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Der Weihnachtswunsch von Papst Franziskus an die Welt: Brüderlichkeit

Aus dem Urbi et Orbi zum Weihnachtsfest 2018: Euch Gläubigen aus Rom und euch Pilgern sowie euch allen, die ihr überall in der Welt mit uns verbunden seid, rufe ich erneut die frohe Kunde von Betlehem zu: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens« (Lk 2,14).

Wie die Hirten, die als Erste zur Grotte geeilt waren, stehen wir staunend vor dem Zeichen, das Gott uns gegeben hat: vor einem Kind, »das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt« (Lk 2,12). In Stille knien wir nieder und beten an.

Und was sagt uns jenes Kind, das die Jungfrau Maria uns geboren hat? Was ist die universale Botschaft von Weihnachten? Sie sagt uns, dass Gott ein guter Vater ist und wir alle Geschwister sind.

Diese Wahrheit liegt der christlichen Vision vom Menschsein zugrunde. Ohne die Brüderlichkeit, die Jesus uns geschenkt hat, behalten all unsere Bemühungen um eine gerechtere Welt einen kurzen Atem, und selbst die besten Vorhaben drohen seelenlose Strukturen zu werden.

Heute ist euch der Retter geboren!

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Wie man Müll vermeidet #1: Häkele deinen eigenen Duschschwamm

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Ein Duschschwamm (im Folgenden als "Duschpuschel" bezeichnet) ist Korallen nachempfunden und dient dazu, Seife oder Duschgel gut auf der Haut zu verteilen. Im Handel sind sie oft aus synthetischem Netzen erhältlich. Da diese Netze zwar mehrfach verwendet, letztendlich aber doch weg geworfen werden, landen auch sie im Müll und irgendwann, vielleicht, in den Weltmeeren. Da ist ein aus Baumwollgarn selbst gehäkelter Duschpuschel sowohl ökologisch als auch optisch sinnvoller. Mit einem zusätzlichen Bändchen versehen, kann der Puschel aufgehangen werden, wodurch er leicht aufgeräumt ist. Oder man hängt ihn sich während des Duschvorgangs ans Handgelenk und hat die Hände frei für Shampoos und Seifen.

Grundsätzlich könnt ihr einen solchen Duschpuschel aus jedem Garn machen, das ich gern mögt. Ich bevorzuge 100%-Baumwollgarn, wie man es z.B. auch für Topflappen verwendet. Dieses ist strapazierfähig und vor allem bis zu 60°C maschinenwaschbar. Leider wird diese Variante doch recht ha…

Zölibat, die ewige Provokation

Wie kann man den Zölibat, also den freiwilligen Verzicht auf Ehe und Familie zugunsten eines priesterlichen bzw. gottgeweihten Lebens, heute überhaupt leben? Ist das nicht längst überholt, ungesund, weil triebunterdrückend, evtl. sogar missbrauchsfördernd und daher geradezu sittenwidrig? Diese und andere Vorurteile werden seit Jahrzehnten wie eine kaputte Langspielplatte (für die Jüngeren: das sind diese großen, schwarzen Vinylscheiben mit Loch in der Mitte, die Oma oder Opa daheim herumliegen haben) immer wieder heruntergeleiert. Dabei ist es egal, dass die Ehen protestantischer Pastoren oder katholischer Ständiger Diakone eine mindestens ebenso hohe Scheidungsrate aufweisen, wie die 08/15-weltliche Ehe. Und es ist unerheblich, dass auch andere Weltreligionen sexuelle Enthaltsamkeit aus spirituellen Gründen kennen, manche zeitweilig, manche ebenfalls als Lebensentscheidung. Beim Dalai Lama stört es nicht, dass er zölibatär lebt. Nur dass der örtliche katholische Priester keine Ehefra…

Spenden heißt "Die Welt mitgestalten"

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Zurzeit gehen sie wieder herum. Die "Bettelbriefe", wie meine Mutter die Mailings diverser Hilfsorganisationen und katholischer spendenfinanzierter Initiativen und Gemeinschaften nennt. Und bevor jetzt ein allgemeines Raunen über die Papierverschwendung oder veruntreuende Organisationen anhebt, sei hier wieder eine Lanze für das persönliche Spenden gebrochen.

Denn tatsächlich ist Spenden ein zutiefst freier Akt und damit ein Zeichen persönlicher Souveränität. Ich kann über das Geld, das ich mir selbst erarbeitet habe, nach eigenem Gutdünken verfügen. Natürlich ist damit nicht das gesamt Bruttogehalt gemeint, schön wär's. Zuerst schlagen der Staat und die Sachzwänge in Form von Steuern, Miete, Strom, Kommunikation und Lebenshaltung zu. Aber von dem, was dann übrig ist und von dem wir es uns in der Regel gut gehen lassen (was wir redlich verdient haben), können und sollten wir zumindest einmal im Jahr etwas abgeben. Es gibt ja nicht nur altruistische Gründe zu Spenden. E…

Der Mensch hat ein Recht auf seine Meinung

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es ist nicht nur Deutschen Grundgesetz, Artikel 5, sondern auch in der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte verbrieft. Dort heißt es in Artikel 19:
"Jed­er hat das Recht auf Mei­n­ungs­frei­heit und freie Mei­n­ungsäußerung; dieses Recht schließt die Frei­heit ein, Mei­n­un­gen unge­hin­dert anzuhän­gen sowie über Medi­en jed­er Art und ohne Rück­sicht auf Gren­zen Infor­ma­tio­nen und Gedankengut zu suchen, zu emp­fan­gen und zu ver­bre­it­en." Was ist aber nun eine Meinung?  Laut Definition im Wörterbuch bezeichnet das Wort "Meinung" eine "persönliche Ansicht, Überzeugung, Einstellung o. Ä., die jemand in Bezug auf jemanden oder etwas hat (und die sein Urteil bestimmt)". Eine Meinung ist also eine subjektive, weil persönliche Ansicht. Eine solche fällt nicht vom Himmel. Wir alle betrachten die Welt durch unsere eigenen Augen. Dabei sind wir geprägt (bewusst oder unbewusst) von vielfältigen Einflüssen: Vergang…

Statt Bleigießen: Jahresheiligenziehen 2018/2019

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Was soll mir das denn jetzt sagen?
Soeben habe ich auf kirche-in-not.de meine Jahresheilige für das Jahr 2019 A.D. gezogen und wen hat mir Algorithmus ausgespuckt: Die selige Anna Katharina Emmerick! Jene Ordensschwester, die Anfang des 19. Jahrhunderts Stigmata empfing und detaillierte Visionen zu Leben und Sterben Jesu hatte. Aha. Der Dichter Clemens Brentano hat 1818 diese Visionen aufgeschrieben und unter dem Titel "Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus" herausgebracht. Auf dieses Buch stützte sich 2003 Mel Gibson, als er für seinen Film "Die Passion Christi" recherchierte.
Alles sehr interessant. Zusammen mit Zitat "Herr, mein Gott! ... Stehe mir bei, gib mir Geduld und Ergebung in deinen allerheiligsten Willen."  und der Aktion  "Für die Bekehrung der Ungläubigen beten", die ebenfalls aus dem Jahresheiligen-Algorithmus flogen, bin ich jetzt verwirrt  doch gespannt, was mir das neue Jahr bringen wird. Auf jeden Fall scheint es …

Doku über die Situation der Christen im Irak mit Beteiligung meines Zukünftigen und mir

Das liebste Menschenkind von allen hat seinen ersten offiziellen größeren Auftrag als Sprecher absolviert! Für eine Dokumentation von Project Peacmaker e.V und Oannes Journalism über die Christen und andere Minderheiten im Nahen Osten durfte er das deutsche Voice-over machen. Und ich habe die Dialoge übersetzt. Der Film wurde zuerst bei einer Sitzung des EU Parlaments in Brüssel gezeigt und ist seit 16.12.2019 online. Nämlich →hier.


Falls einer meiner geneigten Leser in naher und/oder mittelfristiger Zukunft einen professionellen Sprecher, Schauspieler, Fotograf oder Filmer braucht, dann schaue er oder sie doch bitte auf bmakfilms.com nach. Über das dortige Kontaktformular könnt ihr auch eure Anfragen platzieren.









Struktur des Bösen?

Da hat der Bischof von Hildesheim ein großes Wort gesagt. "Ich glaube, der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche", sagte P. Heiner Wilmer SCJ am Freitag im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, das in einem Artikel auf katholisch.de vom 14.12.2018 aufgegriffen wurde. Weiter führte der Bischof aus, dass "der Glauben an die 'heilige Kirche' könne in Zukunft nur noch dann redlich bekannt werden könne, wenn man mitbekenne, dass diese Kirche 'auch eine sündige Kirche' sei". Bisher hieß es, in der Kirche gebe es die Einzelnen als Sünder. Aber die Kirche an sich sei rein und makellos. "Davon müssen wir uns verabschieden." Denn es gebe auch "Strukturen des Bösen" in der Kirche als Gemeinschaft. Dabei beklagte der Dehonianerpater und Bischof, dass dies bisher in der Theologie viel zu wenig beachtet würde und berief sich dabei auf die Aussagen des Ex-Priester Eugen Drewermann.
Belastete Vorgänger in Hildesheim Dabei muss ma…

Beten wir mit dem Papst im Dezember 2018: für die Glaubensvermittler

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Welche Henne bzw. welches Ei waren zuerst? *pun not intended* Kaum launcht die Deutsche Bischofskonferenz eine neue deutsche Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift und das dazugehörige Lektionar, schon bringt der Papst die weltkirchliche Bevölkerung dazu, für dieses hehre Anliegen einen Monat lang zu beten? Oder haben wir es hier doch nur mit einem unglaublichen Zufall zu tun bzw. will uns der Himmel einfach mal sagen, dass wir auch bei einer neuen Einheitsübersetzung nicht in Panik verfallen brauchen? Weil es eh nach Seinem Heiligen Willen geht und er den besten Überblick überhaupt hat.
Deswegen kann der Papst diesen Dezember auch dazu einladen, mit ihm zu beten für:
Im Dienst der Glaubensvermittlung: dass alle, die das Evangelium verkündigen, eine Sprache finden, die den unterschiedlichen Menschen und Kulturen gerecht wird.

Beten wir mit dem Papst im November 2018: Um Frieden und Dialog

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Wir beten zu Gott, unserem Vater, dass die Sprache des Herzens und der Dialog stets Vorrang haben vor Waffengewalt.

Asia Bibi ist endlich frei!

Was das eine Zitterpartie! Der Meldung, dass Asia Bibi, die seit mehreren Jahren in einem pakistanischen Gefängnis schmort, auf Veranlassung ihrer Regierung endlich frei gelassen wurde, war das Highlight der letzten Woche. Was war damals noch mal ihr Verbrechen gewesen? In einem Dorf mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung hatte sie aus demselben Brunnen wie einige Muslime getrunken. Nach dem in Pakistan geltenden, sog. Blasphemiegesetz wurde sie daraufhin der Gotteslästerung angeklagt und ohne weiteres faires Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Irgendwann und nach mehrfachen Appellen der internationalen Gemeinschaft, darunter die Päpste Benedikt XVI und Franziskus wurde dieses Todesurteil zumindest zeitlich ausgesetzt. Das ändert jedoch nichts daran, dass dieses unsägliche Blasphemiegesetz Pakistan in eine Barbarei führt, wie sie Europa noch von den Hexenverfolgungen kennt. Wenn Menschen schon wegen eines Schlucks Wassers angezeigt werden, können andere Leute ihre Nachbarn, auf…

Beten wir für den Frieden unsrer Erde

Lasset uns beten für den Frieden unsrer Erde,
          denn der Friede der Erde ist todkrank.
Hilf ihm, süße Jungfrau Maria, hilf uns sprechen:
Friede sei dem Frieden unsrer armen Welt.

Die du vom Geist des Friedens gegrüßt wurdest,
Erbitte uns den Frieden -
Die du das Wort des Friedens in dich aufnahmst,
Erbitte uns den Frieden -
Die du das heil'ge Kind des Friedens zur Welt geboren hast,
Erbitte uns den Frieden -
Du Helferin des Allversöhners,
Du Willige des Allverzeihers,
Du Hingegebne an sein ewiges Erbarmen,
Erbitte uns den Frieden.

Du milder Mond in den wilden Nächten der Völker,
Wir begehren den Frieden -
Du sanfte Taube unter den Geiern der Völker,
Wir ersehnen den Frieden -
Du sprießender Ölzweig in den dürren Wälder ihrer Herzen,
Wir verzehren uns nach Frieden -
Dass die Gefangenen endlich erlöst werden,
Dass die Vertriebenen endlich ihre Heimat finden,
Dass sich alle Wunden endlich, endlich wieder schließen:
Erbitte uns den Frieden.

Um der Lieblichkeit der Erde willen,

Menschenrechte sind nicht verhandelbar, für jeden Menschen

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Es wird Zeit…!
Zeit etwas zu bewegen…!
Zeit die Realität anzunehmen…!

Zeit zu akzeptieren, dass wir in einer globalisierten und hochkommunikativen Welt zusammenwachsen.
Und wenn dies geschieht, muss uns bewusst sein, dass jeder von uns gefragt ist.

Denn Spannungen, Ängste, Sorgen....sind unvermeidbar.
Doch wir können dagegen etwas tun!
Wir können damit beginnen zu begreifen, dass der Wille zum Dialog Voraussetzung ist, um weltweit eines Tages Frieden zu schaffen.

Unser Planet ist inzwischen ein Dorf.
Das muss die Menschheit als Herausforderung begreifen.
Wir können uns nicht mehr aus dem Weg gehen.
Die Alternative wären Konflikte, an denen sich einige wenige bereichern und viele zu leiden hätten.
Fangen wir an.......mit den Mitteln die uns zur Verfügung stehen.

Mit einem ehrlichen Konsens.

Ich wünsche mir, dass diese Dokumentation, die von Flüchtlingen, ehemaligen Flüchtlingen, Muslimen, Christen, Atheisten ....produziert wurde, in den Schulen, Universitäten, Stiftungen, politischen …

Herbstzeit ist Kimchizeit

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Wenn man das Wort "Kimchi" stellvertretend für jede Art einzulegendes Gemüse liest. Ähnlich wie Sauerkraut wird beim koreanischen Nationalgericht das Gemüse durch Milchsäuregärung haltbar gemacht, was es gerade in den Wintermonaten zu einem beliebten Vitamin-C-Lieferanten macht. Da es bei uns in der Österlichen Bußzeit meist noch arg kalt ist, habe ich diese Gericht in einem anderen Blogpost mal als ideale Fastenspeise bezeichnet. Ein Rezept war ich damals schuldig geblieben, was ich heute nachholen möchte.

Es heißt, dass gerade von diesem Gericht so viele Varianten und unterschiedliche Zubereitungsweisen gibt, wie Korea Einwohner hat. Zumindest soll jede koreanische Familie ihr eigenes Kimchi Rezept haben und hüten. Da ich im Land der Morgenstille leider keine leibliche Familie mehr habe, greife ich auf das Rezept meiner lieben Freundin Laeri - einer Expat-Koreanerin aus dem Großraum Frankfurt - zurück.


Rezept: 

Zunächst werden die Blätter des Chinakohl einzeln gewaschen, ge…

Nach der Tasse Kaffee...

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...mit dem Kaffeesatz peelen
Eigentlich bin ich ja vor der ersten Tasse Kaffee am Morgen kein Mensch. Also, kein wirklich umgänglicher oder vernünftiger Mensch. Es ist erstaunlich, was ein wenig Koffein mit den Gehirnzellen anstellt. Mein Körper setzt Koffein unmittelbar in Texte um. Grund genug, mal zu überlegen, was man mit dem übrig gebliebenen Kaffeesatz so anstellen. Dass man mit übrig gebliebenen Teeblättern Teppiche reinigen kann, wusste ich schon, aber dass die kleinen Körnchen im Kaffeesatz einen richtiggehenden Peelingeffekt haben können, war mir neu. Wozu doch das Internet gut ist, obwohl das wahrscheinlich auch schon die (Ur)großeltern wussten. À propos "Großeltern": Kaffeemühle und Geschirr sind Erbstücke. Danke, liebe Oma!

Hier das Rezept zum selber machen: Peeling mit Kaffee, Olivenöl und Quark
Nein, das ist kein Stracciatella-Eis. :-) Das ist selbst angerührtes Kaffeesatz-Peeling.



Zunächst fängt aber alles mit dem Kaffee an. Manche kaufen den schon fertig g…

Beten wir mit dem Papst im September 2018

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Wie Josef Bordat bereits so richtig festgestellt hat, ist "Migration nicht die Mutter, sondern eher die Tochter der Probleme". Die "Mutter" sind die Probleme vor Ort, u.a. in vielen Ländern Afrikas, wo es den Menschen an einem flächendeckenden Bildungssystem und guten Arbeitschancen vor Ort mangelt. Natürlich kann man diesen beklagenswerten Umstand nicht allein auf die Folgen der Kolonisation schieben. Ebenso sind es korrupte Regime und verkrustete Clanstrukturen. Und dennoch haben wir eine Mitverantwortung und wenn es nur die vor Gott ist.

Beten wir also im September mit dem Papst für Bildung und Arbeit in Afrika
Wir beten zu Gott, unserem Vater, um freien Zutritt aller Jugendlichen zu Bildung und Arbeit in den jeweiligen Ländern Afrikas.

Die Großeltern hatten doch recht

Wie ich mit "Zero Waste", "Foodsaving" und "Upcycling" angefangen habe Ich mache ja wirklich nicht jeden Trend mit. Eigentlich lebe ich seit jeher nach dem bekannten Gedicht Christian Morgensterns, der einmal geschrieben hat "Sieh nicht, was andere tun / der anderen sind so viel. / Du kommst nur in ein Spiel / das nimmermehr wird ruhen." Getreu dieser Devise fand ich Ausdrücke wie "Zero Waste Lifestyle", "DIY", "Upcycling" oder "Foodsaving" bisher fürchterlich affig. Nicht dem Wortsinn nach, der aller Ehren wert ist. Wir alle sollten die natürlichen Ressourcen viel mehr schützen und unseren Müll soweit es geht reduzieren, denn wir alle leben zusammen auf dieser einen Erde, für die es (bisher) keinen Ersatz gibt. Aber dieses Gehabe, alte Dinge oder Tätigkeiten hervorzuholen und unter einem fancy Namen als eigene, neue und hippe Erkenntnis zur Weltrettung zu präsentieren, geht mir auf die Nerven. Eigentlich.

Ave Roma (jetzt erst recht!)

Fremde glaubt' ich zu grüßen,  Heimat winkt mir nun:  Rom, zu deinen Füßen Ist tief zu ruhen!
Rom, vor deinen Mauern Gelten nicht Volk noch Land,  Wie mit Todesschauern Machst du verwandt!
Auf deinen Hügeln klagen Schatten jeder Zeit,  Aber darüber ragen Wächter der Ewigkeit. 
Uns're Geschlechter umranken  Dich wie welkes Laub,  Doch uns're höchsten Gedanken Sind in dir gebaut. 
Lehre von Stunden, die schwinden,  Lehre von Wahn und Streit,  Ewige, heim mich finden Zur Ewigkeit!
Über den Pfad, den ich schreite,  Über das Los, das mir fällt,  Hebe mich aufwärts, weite Mich, Herz der Welt! - 
Heimat ward mir beschieden Wie im Meere dem Strom:  Gib meiner Seele Frieden,  Heiliges Rom!
Gertrud von Le Fort, 1907

K wie Kirchenführung

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Diese Kirche hat mich mein Leben lang begleitet: Taufe, Erstkommunion, Firmung, Jahre des Ministrierens und des Messbesuchs und nächstes Jahr - so Gott will - meine Hochzeit. Sie ist dem heiligen Johannes dem Täufer gewidmet und regelmäßig finden hier, wie fast überall, kunstgeschichtliche und geistliche Kirchenführungen statt.

Es gibt viele Wege zu Gott, einer geht über die Berge

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Diesen Ausspruch des christlichen Schriftstellers Reinhold Schneiders pflegte mein Vater oft zu zitieren. Er war, wie unser damaliger Ortspfarrer, begeisterter Bergsteiger. Für beide war die unberührte Natur der Allgäuer Alpen auch immer wieder Ort der Gottesnähe. Davon zeugen nicht zuletzt die jährlichen Wallfahrten übers Mädelehoch ins Lechtal, sondern auch die zahlreichen Bergmessen rund um Oberstdorf.


Als Antwort auf einen Beitrag des Kingbären, der jüngst eher traumatisierende Erfahrungen mit "Outdoor"-Messen gemacht hat, möchte ich hier eine Bergmesse als positives Gegenbeispiel einer heiligen Messe unter freien Himmel bringen. Die Filmemacherin, Verena Scherm, gehört übrigens genau wie ich zur ersten Generation weiblicher Ministranten in Oberstdorf. Anders als viele andere hat sie ihr kirchliches Engagement über die Pubertät gerettet, worunter ich auch ihre Tätigkeit für das katholische Online-TV-Format katholisch1.tv des Bistums Augsburg subsummiere.

Haben wir eigentlich richtig verstanden, was die Ehe ist?

„Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar für jedermann verfaßt, aber von wenigen wirklich gefaßt und begriffen.“

Adolph Kolping

Warum der Krieg im Nahen Osten auch uns angeht

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Es ist eines der besten Sachbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und es könnte alles, was ihr über die zahlreichen Konflikte im Nahen Osten, wie den jüngsten Terror Krieg des IS, zu wissen glaubt, auf den Kopf stellen. Denn Simon Jacob sieht genauer hin. Mehr noch, er geht hin, hört hin, sucht bewusst das Gespräch, den Dialog mit den unterschiedlichsten Menschen in dieser Region. Er kann dies tun, weil er als Angehöriger eines weit verzweigten syrisch-orthodoxen, also christlichen Clan im Tur Abdin, im Südosten der Türkei, über Verbindungen verfügt, die bis nach Syrien und in den Irak hineinreichen. Vor einem solchen Hintergrund fällt es leichter, die "innere Stimme" zu verstehen, die Simon dazu gedrängt hat, sein bequemes Leben im Topmanagement eines großes Unternehmen zu verlassen und sich immer wieder den schmerzerfüllten Erfahrungen von Hass, Blut und Tod auszusetzen. Er will verstehen. Verstehen, warum diese uralte Kulturregion zwischen Euphrat und Tigris…

Beten wir mit dem Papst im Juli 2018: Für die Priester, die sich in ihrem Dienst aufreiben

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Brotbox in der Mittagspause

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Ja, es gibt mich noch. Aktuell sitze ich gerade an mehreren Artikeln für die Arbeit und stehe etwa unter Zeitdruck. Da wird dann die Mittagspause auch mal an Schreibtisch verbracht. Ich bringe mir ja gerne Essen von zuhause mit. "Food-prep" - "Vorbereitetes Essen" heißt das auf Englisch und gilt als Trend in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Pinterest. Ich find's einfach nur praktisch, weil ich selbst bestimmen kann, was ich esse . Gerne achte ich auch darauf,  dass es abwechslungsreich, lecker und gesund ist. Und ich finde es eine gute Übung für spätere Tage, wenn ich Brotdosen für Kindergarten oder Schule werde vorbereiten müssen. Wie jetzt schon Sari und Julia von "mamiblock", deren Videos ich sehr inspirierend finde. 
Heute gibt es also Brote mit Salat, Schinken und Leberpastete, dazu Kirschtomaten. Außerdem etwas Nudelsalat vom Vortag mit Hackbällchen.

Work in progress...

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Ein Sachbuch ist selten spannend. Selten, aber nicht unmöglich. Gerade lese ich so ein spannendes Sachbuch. Es geht um Kriege, Terror und Tote, aber auch um Glauben und Mut, ja sogar Poesie ist Simon Jacob auf seinen zahlreichen Reisen in die Krisengebiete des Nahen Ostens begegnet. Die Gegend kennt er schon lange, weil er zwar Deutscher ist, aber aus einem Clan im Tur Abdin stammt, der beste Vernetzungen im Irak und in Syrien hat.

Auf seiner Reise traf sich Simon immer mehr  mit Menschen, die, wie er, auf der Suche nach Frieden sind. Denn im Nahen Osten leben nicht nur Terrorristen, sondern viel mehr ganz normale Menschen, die in ihren Ländern für eine bessere Zukunft kämpfen.  Die einfach nur "einen Job, ein Smartphone und eine Jeans" möchten. So wie du und ich. Dabei wird auch klar, was dieser Konflikt mit "dem Westen", mit jedem Einzelnen von uns, zu tun hat. Wir haben einfach nur Glück, dass wir in Frieden und Sicherheit hinein geboren wurden. Aber wir alle …

"Es geht um Leben und Tod" - Kardinal Woelki an Fronleichnam

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Die Predigt, die Kardinal Woelki beim gestrigen Fronleichnamsfest auf dem Roncalli-Platz hielt, erinnerte fast an seinen Vorgänger im Amt, den legendären Kardinal Meisner. Vielleicht ist Woelkis "rote Linie" in kirchenpolitischen Angelegenheiten weiter draußen als Meisners, aber irgendwann ist sie auch erreicht. Schön zu sehen, dass ihm die Kronjuwelen des katholischen Glaubensgutes ebenso am Herzen liegen.

Seht, wie sie einander lieben

Passend zu der Gebetsmeinung des Heiligen Vaters für diesen Monat Juni stelle ich diesen Artikel jetzt doch online. Er gurgelt bereits seit Monaten in der Entwurfsansicht herum und ist deswegen nicht mehr ganz brandaktuell. Das Unbehagen, das ich darin formuliere, ist leider nicht nur einmalig oder punktuell.
 *** Ich habe ich da vor einiger Zeit eine interessante Entdeckung gemacht. In einer Gruppe auf Facebook, in der sich von mir sehr geschätzte und gemochte Personen tummeln und einander ihr Leid über verunglückte Verkündigung in den Social - Media klagen, habe ich vor einiger Zeit mein Unbehagen formuliert, das mich in letzter Zeit bei der Lektüre aus diesen Kreisen immer öfter beschleicht. Zugegeben, der Ort war schlecht gewählt, der Artikel unter den ich diesen Kommentar platzierte, gehörte zu den ausgewogeneren jenes Blogger-Kollegen. Dafür möchte ich hier in aller Form um Verzeihung bitten. Ich sage bewußt nicht "entschuldigen", denn wie wir alle wissen, gibt es ein…

Beten wir mit dem Papst im Juni 2018: Für den Umgang in den sozialen Netzwerken

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Wir beten zu Gott, unserem Vater, dass die Menschen durch das Geschehen in den sozialen Netzwerken zu einem Miteinander finden, das die Vielfalt der Einzelnen respektiert.

Beten wir mit dem Papst im Mai 2018: Für die Laien in der Kirche

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Beten wir mit dem Papst im April 2018: Für die Verantworlichen in der Wirtschaft

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Die Weltwirtschaft möge sich dahingehend wandeln, dass es strukturell keine Benachteiligten mehr gibt.

Beten wir mit dem Papst im März 2018: Für die Förderung der geistlichen Unterscheidung

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Wir beten zu Gott, unserem Vater, dass die Kirche erkennt, wie dringend die Ausbildung zu geistlicher Unterscheidung ist, und diese sowohl auf persönlicher als auch auf der Ebene der Gemeinden fördert.



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Diesmal kommt die Gebetseinladung des Heiligen Vaters mit einer Hörempfehlung von Radio Horeb. Seit einigen Monaten sind RH regelmäßig im Noviziat der Legionäre Christi zu Gast und zeichnen dort Vorträge von Einkehr- und Fortbildungstagen auf, damit auch Menschen jenseits von Neuötting-Alzgern an den Inhalten teilhaben können. Am heutigen 13.03.2018 um 20.30 Uhr beschäftigt sich Pater Nikolaus Klemeyer LC mit der Frage, was die genannte Unterscheidung der Geister mit Selbsterkenntnis und dem geistlichen Wachstums des Menschen tun haben. 

Pater Nikolaus bloggt auch unter "Herzen, die sprechen". Schaut mal vorbei!

Beten wir mit dem Papst im Februar 2018 und sagen "Nein" zu Korruption

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Dass jene, die über wirtschaftliche, politische oder religiöse Macht verfügen, ihre Position nicht missbrauchen.

Beten wir mit dem Papst im Januar 2018: Für religiöse Minderheiten in Asien

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Dass Christen und andere religiöse Minderheiten in asiatischen Ländern ihren Glauben in voller Freiheit leben können.