Mittwoch, 30. April 2014

Einsicht führt zur Vertrautheit mit Gott

Aus der Generalaudienz vom 30.04.2014:
Liebe Brüder und Schwestern, nach der Weisheit wollen wir heute die zweite Gabe des Heiligen Geistes betrachten, die Einsicht. Diese Gnade, die der Geist eingießt, befähigt den Christen, über das Äußere der Dinge hinauszusehen und die Tiefen der Gedanken Gottes und seines Heilsplans zu ergründen. Dies bedeutet nicht, dass der Christ alles verstehen und die Pläne Gottes vollständig erkennen kann. Aber wie der Name „Ein-sicht“ selbst sagt, geht es um die Fähigkeit, hineinzusehen, eine innere Sicht zu erlangen: Durch die Gabe der Einsicht führt uns der Heilige Geist in die Vertrautheit mit Gott und lässt uns teilhaben am Plan seiner Liebe. Er erschließt uns den wahren Sinn unseres Lebens und der Geschichte. Die Gabe der Einsicht ist eng verbunden mit dem Glauben. Wenn der Heilige Geist in uns wohnt, lässt er uns Tag für Tag im Verständnis der Worte und Taten des Herrn wachsen. Wie bei den Emmaus-Jüngern hindern uns die Last des Lebens, die Sorgen des Alltags und die eigene Schwachheit daran, Christus an unserer Seite wahrzunehmen. Der Herr will uns jedoch die Gabe der Einsicht schenken, um ihn zu erkennen und alles in seinem Licht zu sehen.

Montag, 28. April 2014

Der Papst meiner Kindheit

ist nun heilig gesprochen. Johannes Paul II, den ich noch bei meinem ersten Weltjugendtag (2000) erleben durfte. Danke, lieber Gott, dass du ihn als deinen Stellvertreter erwählt hattest und gib dem jetzigen lange viel Kraft für sein Amt.
Hymne zur Seligsprechung 2012 von Johannes Paul II. 
T +M: Marco Frisina
 
Hl. Johannes Paul II, Diener der Diener Gottes - bitte für uns!

Zwei Päpste im Himmel, zwei Päpste auf Erden

"Mit der Kraft der vier Päpste" - so oder ähnlich tönte es gestern durch Facebook und das restliche Internet.

Bildquelle: www.vatican.va (27.04.2014)

Bildquelle: www.welt.de (28.04.2014)

Damit war gemeint, dass nicht nur zwei der ganz großen Päpste des 20. Jahrhunderts zur höchsten Ehre der Altäre erhoben wurden, sondern auch zwei lebende Päpste dabei waren: der amtierende und unser lieber emeritierte Papa. So einen großen Andrang hat Rom bestimmt selten gesehen. Ihr und alle, die nicht leibhaftig dabei sein konnten, findet einen Eindruck dieser Tage im Fotostream von news.va. Wie bei großen Rockkonzerten übernachteten die Menschen sogar auf dem Petersplatz und standen am Tag selbst sogar an der Via della Conciliazione entlang.  In seiner Predigt sagte Papst Franziskus über seine beiden Vorgänger folgendes:
Der heilige Johannes XXIII. und der heilige Johannes Paul II. hatten den Mut, die Wundmale Jesu anzuschauen, seine verwundeten Hände und seine durchbohrte Seite zu berühren. Sie haben sich der Leiblichkeit Christi nicht geschämt, haben an ihm, an seinem Kreuz keinen Anstoß genommen; sie haben die Leiblichkeit des Mitmenschen nicht gescheut (vgl. Jes 58,7), denn in jedem leidenden Menschen sahen sie Jesus. Sie waren zwei mutige Männer, erfüllt vom Freimut des Heiligen Geistes, und haben der Kirche und der Welt Zeugnis gegeben von der Güte Gottes und von seiner Barmherzigkeit. 
Sie waren Priester und Bischöfe und Päpste des 20. Jahrhunderts. Dessen Tragödien haben sie erfahren, sind davon aber nicht überwältigt worden. Stärker war in ihnen Gott; stärker war der Glaube an Jesus Christus, den Erlöser des Menschen und Herrn der Geschichte; stärker war in ihnen die Barmherzigkeit Gottes, die sich in diesen fünf Wunden offenbart; stärker war die mütterliche Liebe Marias.
In diesen beiden Männern, die in der Betrachtung der Wunden Christi lebten und Zeugen seiner Barmherzigkeit waren, wohnte »eine lebendige Hoffnung« vereint mit »unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude« (1 Petr 1,3.8) – die Hoffnung und die Freude, die der auferstandene Christus seinen Jüngern schenkt und die nichts und niemand ihnen nehmen kann. Die österliche Hoffnung und die österliche Freude, die den Schmelztiegel der Entäußerung und der inneren Leere, der Nähe zu den Sündern bis zum Letzten, bis zum Überdruss angesichts der Bitterkeit dieses Kelches durchschritten haben: Das sind die Hoffnung und die Freude, mit denen die beiden heiligen Päpste vom auferstandenen Herrn beschenkt wurden und die sie ihrerseits in Fülle an das Volk Gottes verschenkt haben, wofür sie ewigen Dank empfangen.
 
Diese Hoffnung und diese Freude bildeten das Klima, in dem die Urgemeinde der Gläubigen in Jerusalem lebte, von der uns die Apostelgeschichte berichtet, die wir in der zweiten Lesung gehört haben (vgl. 2,42-47). Es ist eine Gemeinde, in der das Wesentliche des Evangeliums gelebt wird, nämlich die Liebe und die Barmherzigkeit in Einfachheit und Brüderlichkeit. Und das ist das Bild der Kirche, das dem Zweiten Vatikanischen Konzil vorschwebte.  
Johannes XXIII. und Johannes Paul II. haben mit dem Heiligen Geist zusammengearbeitet, um die Kirche entsprechend ihrer ursprünglichen Gestalt wiederherzustellen und zu aktualisieren, entsprechend der Gestalt, die ihr im Laufe der Jahrhunderte die Heiligen verliehen haben. Vergessen wir nicht, dass es gerade die Heiligen sind, die die Kirche voranbringen und wachsen lassen. In der Einberufung des Konzils hat der heilige Johannes XXIII. eine feinfühlige Folgsamkeit gegenüber dem Heiligen Geist bewiesen, hat sich führen lassen und war für die Kirche ein Hirte, ein geführter Führer, geführt vom Heiligen Geist. Das war sein großer Dienst an der Kirche; darum denke ich gerne an ihn als den Papst der Folgsamkeit gegenüber dem Heiligen Geist.
In diesem Dienst am Volk Gottes ist der heilige Johannes Paul II. der Papst der Familie gewesen. So wollte er, wie er einmal sagte, in die Erinnerung eingehen: als Papst der Familie. Ich hebe das gerne hervor, da wir gerade einen Weg zur Synode über die Familie und mit den Familien beschreiten, den er vom Himmel her sicher begleitet und unterstützt.
 
Mögen diese beiden neuen heiligen Hirten des Gottesvolkes mit ihrer Fürsprache für die Kirche eintreten, damit sie in diesen zwei Jahren des Synodenweges fügsam sei gegenüber dem Heiligen Geist in ihrem pastoralen Dienst an der Familie. Mögen beide uns lehren, keinen Anstoß zu nehmen an den Wunden Christi und in das Geheimnis der göttlichen Barmherzigkeit einzudringen, die immer hofft und immer verzeiht, weil sie immer liebt.

#2PopesSaints - pray for us! 

Mittwoch, 23. April 2014

Ostern kommt jedes Jahr so plötzlich

Jedes Jahr ist es dasselbe, man hat die Fastenzeit hinter sich gebracht , wenn man Glück hatte, hat man neben dem Haus auch sein Inneres geputzt; man hat sich während der Karwoche hineingefeiert in die "heiligen drei Tage" und doch kommt Ostern jedes Jahr zu früh, zu plötzlich. Und jedes Jahr brauche ich mindestens die Osteroktav-Tage, bis ich es wirklich wieder kapiert habe: DER HERR IST AUFERSTANDEN!
>>Wer bin ich? Wer bin ich vor meinem Herrn Jesus? Wo ist mein Herz vor dem Blick des gekreuzigten Herrn, der als Verfluchter am Balken hängt? Wo ist mein Herz vor dem Blick des Auferstandenen?<<
So fragte Papst Franziskus am Palmsonntag und Mme Elsa hat eine der schönsten, ehrlichsten Antworten darauf gefunden, die ich jemals gelesen habe.

Auch ich versuche jedes Jahr innerlich mitzugehen, den Staub jener Straßen unter den Füßen. Ich könnte bei den vielen Tausend sein, die Jesus in diesen drei Jahren seines öffentlichen Wirkens von Ort zu Ort gefolgt sind, fasziniert von seinen Worten und von der offensichtlich göttlichen Autorität mit der er sprach und handelte. Und wer bin ich, dass ich mich von denen ausnehmen könnte, die einmal "Hosanna" und dann "Kreuzige ihn" gerufen haben. Eine Menge kann sehr mitreißend wirken, da muss man oft nicht mal die Mehrheitsmeinung teilen, plötzlich hat man selber einen Stein in der Hand, ohne es zu wollen. Auch ich bin nur ein schwacher Mensch, wie schwach, erfahre ich jeden Tag aufs Neue, wenn mir Vorsätze und Pläne unter den Händen zerbröseln. Und ich kann die Jünger gut verstehen, die vor Erschöpfung und Kummer einfach eingeschlafen sind. Kennt ihr das auch, wenn eine Situation so groß, so ausweglos erscheint, dass es einen bereits erschöpft, über eine Lösung nachzudenken? In solchen Situationen würde ich mich auch manchmal einfach zusammenrollen und alles verschlafen. Das ist nicht nur an Gründonnerstag so, das geht auch an Karsamstag ganz gut. Und dieses Jahr habe ich doch glatt die Osternacht mit verpennt. Also war ich nicht nur ein verschlafener Jünger, sondern auch ein müder Grab-Bewacher. Vielleicht brauche ich deswegen diesmal noch länger als sonst für die richtige Osterfreude?
Aber auch nach einem besonders intensiv erlebten Gründonnerstag oder Karfreitag fällt das "Umlegen des Schalters" in der Osternacht oft schwer. Wenn man den Verlust des liebsten Menschen auf der Welt betrauert, wenn eine ganze Welt für einen zusammengebrochen ist und einem dann einer sagt, dass der Leichnam deswegen weg ist, weil derjenige AUFERSTANDEN ist und man sich gefälligst zu freuen hat, dann braucht man erst mal eine Zeit, um das zu verstehen, selbst wenn's ein Engel war, der einem das gesagt hat. Ich versteh die Emmaus-Jünger ziemlich gut. Ich glaub, ich wäre auch erstmal abgehauen, um mich wieder zu sortieren. Welch einfühlsamen und liebevollen Herrn haben wir doch, dass Er das weiß und mitgeht und extra alles erklärt.

In diesem Sinne:
DER HERR IST AUFERSTANDEN! HALLELUJA!

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?

Generalaudienz vom Mittwoch der Osteroktav, 23.04.2014:
Liebe Brüder und Schwestern, in diesen Tagen feiern wir in großer Freude die Auferstehung Jesu von den Toten. Die Frage des Engels: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ (Lk 24,5) wurde zu einem Wendepunkt der Weltgeschichte. Die Begegnung mit dem auferstandenen Christus ist damals wie heute aktuell. Schon die ersten Zeugen müssen ihre Ansichten und Ansprüche ändern, um den Auferstandenen zu erkennen. Christus kommt ihnen voller Güte entgegen. Er legt dem zweifelnden Apostel Thomas die Hände in seine verklärten Wunden, und der Ungläubige wird zum Glaubenden. Maria von Magdala hingegen sieht den Herrn, erkennt ihn aber nicht. Erst als Christus sie beim Namen ruft, öffnet die Liebe ihr die Augen des Glaubens. Die orientierungslosen Emmaus-Jünger werden von Jesus unauffällig begleitet. In seiner Nähe spüren sie, wie ihr Herz von Hoffnung brennt. Sobald sie ihn erkannt haben – und das sollen auch wir – laufen sie zu ihren Brüdern und verkünden: „Jesus lebt!“. Die Botschaft „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ lässt uns nach vorne schauen, nicht auf das Gestern, sondern auf das Heute, das Leben und die Hoffnung, die uns Christus geschenkt hat.

Sonntag, 20. April 2014

O unfassbare Liebe des Vaters!


O unfassbare Liebe des Vaters: Um den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn dahin!
O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat.
O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!
O wahrhaft selige Nacht, dir allein war es vergönnt, die Stunde zu kennen, in der Christus erstand von den Toten.

Donnerstag, 17. April 2014

Botschaft zum XXIX Weltjugendtag - Teil 4

4. …denn ihnen gehört das Himmelreich
Das zentrale Thema im Evangelium Jesu ist das Reich Gottes. Jesus ist das Gottesreich in Person, er ist der Immanuel, der Gott-mit-uns. Und das Herz des Menschen ist der Ort, wo dieses Reich, die Herrschaft Gottes, sich niederlässt und wächst. Das Reich ist zugleich Gabe und Verheißung. In Jesus ist es uns schon gegeben, aber es muss noch seine ganze Erfüllung erreichen. Darum beten wir täglich zum Vater: »Dein Reich komme«.
Es besteht eine enge Verbindung zwischen Armut und Evangelisierung, zwischen dem Thema des letzten Weltjugendtags – »Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern« (vgl. Mt 28,19) – und dem von diesem Jahr: »Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich« (Mt 5,3). Der Herr möchte eine arme Kirche, die den Armen das Evangelium bringt. Als Jesus die Zwölf aussandte, sagte er zu ihnen: »Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt« (Mt 10,9-10). Die evangelische Armut ist eine Grundvoraussetzung, damit das Reich Gottes sich ausbreitet. Die schönsten und spontansten Freuden, die ich im Laufe meines Lebens gesehen habe, sind die armer Menschen, die wenig haben, an das sie sich klammern können. Die Evangelisierung wird in unserer Zeit nur durch Übertragung von Freude möglich sein.
Wie wir gesehen haben, gibt uns die Seligpreisung derer, die arm sind vor Gott, eine Orientierung für unsere Beziehung zu Gott, zu den materiellen Gütern und zu den Armen. Angesichts des Beispiels und der Worte Jesu werden wir gewahr, wie sehr wir der Umkehr bedürfen und dafür sorgen müssen, dass über die Logik des mehr Habens die des mehr Seins siegt! Die Heiligen sind diejenigen, die uns am besten helfen können, den tiefen Sinn der Seligpreisungen zu begreifen. Die Heiligsprechung Johannes Pauls II. am zweiten Sonntag in der Osterzeit ist in diesem Sinn ein Ereignis, das unser Herz mit Freude erfüllt. Er wird der große Patron der Weltjugendtage sein, deren Initiator und geistlicher Motor er war. Und in der Gemeinschaft der Heiligen wird er euch allen ein Vater und ein Freund bleiben.
In den kommenden April fällt auch der dreißigste Jahrestag der Übergabe des Jubliäumskreuzes an die Jugendlichen. Eigens von dieser symbolischen Handlung Johannes Pauls II. her nahm die große Jugendpilgerschaft ihren Anfang, die seither unentwegt die fünf Kontinente durchzieht. Viele erinnern sich an die Worte, mit denen der Papst am Ostersonntag 1984 seine Geste begleitete: »Liebe Jugendliche, am Ende des Heiligen Jahres übergebe ich euch das Zeichen dieses Jubiläumsjahres: das Kreuz Christi! Tragt es in die Welt als Zeichen der Liebe Jesu, des Herrn, zur Menschheit, und verkündet allen, dass es allein im gestorbenen und auferstandenen Christus Heil und Erlösung gibt.«
Liebe junge Freunde, das Magnificat, der Lobgesang Marias, die arm war vor Gott, ist auch der Lobgesang derer, die die Seligpreisungen leben. Die Freude des Evangeliums entspringt aus einem armen Herzen, das über die Werke Gottes jubeln und staunen kann wie das Herz der Jungfrau, die alle Geschlechter „selig“ preisen (vgl. Lk 1,48). Sie, die Mutter der Armen und der Stern der neuen Evangelisierung, helfe uns, das Evangelium zu leben, die Seligkeiten in unserem Leben zu verkörpern und den Mut zum Glück zu haben.
Aus dem Vatikan, am 21. Januar 2014,
dem Gedenktag der heiligen Märtyrin Agnes



Mittwoch, 16. April 2014

Botschaft zum XXIX Weltjugendtag - Teil 3

3. Selig, die arm sind vor Gott…Die erste Seligpreisung, das Thema des nächsten Weltjugendtags, erklärt diejenigen für selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich. In einer Zeit, in der viele Menschen unter der Wirtschaftskrise leiden, kann es unangebracht erscheinen, Armut mit Glück zu verbinden. In welchem Sinn können wir die Armut als einen Segen auffassen?Zuallererst versuchen wir zu begreifen, was »arm vor Gott« bedeutet. Als der Sohn Gottes Mensch wurde, hat er einen Weg der Armut, der Entäußerung gewählt. Wie der heilige Paulus im Brief an die Philipper sagt: »Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich« (2,5-7). Jesus ist Gott, der sich seiner Herrlichkeit entäußert. Hier sehen wir die Wahl der Armut Gottes: Er, der reich war, wurde arm, um uns durch seine Armut reich zu machen (vgl. 2 Kor 8,9). Es ist das Geheimnis, das wir in den Weihnachtsbildern betrachten, wenn wir den Sohn Gottes in einer Futterkrippe sehen; und dann am Kreuz, wo die Entäußerung ihren Höhepunkt erreicht.Das griechische Adjektiv ptochós (arm) hat keine nur materielle Bedeutung, sondern meint „bettelnd“. Es ist mit dem hebräischen Begriff deranawim, der „Armen Jahwes“ zu verbinden, der an Demut erinnert, an das Bewusstsein der eigenen Grenzen, der eigenen Daseinsbedingung der Armut. Die anawim vertrauen auf den Herrn; sie wissen, dass sie von ihm abhängen.Wie die heilige Theresa vom Kinde Jesu sehr gut gesehen hat, zeigt Jesus sich in seiner Menschwerdung als Bettler, als ein Bedürftiger auf der Suche nach Liebe. Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt, dass der Mensch »vor Gott ein Bettler« ist (Nr. 2559) und dass im Gebet der Durst Gottes unserem Durst begegnet (vgl. Nr. 2560).Der heilige Franziskus von Assisi hat das Geheimnis der Seligkeit der Armen vor Gott sehr gut verstanden. In der Tat, als Jesus in der Person des Aussätzigen und im Gekreuzigten zu ihm sprach, erkannte er die Größe Gottes und die eigene Situation der Niedrigkeit. In seinem Gebet verbrachte Franziskus Stunden mit der Frage: »Wer bist du? Wer bin ich?« Er legte sein bequemes und sorgloses Leben ab, um sich mit der „Herrin Armut“ zu vermählen, um Jesus nachzuahmen und das Evangelium wörtlich zu nehmen. Franziskus hat die Nachfolge des armen Christus und die Liebe zu den Armen untrennbar miteinander verbunden gelebt, wie die beiden Seiten einer Medaille.Ihr könntet mich also fragen: Wie können wir praktisch erreichen, dass diese Armut vor Gott zum Lebensstil wird und konkret unser Leben prägt? Ich antworte euch in drei Punkten.Versucht vor allem, den Dingen gegenüber frei zu sein. Der Herr ruft uns zu einem evangeliumsgemäßen, schlichten Lebensstil und ermahnt uns, nicht der Kultur des Konsums zu erliegen. Es geht darum, die Wesentlichkeit zu suchen, zu lernen, viel Überflüssiges und Unnötiges, das uns erstickt, abzulegen. Kommen wir von der Habgier los, vom vergötterten und dann verschwendeten Geld. Geben wir Jesus den ersten Platz. Er kann uns von den Vergötterungen befreien, die uns zu Sklaven machen. Vertraut auf Gott, liebe junge Freunde! Er kennt uns, er liebt uns und vergisst uns nie. Wie er für die Lilien des Feldes sorgt (vgl. Mt 6,28), so lässt er es uns an nichts fehlen! Auch um die Wirtschaftskrise zu überwinden, muss man bereit sein, seinen Lebensstil zu ändern und die vielen Verschwendungen zu vermeiden. So wie der Mut zum Glück nötig ist, braucht es auch den Mut zur Genügsamkeit.An zweiter Stelle bedürfen wir alle, um diese Seligkeit zu leben, der der Umkehr in Bezug auf die Armen. Wir müssen uns um sie kümmern, ihre geistigen und materiellen Bedürfnisse einfühlsam wahrnehmen. Euch Jugendlichen übertrage ich in besonderer Weise die Aufgabe, ins Zentrum der menschlichen Kultur wieder die Solidarität zu setzen. Gegenüber alten und neuen Formen der Armut – Arbeitslosigkeit, Auswanderung, viele Abhängigkeiten verschiedener Art – haben wir die Pflicht, wachsam und informiert zu sein und die Versuchung zur Gleichgültigkeit zu überwinden. Denken wir auch an diejenigen, die sich nicht geliebt fühlen, die keine Zukunftshoffnung haben, die es aufgeben, sich im Leben zu engagieren, weil sie entmutigt, enttäuscht und verängstigt sind. Wir müssen lernen, den Armen nahe zu sein. Nehmen wir den Mund nicht voll mit schönen Worten über die Armen! Gehen wir auf sie zu, sehen wir ihnen in die Augen, hören wir ihnen zu! Die Armen sind für uns eine konkrete Gelegenheit, Christus selbst zu begegnen, seinen leidenden Leib zu berühren.Doch – und dies ist der dritte Punkt – die Armen sind nicht nur Menschen, denen wir etwas geben können. Auch sie haben uns viel zu geben, viel zu lehren. Wir haben so viel von der Weisheit der Armen zu lernen! Bedenkt, dass ein Heiliger des 18. Jahrhunderts, Benedikt Joseph Labre, der in Rom auf der Straße schlief und von den Almosen der Leute lebte, zum geistlichen Berater vieler Menschen wurde, darunter auch Adelige und Prälaten. In gewissem Sinn sind die Armen für uns wie Lehrmeister. Sie lehren uns, dass der Wert eines Menschen nicht nach seinem Besitz bemessen wird, danach, wie viel er auf seinem Bankkonto hat. Ein Armer, ein Mensch ohne materielle Güter behält immer seine Würde. Die Armen können uns auch viel über die Demut und das Gottvertrauen lehren. Im Gleichnis vom Pharisäer und dem Zöllner (Lk 18,9-14) stellt Jesus Letzteren als Vorbild dar, weil er demütig ist und sich als Sünder bekennt. Auch die Witwe, die zwei kleine Münzen in den Opferkasten des Tempels wirft, ist ein Beispiel der Großherzigkeit derer, die, obwohl sie wenig oder nichts besitzen, alles hergeben (vgl. Lk 21,1-4).

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Dienstag, 15. April 2014

Botschaft zum XXIX Weltjugendtag - Teil 2

2. Der Mut zum Glück
Aber was bedeutet „selig“ (griechisch makarioi)? Selig bedeutet glücklich. Sagt mir: Strebt ihr wirklich nach dem Glück? In einer Zeit, in der man von so vielen Formen scheinbaren Glücks angezogen wird, läuft man Gefahr, sich mit wenig zu begnügen, eine Lebensvorstellung „im Kleinen“ zu haben. Strebt dagegen nach großen Dingen! Macht Eure Herzen weit! Der selige Piergiorgio Frassati sagte: »Leben ohne Glauben, ohne ein Erbe, das man verteidigen muss, ohne in einem ständigen Ringen die Wahrheit zu vertreten, ist nicht leben, sondern dahinkümmern. Wir dürfen niemals dahinkümmern, sondern sollen leben« (Brief an I. Bonini, 27. Februar 1925). Am Tag der Seligsprechung von Piergiorgio Frassati, am 20. Mai 1990, nannte Johannes Paul II. ihn einen »Mann der Seligpreisungen« (Predigt in der Eucharistiefeier: AAS 82 [1990], 1518).
Wenn ihr das innerste Streben eures Herzens wirklich zutage treten lasst, werdet ihr merken, dass in euch ein unstillbares Verlangen nach Glück wohnt, und das wird euch ermöglichen, die vielen „Billigangebote“, die ihr in eurer Umgebung findet, zu entlarven und zurückzuweisen. Wenn wir den Erfolg, das Vergnügen, das egoistische Besitzen suchen und daraus Götzen machen, können wir zwar auch Momente des Rausches, ein trügerisches Gefühl der Befriedigung empfinden, doch schließlich werden wir zu Sklaven, sind niemals zufrieden und fühlen uns gedrängt, immer noch mehr zu suchen. Es ist sehr traurig, eine „satte“, aber schwache Jugend zu sehen.
Der heilige Johannes wendete sich an die Jugendlichen mit den Worten: »Ich schreibe euch … dass ihr stark seid, dass das Wort Gottes in euch bleibt und dass ihr den Bösen besiegt habt« (1 Joh 2,14). Die Jugendlichen, welche Christus wählen, sind stark, sie nähren sich von seinem Wort und „stopfen“ sich nicht „voll“ mit anderen Dingen! Habt den Mut, gegen den Strom zu schwimmen! Habt den Mut zum wahren Glück! Sagt „Nein“ zur Kultur des Provisorischen, der Oberflächlichkeit und der Aussonderung – eine Kultur, die euch für unfähig hält, Verantwortung zu übernehmen und die großen Herausforderungen des Lebens anzugehen!

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Montag, 14. April 2014

R.I.P. kleine Mia Sophie!

Die kleine Mia Sophie, Tochter von Christoph Kraus, der hier dankenswerterweise schon einige Gastbeiträge beigesteuert hat, ist am 6. April 2014 im Herrn entschlafen. Geboren als Down-Kind, war sie trotz mehrerer schwerer Operationen und langer Krankenhausaufenthalte eine quietsch-fröhliche, lebenslustige und liebenswerte kleine Maus, die ihre Eltern und Großeltern bestimmt mindestens ebenso oft zum Lachen gebracht hat, wie sie sich Sorgen um sie gemacht haben.




R.I.P. kleine Mia!

Das ewige Licht leuchte Dir
und Gott, der Herr tröste Deine Eltern!

Französische Verhältnisse in Deutschland?

wittert ein Artikel auf publikative.org, dem Internet-Presseorgan der Amadeu-Antonio-Stiftung, nachdem zwischen 2.000 und 3.000 Bürger am 05.04.2014 in Stuttgart gegen eine Frühsexualisierung in dem Bildungsplan der rot-grünen Landesregierung demonstrierten. Die Lunte, die bis zu der Stuttgarter Demonstration führte, ist lang. Am Anfang stand ein Papier der Landesregierung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, dass an staatlichen Schulen fächer- und fachbereichsübergreifend die "Akzeptanz sexueller Vielfalt" vorantreiben soll. Die Schüler sollen möglichst früh über alle bisher bekannten Spielarten menschlicher Sexualität (hetero, homo, bi, transsexuell, transgender, intersexuelle) aufgeklärt werden. Das theoretisch recht hehre Bemühen,  damit Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen, droht jedoch ins Gegenteil zu rutschen, wenn Zweifel und Widerspruch an einem noch nicht in Gesetzesform gegossenen Vorhaben zum wiederholten Vorwurf der Homophobie und sogar des Rechtsradikalismus führen.
Überzogen? Dann betrachte man die Reaktionen (auf openpetition.de und in zahlreichen Medienberichten der letzten Wochen und Monate) auf die Petition "Zukunft - Verantwortung - Lernen: Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens", die Ende Januar 2014 mit rund 200.000 Unterschriften schloss. Eine Gegenpetition erreichte "nur" knapp das benötigte Quorum von 100.000 Stimmen. Ohne bereits eine inhaltliche Wertung vorgenommen zu haben, wäre es doch in einer demokratischen Gesellschaft wünschenswert, die Mehrheitsmeinung nicht grundsätzlich mit Tabu-Begriffen diskussionsunfähig zu schießen. 

Aber bleiben wir bei den "französischen Verhältnissen", von den einen erhofft, von den anderen befürchtet. In Frankreich gehen bereits seit über einem Jahr in regelmäßigen Abständen mehrere hunderttausend (Danke, Elsa!) Menschen in mehreren Städten Frankreichs gegen die sog. "Ehe für alle" von Präsident Hollande auf die Straßen. Die Unterstützer sind hier gemischt, kommen aus allen Schichten der Gesellschaft, religiöse und säkulare Menschen setzen sich hier gemeinsam für die natürlich, klassische Familie aus Vater, Mutter, Kinder ein. Dabei wurden in Frankreich von Beginn an auf die möglichen Folgen einer "Öffnung der Ehe für alle", also auch homosexuelle Lebenspartnerschaften, hingewiesen: Adoption von Kindern, institutionell organisierte Leihmutterschaft. Diese Aufarbeitungen versuchen bewusst nicht zu polarisieren, sondern die Aktivisten suchen Argumente aufgrund ihrer eigenen Hintergründe: Sozialwissenschaftler ebenso wie Philosophen, Geistliche verschiedener Religionen ebenso wie selbst homosexuell empfindende Menschen. 

"Französische Verhältnisse"? Wenn damit friedliche Demonstrationen, Sitzstreiks, öffentliche Zusammenkünfte junger Menschen zum Beten und Singen... also ein öffentliches, friedliches Zeugnis für die fruchtbare Liebe zwischen Mann und Frau gemeint sind, dann kann ich nur sagen: Hoffentlich bekommen wir bald "französische Verhältnisse"!



>> Demo am 05. 04. 2014 in Stuttgart in Wort und Bild. 

Botschaft zum XXIX Weltjugendtag - Teil 1

Am Palmsonntag, 12.04.2014 meditierte Papst Franziskus das Motto des diesjährigen XXIX Weltjugendtages, der weltweit auf Bistumsebene gefeiert wurde: "Selig, die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich" (Mt 5,3).

1. Die umwälzende Kraft der Seligpreisungen
Es tut uns immer sehr gut, die Seligpreisungen zu lesen und zu meditieren! Jesus hat sie in seiner ersten großen Verkündigung am Ufer des Sees von Galiläa ausgerufen. Es war eine große Menschenmenge da, und er stieg auf den Hügel, um seine Jünger zu lehren; darum wird jene Predigt „Bergpredigt“ genannt. In der Bibel wird der Berg als der Ort angesehen, an dem Gott sich offenbart, und Jesus, der auf dem Hügel predigt, erscheint als göttlicher Lehrer, als neuer Mose. Und was teilt er mit? Jesus vermittelt den Weg des Lebens, jenen Weg, den er selbst beschreitet, ja, der er selber ist, und er stellt ihn vor als den Weg des wahren Glücks. In seinem ganzen Leben, von der Geburt in der Grotte von Bethlehem bis zum Tod am Kreuz und zur Auferstehung hat Jesus die Seligpreisungen verkörpert. Alle Verheißungen des Gottesreiches haben sich in ihm erfüllt.
Indem er die Seligpreisungen verkündet, lädt Jesus uns ein, ihm zu folgen, mit ihm den Weg der Liebe zu gehen, den einzigen, der zum ewigen Leben führt. Es ist kein einfacher Weg, doch der Herr sichert uns seine Gnade zu und lässt uns nie allein. Armut, Trübsal, Demütigungen, der Kampf für die Gerechtigkeit, die Mühen der täglichen Umkehr, das Ringen, um die Berufung zur Heiligkeit zu leben, Verfolgungen und viele andere Herausforderungen sind in unserem Leben gegenwärtig. Doch wenn wir Jesus die Tür öffnen, wenn wir ihm in unserer Geschichte Raum geben, mit ihm unsere Freuden und Leiden teilen, dann werden wir einen Frieden und eine Freude erfahren, die nur Gott, die unendliche Liebe, geben kann.
Die Seligpreisungen Jesu sind Träger einer umwälzenden Neuheit, eines Modells von Glück, das im Gegensatz zu dem steht, das gewöhnlich von den Medien, vom herrschenden Denken vermittelt wird. Für die weltliche Mentalität ist es ein Skandal, dass Gott gekommen sei, um einer von uns zu werden, dass er an einem Kreuz gestorben sein soll! In der Logik dieser Welt werden die, welche Jesus selig preist, als „Verlierer“, als die Schwachen betrachtet. Dagegen werden der Erfolg um jeden Preis, der Wohlstand, die Arroganz der Macht, das Sich-Durchsetzen auf Kosten der anderen verherrlicht.
Jesus befragt uns, liebe junge Freunde, damit wir auf seinen Lebensvorschlag antworten, damit wir uns entscheiden, welchen Weg wir einschlagen wollen, um zur wahren Freude zu gelangen. Es geht um eine große Herausforderung des Glaubens. Jesus hat sich nicht gescheut, seine Jünger zu fragen, ob sie ihm wirklich folgen oder lieber andere Wege gehen wollten (vgl. Joh 6,67). Und Simon, der Petrus genannt wurde, hatte den Mut zu antworten: »Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens« (Joh 6,68). Wenn auch ihr „Ja“ zu Jesus sagen könnt, wird sich euer junges Leben mit Sinn erfüllen und so fruchtbar sein.

>> Teil 2

Beichte in der Karwoche - Rat vom Papst

Wer noch etwas Hilfe braucht, um das vergessene Sakrament der Kirche für sich wieder zu entdecken, findet sie in dem kleinen Update!Beichten! - Büchlein aus der beliebten YOUCAT-Reihe.

Mit-Autor Rudolf Gehrig schreibt von der Mitarbeit an "Update! Beichten!":
"Mit meinen Fragen bin ich dann mit einer Freundin zu Weihbischof Dr. Klaus Dick nach Köln gefahren; es war fantastisch! Da saß dann der gütige, alte Weihbischof mir gegenüber und blieb mir keine Antrwort schuldig. … Der Mann hat einen unglaublichen Erfahrungsschatz und eine umwerfende Warmherzigkeit … Ich denke auch jedes Mal, der Priester kriegt einen Herzkasper, wenn ich den Beichtstuhl betrete. Aber letztlich knie ich doch nur dem ´Sachbearbeiter Gottes´ gegenüber, ich beichte meine Sünden in erster Linie nicht dem Mann mit der Stola, sondern dem Herrn mit der Dornenkrone."






Titel: YOUCAT Update!Beichten
Verlag: YOUCAT Foundation 
ISBN: 987-3-945148-04-4
Preis: EURO 5,00

Bestellbar unter verlag@youcat.org und 
Über den brandneuen Webshop auf shop.youcat.org

#YOUCATFotoContest beendet. Warten auf die Auslosung der Gewinner.

Am Nachmittag des 9. April 2014 war offiziell Einsendeschluss beim Internationalen YOUCAT Foto Contest. Seit Beginn des Contests am 26.02.2014 wurden insgesamt insgesamt 1.077 Fotos eingereicht! Besonders zahlreich beteiligten sich Jugendliche aus Brasilien und den Philippinen, aber auch aus vielen anderen Ländern der Welt kamen Bilder, die nun eine reiche Auswahl zur Illustration künftiger  YOUCAT Bücher biete

Vielen Dank, Leute, ihr seid große Klasse! Thanks very much, guys, you are magnificent! Merci beaucoup, chers amis; vous êtes épatants! Obrigado rapazes, vocês são super!

Die Registrier- und Abstimmfunktion werden abgeschaltet. In den nächsten Tagen werden unter den besten Einsendungen die Gewinner ausgelost und per E-Mail informiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

In der Wartezeit könnt ihr noch mal in Ruhe alle eingesandten Bilder betrachten und euch dran freuen --> bitte hier klicken.




Wie man Dinge richtig macht

Wer das rechte Herz für die Sache hat,  lernt gern, was der Sache dient,  opfert gern,  was die Sachen fördert,  denn das Herz wird von der Liebe regiert und die Liebe zur Sache ist der beste Lehrmeister und die sublimste Regierungskunst.

(Adolph Kolping,  1863)