Sonntag, 24. Januar 2016

Nicht Gestern, nicht Morgen, sondern Heute.

"Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen. Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert und fordert, ist das Heute. Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens."
(Hl. Franz von Sales)

Freitag, 22. Januar 2016

Die eine Taufe

>> Liebe Brüder und Schwestern, die heutige Katechese fällt in die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die in diesem Jahr von einer ökumenischen Gruppe aus Lettland inhaltlich vorbereitet wird. In der Mitte des Rigaer Doms steht ein altes Taufbecken, das aus der Zeit der Missionierung des Landes im 11. Jahrhundert stammt. Der Stein ist ein ausdrucksvolles Zeichen für die Taufe, welche die Christen in Lettland als gemeinsames Glaubensfundament anerkennen. Dasselbe sagt auch das Zweite Vatikanische Konzil: „Die Taufe begründet ein sakramentales Band der Einheit zwischen allen, die durch sie wiedergeboren sind“ (Unitatis redintegratio, 22). Schon der Apostel Petrus weist auf die Taufe als Gabe und Auftrag hin. Gott hat uns, wie Petrus sagt, „aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen“ (1 Petr 2,10). Wenn wir Christen von der einen Taufe sprechen, bekennen wir als Katholiken, Protestanten und Orthodoxe, dass wir aus der herzlosen und blind machenden Finsternis des Egoismus heraus zur Begegnung mit dem erbarmenden und Leben spendenden Gott gerufen sind. Die Teilhabe an dieser Gnade bildet für alle Christen ein unlösbares Band. Wir sind ein heiliges Volk, auch wenn wir aufgrund unserer Sünden noch nicht völlig geeint sind. Gottes Barmherzigkeit ist stärker als unsere Spaltungen. In der Weise, wie wir diese Barmherzigkeit annehmen, werden wir immer mehr Volk Gottes, werden wir fähig, Zeugen der wunderbaren Werke der Liebe des Schöpfers unter den Menschen zu sein. <<

Montag, 18. Januar 2016

Tropeneiland, ohne Skepsis

Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht. Während ich mit dem liebsten Menschenkind von allen in den Fluten des brandenburgischen Tropeneilandes plantschte, las ich, dass der KingBaer ebenfalls dort war und dort vergeblich seinen inneren Waldschrat zu pflegen suchte. Das rief natürlich lautstark nach einer Erwiderung, besonders, da mein Liebster und ich sehr gern auf diesen Auftakt des noch jungen Jahres zurück blicken. Ich kam auch gar nicht dazu, Skepsis oder sonst etwas im Vorfeld zu entwickeln, da das liebste Menschenkind von allen entschlossen war, mir eine gehörige Überraschung zu bereiten. Zwar erging er sich in den Tagen zuvor in allerlei nebulösen Andeutungen, um die Spannung gehörig zu steigern, aber sonst ließ er nicht einen Piep verlauten. Er ging sogar soweit, dass er am Tag, als es endlich losgehen sollte, das Navigationsgerät höchstselbst programmierte, damit ich nur ja nicht vor der Zeit erführe, wohin ich fahren würde. So fuhr ich denn los, immer der metallischenen Stimme des Navis nach. Es fühlte sich fast genauso abenteuerlich an, wie mit verbundenen Augen darauflos zu laufen und sich nur auf die geliebte Hand zu verlassen, die einen schon nicht irre leiten wird. Ein bisschen also wie bei unserer Reise durch's Leben, bei der wir ja auch unsere Hand tunlichst in Jesu Hand behalten sollten, auch wenn wir den Weg nicht sehen.

Als wir dann durch die brandenburgische Pampa fuhren und plötzlich diese Riesenkuppel - wie "St. Nissen", die Kirche St. Canisius in Berlin, sagte meine Mama - vor uns aus der Dämmerung auftauchte, wollte ich meinen Augen zunächst kaum glauben. So ein riesiges Teil fällt mitten in der märkischen Ödnis natürlich noch mehr auf. Könnte auch Area 51 sein. ;-) Aber auch über das Konzept der Veranstalter, einen veritablen Regenwald mit lebenden Flamingos und anderem buntem Federvieh mit einem Freizeitbad zu kombinieren, war ich einfach nur erstaunt. Natürlich nimmt sich diese Idee bei nüchterner Betrachtung beinahe skurril aus - "echte, lebendige Flamingos im Schwimmbad!" - aber ich fand das Ambiente doch sehr liebevoll und mit Blick für's Detail arrangiert. Die Übernachtung war wesentlich bequemer als das Wort "Zelt" im ersten Moment vermuten lässt und auch wenn mir ein wenig die Chuzpe der Liebsten des KingBaers fehlt und wir uns daher im Restaurant brav in den vorbereiteten Bereich gesetzt haben, war es ein rundum gelungener Kurz-Trip. Dass alle zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Sauna, Massage, Abendshow, Ballon"fahrt" extra kosten, gehört mit zur Logik eines Spaßbades und muss der Freude am Aufenthalt keinen Abbruch tun. Vor allem nicht, da es auch hier die Gesellschaft ist, die das Erlebte erst vollendet!

Montag, 4. Januar 2016

Ab 6. Januar gibt's den Papst als Videobotschaft

>> Jeden Monat veröffentlicht die Kirche die Gebetsanliegen des Papstes, ab 2016 gehen diese Anliegen auch neue Wege: Papst Franziskus wird sie jeweils in einer Videobotschaft präsentieren. Ab Mittwoch, 6. Januar geht es los. Die Videos werden in Zusammenarbeit mit dem vatikanischen Fernsehen CTV und der Kommunikationsagentur „La Machi“ . Diesen Monat dreht sich das Video um den interreligiösen Dialog. << (rv)