Samstag, 28. Februar 2015

Fastenspeisen: Geschmorter Weißkohl mit Kartoffelbrei

Inspiriert vom Inhalt meines Kühlschranks und diesem Rezept auf chefkoch.de gab es heute geschmorten Weißkohl mit Kartoffelbrei. Gekocht mit kleinen Vereinfachungen, also kein Tomatenmark und Mehl statt Saucenbinder. Das wärmt gut durch und sättigt schön.



Gesegneten Appetit!

Mittwoch, 25. Februar 2015

Jahr 4

Seit Februar 2015 geht "Dass hörende Herz" ins vierte Jahr. Klein-Gertie bedankt sich für 154.347 Seitenaufrufe, 602 Kommentare, 30 (offizielle) Follower und hofft auch für Posts jenseits dieses 1.283. Eintrags auf reges Interesse. Das heißt, ihr könnt die Combox gerne auch häufiger nutzen. :-)

Montag, 23. Februar 2015

Alles Bio, nur in der Liebe nicht?

Vom 23. bis 26. Februar 2015 diskutieren die deutschen Bischöfe in ihrer Frühjahrs-Vollversammlung auch aktuelle Fragen zur kommenden Bischofssynode in Rom. Bestimmt geht es dabei auch um die hellsichtige Enzyklika "Humanae vitae" Pauls VI, auf die Papst Franziskus mit seinem vielzitierten "Kanickel-Ausspruch" erneut die Aufmerksamkeit gelenkt hat. Weihbischof Florian Wörner, jüngster Teilnehmer in Hildesheim fand in einem Statement für die Tagespost vom 12.02.2014 ebenso klare wie einfache Worte zu einem besonders "heißen" Eisen aus dem Feld der katholischen Sexuallehre: Die Pille oder was so böse daran sein soll, wenn die Kirche empfielt, darauf zu verzichten?
Wir wollen im Supermarkt kein Fleisch aus Massentierhaltung. Es könnte ja mit Antibiotika belastet sein, fürchten wir. Und mit Pestiziden behandelte Lebensmittel wollen wir auch nicht. Alles muss heute „Bio“ und „Öko“ sein. Aber wenn es um die eigene Familienplanung geht, dann ist uns plötzlich jedes Mittel recht, auch chemische Verhütung – trotz der nicht zu unterschätzenden gesundheitlichen Folgen und Risiken für viele Frauen, die sich immer mehr abzeichnen. In Frankreich sind inzwischen bestimmte Präparate sogar verboten. Ich verstehe diesen Gegensatz nicht. Kann ihn mir jemand erklären? Was soll so schlimm an einer Familienplanung sein, wie sie damals Paul VI. den Ehepaaren nahelegte: Sie folgt den Gesetzen der Natur, entspricht eigentlich gerade dem Lebensgefühl vieler heutiger Menschen und ist nachweislich genauso sicher wie künstliche Verhütung. Ökologischer geht es eigentlich nicht. „Darüber habe ich in der Kirche noch nie etwas gehört“, hat mir neulich jemand erzählt. Und das scheint mir beim Blick auf die Ergebnisse der Familienumfrage auch leider kein Einzelfall zu sein. Haben wir da in den vergangenen Jahrzehnten nicht vieles in unserer Pastoral versäumt? Waren wir zu feige, war es uns unangenehm, dieses Thema in einer Gesellschaft, die ansonsten weithin „sexualisiert“ ist, aufzugreifen? Diese Frage müssen wir uns selbstkritisch gefallen lassen.
Einer, der sich ihr bewusst gestellt hat, war der selige Papst Johannes Paul II., mit dem ich aufgewachsen und groß geworden bin. Von 1979 bis 1984 hat er sich in weit über hundert Katechesen während der Generalaudienzen mit der „Theologie des Leibes“ befasst – mit dem also, was Mann und Frau ausmacht. Die Deutlichkeit mancher seiner Ansprachen hätte es dabei mit den Ratschlägen eines Doktor Sommer aus der „Bravo“ aufnehmen können.
Was der bald Heilige Johannes Paul II. damals seinen Zuhörern nahebringen wollte, war eine Sexualität, die den Menschen ohne weltfremde Prüderie zur wahren Freiheit führen kann. Weil sie sich aus der Leiblichkeit des Menschen von seiner Natur her erklärte. Ich war lange in der Jugendarbeit des Bistums Augsburg tätig und weiß: Diese Botschaft spricht auch heute junge Menschen an. Sie suchen durchaus eine moralische Orientierung für ihr Leben, die die Kirche uns auf der Grundlage des Evangeliums gibt. [...]

Sonnensehnsucht

Die Sonne scheint für alle, 
auch du gibst allen Licht. 
Die Sonne sieht ein jeder, 
dich sehen viele nicht. 

Die Sonne ist dein schönstes Bild
als Königin der Zeit. 
Du selbst erleuchtest und erfüllst 
die ganze Ewigkeit. 

(Hermann Orgaß, 1916-1943)

Sonntag, 22. Februar 2015

Sting - Tag bei Elsa


Sting find ich ja so schon klasse, da brauch ich  kaum einen Grund, um 'nen Song vom ihm zu spielen, aber diesen Eintrag bei Elsa musste ich einfach teilen. Passend dazu geht's hier zur Sonntagslektüre. Falls ihr Hinter-gründiges zur Ukrainekrise wissen wollt. 

Auf festem Grund

Der Gott aller Gnade aber, der euch in (der Gemeinschaft mit) Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müßt, wiederaufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.

1 Petr 5, 10. 

In Libyen getötete Kopten offiziell als Märtyrer anerkannt

Papst Tawadros II, Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche hat die in Libyen getöteten Christen offiziell in das Verzeichnis der koptischen Märtyrer aufgenommen. Ab sofort können wir an jedem 15. Februar ( 8. Amshir des koptischen Kalenders) der Glaubensstärke und des Mutes dieser 21 Männer gedenken. 

Info und Bild via facebook.

Milad Makeen Zaky
Abanub Ayad Atiya
Maged Solaiman Shehata
Yusuf Shukry Yunan
Kirollos Shokry Fawzy
Bishoy Astafanus Kamel
Somaily Astafanus Kamel
Malak Ibrahim Sinweet
Tawadros Yusuf Tawadros
Girgis Milad Sinweet
Mina Fayez Aziz
Hany Abdelmesih Salib
Bishoy Adel Khalaf
Samuel Alham Wilson
der Arbeiter aus dem Dorf Awr
Ezat Bishri Naseef
Loqa Nagat
Gaber Munir Adly
Esam Badir Sami
 Malak Farag Abram
und Sameh Salah Faruq.

 Bittet für uns! Kyrie eleison!

Freitag, 20. Februar 2015

Fastenzeit 2015: Macht euer Herz stark!

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zur österlichen Bußzeit 2015 (Teil III)

3. „Macht euer Herz stark“ – Der einzelne Gläubige

Auch wir als Einzelne sind der Versuchung der Gleichgültigkeit ausgesetzt. Wir sind von den erschütternden Berichten und Bildern, die uns das menschliche Leid erzählen, gesättigt und verspüren zugleich unser ganzes Unvermögen einzugreifen. Was können wir tun, um uns nicht in diese Spirale des Schreckens und der Machtlosigkeit hineinziehen zu lassen?

Erstens können wir in der Gemeinschaft der irdischen und der himmlischen Kirche beten. Unterschätzen wir nicht die Kraft des Gebetes von so vielen! Die Initiative 24 Stunden für den Herrn, von der ich hoffe, dass sie am 13. und 14. März in der ganzen Kirche, auch auf Diözesanebene, gefeiert wird, möchte ein Ausdruck dieser Notwendigkeit des Betens sein.

Zweitens können wir mit Gesten der Nächstenliebe helfen und dank der zahlreichen Hilfswerke der Kirche sowohl die Nahen als auch die Fernen erreichen. [Kirche in NotBonifatiuswerk, renovabis, missio, Anmerk.d.Red.]
[...] Drittens schließlich ist das Leid des anderen ein Aufruf zur Bekehrung, weil das Bedürfnis des Bruders mich an die Zerbrechlichkeit meines eigenen Lebens, an meine Abhängigkeit von Gott und von den Mitmenschen erinnert. Wenn wir demütig die Gnade Gottes erbitten und die Grenzen unserer Möglichkeiten annehmen, dann werden wir auf die unendlichen Möglichkeiten vertrauen, die die Liebe Gottes in sich birgt. Und wir werden der teuflischen Versuchung widerstehen, die uns glauben macht, wir könnten uns selbst und die Welt ganz alleine retten.

Um die Gleichgültigkeit und unseren Allmachtswahn zu überwinden, möchte ich alle darum bitten, diese österliche Bußzeit als einen Weg der „Herzensbildung“ zu gehen, wie Benedikt XVI. sich ausdrückte [Enzyklika Deus caritas est, 31].
Ein barmherziges Herz zu haben, bedeutet nicht ein kraftloses Herz zu haben. Wer barmherzig sein will, braucht ein starkes, ein festes Herz, das für den Versucher verschlossen, für Gott aber offen ist. Ein Herz, das sich vom Heiligen Geist durchdringen und auf die Wege der Liebe führen lässt, die zu den Brüdern und Schwestern führen. Im Grunde ein armes Herz, das um die eigene Armut weiß und sich für den anderen hingibt.
Deswegen, liebe Brüder und Schwestern, möchte ich mit euch in dieser österlichen Bußzeit Christus bitten: „Fac cor nostrum secundum cor tuum – Bilde unser Herz nach deinem Herzen“ (Gebetsruf aus der Herz-Jesu-Litanei). Dann werden wir ein starkes und barmherziges, waches und großmütiges Herz haben, das sich nicht in sich selbst verschließt und nicht in den Schwindel der Globalisierung der Gleichgültigkeit verfällt.
Mit diesem Wunsch sage ich mein Gebet zu, damit jeder Gläubige und jede kirchliche Gemeinschaft den Weg der österlichen Bußzeit fruchtbringend beschreite. Und ich bitte euch, für mich zu beten. Möge der Herr euch segnen und die Muttergottes euch behüten!

Donnerstag, 19. Februar 2015

Fastenspeisen: Strangolapreti

Vegetarier wissen schon länger, dass auch Speisen ohne Fleisch durchaus schmackhaft sein können. Deswegen sind die sog. "strangolapreti" gerade auch in der Fastenezeit besonders gut. Wenn ihr die "Priesterwürger", wie sie auf deutsch heißen,  nachkochen wollt, schaut doch mal in dieses Video mit Sr. Teresa Zukic.

Gesegnete Mahlzeit!

Fastenzeit 2015: Wo ist dein Bruder?

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zur österlichen Bußzeit 2015 (Teil II)

2. „Wo ist dein Bruder?“ (Gen 4,9) – Die Gemeinden und die Gemeinschaften

[...] Um das, was Gott uns schenkt, empfangen und vollkommen fruchtbar machen zu können, müssen wir die Grenzen der sichtbaren Kirche in zwei Richtungen überschreiten.

Zum einen, indem wir uns betend mit der Kirche des Himmels verbinden. Wenn die irdische Kirche betet, entsteht eine Gemeinschaft des gegenseitigen Dienstes und des Guten, die bis zum Angesicht Gottes reicht. Mit den Heiligen, die ihre Fülle in Gott gefunden haben, bilden wir einen Teil jenes Miteinanders, in dem die Gleichgültigkeit durch die Liebe überwunden ist. Die Kirche des Himmels ist nicht triumphierend, weil sie sich von den Leiden der Welt abgewandt hat und sich ungestört der Freude hingibt. Vielmehr können die Heiligen schon sehen und sich darüber freuen, dass sie mit dem Tod und der Auferstehung Jesu die Gleichgültigkeit, die Hartherzigkeit und den Hass ein für alle Mal überwunden haben. Solange dieser Sieg der Liebe nicht die ganze Welt durchdrungen hat, sind die Heiligen noch mit uns als Pilger unterwegs. In der Überzeugung, dass die Freude im Himmel über den Sieg der gekreuzigten Liebe nicht vollkommen ist, solange auch nur ein Mensch auf der Erde leidet und stöhnt, schrieb die heilige Kirchenlehrerin Terese von Lisieux: „Ich rechne bestimmt damit, im Himmel nicht untätig zu bleiben. Mein Wunsch ist, weiter für die Kirche und die Seelen zu arbeiten“ (Brief Nr. 254 vom 14. Juli 1897). [...]

Zum anderen ist jede christliche Gemeinschaft dazu aufgerufen, die Schwelle zu überschreiten, die sie in Beziehung setzt zu der Gesellschaft, die sie umgibt, sowie zu den Armen und Fernen. Die Kirche ist von ihrem Wesen her missionarisch, nicht in sich selbst zurückgezogen, sondern ausgesendet zu allen Menschen. [...]

Die Mission ist das, worüber die Liebe nicht schweigen darf. Die Kirche folgt Jesus Christus auf dem Weg, der sie zu jedem Menschen führt, bis an die Grenzen der Erde (vgl. Apg 1,8). So können wir in unserem Nächsten den Bruder und die Schwester sehen, für die Christus gestorben und auferstanden ist. Was wir empfangen haben, das haben wir auch für sie empfangen. Und ebenso ist das, was diese Brüder besitzen, ein Geschenk für die Kirche und für die ganze Menschheit. [...]

Mittwoch, 18. Februar 2015

F wie Fasten

Jedes Jahr ist es dasselbe: Man fragt sich "wie fastet man besten?" Natürlich gibt es da die üblichen, kleinen Abtötungen wie Verzicht auf Fernsehen, exzessives  Internet-Gedadel, Süssigkeiten, Cola.  Bischof Oster empfielt zudem für eine richtige, biblische Vorbereitung auf Ostern den Verzicht auf Nahrung. In den Fastengeboten der Kirche steht auch, dass man den strengen Fast- und Abstinenztagen (Aschermittwoch und Karfreitag) bei nur einer Tagesmahlzeit auf Fleisch verzichtet.  Es ist übrigens gar nicht notwendig, sich über diesen Punkt zu streiten, weil z.B. Personen die gesundheitliche Probleme haben von Abstinenz und Fasten ausgenommen sind.

A wie Aschermittwoch

"Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst."

Fastenzeit 2015: Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit

Aus der Botschaft von Papst Franziskus zur österlichen Bußzeit 2015 (Teil I)

1. „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ (1 Kor 12,26) – Die Kirche
Die Liebe Gottes, die diese tödliche Selbstverschließung der Gleichgültigkeit aufbricht, wird uns von der Kirche durch ihre Lehre und vor allem durch ihr Zeugnis entgegengebracht. Bezeugen kann man aber nur, was man vorher erfahren hat. Ein Christ ist, wer sich von Gott mit dessen Güte und Barmherzigkeit, mit Christus selbst bekleiden lässt, um wie dieser zum Diener Gottes und der Menschen zu werden. Daran erinnert uns deutlich die Liturgie des Gründonnerstags mit dem Ritus der Fußwaschung. Petrus wollte nicht, dass Jesus ihm die Füße wasche, aber dann verstand er, dass Jesus nicht bloß ein Beispiel dafür sein will, wie wir einander die Füße waschen sollen. Diesen Dienst kann nur tun, wer sich vorher von Christus die Füße hat waschen lassen. Nur dieser hat „Anteil“ an ihm (Joh 13,8) und kann so dem Menschen dienen.
Die österliche Bußzeit ist eine geeignete Zeit, um sich von Christus dienen zu lassen und so wie er zu werden. Das geschieht, wenn wir das Wort Gottes hören und die Sakramente, insbesondere die Eucharistie, empfangen. Durch diese werden wir das, was wir empfangen: Leib Christi. In diesem Leib findet jene Gleichgültigkeit, die sich so oft unserer Herzen zu bemächtigen scheint, keinen Raum. Denn wer Christus gehört, gehört einem einzigen Leib an, und in ihm begegnet man einander nicht mit Gleichgültigkeit. „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm“ (1 Kor 12,26).
Die Kirche ist communio sanctorum, weil die Heiligen an ihr teilhaben, aber auch weil sie Gemeinschaft an heiligen Dingen ist: an der Liebe Gottes, die in Christus offenbar geworden ist, und an allen seinen Gaben. Zu diesen gehört auch die Antwort derer, die sich von dieser Liebe erreichen lassen. In dieser Gemeinschaft der Heiligen und der Teilhabe am Heiligen besitzt keiner etwas nur für sich, sondern was er hat, ist für alle. Und weil wir in Gott verbunden sind, können wir auch etwas für die Fernen und diejenigen tun, die wir aus eigener Kraft niemals erreichen könnten, denn mit ihnen und für sie beten wir zu Gott, damit wir uns alle seinem Heilswirken öffnen.

Montag, 16. Februar 2015

Geschwisterliche Liebe

Dass "jene geschwisterliche Liebe, an der die Welt die Jünger Christi erkennen soll", nicht notwendigerweise kuscheligen Ringelpietz mit Anfassen bedeutet und man mit dem einen oder anderen Bruder in Christo nicht immer einer Meinung ist, versteht sich von selbst. Aber wenn die harmlose Frage nach den Fastenvorsätzen zu einer wilden Diskussion über Essstörungen und Sinn und Unsinn geteilter Küchenarbeit in einer Ehe ausartet (so geschehen gestern abend auf facebook), dann hat entweder jemand etwas gewaltig in den falschen Hals bekommen oder etwas läuft ganz und gar nicht rund. Das führte sogar bereits zu ersten Blockierungen. Da ich grundsätzlich alle Teilnehmer dieser Runde sehr schätze, habe ich es nach der ersten Verblüffung vorgezogen, niemanden zu blockieren, sondern mir lediglich meinen Teil zu denken. Denn wie war das noch mit den "freien Gedanken"? Wie kann man sich überhaupt über so ein Thema so dermaßen entzweien?
Dabei kann ich im gestrigen Fall teilweise durchaus nachvollziehen, warum im Verlauf der Diskussion manche Diskutanten doch etwas schärfer wurden. Allerdings bestärkt es mich in meiner Ansicht, meinen Senf nicht überall dazuzugeben. Manchmal reicht es mir einfach, Dinge innerlich klar zu kriegen und nur für mich zu wissen, wessen Ansichten ich bis wohin mittragen kann. Ich habe gelernt das zu trennen, Professionelles oder auch Sachliches und persönliche Ansichten. So gibt es Menschen, deren Arbeit ich sehr schätze, deren Ansichten in anderen Dingen ich allerdings nur zum Teil oder gar nicht teile. Auch das gehört zur Meinungsfreiheit, ebenso wie meine Freiheit, nicht immer alles auszuschreiben oder zu -sprechen.

Neben dieser Freiheit gehört zur christlich-geschwisterlichen Liebe auch das "Ertragen in Liebe" (Eph 4,2) und das ist wohl das Schwerste daran. Das merkt man ja schon im Kleinen, in der eigenen Familie, wenn einen der eigene Bruder mal wieder zum Wahnsinn treibt. Da ich das mit der erduldenden Liebe noch nie besonders gut konnte, nehme ich mir für diese Fastenzeit 2015 vor, lieber einmal zu viel zu schweigen und dafür innerlich für den Betreffenden ein kurzes Stoßgebet zu sprechen. 

Da verwandelte sich das Nilwasser in Blut

Das erste Gräuelvideo des libyschen IS-Ablegers zeigt die Enthauptung von 21 ägyptischen Kopten.
Das war der Schocker des Abends. Da surft man harmlos im Netz und dann springen einen hinterrücks Bilder aus einem Enthauptungsvideo der IS-Bestien an. 21 Männer in den orangenen Gefangenoveralls, in welche IS ihre Gefangenen als zynische Anspielung an Guantanamo kleiden, knien an einem Strand in Libyen, während ihnen schwarzgekleidete und vermummte Männer ihre Messer an die Kehlen halten. Nach einer eindeutig geäußerten Drohung in Richtung der "Angehörigen der Nation des Kreuzes" werden die Geiseln getötet und das Meer färbt sich genauso rot, wie ich es mir sonst aus 2. Mose 7, 20 vorgestellt hatte. 

Nachdem sowohl Ägyptens Präsident Abdel Fattah al- Sisi als auch die renommierte islamische Al-Azhar-Universität die Enthauptungen scharf verurteilten haben, hat die ägyptische Luftwaffe nach Militärangaben bereits Stellungen der Terror-Miliz in Libyen angegriffen haben.


Herr, ich bitte dich: 
Nimm die 12 ägyptischen Märtyrer auf in deine Herrlichkeit. 
Erbarme dich der Mörder und erleuchte ihre Herzen, 
dass sie wahrhaft bereuen und umkehren zu dir! 



--> Hier findet ihr die Meldung der dpa in der SZ. Inzwischen haben auch andere Zeitungen sie aufgegriffen.

--> Hier geht's zum sirko's Gastbeitrag bei Elsa aus der Reihe "Sanguis martyrum" zu den Ereignissen. 

--> Bilder via facebook.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Ave Maria in Lourdes

Das Donbass kocht

...was wird das für eine Suppe geben?
 Fest steht: Auf beiden Seiten gab es gewaltsame und gewaltfreie Proteste und Aktionen. In Kiew jagte man die regierungstreuen Kräfte davon, schlug Andersdenkende zusammen und zündete Sicherheitskräfte an, in der Ost- und Südostukraine vertrieb man die Statthalter der Oligarchen und verprügelte politische Gegner. Keinesfalls gab es jedoch einen friedlichen Machtwechsel auf dem Maidan. Tausende Videos und Fotografien bezeugen übelste Gewaltakte bis hin zur Verwendung von Schusswaffen. Doch die Öffentlichkeit wird niemals erfahren, wer die Heckenschützen auf dem Euromaidan waren, wie viele Polizisten von Gewalttätern getötet oder schwer verletzt wurden, wer das Gewerkschaftshaus in Odessa anzündete, wobei Dutzende Menschen bei lebendigem Leibe verbrannten. Denn jedes Ergebnis einer Untersuchung würde offenbaren, wie stark die stillschweigende Akzeptanz politischer pro-westlicher Kräfte gegenüber den faschistischen Mordbrennern gediegen war. Häufig vor Ort: westliche Politiker und Diplomaten.
Die Art und Weise, mit der die neuen Machthaber in der Ukraine gegen Teile der eigenen Bevölkerung vorgeht, ist erschreckend. Städte werden bombardiert, es erfolgt der vorsätzliche Beschuss von Wohngebieten und die absichtliche Zerstörung der Infrastruktur, alten Menschen wurde die Rente gestrichen, Krankenhäusern die Zufuhr an Medikamenten entzogen; der Donbass unterliegt einer totalen Wirtschaftsblockade. So verhält sich kein Rechtsstaat, der in EU und Nato strebt, sondern eine Despotie. Doch de facto erkennt man damit an, dass der Donbass nicht mehr zur Ukraine gehört. Was also bleibt, sind der Durst nach Vergeltung und die Sucht nach der Zerstörung der russischen Kultur in der Ukraine, ja jedes Leugnen einer gemeinsamen Vergangenheit. Dass der ukrainische Ministerpräsident Jazenjuk, in dessen Wahlblock viele Faschisten und Ultranationalisten unterkamen, die pro-russische Bevölkerung im Donbass zweimal als ›Untermenschen‹ bezeichnet hat (besonders britische Medien berichteten, deutsche nur kaum wahrnehmbar), ohne dass es einen Aufschrei gab, spricht Bände.[...]

Das sieht eher nach einer undurchsichtigen und wohl für alle Beteiligten wenig bekömmlichen Brühe aus. Und wenn schon der Tag für Tag berichtende Taras Sirko es für nötig hält ein weiteres Mal anzumerken, dass der Ostukrainekonflikt vielleicht ein bisschen komplizierter als er sich in den westlichen Medien darstellt, dann klingt das sehr danach, dass ihm zurzeit ein ganz kleines bisschen die Geduld ausgeht. Das ist selbstverständlich nur eine Vermutung. Ich hätte allerdings vollstes Verständnis dafür. Wenn man sich die tägliche Berichterstattung hierzulande anguckt, die eher geeignet ist, die Menschen zu verwirren. Ich wäre noch verwirrter, wenn es die fundierten Artikel des Steppensturms nicht gäbe, da ich leider weder Russisch noch Ukrainisch verstehe. Zum Beispiel war mir bis heute neu, dass im Zuge des sog. Euromaidan sogar Menschen bei lebendigen Leibe verbrannt sind, was man nur von den IS-Bestien kannte. Ich möchte nur mal wissen, nach welchen Kriterien in den Redaktionen die Nachrichten ausgewählt werden.

Dienstag, 10. Februar 2015

Now and then

Der dichtende Soldatengroßonkel war Mitglied einer Sturmschar-Gruppe in Hamburg. Die Sturmscharen verstanden sich als Teil und Elite des Katholischen Jungmännerverbandes. Ende der 1930er wurden sie aufgelöst.

Nach 1945 wurde daraus der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, vulgo BDKJ.


--> Und nun möge sich der geneigte Leser seinen Teil dazu denken...

Vergesst die Menschen in Nigeria nicht!



Irak: Kirche kauft Menschen vom IS frei

Wer immer noch denkt, dass es Sklavenhandel seit Ende des US-amerikanischen Bürgerkrieges nicht mehr gäbe, der braucht dieser Tage nur in die Gegenden schauen, in denen der sog. "Islamische Staat" seine Schreckensherrschaft führt. Besonders Christen werden dort wie Vieh verschachert.

Wie das päpstliche Hilfswerk Kirche in Not meldet, gelang es der katholischen Kirche im Irak jedoch, einige Personen freizukaufen.


Folgende Ausschnitte sind aus einem Interview mit dem Erzbischof von Kirkuk, Yousif Thomas Mirkis:
Wir haben gehört, dass der IS mit Menschen handelt – können Sie das bestätigen?
Ja. Der IS verkauft Christen und Jesiden auf dem Markt in Mossul. Frauen und Kinder. Wir haben um die 60 Personen freigekauft.
Können Sie denn direkt mit dem IS verhandeln?
Nein, wir Christen nicht. Muslimische Freunde verhandeln dort für uns mit großem Risiko. Es sind Leute, die vor Ort leben müssen. Die freigekauften Menschen reisen von Mossul nach Tikrit und dann von Tikrit nach Kirkuk, rund 400 Kilometer, weil es keine direkte Verbindung gibt.

Die Kosten für eine solche Reise sind hoch, denn in der IS-Region ist alles teuer: Öl, Gas, Transport. Unsere muslimischen Mittelsmänner müssen sehr mutig sein, denn wenn der IS erfährt, dass sie Christen helfen, werden sie getötet.

Wenn ihr die Arbeit von "Kirche in Not" im Irak unterstüzten wollt, könnt ihr dies mit einer Spende tun.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63750903000002152002
BIC: GENODEF1M05

Reines Herz oder eine reine Hände?

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? 

Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte: Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.
 
(Mk 7, 5-9)

Montag, 2. Februar 2015

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters im Februar 2015: Für Gefangene und Geschiedene

Wir beten zu Gott, unserem Vater,

1. für alle Gefangenen, insbesondere für jugendliche Straftäter, dass sie bereit sind, ihr Leben in Würde zu erneuern.

2. für Geschiedene und Verheiratete, die getrennt leben, dass sie in ihrer christlichen Gemeinde Entgegenkommen und Unterstützung erfahren.