Mittwoch, 31. Dezember 2014

Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?

Wir sind auf der Erde, um Gott zu erkennen und zu lieben, nach seinem Willen das Gute zu tun und eines Tages in den Himmel zu kommen.
Mensch sein heißt: von Gott kommen und zu Gott gehen. Wir kommen von weiter her als von unseren Eltern. Wir kommen von Gott, in dem alles Glück des Himmels und der Erde zu Hause ist, und wir werden in seiner ewigen, grenzenlosen Seligkeit erwartet.

(aus: YOUCAT, Frage 1)

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresheilige-Ziehen 2015: der etwas andere Silvesterspaß

Mein Freund des Himmels für die Abenteuer des Jahres 2015 A.D. ist der hl. Paulus von Tarsus. Gezogen mit Gottes Hilfe aus dem virtuellen Korb von Kirche in Not.
Da werde ich nächstes Jahr wohl noch mal verstärkt die Paulus-Briefe in der Bibel lesen und für jemanden, der die Neuevangelisation im Medium Buch unterstützt, kann der große "Erklärbär" unter den Aposteln auch nicht schaden.
 
Ziehe auch du deinen Jahresheiligen unter http://www.kirche-in-not.de/jahresheiligenziehen

Freitag, 26. Dezember 2014

Die 12 Weihnachtstage

Im englischen Sprachraum ist es schöner Brauch, die 12 Weihnachtstage zu besingen und so daran zu erinnern, dass Weihnachten eben nicht maximal am 2. Feiertag endet. Natürlich trägt die Freude über den menschgewordenen Sohn Gottes idealerweise ein ganzes Leben, aber direkt feiern dürfen wir bis zum 6. Januar, dem Fest der Erscheinung des Herrn. (Epiphanias. Man lernt nie aus. Danke an aufmerksame Leser.)


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Urbi et Orbi 2014: Jesus, Kinder und verfolgte Christen


Jesus, Gottes Sohn, der Retter der Welt, ist uns geboren. Er wurde in Bethlehem von einer Jungfrau geboren. So erfüllten sich die alten Prophetien. Die Jungfrau heißt Maria, ihr Verlobter Josef. Es sind einfache Menschen, voll der Hoffnung auf Gottes Güte, die Jesus aufnehmen und ihn erkennen. So hat der Heilige Geist die Hirten von Bethlehem erleuchtet, die zur Grotte geeilt sind und das Kind angebetet haben. Und dann hat der Heilige Geist die betagten Simeon und Hanna – auch sie einfache Menschen – in den Tempel von Jerusalem geführt, und sie haben in Jesus den Messias erkannt. »Meine Augen haben das Heil gesehen«, ruft Simeon aus, »das du [Gott] vor allen Völkern bereitet hast« (Lk 2,30).

Ja, Brüder und Schwestern, Jesus ist das Heil für jeden Menschen und für alle Völker!

Ihn, den Retter der Welt, bitte ich heute, dass er auf unsere Brüder und Schwestern im Irak und in Syrien schaue, die seit zu langer Zeit unter den Auswirkungen des Konfliktgeschehens leiden und zusammen mit den Angehörigen anderer ethnischer und religiöser Gruppen grausame Verfolgung erleiden. Weihnachten bringe ihnen Hoffnung wie den zahlreichen Evakuierten – Vertriebene und Flüchtlinge, Kinder, Erwachsene und Alte – in der Region und in der ganzen Welt; Weihnachten verwandle die Gleichgültigkeit in Nähe und die Ablehnung in Aufnahme, damit alle, die jetzt geprüft sind, die notwendigen menschlichen Hilfen erhalten, um die Härte des Winters zu überstehen, um in ihre Länder zurückzukehren und in Würde zu leben. Möge der Herr die Herzen für das Vertrauen öffnen und dem ganzen Nahen Osten seinen Frieden schenken – angefangen bei dem Land, das durch seine Geburt gesegnet worden ist –, indem er die Anstrengungen derer unterstütze, die sich tatkräftig für den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern einsetzen. Jesus, der Erlöser der Welt, möge auf alle schauen, die in der Ukraine leiden, und gewähren, dass dieses geschätzte Land die Spannungen überwinde, den Hass und die Gewalt besiege und einen neuen Weg der Brüderlichkeit und der Versöhnung beschreite. Christus, der Erlöser, möge Nigeria Frieden geben, wo weiteres Blut vergossen wird und zu viele Menschen ungerecht ihren Lebenskreisen entrissen, als Geiseln gehalten oder massakriert werden. Frieden erbitte ich auch für andere Teile des afrikanischen Kontinents. [...]

Das Jesuskind. Ich denke an all die Kinder, die heute getötet und misshandelt werden: an jene, die getötet werden, bevor sie das Licht der Welt erblicken, denen die großherzige Liebe ihrer Eltern vorenthalten wird und die im Egoismus einer Kultur begraben werden, die das Leben nicht liebt; an die Kinder, die aufgrund von Kriegen und Verfolgungen vertrieben werden, missbraucht und ausgebeutet unter unseren Augen und unserem begünstigenden Schweigen; und an die Kinder, die unter den Bombardierungen massakriert werden, auch dort, wo der Sohn Gottes geboren wurde. Ihr ohnmächtiges Schweigen schreit noch heute auf unter dem Schwert von vielen „Herodes“. Über ihrem Blut liegt heute der Schatten der vielen „Herodes“ unserer Zeit. In der Tat gibt es diesmal zu Weihnachten viele Tränen – zusammen mit den Tränen des Jesuskindes.

Liebe Brüder und Schwestern, der Heilige Geist möge heute unsere Herzen erleuchten, auf dass wir im Jesuskind, das in Betlehem von der Jungfrau Maria geboren wurde, das von Gott geschenkte Heil erkennen können für jeden von uns, für jeden Menschen und für alle Völker dieser Erde. Die Macht Christi, die Befreiung und Dienst ist, mache sich in vielen Herzen bemerkbar, die unter Kriegen, Verfolgungen und Sklaverei leiden. Mit ihrer Sanftmut nehme diese göttliche Macht die Herzenshärte vieler Männer und Frauen weg, die in einem mondänen Leben oder in der Gleichgültigkeit, in der Globalisierung der Gleichgültigkeit versunken sind. Seine rettende Kraft mache die Waffen zu Pflugscharen und verwandle die Zerstörung in Kreativität und den Hass in Liebe und Zärtlichkeit. So werden wir mit Freude sagen können: “Unsere Augen haben dein Heil gesehen“.

In diesem Sinne: frohe Weihnachten euch allen!

Frohe Weihnachten und Friede auf Erden bei den Menschen guten Willens!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Montag, 15. Dezember 2014

Rassismus ist

wenn mich jemand auf offener Straße mündlich oder tätlich angeht, nur weil ich in Asien geboren wurde und ungeachtet meines deutschen Paßes.  
(Was ich mir da so im Laufe meines Lebens anhören durfte, möchte ich hier nicht wiedergeben. Ich jedenfalls bin gut erzogen.)

Rassismus ist nicht, wenn Menschen ihrer Besorgnis in Demonstrationen und Sprechchören Ausdruck verleihen.

Man mag zu Einwanderern, Mitbürgern mit anderer oder gar keiner Religion stehen wie man will, aber man sollte seine Meinung wenigstens sagen dürfen. Solange man bei diesen Demonstrationen nicht die Meinungsfreiheit und Unversehrtheit anderer Menschen tangiert, sollte eine Demokratie so etwas aushalten. Natürlich kann man nicht verhindern, dass Extremisten solche Versammlungen zu kapern versuchen. Das ist dann die Herausforderung, die diese Bürgerbewegungen zu bewältigen haben. Aber man muss ihnen die Gelegenheit geben, sich zu bewähren. Sie vorschnell alle als "Nazis" zu brandmarken ist nicht der Weg.
Wenn man nämlich eine Gefahr immer und überall wittert, bemerkt man sie nicht mehr, wenn sie einmal wirklich vor der Tür steht. Das klingt vielleicht paradox. Es ist vielleicht so ähnlich wie bei dem kleinen Jungen, der sich einen Spaß daraus machte, jeden Tag die Bewohner des Dorfes mit dem Ruf "der Wolf kommt" zu erschrecken. Als dann wirklich ein Wolf kam, glaubte ihm niemand. 


Samstag, 13. Dezember 2014

Herzlichen Glückwunsch allen Lucias!

Lucia wurde 286 in Syrakus, Sizilien geboren und starb dort gegen 310 A.D. 1894 fand man eine Grabinschrift in der Katakombe San Giovanni in Siracusa, die Lucias frühe Verehrung bezeugt.

Info vom heiligenlexikon. Bild von Wiki.

Nach der Legende gelobte Lucia schon als Kind ewige Jungfräulichkeit, aber ihre Mutter Eutychia wollte sie verheiraten. Lucia zögerte die Verlobung hinaus. Als die Mutter erkrankte, unternahm Lucia mit ihr eine Wallfahrt zum Grab der hl. Agatha. Zurückgekehrt, kündigte Lucia die abgesprochene Eheschließung. Mit ihrem Vermögen und mit Unterstützung ihrer Familie gründete sie dann eine Armen- und Krankenstation, auch die wundersam geheilte Mutter unterstützte nun ihre Tochter. Berichtet wird, dass Lucia ihren Glaubensgenossen Lebensmittel in die Verstecke brachte. Damit sie beide Hände frei hatte zum Tragen der Speisen, setzte sie sich einen Lichterkranz aufs Haupt, um in der Dunkelheit den Weg zu finden. Der abgewiesene und enttäuschte Verlobte verriet Lucia an den Präfekten. Dieser wollte sie ins Dirnenhaus bringen lassen - ähnlich der Agatha -, aber ein Ochsengespann und tausend Männer waren nicht imstande, die Gefesselte von der Stelle zu bewegen. Weitere Legenden berichten, dass sie sich ihre schönen Augen ausgerissen und sie auf einer Schüssel ihrem Verlobten geschickt habe, doch habe ihr Maria noch schönere Augen wiedergegeben.

Im Mittelalter wurden am Luciatag die Kinder beschert, der 24. Dezember wurde erst ab dem 16. Jahrhundert als Gabentag gefeiert. Noch heute wird in Italien am Luciatag "Torrone dei poveri" als Mahlzeit für die Armen vorbereitet: Kichererbsen werden mit Zucker gekocht, bis daraus eine feste Masse entsteht. In Schweden, wo Lucia besonders verehrt wird, bringen junge Mädcehn mit Kerzen auf dem Kopf das Frühstück zu ihren Familien. Außerdem gilt Lucia auch als Patronin der Blinden.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Tauet Himmel, den Gerechten

Eines meines liebsten Adventslieder ist "Tauet Himmel, den Gerechten" (GL 843). Wieviel Sehnsucht steckt darin, wieviel Sehnsucht muss jemand haben, dass er selbst die Wolken anfleht, aufzubrechen und den Ersehnten, den Geliebten herabzuregnen. Neben der bekannten Textfassung von Christoph Bernhard Verspoell von 1829, deren Vertonung ihr auf katholisch.de hören könnt, finde ich die Version des Christoph von Schmied (1811) einfach bezaubernd.

1. Thauet, Himmel, den Gerechten!
Wolken! regnet ihn herab!
Rief sein Volk in bangen Nächten
Aus der Sünde finsterm Grab.
Und Er kam. – Mit Ihm kam Segen,
Wie ein milder Frühlings-Regen
Wie des Himmels sanfter Thau
Rings erquicket Feld und Au.

2. Auch zu uns, o hört es, Sünder!
Kommt der Herr der Herrlichkeit.
Machten nur wir Menschenkinder
Unsre Herzen Ihm bereit.
Frieden, Ruhe, Licht und Leben
Will Er uns auch jetzt noch geben.
Er, das Heil, durch den allein
Sünder können selig seyn.

(weiter geht es hier)

Montag, 8. Dezember 2014

Mit dem Hl. Alfons von Liguori die Immaculata preisen

Meine Unbefleckte Königin Maria,
ich freue mich mit dir, dass Gott dich mit so grosser Reinheit gesegnet hat.
Ich danke unserem Schöpfer, dass er dich vor aller Makel der Schuld bewahrte.
Ich bin fest von dieser Wahrheit überzeugt und bereit,
wenn es notwendig wäre, mein Leben hinzugeben für diesen so erhabenen
und ganz einzigen Vorzug deiner Unbefleckten Empfängnis.
Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen und preisen als das schöne Morgenrot,
immer geschmückt mit dem göttlichen Licht, als die auserwählte Arche des Heiles,
die vor dem allgemeinen Schiffbruch der Sünde bewahrt blieb,
als jene vollkommene und unbefleckte Taube, für die dein göttlicher Bräutigam dich selbst erklärt hat,
als den verschlossenen Garten, der der Lieblingsaufenthalt Gottes ist,
als die versiegelte Quelle, zu der der böse Feind nie Eingang fand.
Ich wünschte, die ganze Welt möchte dich kennen als jene weisse Lilie,
die zwischen den Dornen, nämlich den Kindern Adams, wächst,
die alle von der Sünde befleckt, in der Feindschaft Gottes geboren werden,
während du allein ganz strahlend rein, ganz heilig, aufs innigste von deinem Schöpfer geliebt, geboren wurdest.
Bitte, lass mich loben, wie Gott dich lobte:
Du bist ganz schön und kein Makel ist an dir, ganz heilig, ganz schön.
Du bist immer eine Freundin Gottes gewesen.
Wie schön bist du, meine liebenswürdigste, meine Unbefleckte Jungfrau, so schön in den Augen Gottes.
Schau mit deinen barmherzigen Augen auf die schrecklichen Wunden meiner armen Seele.
Sieh mich an, habe Mitleid mit mir und heile mich, du schöne Geliebte des Herzens, zieh auch mein elendes Herz zu dir.
Welche Gnade sollte dir Gott versagen, der dich zu Seiner Mutter und zu Seiner Braut erwählt,
dich deshalb vor jedem Sündenmakel bewahrt und dich allen Geschöpfen vorgezogen hat.
Unbefleckte Jungfrau Maria, lass mich immer an dich denken und vergiss mich nicht,
bis ich deine Schönheit im Himmel schaue, wo ich dich noch weit mehr loben und lieben werde,
meine Mutter, meine Königin, Schönste, Reinste, Unbefleckte Jungfrau Maria.
Amen.

(Hl Alfons von Liguori. Von zeitzubeten.org)

Chapel Veil in maulbeer und silber

Da das maulbeerfarbene Chapel Veil vom April 2012 inzwischen längst seine Trägerin in Italien wärmt, brauche ich ein neues "Kuscheltuch für den lieben Gott". Nach erfolglosen Versuchen, im online Handel ein Tuch zu finden, das erschwinglich ist und mir gefällt - die Quadratur des Kreisen, ich weiß :D - bin ich wieder zum selber machen übergegegangen. Lace Häkelei erschien mir immer als eine der schwierigsten Techniken, in dem Buch von Béatrice Simon sind aber auch einfachere Modell drin.


Ein Knäuel Rico creative reflection lachte mich schon seit geraumer Zeit aus der Wollkiste an. Und diese Farbe - maulbeer oder ein sehr tiefes brombeer - erschien mir zusammen mit den silberfarbenen Reflexen besonders feierlich.


Gerade zu passend für die Jahreszeit - früher war mehr Lametta! - aber auch, weil jedes Hl. Messopfer ein Fest ist, die Feier unser aller Erlösung durch Jesu aufopfernde Liebe am Kreuz.

Nun muss er's wieder selber erklären, der Papst

Viel ist den letzten Tagen und Wochen um Geschehnisse aus dem Vatikan wieder geschrieben und in sozialen Netzwerken geäußert worden. Scheinbar gehört der Spekulatius auch in dieser Jahreszeit zum Lieblingsgebäck der Journalisten und aller, die es gern wären. Nun muss er's halt wieder selber erklären, der Papst. Er tat dies in einem erneuten großen Interview, diesmal für die argentinische Tageszeitung "La Nacion". Artikel zum ganzen Interview gibt's bei Radio Vatikan, hier nur Auszüge zu den brisantesten Themen.

Zur Familiensynode:
Die Synode sei kein Parlament, so der Papst, sondern ein offener, vom Hl. Geist geschützter Raum. Die Behauptung, die Väter der Familiensynode hätten sich in zwei Gruppen gespalten, sei zu einfach. Es sei nun mal wichtig, „deutlich zu sprechen und in Demut zuzuhören“.
Die Familien befänden sich heute in großen Schwierigkeiten, denn viele Ehe würden nur aus sozialer Konvention heraus geschlossen. Man müsse sich fragen, inwieweit es sich überhaupt um gültige, sakramentale Ehen handele. Schon Benedikt XVI. habe diese Frage aufgeworfen. Wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu geben, sei hingegen keine Lösung, so Franziskus. Die Lösung sei die „Integration“, es müssten die Türen weiter geöffnet werden.
Es zähle am Ende der Nachsynodale Bericht, die Abschlussbotschaft und die Papstansprache. Kein Punkt der Lehre der Kirche über die Ehe angerührt sei von ihm angerührt worden

Zu Raymond Kardinal Burke:
Franziskus dementiert Spekulationen, er habe Kurienkardinal Raymond Leo Burke wegen dessen Äusserungen während der Bischofssynode strafversetzt. Er habe Burke schon lange vor der Synode den Vorschlag gemacht, von der Spitze des obersten vatikanischen Gerichtshofs zum Malteserorden zu wechseln. Burke sei eines Tages zu ihm gekommen und habe ihn gefragt, warum er in seinem Amt noch nicht bestätigt worden sei, berichtete der Papst in dem Interview weiter. Er, der Papst, habe darauf verwiesen, dass der Kardinalsrat der Kurienreform noch nicht über eine Neustrukturierung der vatikanischen Gerichte entschieden habe. Dann habe er die Anfrage des Malteserordens nach einem neuen Kardinalpatron erhalten. Für diese Aufgabe sei ihm Burke in den Sinn gekommen, weil dafür ein US-Amerikaner nötig sei, der sich in diesem Ambiente bewegen könne.

Zu Oberst Daniel Anrig:
Zu Gerüchten über die Gründe der Abberufung des Kommandanten der Schweizer Garde sagte er, das Mandat Anrigs sei schon vor einiger Zeit abgelaufen, und er habe ihn persönlich darüber informiert, dass die laufende Verlängerung „donec aliter provideatur“ demnächst enden würde. Anrig sei gewiss nicht zu streng gewesen. Es sei dem Papst nur um eine gesunde und normale Erneuerung gegangen. Anrig sei eine „hervorragende Person, ein guter Katholik, mit einer hervorragenden Familie“, so Franziskus. Ebenso wies der Papst Mutmassungen zurück, die neu renovierte Wohnung des Kommandanten sei ihm zu großzügig gewesen. Er verwies darauf, dass der Kommandant vier Kinder habe.

Samstag, 6. Dezember 2014

Socken zu St. Nikolaus

Von der immer weiter um sich greifenden US-amerikanischen Sitte, Socken an Heiligabend an den Kamin zu hängen, damit der "Weihnachtsmann" diese mit Geschenken füllen kann, war ich schon immer irritiert. Dennoch ist das mit den gefüllten Socken ein schöner Brauch, auch wenn mein Bruder und ich haben von klein auf unsere Stiefel in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember vor die Tür gestellt haben und da kam dann der hl. Nikolaus vorbei und hat Orangen, Nüsse und Schokolade rein getan. Dieser Brauch ist wenigstens mit einer Legende aus dem Leben des heiligen Bischofs von Myra verknüft, nachdem dieser drei armen Mädchen über Nacht zur nötigen Mitgift verholfen hat.


Passend zum heutigen Tag ist mir neben stehender Mini-Stiefel von der Häkelnadel gehüpft. Mit gebrannten Mandeln, Schokolade und Mandarinen bildet er dann das Namenstagsgeschenk für unseren YOUDEPRO - Philosophen,  Nicolás.


Herzlichen Glückwunsch zum Namenstag an dieser Stelle auch an alle anderen, die den Namen des hl. Nikolaus in mehr oder weniger abgewandelter Form im Pass tragen!

Freitag, 5. Dezember 2014

Hoffnung im Advent

Dienstag, 2. Dezember 2014

24-Stunden-Kita: und wo ist da der Unterschied zum Kinderheim?

In Schwerin hat sich scheinbar auch 25 Jahre nach dem Mauerfall nicht wirklich viel geändert. Zumindest nicht für die 58 Kinder der Kindertagestätte Nidulus.  Geöffnet 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahre, selbst an Weihnachten. Die Nidulus, was lateinisch so viel wie „Nestchen“ bedeutet, richtet sich an Eltern, die Vollzeit beschäftigt sind. Einen Kita-Platz hier erhält man nur, wenn man ein "Betreuungsproblem" nachweisen kann, einmal im Monat mit Vorlage des Dienstplans.  Hier werden die Kinder von schichtarbeitenden, oft auch alleinerziehenden Müttern und Vätern betreut. Der Artikel von Christoph Schäfer aus der FAZ vom 13.01.2013 vermeidet denn auch jegliche Schuldzuweisung, dokumentiert zwar eine steigende Nachfrage - 15.000 fehlende Kita Plätze -, läßt dann aber auch die Geschäftsführerin der Kita gGmbH, Anke Preuß, selbstkritisch zu Wort kommen: „Am Ende nutzen diese (24-Stunden)Kitas nur den Unternehmen.“

Was diese ganze Betreuungsproblematik für mich persönlich schwer verdaulich macht, ist der Eindruck, dass hier Vollbeschäftigung auf Kosten schon der allerkleinsten Kinder erreicht wird. Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Kinderheim und einer Rund-um-die-Uhr-Kita? Googelt man die Worte "Heimkinder" und "Entwicklung", erhält man in kürzester Zeit 42.600 Ergebnisse; die meisten davon beschäftigen sich mit frühkindlichen Traumata oder der Frage, welche Chancen Heimkinder in ihrem späteren Leben haben. Nachdem die oft rabiaten Erziehungsmethoden in Kinderheimen der 1950er und 1960er Jahre bekannt waren, wurde extra ein Runder Tisch eingerichtet, bei dem auch über nicht unerhebliche finanzielle Entschädigungen verhandelt wurde. Und das alles, weil inzwischen unstrittig ist, dass eine Fremdbetreuung für Kinder, die ihre Eltern in früher Jugend verloren haben, immer eine suboptimale Lösung bleibt. Entgegen dem Leben in einer Pflege- oder gar Adoptivfamilie. Aber eine Fremdbetreuung, die sich "bedarfsgerecht" Schichtdienst und Wochenendarbeit beugt, wird auf einmal als Allheilmittel für die "Betreuungsprobleme" der fehlenden "Fachkräfte" gepriesen???

Der letzte Gipfel - Einladung ins Kino am 4. Januar 2015

"La última cima" (dt. Der letzte Gipfel) ist der Titel eines mehrfach prämierten spanischen Dokumentarfilms von Juan Manuel Cotelo aus dem Jahr 2010. Er folgt dem Leben und Wirken des Priesters und Bergsteigers Pablo Domínguez, der 2009 bei einer Klettertour ums Leben kam. Schon der Trailer macht neugierig und allein in Spanien hat La última cima höhere Zuschauerquoten wie "Sex and the City 2", "Prince of Persia" und "Robin Hood" erzielt, wie es in der Rezi auf der Website derletztegipfel.de heißt.



Am Sonntag 4. Januar 2015, 11.00 Uhr hat der Kinofilm Deutschlandpremiere im Rio Filmpalast, München.

Montag, 1. Dezember 2014

Jahr der Orden - Logo Vergleich

Der Vatikan hat das Kirchenjahr 2015 zum Jahr des gottgeweihten Lebens ausgerufen.



Information zu Logo und der Brief zum Jahr des gottgeweihten Lebens.
Das offizielle Logo der Kongregation für die Institute geweihten Lebens stellt eine Taube dar, die auf dem Wasser sitzend mit einem Flügel drei Sterne berührt und sich mit dem anderen Flügel nach einem sternenförmigen Globus ausstreckt. Daneben steht die Leitworte des Mottojahres:
Evangelium, Prophety, Hoffnung.



Deutsche Ordensoberenkonferenz






Wie überall auf in der katholischen Welt hat auch die Deutsche Ordensoberenkonferenz die Einladung zu diesem neuen Mottojahr angenommen. Sie haben ein eigenes Logo kreiert, das "für die Menschen verständlich sein soll", wie ich es vor wenigen Tagen eine Ordensschwester erklären hörte.








Ich überlasse es dem geneigten Leser, selber Schlüsse zu ziehen und sich eine Meinung zu bilden.



Gebetsanliegen des Heiligen Vaters für Dezember: Weihnachten heisst Hoffnung

1. Die Geburt des Erlösers bringe allen Menschen guten Willens den Frieden.

2. Für die Eltern, die ihren Kindern die Frohe Botschaft weiter geben.



Oremus pro invicem!

Blogoezesen - Advent: Wacht auf

Wachet auf" ruft uns die Stimme, singen wir jetzt wieder in den Gottesdiensten. Wacht auf, los kommt. Das klingt drängend, nach dem viel beschworenen Aufbruch. Aber wovon sollen wir aufwachen? Wir wachen jeden Morgen auf und stellen uns unter die Dusche, bevor wir zur Schule, Uni, oder Arbeit gehen. Und doch scheint es manchmal, als läge ein Schleier über diesem Land, fast so dicht wie der morgendliche Nebel der Jahreszeit. Man beschäftigt sich mit dem täglichen klein-klein und hat kaum Zeit, den Kopf über den Schreibtisch hinaus zu erheben. "Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit" heißt es in einem anderen bekannten Kirchenlied. Ja, der Schlaf der Sicherheit. Die Komfortzone, die wir ungern verlassen. In jeder Beziehung kommt irgendwann die Phase, wenn die erste Verliebtheit verflogen ist, dass man sich einrichtet. Morgens gibt sich vielleicht noch ein Küsschen am Frühstückstisch, aber schon bald ist auch das nur noch Routine und man lebt so nebeneinander her. Und irgendwann kommt dann die Erkenntnis, dass man sich nichts mehr zu sagen hat bis einer der Partner "emotional verhungert". Wie oft geht es Jesus so mit uns? Wie oft leben wir nur so neben Ihm her, sagen unsere Gebete wie Formeln, aber ohne innere Anteilnahme herunter?

Wachen wir wieder auf!
Gehen wir hinaus aus der Komfortzone der Formelgebete und des alltäglichen Trotts im Glaubensleben!
Bleiben wir "erfinderisch im Guten, damit unsere Liebe neu bleibe, wie der Morgen"!
(Zitat Jesus an Gabrielle Bossis)
Nehmen wir uns also diesen Advent etwas Neues vor, etwas das uns aufweckt, das uns erfrischt:
Das kann ein neues Lied sein, das wir lernen.
Das kann ein kranker oder alter Mensch sein, den wir schon immer besuchen wollten, es aber immer hinaus geschoben haben.

Euch fällt sicher noch viel mehr ein... Viel Spaß!

Idee und Anfang von Andrea
Weiter geht's morgen bei Rezitatorin Claudia

Blogoezesen - Adventskalender

Wie der gute Cicero schon feststellte, sind die spontanen Ideen oft die besten. Am Wochenende wurde innerhalb weniger Stunden der Adventskalender der deutschsprachigen "Blogoezese" geboren. Angeregt von der lieben Andrea von 5 Brote und 2 Fische, die auch zum gestrigen 1. Adventssontag auch den Anfang gemacht hat. und umgesetzt in eine hübsche, klickbare Grafik von den Damen vom agnus-dei-verlag.




Und nun kommt jeden Tag des Advent 2014 ein Häppchen von einem anderen Blog. Freut euch drauf!