Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Montag, 30. April 2012

Zum Priester geweiht... vom Papst

In seiner Predigt bei der Priesterweihe am "Sonntag des guten Hirten" erinnerte der hl. Vater die neun Weihekandidaten gestern daran, dass sie nur durch die Hingabe ihres ganzen Lebens und durch Nachahmung seines Tuns Christus immer ähnlicher werden und so die ihnen anvertrauten Menschen führen können.




Ganze Predigt zum nachlesen hier.

Sonntag, 29. April 2012

Gebet für die Priester

Jesus, ewiger Hoherpriester,
bewahre deine Priester im Schutze deines Heiligsten Herzens,
wo ihnen niemand schaden kann.
Bewahre unbefleckt ihre gesalbten Hände,
die täglich deinen heiligen Leib berühren.
Bewahre rein die Lippen,
die gerötet sind von deinem kostbaren Blute.
Bewahre rein und unirdisch ihr Herz,
das gesiegelt ist mit dem erhabenen Zeichen deines glorreichen Priestertums.
Laß sie wachsen in der Liebe und Treue zu dir
und schütze sie vor der Ansteckung der Welt.
Gib ihnen mit der Wandlungskraft über Brot und Wein auch die Wandlungskraft über die Herzen.
Segne ihre Arbeiten mit reichlicher Frucht
und schenke ihnen dereinst die Krone des ewigen Lebens. Amen

(der hl. Therèse von Lisieux zugeschrieben) 



Jesus, bewahre uns, deine Gläubigen, davor, nur die menschliche Hülle deiner Diener zu sehen. Wie oft ertappe ich mich dabei, schlecht oder gering von einem deiner Priester zu reden oder zu denken.  Hilf mir, noch mehr als sonst, alles "Ärgern über" oder "Leiden an" einem deiner Priester zur dir, dem ewigen Hohenpriester hinzutragen.

aus der Feder einer Kirchenlehrerin

Auch Mme Elsa und Bernard Luthe von Deutschland pro Papa haben sich wohl gefragt, was wohl "dottore della Chiesa" Caterina zu diesen Umtrieben gesagt hätte und haben sie einfach selbst zu Wort kommen lassen:
Wer dem Christus auf Erden, der den Christus im Himmel vertritt, nicht gehorcht, der nimmt am Blute des Gottessohnes nicht teil. Denn Gott hat es so eingerichtet, daß durch dessen Hände Christi Blut und alle Sakramente der Kirche zu uns kommen. Es gibt keinen anderen Weg und keine andere Pforte für uns.

Unsere Ehrfurcht gilt ja nicht ihm, sondern dem Blut und der Autorität, die Gott ihm verliehen hat. Wer gegen den Papst aufsteht, erhebt sich gegen den, dessen Stelle er vertritt. Wenn Ihr mir sagt: 'Wir handeln nicht gegen Gott!', so sage ich: Ihr handelt gegen den, der seine Stelle vertritt. Von diesem Gift seid Ihr alle angesteckt.
Ich bitte Euch um der Liebe Christi des Gekreuzigten willen, unternehmt nie mehr etwas gegen Euer Oberhaupt.
Gebt Euch nicht mit Kleinem zufrieden, Gott erwartet Großes!

Mehr sage ich nicht in dieser Angelegenheit. Versenke Dich im Blute des gekreuzigten Christus, damit die Feinde Dich nicht mehr erhaschen. Nun schlafe nicht mehr im Bette der Nachlässigkeit und löse Dich bald, auf daß man Dich besser binde.
Verbleibet in Gottes heiliger und süßer Liebe. Liebster Jesus, Jesus die Liebe.

Eure
Caterina, Dienerin und Magd der Diener Jesu Christi

Samstag, 28. April 2012

Du bist ein wunderbarer Hirt

Gleich ist Abfahrt zum Nightfever in Nürnberg. Es wird bestimmt wieder sehr schön! Für alle, die nicht dabei sein können oder die an anderen Orten im Gebet verbunden sind, ist diese kleine musikalische Einstimmung auf den "Sonntag des Guten Hirten", der Jesus selbst ist.


"Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe."(Joh 10, 11-18)

Ja zum Leben

Bevor die offizielle Woche für das Leben ganz vorbei ist, kommt hier eine kleine Erinnerung an den Marsch für das Leben im am 22. September 2012 durch Berlin.





Heutzutage geht man für alles mögliche auf die Strasse, demonstriert für Rechte (tatsächliche oder eingebildete), schreit seine Wut und Enttäuschung hinaus;  da kann man sich doch gerade für die Schwächsten unserer Gesellschaft einsetzen, diejenigen die noch nicht oder nicht mehr für sich selbst sprechen können und die sich dennoch gerne des Lebens erfreuen.



Ein Heiliger für den Blick über den Tellerrand

Bild von hier. Biographie von hier.
„Zwanzig Taufen - vier von Erwachsenen, die übrigen von Kindern, und alle in Todesgefahr - sind die ganze Ernte, die ich in achtzehn Monaten eingebracht habe.“, so schrieb Peter Chanel, der erste Märtyrer Ozeaniens, in einem Brief.

Er wurde 1803 in Frankreich geboren. Drei Jahre nach seiner Priesterweihe trat er bei den Maristen ein (1831) und wirkte seit 1837 auf der Insel Futuna (Ozeanien). Trotz großer Mühe sah er so gut wie keinen Erfolg. 1841 ließ ihn der König der Insel aus Zorn über die Bekehrung seines Sohnes und aus Angst um seine Herrschaft ermorden. Wenige Monate nach dem Tod des Missionars wurde die ganze Insel katholisch, und sie ist es geblieben bis heute.




Hl. Peter Chanel, bitte für uns, dass wir nicht in einer kurzsichtigen Betrachtung unseres Erfolges stehenbleiben und immer daran denken, dass Gott den größeren Überblick und viel mehr Geduld hat - auch mit uns.

Freitag, 27. April 2012

Zum Beispiel: sie....und Du?

Auch wenn normalerweise am Weltgebetstag für geistliche Berufe besonders für viele gute und heilige Priester gebetet wird, startet dieses Jahr einer der Verbände mit den vier Buchstaben eine Aktion, die an Unsäglichkeit kaum zu überbieten ist. Darüberhinaus drücken sie das Patronat dafür auch noch einer Heiligen auf, die ihnen wahrscheinlich so einiges zu erzählen gehabt hätte, hätte man ihr diese "Ehre" zu Lebzeiten antun wollen.

Als kleine Antwort kommt deswegen hier eine geballte Ladung (geweihtes) Leben: nämlich Sr. Maria Lucilla Hauser vom Orden der “Schulschwestern von Unserer Lieben Frau”, Br. Julius aus dem Kloster St. Ottilien und einige Seminaristen der Legionäre Christi. Und aus der Blogoezese natürlich diese zwei Bräute






Donnerstag, 26. April 2012

pro multis - Linkrutsche

Es rauscht mal wieder gewaltig im medialen Blätterwald. Der hl. Vater hat sich in die schon länger laufenden Bemühungen um eine korrekte Übersetzung der Einsetzungsworte, konkret des Kelchwortes eingeschaltet. Da soll noch mal einer sagen, Rom wäre weit weg und der Papst würde sich nicht um die Sorgen der deutschsprachigen Katholiken kümmern.
"In diesem Zusammenhang ist vom Heiligen Stuhl entschieden worden, dass bei der neuen Übersetzung des Missale das Wort „pro multis“ als solches übersetzt und nicht zugleich schon ausgelegt werden müsse. An die Stelle der interpretativen Auslegung „für alle“ muss die einfache Übertragung „für viele“ treten. Ich darf dabei darauf hinweisen, dass sowohl bei Matthäus wie bei Markus kein Artikel steht, also nicht „für die vielen“, sondern „für viele“. Wenn diese Entscheidung von der grundsätzlichen Zuordnung von Übersetzung und Auslegung her, wie ich hoffe, durchaus verständlich ist, so bin ich mir doch bewusst, dass sie eine ungeheure Herausforderung an alle bedeutet, denen die Auslegung des Gotteswortes in der Kirche aufgetragen ist. Denn für den normalen Besucher des Gottesdienstes erscheint dies fast unvermeidlich als Bruch mitten im Zentrum des Heiligen. Sie werden fragen: Ist nun Christus nicht für alle gestorben? Hat die Kirche ihre Lehre verändert? Kann und darf sie das? Ist hier eine Reaktion am Werk, die das Erbe des Konzils zerstören will? Wir wissen alle durch die Erfahrung der letzten 50 Jahre, wie tief die Veränderung liturgischer Formen und Texte die Menschen in die Seele trifft; wie sehr muss da eine Veränderung des Textes an einem so zentralen Punkt die Menschen beunruhigen. Weil es so ist, wurde damals, als gemäß der Differenz zwischen Übersetzung und Auslegung für die Übersetzung „viele“ entschieden wurde, zugleich festgelegt, dass dieser Übersetzung in den einzelnen Sprachräumen eine gründliche Katechese vorangehen müsse, in der die Bischöfe ihren Priestern wie durch sie ihren Gläubigen konkret verständlich machen müssten, worum es geht. Das Vorausgehen der Katechese ist die Grundbedingung für das Inkrafttreten der Neuübersetzung. Soviel ich weiß, ist eine solche Katechese bisher im deutschen Sprachraum nicht erfolgt. Die Absicht meines Briefes ist es, Euch alle, liebe Mitbrüder, dringendst darum zu bitten, eine solche Katechese jetzt zu erarbeiten, um sie dann mit den Priestern zu besprechen und zugleich den Gläubigen zugänglich zu machen." (Zu dem ganzen Brief des hl. Vaters im Wortlaut geht es hier.)

Jetzt steht es also fest: wie überall in der Weltkirche soll bald auch in den deutschsprachigen Gebieten das Kelchwort "pro multis" wort- und schriftgetreu mit "für viele" übersetzt werden. Da ich nicht gelehrt genug bin, mich dazu in welcher Form auch immer zu äußern und es mir, als gelernter Übersetzerin, ohnehin logisch erscheint, verweise ich auf die vielen Wortmeldungen aus der Blogoezese, die jeder für sich sehr interessant sind. Kleiner Vorschlag zur Güte: wenn man, wie bei internationalen Papstmessen bereits üblich, die Einsetzungsworte auch in forma ordinaria - Messen auf lateinisch sprechen würde, bräuchte man gar nicht übersetzen. ;-)


Eucharistie - Ziel und Herzmitte des christlichen Glaubens

Nimm einem Menschen das Brot und er wird eine Woche überleben. 
Nimm einem Menschen das Wasser und er wird einen Tag überstehen. 
Nimm einem Menschen sein Ziel und er wird ein Mann des Todes. 


Mit diesem Sprichwort aus der südlichen Sahelzone beendete S. E. Weihbischof Anton Losinger aus Augsburg einen sehr guten Vortrag zum Thema Eucharistie, der am Sonntag abend bei Radio Horeb zu hören war und hier heruntergeladen werden kann.

Hauptsächlich ging es um die Wichtigkeit der Eucharistie für unser christliches Leben und wie man dies wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen (vor allem der Kinder) rücken kann. Aber er kam natürlich auch auf die Diskussionen und Aufregungen, die derzeit dieses Bistum so umtreiben, zu sprechen.

Prädikat: sehr empfehlenswert!

never getting old

  Da Thomas vom Abendland den Begriff "Punkrock" bereits etwas weiter ausgelegt hat, wage ich, das folgende zu posten: bitte sehr, eine Runde "Renaissance-Punk"! *fg*


Sting und Edin Karamazov mit "Come again" von John Dowland


Das Gebet ist der Atem der Seele

Am Festtag des heiligen Evangelisten Markus vor über 20.000 angemeldeten Pilgern und Besuchern führte Papst Benedikt XVI seine „Schule des Gebets“ fort: es ging um Beten und Leben in der ersten christlichen Gemeinde in Jerusalem.
"Heute möchte ich eine andere Situation beleuchten, nämlich das Problem, das das Wachstum der Urgemeinde mit sich brachte. Es gab die Gefahr der Spaltung zwischen aramäisch und griechisch sprechenden Gläubigen, denn die Bedürftigen der griechisch sprechenden Gläubigen fühlten sich vernachlässigt bei der Zuteilung der guten Gaben. In dieser Situation einer drohenden Spaltung riefen die Apostel die Jünger zusammen, um diese für das Leben der Kirche grundlegende Frage zu entscheiden. Sie selber, die Apostel, wollten gemäß dem Auftrag des Herrn dem Gebet und der Verkündigung des Wortes Gottes den ersten Platz geben. Die ebenfalls wichtige Aufgabe der Sorge um die Notleidenden, die sie nicht angemessen mitbewältigen konnten, vertrauten sie daraufhin »sieben Männern von gutem Ruf und voll Geist und Weisheit« (Apg 6,3) an.
Die Begebenheit aus der Apostelgeschichte unterstreicht die Wichtigkeit der Arbeit und der täglichen Aufgaben, besonders die Wichtigkeit der Gerechtigkeit, des Einsatzes für die Armen und Bedürftigen als eine wirkliche Priorität der heiligen Kirche; sie zeigt aber auch, daß wir zuallererst Gott brauchen. [...] Sie zeigt uns, daß ohne die Fähigkeit, innezuhalten und auf den Herrn zu hören und in Dialog mit ihm zu treten, wir Gefahr laufen, uns vergebens Sorgen über Probleme und Schwierigkeiten zu machen, daß wir dann den Maßstab der Gerechtigkeit nicht mehr finden und die Liebe veräußerlicht und bloßer Aktivismus wird. [...] Ohne das treue tägliche Gebet, ohne das innere In-Kontakt-Sein mit Gott wird die noch so gut gemeinte Aktivität leer, läßt uns leer zurück und dient auch den anderen nicht. Der Gebetsschatz der Kirche kennt eine schöne Anrufung am Beginn jeder Tätigkeit, die so lautet: »Herr, komm unserem Beten und Arbeiten mit deiner Gnade zuvor und begleite es, damit alles, was wir beginnen, bei dir seinen Anfang nehme und in dir zu Ende komme.« "



Ganze Katechese der Generalaudienz hier und hier

Dienstag, 24. April 2012

einfach nur Gott-mit-uns


Als Antwort auf die ständigen Beschwerden und Demonstrationen in den letzten Tagen und auf die Aktion eines Vereins, von dem ich mich noch nie vertreten fühlte, selbst als "cradle catholic" nicht, kommt hier ein Erfahrungsbericht vom Winterforum der Gemeinschaft Emmanuel in Paray le Monial. In der kleinen Stadt im französischen Burgund wird besonders das heiligste Herz Jesu verehrt, weil Jesus dort 1673 Sr. Marguerite-Marie Alacoque erschienen ist.


Ein Gastbeitrag von Lucie Schielin

hl.Marguerite-Marie und das Herz Jesu.
Bild von hie
Das war so toll! Was ist solch ein Ereignis? Es dauert 2 Tage, von Samstagvormittag bis Sonntagmittag. Ein typischer Tag beginnt mit dem gemeinsamen Frühstück – dort kann man schon neue Leute kennenlernen und interessante Gespräche erfahren! – dann ist Zeit für einen Lobpreis. Loben bedeutet für Gott singen, wir danken Ihm für alles, was Er uns gibt, wir erkennen, dass wir nur kleine Menschen gegenüber unserem allmächtigen Gott sind. Und dank im Lobpreis fließt die Liebe unseres Gottes in unsere Herzen, das ist genial! Dann sind wir von Liebe und Freude für den ganzen Tag erfüllt! 
 
Nach Lobpreis haben wir eine Lehre; dieses Wochenende lautete das Thema der Lehre „Freundschaft“. Wir haben insbesondere erfahren, wie möglich und wichtig die Freundschaften zwischen Männer und Frauen sind. Die Welt, die Gesellschaft will uns zu glauben geben, dass gemischte Freundschaften unmöglich und zweifelhaft sind, dass es etwas verbirgt, als ob ein Mann keine freundliche Beziehung zu einer Frau haben könnte, ohne sie anzumachen und mit ihr schlafen zu wollen. Für unsere erotische Welt MUSS eine Männer-Frauen Beziehung unbedingt Verführung/Lockung bedeuten. Aber nein ! Überhaupt nicht ! Das ist eine Verirrung! Wir sollen uns bemühen, jeden Menschen wie einen Bruder/eine Schwester zu betrachten. Wir sollen ganz spontan, ohne oberflächligkeit und Hintergedanke, an der Person persönlich interessiert sein und für ein „Herz zu Herz“ - statt ein „Körper zu Körper“ - mit dieser Person verfügbar sein.
Dann haben wir die heilige Messe (das Beste! Jesus kommt in unserem Herzen!) und das Mittagessen. Am Nachmittag haben wir andere Lehren, wo wir Fragen stellen und mit den anderen unsere Meinung teilen können (ich hatte das Thema „Freundschaft bei den Heiligen“ gewählt, aber es gab auch andere Themen wie „Facebook-Freundschaften“, etc). Nach der Nachmittagspause und dem Abendessen haben wir einen schönen Barmherzigkeitsabend erlebt! In Beichte und Anbetung kann jeder von uns Jesus persönlich begegnen und, Achtung! Das ist mächtig! Er repariert, heilt, macht wieder gut, schön und rein in den Herzen!

Bis bald in Paray le Monial!


Danke, Lucie, für diesen Bericht! Ein klarer Beweis dafür, wie Gott auch heute nicht aufhört zu rufen und in unserem Leben zu wirken und dass sich gerade junge Menschen direkt von dieser Liebe Gottes in seiner Kirche ansprechen lassen. Und klingen die Überlegungen zur Freundschaft nicht sehr nach Dietrich von Hildebrand?

Montag, 23. April 2012

Papstsonntag in Bamberg

Nachdem im Beiboot Petri beklagt wurde, dass der gestrige Papstsonntag wohl nur in München groß gefeiert würde, kann ich sagen, in Bamberg wohl auch! Zwar kann ich nicht mit einem solch eindrucksvollen Augenzeugenbericht eines Pontifikalamtes aufwarten, aber die Predigt von S. Ex. Erzbischof Schick soll durchaus bemerkenswert gewesen sein:

„Der Dienst des Papstes besteht darin die Einheit im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe für eine Milliarde Katholiken zu erhalten“, sagte der Bamberger Oberhirte im Dom. Die Aufgabe des Papstes sei es, dass die Kirche „einig, heilig, katholisch und apostolisch“ bleibe. Die Trennung von einzelnen Gruppen von der Kirche zu überwinden und Spaltungen zu überwinden gehöre zum Dienst des Papstes. Zudem erinnerte er daran, dass der Papst vor allem die Christen stärke, die in schwierigen Situationen leben. „Manche Kirchen können sich gegenüber totalitären Systemen nur behaupten, weil sie den Papst im Rücken wissen und er ihnen Schutz und Ermutigung gewährt.“
Der Papst sei Stellvertreter Christi auf Erden und Nachfolger des heiligen Petrus. „Er kann und muss in der Autorität Jesu Christi vorgeben und entscheiden, was Schrift und Tradition der Kirche beinhalten und uns heute zu sagen haben.“ Der Bamberger Oberhirte appellierte daher: „Erneuern wir unsere katholische Überzeugung, dass uns im Papst der Fels der Einheit und ein Schutzwall gegen die Zerstörung der Kirche geschenkt ist. Erneuern wir unsere Beziehung zum Papst, um mit ihm zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche zu gehören.“



Bravo, hw. Herr Erzbischof! Weiter so :-)

In Sachen hl. Maria Goretti

[einer ganz besonders lieben Freundin gewidmet - dédié à une copine très précieuse, en raison des circonstances actuelles ;-)]

In Corinaldo, mit dem Schneewittchensarg der "piccola santa", Bild von hier.





Die Geschichte des unschuldigen Mädchens Maria Goretti und die ihres Mörders, Alessandro Serenelli, auf eine ganz bezaubernde Art nacherzählt von Barbara Wenz, u.a. in den "Poetischen Pilgerorten" und im Nacht(b)revier der Mme Elsa. 
<< Die kleine Maria wächst als älteste von fünf Kindern des Kleinbauern Luigi und seiner Frau Assunta auf. Sie wird schon früh Verantwortung für ihre Geschwister übernommen, im Haus und bei der Arbeit mitgeholfen haben. Die Erde um Corinaldo ist ungewöhnlich schwer und äußerst lehmhaltig, die Feldarbeit anstrengender als anderswo. Saubohnen und Mais, Mais und Saubohnen, viel mehr Abwechslung wird der Küchentisch der Gorettis nicht gesehen haben. Als die Felder einfach nicht mehr genug hergeben, beschließen die Gorettis in die Nähe von Nettuno ans Tyrrhenische Meer zu ziehen, also just auf die andere Seite des Stiefels, in die berüchtigten Pontinischen Sümpfe. Maria ist zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt, ein fromm erzogenes und tiefgläubiges Kind. Als ein Jahr später der Vater an Malaria stirbt, tröstet die Kleine die Mutter mit den Worten, dass Gott schon helfen werde. Vermutlich konnte Marietta, wie sie in der Familie gerufen wurde, kaum lesen oder schreiben. Kinder armer Kleinbauern oder Pächter besuchten damals kaum die Schule, Analphabetentum herrschte bei ihnen vor. Dafür besaß Marietta einen glühenden und sehnsüchtigen Glauben und sie wusste sehr genau zu unterscheiden zwischen Laster und Tugend, Sünde und gottgefälligem Handeln.
Marietta war gehorsam, ernsthaft und fleißig. Sie half im Haus und auf dem Feld mit, wo es nur ging – weil es gar nicht anders ging. Jeden Abend betete sie den Rosenkranz, bei der Arbeit sang sie zusammen mit den anderen Marienlieder. Sie war ein stilles Mädchen, das wohl gerne Nonne geworden wäre und sich auf den Tag ihrer Erstkommunion freute, an dem sie zum ersten und einzigen Mal in ihrem Leben ein schönes weißes Kleid tragen durfte, den Korallenschmuck ihrer Mutter um den Hals und einen Kranz aus Feldblumen im Haar.
Alessandro dagegen war ein ziemlich zwiespältiger Typ. Von ihm selbst wissen wir, dass er von Zeitschriften und Zeitungen beeinflusst wurde, von Menschen, die kein gutes Beispiel für ihn waren. Er hatte viele Jahre als Bootsjunge auf Fischerbooten und Frachtkähnen verbracht, nun ernährte er seinen kranken und trunksüchtigen Vater, die Mutter war bereits tot. Er wird geschildert als ein einerseits freundlicher junger Mann, der Fremden gegenüber aufgrund seiner Schüchternheit auch schroff und abweisend sein konnte. Alessandro konnte lesen, er war nicht dumm, aber er litt offensichtlich in seiner Jugend an einer gewissen Gefühlskälte und rücksichtslosem Egoismus. Vor allem aber las er einschlägige Magazine. Im Vergleich zu dem, was heute geboten wird, sicher harmlos. Aber es reichte aus: Sein sexuelles Verlangen wuchs und wuchs. Und Marietta die einzige Frau für ihn in Reichweite. Sie gefiel ihm, obwohl er sie nicht als „schön“ empfand, wie er einmal sagte. Sie gefiel ihm, weil sie da war und vielleicht auch besonders deswegen, weil er vor ihr keine Angst haben musste wie vor einer erwachsenen Frau.
Und so begann er, sie zu belästigen und zu bedrängen, und weil sie ihm sexuell nicht zu Willen sein wollte, auch immer häufiger zu schikanieren. Selbstverständlich musste sie ihn von hinten bis vorne bedienen, doch seine Befehle wurden immer bösartiger und unsinniger. Marietta erzählt der Mutter nichts davon, ob aus Scham oder aus Angst vor Alessandro – oder beidem. An einem heißen Nachmittag im Juli 1902, die Pächter waren mit Freunden und Bekannten bei der Bohnenernte, lauerte Alessandro ihr im Haus auf und versuchte sie zu vergewaltigen. Sie wehrte sich und rief immer wieder „Tu es nicht, Alessandro, du kommst in die Hölle!“ Alessandro geriet in Rage, griff nach einer Ahle und hackte vierzehn Mal damit auf den Körper des Mädchens ein. Sie habe mit diesen Worten ihre Reinheit verteidigt und gilt daher als Märtyrerin für die Tugend der Keuschheit.
Sie wollte lieber sterben als eine Sünde begehen – doch hatte sie eine Wahl? Wohl nicht. Ihr Mörder hätte diese Wahl gehabt, doch er dachte nicht daran, von ihr abzulassen, selbst als sie ihn um seines eigenen Seelenheiles willen darum bat.
Es ist wenig bemerkt worden von Kritikern und vor allem Kritikerinnen dieser Heiligsprechung, dass das Kind zwar seine Keuschheit verteidigte, sofern sie als schwaches Mädchen überhaupt dazu in der Lage war, es ihr aber in erster Linie nicht um sie selbst ging: Tu es nicht Alessandro, du kommst in die Hölle!
Diese Tatsache, und dass sie ihrem Mörder auf dem Sterbebett mit den Worten „Ich vergebe ihm, ich bete für ihn, ich will ihn bei mir im Paradies haben“ verzieh, macht das barfüßige Mädchen aus Corinaldo zu einem fast unerreichbar erscheinenden Vorbild in der Nachfolge Christi. Noch bevor die Kirche darauf kam, dass man dieses Mädchen zu Ehren der Altäre erheben müsse, huldigten ihr bereits die einfachen Leute, die Lumpensammler, die Kleinbauern und Viehhirten in den Pontinischen Sümpfen und von Corinaldo.
Ihr Mörder, der bemerkenswert wenig Reue zeigte, wandert für dreißig Jahre ins Zuchthaus – Maria Goretti schwebt in einer Gloriole hinauf in einen dramatisch beleuchteten italienischen Sommerhimmel, umflattert von Engeln, das Antlitz emporgehoben ins Ewige Licht, überstrahlt von einem überirdischen Glanz. So würde die Geschichte à la Hollywood enden. Doch Gott hatte wieder einmal das bessere Drehbuch.
Im achten Jahr seines Gefängnisaufenthaltes hatte Alessandro eine Traumerscheinung von Marietta, die ihm ganz in Weiß gekleidet in einem wunderschönen Garten begegnet, erneut ihre Vergebung zusichert und ihm eine weiße Lilie nach der anderen überreicht, die sich in seinen Händen nach und nach zu funkelnden Kerzen verwandelten. Endlich bekehrte er sich, zeigte Reue und erhielt die Erlaubnis, in seiner Zelle einen Altar mit Blumen, Kreuz und einem Bild von Marietta einzurichten. Wegen vorbildlicher Führung wird er schon nach 26 Jahren entlassen und kehrt zurück an die Adria, zu einem Kapuzinerkonvent in den Marken, wo er Aufnahme als Laienbruder findet und einfache Arbeiten erledigt. Ein altes Foto zeigt ihn – einen sympathischen Opa - mit einem Gärtnerschurz bekleidet beim Schneiden der Obstbäume. Eine andere Aufnahme vor dem Hausaltar in seinem Zimmer mit einem Bild Mariettas und einem großen Rosenkranz aus Holz. Rote Lilien stehen in zwei Vasen darauf und verweisen auf die „Lilie in Purpur“, die Jungfrau, die das Martyrium erlitt. Und schließlich gibt es ein Foto, das ihn einträchtig neben „Mamma Assunta“zeigt, wie die nach Corinaldo zurückgekehrte Mutter Mariettas nun liebevoll von allen genannt wird. Mamma Assunta fand eine Anstellung im Pfarrhaus und Alessandro erschien in der Weihnachtszeit bei ihr, um ihre Vergebung zu erbitten. „Wenn Gott dir vergeben hat, wie könnte ich dir da nicht vergeben!“, soll sie gesagt haben und so erlebte das Städtchen Corinaldo ein Weihnachtswunder der besonderen Art, als die Mutter des Opfers und der reuige und bekehrte Mörder Seite an Seite beim Messbesuch zum Tisch des Herrn vortraten.
Und so schloss sich der Kreis, endet unsere Geschichte in Corinaldo, wo alles begann.
Alessandro starb im hohen Alter von 88 Jahren im Konvent in Macerata in den Marken und hinterließ ein geistliches Testament, in dem er vor dem Konsum von erotischen und pornografischen Zeitschriften warnt. Unter dem Namen „The Serenellians“ haben sich US-Katholiken informell zu einer Initiative zusammengeschlossen, die Pornosüchtigen helfen möchte. >>

Jesus, dein Licht


Es ist unmöglich, dass ein Mensch in die Sonne schaut, ohne dass sein Angesicht hell wird.


Friedrich von Bodelschwingh (1877–1946) 


 

Glück und Wünsche

liegen manchmal nahe beieinander. So wie bei P. Federico Lombardi SJ, dem Leiter der Sala Stampa, also dem Pressesprecher des Papstes. In einer italienischen Fernsehsendung hat er quasi eine 10 Prioritäten-Liste vorgestellt, von Dingen, die er dem hl. Vater für sein achtes Pontifikatsjahr wünscht:
1. Der Dialog mit der Priesterbruderschaft Pius X. solle erfolgreich abgeschlossen werden und so ein schmerzender Bruch überwunden werden, ohne dass neue Brüche entstehen.
2. Der Papst möge den Familien eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung übermitteln bei seinem geplanten Besuch beim Weltfamilientreffen in Mailand.
3. Die Mahnungen des Papstes an Gruppen in der Kirche im Dissens sollten mit Respekt und Aufmerksamkeit gehört und in ihrer Bedeutung verstanden werden.
4. Die Kirche in Irland solle – auch durch den Eucharistischen Kongress –in ihrem Weg der Erneuerung gestärkt werden.
5. Die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche solle überall auf Welt konsolidiert werden, damit die Kirche ihrerseits ihren Beitrag zum Schutz der Kinder in den Gesellschaften leisten kann.
6. Der 50. Jahrestag des II. Vatikanischen Konzils solle ein Anlass sein, seine „epochale Botschaft“ angemessen und sachlich zu verstehen.
7. Die Bischofssynode zur Neuevangelisierung solle der Kirche neue Kreativität und Missionseifer schenken.
8. Das von Benedikt XVI. ausgerufene „Jahr des Glaubens“ solle nicht nur aus einer Folge schöner Veranstaltungen bestehen, sondern tatsächlich dazu beitragen, die Beziehung der Glaubenden zu Gott und zu Jesus Christus zu vertiefen in einem Kontext, der immer mehr von Gottvergessenheit geprägt sei.
9. P. Lombardi hofft, dass der Papst den letzten Teil seines Jesusbuchs veröffentlich kann.
10. Die Vorbereitungen auf den Weltjugendtag in Rio de Janeiro laufen schon auf Hochtouren. Aber das betreffe ja, so Lombardi, bereits das neunte Pontifikatsjahr…
Wenn das alles eintrifft, können wir uns auf ein äußerst spannendes und intensives Jahr gefasst machen.  :-)

Sonntag, 22. April 2012

Er ruft

Gott hört nicht auf zu rufen, nach Männern, die, wie die Apostel, den Weg seiner Nachfolge bis in die letzte Konsequenz hinein gehen; man muss Ihn nur hören wollen. (Auch in Zeiten des vielzitierten Priestermangels, aus dem dann gern die Forderung erhoben wird, alles zu weihen, was zwei Beine hat)

Beweis: u.a. diese drei jungen Männer aus dem Bistum Saratow an der Wolga in Russland.

Herr, behüte sie und alle jungen Männer, die eine Sehnsucht zu Dir in sich tragen und die Du zum Priestertum rufen willst. Mache klar ihren Verstand, glühend ihr Herz und fest ihre Schritte, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen und sich dann auf ihrem Weg zu Dir nicht beirren lassen. Herr, schenke uns viele und heilige Priester! Amen.

Alles ist Wirklichkeit

Ausgehend vom Evangelium des dritten Ostersonntags (Lk 24,35-48) setzte sich Papst Benedikt XVI. in seiner Ansprache vor dem traditionellen Gebet des „Regina caeli“ mit der Gegenwart des auferstandenen Herrn unter seinen Jüngern auseinander, die zunächst glaubten, ein Gespenst zu sehen.
Wie oft wird uns Christen das vorgehalten von Leuten, die uns einreden wollen, dass Jesus gar nicht wirklich tot, sondern nur betäubt oder scheintot war. Aber nein, "es ist alles Wirklichkeit. Veränderte Wirklichkeit, die dennoch berührbar ist."   Der Auferstandene lässt sich und die Wunden seiner Kreuzigung berühren. Er isst wahrhaftig einen gebratenen Fisch, um den Jüngern zu zeigen, wie wirklich er ist. Oder, wie es ein Priester einmal bei Radio Horeb sagte: "Wenn Jesus ein Gespenst gewesen wäre, wäre ja der Fisch auf den Boden gefallen." :-)
Dank dieser sehr realistischen Zeichen „überwinden die Jünger den anfänglichen Zweifel und öffnen sich dem Geschenk des Glaubens“, so der Papst. Der Glaube gestatte es ihnen zu verstehen, was im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen über Christus geschrieben stehe. Christus sichere durch das Wort und die Eucharistie seine Gegenwart unter uns zu. Wie die Emmausjünger den Herrn im Brechen des Brotes erkannt hätten, „so begegnen auch wir dem Herrn in der Feier der Eucharistie“. Der heilige Thomas von Aquin habe hierzu erklärt, dass es notwendig sei anzuerkennen, dass „der ganze Christus in diesem Sakrament gegenwärtig sei, dass die Gottheit nie den Leib verlassen hat, den sie angenommen hat“.



Ganzer Artikel von Armin Schwibach hier. 

Samstag, 21. April 2012

wo laufen sie denn?

[sorry, Post zwischendurch versehentlich gelöscht.]

Das Rascheln im medialen Blätterwald dieser Tage will uns verkünden, dass die schismatische Priesterbruderschaft St. Pius X. kurz davor steht in den Schoß der Una Sancta zurückzukehren.

"Es wäre eine historische Sensation, denn ein solcher Vorgang würde ein Schisma beenden. Mit dem Ende des Schismas können wir uns dann allerdings auf ein Anheben des Shitstorms in den Mainstreammedien einstellen. Aber auch von kirchlichen Gruppierungen aus der Provinz, die sich selbst als den Nabel der Weltkirche sehen, wird es ganz undialogische Kritik hageln."

Bild von hier
Das wäre es in der Tat und auch wenn ich die Beendigung eines solchen Schismas genauso begrüßen würde wie S. Exz. Erzbischof Schick, bin ich nicht klug genug, um mich hier für Spekulationen in welche Richtung auch immer aus dem Fenster zu lehnen. Deshalb mache ich es dieser Dame von Jean-Baptiste Chardin gleich und mir erst mal eine schöne Tasse Tee.

Der gute Felix

Mendelssohn-Bartholdy hatte mal wieder recht ;-) Diese Aussage, mit der er die Vertonung der Verse "Sie sollen ihn nicht haben den freien deutschen Rhein" verweigerte, könnte auch als Reaktion auf die verschiedenen lautstarken Umtriebe der Vereine mit den drei oder vier Buchstaben genommen werden:

"So schreien kleine Jungen und furchtsame Leute, aber rechte Männer machen kein Wesen aus dem, was sie haben, sondern haben es und damit gut."(*)

Man ersetze "haben" durch "sein wollen" und die "Männer" durch die durchgegenderten Leute von WisiKi, ZDK u.ä. und dann hat man doch die passende Antwort.




 
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  * aus dem Anekdotenbuch "Der Himmel voller Geigen", Hrsg. R. Thiel (1951)

Freitag, 20. April 2012

Jubiläumsjahr für Nightfever!

[Update: Änderungen bzgl. Dauer und Orte von Nightfever nach Berichtigungen in der Combox. Danke!]

Mit einem internationalen Wochenende wird ab heute abend in Köln dem fünfjährigen Bestehen der Nightfever (in Bonn) gedacht. Basierend auf einer Gebetsnacht der Gemeinschaft Emmanuel am Weltjugendtag 2005 in Köln, wird Nightfever von jungen Christen organisiert, deren Glauben einen Sitz im Leben hat.
Wir sehen uns als Brückenbauer zwischen einzelnen Menschen, zwischen Gemeinden und Gemeinschaften. Jede und jeder, der die Ziele von Nightfever teilt kann bei uns mitmachen. Mit unserer Arbeit möchten wir vor allem kirchenferne Jugendliche und junge Erwachsene erreichen und sie einen kleinen Schritt näher zum Glauben bringen. Ganz ohne Zwang, frei nach den Worten des Johannes-Evangeliums: "Komm und sieh!" (Joh 1,46)
Auf dem Altar ist Jesus Christus in der Form der Hostie selbst gegenwärtig. Er ist der wahre Gastgeber des Abends und lädt uns alle ein, zu ihm zu kommen. Du kannst Dir einen Platz suchen, an dem Du Dich wohlfühlst: in einer Bank oder direkt auf den kleinen Teppichen vor den vielen Kerzen. Dort kannst Du sitzen oder knien und einfach da sein. Du darfst zur Ruhe kommen, Deine Gedanken sortieren und Gott Dein Herz ausschütten. Die Musik dient dazu, ins Gebet hineinzufinden und zur Ruhe zu kommen. Während des ganzen Abends sorgen verschiedene Gruppen und Gemeinschaften mit ihrer Musik für eine ruhige Gebetsatmosphäre.


 "Comment ne pas te louer" (Glorious)


Um es mit den Worten des heutigen Ohrwurms zu sagen: "Comment ne pas te louer! - Wie kann man dich nicht loben, Herr!" 

Danke, Jesus, für Nightfever! 

Die Kirche lebt und sie ist jung!

 

Nicht allein

[Etwas verspätet, zum eigentlich Pontifikatsjubiläum am 19. 04. 2012]

Danke, carissimo Santo Padre, für sieben wundervolle Jahre!

Tanti auguri! Ad multos annos!!


"Wer glaubt, ist nie allein" 
Lied zum Besuch Papst Benedikt XVI in Bayern 2006

Wie verlassen fühlten wir uns nach dem Heimgang von Johannes Paul II., der gut 26 Jahre unser Hirt und Führer auf dem Weg durch diese Zeit gewesen war. Nun hatte er die Schwelle ins andere Leben – ins Geheimnis Gottes hinein überschritten. Aber er ging nicht allein. Wer glaubt, ist nie allein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht. Nun konnten wir die Heiligen aller Jahrhunderte herbeirufen – seine Freunde, seine Geschwister im Glauben. [...] Wiederum war es so, als wir den schweren Zug ins Konklave gingen, um den zu finden, den der Herr erwählt hat. Wie sollten wir nur den Namen erkennen? Aber wieder wußten wir: Wir sind nicht allein. Wir sind von den Freunden Gottes umgeben, geleitet und geführt. Und nun, in dieser Stunde, muß ich schwacher Diener Gottes diesen unerhörten Auftrag übernehmen, der doch alles menschliche Vermögen überschreitet. Wie sollte ich das? Wie kann ich das? Aber Ihr alle, liebe Freunde, habt nun die ganze Schar der Heiligen stellvertretend durch einige der großen Namen der Geschichte Gottes mit den Menschen herbeigerufen, und so darf auch ich wissen: Ich bin nicht allein. Ich brauche nicht allein zu tragen, was ich wahrhaftig allein nicht tragen könnte. [...]
 Ja, die Kirche lebt – das ist die wunderbare Erfahrung dieser Tage. Durch alle Traurigkeit von Krankheit und Tod des Papstes hindurch ist uns dies auf wunderbare Weise sichtbar geworden: Die Kirche lebt. Und die Kirche ist jung. Sie trägt die Zukunft der Welt in sich und zeigt daher auch jedem einzelnen den Weg in die Zukunft. Die Kirche lebt – wir sehen es, und wir spüren die Freude, die der Auferstandene den Seinen verheißen hat. Die Kirche lebt – sie lebt, weil Christus lebt, weil er wirklich auferstanden ist. [...]
Das eigentliche Regierungsprogramm aber ist, nicht meinen Willen zu tun, nicht meine Ideen durchzusetzen, sondern gemeinsam mit der ganzen Kirche auf Wort und Wille des Herrn zu lauschen und mich von ihm führen zu lassen, damit er selbst die Kirche führe in dieser Stunde unserer Geschichte. 

Und weil ich in Gedanken in Trier am Schrein des "Heiligen Rockes" stehe, fallen mir besonders diese Worte des hl. Vaters zur Einheit aller auf Christus Getauften ein:
Sowohl beim Hirtenbild wie beim Bild vom Fischer taucht der Ruf zur Einheit ganz nachdrücklich auf. „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; sie muß ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten“ (Joh 10, 16), sagt Jesus am Ende der Hirtenrede. Und das Wort von den 153 großen Fischen endet mit der freudigen Feststellung: „Und obwohl es so viele waren, zerriß das Netz nicht“ (Joh 21, 11). Ach, lieber Herr, nun ist es doch zerrissen, möchten wir klagend sagen. Aber nein – klagen wir nicht! Freuen wir uns über die Verheißung, die nicht trügt und tun wir das Unsrige, auf der Spur der Verheißung zu gehen, der Einheit entgegen. Erinnern wir bittend und bettelnd den Herrn daran: Ja, Herr, gedenke deiner Zusage. Laß einen Hirten und eine Herde sein. Laß dein Netz nicht zerreißen, und hilf uns Diener der Einheit zu sein!




[Ganze Predigt des hl. Vaters zu seiner Amtseinführung 2005 hier.]

Mittwoch, 18. April 2012

Benedikt, der Arbeiter

Er ist halt ein echter "Arbeiter" im Weinberg des Herrn :-) In der Katechese der Generalaudienz direkt nach seinem 85. Geburtstag kehrt der hl. Vater wieder "zum Alltag zurück, zu dem Thema, das seit einem Jahr etwa uns beschäftigt und das immer aktuell und gerade auch in Geburtstags- und Festtagszeiten wichtig ist: das Thema »Gebet«."
Ich hatte in der letzten Katechese vor Ostern über das Gebet der Kirche gesprochen, durch das sie Pfingsten erbetet hat. Nun sind wir nach Pfingsten in diesem Weg der Kirche: Petrus und Johannes waren verhaftet worden wegen der Heilung des Lahmen und der Verkündigung Jesu. Und nun, nach ihrer Freilassung, die aber prekär bleibt, versammelt sich die Gemeinde. Und was tut sie? Sie denkt nicht nach, wie man sich verteidigen kann, wie man solche Unfälle vermeiden kann, sondern sie richtet sich auf Gott hin, sie betet zusammen, um von Gott her die Lösung und den Weg zu finden. Das sagt auch uns etwas. Gebet ist immer eine wesentliche Antwort auf Fragen und Probleme unseres Lebens: die Dinge vor Gott hinstellen und damit in einem größeren Rahmen lösen. Angesichts von Gefahr und Prüfung also sucht die Urgemeinde das einmütige Gebet: Was den Aposteln widerfahren ist, geht alle an; sie alle beten miteinander. Sie fürchten sich nicht vor der Verfolgung, sondern sie sind eins im Gebet. Die Gemeinde sucht, das Geschehen im Licht des Glaubens zu lesen und so den richtigen Weg zu finden. Und sie betet nicht um Erfolg, nicht um Schutz. Sie betet darum, daß sie fähig wird, weiterhin Christus zu verkündigen. Ja sie betet darum, daß der Mut des Glaubens uns nicht verläßt, auch in allen Widersprüchen dieser Welt, und daß der Mut des Glaubens uns dann die Kraft gibt, auch anderen den Weg zu Gott und zu Christus zu zeigen und so die Welt ins Rechte zu bringen. Es wird uns erzählt, als die Gemeinde mitsammen kraftvoll gebetet hatte, »bebte der Ort« (Apg 4,31), das heißt, der Glaube ist eine Kraft, der die Erde verändern, der die Menschen verändern, der die Welt gestalten kann, in die richtige Weise hinein gestalten kann. Und dann beten sie auch darum, daß Zeichen geschehen, Heilungen, die die Wahrheit Christi zeigen. Auch darum sollen wir beten, daß die Güte Gottes offenbar wird, daß der Glaube leuchtet und daß er Menschen so gut machen und heilen, von innen her heilen kann, daß seine Wahrheit sichtbar wird. Die Frucht des gemeinsamen Gebetes ist der Heilige Geist, ist der Geist, der Einheit schafft und der uns hilft, zu glauben und mit dem Glauben zu leben und anderen den Weg zum Leben zu zeigen.

Dienstag, 17. April 2012

Amen, sister!

aus der Reihe: "Wahrheiten, die nicht oft genug gesagt werden können" - Klappe, die Zweite: ein grandioses Interview der "godmother of bloggers" zum beliebten Thema "Frauen in der Kirche".

kath.net: Frau Wenz, die öffentliche Meinung vertritt häufig die Vorstellung, dass alle katholischen Frauen – sofern sie mitten im Leben stehen und einigermaßen gescheit sind – sich diskriminiert fühlen, weil die katholische Kirche keine Frauen zur Priesterweihe zulässt. Leiden auch Sie darunter, dass katholische Priester grundsätzlich immer Männer sind?

B. Wenz: Ich leide unter manchen katholischen Priestern, in der Tat. Das verdankt sich allerdings nicht dem Umstand, dass sie Männer sind. (lacht) Aber ernsthaft: Ich fühle mich nicht diskriminiert. [...]
Wenn man einmal erfasst hat, was genau da vorne am Altar in jeder Heiligen Messe gefeiert wird, wenn man das verstanden hat, erledigt sich die Frage nach der Zulassung für Frauen zur Priesterweihe ganz von selbst. Der Priester steht dort stellvertretend für Jesus Christus und vollzieht unblutig dessen Kreuzesopfer nach. In letzter Konsequenz müsste ich mich auch diskriminiert fühlen, weil Gott uns seinen Sohn geschickt hat - und nicht seine Tochter.

[...] Besonders demaskierend finde ich immer die Aussage, in der katholischen Kirche dürften nicht nur Männer die „Macht haben“. Hier wurde gar nichts verstanden. In der Kirche hat nur ein einziger Macht, und das ist Jesus Christus. Der bekanntlich nur Männer in den Kreis der Zwölf erwählt hatte. Sollte man diese Entscheidung nicht einfach respektieren?

kath.net: Verspüren Sie für sich gelegentlich den Wunsch nach Leitungsämtern in der Kirche?

B. Wenz: Absolut nicht. Ich bin nicht katholisch geworden, weil ich den Wunsch hatte, ein Amt zu erhalten, in Gremien zu debattieren, oder weil mir sonst in irgendeiner Form eine Beschäftigung gefehlt hätte.

Ich bin katholisch geworden, weil mich die intellektuelle Auseinandersetzung mit der katholischen Lehre am Ende dazu geführt hat, dass ich Jesus Christus als Gottes Sohn erkannte, und nicht, weil ich dringend ein neues Tätigkeitsfeld suchte, in dem ich mich unbedingt einbringen wollte.
kath.net: Wo sehen Sie die Aufgaben der Frau in der Kirche?

B. Wenz:
Es sind die gleichen Aufgaben wie die der ungeweihten Männer, würde ich meinen. Nur, dass die Frauen eben noch besondere Fähigkeiten haben, die schon Jesus an ihnen ausdrücklich schätzte. Eine tief ausgeprägte Liebesfähigkeit, die Neigung zur absoluten Hingabe.


 
Und den Rest des Interviews bitte gefälligst selber lesen;-) Ansonsten bleibt mir nur ein: Danke, danke, danke!!

Tanti auguri, Papa Benedetto!

Hier die Glückwünsche der deutschsprachigen "Blogoezese" für den Santo Padre <3 <3
und herzlichen Dank an die Mannschaft vom Beiboot Petri für die Bastelarbeit!!

Montag, 16. April 2012

Verfilmte Jugend eines deutschen Papstes

[Update 1] Spielfilme sind bereits in Planung. Der Produzent Marcus Mende von H & V Entertainment, einer Tochterfirma der Münchner Odeon Film, und Peter Weckert haben sich die Rechte an der für Frühjahr 2014 erwarteten Joseph-Ratzinger Biografie von Peter Seewald gesichert. Vorgesehen sei ein internationaler Kinofilm, der das "außergewöhnliche Leben und Wirken" Ratzingers von der Geburt 1927 in oberbayerischen Marktl am Inn bis zum Pontifikat von Papst Benedikt XVI. beleuchte.

[Update 2] Auch ein mehrteiliger Fernsehfilm zu dem Leben unseres lieben Papa emerito ist geplant. Als Vorlage dafür dient das Buch von Michael Hesemann "Mein Bruder der Papst". Dafür hat sich die „Rat Pack Filmproduktion GmbH“, eine Tochtergesellschaft der „Constantin Film AG“ sowie die der katholischen Kirche gehörende Produktionsgesellschaft „Tellux Film GmbH“, bereits Ende 2011 die Verfilmungsrechte gesichert.

In der "langen Nacht des Papstes" des ZDF im September 2011 war doch tatsächlich ein recht neutraler und sogar interessanten Beitrag zu finden - damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Auch wenn Herr Knopp schon mal tendenziös "berichten" kann, bei dem Thema der "Jugend im Dritten Reich" des Hl. Vaters hat er nicht allzu schlechte Arbeit geleistet. Aufgemacht wie alle Sendungen aus der Reihe ZDF History, mit Wortmeldungen von Zeitzeugen und hier, besonders interessant, Peter Seewald und Georg Ratzinger. Außerdem wird auch aus der Autobiographie des Hl. Vaters "Aus meinem Leben" zitiert. Recht hübsch waren auch die Spielszenen darin, sie ließen schon einen Spielfilm zu diesem Leben ahnen, vielleicht so wie der große "Karol"-Mehrteiler über den sel. Johannes Paul II.

Carissimo Santo Padre!

Auch wenn ich mit Jahrestagen im Allgemeinen so meine Schwierigkeiten habe, Ihren Geburtstag konnte ich mir immer gut merken. Meine Großmutter ist nämlich in demselben Jahr geboren und der Tag fällt mit dem Geburtstag einer Großtante zusammen.

Bild: Maria Loretto, Oberstdorf im Allgäu,
Bayern, Deutschland
Deshalb erlaube ich mir, Ihnen die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen, verbunden mit einem tief empfundenen Dank für Ihre wunderbaren Katechesen, Enzyklen, Ansprachen, Homelien und alles, was Sie in den letzten Jahren für die Kirche Christi getan haben! Auch wenn Sie sich auf einen ruhigeren Lebensabend eingestellt hatten, wir sind alle sehr froh, Sie als obersten Hirten und Lehrer des Glaubens zu haben. Der allmächtige Gott erhalte Ihnen noch lange Ihre Gesundheit und wachen Verstand und die Muttergottes möge Sie beschützen. In diesem Sinne: 

Ois guade!

Buon compleanno, caro Papa !

 

Sonntag, 15. April 2012

Matussek lacht

Hier rockt noch einer...eigentlich sind es ja zwei "Hardrocker" :-P


Benedikt XVI ist die unterhaltsamste Störung, die sich der liebe Gott einfallen lassen konnte. 
Wir sind ganz ausgesprochen NICHT Papst. Weder das Land noch seine Katholiken. Wir legen außerordentlichen Wert darauf, NICHT Papst zu sein. Zumindest sagen das die diversen deutschen Gegenpäpste, allen voran Heiner Geißler, der erstens ohne Sünde ist, wie er jüngst in einer Talkshow noch einmal bekräftigte, und der zweitens die Sexualmoral korrigiert haben möchte, als sei immer noch 1968 und das freie Rammeln ein revolutionäres Programm, und als gäbe es jenseits der 80 nicht doch heilsnähere Fragen, mit denen man sich beschäftigen sollte. Sie haben da übrigens, Heiliger Vater, in ihren Enzykliken und Predigten eine Fülle von Anregungen gegeben. Und nun muss ich wieder mit Ihnen lächeln: Ihre erste Enzyklika galt der Liebe, der wahren Liebe: "Deus caritas est".
Und eine Bemerkung zu Ihrer Garderobe, Heiliger Vater. Sie sehen manchmal aus wie ein Weihnachtsbaum. Wie schön. Brokat und Ornat. Es funkelt. Ja, Sie schleppen die ganze Kirche mit, ihre Macht, ihre Tradition, ihren Schönheitssinn.
Ihr heiliges Theater. Und das in einer Zeit der radikalen Profanierung, der Verbilligung, der Trivialisierung. Geiz ist geil? Ihre Roben sagen: in your face - hier kommt der heilige Geist! Wiederum zum Brüllen komisch all die verständnislosen Kommentare über die Geldverschwendung, die in dieser Schaustellung sichtbar würde. Der Wert liegt darin, dass sie aussehen wie 2000 Jahre.
Die anderthalb Millionen Jugendlichen, die ihnen dort in Madrid zugejubelt, die dort mit Ihnen gebetet haben, haben das besser verstanden.

Ozean der Ewigkeit

"Versenke dich in den Ozean der Ewigkeit, in jenen Frieden, der wir die Morgenröte still leuchtet. Erinnerst du dich noch an Neapel? An die leuchtenden Farben des Himmels vor dem Aufgang der Sonne? Das ganze Firmament, das ganze Meer erstrahlte in Heiterkeit und tausend Farbabstufungen.
Vergleiche sie mit der Vollkommenheit meines Herzens und seinen Unendlichkeiten. Kannst du seine Schönheit ermessen? Bete an, auch wenn du nichts davon weißt. Und weil ihr trotz eurer Blindheit angebetet habt, wird es euch vergolten werden." (Jesus an G. B.)

Samstag, 14. April 2012

Nur den Saum Deines Gewandes einen Augenblick berühr'n

Nach der Lektüre von Douglas' "Gewand des Erlösers" und weil ich schon länger gern mit der Begebenheit aus Markus 6,53-56 vor dem inneren Auge bete,  fand ich DAS Gewand recht spannend. Deswegen war ich auch freudig überrascht, als die Wallfahrt zu dieser einzigartigen Reliquie verkündet wurde. Nach Trier, wohin es den Rock wohl mal verschlagen hatte. Nur, dass so ein Theater darum gemacht wurde, um auf Biegen und Brechen ein ökumenischen Ereignis herbeizuzwingen, das verstehe ich bis jetzt nicht. (Die Lutheraner haben doch ein ganz anderes Verständnis von Wallfahrten)

Und als ich dann unter den Bilder des Hochamtes zur Eröffnung den Schrein gesehen habe, in den sie diese wunderbare Reliquie gezwungen haben, da bin ich doch fast... erblindet. Da drin liegt das Gewand, das Jesu Körper bedeckt hat, vor über 2000 Jahren! Und ihr legt es in so eine...Nussschale!


Und da hat der Hl. Vater so eine liebevolle Botschaft geschickt, in welcher er sich sogar des Mottos dieser Veranstaltung annimmt: "...und führe zusammen, was getrennt ist."
"[...] Seit der ersten Zeigung im Jahre 1512 zieht der Heilige Rock die Gläubigen in seinen Bann, vergegenwärtigt diese Reliquie doch einen der dramatischsten Momente im irdischen Leben Jesu, sein Sterben am Kreuz. Die Verteilung der Kleidungsstücke des Gekreuzigten unter den Soldaten scheint dabei nur eine Randepisode zu sein, welche die synoptischen Evangelien auch nur beiläufig erwähnen. Der Evangelist Johannes entfaltet diese Begebenheit jedoch mit einer gewissen Feierlichkeit. Er weist als einziger auf das Untergewand hin, „das von oben her ganz durchwebt und ohne Naht war“ (19, 23). Er macht uns das Geschehen deutlich und hilft uns, durch die Reliquie hindurch gläubig das Heilsgeheimnis zu schauen.

Die Tunika Christi ist „von oben her ganz durchwebt“ (Joh 19, 23). Dies ist ein weiteres Bild für die Kirche, dafür, daß sie nicht aus sich selbst, sondern von Gott her lebt. Als die eine, ungeteilte Gemeinschaft ist sie Gottes Werk, nicht das Produkt der Menschen und ihrer Fertigkeiten. Der Heilige Rock will hier gleichsam eine Mahnung an die Kirche sein, ihrem Ursprung treu zu bleiben, sich bewußt zu machen, daß ihre Einheit, ihr Konsens, ihre Wirksamkeit, ihr Zeugnis letztlich nur von oben geschaffen, von Gott her geschenkt werden können. Erst als Petrus bekannte: „Du bist der Christus“ (vgl. Mt 16,16), erhält er die Binde- und Lösegewalt und somit den Dienst für die Einheit der Kirche.

Und schließlich ist der Heilige Rock keine Toga, kein Prachtgewand, das eine gesellschaftliche Rolle zum Ausdruck bringt. Er ist ein schlichtes Unterkleid, das dazu da ist, seinen Träger zu bedecken und zu schützen, ihn vor Bloßstellung zu bewahren. Dieses Kleid ist die ungeteilte Gabe des Gekreuzigten an die Kirche, die er durch sein Blut geheiligt hat. Daher erinnert der Heilige Rock an die der Kirche eigene Würde. Wie oft aber sehen wir, in welch zerbrechlichen Gefäßen (vgl. 2 Kor 4,7) wir den Schatz tragen, den der Herr uns in seiner Kirche anvertraut hat, und wie durch unseren Eigenwillen, unsere Schwächen und Fehler die Integrität des Leibes Christi verletzt wird. Hier braucht es die ständige Bereitschaft zur Umkehr und Demut, dem Herrn in Liebe und Wahrheit nachzufolgen. Zugleich kann und darf die besondere Würde und Integrität der Kirche nicht preisgegeben und dem Geschrei auf dem Richtplatz der öffentlichen Meinung ausgeliefert werden.
Die Jubiläums-Wallfahrt steht unter dem Leitwort, ja unter der Bitte an den Herrn: „Und führe zusammen, was getrennt ist“. So wollen wir nicht in der Vereinzelung stehenbleiben. Wir wollen den Herrn bitten, daß er uns auf dem gemeinsamen Weg des Glaubens führe und uns seine Inhalte wieder neu lebendig mache. So können wir im Zusammenwachsen aller Christen im Glauben, im Gebet und im Zeugnis mitten in den Nöten dieser Zeit auch seine Herrlichkeit und Güte erkennen. Dazu erteile ich Ihnen und allen, die sich in diesen Festwochen in Pilgerschaft zum Heiligen Rock nach Trier begeben, von Herzen den Apostolischen Segen."




[Also, Leute! Ehrlich?!]

Koran Verteilaktion, ja und?!

Wieso regen sich eigentlich alle so auf? Nur weil ein paar salafitische Muslime es den Zeugen Jehovas nachmachen und in Fußgängerzonen sich die Füße platt stehen und Koranexemplare verteilen? Weihbischof Jaschke, der in der Deutschen Bischofskonferenz für den Dialog mit den Muslimen zuständig ist, verstieg sich sogar zu der Mahnung, dass "solche Aktionen den Religionsfrieden stören. Sie wecken Aggressivität und schüren Misstrauen." Ein bisschen mehr Souveränität, Exzellenz. Man kann doch immer noch "Nein" sagen; tut man bei anderem Werbematerial, dass einem ungefragt in die Hände gedrückt wird, auch. Oder man macht es wie Giovanni:
Was mich angeht: ich werde die Gabe, falls sie mir offeriert wird höflich nicht annehmen, außer mein salafitischer Missionar akzeptiert im Gegenzug ein Andachtsbild zur Hl. Dreifaltigkeit  mit ausführlicher Erklärung-  Geschenk gegen Geschenk, wie es sich für fromme Muslime gehört.


Von wegen "Altmännerkirche"

Wieso eine Protestantin meint, ihre Meinung zum Papstamt abgeben zu müssen, weiß kein Mensch. Ebensowenig, warum sie sich für besonders qualifiziert dafür hält. Wahrscheinlich will sie sich nur zum 500. Jahrestag der Reformation (2017) auf Kosten der katholischen Kirche profilieren (als ob's da was zu feiern gäbe), wobei sie folgerichtig auch zu dem Schluss kommt : "Niemand braucht diesen alten Papst mit seiner Altmännerkirche".

  Zum Glück hat Mme Elsa es mal wieder treffendst kommentiert, also brauch ich hier nur einen Gegenbeweis liefern: ...aus einem Interview mit Domvikar Florian Wörner, dem Leiter des neuen Instituts für Neuevangelisierung in Augsburg.


Nehmen wir an, ich lasse mich neu evangelisieren. Was passiert dann mit mir?
Wo das Evangelium ankommt, bewirkt es immer ein Umdenken, ein Denken von Gott her. Das ist gemeint mit „Umkehr“, einen neuen Lebensstil,ein neues Leben suchen. Dann wird sich so manche religiöse Wissenslücke schließen, der Glaube wird tiefere Wurzeln schlagen, das Interesse für Christus wird wieder zunehmen und eine neue Begeisterung wird wachsen, den Glauben bewusster zu leben und ihn an andere weiterzugeben. Das Gebetsleben wird intensiver. Und viel mehr als bisher wird die große christliche Hoffnung in den Blick genommen, nämlich das ewige Leben.


Gibt es so etwas wie Neuevangelisatoren? Können das auch Laien sein? 
Jeder Getaufte und Gefirmte hat den Auftrag, den Glauben weiterzugeben. Wir müssen verstärkt dafür sorgen, dass der Glaube wieder aus der Privatsphäre herausgeholt und mit Mut und Vertrauen öffentlich gelebt und bezeugt wird. Da ist jede und jeder gefragt. Eine Aufgabe des Instituts wird es sein, Ehren- und Hauptamtliche dabei zu unterstützen, sie zu motivieren und zu qualifizieren. Auch da ist in der Vergangenheit viel Gutes geschehen, wo wir anknüpfen können.

Freitag, 13. April 2012

Unterstützung für Bischof Konrad

Nachdem die Unterschriften-Aktion des Forums Deutscher Katholiken wohl bereits seit Ende März abgeschlossen ist (was ich erst herausbekam, als ich den Link mal testete.), sind wir alle gespannt, was nun daraus wird. Hierzu hat die "Freiburgbärin" ein Interview mit dem Vorsitzenden des Forums, Prof. Dr. Hubert Gindert geführt.


Wie lange läuft die Unterschriftensammlung?
Die Unterschriftenaktion für Bischof Konrad Zdarsa wird Ende März abgeschlossen. 
Was passiert mit den Unterschriften,  wem werden sie übergeben?
Wir wollen dem Diözesanbischof von Augsburg die rund 1200 Unterschriften überreichen, wenn wir dafür einen Termin haben. Bischof Zdarsa ist noch bis 29.03.12 mit seinen Priesterstudenten im heiligen Land. Anschließend werden wir uns um einen Termin für die Übergabe der Unterschriften bemühen.

Werden die Listen veröffentlicht?
Wir werden die Unterschriften nicht veröffentlichen.

Wird berichtet, wie die Übergabe verlaufen wird und welche Auswirkungen die Aktion hatte?
Über die Wirkung dieser Initiative kann ich mich nicht äußern.

Am 13. März hatten 950 die Liste unterschrieben. Seitdem sind noch 250 Unterschriften dazu gekommen.

statt Freitagsopfer

Da wir ja noch mitten in der Osteroktav stehen, kommt heute das hier. Außerdem braucht die Osterfreude bei mir immer ein paar Tage, bis sie mich voll durchdrungen hat, nach den sehr intensiven Kartagen.

[Mit freundlichem Gruß an einen bestimmten Organisten/Glockenfetischisten/kleinen Bruder; man merke die Glocken am Anfang :-P ]


Regina Coeli laetare; Arrangement: Marco Frisina

Kleine Siege

Das Leben besteht aus kleinen Handlungen und die Tugend aus kleinen Siegen.


Katharina von Siena (1347–1380)

Mittwoch, 11. April 2012

Maulbeeren zum Umhängen

[Update 3: fertig!!!]



[Update 2: es wächst!]


[Update: Habe gerade die ultimative Anleitung für ein Muster entdeckt]

Aus diesen kleinen Knäueln in der schönen Farbe "Maulbeer" (hoffentlich!) soll demnächst so was wie ein Chapel veil werden. Form und Muster hab ich schon grob im Kopf; also schau'n wir mal ;-)

Montag, 9. April 2012

Herr, gib mir ein hörendes Herz

Eigentlich hatte ich bei der Wahl des Titels für dieses kleine Blog mehr an die Rede des Hl. Vaters im Deutschen Bundestag letzten September gedacht. Er zitierte da den jungen König Salomo, der sich bei seiner Krönung von Gott ein "hörendes Herz wünscht, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden." (1 Kön 3,9).

Aber einer der Artikel (2008) über den Gehörlosenchor "Singende Hände" macht es auch sehr schön klar: mit den Ohren am Kopf hören zu können ist gut, aber ein hörendes Herz zu haben, ist wichtiger. 

Sonntag, 8. April 2012

Surrexit Christus, spes mea!

"Liebe Brüder und Schwestern! Wenn Jesus auferstanden ist, dann –und nur dann –ist etwas wirklich Neues geschehen, das die Lage des Menschen und der Welt verändert. Dann ist er –Jesus –jemand, dem wir unumschränkt vertrauen können,nicht nur seiner Botschaft, sondern ihm selbst,denn der Auferstandene gehört nicht der Vergangenheit an, sondern er ist gegenwärtig,heute, und lebt. Christus ist Hoffnung und Ermutigung besonders für die christlichen Gemeinschaften, die aufgrund des Glaubens am meisten unter Diskriminierung und Verfolgung zu leiden haben. Und als Kraft der Hoffnung ist er durch seine Kirche gegenwärtig, ist er jeder menschlichen Situation von Leid und Ungerechtigkeit nahe."


(ganze Osterbotschaft zum Segen "urbi et orbi" von Papst Benedikt XVI hier)

Der Glaube ist die wahre Aufklärung, die wahre Erleuchtung

(aus der Homilie des Hl. Vaters <3 <3 während der Ostervigil; vor wenigen Stunden erst gehalten, dank begeisternder Technik bereits online!)


Allen Lesern <3 ein frohes, gesegnetes Osterfest und vielen Dank für die herzliche Aufnahme (in die Blogoezese)!


Benedikt XVI bei der Ostervigil 2012; Bild via Facebook



Gott sprach: Es werde Licht“ (Gen 1, 3). Der Schöpfungsbericht beginnt zeichenhaft mit der Schöpfung des Lichts.[...] Was will der Schöpfungsbericht damit sagen? Licht ermöglicht Leben. Es ermöglicht Begegnung. Es ermöglicht Kommunikation. Es ermöglicht Erkenntnis, Zugang zur Wirklichkeit, zur Wahrheit. Und indem es Erkenntnis ermöglicht, ermöglicht es Freiheit und Fortschritt. Das Böse verbirgt sich. Licht ist daher auch Ausdruck für das Gute, das Helligkeit ist und schafft. Es ist Tag, an dem wir zu wirken vermögen. Daß Gott das Licht geschaffen hat, bedeutet: Gott hat die Welt als einen Raum der Erkenntnis und der Wahrheit, als einen Raum der Begegnung und der Freiheit, als Raum des Guten und der Liebe geschaffen. Der Grundstoff der Welt ist gut, das Sein selber ist gut. Und das Böse kommt nicht aus dem von Gott geschaffenen Sein, sondern es existiert aufgrund der Verneinung. Es ist das Nein.
Zu Ostern, am Morgen des ersten Wochentages hat Gott von neuem gesagt: „Es werde Licht.“ Die Nacht am Ölberg war vorausgegangen. Die Sonnenfinsternis der Passion und des Todes Jesu, die Nacht des Grabes. Aber nun ist wieder der erste Tag – die Schöpfung beginnt ganz neu. „Es werde Licht“, sagt Gott, „und es wurde Licht“: Jesus steht aus dem Grabe auf. Das Leben ist stärker als der Tod. Das Gute ist stärker als das Böse. Die Liebe ist stärker als der Haß. Die Wahrheit ist stärker als die Lüge. Das Dunkel der vergangenen Tage ist vertrieben in dem Augenblick, in dem Jesus aus dem Grab aufersteht und selbst reines Licht Gottes wird. Dies aber bezieht sich nicht nur auf ihn allein und bezieht sich nicht nur auf die Finsternis jener Tage. Mit der Auferstehung Jesu ist das Licht selbst neu geschaffen. Er zieht uns alle nach in das neue Leben der Auferstehung hinein und besiegt alles Dunkel. Er ist der neue Tag Gottes, der uns allen gilt.[...]
In der Taufe sagt der Herr zu demjenigen, der sie empfängt: Fiat lux – Es werde Licht. Der neue Tag Gottes – der Tag des unzerstörbaren Lebens kommt auch zu uns. Christus nimmt dich bei der Hand. Du wirst von nun an von ihm gehalten und gehst so in das Licht, in das wirkliche Leben hinein. Deshalb hat die alte Kirche die Taufe Photismos genannt – Erleuchtung.
Wieso? Das eigentlich bedrohliche Dunkel für den Menschen ist es doch, daß er zwar die greifbaren materiellen Dinge sehen und untersuchen kann, daß er aber nicht sieht, wohin die Welt geht und woher sie kommt. Wohin unser eigenes Leben geht. Was das Gute und was das Böse ist. Das Gottesdunkel und das Wertedunkel ist die eigentliche Bedrohung unserer Existenz und der Welt überhaupt. Wenn Gott und die Werte, der Unterschied von Gut und Böse dunkel bleiben, dann sind alle anderen Erleuchtungen, die uns ein so unglaubliches Können ermöglichen, nicht nur Fortschritte, sondern zugleich Bedrohungen, die uns und die Welt gefährden. Wir können heute unsere Städte so grell erleuchten, daß die Sterne des Himmels nicht mehr sichtbar sind. Ist das nicht ein Bild für die Problematik unserer Aufgeklärtheit? Wir wissen und können in den materiellen Dingen unerhört vieles, aber was darüber hinausgeht, Gott und das Gute, vermögen wir nicht mehr zu identifizieren. Deshalb ist der Glaube, der uns das Licht Gottes zeigt, die wahre Aufklärung, ist Einbruch von Gottes Licht in unsere Welt, Öffnung unserer Augen für das wirkliche Licht.