiht,
denn wer dem Feinde verzeiht,
denn wer Krankheit erträgt,
von deiner Liebe bewegt (ist).

Selig, jene, die arm
deinen Frieden bewahren.
Die in Sanftmut gedient,
werden von Dir gekrönt.

Sei gepriesen, mein Gott,
durch unseren Bruder, den Tod.
Dem kein Mensch je entrinnt.
Der vor Dein Antlitz uns bringt.
Wer in Todsünde stirbt,
die Seligkeit sich verdirbt.
Selig sind, die nicht ruhen,
deinen Willen zu tun.

Lobt und preist meinen Herrn.
Dankt und dienet ihm gern. 
Dankt Ihm, denn er ist gut,
in großer Demut. Amen.

Für jeden Einzelnen von uns

"Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. [...]
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, daß sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten." (Mt. 6, 1. 16-18)

Herr, bewahre uns davor, in diese "do ut des" (ich gebe, damit auch du gibst) Taktik, diese Wiedervergeltungsordnung zu verfallen, nicht nur unseren Mitmenschen gegenüber sondern auch und vor allem Dir gegenüber. Lehre uns, die Motive unseres Handelns und Glaubens immer wieder zu hinterfragen, damit wir nicht fasten, beten, opfern und singen aus den falschen Gründen, sondern nur um deinen Willen zu tun und deinem Herzen Freude zu bereiten.

Schneeglöckchen

Klinglingling!
          Frühlingsgrüße
Klinglingling!
          Mädchenküsse
Klinglingling!
                 ganz scheu.

Klinglingling!
         Liebesglut
Klinglingling!
         Opferblut
Klinglingling!
                ganz heiß.

Klinglingling!
         Knospen springen
Klinglingling!
         Früchte bringen
Klinglingling!
               ganz leis.

Klinglingling!
         Wunder kommen
          allen Frommen
Klinglingling!
         immer neu
Klinglingling! – Klingling!

(Hermann Orgaß 1916 - 1943)

Wer glaubt, ist nie allein... auch nicht in der Fastenzeit

Laßt uns aufeinander achten und uns zur Liebe  
und zu guten Taten anspornen. (Hebr 10,24)

Unter diesem Motto steht die diesjährige Botschaft des Heiligen Vaters zur Fastenzeit. Wer sie im Wortlaut lesen will, findet sie entweder direkt beim Vatikan oder in handlich kleine Stückchen unterteilt bei der "Godmother of bloggers" (*frechgrins*).

Gottes Herz

"Du hast mich heute morgen nicht umarmt und auch gestern abend nicht. Du bist doch mein kleines Kind!
Warst du nicht vor kurzem sehr beglückt, als der kleine Junge, den du nicht kanntest, dich ansah und seine Arme nach dir ausstreckte?
Eure einfachsten Gesten erobern am schnellsten mein Herz...
Habe keine Scheu, es zu tun." (Jesus zu G.B.)

***
(Für die passende Begleitmusik bitte hier schauen: "Gott hat ein Herz" von der Priestband der Gemeinschaft Emmanuel)

Donnerstag, 23. Februar 2012

Weltjugendtag, bleibt was?

Eine sehr gute Analyse von P. Thomas Gögele LC. Zwar direkt im Anschluss an den Weltjugendtag in Madrid, aber auch ein halbes Jahr danach noch aktuell und treffend.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Fasten: Opfer?


"Um die Kraft zu haben, ein Opfer zu bringen, sieh nicht auf das Opfer, sieh auf meine Freude."
(Jesus zu G.B.)

Weg mit dem Alten, her mit dem Neuen

So zumindest scheint es, nachdem Christian Wulff vor einigen Tagen seinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten erklärt hat. Es gibt noch einige kleinere mediale Rückzugsgefechte und auch die Kabarettisten werden bei den politischen Aschermittwochsveranstaltungen noch ihren Spass an der sog. Causa Wulff haben, aber im Großen und Ganzen scheint das Thema doch durch zu sein.

Endlich, möchte man sagen, nachdem es den bundesdeutschen MSM (Mainstream-Medien) in den letzten Monaten die Arbeitsplätze sicherte. Jetzt stürzt sich alles, was Stifte, Computer und Kameras besitzt auf Joachim Gauck, den neuen, offiziellen Kanditaten der großen Parteien für das frei gewordene Amt. Man schreibt sich die Finger wund, um dem Volk den Kandidaten schmackhaft zu machen und zu ergründen wer dieser Pastor Gauck tatsächlich ist und für was er steht.

Dass die regierenden und oppositionierenden Politiker mehr als nur ein Wörtchen bei der (Aus)Wahl des Bundespräsidenten mitzureden haben, scheint doch bedenklich, denn natürlich werden sie immer einen Kandidaten suchen, der ihnen sachlich und persönlich nicht in die Quere kommt. Im schlimmsten Fall hätten wir dann einen Marionettenpräsidenten. Vielleicht sollte man, bevor Personalien verhandelt werden, mal über die Bedeutung dieses wichtigen Amtes nachdenken; z.B. mit den Worten des ersten Mannes, der es je innehatte, Herrn Theodor Heuss:
"Es ist bis jetzt ein Paragraphengespinst gewesen. Es ist von dieser Stunde an ein Amt, das mit einem Menschentum gefüllt ist. Und die Frage ist nun, wie wir alle zusammen aus diesem Amt etwas wie eine Tradition, etwas wie eine Kraft schaffen, die Maß und Gewicht besitzen und im politischen Kräftespiel sich selber darstellen will. (12. September 1949)
 Es kommt also nicht zuletzt auf die Person an, welche dieses Amt ausübt und ihr Verständnis von "Menschentum", Verantwortung und Demokratie. Es gehört auch eine gewisse Souveränität dazu, eine selbstsichere Gelassenheit, die es nicht nötig hat, sich ständig in den Vordergrund zu spielen und die genug  Verantwortungsbewusstsein und Demut besitzt, sich in Dienst nehmen zu lassen. Aber ob sich in den Niederungen des politischen Berlin so jemand finden lässt...?

Zeit, in sich zu gehen und eine Weile da zu bleiben

In dieser Fastenzeit wollen wir erneut daran denken, daß ein Christ nicht oberflächlich sein darf. Auch wenn er ganz mit seiner gewöhnlichen Arbeit beschäftigt ist, mit Aufgaben überhäuft und in dauernder Anspannung wie alle anderen Menschen, muß der Christ zugleich doch ganz in Gott geborgen sein, da er Kind Gottes ist. (Christus begegnen, 65)

"Der verlorene Sohn", Rembrandt

Wie könnten wir die Fastenzeit besser beginnen? Wir erneuern Glauben, Hoffnung und Liebe, und daraus erwächst die Bußgesinnung, das Verlangen nach Läuterung. Die Fastenzeit bietet uns nicht nur die Gelegenheit, mehr äußere Werke der Buße zu tun; bliebe es dabei, dann würde uns die tiefe Bedeutung dieser Zeit für das christliche Leben entgehen, denn diese äußeren Werke müssen, wie gesagt, aus dem Glauben, aus der Hoffnung und aus der Liebe entstehen. (Christus begegnen, 57)

Dienstag, 21. Februar 2012

Stundengebet mit dem Bändelblog

Pünktlich zum Aschermittwoch gibt es hier Anleitung zum "Anbändeln" mit dem Herrn. Für solche blutigen Anfänger wie mich kann übrigens die Gebetsgemeinschaft bei Radio Horeb eine Hilfe sein, weil man sich hier in das Stundengebet mit einklinken kann.

Kennst du das Land...?

Italien war ja bisher eher bekannt als das Land, wo Zitronen und Amore blühen, aber dass in der italienischen Luft auch Heilige besser gedeihen als anderswo, das war mir doch neu. Zumindest scheint die Luft in mittleren Teil des Landes diese oftmals bezaubernden Heiligen davor zu bewahren, den Weg allen Fleisches zu Ende zu gehen, was man an den vielen Unverweslichen sehen kann.  Unter ihnen ist mir, wie wahrscheinlich allen Studenten, der heilige Joseph von Copertino besonders sympathisch. Man kann ihn in Osimo besuchen und er soll bei Klausuren, Prüfungen und Examina helfen. Vielleicht weil er selbst unter Prüfungsangst litt.

Weitere berühmte Stationen auf der "Reise durch das mystische Mittelitalien" sind natürlich Loreto, wo das Haus der Heiligen Familie steht und Norcia, auch Nursia genannt, die Wiege des abendländischen Mönchstums. Und dann ist da natürlich Manopello, jenes kleine Städtchen in den Abruzzen, in dem das vielleicht rätselhafteste und schönste Heiligtum der christlichen Menschheit verwahrt wird: das "Volto Santo", jener zarte Byssusschleier, in dem sich auf noch ungeklärte Weise das Antlitz Christi eingeprägt hat.

Fazit: macht eindeutig Lust auf mehr und fördert das Fernweh! Ergebensten Dank an die Autorin und bitte mehr davon!


Barbara Wenz
Poetische Pilgerorte
MM Verlag Aachen, 2011
978-3-942698-02-3
EUR 19,90

Bischof Zdarsa und die "Pfingsterklärer"...Nachtrag

Das Forum Deutscher Katholiken hat eine Unterschriftenaktion gestartet, um dem Bischof von Augsburg die Unterstützung aller Katholiken, die loyal zur Kirche stehen, zuzusprechen. Mit Verweis auf dieses Post von mir, möchte ich euch bitten: los rüber und unterschreiben :-)

Nach einem netten Hinweis in der 'Combox' findet sich das verlinkte Logo des "Forums" oben links, zur besseren Erreichbarkeit.

Herr, lehre mich zu begreifen

...dass ich kein Engel bin und dass unser guter Rat sehr bescheiden ist. 
(Madeleine Delbrêl, 1904 - 1964)

Montag, 20. Februar 2012

Fasnachtssonntag...zum Ausklang

aus der Predigt meines hw. Heimatpfarrers:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin.
Ein Märchen aus uralten Zeiten,
das geht mir nicht aus dem Sinn.“
So hat’s Heinrich Heine geschrieben. –
Es ist in Erinnerung geblieben,
genauso wie seine anderen Zeilen,
bei denen ich heute möchte verweilen:
„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
bin ich um meinen Schlaf gebracht.“
Was sich bei uns abspielt, das ist gar nicht heiter.
Soll das bei uns gehen immer so weiter?
Präsidenten treten jetzt dauernd zurück,
und wir haben mit ihnen nicht unbedingt Glück.
Wer traut sich da noch zu kandidieren?
lässt sich fortan von den Medien vorführen
wie es bei uns ist in den letzten Wochen geschehen -
Man kann das alles schier nicht mehr verstehen.
Doch Deutschland ist nicht verwaist, nicht allein,
nicht in Berlin und nicht am Rhein, denn:
„Die schönste Jungfrau sitzet
Hoch oben wunderbar.
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.“
Hoch oben hinauf, bis auf den Gipfel der Macht
hat Angela Merkel es nunmehr gebracht.
Die Griechen schütteln derzeit nur ihr Haupt!
Einst wurde ihnen die schöne Helena geraubt;
gen Troja sind sie dann aufmarschiert
und haben schon damals ganz fest demonstriert.
Die Helena wollen sie heute nicht mehr.
Jetzt muss unser Euro ganz schnell daher!
Doch Angela sitzt wie Pythia auf diesem Schatz
und hütet ihn sicher, und macht niemand Platz.
Sie sieht nicht direkt aus wie Aphrodite
und ihr Outfit ist mitunter von besonderer Güte.
Doch wie Athene mit Rüstung und mannhaftem Herz
bereitet sie Gegnern mitunter viel Schmerz.[...]
Und denk ich an O. zur Nacht –
Da ist es auch durchaus angebracht,
nachdenklich zu werden, wie es weiter wird gehen,
wenn so viele es gar nicht mehr können verstehen,
dass zum Christ-Sein der Gottesdienst zählt,
und mag noch so viel los sein sonst hier in der Welt. [...]
Ja, Kirche umarmen, das wäre schon schön,
doch nicht nur von außen! In die Kirche wir geh’n,
um uns umarmen zu lassen von Christus, dem Herrn,
und einander umarmen; denn wir haben uns gern!

Ich hoffe, ihr hattet alle einen recht schönen, lustigen Fasnachtssonntag, morgen einen ebenso schönen Rosenmontag und und einen guten Start in die Fastenzeit!

Kathedra Petri: Der Glaube wurzelt in der Liebe

 Heute vormittag in der Dankmesse mit den neu kreierten Kardinälen hat der Heilige Vater das Papstamt als Primat in der Liebe bezeichnet und dies mit einer Beschreibung des Kathedra Altars von Bernini untermauert. Arbeitsübersetzung von Radio Vatikan.


"[...] Liebe Brüder und Schwestern! Diese Episode aus dem Evangelium, die wir gehört haben, findet eine weitere und noch anschaulichere Erklärung in einem sehr bekannten künstlerischen Element, das den Petersdom ziert: im Kathedra-Altar. Wenn man durch das grandiose Mittelschiff geht und nach Überwindung des Querschiffs zur Apsis gelangt, sieht man sich vor einem riesigen Thron aus Bronze, der zu schweben scheint, in Wirklichkeit aber von den vier Statuen großer Kirchenväter des Ostens und des Westens gehalten wird. Und über dem Thron, umgeben von einem Triumph in der Luft schwebender Engel, leuchtet im Ovalfenster die Herrlichkeit des Heiligen Geistes. Was sagt uns nun dieses bildhauerische Gefüge, das wir dem Genie des Bernini verdanken? Es stellt eine Sicht des Wesens der Kirche und – in ihr – des petrinischen Lehramtes dar.

Das Apsis-Fenster öffnet die Kirche nach außen, zur gesamten Schöpfung hin, während das Bild der Taube des Heiligen Geistes Gott als Quelle des Lichtes zeigt. Doch da ist auch noch ein anderer Aspekt hervorzuheben: Die Kirche selbst ist nämlich wie ein Fenster, der Ort, an dem Gott sich naht, unserer Welt entgegenkommt. Die Kirche existiert nicht für sich selbst, sie ist nicht das endgültige Ziel, sondern muss über sich hinausweisen, nach oben, über uns hinaus. Die Kirche ist wirklich sie selbst in dem Maß, in dem sie den Anderen – den „Anderen" schlechthin – durchscheinen lässt, von dem her sie kommt und zu dem sie führt. Die Kirche ist der Ort, wo Gott bei uns „ankommt" und wo wir zu ihm hin „aufbrechen"; sie hat die Aufgabe, außer sich selber auch jene Welt zu öffnen, die dazu neigt, sich in sich selbst zu verschließen, und ihr das Licht zu bringen, das von oben kommt, ohne das sie unbewohnbar würde. [...]

Die große Kathedra wird gestützt von den Kirchenvätern. Die beiden Lehrer des Ostens – der heilige Johannes Chrysostomus und der heilige Athanasius – stellen gemeinsam mit den lateinischen – dem heiligen Ambrosius und dem heiligen Augustinus – die Gesamtheit der Überlieferung und somit den Reichtum des Ausdrucks des wahren Glaubens der einen Kirche dar. Dieses Element des Altars sagt uns, dass die Liebe sich auf den Glauben gründet. Sie zerbröckelt, wenn der Mensch nicht mehr auf Gott vertraut und ihm nicht gehorcht. Alles in der Kirche ist auf den Glauben gegründet: die Sakramente, die Liturgie, die Evangelisierung, die Liebe. Auch das Recht, auch die Autorität in der Kirche fußen auf dem Glauben. Die Kirche regelt sich nicht in autonomer Weise, sie gibt sich nicht selbst ihre Ordnung, sondern empfängt sie vom Wort Gottes, das sie im Glauben hört und zu verstehen und zu leben sucht. Die Kirchenväter haben in der Gemeinschaft der Kirche die Funktion von Bürgen für die Treue zur Heiligen Schrift. Sie sichern eine zuverlässige, solide Exegese, die fähig ist, mit der Kathedra Petri ein festes, einheitliches Gefüge zu bilden. Die im Licht der Väter vom Lehramt maßgeblich interpretierte Heilige Schrift erleuchtet den Weg der Kirche in der Zeit, indem sie ihr inmitten der geschichtlichen Veränderungen ein beständiges Fundament geben.

Nachdem wir die verschiedenen Elemente des Kathedra-Altars bedacht haben, wollen wir ihn nun in seiner Gesamtheit betrachten. Und dabei sehen wir, dass er von einer zweifachen Bewegung durchzogen ist: von einem Aufstieg und einem Abstieg. Es ist das Wechselspiel zwischen Glaube und Liebe. Die Kathedra ist an diesem Ort stark hervorgehoben, denn hier ist das Grab des Apostels Petrus, doch auch sie strebt der Liebe Gottes zu. In der Tat ist der Glaube auf die Liebe hin ausgerichtet. Ein egoistischer Glaube wäre ein unwahrer Glaube. Wer an Jesus Christus glaubt und in die Dynamik der Liebe eintritt, die in der Eucharistie ihre Quelle hat, entdeckt die wahre Freude und wird seinerseits fähig, nach der Logik des Schenkens zu leben. Der wahre Glaube ist erleuchtet von der Liebe und führt zur Liebe, nach oben, wie der Kathedra-Altar bis zum leuchtenden Fenster, zur Herrlichkeit des Heiligen Geistes emporführt, dem eigentlichen Brennpunkt für den Blick des Pilgers, wenn dieser die Schwelle des Petersdoms überschreitet. Dieses Fenster heben der Triumph der Engel und der großen vergoldete Strahlenkranz in höchstem Maße hervor, mit einem Eindruck der überquellenden Fülle, welche den Reichtum der Gemeinschaft Gottes zum Ausdruck bringt. Gott ist nicht Einsamkeit, sondern glorreiche, freudvolle, sich verströmende, strahlende Liebe.

Sonntag, 19. Februar 2012

Beten wir für... alle schwangeren Frauen

besonders für die, welche bereits eine oder mehrere Fehlgeburten erleiden mussten. Herr, lass sie nicht über der Vergangenheit verzweifeln, sondern hilf ihnen, diese Monate als eine Zeit der freudigen und gespannten Er-wartung auf das Leben zu erfahren. Und beten wir auch für alle ungeborenen Kinder. Dass sie sich im Mutterleib wohlfühlen dürfen und nicht vor der Zeit daraus vertrieben werden.

Freitag, 17. Februar 2012

Christen sollen Non-Konformisten sein

In seiner Rede am Mittwoch an die Seminaristen des 'Seminario Romano Maggiore' rief Papst Benedikt XVI diese auf, sich nicht von der Macht der Finanzen und Medien verführen zu lassen. Bei Radio Vatikan habe ich einige Ausschnitte der Rede gefunden:  

"Es gibt einen Non-Konformismus des Christlichen, der sich nicht anpasst. Das heißt nicht, dass wir aus der Welt flüchten wollen, dass uns die Welt nicht interessiert; im Gegenteil, wir wollen uns selbst verwandeln lassen und auf diese Weise die Welt verändern."
"Wir sehen diese Macht des Bösen heute zum Beispiel in zwei großen Mächten, die für sich genommen nützlich und gut, aber leicht zu missbrauchen sind: Die Macht der Finanzwelt und die Macht der Medien."
"Die Finanzwelt ist nicht mehr länger ein Instrument zur Förderung des Wohlbefindens und des menschlichen Lebens, sondern wird zu einer unterdrückerischen Macht, die quasi angebetet werden will: Mammon, die falsche Gottheit, die die Welt beherrscht. Gegen diesen Konformismus der Unterwerfung unter diese Macht müssen wir Non-Konformisten sein: Nicht das Haben zählt, sondern das Sein."
"Sicher, wir brauchen Information, Kenntnis der Wirklichkeiten der Welt. Aber da kann dann auch die Macht des Scheins auftreten. Am Ende zählt das, was gesagt wurde, mehr als die Realität selbst. Der Schein überdeckt die Wirklichkeit, und der Mensch folgt nicht mehr der Wahrheit seines Seins, sondern will vor allem den Schein, will sich dieser Realität anpassen."
"Wir wollen nicht dauernd konform sein und gelobt werden, wir wollen nicht den Schein, sondern die Wahrheit, und das gibt uns Freiheit - die echte christliche Freiheit: Die Befreiung von dieser Notwendigkeit zu gefallen und so zu sprechen, wie die Masse denkt, dass wir sprechen sollen. Und die Freiheit der Wahrheit zu haben, und auf diese Weise die Welt neu zu schaffen, sodass sie nicht von der Meinung erdrückt wird, vom Schein, der die Realität selbst nicht mehr zum Vorschein kommen lässt; die virtuelle Welt wird wahrer, wird stärker, und die reelle Welt der Schöpfung Gottes sieht man gar nicht mehr. Der Non-Konformismus des Christlichen erlöst uns, gibt uns der Wahrheit zurück."
"Unsere ganze Art zu überlegen, unsere Vernunft selbst muss erneuert werden. Erneuert nicht nach den Kategorien des Altbekannten. Erneuern heißt, uns wirklich erfüllen zu lassen von der Wahrheit, die aus Gottes Wort zu uns spricht. Und so am Ende die neue Art zu denken lernen, also den Modus, der nicht der Macht und dem Haben und dem Schein gehorcht, sondern der Wahrheit unseres Seins gehorcht, die tief in uns wohnt und die uns in der Taufe neu geschenkt ist."

Da fällt mir doch gleich dieser Spruch ein, den ich irgendwann mal gesehen habe:



Terminkalender

Samstag, 18. Februar, 10:30 - 12:30 Uhr
Konsistorium zur Kreierung der 22 neuen Kardinäle durch Papst Benedikt XVI.
Unter ihnen ist auch Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Berlin. Er wird mit seinen 55 Jahren der jüngste Kardinal der Weltkirche sein.

Sonntag, 19. Februar, 09:30 - 12:00 Uhr
Papst Benedikt XVI. feiert gemeinsam mit den 22 neuen Kardinälen
eine Dankmesse

Mittwoch, 22. Februar, 16:30 - 18:30 Uhr
Papst feiert den Aschermittwoch in den Basiliken
Sant' Anselmo und Santa Sabina auf dem Aventin

Live-Übertragungen mit dt. Übersetzung und Kommentaren z.B. bei EWTN.

Donnerstag, 16. Februar 2012

In manus tuas, pater...

Heute vormittag in der Sala Paolo VI hat Papst Benedikt XVI über die drei letzten Worte Jesu am Kreuz meditiert:
Als erstes ging Benedikt XVI. auf die Vergebungsbitte des Herrn für seine Henker ein: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Jesus selbst vollziehe, was er in der Bergpredigt gelehrt habe: „Liebt eure Feinde, betet für die, die euch misshandeln“. Später könne am Beispiel des Protomärtyrers Stephanus gesehen werden, wie dieser die Haltung Jesu nachahme, wenn er gleich ihm für seine Mörder bete. Jesus „vergibt nicht nur seinen Henkern, sondern tritt für sie beim Vater ein. Zum Grund seiner Fürbitte macht er ihr Nichtwissen, das den Weg zur Bekehrung offen lässt“, wie dies beim römischen Hauptmann unter dem Kreuz der Fall gewesen sei, so Benedikt XVI. Dies bleibe ein Trost für alle Zeiten und für alle Menschen.
 Das zweite Wort Jesu am Kreuz nach Lukas gehe noch einen Schritt weiter. Es handle sich im ein Wort der Hoffnung. Jesus antworte nun auf die Bitte eines Mitgekreuzigten. Dieser sei „ein sogenannter Räuber, ein Widerstandskämpfer“ gewesen, der nun den Herrn bitte, seiner zu gedenken, wenn er in sein Reich komme. Christus gehe in seiner Antwort bei weitem über die Bitte hinaus: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“. Jesus wisse, „dass er direkt in die Gemeinschaft mit dem Vater eingehen wird, dass er den Menschen wieder ins Paradies, ins Mitsein mit Gott hineinführt“. So gebe er dem Glaubenden Hoffnung: „Gottes Erbarmen kann uns auch im letzten Augenblick erreichen. Die Bitte um seine Güte wird nicht umsonst gestellt“, so der Papst. Er sei „der barmherzige Vater, der uns mit offenen Armen erwartet. Der Herr sagt dem Mann: Ich ziehe dich gleichsam mit hinauf, wir kommen heute im Paradies an“.

 Das letzte Wort sei ein Ruf äußerster und völliger Hingabe des sterbenden Jesus an Gott: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“. Mit diesem Gebet, in dem Jesus einen Vers aus Psalm 31 aufgreife, „bekräftigt er seinen Willen, zunächst den Händen der Menschen ausgeliefert zu werden, um aber dann letztlich doch in den Hände Gottes zu sein und sich in die guten Hände Gottes zu übergeben“. Christus wisse, dass er letztlich als Sohn in den Händen des Vaters stehe. Damit aber versichere er auch den Menschen, „dass wir zuletzt in die Hände des Vaters fallen. Darauf dürfen wir uns verlassen, darauf Ausschau halten und gleichsam auf diese Hände hin zu leben, die uns tragen und uns die Gewissheit geben, nicht ins Nichts abzustürzen“.In dem Augenblick, in dem Jesus das Leben verlasse, besiegle dieser seine letzte Entscheidung. Auf diese Weise „sei alles vollbracht“, wie der Evangelist Johannes sage: „der höchste Liebesakt ist zum Ende gebracht worden, bis zur Grenze und jenseits der Grenze“.

Das war wieder wunderschön. Danke für die Zusammenfassung an Armin Schwibach.

Auch das ist die Blogoeszese

Da ist man gerade dabei, sich so richtig aufzuregen über die Dummheit gewisser Leute und dann stolpert man über diese schöne Idee zum 85. Geburtstag unseres lieben Heilige Vaters. Danke Benedetta! Termin ist vorgemerkt.
Anlässlich des 85. Geburtstages des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., startet die Initiative „Deutschland pro Papa " eine außergewöhnliche Aktion: "85 Luftballons für Benedikt- Zeichen der Hoffnung". Unter Schirmherrschaft des Papstbruders und ehem. Domkapellmeisters Prälat Dr. Georg Ratzinger werden am Vortag seines 85ten Geburtstages, nämlich am Sonntag, den 15.4.2012, pünktlich zum Angelus um 12.00 Uhr, 85 gelb-weiße Luftballons vom „Papsthügel“ in Regensburg gestartet.
Das sind zwar nicht direkt 99 Luftballons; die kommen dann später ;-)

Kolping zur aktuellen Lage

Anscheinend hatte auch der Gesellenvater schon mit solchen Leuten zu tun...
Wenn man es fertigbringen könnte, daß die Leute auf ihrem richtigen Platze ständen und wollten stehen bleiben, dann wären wir weit, sehr weit. 
***

Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden. 

Was man als Heilige so alles aushalten muss

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken möchte am kommenden 29. April einen "Tag der Diakonin" begehen und möchte dazu den Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena verzwecken. "An diesem Tag sollten wir die Frage des Diakonats der Frau mit eigenen Veranstaltungen lebendig halten", erklärt dazu Alois Glück, Präsident des ZdK. Im Herbst des vergangenen Jahres die ZdK-Vollversammlung dafür bereits das Ok gegeben. Die Idee stammt vom "Katholische Deutsche Frauenbund". Die Kirchenleitung in Deutschland ist über das Anliegen wenig begeistert.
Das fällt definitv in die Kategorie "Fremdschämen". Haben diese Leute denn noch nie etwas davon gehört, dass die Hl. Katharina von Siena eine K i r c h e n l e h r e r i n ist? Das heißt doch, dass sie uns mehr noch als Heilige sonst als Vorbild gegeben ist, von dem man l e r n e n sollte. Und was hat sie getan? Ich glaube, ihre kühnste "Forderung" war, dass der Papst sich gefälligst nach Rom zurückbegeben soll, um die Zügel der Kirche wieder fest in die Hand zu nehmen. Also, da kann ich beim besten Willen keinen Anhaltspunkt für das oben Stehende finden. Irgendwo hab ich mal gehört, dass der Frauenbund unter den jungen Frauen ziemlich verzweifelt nach Mitgliedern sucht. Anscheinend ist die Jugend ja doch schlauer als man ihr zugestehen will ;-)

 Ok, das musste mal raus, aber jetzt genug der Aufregung. Zum Schluss nur noch soviel: ZdK, KdFB, BDKJ - wer? Kenn ich nicht! Werd ich nicht von vertreten!! 

Mittwoch, 15. Februar 2012

Bereue nicht, dich der Liebe ausgeliefert zu haben

...Geh, geh vorwärts auf diesem Weg, den ich dir zeige. Folge ihm, denn die Liebe folgt dir. Oh, meine Gabrielle, weißt du nicht, dass ich dir überallhin folge? Leben wir doch immer zu zweit. Sage dir: 'Ich bin hier, aber nicht allein.'
(Jesus an G.B.)

***

Paris in der Metro. Eine Frau verabschiedete ihren Ehemann mit liebevollen Gesten: 
"Mach das auch mit mir. Schenke mir oft dein Lächeln, deinen liebevollen, zärtlichen Blick. Das ist ganz einfach zwischen Brautleuten, die sich lieben. Und wie beglückt dieses den Bräutigam!"
(Jesus an G.B.)

"Ist's am Valentin noch weiß...

blüht zu Ostern schon das Reis'." Dann warten wir mal ab, ob die alte Bauernregel diesmal recht hat.

Copyright gesehen bei news.va


Kalter Valentin / früher Lenzbeginn.
Ist's am Valentin noch weiß, / blüht zu Ostern schon das Reis.
Kalter Valentin / früher Lenzbeginn.
Ist's am Valentin noch weiß, / blüht zu Ostern schon das Reis.

Dienstag, 14. Februar 2012

Schlaflied für die Sehnsucht

Eine Einstimmung der etwas anderen Art auf den Tag des heiligen Valentin von Terni bzw. von Rom.


O lege, Geliebter,
den Kopf in die Hände
und höre, ich sing' dir ein Lied.
Ich sing' dir von Weh und von Tod und vom Ende,
ich sing' dir vom Glücke, das schied.

Komm, schließe die Augen,
ich will dich dann wiegen,
wir träumen dann beide vom Glück.
Wir träumen dann beide die goldensten Lügen,
wir träumen uns weit, weit zurück.

Und sieh nur, Geliebter,
im Traume da kehren
wieder die Tage voll Licht.
Vergessen die Stunden, die wehen und leeren
von Trauer und Leid und Verzicht.

Doch dann - das Erwachen,
Geliebter, ist Grauen -
ach, alles ist leerer als je -
Oh, könnten die Träume mein Glück wieder bauen,
verjagen mein wild-heißes Weh!

Selma Meerbaum-Eisinger (1924-1942)

Was mich interessieren würde...

hat jemand Erfahrungen gemacht mit geistlicher Kommunion? Und wenn ja, welche?

Herr, lass Abend werden

...nach den Irrungen und Wirrungen der letzten und des heutigen Tages. Zur Entspannung. Wenn man aus demselben Jahr stammt, wie dieses Liedchen, dann kann ja nicht alles falsch sein ;-)

 
" Resta qui con noi", Gen Rosse (1984)

aus gegebenem Anlass

Mit Bezug auf einige der letzen Posts hat mich eine Freundin kürzlich zu meiner Meinung in Sachen Lebensschutz gefragt. Insbesondere ging es da um Babyklappen vs Abtreibung und die Entscheidung des deutschen Ethikrates vor zwei Jahren, anonyme Geburten und Babyklappen abzuschaffen, weil ja jeder Mensch  ein Recht darauf hat, zu erfahren, woher er kommt. An diesem Recht ist grundsätzlich nichts falsch, nur geht die Argumentation meiner Meinung nach am Thema vorbei. Babyklappen und anonyme Geburt sind als letzter Ausweg gedacht, wenn eine Frau derart überfordert mit dem Kind und der Situation ist, dass sie nur noch zwischen Kindstötung und Aussetzen desselben auf der Strasse entscheiden kann.

Dazu habe ich dieses Video gefunden, ein Bericht mit Interview von Weihbischof Anton Losinger von Augsburg, der sich vor zwei Jahren als eines der wenigen Mitglieder des Deutschen Ethikrates für eine Weiterführung der Babyklappen votierte. 



Er nimmt mir das Wort aus dem Mund. Aber ich bin auch nicht besonders neutral, was dieses Thema angeht. Als ehemals selbst ausgesetztes Kleinkind finde ich diese Möglichkeit auf jeden Fall besser. Das zeugt doch zumindest von einem Rest von Fürsorge. Klar wäre es schön für das Kind zu wissen, woher es kommt. Aber wenn ich als betroffenes Kind vor die Wahl gestellt werde, entweder zu sterben und zu wissen, woher ich komme, oder ohne dieses Wissen zu leben... dann nehme ich doch das Leben.

Damals wie heute

Eine christliche Gemeinde bildet ebensogut ein Ganzes wie eine Familie, deren Mitglieder sich in besonderer Weise lieben, mithin sich auch in aller Hinsicht helfen und fördern sollen.
 Da hat er recht, der Gesellenvater. Unschön wird's, wenn in dieser Familie einige meinen, sich gegenseitig oder dem Familienvater ans Bein pinkeln zu müssen. Das gilt dieser Tage besonders in Richtung der plaudernden Prälaten, die meinen, in den Medien den Eindruck von Chaos erwecken zu müssen. Was soll das?

Montag, 13. Februar 2012

zur Nacht

Komme gerade aus unserem wöchentlichen Lobpreis. Wir sind nur eine kleine Gruppe von Studenten, denen die sonntägliche Messfeier nicht ausreicht und die sich daher am Abend noch mal privat versammeln um Gott zu loben. Dieses Lied hat unsere Pianistin als Instrumentalstück gespielt und ich musste es prompt suchen gehen, weil ich es einfach schön finde.

Das Lied heißt "Céleste Jérusalem", ist von der Communauté du Verbe de Vie
und besingt die Vision des himmlischen Jerusalem aus der Offenbarung des Johannes.
Beginn des Liedes ab 1:40 min.

ebenfalls heute Mittag


rief der Heilige Vater zu einem Ende der Gewalt in Syrien auf.

"Ich verfolge die dramatischen und immer häufigeren Episoden von Gewalt in Syrien mit großer Sorge: Sie haben in den letzten Tagen viele Menschenleben gefordert. Ich denke im Gebet an die Opfer, unter denen auch einige Kinder sind, an die Verletzten und an alle, die unter den Folgen eines immer besorgniserregenderen Konfliktes leiden. Ermeut rufe ich dringend dazu auf, die Gewalt und das Blutvergießen einzustellen! Und ich lade alle, vor allem die politischen Autoritäten in Syrien, dazu ein, dem Dialog, der Versöhnung und dem Einsatz für Frieden Vorrang zu geben. Es ist dringend nötig, auf die legitimen Wünsche der verschiedenen Komponenten der Nation zu antworten, und auch auf die Wünsche der internationalen Gemeinschaft, die in Sorge ist über das Wohlergehen der ganzen Gesellschaft wie der Region.“
Beten wir mit, dass die Verantwortlichen auf beiden Seiten des syrischen Konfliktes bald zur Vernunft kommen und dass dort wieder Frieden einkehrt.

Beim Angelus, 12.02.2012

hat sich Papst Benedikt XVI gegen die Ausgrenzung von Kranken aus der Gesellschaft gewandt. Anlässlich des Welttags des Kranken, der am Vortag begangen wurde, rief er bei seinem Angelus-Gebet am Sonntag zu Barmherzigkeit gegenüber den Mitmenschen auf. Er verwies auf das Beispiel Jesu, der die Kranken ins Leben und in die Gemeinschaft zurückgeführt hat. Für die Christen ergebe sich daraus der Auftrag, «Boten des Friedens und der Hoffnung für unsere Mitmenschen zu werden».
 Mehr in Bild und Ton dazu hier.


Gott will das Gute für die Menschen, das Leben in Fülle. Er will, dass wir rein werden, innerlich wie äußerlich, aber er wartet, dass wir von selbst zu ihm kommen. Doch wenn wir kommen, sollen wir nicht nur von dem Wunsch nach Wundern und äußerer Heilung getrieben sein. Nur ein Herz, das sich wirklich in Liebe nach ihm sehnt, kann ihn finden.

Sonntag, 12. Februar 2012

geistige Kommunion I


"Der Erlöser, herbeigerufen, herbeigesehnt - er ist da. 
Der Erlöser der Welt. Der Heiland für jeden, auch für dich."
                                                                             (Jesus an G.B.)

zum Vaterunser

 Herr, warum hast du uns im Vaterunser nicht um die Liebe bitten lassen?

"Alles im Vaterunser ist Liebe.
'Unser Vater.' Das ist der Name einer großen Liebe.
'Dein Name werde geheiligt. - Dein Reich komme. - Dein Wille geschehe.'
In diesen drei Bitten geht es um eine vollkommene Liebe, die nur noch an den heißgeliebten Vater denkt.
'Unser tägliches Brot gib uns heute.' Darin bittest du um die Stillung der Liebe und erbittest sie für jeden Augenblick deiner Tage.
'Wie wir vergeben unseren Schuldigern.' Darin liegt die Liebe zum Nächsten, indem du ihn mit der Liebe Gottes anschaut.
'Erlöse uns von dem Übel.' - Das einzige Übel ist das, was nicht Liebe ist.
'Amen.' Das heißt: Alles geschehe nach deinem Willen, dann werden wir eins sein, und das auf ewig."
(Jesus an G.B.)

Beten wir für...alle seelisch Erschöpften und psychisch Kranken



Manchmal, oh Herr, sind wir mit allem überfordert. Da scheint alles auf einmal auf uns einzustürzen und die ganze Welt um uns herum zu zerbrechen. Hilf Du uns, gerade dann nicht Deine liebende Gegenwart zu vergessen. Das kann ein Mittel sein, nicht in die tiefste Verzweiflung zu fallen. Und wenn wir doch einmal dorthinein gefallen sind, so sende Du uns Menschen, die uns von dort zurück holen und uns beistehen.

Herr, ich bitte Dich für alle, die gerade durch diese finstere Schlucht (Ps 23, 4) wandern müssen und für uns, die wir vielleicht solche Menschen kennen. Öffne unsere Augen für ihre Not, dass wir sie nicht vergessen in ihrer Einsamkeit und ihnen Stütze und Hilfe anbieten. Maria, Heil der Kranken - bitte für uns.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht...

ich hör schon auch was anderes. Außerdem hat das folgende Video einen eindeutigen *schmacht*-Vorteil. Bin halt doch ein richtiges Mädchen :-)

und noch ein Jahrestag


Vor genau 20 Jahren hat der sel. Papst Johannes Paul II den Welttag der Kranken eingeführt, um das Bewusstsein für alle von Krankheiten und Leiden heimgesuchten Menschen zu schärfen.

Dazu aus der Botschaft von Papa Benedetto XVI: 
Durch die großherzige und liebevolle Annahme jedes menschlichen Lebens, besonders dann, wenn es schwach und krank ist, bringt der Christ einen wichtigen Aspekt seines Zeugnisses für das Evangelium zum Ausdruck. Er tut dies nach dem Beispiel Christi, der sich über das materielle und geistige Leid des Menschen gebeugt hat, um es zu heilen.

Telegramm des Tages

an Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika:

Schwangerschaft ist keine Krankheit! 
pregnancy is not a desease. 



Linkrutschen zum Thema hier, hier und hier.

Samstag, 11. Februar 2012

ein Ohrwurm

Dieses Lied geht mir heute schon den ganzen Tag nicht mehr aus Kopf.Das Lied heißt "Couronnée d'étoiles", auf dt. "Ave, sei gegrüßt" und ist von der Gemeinschaft Emmanuel. Der youtube-community bekannt wurde es dadurch, dass es an der Hochzeit von Fürst Albert II von Monaco gesungen wurde.

to Russia...with love!

Heute ist der 10. Jahrestag, an dem die römisch-katholischen Administraturen in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion zu Bistümern erhoben wurden, so z.B. das Bistum St. Clemens in Saratow an der Wolga.
Das Bistum St. Clemens in Saratow ist etwa so groß, wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal zusammen: 1.400.000 Quadratkilometer. Unter den ca. 45.000.000 Einwohner leben rund 21.500 Katholiken. Es kommt vor, dass man über 500 km fahren muß, um von einer Pfarrgemeinde in die benachbarte zu gelangen. Die 42 Priester, die in den 6 Dekanaten des Bistums mit Bischof Clemens Pickel arbeiten, kommen aus 12 verschiedenen Ländern. Die 68 Ordensschwestern und -brüder kommen aus 21 Ländern. 

Oft denke ich mir bei der Lektüre der kleinen und großen Erlebnisse des bloggenden Bischofs, dass sich die meisten Beschwerden ungehorsamer Priester, unzufriedener Memorandisten und ähnlich seltsamer Zeitgenossen in Wohlgefallen auflösen würden, wenn man sie alle mal für eine gewisse Zeit dort aussetzen würde und sie den trotz aller Widrigkeiten lebendigen Glauben der Menschen dort erleben würden. Aber das sollen hier keine Unkenrufe werden.

Heute heißt es vielmehr: Herzliche Glückwünsche an die russischen Gläubigen, ihre Bischöfe und Priester! Namentlich Bischof Joseph Werth von Novosibirsk und Bischof Clemens Pickel von Saratow. 


vor 154 Jahren...

... erschien in Lourdes die Muttergottes dem Mädchen Bernadette und offenbarte sich als die "Unbefleckte Empfängnis". Zum morgigen Gedenktag kommt hier als kleines Zuckerl eine filmische Annäherung an die Ereignisse von damals. Es mag ein wenig kitschig wirken, aber ich mag diesen Film, auch weil er das Wunder Wunder sein lässt und doch die Schwierigkeiten nicht verschweigt, die manche Menschen mit Wundern haben.


Der Film heißt Bernadette von Lourdes und ist von 2001
Regie: Ludovico Gasparini.
Dieser Trailer ist auf Italienisch mit englischen Untertiteln. 
 

O Maria, du unbefleckt Empfangene, nimm Du uns an die Hand und führe uns immer näher zu Jesus. 

Insbesondere für alle Krebskranken

Gern schließe mich dieser Gebetsbitte beim Herrn Alipius an und erlaube mir, sie auf alle an Krebs Erkrankten, ihre Angehörigen und Pfleger auszuweiten, wie z.B. meinem Papa.

Um Hoffnung, gute Nerven, baldige Genesung oder - je nach Schwere der Krankheit - eine gute Sterbestunde. Veni, Domine Jesu!

Freitag, 10. Februar 2012

weil jeder fehlt, der nicht geboren wird

http://www.1000plus.de/index.php

Obama vs. die Gewissensfreiheit

Akt 2 (oder 3?) in dem kleinen Kammer Trauerspiel um den Umgang der Obama-Administration mit der Gewissensfreiheit des Einzelnen und der katholischen Kirche in seinem Land. Wieso der gute Barack so wild darauf ist, allen Mitbürgern verschreibungspflichtige Verhütungsmittel, Sterilisierung und Abtreibung auslösende Mittel aufzuzwingen, ist mir ein Rätsel. Genauso, aus welchem Grund die verpflichtende Bereitstellung dieser Präparate zur Gesundheitsvorsorge dienen sollen. Unter "Vorsorge" verstehe ich persönlich eher einen gesunden, moderaten Lebenstil und nennt mich naiv, aber dazu bräuchte man diese Mittel eher selten.

Jetzt versucht sich der katholische Fernsehsender EWTN mit einer Klage gegen diese Verfügung zu wehren.
Die Senderleitung werde von der Regierung gezwungen, Beschäftigten Zugang zu verschreibungspflichtigen Verhütungsmitteln, Sterilisierung und Abtreibung auslösenden Mitteln zu gewähren und damit gegen ihr Gewissen zu verstoßen oder aber den Angestellten keinerlei Versicherung anzubieten. «Keine dieser Wahlmöglichkeiten ist für uns akzeptabel», sagte EWTN-Manager Michael Warsaw. Der Klageschritt sei nötig, um «auch andere Institutionen, katholische und nichtkatholische, religiöse und weltliche, vor dieser Verordnung zu schützen». 
Dann warten wir jetzt auf den folgenden Akt und gehen in der Pause ein paar Erdnüsse knabbern ;-)

Donnerstag, 9. Februar 2012

aus der Stille


Gerade habe ich bei Giovanni diese "Stimmen aus der Stille" gehört und bin total von den Socken. Wow! Das möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Dass ich die Bethlehemschwestern, oder auch "Schwestern der monastischen Familie von Bethlehem und der Aufnahme Mariens in den Himmel und des hl. Bruno" bisher nicht kannte, heißt gar nichts, denn man lernt ja bekanntlich nie aus. Laut orden-online.de kommen sie aus Frankreich und orientieren sich stark am altkirchlichen Eremitentum und der Lebensweise der Kartäuser.

Im Winter ein Jahr...



Heute vor einem Jahr ging die Petition pro Ecclesia online und wurde mit 13.928 Unterschriften am 14. März 2011  dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Pater Dr. Langendörfer, übergeben. Vielen Dank an die Initiatoren und Unterstützer für die Idee und den Mut, sie umzusetzen!!

P.S. Ich hatte auch unterzeichnet und bin froh dabei gewesen zu sein.

Weisheiten von Vater Kolping

So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken können. 

Gott ist immer bei uns - auch im Leiden und scheinbaren Schweigen

Die heutige Generalaudienz scheint so recht auf die Fragen zu passen, die meine Mama und Oma zurzeit umtreiben. Es geht um die Nähe oder die Ferne Gottes im Leiden der Welt und in persönlichen Schicksalsschlägen.

Der Heilige Vater meditierte heute vormittag die letzten Worte Jesu am Kreuz: "Eloï, Eloï, lema sabachtani?, übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mk 15,34). Entgegen oft anders lautender Auslegungen weist der Papst darauf hin, dass dies keine Worte sind, die Jesus sich selbst ausgedacht hat, noch fällt er damit in tiefster Verzweiflung selbst vom Glauben ab.

Vielmehr ist dies der Anfang von Psalm 22, in dem der Psalmist die Spannung zwischen der Not und der Gottverlassenheit Israels sowie der Gewißheit seiner Hoffnung, der Gewißheit der bleibenden Gegenwart und Güte Gottes, ausdrückt. Das Gebet Jesu ist nicht der Schrei von jemandem, der nicht mehr weiß, was er soll, oder der verzweifelt auf den Tod zuginge. Es ist das Gebet Israels und der Menschheit, das Gebet von Menschen, die durch das Böse bedrängt werden und die doch alles zum Herzen Gottes bringen. Und er gibt ihm seine letzte Gewißheit, daß unser Schreien in der Auferstehung endlich seine Antwort finden wird. So drücken die Worte Jesu einerseits die ganze Not der Menschheit und unser aller Bedrängnis aus. Zugleich aber durchdringen und durchtränken sie es mit Vertrauen und Hingabe und geben es in die Hände des nur scheinbar schweigenden Gottes. Sie lassen uns gewiß werden, daß der schweigende Gott doch der nahe und rettende Gott ist.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kettenhund seiner Heiligkeit...

Variante bei thysus. Echt süß!



...und hier?

 Ein einziger gewissenhafter Katholik wie der heilige Thomas Morus, der für den Primat der Wahrheit seinen Kopf verlor, hat für die Erneuerung der Kirche unendlich viel mehr getan als die feige Mehrheit, die mit dem Eid auf einen Machtpolitiker als oberstes Haupt der Kirche von England Christus als König und Haupt verlor, der seine Kirche unzerstörbar auf Petrus gebaut hat. 
Dieser Vergleich des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller beschreibt, wie ich finde, ziemlich gut die Situation in der sich nicht nur die amerikanischen Katholiken befinden. Es wird in Zukunft noch wichtiger werden zu wissen, dass wir unseren Gewissen immer mehr verpflichtet sind als selbst den höchsten weltlichen Autoritäten. Und zur Gewissensbildung habe ich den folgenden, sehr guten Beitrag bei Echo Romeo gefunden:
 Wäre das Gewissen allein in mir begründet, wäre ich damit der letzte Maßstab. Beim Beurteilen von Dingen, die über mich hinausgehen, ist ein solcher Maßstab ungeeignet. Er ist zu klein, greift zu kurz. Das Gewissen selbst muss als Maßstab immer neu geeicht werden. Dazu gehört der Mut, Dinge hinzuzufügen, die meinen eigenen gefühlsmäßigen oder intellektuellen Rahmen sprengen. Es kann sein, dass ich Dinge bejahen oder verneinen muss, die ich selbst so nicht vollständig nachvollziehen kann. Anderenfalls könnte ich nur einem Gott glauben, der in meinen Kopf passt. Zu einer Bildung des Gewissens gehört es deshalb, die eigenen Grenzen zu erkennen und jenseits dieser Grenzen die Maßstäbe anzuwenden, die ich verantwortlich als richtig erkannt habe. Das kann auch die Lehre der Kirche sein. Als Katholik glaube ich der Offenbarung Gottes, die er mir in der Kirche schenkt. Durch die Kirche glaube ich ihm.
Man mag einwenden: Du gibst dein Gewissen an der Kirchentür ab. Du stiehlst dich aus der Verantwortung, indem du vorgegebene Lösungen einfach anwendest und gar nicht selbst dahinter stehst.
Das wäre so, wenn ich die Lehre der Kirche aus Bequemlichkeit anwenden würde. Wenn ich jedoch erkenne, dass mein Wesen zur Beurteilung von Glaubenssätzen gar nicht ausreicht, muss ich den Maßstab suchen, der ausreicht, wenn ich Gott nicht auf mich und meine Fähigkeiten zurechtstutzen will. Das wäre ein armer Gott. Deshalb ist ein gläubiges und katholisches Gewissen geprägt von dem, was der Mensch als Gewissensträger selbst nicht erreichen kann.

Aussagen der Kirche haben daher für mich erst einmal eine hohe Verbindlichkeit, weil sie nicht nur von meinem Gewissen beurteilt sein wollen, sondern erst einmal Eingang in das Gewissen selbst finden. Eine Gewissensfrage wird so zu einer Vertrauensfrage und damit Glaubensfrage. Meine Aufgabe ist, nach meinem Gewissen zu handeln. Dazu gehört auch, darauf zu achten, dass ich nicht meine Begrenztheit an die Stelle der Größe Gottes setze und das mit meinem Gewissen begründe.

eisiger Wind in den USA....

In den USA weht den Katholiken der Wind gerade ziemlich scharf ins Gesicht und doch beweisen die dortigen Bischöfen cojones, die sich mancher von unseren deutschsprachigen Oberhirten manchmal wünschen würde.
Archbishop Timothy Broglio, the head of the military's arm of the Roman Catholic Archdiocese, criticized the Obama administration's mandate requiring religious institutions to provide contraceptive services to employees in a letter meant to be read at all military Masses. 
“It is a blow to a freedom that you have fought to defend and for which you have seen your buddies fall in battle,” the archbishop wrote. Another line in his letter said: “We cannot—we will not—comply with this unjust law.”The message ingnited so much controversy that the Army's Office of the Chief of Chaplains told the service's senior chaplains not to read the archbishop's letter at Mass, CNS news reports. Catholic chaplains say it is a violation of the First Amendment.
Services covered by the mandate include drugs that cause abortion. The Catholic Church forbids the use of contraception to prevent the beginning of life.

Hoffen wir, dass dieses Säbelrasseln nur auf den Wahlkampf zurückführen ist und sich die Ahnung von Kardinal George nicht bewahrheitet.





Gesehen bei Elsa und dem Herrn Alipius

Dienstag, 7. Februar 2012

aus: Er und ich II

"Sage mir bei jedem Erwachen guten Morgen, als wenn du den Himmel beträtest."
(Jesus an G.B.)

aus: Er und ich

(Gabrielle): "Herr, ich schenke dir meinen heutigen Tag."
(Jesus): "Unseren Tag. Denn ich werde in dir mehr wirken, als du selbst vermagst."

Beten wir für...

Eine sehr liebe Freundin und ihren Partner. Sie hat es zurzeit weder in ihrem Studium noch in der Beziehung besonders leicht, vielmehr droht ihr gerade alles über den Kopf zu wachsen. Vielen Dank fürs mitbeten.