Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Sonntag, 26. Januar 2014

Focus Spekulatius

Scheinbar ist Spekulatius immer noch die Lieblingsnahrung von Focus Journalisten, wie man an diesem Artikel sehr schön sieht. Mittlerweile hat die DBK denselben nämlich dementiert und darauf hingewiesen, dass die Prüfungskommission noch an ihrem Bericht sitzt und man sie doch bis Februar 2014 doch bitte in Ruhe arbeiten lässt. http://www.kath.net/news/44647

Prüfungskommission entlastet Bischof Tebartz-van-Elzt?

Wie das Magazin Focus aus dem Vatikan erfuhr... Bah, weil sie im Vatikan nichts besseres zu tun hätten, als zuerst den Focus (oder wahlweise die FAZ,  SZ oder taz) anzurufen. Warum können die nicht das offizielle Erscheinen des Prüfungsberichtes abwarten? 

Davon abgesehen, sollte das tatsächlich zutreffen,  würde es keinen Stein an dem architektonisch und kulturell wertvollen Gebäudekomplex auf dem Limburger Domberg verändern.  Klar wäre nur,  dass die Medienmaschinerie funktioniert und man dadurch einen Menschen gezielt psychisch vernichten kann. Wollen wir so etwas?

Samstag, 25. Januar 2014

Paris, vue catholique: Der "Marche pour la Vie 2014"

Gastbeitrag von Maren Göggelmann.


Es ist Sonntag, der 19. Januar 2014 in Paris. Ich bin unterwegs zum „Marche pour la Vie“, gemeinsam mit einer deutsch-französischen Familie, die ich gerade nach dem Gottesdienst in meiner Gemeinde kennen gelernt habe.  Natürlich – wie in Frankreich üblich – sind wir etwas zu spät dran und stoßen erst um ca. 15 Uhr zur Demonstration, die sich schon um 14.30h am Platz Denfert-Rochereau aufgemacht hat, um quer durch Paris zum Invalidendom zu ziehen. Zum neunten Mal findet der Marche pour la Vie dieses Jahr statt. Es handelt sich um eine Demonstration, die von katholischer Seite organisiert wird, aber sich an alle Menschen, egal welcher religiösen oder politischen Überzeugung, richtet. Sie will ein Zeichen setzen gegen Abtreibung und dagegen, die betroffenen Frauen mit der schweren Entscheidung, die ein Schwangerschaftsabbruch oft mit sich bringt, allein zu lassen. Vor allem in anderen Jahren war auch Euthanasie ein wichtiges Thema beim Marche pour la Vie. Dass wir uns dem Demonstrationszug nähern, merken wir daran, dass die Straßen wie ausgestorben sind – noch nie habe ich in Paris so wenig Autos fahren sehen! Wir sind – wie gesagt, typisch französisch – nicht die einzigen, die sich jetzt erst auf den Weg zur Demonstration machen. Je näher wir kommen, desto dichter  wird die Menge der Leute, die in die gleiche Richtung wollen. Viele tragen rote Halstücher oder sind sonst irgendwie rot und gelb gekleidet: Die Organisatoren des Zuges haben in diesem Jahr dazu aufgerufen, die spanischen Landesfarben zu tragen. Spanien hat nämlich Ende letzten Jahres seine Abtreibungsgesetzgebung verschärft: Nur noch in Fällen von Vergewaltigung oder gesundheitlicher Gefährdung der Mutter durch eine Fortsetzung der Schwangerschaft darf eine Abtreibung straffrei durchgeführt werden (http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/4025622/abtreibung-soll-wieder-strafbar-werden.html) . Diese Gesetzgebung ist in Spanien stark umstritten, daher möchten die französischen Lebensschützer mit der Demonstration auch ein Zeichen der Unterstützung für ihre spanischen Mitstreiter setzen.
Und dann hören wir den Zug. Der Marche pour la Vie ist – im Gegensatz zum Beispiel zum Marsch für das Leben in Berlin – nämlich kein Schweigemarsch. Auch die weißen Kreuze fehlen. Hier soll die Freude am Leben im Mittelpunkt stehen. Kinder zu bekommen und mit ihnen zu leben, ist nämlich etwas Schönes! Ich schließe mich mit meiner deutsch-französischen Familie dem Zug an. Um uns herum – Menschen jeden Alters (von wegen „Altersdurchschnitt 75“ wie böse Kommentare auf facebook später behaupten). Ältere Damen mit Krückstock und junge Pärchen Hand in Hand, Familien und ganze Pfadfindergruppen (die in Frankreich den Hauptteil kirchlicher Jugendarbeit ausmachen). Ein Stück rechts neben mir laufen drei Mönche in langen grauen Kutten. Die Kinder laufen einem großen roten Ballon nach, der über dem Zug hin- und hergeworfen wird und natürlich nicht zu Boden fallen soll – „Derecho a vivir“ (span. Recht auf Leben) steht darauf. Ein wenig später sehe ich sogar einen Bischof in der Menge. Schwestern der Schönstatt-Bewegung tragen ihr Marienbild mit. 

Langsam bewegt sich der Zug vorwärts. Eigentlich ist Paris sehr schön, wenn keine Autos fahren. Wir haben außerdem Sonnenschein und nicht zu kalte Temperaturen. Ich unterhalte mich mit der Mutter der Familie über die französische Abtreibungsgesetzgebung. Sie erzählt mir, dass man in Frankreich die Pille danach jederzeit und rezeptfrei von der Schulkrankenschwester verlangen kann und diese verpflichtet ist, sie auch herauszugeben. Ab und zu halten wir an und legen eine Schweigeminute ein. Wir denken dabei nicht nur an die vielen tausend Kinder, die auch in Frankreich jährlich abgetrieben werden, sondern auch daran, dass auch wir vielleicht bald schweigen müssen. Der Marche pour la Vie hat in diesem Jahr außer der Anlehnung an Spanien nämlich ein besonders aktuelles Thema: In Frankreich soll noch in dieser Woche im Parlament über eine Änderung des Abtreibungsgesetzes abgestimmt werden. Zum einen soll in der Loi Veil, dem Gesetz, das die Abtreibung selbst regelt, der Zusatz entfallen, dass eine Abtreibung in „situation de détresse“, also in einer verzweifelten Lage erlaubt sei. Stattdessen soll dort nun stehen, dass jede Frau, die ,ihre Schwangerschaft nicht fortsetzen will‘ abtreiben kann. Dadurch soll das Recht der Frau auf Abtreibung besser gewahrt bleiben. Ich kann da – als Frau – nur den Kopf schütteln. Woher nehmen wir uns denn ein Recht auf Abtreibung? In meinem Kopf sprudelt alles durcheinander – vom von Gott geschenkten Leben, mit dem man natürlich atheistischen Abtreibungsbefürwortern nicht kommen darf; vom Recht auf Leben, das ja wohl ein grundsätzlicheres Recht ist als das auf Abtreibung; schon bin ich in einem Erklärungsversuch, weshalb meiner Meinung nach sehr wohl auch ein Embryo, der nur aus wenigen Zellen besteht, ein Mensch oder zumindest doch ein menschliches Wesen ist; dass die Frauen, die das Recht auf Abtreibung fordern, doch ein bisschen verantwortungsvoller mit ihrer Sexualität umgehen sollen; da es ja – zumindest in unseren Breiten – allgemein bekannt ist, dass Kinder normalerweise durch Geschlechtsverkehr entstehen und sie sich das früher überlegen könnten; gleichzeitig bin ich mir bewusst, dass auch bei verantwortungsvoller Verhütung eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist und dass viele Frauen durch eine ungeplante Schwangerschaft in eine schwere Krise stürzen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es auch dann kein Recht und vor allem kein Menschenrecht darauf geben kann, das Kind abzutreiben, sondern dass man den Frauen lieber helfen sollte, einen Weg mit ihrem Kind zu sehen. Zumal eine Abtreibung ja oft auch schwere psychische und teilweise auch physische Folgen für die Mutter und ihr Umfeld hat. Genau dieser letzte Punkt der Alternative soll in einer zweiten Gesetzänderung angegriffen werden. Es geht hier um einen Zusatz zum Gesetz ‚für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern‘ . Darin soll als ‚Delikt der Verhinderung eines Schwangerschaftsabbruchs‘ gelten, wenn man einer schwangeren Frau Informationen gibt, die nicht die Möglichkeit einer Abtreibung enthalten bzw. diese als negativ darstellt. Nach dem bestehenden Gesetz könnten solche „Abtreibungsbehinderungen“ (mein Wort) mit zwei Jahren Gefängnis und Geldstrafen von 30.000 Euro bestraft werden. Davor haben die Lebensschützer natürlich große Angst, denn das nimmt ihnen alle Grundlage, Frauen wirklich eine Alternative zum Schwangerschaftsabbruch aufzuzeigen, sie auf die negativen Folgen aufmerksam zu machen und ihnen so wirklich zu helfen. Daher die Schweigeminuten auf dem Marche pour la Vie und daher auch die verschiedenen Plakate (übrigens auch in rot und gelb gehalten): „Schwanger – und wenn Sie es behalten würden? – Für das Recht, darüber zu sprechen“ und „Post-Abortions-Syndrom – sprechen wir darüber“. Mein persönlicher Favorit ist übrigens „Je vis bio – je garde le petitiot“ (etwa: Ich lebe Bio – ich behalte den Kleinen), denn das zeigt mir, dass es eben nicht unvereinbar ist, ökologisch und gleichzeitig konservativ eingestellt zu sein – eine Einstellung, die ich gerade in Frankreich oft vermisse.

Die Stimmung ist eigentlich ganz gut. Es gibt Sprechchöre, man tanzt zur Musik, die aus den Lautsprechern kommt, und wenn man nach den Schweigeminuten aufgefordert wird, Lärm zu machen, erhebt sich auch tatsächlich Lärm. Es wurden extra einige Vertreter aus Spanien eingeladen, die vom Wagen aus zu den Demonstranten sprechen. Leider versteht man sie nur schlecht durch das Megafon. Trotzdem finde ich, ganz ergriffen hat die Stimmung den Zug nicht. Will man mitsingen, was der Mann am Megafon vorsingt, fühlt man sich bei all denen, die schweigen oder sich unterhalten, recht allein. Gut, dass ich mit der Familie unterwegs bin, die wie ich, mitmacht. 10.000 Menschen seien wir, vermutet der Vater. Und das sei enttäuschend. Wahrscheinlich ist das auch der Grund für die verhaltene Stimmung. Die Menschen glauben selbst nicht mehr daran, dass ihr Protest etwas bewirken könnte. Viele von ihnen – auch „meine“ Familie – haben im letzten Jahr an jeder einzelnen Demonstration der „Manif pour tous“ (Bewegung gegen die Einführung der Zivilehe für Homosexuelle) teilgenommen und erlebt, dass diese Demonstrationen, bei denen Hunderttausende von Franzosen auf die Straße gegangen sind, keinerlei Umdenken der Regierung in dieser Sache mit sich gebracht hat. Die Resignation ist schon zu spüren. Dennoch, sie sind heute gekommen und es sind tatsächlich viele. 16.000 zählt die Polizei, 40.000 die Veranstalter. Die Kirche Saint François Xavier läutet ihre Glocken, als wir vorbeiziehen. Zur Abschlusskundgebung auf dem Platz vor dem Invalidendom bleiben wir aber nicht mehr da. Es wird kalt und die Kinder der Familie haben genug. Daher machen wir uns auf den Heimweg.

Abends, zu Hause, schaue ich die Bilder von der Demonstration an und bin froh, dabei gewesen zu sein. Über eine Sache bin ich nur ein bisschen enttäuscht: Wir haben nichts, aber auch gar nichts von einer Gegendemonstration mitbekommen. Später erfahre ich, dass sich ca. 200-300 Befürworter auf dem Place d’Italie, ganz am anderen Ende von Paris versammelt hätten. Schade eigentlich. Ich hätte zu gern mal ein paar verrückte Femen in freier Wildbahn erlebt.
  

Freitag, 24. Januar 2014

Der hl. Franz von Sales bei Elsa

Die liebe Mme Elsa hat über den heutigen Tagesheiligen - hl. Franz von Sales - und seine Seelenfreundin einen absolut wunderschönen Artikel geschrieben. Der Beitrag "Das entflammte Herz - Die Ewigkeit als Maß" ist erstmals erschienen im Vatican Magazin 06/2013 in der Reihe "Geistliche Paare" und nun hier online.

Früher war es einmal guter Brauch, dem Tagesheiligen des eigenen Geburtstags besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Das fällt besonders leicht, wenn dieser Tagesheilige so zauberhaft ist wie der hl. Franz von Sales.

Sonntag, 19. Januar 2014

Vom FBI gejagt, von Gott geläutert

[Update 21.01.2014: Und schon ist der Podcast der Standpunkt Sendung mit Josef Müller online! Zum Radio Horeb Download Bereich geht's hier entlang.]


Vorgestern in Augsburg, heute in Balderschwang: auch wenn keine transatlantischen Flüge dazwischen liegen,  herum kommt Josef Müller noch immer.  Die Welt, vor allem die der  Medien, interessiert sich hauptsächlich für sein früheres Leben.  Wie er im Rollstuhl durch die Welt flüchtete,  weil er sich auf der Suche nach dem prallen Leben auf dunkle Geschäfte eingelassen hatte.  Die andere Seite der Medaille,  wie nämlich Gott auch in dieses Leben eingriff und es radikal veränderte,  darüber schweigt des Journalisten Höflichkeit zumeist.  

Dafür ist er jetzt gleich - 19.01.2014, 20:00 Uhr! - live bei Radio Horeb zu hören. Radio Horeb ist empfangbar via DAB+, Kabel,  Satellit,  Web-Radio und App. 


Mittwoch, 15. Januar 2014

Von Gott aus gedacht

Sieht man einmal das Leben und seine Pflichten und Forderungen mit religiösen Augen,  gewissermaßen aus dem Lichte des Glaubens heraus an,  dann erscheint eben alles ganz anders,  als wenn man es mit bloß irdischen Augen ansieht.  Gewisse Dinge sinken gewaltig im Werte,  auf die der gewöhnliche Mensch gar viel hält,  andere steigen bis zur Unschätzbarkeit,  die man sonst kaum beachtet. 

(Adolph Kolping,  1855)

Montag, 13. Januar 2014

(Nicht) stören?

Estrela, die Dritte

Manche Leute verstehen es... nein, hoffentlich nicht nie. Aber nahe dran an diesem resignierten Seufzer war ich schon, als heute morgen die Meldung durch die virtuelle Welt flog, dass Edite Estrela, sozialistische EU-Politikerin scheinbar immer noch nicht genug hat. Jetzt versucht sie ein drittes Mal, Europa ihre Vorstellungen, wie, wann und mit wem die Menschen ins Bett zu steigen haben aufzuzwingen. Ihre Worte "sexuelle und reproduktive Gesundheit" sind da nur Tarnung für den Wunsch, dass jeder Mensch - unabhängig von Alter und Geschlecht - mit jedem anderen menschlichen Wesen - gleich ob desselben oder des anderen Geschlechts, verheiratet oder sonstwie verpartnert oder nichts - den Koitus ausführen sollte. Die dabei eventuell entstehende Folge, nämlich neues menschliches Leben in Form eines Kindes muss dabei natürlich minimiert bzw. ganz vermieden werden. Um diese, ihre Version von der größtmöglichen sexuellen Freiheit zu realisieren, ist Mme Estrela scheinbar kein Weg zu weit. Zwar waren ihre Forderungen nach massiven Wählerprotesten durch das Europäische Parlament abgelehnt worden (10.12.2013), doch diese Entscheidung könnte jetzt gekippt werden.

Am Donnerstag den 16. Januar 2014 wird die Europäische Kommission vor dem Plenum des Europäischen Parlaments eine Erklärung zur „Nichtdiskriminierung im Rahmen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und der damit verbundenen Rechte (SRHR)“ abgeben. Dabei ist die Wortwahl ein Problem. Indem sie die SRHR und Abtreibung zu einem Gegenstand der Nichtdiskriminierung macht, kann die EU-Kommission tätig werden, weil Nichtdiskriminierung in ihren Kompetenzbereich fällt. Die Abtreibungspolitik wird so lange neu interpretiert, bis sie in eine gewollte politische Lösung passt.
Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Geschäftsordnung des Europäischen Parlaments: Wenn die EU-Kommission eine Erklärung abgibt, kann das Europäische Parlament über eine Entschließung zu dieser Erklärung abstimmen. Auf diesem Weg kann die Abtreibungslobby ihre „Estrela-Entschließung“ direkt in der Plenarsitzung bekommen, nachdem sie auf dem üblichen Verfahrensweg gescheitert ist.

Auf citizengo.org steht deshalb eine Petition bereit, mit der die Wähler die EU-Kommissare und Abgeordneten bitte können, den Estrela-Bericht von der Tagesordnung zu nehmen. Dieses Thema ist lang genug im EU-Parlament verhandelt worden und nach zwei für den Estrela-Bericht negativ ausgehenden Abstimmungen dürfte der Wille des Volkes, also des Souveräns in der Demokratie, klar sein.

[Nachtrag]
Was auf EU-Ebene gilt, gilt natürlich ebenso für Deutschland. In Baden-Württemberg soll ein Bildungsplan erstellt, der eine deutlich übermäßige Fokussierung auf "sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität" mit besonderer Betonung auf LGBT beinhalten würde. Auch hier haben mutige Bürger eine Petition zur Zeichnung erstellt --> bitte hier entlang.

Unendlich geliebt! Kleiner Chip, große Wirkung

Seit einigen Monaten kursieren bei Facebook, die #Einkaufswagenchipfinderrückmeldungen. Langes Wort, aber eine Riesen-Idee. Die Bloggerin von Gekreuzt(siegt) hat damit ein wirklich tolles Mittel geschaffen, wie man den Menschen ganz konkret in ihrem Alltag von Gott erzählen kann. Die Idee ist so einfach wie genial: Jeder Mensch, zumindest jeder Mensch, der einkaufen geht, fragt sich spätestens im Supermarkt, ob er noch einen Euro hat, oder wahlweise so einen Plastikchip für den Einkaufswagen. Jetzt gibt es inzwischen Chips von allem möglichen, mit mehr oder minder sinnfreiem Aufdruck. Mandy hat dann einfach mal so einen Chip genommen und die Worte "unendlich geliebt" und die URL ihres Blogs darauf geschrieben. Und der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Mit Gottes Gnade und vieler fleißiger Helfer finden die Chips immer wieder ihren Weg in die Hände ahnungsloser Menschen, die oft noch nie in ihrem Leben diese Worte gehört haben: "du bist unendlich geliebt!"

Was mit Menschen passiert, die diese Worte einfach auf sich wirken lassen und die Tatsache zulassen, dass es Gott ist, der ihnen diese Zusage in Jesus Christus gibt, könnt ihr nachlesen, unter dem Hashtag #Einkaufswagenchipfinderrückmeldung. Es sind einfach wunderschöne Zeugnisse von Gottes großer Liebe zu uns Menschen, von Seiner Gnade und davon, dass er tatsächlich in der Geschichte und im Leben von Menschen wirkt, wenn wir Ihn lassen - auch heute!

Montag, 6. Januar 2014

Am 12. Tag nach Weihnachten

endet nach altem katholischen Brauchtum die weihnachtliche Festzeit. Wer rechnen kann, kommt, ausgehend vom 25. Dezember, unschwer auf den 6. Januar. Alle anderen können sich auch "The 12 days of christmas" anhören, das besonders im englischen Sprachraum beinahe so bekannt und beliebt ist wie hierzulande "oh du fröhliche" oder ähnliche Lieder.


Sonntag, 5. Januar 2014

Segen bringen. Segen sein.

In Erinnerung an die Weisen aus dem Morgenland gehen in Deutschland jedes Jahr über 500.000 Sternsinger in den ersten Januartagen von Tür zu Tür. Sie bringen den Segen Gottes zu den Menschen und bitten um Spenden für Kinder in Not. Dieses Jahr stehen die Flüchtlingskinder in Malawi im Fokus des Kindermissionswerkes.

2008 haben es die kleinen Könige übrigens auch in die Pop/Rock-Musik geschafft: als für die Kinder in Kolumbien gesammelt wurde, bedankte sich der kolumbianische Sänger Juanes mit dem Lied "Paz, paz, paz" bei den Sternsingern.



Auch weil ich früher selber mitgegangen bin, bitte ich die geneigte Leserschaft und alle, vor deren Türen in diesen Tagen Sternsinger auftauchen, diese so freundlich aufzunehmen wie die Vorleserin aus Berlin, sie hatte nämlich extra Keckse gebacken! Und an alle, die mit dem Brauch nichts anfangen können möchte ich appellieren, doch zumindest höflich zu sein.

Ein geschäftiger Jahresanfang

war es bisher nicht gerade, zumindest nicht hier. Falls sich der eine oder andere bereits gefragt haben sollte, ob's mich vielleicht mit einer Silvesterrakete sonstwohin verschlagen hätte, ich kann euch beruhigen: es geht mir gut. Allerdings war offline ziemlich viel los, weshalb es eben online ein wenig ruhiger war und wohl auch demnächst noch sein wird. Ich bin mal wieder umgezogen und mittlerweile im schönen Augsburg gelandet. Stadt der Fugger und ja, Martin Luther war auch mal hier. Irgendwann. Ziemlich kurz. Naja. In neueren Tagen ist Augsburg u.a. die Heimat von Deutschlands jüngstem Weihbischof und dem Institut für Neuevangelisierung.

Außerdem habe ich eine neue Arbeitsstelle, ne ziemlich coole! Die Youcat Bücher haben nämlich eine neue, gemeinsame Heimat bekommen bei der YOUCAT Foundation.

Die Youcat Räume in der Karlstr. 10, 86150 Augsburg

Mein Schreibtisch.

Freitag, 3. Januar 2014

Brüderlichkeit, nicht nur in der eigenen Familie

Wenn sich eine brüderliche Liebe nicht nur auf die Mitglieder der eigenen Familie, sondern auf die ganze Menschheit erstreckt, dann kann dies ein erster Schritt auf dem Weg des Friedens sein, so lese ich es aus der Botschaft von Papst Franziskus zum XLVII. Weltfriedenstag.

In der Tat ist die Brüderlichkeit eine wesentliche Dimension des Menschen, der ein relationales Wesen ist. Das lebendige Bewusstsein dieser Bezüglichkeit bringt uns dazu, jeden Menschen als wirkliche Schwester bzw. wirklichen Bruder zu sehen und zu behandeln; ohne dieses Bewusstsein wird es unmöglich, eine gerechte Gesellschaft und einen gefestigten, dauerhaften Frieden aufzubauen. Und es ist sogleich daran zu erinnern, dass man die Brüderlichkeit gewöhnlich im Schoß der Familie zu lernen beginnt, vor allem dank der verantwortlichen und einander ergänzenden Rollen aller ihrer Mitglieder, besonders des Vaters und der Mutter. Die Familie ist die Quelle jeder Brüderlichkeit und daher auch das Fundament und der Hauptweg des Friedens, denn aufgrund ihrer Berufung müsste sie die Welt mit ihrer Liebe gleichsam anstecken.
Die ständig steigende Zahl der Verbindungen und Kontakte, die unseren Planeten überziehen, macht das Bewusstsein der Einheit und des Teilens eines gemeinsamen Geschicks unter den Nationen greifbarer. So sehen wir, dass in die Geschichtsabläufe trotz der Verschiedenheit der Ethnien, der Gesellschaften und der Kulturen die Berufung hineingelegt ist, eine Gemeinschaft zu bilden, die aus Geschwistern zusammengesetzt ist, die einander annehmen und füreinander sorgen. Diese Berufung steht jedoch bis heute oft im Widerspruch zu den Gegebenheiten und wird durch sie Lügen gestraft in einer Welt, die durch jene „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ gekennzeichnet ist, die uns dazu führt, uns langsam an das Leiden des anderen zu „gewöhnen“ und uns in uns selbst zu verschließen.
In vielen Teilen der Welt scheint die schwere Verletzung der elementaren Menschenrechte – vor allem des Rechts auf Leben und des Rechts auf Religionsfreiheit – ununterbrochen weiterzugehen. Die tragische Erscheinung des Menschenhandels, in dem skrupellose Personen mit dem Leben und der Verzweiflung anderer spekulieren, ist ein beunruhigendes Beispiel dafür. Zu den Kriegen, die in bewaffneten Auseinandersetzungen bestehen, gesellen sich weniger sichtbare, aber nicht weniger grausame Kriege, die im wirtschaftlichen und finanziellen Bereich mit Mitteln ausgefochten werden, die ebenfalls Menschenleben, Familien und Unternehmen zerstören.
Wie Papst Benedikt XVI. sagte, macht die Globalisierung uns zu Nachbarn, aber nicht zu Geschwistern.[1] Außerdem weisen die vielen Situationen von unverhältnismäßiger Ungleichheit, Armut und Ungerechtigkeit nicht nur auf einen tiefen Mangel an Brüderlichkeit hin, sondern auch auf das Fehlen einer Kultur der Solidarität. Die neuen Ideologien, die durch verbreiteten Individualismus, Egozentrismus und materialistischen Konsumismus gekennzeichnet sind, schwächen die sozialen Bindungen, indem sie jene Mentalität der „Aussonderung“ fördern, die dazu verleitet, die Ärmsten, diejenigen, die als „nutzlos“ betrachtet werden, zu verachten und zu verlassen. So wird das menschliche Zusammenleben einem bloßen pragmatischen und egoistischen „Do ut des“ immer ähnlicher.
Zugleich wird deutlich, dass auch die gegenwärtigen Ethiken sich als unfähig erweisen, echte Bande der Brüderlichkeit herzustellen, denn eine Brüderlichkeit kann ohne den Bezug auf einen gemeinsamen Vater als ihr eigentliches Fundament nicht bestehen.[2] Eine echte Brüderlichkeit unter den Menschen setzt eine transzendente Vaterschaft voraus und verlangt sie. Von der Anerkennung dieser Vaterschaft her festigt sich die Brüderlichkeit unter den Menschen, bzw. jene Haltung, dem anderen ein „Nächster“ zu werden, der sich um ihn kümmert.(...)

>> hier geht's weiter im Text. 

Hausrezept für ein gelingendes Jahr

>>Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht.
Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und einer wohltuenden Tasse Tee.<<

Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808)
Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe



(P.S. Wobei wahlweise auch ein paar Strick- bzw. Häkelnadeln und einige Knäuel Wolle sehr helfen.)