Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Samstag, 29. September 2012

Kind der Freude

'Kind Gottes', 'Botin der Freude', das war Gabrielle Bossis (1874-1950), die heute am Fest der drei heiligen Erzengel ihren Namenstag mit ihnen feiert. Dazu einige Worte aus ihrem geistlichen Tagebuch, diktiert von Jesus selbst:

"Willst du mich nicht an deiner Freude teilhaben lassen? Du glaubst mich unendlich glücklich, ich aber träume von dieser Freude, die ihr mir geben könnt; einer Freude, um die ich in so vielen Herzen betrogen werde. Das ist für dich die Gelegenheit, mich zu trösten.
Höre ein Gleichnis:
Ein Mann hatte viele Kinder. Er verwöhnte ein jedes mit großer Zuneigung. Er sah jede Einzelheit voraus und er versuchte ihnen nur das Beste zu geben, um sie glücklich zu machen. 
Mehreren wurde diese Liebe lästig und sie verließen ihn mit Unverschämtheit.
Andere, nach diesem Beispiel, verließen ihn mit weniger Lärm, aber mit ebensoviel Undankbarkeit.
Einige wurde durch die Freude, frei zu sein, verführt und verließen ihn mit Stolz.
Dieser Mann lebte allein mit der letzten seiner Töchter, die ihm - ganz freiwillig - eine so treue Ergebenheit und Anhänglichkeit bezeugte, um die geschehenen Kränkungen wiedergutzumachen, dass dieser Mann allein durch die Gegenwart dieser Tochter, durch den reinen Ton ihrer Stimme, durch ihre Gesten, die nichts suchten als ihm Freude zu machen, die Verletzungen und die schmerzvollen Gefühle vergessen konnte.
Willst du mir dieses Kind sein?
Willst du nur noch für mich leben?"

Donnerstag, 27. September 2012

Schule des Gebetes: Kapitel Liturgie

In Zeiten, in denen leider immer mehr Priestern die Worte des Messbuches nicht mehr ausreichen, wirken die Worte des hl. Vaters aus der gestrigen Generalaudienz wie Balsam, der als sanfter Weckruf hoffentlich die Richtigen erreicht.

>>Die Liturgie helfe dem Menschen, beten zu lernen. Sie „ist der bevorzugte Ort, an dem Gott zu uns spricht und uns zugleich Worte schenkt, mit denen wir antworten können“. Das Wort „Liturgie“ stamme aus dem Griechischen, so der Papst, und habe ursprünglich bedeutet: „Dienst des Volkes und für das Volk“. Dabei gehe es in der Liturgie nicht um irgendein Volk, sondern um das neue Volk Gottes, die Kirche. Die Kirche „ist dadurch entstanden, dass Christus gestorben und auferstanden ist und uns in sich hineinzieht“. Deswegen fielen in der Liturgie Werk Gottes und Werk des Volkes ineinander, wie dies der „Katechismus der katholischen Kirche" zusammenfasse.
„Wenn wir uns fragen, wer die Welt und den Menschen rettet, so ist die einzige Antwort: Jesus von Nazareth, der Herr und Messias, gekreuzigt und auferstanden. Und wo wird für uns, für mich heute das heilbringende Geheimnis des Todes und der Auferstehung Christi aktuell? Die Antwort ist: im Werk Christi durch die Kirche, in der Liturgie, besonders im Sakrament der Eucharistie, das das Opfer des Sohnes Gottes gegenwärtig macht, das uns erlöst hat; im Sakrament der Buße, in dem sich der Übergang vom Tod zum neuen Leben vollzieht; und in den anderen Sakramenten, die uns heiligen. So ist das Paschageheimnis des Todes und der Auferstehung Christi das Zentrum der liturgischen Theologie des Konzils.“<< (bitte hier weiterlesen.)

10 Punkte zum Jahr des Glaubens

Auswandern möchte man! Wenn man durch einige Grippeviren leicht angeschlagen ist, hat man viel Zeit zu lesen und sich wahlweise zu wundern oder aufzuregen, über das, was man da aus der ehrwürdigen Stadt des hl. Bonifatius aus dem (Stuhl-)Kreis der deutschen Bischöfe vernimmt.
  • Stand des Gesprächsprozesses, 
  • Eucharistischer Kongress 2013 in Köln, 
  • Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, 
  • Studientag zur „Glaubenskommunikation in Religionsunterricht und Katechese“, 
  • Relaunch der Internetplattform www.katholisch.de
  • Abschlussbericht der bundesweiten Hotline der katholischen Kirche für ehemalige Heimkinder und 
  • das 50-jährigen Jubiläum des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils. 

Das ist ja alles gut und schön. Aber, hallo - Jahr des Glaubens! Irgendeiner?? Das beginnt schließlich in nicht mal zwei Wochen und es soll ein Aufruf, oder vielmehr ein Weckruf sein, das zu tun, was wir eigentlich jede Minute unseres Erdendaseins angehalten sind zu tun: nämlich unsere ureigene Beziehung zu Gott mehr und mehr zu vertiefen. Zu dem Gott, der uns, die Menschen, seine kleine Geschöpfe so sehr geliebt hat, dass er in unserer Haut auf die Erde gekommen ist, um mit uns zu leben und für uns zu sterben. Wenn ich eines aus einem Religionsunterricht, der vor allem andere Religionen behandelt hat, mitgenommen habe, dann dieses: wie glücklich können wir uns schätzen, dass aus uns (durch Taufe und Firmung) Gottes Heiliger Geist zu Gott, dem Allmächtigen Schöpfer der Welt, "Abba, lieber Vater" sagen darf! Da mich dieser Herr und Gott so sehr liebt, möchte ich ihm dies auf meine kleine Weise erwiedern. Ist es da zuviel verlangt, von den Männern, die als Nachfolger der Apostel eingesetzt sind, zu erwarten, dass sie den ihnen anvertrauten Seelen helfen, das Geheimnis der Liebe und Größe Gottes immer tiefer zu entdecken und eine persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen und zu festigen?

Dagegen hat S.Exz. David Ricken, Vorsitzender des Komitees für Evangelisation und Katechese der US-amerikanischen Bischofskonferenz und Bischof der US-Diözese Green Bay/Wisconsin, dieses Jahr des Glaubens zum Anlass genommen, einige recht konkrete Vorschläge zu einer Verdichtung des Lebens mit Jesus in der katholischen Kirche zu machen. Sein Zehn-Punkte-Programm, das auch auf der Homepage der US-Bischofskonferenz nachzulesen ist, mag sich für manchen sog. "Engagierten" banal anhören, atmet jedoch die Frische und Einfachheit des Evangeliums.

1. Nehmen Sie an der Messe teil.
2. Gehen Sie zur Beichte.
3. Lernen Sie das Leben von Heiligen kennen.
4. Lesen Sie täglich in der Bibel.
5. Lesen Sie die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils.
6. Studieren Sie den Katechismus. (z.B. Youcat)
7. Beteiligen Sie sich ehrenamtlich in der Gemeinde.
8. Helfen Sie denen, die Hilfe brauchen.
9. Laden Sie einen guten Freund zur Messe ein.
10. Integrieren Sie die Seligpreisungen (Mt 5, 3-12) in das Alltagsleben.

Dienstag, 25. September 2012

So komm doch, heil'ger Geist!

Mit freundlichen Grüßen in die Stadt des hl. Bonifatius, wo seit gestern die deutschen Bischöfe tagen. Eines der jüngsten Mitglieder dieses erlauchten Gremiums erzählte jüngst von seiner lieben Gewohnheit vor wichtigen Entscheidungen oder Sitzungen ganz besonders um Gottes Heiligen Geist zu bitten. Wenn man sich so ansieht, was dieser Tage alles auf der Agenda dieser Herbstvollversammlung 2012 steht (z.B. "Causa Weltbild"), kann man sich dieser Bitte nur von Herzen anschließen.

***

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.
Amen. Halleluja.

Zum 96. Geburtstag des dichtenden Soldaten

...meines lieben Großonkels, Hermann Orgaß, posthum.
 In tiefer Verehrung und in Caritate Christi.

Foto: privat

Geboren am 25. September 1916 in Hamburg mitten in das Gewirr des Ersten Weltkriegs, im Jahr der Schlachten von Verdun und an der Somme, wuchs Hermann Maria Orgaß als fünftes von acht Kindern in einem „treukatholische Elternhaus“ auf. Aus Erzählungen und Anekdoten taucht ein Junge und junger Mann auf, der in einer großen Familie aufwächst, hauptsächlich umgeben von Schwestern, wo er eine behütete und fröhliche Kindheit und Jugend erlebte. Er studierte Lehramt, bevor er etwa 1937 zur Wehrmacht ging. Ein solcher vermeintlicher Kriegseifer mag angesichts der tiefreligiösen und friedliebenden Gesinnung der Familie erstaunen, jedoch überwogen wohl in jener Zeit oft Pflichtbewusstsein und Vaterlandsliebe. „Es gilt zu kämpfen für meine Braut und Familie, für mein liebes Vaterland und für die Kirche". Wegen seiner offen religiösen Gesinnung, die damals als „staatsfeindlich“ betrachtet wurde, wurde er von einem Stubenkameraden denunziert  und in ein Gefängnis nach Berlin gebracht. Aus diesem Grund würde ich ihn sogar in eine Reihe mit den christlichen Märtyrern jener Tage stellen.
Beim Lesen dieser Aufzeichnungen tritt, trotz seines jugendlichen Alters, eine große menschliche Reife hervor. Eine Freundin der Familie, die mit ihm einmal auch in besonderer Weise verbunden war, nannte ihn in einem Brief „früh vollendet“. Die Schriftstellerin Gertrud von le Fort, mit der er in brieflichem Kontakt stand, spricht von einem Menschen „voll Ernst und Frömmigkeit, der den höchsten Idealen zugewandt war“. Dieser Briefwechsel mit einer der bekanntesten christlichen Autoren in Deutschland zu jener Zeit, beleuchtet eine weitere Seite seiner Persönlichkeit, die ich sehr bewundere: seine große literarische Begabung. Bei den meisten seiner Gedichte ist der Einfluss Gertrud von le Forts nicht zu leugnen und sie gehören für mich mit in die Preziosenkästchen deutscher Lyrik jener Zeit.
Nach dem sog. „Fall Orgaß“, seinem Disziplinarverfahren, das im September 1943 in Berlin endete, verliert sich die Spur. Erst die Vermisstenmeldung vom November desselben Jahres durch einen Offizier aus Feodosia (auf der Krim), setzt den Schlusspunkt zu diesem kurzen, jedoch vielschichtigen und reichen Leben.
© aus meinem Nachwort zu den Aufzeichnungen Hermann Orgaß' von 1942/43.

Freitag, 21. September 2012

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat

Endlich komme ich dazu, die versprochene Betrachtung zu Phil's sehr schönen Projekt bezusteuern.

>>Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt.<< (Joh 19, 17)
Der Evangelist Johannes spricht hier relativ kurz, fast beiläufig. Tatsächlich war es wohl der ziemlich schwere Querbalken des Kreuzes, der den Verurteilten aufgepackt wurde und den sie zur Hinrichtungsstätte schleppen mussten, auf der die senkrechten Balken bereits standen. Jesus, bereits von der Geißelung und den Verhöhnungen geschwächt, musste dieses Balken durch die Stadt auf diesen Hügel hinauf tragen. 

Es gibt den Spruch "Der Herr lädt uns nicht mehr auf, als wir tragen können". Es scheint abgedroschen und reizt angesichts vieler großer und kleiner Schicksalsschläge zum Widerspruch. Und doch können wir immer wieder die Erfahrung machen, dass uns gerade unter den größten Lasten, im schlimmsten Leid, wenn die Nacht am dunkelsten scheint, Kräfte zuwachsen, von denen wir nicht im Entferntesten ahnen, dass wir sie haben. Doch müssen wir auch darum bitten. Wenn wir das Vertrauen aufbringen, mit einer Last oder einem Schicksalsschlag nicht zu hadern, sondern es gläubig aus Gottes guter Hand entgegenzunehmen, fällt es uns leichter, ihn zu bitten, uns die Kraft zum Tragen dieser Last zu geben. Wer von vorneherein dieses Vertrauen verweigert und alles alleine zu bewältigen versucht, der muss es auch allein tragen, was manchmal tatsächlich über jede menschliche Kraft geht. Selbst Jesus ist dreimal unter dem schweren Kreuz gestürzt. So ist nicht das Fallen schlimm, schlimmer ist es liegen zu bleiben.

Dass wir immer wieder das Vertrauen aufbringen auch in der dunkelsten Nacht, in der schwersten Sorge nicht den Blick auf Jesus zu verlieren und nicht aufhören, Ihn um seine Kraft zu bitten, dazu helfe uns der Allmächtige Gott. Amen.

Logik der Spießer

Eigentlich ist es ja total kalter Kaffee, der da seit kurzem wieder aufgekocht wird. Es soll ein Papyrus gefunden worden sein, welches angeblich belege, dass Jesus von Nazareth verheiratet gewesen sein soll, nur weil die Worte 'Jesus' und 'Frau' im selben Satz benutzt werden. Kaum einer aus den Mainstream Medien stellt die Frage über Alter und Echtheit dieses 'Fundes', das würde ja den wunderbaren Skandal zerstören und die Auflagenzahlen wieder zurückgehen lassen. Ähnliches hatten ja bereits verschiedene Märchenerzähler durch die Jahrhunderte versucht, nicht zuletzt Dan Brown, der die Stelle einer angeblichen Ehefrau Jesu mit Maria von Magdala besetzte.

Die 'blogger-godmother' stellt in einem ihrer wunderbarsten Artikel die berechtigte Frage, wieso man dem Sohn Gottes und eine derart herausragende Frau wie Maria von Magdala es war, unbedingt die kleinbürgerliche Idylle einer Ehe mit Kindern anhängen will, ausgerechnet in einer Zeit, in der sich in Europa kaum noch jemand für Ehe und Kinderkriegen interessiert.

Aber vielleicht ist gerade das die tiefere Absicht hinter den immer mal wieder auftauchenden Papyri oder Geheimschriften, die natürlich genau das belegen sollen, was die Interpreten bezwecken nämlich den Sohn Gottes von der Höhe seiner göttlichen Allmacht herabzustürzen und damit dem Christentum von innen her seinen Anspruch zu nehmen. Dann besteht auch keine Notwendigkeit zur Umkehr mehr und man kann weitermachen wie bisher. Doch das ist die Logik der Spießbürger. Was bereits der Apostel Paulus Zweiflern an der leiblichen Auferweckung Jesu von den Toten entgegnete, kann man gut denen entgegenhalten, die Jesus nicht als den Sohn Gottes akzeptieren wollen, denn täten sie es, könnten sie nie so hochmütig und leichtfertig mit dem größten Geschenk umgehen, das er uns gemacht hat, nämlich dass er tatsächlich Mensch geworden ist und dabei doch blieb was er war, Gott.
>>Wenn aber verkündigt wird, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. <<  (1 Kor 15, 12-20)

Donnerstag, 20. September 2012

Gebetskerze zum Thema Organtransplantation

Als ich diese Gebetskerze entzünden wollte, schien es mir zunächst ziemlich einfach zu sein. Eine Bekannte und ehemalige Kollegin meiner Mom befindet sich seit mehreren Wochen, um nicht zu sagen Monaten, in einer Klinik, weil sie eine schwere Lungenunterfunktion hat, zurzeit unter 50%. Deswegen wartet sie auf eine Spenderlunge und Transplantation.

Nun bin ich nach diesem bedenkenswerten Einwand der Rezitatorin doch etwas nachdenklich und hätte gern eure Meinung.

Um eine rasche Genesung unserer jungen Bekannten (<40) kann man in jedem Fall beten.

noch ein Menschenfischer

Er hat mit dem hl. Petrus den Beruf und mit dem hl. Paulus den Missionseifer und die Todesart gemeinsam: der hl. Andreas Kim Tae-gon, dessen heute zusammen mit 102 weiteren koreanischen Märtyrern gedacht wird.


 >>An­dre­as Kim Tae-gon (eigentlich müsste es Kim Andreas Tae-gon oder Andreas Tae-gon Kim heißen, wird doch im Koreanischen der Familienname vor den Rufnamen gesetzt) wurde 1821 in eine vornehme Fa­mi­lie hineingeboren, die nach ihrer Be­keh­rung zum da­mals in Korea strengs­tens ver­bo­te­nen Chris­ten­tum ver­arm­te. An­dre­as woll­te Pries­ter wer­den, des­halb wurde er zum Stu­di­um am Se­mi­nar der Pa­ri­ser Mis­sio­na­re in die da­ma­li­ge por­tu­gie­si­sche Ko­lo­nie Macau (heute Hongkong) ge­schickt. Immer wieder versuchte er, ausländische Missionare nach Korea ein­zu­schleu­sen, was oft miss­lang. Er wurde zum Dia­kon ge­weiht, kam al­lein nach Seoul und mis­sio­nier­te selbst in sei­nem Land. Als Ka­pi­tän eines Fi­scher­boo­tes kam er dann nach Shang­hai, wo er 1845 als ers­ter Ko­rea­ner zum rö­misch-ka­tho­li­schen Pries­ter ge­weiht wurde. Im sel­ben Jahr noch ging er heim­lich in seine Hei­mat zu­rück. Nach einem Jahr selbst­lo­sem Wir­ken in Seoul wurde er beim Ver­such, wei­te­re Mis­sio­na­re ins Land zu brin­gen, ge­fan­gen ge­nom­men, ge­fol­tert und durch Ent­haup­tung ge­tö­tet. Andreas Kim Tae-gon wird meist im Hanbok, der koreanischen Tracht, dargestellt und trägt einen Rosshaarhut mit breiter Krempe zum Zeichen seiner vornehmen Herkunft.<<

Holy Martyrs of Korea - pray for us!
Andreas Kim Tae-gon, Sohn einer ehemals vornehmen Familie, die nach ihrer Bekehrung zum damals in Korea strengstens verbotenen Christentum verarmte - sein Vater erlitt 1839 das Martyrium - traf im Alter von 15 Jahren auf den französischen Priester aus dem Pariser Missionsseminar Pierre-Philibert Maubant. Andreas wollte Priester werden, deshalb wurde er zum Studium am Seminar der Pariser Missionare in die damalige portugiesische Kolonie Macau geschickt. Nach dem Opiumkrieg, als er 20 Jahre alt war, versuchte er, französische Missionare illegal nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht, kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er dann nach Shanghai, wo er 1845 als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit dem Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Andreas Kim Tae-gon, Sohn einer ehemals vornehmen Familie, die nach ihrer Bekehrung zum damals in Korea strengstens verbotenen Christentum verarmte - sein Vater erlitt 1839 das Martyrium - traf im Alter von 15 Jahren auf den französischen Priester aus dem Pariser Missionsseminar Pierre-Philibert Maubant. Andreas wollte Priester werden, deshalb wurde er zum Studium am Seminar der Pariser Missionare in die damalige portugiesische Kolonie Macau geschickt. Nach dem Opiumkrieg, als er 20 Jahre alt war, versuchte er, französische Missionare illegal nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht, kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er dann nach Shanghai, wo er 1845 als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit dem Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Andreas Kim Tae-gon, Sohn einer ehemals vornehmen Familie, die nach ihrer Bekehrung zum damals in Korea strengstens verbotenen Christentum verarmte - sein Vater erlitt 1839 das Martyrium - traf im Alter von 15 Jahren auf den französischen Priester aus dem Pariser Missionsseminar Pierre-Philibert Maubant. Andreas wollte Priester werden, deshalb wurde er zum Studium am Seminar der Pariser Missionare in die damalige portugiesische Kolonie Macau geschickt. Nach dem Opiumkrieg, als er 20 Jahre alt war, versuchte er, französische Missionare illegal nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht, kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er dann nach Shanghai, wo er 1845 als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit dem Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Andreas Kim Tae-gon, Sohn einer ehemals vornehmen Familie, die nach ihrer Bekehrung zum damals in Korea strengstens verbotenen Christentum verarmte - sein Vater erlitt 1839 das Martyrium - traf im Alter von 15 Jahren auf den französischen Priester aus dem Pariser Missionsseminar Pierre-Philibert Maubant. Andreas wollte Priester werden, deshalb wurde er zum Studium am Seminar der Pariser Missionare in die damalige portugiesische Kolonie Macau geschickt. Nach dem Opiumkrieg, als er 20 Jahre alt war, versuchte er, französische Missionare illegal nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht, kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er dann nach Shanghai, wo er 1845 als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit dem Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.
Andreas Kim Tae-gon, Sohn einer ehemals vornehmen Familie, die nach ihrer Bekehrung zum damals in Korea strengstens verbotenen Christentum verarmte - sein Vater erlitt 1839 das Martyrium - traf im Alter von 15 Jahren auf den französischen Priester aus dem Pariser Missionsseminar Pierre-Philibert Maubant. Andreas wollte Priester werden, deshalb wurde er zum Studium am Seminar der Pariser Missionare in die damalige portugiesische Kolonie Macau geschickt. Nach dem Opiumkrieg, als er 20 Jahre alt war, versuchte er, französische Missionare illegal nach Korea einzuschleusen, was aber misslang. Er wurde zum Diakon geweiht, kam allein nach Seoul und missionierte selbst in seinem Land. Als Kapitän eines Fischerbootes kam er dann nach Shanghai, wo er 1845 als erster Koreaner zum römisch-katholischen Priester geweiht wurde. Im selben Jahr noch ging er zusammen mit dem Bischof Ferréol und dessen Mitarbeiter Daveluy heimlich in seine Heimat zurück. Nach einem Jahr selbstlosem Wirken in Seoul wurde er beim Versuch, weitere Missionare ins Land zu bringen, gefangen genommen, gefoltert und durch Enthauptung getötet.

Friede dem Libanon und der ganzen Welt


Rosenkranz aus Luftballons während des Besuches Papst Benedikt XVI im Libanon. Gesehen bei Facebook.



سَلامي أُعطيكُم  
[„Meinen Frieden gebe ich euch“] (Joh 14,27), sagt uns Jesus Christus.
>>Heute möchte ich kurz mit meinen Gedanken zu den bewegenden Tagen meines Apostolischen Besuchs im Libanon zurückkehren. Trotz der schwierigen Umstände war es mir wichtig, diese Reise zu unternehmen. Ich hatte das Bedürfnis, den Menschen im Libanon den Frieden des auferstandenen Herrn zu verkünden, und ich wollte das Nachsynodale Apostolische Schreiben Ecclesia in Medio Oriente den Verantwortlichen der katholischen Gemeinschaften im Nahen Osten, aber auch den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften und den muslimischen Führern übergeben. In diesen Tagen bin ich auch besonders mit den katholischen Gläubigen des Libanon und des Nahen Ostens zusammengekommen. Zu Tausenden waren sie zugegen, und ich muß sagen, ich bin voller Dankbarkeit und tief bewegt von der herzlichen Aufnahme, dem glühendem Gebet und dem Glaubenszeugnis dieser Menschen. Gerade die Jugendlichen haben mit ihrer Begeisterung gezeigt, daß die Kirche im Nahen Osten jung und lebendig ist. Zugleich war es mir ein tiefes Anliegen, mit den Verantwortlichen der anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften sowie insbesondere auch mit Vertretern der muslimischen Gemeinschaften und den Autoritäten der Politik zusammenzutreffen. Im gemeinsamen Gespräch und Kennenlernen konnte gegenseitige Wertschätzung wachsen. So wurden diese Begegnungen zu einem Zeichen der Brüderlichkeit und der Hoffnung für die ganze Region. Nicht Gewalt schafft Frieden, sondern der Dialog, die Achtung der Menschenwürde und vor allem Versöhnung. Der Herr mache uns alle zu Boten seines Friedens.<<
 [Zusammenfassung des gestrigen Rückblicks auf die Libanonreise von Armin Schwibach.]

Ein Kongress muss nicht immer tanzen

um Freude zu bereiten ;-)

In Aschaffenburg wurde auf jeden Fall weniger getanzt, dafür gesprochen, zugehört, diskutiert und gebetet. Außerdem war es sehr schön, einigen Bloggern - Urgesteine und Kücken - einmal Aug in Aug gegenüber zu stehen. Anders als von gewissen Herrschaften anscheinend dargestellt, war es auch kein Treffen der ständigen Selbstbestätigung, obwohl es natürlich schön war, einfach einmal entspannt "nur katholisch" sein zu dürfen.

Stattdessen ging es um authentisches Christentum, den Mut zu öffentlichem Bekenntnis
eine unaufgeregte und nicht ideologisch verbrämte Re-lecture der Dokumente des II. Vaticanischen Konzils - kurz gesagt, um das Jahr des Glaubens und wie wir diesen wunderbaren Aufruf des Heiligen Vaters fruchtbringend umsetzen können. Besonders schön fand ich da die Idee des 'missionarischen Skiliftfahrens' der katholischen Pfadfinder Europas (KPE): Statt gemeinsam im Skilift zu fahren, suchen sich die Pfadis bewusst allein Fahrende aus und nutzen die Minuten im Schlepper oder Sessellift für ein kurzes Gespräch über ihren Glauben.

Besonders im Gedächtnis bleiben ja meist einzelne Begegnungen nach solchen Großveranstaltungen: mit dem HERRN in hl. Messen, Beichten, Anbetung bei Nightfever und mit der 'Godmother der Blogger' und ihrem treuen Gefährten beim Kaffee. Da mich der Alltag nach diesen drei wunderschönen Tagen (an denen auch andernorts einiges los war) sehr schnell wieder hatte, bin ich besagter 'Godmother' sehr dankbar für ihre umfassende und schnelle Berichterstattung.  

Schließen möchte diesen Beitrag mit dem Ausruf von Prof. Hubert Gindert, dem Vorsitzenden des Forums Deutschen Katholiken e.V., der in seiner Rede zur Eröffnung des Kongresses dazu ermunterte, die Loyalität und Liebe zum Papst und zur Kirche deutlich zu zeigen. Im Italienischen gibt es den Ausdruck "fare quadrato", sich schützend um jmd./etw. stellen. Mit Prof. Gindert sage ich also:

Facciamo quadrato!!

Stellen wir uns schützend um Jesus und seinen Stellvertreter, unseren Papst Benedikt!

Montag, 17. September 2012

Morgenröte der Hoffnung

Ein Hoch auf die schnellen Leute von kath.net!! Eine erste Arbeitsübersetzung dieses wunderschönen Liedes ist bereits online! Und danke an die Braut des Lammes, die mir zu einem ersten Eindruck auf englisch verholfen hat. 


1. Ich bin schon immer bezeichnet 
mit dem Zeichen des Erlösers, 
der vom Berg Corcovado 
aus die Welt umarmt.


 Refrain
Christus lädt uns ein: 
„Kommt, meine Freunde!“ 
Christus sendet uns: 
„Seid Missionare!“


2. Junge Menschen im Frühling des Lebens: 
Die Morgenröte der Hoffnung; 
wer diesen Ruf hört, 
empfängt die Gabe des Glaubens! 
Oh Gott, könnte diese Erde, 
könnte die ganze Welt so sein! 
Nein zum Krieg, 
weg mit dem Haß, 
nur noch Gutes und Frieden ohne Ende.

3. Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang 
hat unser Haus keine Tür, 
unsere Erde keine Barrieren, 
unsere Liebe keine Grenzen.
Wir sind über die Erde zerstreut 
und tragen dennoch dieselbe Leidenschaft. 
Es ist Deine Gnade, welche uns erhält, 
welche uns befähigt, Dir treu zu sein, oh Herr!

4. Wir wollen antworten auf diesem Ruf: 
„Geht und baut in Einigkeit 
ein neues Volk zwischen den Nationen auf, 
dessen Herzen Mir gehören!“ 
Der ganzen Welt 
Dein Evangelium zu verkünden, 
bedeutet, in einer neuen Welt, die kommen wird, 
den alten Menschen in den neuen Menschen zu verwandeln.

Samstag, 15. September 2012

Maria von Nazareth - Teil 3

Zum Gedenktag der "Sieben Schmerzen Mariens" kommt hier für euch der dritte Teil des 'Kirche-in-Not-Interviews' mit Michael Hesemann über die Gottesmutter aus historischer Sicht.



Klang der Morgenstille





[Reflektionen über mein erstes Hochamt im außerordentlichen römischen Ritus]

Ähnlich wie bei dem Besuch meiner ersten hl. Messe im außerordentlichen römischen Ritus, war auch hier der Haupteindruck der einer ungewöhnlich dichten Konzentration. Das Geschehen war auch hier auf den Altarraum konzentriert, die Gesten und Schritte wohldosiert und sparsam.

Aus der Sicht einer Anfängerin würde ich sagen, dass gerade der Besuch eines musikalisch ansprechend gestalteten Hochamtes den Zugang zu dieser (recht unbekannten und manchmal verkannten) Form des lateinischen Messritus erleichtern kann. Der Klangteppich der Vorbereitungen ähnelt dem bei anderen großen hl. Messen, das Einsingen des Chores, die Vorbereitungen der Ministranten und Mesnern etc. Die Gesänge des Chores, sowie einige Lieder mit Volksgesang füllen die Lücken, die während der still gesprochenen Gebete des Priesters entstehen. So hat jeder Besucher die Möglichkeit, sich entweder von der Musik durch die Messe führen zu lassen oder mit dem Priester still ins Gebet gehen zu können. Der einzige augen- bzw. ohrenscheinliche Unterschied ist also tatsächlich nur die lateinische Sprache, welche die katholische Kirche weltweit verbindet und die mit dem Presbyterium gemeinsame Gebetsrichtung versus Deum.

Trotz alledem war es außerordentlich interessant zu erleben, wie es aus dem größten Trubel von einer auf die andere Minute ganz still werden kann. Wie die Welt den Atem anhalten kann und sich scheinbar einige Minuten aufhört zu drehen, während dort vorn am Altar sich das Heiligste vollzieht, das die Menschheit kennt: der menschgewordene Gott steigt täglich herab und verbirgt sich in den einfachen Gestalten von Brot und Wein. Wie feinfühlig von ihm, sich hinter der sichtbaren Hülle dieser Gestalten zu verbergen wie hinter dem Vorhang des Allerheiligsten, damit wir einfachen Geschöpfen nicht vor der schieren Größe dieses Wunderbaren erschrecken.



Heute abend loben und preisen wir den Herrn dann auf die ganz andere Art: Nightfever - ich freu mich drauf!

Licht, das stört und doch leuchtet





Licht ist auch dann Licht, wenn es schwache Augen stört. Und ebenso bleibt der Erlöser der Erlöser, auch wenn durch ihn viele zu Fall kommen.


Johannes Chrysostomus (349/344–407), Kirchenvater

Freitag, 14. September 2012

Freude am Glauben - Tag 1





Schlaglichter des ersten Tages:

Ankunft - Wunderschönes Pontifikalamt mit S. Exz. Bischof Hoffmann von Würzburg mit 'sprechender' Predigt - die 'Bloggerqueen' und ihr treuer Gefährte :P - gigantische Beichte bei einem Petrusbruder - höchst interessante Gespräche und Begegnungen - und das war erst der Anfang...


...morgen geht es vom Hochamt im außerordentlichen Ritus bis zu  Nightfever :-)

Donnerstag, 13. September 2012

Kein Gebet ist verloren

Aus der Generalaudienz von Mariä Namen 2012. Auch wenn Papst Benedikt XVI morgen in den Libanon reist, setzte er gestern seine Katechesenreihe über das Gebet fort. Ein echter Kirchenlehrer!

>>Vorigen Mittwoch habe ich damit begonnen, über das Gebet im Buch der Apokalypse zu sprechen, und zwar über den ersten Teil. Heute will ich über den zweiten Teil etwas sagen, der uns dazu anleitet, die Welt und die Geschichte im Licht des Glaubens zu lesen.

Entscheidend ist dabei, daß wir in Gemeinschaft mit Christus bleiben. Gemäß dem Plan Gottes ist die Kirche Teil der Geschichte und hat den Auftrag,am Kommen und Wachsen des Reiches Gottes in der Geschichte mitzuarbeiten. Johannes schildert dies alles in eindrücklichen Bildern, eingebettet in einer großen Vision der Liturgie des Himmels: Gott auf dem Thron und dem Lamm, dem gekreuzigten und auferstandenen Christus, gilt der Lobpreis der himmlischen Scharen. Und Christus, der als das Lamm das Buch der Geschichte öffnet, enthüllt den Heilsplan Gottes. Wenn wir mit Christus im Gebet verbunden sind, lernen wir langsam, den Sinn der Geschichte zu erkennen und zu verstehen. Das Gebet ist wie ein offenes Fenster, das uns erlaubt, über diese Welt hinaus in Gottes Wirklichkeit hineinzuschauen, Gottes Ziel im Blick zu behalten, und zugleich kommt dann Licht von oben zu uns herunter und erleuchtet unseren Weg. So hilft uns das Gebet, Gottes Zeichen in der Geschichte, seine Gegenwart und sein Handeln wahrzunehmen und vor allem selber Licht des Guten zu werden und damit Hoffnung zu verbreiten. Deshalb dürfen wir einstimmen in das »neue Lied« auf das Erlösungswerk des Herrn, der alles neu macht (vgl. Offb 5,9; 21,5). Und wir dürfen vertrauen, daß unsere Gebete –wie unvollkommen sie auch sein mögen –Gottes Herz erreichen: Kein Gebet ist überflüssig, unnütz oder geht verloren, jedes erhält Antwort, wenn auch auf geheimnisvolle Weise.<<

Freude am Glauben

Dieses Wochenende lädt das Forum Deutscher Katholiken zu einem Kongress ein, auf dem man sich so richtig für das beginnende 'Jahr des Glaubens' einstimmen kann.

Es wird Podiumsdiskussionen und Workshops geben, vor allem darüber, auf welche Weisen man den Aufruf des Heiligen Vaters umsetzen kann. Einer davon befasst sich mit Neuevangelisierung und den Neuen Medien, ist also besonders für dieses Blog und seine Schreiberin interessant. Natürlich kommt auch die Beziehung zu Gott - von dem wir reden und für den  und durch den wir sind - nicht zu kurz. Es wird an allen Tagen die hl. Messe geben, in verschiedener Ausdrucksform: im ordentlichen und außerordentlichen Ritus und als Nightfever. Außerdem wird man so oft anbeten und beichten, wie man will. Jesus ist also auch dabei; das ist das Beste!!

Auch wenn der Kongress medial sehr gut abgedeckt ist - Radio Horeb wird dort sein, ebenso wie kath.net - werde ich versuchen, einige Eindrücke für euch zu sammeln und festzuhalten.


[Zu dem natürlich nicht ausbleibendem, versuchten Störfeuer von interessierter Seite...bitte hier entlang.]

Dienstag, 11. September 2012

Hoffnung für den Libanon

Dieser Tage sind im Libanon, in Italien und auch in manchen kleineren deutschen Haushalten  mehrere Leute sehr beschäftigt. In den beiden ersteren Ländern trifft man Vorbereitungen für die anstehende Apostolische Reise, während man sich in letzteren für einen katholischen Kongress rüstet (*grins*). Beide Ereignisse finden an diesem Wochende statt, vom 14. bis 16. September 2012.

Auch die Gebete für diesen wichtigen Besuch des Heiliges Vaters in dem leidgeprüften Land des Nahen Ostens laufen auf Hochtouren. Für die Daheimbleiber und alle, die sich einfach darüber informieren wollen, hat jetzt ein gewisser Herr Tannenberg eine Analyse zur geschichtlich gewachsenen und aktuellen Situation des Libanon geschrieben, die es inzwischen bis auf kath.net geschafft hat. Vielen Dank und... chapeau, chapeau!

>>Die Tradition des Christentums im Libanon reicht weit zurück. Das Land, besonders die Berge, die dem Land seinen Namen gaben, stellte seit jeher einen Zufluchtsort für bedrohte Christen aus anderen Ländern des Nahen Ostens dar. Die Katholiken sind die größte christliche Religionsgemeinschaft im Land. Zu den katholischen Kirchen gehören die mit Rom unierten Maroniten, Melkiten, Syrisch-Katholiken sowie Armenisch-Katholiken. Direkt zu Rom gehört die Lateinische Kirche. Ebenfalls katholisch und uniert ist die Chaldäisch-Katholische Kirche. Aufgrund des Bürgerkrieges, des Libanonkrieges 2006 und des wachsenden islamischen Extremismus wandern allerdings immer mehr Christen nach Europa, Amerika und Australien aus.

Allerdings wird die politische Arbeit und die öffentliche Diskussion für Christen durch Drohungen und Einschüchterungen von muslimischer Seite schwieriger. Auch gibt es zunehmend Übergriffe von Muslimen auf Christen und deren Eigentum. So werden in manchen Regionen Alkohol verkaufende Geschäfte attackiert. Muslime erwerben immer häufiger Grundstücke in christlichen Siedlungsgebieten, 2006 kam es zu mehreren Übergriffen von Muslimen auf Kirchen und Dörfer, 2001 wurde in einem Vorort von Beirut eine Nonne ermordet, 2005 und 2006 kamen mehrere christliche Journalisten und Politiker durch Attentate ums Leben, im Süden des Landes beherrscht die schiitische Miliz der Hisbollah ganze außerhalb der staatlichen Kontrolle geratene Gebiete und führt von dort aus ihren Terrorkrieg gegen Israel. Dass im Januar 2011 die Regierung scheiterte und es zu Protesten und blutigen Auseinandersetzungen kam, die bis Mai 2012 anhielten, kann ebenfalls nicht beruhigen.<<  Bitte hier weiterlesen.

11. Jahrestag von '9/11'

Wer weiß, wofür es gut ist? Gerade ist mir aufgefallen, das ich mit vorherigem Posting einen ganzen Tag zu früh dran bin und heute dagegen den Opfern der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht wird. Damals steuerten Terroristen Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York.

Allerdings wird die Jungfrau und Gottesmutter Maria, deren Namensfest wir also morgen feiern, auch als Königin der Märtyrer (der echten, die um ihres Glaubens willen verfolgt und getötet werden) und als Königin des Friedens bezeichnet.


Maria, Königin des Friedens 

bitte du für uns und für die ganze Welt!

Maria von Nazareth - Teil 2

[Update und Korrektur: tatsächlich ist das Fest 'Mariä Namen' erst morgen, 12. September.]

Herzliche Glückwünsche zum Namenstag allen, die Maria, Marie (z.B. von den Pimpfen) oder Mirjam (z.B. die Schwester vom Guten Hirten) heißen (und alle andere Varianten und Schreibweisen dieses schönen Namens)!


Michael Hesemann im "Kirche-in-Not"-Interview 
über historische und archäologische Befunde zur Gottesmutter

Sonntag, 9. September 2012

Gott schütze den Nahen Osten und öffne uns die Ohren des Herzens

Vor dem Angelus Gebet ging der Hl. Vater heute auf seine bevorstehende Libanonreise (14. - 16. September 2012) ein, nachdem er, wie immer, das Sonntagsevangelium beleuchtet hatte:

>>Meine Apostolische Reise in den Libanon“, so der Papst „und damit verbunden in den gesamten Nahen Osten stellt sich unter das Zeichen des Friedens, indem sie das Wort Christi aufnimmt: ‚Meinen Frieden gebe ich euch’. Gott segne den Libanon und den Nahen Osten! Gott segne euch alle!“.<<
>>Vor dem Gebet des Angelus beschäftigte sich Benedikt XVI. in seiner Katechese mit dem Evangelium des heutigen 23. Sonntags im Jahreskreis, das von der Heilung eines Taubstummen berichtet. „Es gibt eine innere Verschlossenheit, die den tiefen Kern der Person betrifft, das, was die Bibel das ‚Herz’ nennt“. Jesus sei gekommen, um eben dieses Herz zu öffnen, es zu befreien, „um uns fähig zu machen, in Fülle die Beziehung mit Gott und den anderen zu leben“. Jesus „ist gekommen, um uns für die Liebe zu öffnen“.<<

Samstag, 8. September 2012

Maria von Nazareth - Teil 1

Michael Hesemann über die Muttergottes und neuere archäologische und historische Erkenntnisse aus der Zeit Jesu.



Lesetipp: 
Michael Hesemann
"Maria von Nazareth: Geschichte - Archäologie - Legenden"
Sankt-Ulrich-Verlag
ISBN: 978-3867441636
EUR 22,00 



P.S. Die gut informierte Mme Elsa weist darauf hin, dass Herr Hesemann in Kürze sein neues Buch vorstellen wird: es heißt "Jesus in Ägypten: Das Geheimnis der Kopten" und wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Domspatz-Soirée“ am 17. September 2012 um 19:30 Uhr im Kirchenzentrum St. Philipp Neri in München-Neuperlach, Kafkastraße 17 besprochen.

Freitag, 7. September 2012

Sommerzeit - Festivalzeit

Passend zu einigen Einträgen bei Cordulchen berichtet auch das Fernsehmagazin Youcat.tv aus dem Hause des Sankt Ulrich Verlags in Augsburg zum ausgehenden Sommer über das Internationale Jugendforum der Gemeinschaft Emmanuel in Altötting und ein Bayrisches Camp der Pfandfinderschaft St. Georg; außerdem über die katholischen "Bravo" und die 'Frage des Monats September 2012'.



Zu sehen auch via katholisch1.tv 


Donnerstag, 6. September 2012

Die Zeloten sind wieder da!

Die Zeloten waren zu Jesu Zeiten eine Gruppierung des Judentums. Man kann nicht sagen, dass sie den Messias heftiger erwartet hätten, als andere, sie hatten nur ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie  er zu sein hätte. Manche von ihnen verbanden besonders die Hoffnung auf politische Veränderung mit dieser Hoffnung auf den Messias. Eine gewisse Gruppe von Personen des öffentlichen und politischen Lebens kommt mir dieser Tage vor wie 'moderne Zeloten', denn sie haben mit den anderen gemein, dass sie die Tugend der Geduld, das beobachtende Warten-können, verachten und ihr Gegenstück emporheben. Auch wenn die 'modernen Zeloten' nicht mehr buchstäblich zu den Waffen greifen, so wirkt doch der Aufruf "Ökumene-Jetzt: Ein Gott, ein Glaube, eine Kirche!" in seiner Schroffheit und den vielen Unterstellungen wie eine Pistole, die der römisch-katholischen Kirche und hier besonders dem Papst auf die Brust gesetzt wird. Es schwingt hier auch eine gewisse nationale Hybris mit, ein Gefühl von 'wir (Deutsche) nehmen das jetzt in die Hand, weil das sonst nichts mehr wird'. Diese Haltung 'am deutschen Wesen...' hatten wir schon einmal und die Folgen waren nicht erfreulich.

Dass sie dabei am Kern der Sache genauso vorbeizielen wie die Zeloten früherer Tage ist nur eine weitere Parallele. Genauso wie diese verkennen sie nämlich, dass man politische Maßstäbe nicht an die Beziehung des Menschen mit dem lebendigen, allmächtigen Gott anlegen kann. Auch die Forderung, dass die ökumenischen Arbeitsgespräche nun 'endlich' Früchte tragen sollten, unterstellt, dass diese Gespräche eben in der Form politische Arbeitskreise und Sitzungen erfolgt, in denen über die Ordnung der irdischen Verhältnisse entschieden werden soll, und in denen es daher notwendig ist, einen Konsens zu finden, für den die meisten Abstriche an ihrer Position machen müssen. Diese Gespräche haben nun naturgemäß einen Anfang und ein Ende. Dass es für eine Beziehung notwendig ist, auch Gespräche ohne Zweck und Dauer führen zu können, um diese Beziehung lebendig zu halten, das ist mittlerweile hinlänglich bekannt - in der Beziehung des Menschen mit Gott heißt dies Gebet. Das ist übrigens etwas, das - auf einer ganz konkreten, praktischen Ebene - alle Christen 'verschiedener Konfessionen' miteinander verbindet. Wer dies wirklich verstanden hat, wird es auch nie als 'nur-miteinander-beten' abtun, weil Gebet so viele Formen annehmen kann, als nur die hl. Messe oder das Abendmahl.




Andere Kommentare zu diesem unrühmlichen Thema in den Weiten der Blogoezese.

Beten verändert





Text zur Generalaudienz vom 05.09.2012 hier (it) und hier (de).

Beten wir für... den Besuch Papst Benedikts im Libanon

Wird mal wieder Zeit für eine Gebetskerze: diesmal kommt sie aus Ägypten, von hw. Msgr. Joachim Schrödel, dem Seelsorger der deutschen katholischen Gemeinde in Kairo. [via Elsa und Facebook]


GEBETSNOVENE (5. - 13. September 2012) 

AUS ANLASS DES BESUCHS SEINER HEILIGKEIT
PAPST BENEDIKT XVI IM LIBANON



Herr, unser Gott; als Nachfolger des Apostels Petrus, als oberster Brückenbauer und Stellvertreter Deines Sohnes wird unser Heiliger Vater, Papst Benedikt XVI., in das christliche Herz des Nahen Ostens, in den Libanon reisen.

Wir bitten Dich:
  • Gib ihm eine stabile Gesundheit.
  • Hilf ihm, die Strapazen der Reise zu tragen.
  • Beschütze ihn auf allen Wegen.
  • Lass ihn offene Ohren finden für das, was er den Christen des Nahen Ostens sagen will.
  • Schenke ihm aber auch, dass die Nichtchristen, besonders die Muslime, ihm mit Offenheit und Bereitschaft zum Frieden begegnen.

Herr und Gott, Dein Sohn, unser Herr Jesus Christus, hat die Gestade von Sidon und Tyrus besucht (Math 15,21; Mk 7,24; Luk 4,26) und viele kamen aus diesem Gebiet, um ihn zu hören (Mk 3,8; Lk 6,17).

Wir bitten Dich:

  • Gib allen Christen des Nahen Ostens Mut und Zuversicht, gerade im Hinblick auf die großen Herausforderungen, vor denen sie stehen.
  • Schenke ihnen Geduld und Hoffnung, dass Dein Sohn Jesus Christus selbst den Tod besiegt hat und in Deiner Herrlichkeit ist.
  • Und lass Sie auf die unbesiegbare Kraft des Heiligen Geistes vertrauen .
  • Das erbitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen
Es folgt das „Vater Unser“, ein „Ehre sei dem Vater“. Mit dem Gruß an die Gottesmutter (Gegrüßet seist Du, Maria) endet das tägliche Gebet der Novene. 

Mittwoch, 5. September 2012

Nicht Herren eurer Wahrheit

...sondern Diener eurer Freude!

Dieser Spruch, der über dem Weihejahrgang 1951 vom Freisinger Domberg stand, schwebte auch über den Tagen in Castel Gandolfo, die einer aus dem Jahrgang mit seinen ehemaligen Studenten verbracht hat.
>>Niemand kann die Wahrheit haben, die Wahrheit hat uns, sie ist etwas Lebendiges! Wir sind nicht ihre Besitzer, sondern wir sind von ihr ergriffen; nur wenn wir uns von ihr führen und treiben lassen, bleiben wir in ihr; nur wenn wir mit ihr und in ihr Pilger der Wahrheit sind, dann ist sie in uns und durch uns da. Ich glaube, das müssen wir wieder neu erlernen, dieses Nicht-Haben der Wahrheit. So wie kein Mensch sagen kann: ‚Ich habe Kinder’ – sie sind keine Habe, sie sind ein Geschenk, und sie sind uns als Gabe Gottes aufgetragen –, so können wir nicht sagen: ‚Ich habe die Wahrheit’. Aber die Wahrheit ist zu uns gekommen und drängt uns. Wir müssen lernen, uns von ihr treiben zu lassen, uns von ihr führen zu lassen. Dann wird sie auch wieder leuchten: wenn sie uns selber führt und durchdringt.<<
>>Welches Volk kann sagen, daß ihm Gott so nahe ist? Welches Volk hat dieses Geschenk empfangen? “ Wir haben es nicht gemacht: Es ist uns geschenkt. Freude und Dankbarkeit darüber, daß wir Ihn kennen dürfen, daß wir die Weisheit des rechten Lebens empfangen haben – das, was den Christen kennzeichnen sollte. Und in der Tat, in der frühen Christenheit war es so, dieses Befreitsein von dem Dunkel des Herumtastens, Nichtwissens: Was bin ich, wozu bin ich, wie muß ich gehen? Dieses Freigewordensein, Im-Licht-Stehen, In-der-Weite-der-Wahrheit-Stehen – das war das Grundbewußtsein. Dankbarkeit, die dann überstrahlte und die so die Menschen in der Kirche Jesu Christi vereinigte.<<




Ganze Ansprache von 'Papa Benedetto' im Wortlaut hier.

Dienstag, 4. September 2012

Als hätte er es geahnt

Vielleicht hat er es  auch tatsächlich gewusst; dass er sich nicht für die Zustände in den Ortskirchen seines Heimatlandes interessiert, kann Benedikt XVI wahrlich niemand vorwerfen.

Wenn man sich seine Betrachtungen zu den Lesungen des vergangenen 22. Sonntags im Jahreskreis sehenden Auges und mit eingeschaltetem Verstand durchliest, kann man nicht umhin zu hoffen, dass sich mindestens einige "hohe politische Herrschaften" angesprochen fühlen.

>>Thema der Betrachtungen in Castel Gandolfo war das Gesetzes Gottes, das sowohl für die jüdische als auch für die christliche Religion ein wesenetliches Element sei, „in dem die Liebe ihre volle Erfüllung erlangt“. Das Gesetz, so Benedikt XVI „ist keine Last, es ist nichts Formales, das es zu erfüllen gilt, es ist keine Beschränkung“. Vielmehr lasse es den Menschen aus seinem Egoismus herausgehen. Natürlich kann man immer in die Versuchung geraten, "seine Sicherheit und seine Freude auf etwas zu setzen, das nicht mehr das Wort des Herrn ist: auf die Güter, die Macht, auf andere ‚Gottheiten’, die in Wirklichkeit leer sind, die Götzenbilder sind“, wenn man es sich in seiner Art zu glauben gemütlich macht und  "Verwahrer des Gesetzes" wird. Obwohl das Gesetz Gottes bleibt, ist es dann nicht mehr das Wichtigste, die Lebensregel. Es werde vielmehr „zu einer Verkleidung, zu einem Überzug, während das Leben anderen Straßen, anderen Regeln und oft egoistischen Interessen des Ichs oder der Gruppe folgt“.
So gehe die Religion ihres echten Sinns verlustig, der darin bestehe, „im Hören auf Gott zu leben, um seinen Willen zu tun, und sie beschränkt sich auf die Ausübung von sekundären Gewohnheiten, die vielmehr das menschliche Bedürfnis befriedigen, sich mit Gott gut zu fühlen“. Dies stelle eine schwere Gefahr für alle Religionen dar, auf die Jesus in seiner Zeit getroffen sei. Zu dieser könne es aber leider auch in der Christenheit kommen.<<


Ganze Angelus Betrachtung in bewegten Bildern wie immer hier.

Sich selbst erkennen

Selbsterkenntnis ist die Schule der Weisheit.


Baltasar Garcián y Morales (1601–1658), span. Jesuit

Montag, 3. September 2012

Grundriss des Menschseins

Gottes Gegenwart auch in der Profanität der Stadt möchte in jedem Menschen die Sehnsucht nach ihm wachrufen, ihn als Grundriss ihres Menschseins zum Bewusstsein bringen, um ihm dann auch im anderen mit Ehrfurcht zu begegnen.

Joachim Kardinal Meisner (*1933), Erzbischof von Köln