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Es werden Posts vom April, 2016 angezeigt.

Darf man die Worte "Lust" und "Priester" in einem Satz verwenden?

Wenn man es so elegant hinbekommt wie Monsignore Florian Kolfhaus, dann auf jeden Fall. Dann darf und kann man auch den Plural verwenden: "Lüste", oder sogar noch provozierender, anrüchiger, Stammtisch-mäßiger:"geheime Lüste". Denn auch Priester sind ja Menschen und kennen Genuss und Sinnenfreuden, um zwei weniger erotisch aufgeladene Worte zu benutzen. Denn es geht in folgendem Gastbeitrag nicht um Sex und Erotik und schon gar nicht um das angebliche Unvermögen von Männern im allgemeinn und Priestern im Besonderen, überhaupt nur für eine bestimmten Zeitraum (ganz zu schweigen vom ganzen Leben, huuu) ohne Sex zu leben. Aber mit Liebe sollte er schon leben.


>> Die Rede ist von Berührung, Zärtlichkeit und Genuss, aber nicht in den Armen einer Frau, mit der der Priester vielleicht eine Nacht verbringt, sondern an der Seite Christi, mit dem er sein ganzes Leben teilt. “Jesus bleibet meine Freude, meine Lust und Seligkeit” heißt es in einer Bachkantate. Für den P…

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir Großes gefunden haben, der doch keines Besitztums weiter bedarf, was kann er so Großes gefunden haben, dass er Dich zu gewinnen den Kampf eines schmachvollen Todes bis zum schauerlichen Ende kämpfte? Was kann er an Dir finden wollen als Dein Selbst? Der ist der wahre Freund, welcher Dich selber begehrt, nicht aber das Deine. Schon bereit, für Dich zu sterben, sprach der wahre Freund: "Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde."

(Pierre Abaelard, Brief Nr. 5 an Heloisa, 12. Jhd.)

Mother of sorrows

"Mother of sorrows", das ist englisch und bedeutet "Mutter der Sorgen", "Schmerzensmutter". In der christlichen Tradition wird Maria, die Mutter Jesu damit bezeichnet, basierend auf dem biblischen Seherwort des greisen Simeon: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lk 2,35). er fromme alte Mann nahm damit die vielfältigen Sorgen und Ängste Mariens vorweg, die diese in 33 Jahren um ihren Sohn Jesus ausgestanden hat.
Der Priester und Songwriter Albert Gutberlet LC  verbindet ihre, der Gottesmutter, Sorgen, mit den Ängsten und Nöten die Mütter zu allen Zeiten um ihre Kinder ausstehen. Interessanterweise ist die erste Mutter, die Gutberlet hier porträtiert, eine junge Frau, die in den Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg vergewaltigt und vertrieben wurde. Klingt hier nicht ein Echo aus der Geschichte herauf? Das Lied des Leidens, das heute von den IS-Geiseln und ihren Kindern gesungen wird? Die Mutter der zweiten Strophe muss ihren Sohn viel…

Warum die kleine Blanche de la Force immer wieder ihr Opfer bringt

"Du hast es weit gebracht, meine kleine furchtsame Blanche de la Force, ich hätte dir dies niemals zugetraut, als du mich Jahren batest, dein Leben zu erzählen! Mit Staunen vernahm ich, dass du Scheue es wagtest, jene Bretter zu betreten, die, wie man sagt, die Welt bedeuten. Und nun hast du sogar die Musik vermocht, sich deiner zarten Stimme anzunehmen. Möge es der gewaltigsten und tiefsten aller Künste geschenkt sein, uns heutigen Menschen, die nicht weniger von Todesangst umwittert sind als du und deine Zeit, den Eindruck jener Gnade zu vermitteln, die alle menschliche Ohnmacht aufhebt in den Sieg Gottes." (GvlF anlässlich der Uraufführung der Oper von Francis Poulenc am 24. September 1960) Große Stoffe können wohl nie zu oft erzählt werden. Ja, man erkennt die Größe einer Geschichte eigentlich erst recht daran, dass sie ihre Frische und Ursprünglichkeit, ihre Unmittelbarkeit und Wahrheit behält, auch wenn sie noch so oft und auf die unterschiedlichsten Weisen erzählt wird…

"Amoris Laetitia" oder Wer lesen kann, ist klar im Vorteil

Nun ist es also da, das Schreiben nach den beiden Familiensynoden. Lang erwartet, viel spekuliert, und auch noch auf deutsch. Ich werde damit jetzt erst mal auf Tauchstation gehen und es studieren, damit ich den Papst wörtlich höre und nicht das, was alle Welt aus seinen Worten machen werden.

Handlungsempfehlung für die nächsten Wochen: selber lesen, nachdenken, das eigene Gewissen bilden und kritisch prüfen, viel beten (!!) und erst dann vielleicht eine Meinung haben.

Ein Schatz ganz nach meinem Geschmack

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kam vor einigen Tagen mit der Post an. Manchmal bringen die sozialen Medien tatsächlich Menschen über Generationen und Kilometer hinweg zusammen. So bedanke ich mich von ganzem Herzen bei der verehrten Dr. Renate Krüger, Schriftstellerin aus Mecklenburg, die mir einen Teil ihrer Le-Fort-Sammlung anvertraut hat. Ich werde diese Bücher immer in Ehren halten als langen Schatten der Grande Dame der katholischen Literatur.

Papst Franziskus singt das Lob des Bauern

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in seiner Videobotschaft zu seinem Gebetsanliegen, das er im Monat 2016 für die (Klein)Bauern auf der ganzen Welt formuliert hat.

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters für April 2016

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1. Die Kleinbauern – für Anerkennung ihrer Arbeit und faire Preise

2. Die Christen Afrikas in den politisch-religiösen Konflikten. Sie mögen für die Liebe Christi Zeugen sein.