Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Dienstag, 31. März 2015

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters im April 2015: Für die Achtung der Erde und verfolgte Christen

Wir beten zu Gott, unserem Vater,

1. für die Menschen auf allen Kontinenten, dass sie das Leben auf der Erde stets achten und als Geschenk Gottes erfahren.

2. für die verfolgten Christen, dass sie die lebendige Gegenwart des Auferstandenen spüren und die hilfreiche Gemeinschaft der Weltkirche erfahren.

Kreuzweg für Familien: Station 11


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V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 19, 18-19
Sie kreuzigten ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus. Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete:“ Jesus von Nazaret, der König der Juden.“

Als sie zu dem Ort gelangt sind, der „Golgota“ heißt, kreuzigen die Soldaten Jesus. Pilatus läßt eine Inschrift anbringen: „Jesus von Nazaret, der König der Juden“, um ihn lächerlich zu machen und die Juden zu demütigen. Doch ohne es zu wollen, bescheinigt diese Inschrift eine Wirklichkeit: das Königtum Jesu, des Königs eines Reiches, das weder räumliche noch zeitliche Grenzen hat.
Wir können das Leiden Jesu während der blutigen und extrem schmerzhaften Kreuzigung nur erahnen. Hier begegnet man dem Mysterium: warum läßt sich Gott, der aus Liebe zu uns Mensch geworden ist, an einen Balken nageln und unter entsetzlichen  körperlichen und geistigen Qualen von der Erde erhöhen? Aus Liebe. Aus Liebe. Es ist das Gesetz der Liebe, das dazu führt, das eigene Leben für das Wohl des anderen hinzugeben. Das bestätigen jene Mütter, die sogar den Tod gewagt haben, um ihr Kind zur Welt zu bringen. Oder jene Eltern, die ein Kind im Krieg oder in Terroranschlägen verloren haben und sich entscheiden, sich nicht zu rächen.  

Jesus, auf Golgota stehst du für uns alle,
für alle Menschen von gestern, heute und morgen.
Am Kreuz hast du uns gelehrt zu lieben.
Jetzt beginnen wir, das Geheimnis jener vollkommenen Freude zu verstehen,
von der du beim Letzten Abendmahl zu den Jüngern sprachst.
Du hast vom Himmel herabsteigen müssen, ein Kind werden,
dann ein Erwachsener, und endlich auf Golgota leiden müssen,
um uns mit deinem Leben zu sagen, was die wahre Liebe ist.
Indem wir dich dort oben am Kreuz betrachten, lernen auch wir als Familie – Eheleute, Eltern und Kinder – einander zu lieben und unter uns jene Aufnahmebereitschaft zu schätzen und zu pflegen, die sich selbst hinschenkt und die weiß, daß sie dankbar angenommen wird. Die zu leiden vermag und die es versteht, das Leiden in Liebe zu verwandeln.
Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.

Tui Nati vulnerati,
tam dignati pro me pati poenas mecum divide.

Montag, 30. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 10


© wikicommons

 
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 19, 23
Die Soldaten … nahmen Jesu Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.

Jesus ist in den Händen der Soldaten. Wie jeder Verurteilte wird er ausgezogen, um ihn zu demütigen, ihn bis zum einem Nichts zu erniedrigen. Die Gleichgültigkeit, die Verachtung und die Nichtbeachtung der Menschenwürde verbinden sich mit der Gier, der Habsucht und dem Eigeninteresse: „Sie nahmen Jesu Kleider.“

Dein Untergewand, Jesus, war ohne Naht.
Das zeigt die Fürsorge, die deine Mutter
und die Menschen, die dir folgten, für dich hatten.
Jetzt bist du entkleidet, Jesus, und empfindest die Beklommenheit derer,
die in der Gewalt von Menschen sind,
die keine Achtung vor der Person haben.
Wie viele Menschen haben unter diesem Mangel an Achtung vor der Person, vor der eigenen Privatsphäre gelitten und leiden noch darunter! Manchmal haben vielleicht auch wir nicht die Achtung, die der persönlichen Würde derer gebührt, die an unserer Seite stehen, indem wir die uns Nahestehenden „besitzen“ – den Sohn oder den Ehemann oder die Ehefrau oder den Verwandten, den Bekannten oder den Unbekannten. Im Namen unser vermeintlichen Freiheit verletzen wir die der anderen: Wie viel Unbekümmertheit gibt es, wie viel Nachlässigkeit in den Verhaltensweisen und in der Art einander zu begegnen!
Jesus, der sich in dieser Weise dem Blick der damaligen Welt und dem Blick der Menschheit aller Zeiten aussetzen läßt, erinnert uns an die Größe der menschlichen Person, an die Würde, die Gott jedem Mann und jeder Frau verliehen hat und die nichts und niemand verletzen dürfte, denn sie sind nach dem Bild Gottes gestaltet. Uns ist es aufgetragen, die Achtung vor dem Menschen und seinem Leib zu fördern. Insbesondere uns Eheleuten kommt die Aufgabe zu, diese zwei grundlegenden und untrennbaren Wirklichkeiten – die Würde und die völlige Selbsthingabe – miteinander zu verbinden.
Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Sancta Mater, istud agas,
Crucifixi fige plagas
cordi meo valide.

Aus dem Predigtbüchlein Josef Orgass' - Teil I

Wenn man sich mit der Vergangenheit beschäftigt, kann man auch immer wieder Neues lernen. Dass bereits weit vor den weltbekannten Weltjugendtagen des hl. Johannes Paul II der Palmsonntag besonders von den Pfarrjugenden gefeiert wurde, ist eine Erkenntnis aus dem kleinen schwarzen Buch von Josef Orgaß. Der 25jährige Kaplan muss es vor 80 Jahren bei sich getragen haben, um jeden Gedanken der ihm für die fälligen Sonntagspredigten, Katechesen und Ansprachen gekommen sein mag, zu notieren. Als sparsamer junger Mann hat er ziemlich eng geschrieben, um soviele Wörter wie möglich auf die kleinen Seiten zu bekommen. Wiederkehrende Wörter sind oftmals abgekürzt und manchen Passagen merkt man die Eile an, mit der sie skizziert wurden. Ohne die tatkräftige Unterstützung des Bloggerteams von magnificata opera - vielen Dank! - könnte ich immer noch nur über den Inhalt des Heftchens spekulieren. So wirken die entzifferten Zeilen genauso aktuell, klar und frisch, als wäre Kaplan Orgaß gerade erst von der Kanzel heruntergeklettert.

In unregelmäßigen Abständen kommen hier ab jetzt Auszüge dieser Predigten, von denen ich mich heute genauso angesprochen fühle, wie diejenigen, die sie 1935 live gehört haben.
Nicht ohne Grund liegt ja auch der Jugendsonntag am Palmsonntag. Da haben die Jünger dem Herrn einen Triumpfzug bereitet. Und alles Volk wurde durch ihre Begeisterung mitgerissen. Auch wir sollen uns in heiliger Begeisterung um Christus scharen. Das Volk sieht dann unsere junge Glut und wird mitgerissen und zu heiliger Christusliebe entflammt. Man muss es uns ansehen, dass wir mit Christus vereint sind und dass wir darin unser ganzes Glück und Befriedigung finden. Und nichts uns mehr interessiert als Christus unser Freund und Erlöser. Dann wird auch Christus mehr und mehr Herr in deutschen Landen. (Passionssonntag 1935)
Liebe Freunde. So wollen wir heute wieder das Ziel lebendig vor unsere Seele stellen. Christus will sich uns geben. Er selbst ladet uns ein, zu arbeiten um diesen Lohn. Paulus aber ermahnt uns alle unsere Kräfte zusammen zu nehmen. Aber wir wissen, daß unsere Kräfte oft zu versagen drohen, und wir schwache Menschen sind. Aber Christus hat uns ja ein Mittel hinterlassen wodurch wir stark werden zu dieser Arbeit. In der hl. Kommunion. Da kommt er in unser Herz, da gibt er uns Kraft und Stärke für den weiteren Weg und die harte Arbeit, die er von uns fordert. Wenn wir dieses Mittel treu benützen, ihn oft in uns aufnehmen, so bereitet er sich in unserem Herzen eine Wohnung. Wenn wir dann sterben, zieht er in diese Wohnung ein um nie wieder von uns zu gehen. Amen. (Septuagesima 1935)

Sonntag, 29. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 9


© wikicommons


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas, 22, 28-30a
„In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat: Ihr sollt in meinem Reich mit mir an meinem Tisch essen und trinken.“

Der Weg bergauf ist kurz, aber Jesu Schwäche ist extrem. Er ist erschöpft, körperlich, aber auch geistig. Er spürt, wie der Haß der Oberen, der Priester und der Menge auf ihm liegt, die anscheinend ihre aufgestaute Wut über vergangene und gegenwärtige Unterdrückung an ihm auslassen wollen. Als suchten sie eine Revanche, indem sie Jesus gegenüber ihre Macht zur Geltung bringen.
Und du fällst, Jesus, fällst zum dritten Mal.
Du scheinst zu erliegen.
Doch siehe, mit äußerster Anstrengung erhebst du dich
und nimmst den schrecklichen Weg nach Golgota wieder auf.
Sicherlich erleiden viele unserer Mitmenschen in aller Welt
schreckliche Prüfungen, weil sie dir folgen, Jesus.
Sie steigen mit dir hinauf nach Golgota
und mit dir fallen sie sogar unter den Verfolgungen,
die sich seit zweitausend Jahren
gegen deinen Leib, die Kirche, richten.
Mit diesen unseren Brüdern und Schwestern wollen wir innerlich unser Leben, unsere Gebrechlichkeiten, unser Elend, unsere kleinen und großen täglichen Leiden darbringen. Oft leben wir betäubt vom Wohlstand, ohne uns mit aller Kraft zu bemühen, uns wieder zu erheben und die Menschheit wieder zu erheben. Doch wir können wieder aufstehen, weil Jesus die Kraft gefunden hat, wieder aufzustehen und den Weg wieder aufzunehmen.
Auch unsere Familien sind ein Teil dieses zerfaserten Gewebes, gebunden an ein Leben in Wohlstand, der zum Sinn des Lebens selbst wird. Unsere Kinder wachsen heran: Versuchen wir, sie mit Nüchternheit, Opfer und Verzicht vertraut zu machen. Bemühen wir uns, ihnen ein erfülltes gesellschaftliches Leben zu geben in den Sport-, Vereins- und Erholungszentren, aber ohne daß diese Aktivitäten nur eine Weise sind, den Tag zu füllen und alles zu haben, was man sich wünscht.
Darum, o Jesus,
müssen wir auf deine Worte hören,
für die wir Zeugnis ablegen wollen:
„Selig die Armen, selig die Gewaltlosen, selig die Friedenstifter,
selig, die leiden um der Gerechtigkeit willen …“
Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Fac ut ardeat cor meum
in amando Christum Deum,
ut sibi complaceam.

Zum XXX. Weltjugendtag: ...Auf dem Weg nach Krakau

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXX. Weltjugendtag - Teil IV:

»Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen« (Mt 5,8). Liebe junge Freunde, wie ihr seht, betrifft diese Seligpreisung hautnah euer Leben und ist eine Gewähr für euer Glück. Darum wiederhole ich es euch noch einmal: Habt den Mut, glücklich zu sein!
Der diesjährige Weltjugendtag führt zur letzten Etappe des Weges der Vorbereitung auf das nächste große Welttreffen der Jugendlichen in Krakau im Jahr 2016. Genau vor dreißig Jahren führte der heilige Johannes Paul II. in der Kirche die Weltjugendtage ein. Diese Jugendpilgerfahrt durch die Kontinente unter der Leitung des Nachfolgers Petri war wirklich eine gottgewollte und prophetische Initiative. Danken wir gemeinsam dem Herrn für die kostbaren Früchte, die sie im Leben so vieler Jugendlicher auf dem ganzen Erdkreis gebracht hat! Wie viele wichtige Entdeckungen, vor allem die Entdeckung Christi als Weg, Wahrheit und Leben und die Entdeckung der Kirche als eine große und gastfreundliche Familie! Wie viele Neuorientierungen des Lebens, wie viele Entscheidungen für eine geistliche Berufung sind aus diesen Versammlungen hervorgegangen! Möge der heilige Papst, der Patron der Weltjugendtage, Fürsprache halten für unsere Pilgerfahrt in sein Krakau. Und der mütterliche Blick der seligen Jungfrau Maria, die voll der Gnade, ganz schön und ganz rein ist, begleite uns auf diesem Weg.

Aus dem Vatikan, am 31. Januar 2015,
dem Gedenktag des heiligen Johannes Bosco


FRANZISKUS

Samstag, 28. März 2015

Tierische und andere Eindrücke aus dem Taunus

Innenstadt Königstein
Burgruine Königstein
Opel-Zoo Kronberg
Römerkastell Saalburg, Bad Homburg

Kreuzweg für Familien: Station 8


© Bild von hier
 
V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi. 
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas, 23, 27-28
Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich zu ihnen um und sagte: „Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht über mich; weint über euch und eure Kinder!“

In der Menschenmenge, die ihm folgt, ist eine Gruppe Jerusalemer Frauen: Sie kennen ihn. Als sie ihn in dieser Lage sehen, mischen sie sich unter die Menge und gehen hinauf nach Golgota. Sie weinen.
Jesus sieht sie, er begreift ihr Gefühl des Mitleids. Und sogar in diesem tragischen Augenblick möchte er ein Wort hinterlassen, das über das bloße Mitleid hinausgeht. Er möchte, daß in ihnen – in uns – nicht nur Mitleid herrsche, sondern eine Umkehr des Herzens, die eingesteht, sich verfehlt zu haben, die um Verzeihung bittet und mit der ein neues Leben beginnt.
Jesus, wie oft schließen wir die Augen
aus Überdruß oder aus Unwissenheit,
aus Egoismus oder aus Furcht
und wollen uns der Wirklichkeit nicht stellen!
Vor allem beziehen wir uns nicht selber ein,
wir engagieren uns nicht, um am Leben und an den Bedürfnissen
unserer nahen und fernen Mitmenschen
in tiefgreifender und aktiver Weise Anteil zu nehmen.
Wir leben weiter bequem dahin,
verwerfen das Böse und die, die es tun,
ändern aber nicht unser eigenes Leben
und lassen es uns persönliche nichts kosten,
daß die Dinge sich ändern,
das Böse überwunden und Gerechtigkeit hergestellt  wird.
Oft bessern sich die Situationen nicht, weil wir uns nicht dafür eingesetzt haben, daß sie geändert werden. Wir haben uns zurückgezogen, ohne jemandem etwas Böses anzutun, aber auch ohne das Gute zu tun, das wir hätten tun können und sollen. Und irgend jemand bezahlt vielleicht auch für uns, für unsere feige Abwesenheit.
Jesus, mögen diese deine Worte uns wachrütteln,
uns ein wenig von jener Kraft geben,
welche die Zeugen des Evangeliums bewegt,
oft bis zum Martyrium, Väter oder Mütter oder Kinder,
die mit ihrem Blut, vereinigt mit dem deinen,
dem Guten in der Welt den Weg geöffnet haben
und auch heute noch öffnen.
Pater noster, qui es in cælis: 
sanctificetur nomen tuum; 
adveniat regnum tuum; 
fiat voluntas tua, 
sicut in cælo, et in terra. 
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie; 
et dimitte nobis debita nostra, 
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris; 
et ne nos inducas in tentationem; 
sed libera nos a malo. Amen.

Eia, Mater, fons amoris, 
me sentire vim doloris fac, 
ut tecum lugeam.

Zum XXX. Weltjugendtag: ...denn sie werden Gott schauen

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXX. Weltjugendtag - Teil III:
3. …denn sie werden Gott schauen
Im Herzen jedes Mannes und jeder Frau erklingt unentwegt die Einladung des Herrn: » Sucht mein Angesicht! « (Ps 27,8). Zugleich müssen wir uns immer mit unserer ärmlichen Lage als Sünder auseinandersetzen. Es ist das, was wir zum Beispiel im Buch der Psalmen lesen: » Wer darf hinaufziehen zum Berg des Herrn, wer darf stehn an seiner heiligen Stätte? Der reine Hände hat und ein lauteres Herz« (Ps 24,3-4). Doch wir dürfen weder Angst haben, noch den Mut verlieren: In der Bibel und in der Geschichte eines jeden von uns sehen wir, dass immer Gott den ersten Schritt tut. Er ist es, der uns läutert, damit wir Zugang erlangen zu seiner Gegenwart. [...]
Im Neuen Testament, als Jesus am See von Gennesaret seine ersten Jünger rief und das Wunder des außerordentlichen Fischfangs wirkte, fiel Simon Petrus ihm zu Füßen und sagte: » Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder « (Lk 5,8). Die Antwort ließ nicht auf sich warten: » Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen « (V. 10). Und als einer der Jünger Jesu ihn bat: » Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns «, antwortete der Meister: » Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen « (Joh 14,8-9). [...]
Ja, liebe junge Freunde, der Herr will uns begegnen, sich von uns „schauen“ lassen. „Und wie?“, könnt ihr mich fragen. Auch die heilige Teresa von Avila, die vor genau 500 Jahren in Spanien geboren wurde, sagte schon als kleines Mädchen zu ihren Eltern: » Ich will Gott sehen. « Später hat sie den Weg des Gebetes entdeckt als » eine innige freundschaftliche Beziehung zu dem, von dem wir uns geliebt fühlen « (Das Buch meines Lebens, 8,5). Deshalb frage ich euch: Betet ihr? Wisst ihr, dass ihr mit Jesus, mit dem Vater, mit dem Heiligen Geist sprechen könnt, wie man mit einem Freund spricht? Und nicht mit irgendeinem Freund, sondern mit eurem besten und vertrauenswürdigsten Freund! Versucht es einmal, in Einfachheit. Ihr werdet das entdecken, was ein Bauer aus Ars zu dem heiligen Pfarrer seines Dorfes sagte: » Ich schaue ihn an, und er schaut mich an «, wenn ich vor dem Tabernakel bete (Katechismus der Katholischen Kirche, 2715).
Noch einmal lade ich euch ein, dem Herrn zu begegnen, indem ihr häufig in der Heiligen Schrift lest. Wenn ihr diese Gewohnheit noch nicht habt, fangt mit den Evangelien an. Lest jeden Tag einen Absatz. Lasst das Wort Gottes zu euren Herzen sprechen und eure Schritte erleuchten (vgl. Ps 119,105). Ihr werdet entdecken, dass man Gott auch im Gesicht der Mitmenschen „schauen“ kann, besonders derer, die am meisten vergessen sind: die Armen, die Hungrigen, die Durstigen, die Fremden, die Kranken, die Gefangenen (vgl. Mt 25,31-46). Habt ihr das nie erfahren? Liebe junge Freunde, um in die Logik des Gottesreiches einzutreten, muss man sich als Armer mit den Armen erkennen. Ein reines Herz ist notwendig auch ein entblößtes Herz, das versteht, sich zu erniedrigen und das eigene Leben mit denen zu teilen, die am meisten Not leiden. [...]
Einige von euch spüren oder werden spüren, dass der Herr sie zur Ehe, zur Gründung einer Familie beruft. Viele meinen heute, diese Berufung sei „veraltet“, aber das ist nicht wahr! Genau aus diesem Grund erlebt die gesamte Gemeinschaft der Kirche eine besondere Zeit des Nachdenkens über die Berufung und Sendung der Familie in der Kirche und der Welt von heute. Darüber hinaus lade ich euch ein, die Berufung zum geweihten Leben oder zum Priestertum in Betracht zu ziehen. Wie schön ist es, junge Menschen zu sehen, die die Berufung ergreifen, sich völlig Christus und dem Dienst seiner Kirche hinzugeben! Fragt euch mit lauterem Herzen, und habt keine Angst vor dem, was Gott von euch erbittet! Aufgrund eures „Ja“ zum Ruf des Herrn werdet ihr neues Saatgut der Hoffnung in der Kirche und in der Gesellschaft werden. Vergesst nicht: Der Wille Gottes ist unser Glück! ...

Freitag, 27. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 7




V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi. 
R
. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem Ersten Petrusbrief, 2, 24
Er hat unsere Sünden in seinem Leib auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir tot seien für die Sünden und für die Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr geheilt.

Zum zweiten Mal fällt Jesus, während er auf dem engen Weg des Kalvarienbergs voranschreitet. Wir erahnen seine körperliche Schwäche nach einer schrecklichen Nacht, nach den Folterungen, die sie ihm zugefügt haben. Vielleicht sind es nicht nur die Mißhandlungen, die Erschöpfung und das Gewicht des Kreuzesbalkens auf seinen Schultern, was ihn zu Fall bringt. Auf Jesus liegt eine unermeßliche Last, etwas tief Innerliches, das von Schritt zu Schritt immer deutlicher spürbar wird.
Wir sehen dich wie einen beliebigen armen Menschen,
der in seinem Leben einen Fehler gemacht hat und nun dafür bezahlen muß.
Und du scheinst keine körperliche oder geistige Kraft mehr zu haben,
den neuen Tag anzutreten. Und du fällst.
Wie wir uns in dir wiedererkennen, Jesus,
auch in diesem neuerlichen Sturz aus Erschöpfung!
Du aber stehst wieder auf, du willst es schaffen.
Für uns, für uns alle,
um uns den Mut zu geben, wieder aufzustehen.
Wir sind schwach,
aber deine Liebe ist größer als unsere Mängel,
sie kann uns immer aufnehmen und verstehen.
Unsere Sünden, die du dir aufgeladen hast,
erdrücken dich, aber deine Barmherzigkeit
ist unendlich viel größer als unsere Armseligkeit.
Ja, Jesus, dank dir erheben wir uns wieder.
Wir haben Fehler gemacht.
Wir haben uns von den Versuchungen der Welt einfangen lassen,
vielleicht für das Aufflackern einer Befriedigung,
um zu hören, daß wir noch für jemanden begehrenswert sind,
daß jemand sagt, er habe uns gern, er liebe uns sogar.
Manchmal fällt es uns sogar schwer,
die übernommene Verpflichtung zur ehelichen Treue aufrechtzuerhalten.
Wir haben nicht mehr die Frische und den Elan von früher.
Alles ist eine ständige Wiederholung, jede Handlung erscheint beschwerlich;
es kommt der Wunsch auf, auszubrechen.
Doch wir versuchen, uns wieder zu erheben, Jesus,
ohne der größten aller Versuchungen nachzugeben,
nämlich der, nicht zu glauben, daß deine Liebe alles vermag.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.

Pro peccatis suæ gentis
vidit Iesum in tormentis
et flagellis subditum.

Zum XXX. Weltjugendtag: Selig, die ein reines Herz haben

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXX. Weltjugendtag - Teil II:
2. Selig, die ein reines Herz haben…
Jetzt versuchen wir, der Frage auf den Grund zu gehen, wie diese Seligkeit ihren Weg über die Reinheit des Herzens nimmt. Zuallererst müssen wir die biblische Bedeutung des Wortes Herz verstehen. Für die hebräische Kultur ist das Herz das Zentrum der Gefühle, der Gedanken und der Absichten des Menschen. Wenn die Bibel uns lehrt, dass Gott nicht auf das schaut, was vor den Augen ist, sondern auf das Herz (vgl. 1 Sam 16,7), dann können wir auch sagen, dass es unser Herz ist, von dem aus wir Gott schauen können. Und das, weil das Herz den Menschen in seiner Ganzheit und Einheit von Leib und Seele zusammenfasst, in seiner Fähigkeit, zu lieben und geliebt zu werden.
Was hingegen die Definition von „rein“ betrifft, so lautet das griechische Wort, das der Evangelist Matthäus verwendet, katharos und bedeutet im Wesentlichen sauber, klar, frei von Schadstoffen. Im Evangelium sehen wir, wie Jesus ein gewisses, an Äußerlichkeiten gebundenes Verständnis ritueller Reinheit aus den Angeln hebt, das jeden Kontakt mit als unrein angesehenen Dingen oder Personen (u. a. Aussätzigen und Ausländern) verbot. Zu den Pharisäern, die wie viele Juden jener Zeit nicht aßen, ohne die rituellen Waschungen vorgenommen zu haben, und sich an zahlreiche Überlieferungen hielten, die mit dem Abspülen von Gegenständen zusammenhingen, sagt Jesus ganz entschieden: » Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft « (Mk 7,15.21-22).
Worin besteht also die Seligkeit, die aus einem reinen Herzen entspringt? Aus der Liste der von Jesus aufgezählten Übel, die den Menschen unrein machen, ersehen wir, dass das Problem vor allem den Bereich unserer Beziehungen betrifft. Jeder von uns muss lernen zu unterscheiden, was sein Herz „verunreinigen“ kann, und sich ein aufrichtiges, feines Gewissen bilden, das fähig ist, zu » prüfen und erkennen … was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist « (Röm 12,2). Wenn für die Bewahrung der Schöpfung, für die Reinheit der Luft, des Wassers und der Nahrung eine gesunde Aufmerksamkeit notwendig ist, um wie viel mehr müssen wir dann die Reinheit dessen schützen, was uns am kostbarsten ist: unsere Herzen und unsere Beziehungen. Diese „menschliche Ökologie“ wird uns helfen, die reine Luft zu atmen, die aus den schönen Dingen, der echten Liebe, der Heiligkeit hervorgeht.
Einmal habe ich euch die Frage gestellt: » Wo ist dein Schatz? … Auf welchem Schatz ruht dein Herz? « (Interview mit Jugendlichen aus Belgien, 31. März 2014). Ja, unsere Herzen können sich an wahre oder an falsche Schätze hängen, können eine echte Ruhe finden oder einschlummern, indem sie träge und abgestumpft werden. Das kostbarste Gut, das wir im Leben haben können, ist unsere Beziehung zu Gott. Seid ihr davon überzeugt? Ist euch bewusst, wie unschätzbar wertvoll ihr in Gottes Augen seid? Wisst ihr, dass ihr von ihm bedingungslos geliebt und angenommen werdet, so wie ihr seid? Wenn diese Wahrnehmung schwindet, wird das Menschsein ein unverständliches Rätsel, denn gerade das Wissen darum, dass wir von Gott bedingungslos geliebt werden, verleiht unserem Leben Sinn. Erinnert ihr euch an das Gespräch Jesu mit dem reichen jungen Mann (vgl. Mk 10,17-22)? Der Evangelist Markus vermerkt, dass der Herr ihn ansah und ihn liebte (vgl. V. 21) und ihn dann einlud, ihm zu folgen, um den wahren Schatz zu finden. Ich wünsche euch, liebe junge Freunde, dass dieser liebevolle Blick Christi euch euer ganzes Leben hindurch begleiten möge. [...]
Indem ich euch einlade, die Schönheit der menschlichen Berufung zur Liebe neu zu entdecken, fordere ich euch auch auf, euch der verbreiteten Tendenz zur Banalisierung der Liebe zu widersetzen, vor allem wenn versucht wird, sie allein auf den sexuellen Aspekt zu reduzieren, und man sie so von ihren wesentlichen Merkmalen der Schönheit, der Gemeinschaft, der Treue und der Verantwortung trennt. Liebe junge Freunde, » in der Kultur des Provisorischen, des Relativen predigen viele, das Wichtige sei, den Augenblick zu „genießen“, sich für das ganze Leben zu verpflichten, endgültige Entscheidungen „für immer“ zu treffen, sei nicht der Mühe wert, denn man weiß ja nicht, was das Morgen bereithält. Ich hingegen bitte euch, Revolutionäre zu sein; ich bitte euch, gegen den Strom zu schwimmen; ja in diesem Punkt bitte ich euch, gegen diese Kultur des Provisorischen zu rebellieren, die im Grunde meint, dass ihr nicht imstande seid, Verantwortung zu übernehmen; die meint, dass ihr nicht fähig seid, wirklich zu lieben. Ich habe Vertrauen in euch junge Freunde und bete für euch. Habt den Mut, „gegen den Strom zu schwimmen“. Und habt auch den Mut, treu zu sein « (Begegnung mit den freiwilligen Helfern des Weltjugendtags von Rio de Janeiro, 28. Juli 2013)....

Donnerstag, 26. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 6


© Bild von Frans Floris, 1561


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem Zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther, 4, 6
Gott, der sprach: „Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!“, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.

Veronika ist eine der Frauen, die Jesus nachfolgen, eine, die intuitiv erfaßt hat, wer er ist, die ihn liebt und darum leidet, als sie ihn leiden sieht. Nun sieht sie in sein Gesicht, in jenes Gesicht, das so viele Male zu ihrer Seele gesprochen hatte. Sie sieht es verstört, blutend und entstellt, auch wenn es nach wie vor Milde und Demut ausdrückt. Sie erträgt es nicht. Sie will seine Leiden mildern. Sie nimmt ein Tuch und versucht, Blut und Schweiß von diesem Gesicht abzuwischen.

Manchmal hatten wir in unserem Leben die Gelegenheit, Tränen und Schweiß leidender Menschen abzutrocknen. Vielleicht haben wir einem Sterbenskranken in einem Krankensaal beigestanden, einem Einwanderer oder einem Arbeitslosen geholfen, einem Gefangenen zugehört. Und in dem Versuch, ihn innerlich aufzurichten, haben wir vielleicht sein Gesicht abgetrocknet und ihn voll Mitleid angeschaut.
Und doch erinnern wir uns nur selten daran, 
daß in jedem unserer notleidenden Brüder
du, der Sohn Gottes, dich verbirgst.
Wie anders wäre unser Leben,
wenn wir uns daran erinnerten!
Allmählich würden wir uns der Würde eines jeden Menschen bewußt,
der auf der Erde lebt.
Jeder Mensch, schön oder häßlich, begabt oder unbegabt,
vom ersten Augenblick an im Schoß seiner Mutter
oder bereits in vorgerücktem Alter, stellt dich dar, o Jesus.
Nicht nur das: Jeder Mitmensch – bist du.
Sähen wir dich, entwürdigt und elend dort am Kalvarienberg,
würden wir mit Veronika begreifen,
daß wir in jedem Menschenwesen dich erkennen können.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Qui non posset contristari,
Christi Matrem contemplari
dolentem cum Filio?

Zum XXX. Weltjugendtag: Die Sehnsucht nach Glück

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XXX. Weltjugendtag - Teil I:

1. Die Sehnsucht nach Glück
Das Wort selig – das heißt glücklich – erscheint neunmal in dieser ersten großen Predigt Jesu (vgl. Mt 5,1-12). Es ist wie ein Refrain, der uns an den Ruf Jesu erinnert, gemeinsam mit ihm einen Weg zu gehen, der ungeachtet aller Herausforderungen der Weg zum wahren Glück ist. Ja, liebe junge Freunde, die Suche nach dem Glück ist allen Menschen aller Zeiten und jeden Alters gemeinsam. Gott hat jedem Mann und jeder Frau eine unbezwingbare Sehnsucht nach Glück, nach Fülle ins Herz gelegt. Spürt ihr nicht, dass eure Herzen unruhig sind und ständig auf der Suche nach einem Gut, das ihren Durst nach Unendlichkeit stillen kann? [...]
Als der Mann und die Frau der Versuchung nachgeben und die Beziehung einer vertrauensvollen Gemeinschaft mit Gott brechen, tritt die Sünde in die menschliche Geschichte ein (vgl. Gen 3). Die Folgen machen sich sofort bemerkbar, auch in ihren Beziehungen zu sich selbst, zueinander und zur Natur. Und sie sind dramatisch! Die ursprüngliche Reinheit ist wie vergiftet. Von jenem Moment an ist der direkte Zugang zur Gegenwart Gottes nicht mehr möglich. Statt dessen herrscht die Tendenz sich zu verstecken, der Mann und die Frau müssen ihre Blöße bedecken. Ohne das Licht, das die Schau des Herrn vermittelt, sehen sie die Wirklichkeit, die sie umgibt, verzerrt, verschwommen. Der innere „Kompass“, der sie in ihrer Suche nach dem Glück leitete, verliert seinen Bezugspunkt, und die Verlockungen der Macht, des Besitzes und das Verlangen nach Vergnügen um jeden Preis führen sie in den Abgrund der Traurigkeit und der Angst. [...]
In Jesus nimmt Gott ein menschliches Gesicht an. Mit seiner Menschwerdung, seinem Leben, seinem Tod und seiner Auferstehung erlöst er uns von der Sünde und eröffnet uns neue, bis dahin unvorstellbare Horizonte. Und so, liebe junge Freunde, findet sich in Christus die vollkommene Erfüllung eurer Träume von Güte und Glück. Er allein kann eure Erwartungen befriedigen, die so oft aufgrund von falschen weltlichen Versprechungen enttäuscht wurden. Der heilige Johannes Paul II. sagte dazu: » Er ist die Schönheit, die euch so anzieht; Er ist es, der euch provoziert mit jenem Durst nach Radikalität, der euch keine Anpassung an den Kompromiss erlaubt; Er ist es, der euch dazu drängt, die Masken abzulegen, die das Leben verfälschen; Er ist es, der in euren Herzen die wahreren Entscheidungen herausliest, die andere am liebsten ersticken würden. Jesus ist es, der in euch etwas entfacht: die Sehnsucht, aus eurem Leben etwas Großes zu machen« (Gebetswache Tor Vergata, 19. August 2000)...

Mittwoch, 25. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 5

 


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas, 23, 26
Als sie Jesus hinausführten, ergriffen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon, der gerade vom Feld kam. Ihm luden sie das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus hertrage.

Vielleicht steht Simon von Zyrene für uns alle, wenn plötzlich eine Schwierigkeit auf uns zukommt, eine Krankheit, eine unvorhergesehene Last, ein manchmal schweres Kreuz. Warum? Warum gerade für mich? Warum gerade jetzt? Der Herr ruft uns, ihm zu folgen; wir wissen nicht wohin und wie.
Das Beste, was man tun kann, Jesus, ist
dir nachzugehen, verfügbar für das zu sein, was du von uns verlangst.
Viele Familien können das
aus ihrer unmittelbaren Erfahrung bestätigen:
Es nützt nichts, sich aufzulehnen; es ist besser, Dir ein Ja zu sagen,
denn du bist der Herr des Himmels und der Erde.
Aber nicht nur deshalb
können und wollen wir Ja zu dir sagen.
Du liebst uns mit unendlicher Liebe.
Mehr als Vater und Mutter, als die Geschwister,
die Ehefrau, der Ehemann, die Kinder.
Du liebst uns mit einer weitblickenden Liebe,
mit einer Liebe, die jenseits von allem,
auch von unserem Elend,
unser Heil will,
daß wir glücklich, für immer bei dir sind.
Auch in der Familie, in den schwierigsten Momenten, wenn eine gewichtige Entscheidung zu fällen ist, werden wir, sofern der Friede in unserem Herzen wohnt und wir aufmerksam zu erfassen suchen, was Gott von uns will, von einem Licht erleuchtet, das uns Einsicht vermittelt und uns hilft, unser Kreuz zu tragen.
Simon von Zyrene erinnert uns auch an die vielen Gesichter von Menschen, die uns nahe waren in den Momenten, in denen ein schweres Kreuz über uns oder über unsere Familie hereinbrach. Er läßt uns an die zahlreichen Freiwilligen denken, die sich in vielen Teilen der Welt großherzig einsetzen, um denen Trost und Hilfe zu bringen, die leiden und in Not sind. Er lehrt uns, uns demütig helfen zu lassen, wenn wir es nötig haben, und auch selber ein Simon von Zyrene für die anderen zu sein.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum; 
adveniat regnum tuum; 
fiat voluntas tua, 
sicut in cælo, et in terra. 
panem nostrum cotidianum da nobis hodie; 
et dimitte nobis debita nostra, 
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris; 
et ne nos inducas in tentationem; 
sed libera nos a malo. Amen. 

Quis est homo qui non fleret,
Matrem Christi si videret in tanto supplicio?


Dienstag, 24. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 4


 


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 19, 25
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
Beim Aufstieg nach Golgota sieht Jesus seine Mutter. Ihre Blicke treffen sich. Sie verstehen einander. Maria weiß, wer ihr Sohn ist. Sie weiß, woher er kommt. Sie weiß, welches seine Sendung ist. Maria weiß, daß sie seine Mutter ist; doch sie weiß auch, daß sie seine Tochter ist. Sie sieht ihn leiden, für alle Menschen von gestern, heute und morgen. Und auch sie leidet.

Jesus, sicher leidest du darunter,
daß du deiner Mutter auf diese Weise Leid zufügst.
Aber du mußt sie einbeziehen
in dein göttliches und schreckliches Erleben.
Es ist der Plan Gottes,
zum Heil der gesamten Menschheit.
Für alle Männer und Frauen der Welt, aber besonders für uns Familien ist die Begegnung Jesu mit seiner Mutter dort auf dem Weg nach Golgota ein äußerst lebendiges, stets aktuelles Ereignis. Jesus hat auf seine Mutter verzichtet, damit wir, jeder von uns – auch wir Eheleute – eine stets verfügbare und gegenwärtige Mutter hätten. Manchmal vergessen wir das leider. Doch wenn wir darüber nachdenken, werden wir uns bewußt, daß wir uns in unserem Familienleben unzählige Male an sie gewendet haben. Wie sehr ist sie uns nahe gewesen in den schwierigen Momenten! Wie oft haben wir ihr unsere Kinder anempfohlen, haben sie angefleht für deren physische Gesundheit und noch mehr für einen moralischen Schutz!
Und wie oft hat Maria uns erhört, haben wir gespürt, daß sie uns nahe war, um uns mit ihrer mütterlichen Liebe zu trösten.
Im Kreuzweg jeder Familie ist Maria das Vorbild des Schweigens, das – obschon unter qualvollem Schmerz – das neue Leben gebiert.
Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen. 
Quæ mærebat et dolebat
pia Mater, cum videbat
Nati poenas incliti.

Montag, 23. März 2015

Verrückte Montage

Insbesondere für Mme Cassandra.Und natürlich für alle Liebhaber von 1980ies Musik.


Kreuzweg für Familien: Station 3

  


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi. 
R
. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus, 11, 28-30
„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“
Jesus fällt. Die Wunden, das Gewicht des Kreuzes, die ansteigende, holprige Straße. Und das Gedränge der Menschen. Aber nicht nur das hat ihn so entkräftet. Vielleicht ist es die Last der Tragödie, die sich in seinem Leben auftut. Es gelingt nicht mehr, Gott in Jesus zu sehen, in dem Menschen, der sich als so gebrechlich erweist, daß er stolpert und fällt.

Jesus, nachdem du dort, auf jener Straße,
mitten unter all diesem Volk, das schreit und lärmt,
zu Boden gestürzt bist,
erhebst du dich wieder und versuchst, den Aufstieg fortzusetzen.
Auf dem Grund deines Herzens weißt du,
daß dieses Leiden einen Sinn hat,
spürst du, daß du die Last unserer vielen Verfehlungen,
unseres Verrates und unserer Schuld auf dich genommen hast.
Jesus, dein Sturz läßt uns leiden,
weil wir begreifen, daß wir die Ursache sind;
oder vielleicht unsere Hinfälligkeit,
nicht nur die physische, sondern die unseres ganzen Seins.
Wir möchten niemals fallen;
doch dann genügt wenig, eine Schwierigkeit,
eine Versuchung oder ein Unglück,
und wir lassen uns gehen, und wir fallen.
Wir hatten versprochen, Jesus nachzufolgen, die Menschen, die er uns beigesellt hatte, zu achten und uns um sie zu kümmern. Ja, in Wirklichkeit lieben wir sie, oder wir haben zumindest den Eindruck, daß es so ist. Wenn sie uns genommen würden, würden wir sehr leiden. Doch dann erliegen wir in den konkreten Situationen des Alltags.
Wie viele Situationen des Fallens es in unseren Familien gibt!
Wie viele Trennungen, wie viel Untreue!
Und dann die Scheidungen, die Abtreibungen, das Verlassen des Partners!
Jesus, hilf uns begreifen, was Liebe ist,
lehre uns, um Verzeihung zu bitten!


Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
O quam tristis et afflicta
fuit illa benedicta
Mater Unigeniti!

Sonntag, 22. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 2

 


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 19, 16-17
Da lieferte Pilatus ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.  Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt.
Pilatus liefert Jesus in die Hände der führenden Priester und der Wachleute aus. Die Soldaten legen ihm einen purpurroten Mantel über die Schultern und setzen ihm eine Krone aus dornigen Zweigen aufs Haupt, sie verhöhnen ihn in der Nacht, richten ihn übel zu und geißeln ihn. Am Morgen laden sie ihm dann ein schweres Holz auf, den Kreuzesbalken, an den die Räuber angenagelt werden, damit alle sehen, welches Ende die Übeltäter nehmen. Viele der Seinen flüchten.
Dieses Ereignis von vor 2000 Jahren wiederholt sich in der Geschichte der Kirche und der Menschheit. Auch heute. Der Leib Christi ist es, die Kirche, die geschlagen und verwundet wird, immer wieder neu.

Wenn wir dich so sehen, Jesus,
blutend, allein, verlassen, verlacht,
dann fragen wir uns:
„Jene Leute, die du so sehr geliebt,
mit Wohltaten bedacht und erleuchtet hattest,
jene Männer und jene Frauen, sind das nicht vielleicht auch wir, heute?
Auch wir haben uns versteckt, aus Angst, mit hineingezogen zu werden,
und haben vergessen, daß wir deine Anhänger sind.“
Doch das Schlimmste ist, Jesus,
daß auch ich zu deinem Schmerz beigetragen habe.
Auch wir Eheleute und unsere Familien.
Auch wir haben dazu beigetragen,
dir eine unmenschliche Last aufzubürden.
Jedesmal wenn wir einander nicht geliebt,
wenn wir uns gegenseitig die Schuld zugeschoben haben,
wenn wir einander nicht verziehen
und nicht wieder angefangen haben, einander wohlgesinnt zu sein.
Statt dessen hören wir immer wieder auf unseren Hochmut,
wollen stets Recht haben,
demütigen diejenigen, die uns nahestehen,
sogar den, der sein Leben an das unsere gebunden hat.
Wir erinnern uns nicht mehr daran, daß du, Jesus, selber zu uns gesagt hast:
„Was ihr für einen dieser Geringsten getan habt,
das habt ihr mir getan.“ Genau das hast du gesagt: „Mir“.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Cuius animam gementem,
contristatam et dolentem
pertransivit gladius.

Samstag, 21. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 1





V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes,18, 38b-40
Nachdem er [Pilatus] das gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sagte zu ihnen: „Ich finde keinen Grund, ihn zu verurteilen. Ihr seid gewohnt, daß ich euch am Paschafest einen Gefangenen freilasse. Wollt ihr also, daß ich euch den König der Juden freilasse?“ Da schrien sie wieder: „Nicht diesen, sondern Barabbas!“ Barabbas aber war ein Straßenräuber.
Pilatus findet keine besondere Schuld, die man Jesus anrechnen könnte; er weicht dem Druck der Ankläger, und so wird der Nazarener zum Tode verurteilt.
Es ist uns, als hörten wir dich: „Ja, ich bin zum Tode verurteilt worden.
Viele, die mich zu lieben und zu verstehen schienen,
haben auf die Lügen gehört und mich angeklagt.
Sie haben nicht verstanden, was ich sagte.
Verraten, haben sie mich vor Gericht gebracht und verurteilt.
Zum Tode. Durch Kreuzigung, die schmachvollste Form des Todes.“

Nicht wenige unserer Familien leiden unter der Untreue des Ehepartners, des liebsten Menschen. Wo ist die Freude des Einander-nahe-Seins geblieben, des Lebens im Einklang? Wo ist das Gefühl des Einsseins? Wo ist jenes „für immer“, das man einander versprochen hatte?
Auf dich, Jesus, den Verratenen, schauen
und mit dir den Moment leben,
in dem die Liebe und die Freundschaft zusammenbrechen,
die sich in unserer Zweisamkeit gebildet hatten;
im Herzen die Verwundungen des verratenen Vertrauens,
der verlorenen Vertrautheit, der entschwundenen Sicherheit verspüren.
Auf dich, Jesus, schauen, gerade jetzt,
da ich verurteilt werde von dem, der sich nicht an die Bindung erinnert,
die uns einte in der völligen Hingabe unserer selbst.
Allein  du, Jesus, kannst mich verstehen, kannst mir Mut geben,
kannst mir Worte der Wahrheit sagen, 
auch wenn ich Mühe habe, sie zu verstehen. 
Du kannst mir jene Kraft geben,
die mir ermöglicht, nicht meinerseits zu verurteilen,
nicht zu erliegen, aus Liebe zu jenen Geschöpfen,
die mich zu Hause erwarten
und für die ich jetzt die einzige Stütze bin.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Stabat Mater dolorosa
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.

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In dieser und den nächsten Stationen kommen 
Bilder von Familien aus wikicommons u.ähnlichen Quellen. 

Freitag, 20. März 2015

Kreuzweg für Familien


Jesus,
in der Stunde, in der wir deines Todes gedenken,
wollen wir unseren Blick voller Liebe
auf die unsagbaren Leiden richten, die du durchgemacht hast.

Leiden, verdichtet in dem geheimnisvollen Schrei,
den du am Kreuz vor deinem Sterben ausgestoßen hast:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Jesus, es schien, als seist du ein Gott,
der unterging wie die sinkende Sonne am Horizont:
der Sohn ohne den Vater, 
der Vater ohne den Sohn.

Dieser dein menschlich-göttlicher Schrei,
der auf Golgota schneidend die Luft durchdrang,
stellt uns noch heute vor Fragen, versetzt uns in Verwunderung,
zeigt uns, daß etwas Unglaubliches geschehen ist.

Etwas Heilbringendes:
Aus dem Tod ging das Leben hervor,
aus der Finsternis das Licht,
aus der äußersten Trennung die Einheit.

Das Verlangen, dir ähnlich zu werden,
läßt uns dich erkennen als den Verlassenen,
wo und wie auch immer:
in den persönlichen und den gemeinsamen Leiden,
in den Nöten deiner Kirche und in den Nächten der Menschheit,

um dein Leben einzupflanzen,
dein Licht zu verbreiten, deine Einheit zu schaffen,
wo und wie auch immer.
Heute wie damals
gäbe es ohne deine Verlassenheit
kein Ostern.
Amen. 



Passend zur Familiensynode im Oktober 2015 kommen hier in den nächsten Tagen die Texte zum Kreuzweg am Kolosseum 2012. In jenem Jahr schrieb nämlich das Ehepaar Danilo und Anna Maria Zanzucchi von den Fokolaren die Meditationen, in denen es vorrangig um Familien, Beziehungen und die Verletzungen und Schwierigkeiten die hier oft passieren, ging.

Die Bilder zu den Stationen werde ich mir aus gemeinfreien Darstellungen von Familien aus verschiedenen Jahrhunderten zusammensuchen.

Dienstag, 17. März 2015

St. Patrick und die Dreifaltigkeit

Eine der schönsten Legenden über den hl. Patrick von Irland ist die, wie der Bischof den Iren die göttliche Dreifaltigkeit erklärte: Er nahm ein Kleeblatt und fragte: "sind das drei Blätter oder ist es ein Blatt?" und die Leute antworteten: "es ist natürlich ein Blatt". Und der hl. Patrick erwiderte: "Genauso ist es mit Gott!"

© wikicommons

Der Katechismus der Katholischen Kirche bezeichnet Gottes Dreifaltigkeit als Geheimnis, von dem wir nur durch die Offentbarung Jesu wissen.
YOUCAT 35: "Christen beten nicht drei verschiedene Götter an, sondern ein einziges Wesen, das sich dreifach entfaltet und doch eins bleibt. Das Gott dreifaltig ist, wissen wir von Jesus Christus."
YOUCAT 36: "Menschen können die Dreifaltigkeit Gottes mit den Mitteln der eigenen Vernunft nicht erschließen. Sie erkennen aber die Vernünftigkeit dieses Geheimnisses, wenn sie die Offenbarung Gottes in Jesus Christus annehmen. Wäre Gott allein und einsam, könnte er nicht von Ewigkeit her lieben."

Samstag, 14. März 2015

Glaube ist wie WLAN

Gefunden auf Facebook.

Papst Franziskus ruft Heiliges Jahr der Barmherzigkeit aus

Gottes Barmherzigkeit mit uns allen, das  scheint ein Leitwort über dem Pontifikat Franziskus' zu sein. Und welch wunderbare Idee, den 50. Jahrestag des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 als Jubeljahr der Barmherzigkeit zu feiern. Von Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit 2015 bis zum selben Festtag 2016 feiert man sich (beinahe) hinein zum Weltjugendtag in Krakau, der ebenfalls die Barmherzigen selig preist.

[Mehr dazu bei Radio Vatikan]

Freitag, 13. März 2015

Zwei Jahre, zwei Päpste

Seit zwei Jahren haben wir nun die einzigartige Situation dass der eine Papst mit der Gebetsunterstützung des anderen regiert.
Tanti auguri, Papa Francesco und langes Leben in Gesundheit, Papa emeritus Benedikt!

Donnerstag, 12. März 2015

12.-15.03.2015: Treffpunkt Weltkirche in Würzburg

Von Donnerstag, 12. bis Sonntag, 15. März 2015 findet der 5. Internationale Kongress "Treffpunkt Weltkirche" im Congress-Centrum in Würzburg statt. Die Veranstaltung wird von dem Päpstlichen HIlfswerk Kirche in Not organisiert und steht in diesem Jahr unter dem Motto  „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein bis an die Grenzen der Erde” (Apg 1,8). Neben Berichten und Podiumsgesprächen zu weltkirchlichen Themen stehen die Freude am lebendigen katholischen Glaubens im Mittelpunkt.
In Podiumsgesprächen geht es unter anderem um die Themen „Arabischer Winter – Islamisierung des Nahen Ostens”, „Die Ökumene der Katholischen und der Orthodoxen Kirche unter Papst Franziskus”, „Aberglaube im aufgeklärten Europa und die christliche Sicht” sowie „Gegen den Strom von Meinungsdiktatur und Political Correctness”.  >> Hier könnt ihr das Programmheft herunterladen.

Außerdem nimmt die YOUCAT Foundation heuer das erste Mal mit einem Büchertisch daran teil.
Ihr könnt gern an unserem Stand vorbeikommen, in den YOUCAT Büchern stöbern oder sie natürlich auch kaufen und uns eure Erfahrungen mitteilen. Ich bin auch da und werde mich gleich auf den Weg nach Würzburg machen. Wir sehen uns!

Mittwoch, 11. März 2015

Gott, unser Vater

Und was machen wir mit unseren Kindern?

13./14. März 2015: 24 Stunden für Gott!

Der Päpstliche Rat, zur Förderung der Neuevangelisierung, hat im Auftrag von Papst Franziskus auch in diesem Jahr wieder zur Aktion „24 Stunden für den Herrn“ aufgerufen. Einmal im Jahr eine Nacht mit Eucharistie und Beichte ganz für Jesus da sein, das kann doch nicht zuviel sein. In Deutschland laden Nightfever Augsburg (13.03.2015 ab 18:00 Uhr, Dom Augsburg) und viele andere Pfarreien zu dieser weltweiten Gebetsaktion ein.

Eine hervorragende Gelegenheit Gottes Vergebung zu erfahren um gestärkt und froh dem hohen Osterfest entgegen zu gehen!



Kann Abtreibung Menschenrecht sein?

Das Europaparlament hat am Dienstag die Diskussion über zwei Berichte begonnen, die Paragraphen für ein „Recht auf Abtreibung" enthalten. Der nach dem belgischen Sozialisten Marc Tarabella benannte Bericht fordert freie und ungefährliche Abtreibung als "Recht der Frauen, allein über ihren Körper zu verfügen" im Zuge der "Reduzierung von Ungerechtigkeit". 

Dazu einige lose, unsortierte Gedanken: 

  • Menschenrechte sind als Rechte definiert, auf die ein Mensch allein weil er ein Mensch ist, einen Anspruch hat. Sie sind keine Privilegien, die einem nach Lust und Laune entzogen werden können. Es ist also etwas, was alle Menschen betrifft, also etwas, das verallgemeinert werden kann. Die individuelle Notsituation einer Frau nun so zu verallgemeinern, finde ich nicht richtig. Die Entscheidung, die eine Frau in einer Notsituation trifft, kann für eine andere Frau in einer ähnlichen Situation grundverkehrt sein.  
  • Hier werden biologische Fakten negiert. Ein Mensch entsteht durch die Verschmelzung von Ei und Samenzelle. Abtreibung ist also Tötung eines Menschen. Wenn man darauf ein Anrecht für alle Menschen fordert, kann man genauso gut die Todesstrafe und die Guillotine wieder einführen. Wer entscheidet eigentlich, welcher Mensch leben darf und welcher nicht?
  • Wenn man sieht, wie sehr sich Frauen (und Männer) schon ab dem positiven Ergebnis eines Schwangerschaftstests freuen können, wenn das Kind erwünscht ist, zweifelt niemand an diesen biologischen Fakten. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Frau zur Mutter geworden, ein Mann bereits Vater. Das sieht z.B. auch in den Fällen, wenn eine Frau ihr Kind in der Schwangerschaft verliert (Abgang). Niemand wird die Trauer von Frauen und Männern in solchen Fällen leugnen. Aber das es im Fall einer Abtreibung etwas ähnliches geben könnte (Post abortion syndrom), das darf natürlich nicht sein.
  • Ehrlich gesagt, interessieren mich statistische Rückgänge von Abtreibungen nicht die Bohne. Jede Abtreibung ist eine zuviel, ist ein Mensch, der nicht geboren wird. Aus Gründen, welche seine Umwelt definiert. Dementsprechen wurden im Jahr 2014 in Deutschland  99 700 Menschen nicht geboren. Ich persönlich würde sie gerne kennenlernen und bin traurig darüber, dass es sie nicht gibt. 
  • Hat eigentlich irgendjemand im EU-Parlament nur ein einziges Mal an die Kinder gedacht? An die 99 700, die in Deutschland nicht geboren und an die anderen. Ich finde nämlich, dass diese ganze Diskussion eine Riesenohrfeige gegenüber allen diesen Kindern sind. Man sagt ihnen damit, "gut, dass ihr nicht geboren wurdet. Auf euch kann die Welt verzichtet. Wir sind froh, dass euch nicht gibt. Es darf euch nicht geben." Wie würden wir uns fühlen, wenn uns solches ins Gesicht gesagt würde?

Dienstag, 10. März 2015

Blumengrüße an die Mama

Gedanken zum Rosenkranzgebet

Ich gehe durch eine wunderschöne bunte Blumenwiese, streife umher mit dem Wunsch der Gottesmutter, meiner Mutter, einen Blumenstrauß zu pflücken. Den schönsten, buntesten, dicksten Strauß den es gibt. Einfach so. Als kleinen kindlichen Gruß. Mit jedem "Ave Maria" pflücke ich eine Blume, lege sie zusammen und mit dem abschließenden "Ehre sei dem Vater" binde ich den Strauß mit einem feinen Seidenband fest.

Montag, 9. März 2015

Bischof Hofmann zu Meinungsdiktatur und Kirche in Not

Bei Schwester Robusta gab es mal die Kategorie "Kluge Antworten auf doofe Fragen". In selbige passt dieses Interview in Christ und Welt mit S.E. Bischof Friedhelm Hofmann. Der Bischof soll hier mit Fragen rund um den anstehenden Kongress "Treffpunkt Weltkirche" und das Hilfswerk Kirche in Not auf's Glatteis geführt werden und kontert so souverän wie eindeutig. Amen, Exzellenz!

Christ & Welt:
Warum übernehmen Sie die Schirmherrschaft über das Treffen Weltkirche von Kirche in Not?

Bischof Hofmann:
Kirche in Not ist eine anerkannte Institution, die seit Langem vielfach Hilfe für Menschen erwirkt und besonders pastorale und seelsorgliche Begleitung ermöglicht. Bei der Zusammenkunft in Würzburg werden viele engagierte, beherzte und gutwillige Christen versammelt sein.

Christ & Welt:
Ist ein Wort wie „Meinungsdiktatur“ Kritik an der Demokratie oder Diffamierung?

Bischof Hofmann:
Ich möchte mir den Begriff nicht zu eigen machen, aber als Aufgabe begreifen, die Dialogkultur mit Respekt für die unterschiedlichen Ansichten zu fördern. Wer immer den Eindruck hat beziehungsweise die Sorge wegen einer möglichen „Meinungsdiktatur“ äußert, sollte nicht durch eine schroffe Zurückweisung in seiner Auffassung bestätigt werden. Bevor ich also von Diffamierung reden würde, wäre es eine Chance für den konstruktiven Disput, den Begriff zunächst als Kritik aufzufassen.
--> hier geht's zum ganzen C&W - Interview mit Bischof Hofmann.
--> hier könnt ihr das Programm des Kongresses Treffpunkt Weltkirche 2015 herunterladen.  Es gibt auch noch Karten an der Tageskasse des Kongresszentrums. 

Samstag, 7. März 2015

Fastenspeisen: Pizza für Arme

Hefeteig, Tomatensauce, Zwiebeln, Paprika und Käse. Bei 180°C - 200°C im Ofen backen, bis der Kase verlaufen und der Teig leicht gebräunt ist. 

14. März 2015: ESM Musical über den Apostel der Aussätzigen

Der hl. P. Damian de Veuster stammte aus Belgien und wirkte im 19. Jahrhundert auf Hawaii, wo er Leprakranke auf der Quarantäne-Insel Molokai pflegte. Der belgische Missionar steht im Mittelpunkt des Musicalprojekts des Jahrgangs 2014/2015 der Emmanuel School of Mission in Altötting, die damit auf dei Einladung Papst Franziskus' antworten wollen, die eigene Komfortzone zu verlassen und zu den Menschen an den Rändern hinzugehen. In diesem  Musical geht es nicht um eine reine Nacherzählung. Es werden immer wieder Brücken zu aktuellen Themen und Nöten geschlagen.

Die Premiere findet am Samstag, 14. 03.2015 um 15:00 Uhr im Kultur + Kongress Forum Altötting statt, danach gehen die Studenten wieder für Tournee durch die deutschsprachigen Lande. Auperdem wird es bestimmt auch wieder einen Mitschnitt auf DVD geben.

Herzliche Einladung an alle, insbesondere an diejenigen, die gerade selbst Kranke und Alte pflegen. 

Freitag, 6. März 2015

Frauentag?!

Am Sonntag ist Internationaler Frauentag.

In Deutschland bejubelt Frau Schwesig die Frauequote. Die Grüne Jugend möchte den sog. Inzuchtparagraphen abschaffen. Herr Kretschmann möchte Schulkinder mit Sexspielzeugen spielen lassen. Und im EU-Parlament beratschlagen sie, ob Abtreibung ein Menschenrecht ist.

Währenddessen werden überall auf der Welt Mädchen...
  • abgetrieben
  • entführt --> #BringBackOurGirls
  • vergewaltigt
  • auf Sklavenmärkten verkauft
  • beschnitten
  • geschlagen
  • zur Konversion zum Islam oder zu einer Heirat gezwungen. 

Mittwoch, 4. März 2015

Auch gegen Ende des Lebens....

...und im Bett liegend, kann man Einsichten verbreiten und anderen Menschen helfen. Das sollte eigentlich auch die belgische Konferenz der katholischen Bischöfe wissen. (Mit Bezug auf diese Meldung.)


Our mission is more than a struggle for breath,
For a few extra rounds in a fight to the death.
When our mission is love, and compassion and grace,
It's not a test of endurance, or a marathon race.
For love is the sabre, and love is the shield,
Love is the only true power we wield,
An eternal love is all ye should seek,
That ship will be ready to sail...So to speak.




Sonntag, 1. März 2015

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters im März 2015: Für Verantwortliche in Wissenschaft und Kirche

Wir beten zu Gott, unserem Vater,

1. für die Männer und Frauen in der Wissenschaft, dass sie in ihren Forschungen das menschliche Leben aufmerksam werten und beachten.

2. für die Frauen, die sich in Kirche und Gesellschaft engagieren, dass sie in ihrem einzigartigen Beitrag in der Kirche stets hoch geschätzt und anerkannt werden.