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Es werden Posts vom Dezember, 2018 angezeigt.

Der Weihnachtswunsch von Papst Franziskus an die Welt: Brüderlichkeit

Aus dem Urbi et Orbi zum Weihnachtsfest 2018: Euch Gläubigen aus Rom und euch Pilgern sowie euch allen, die ihr überall in der Welt mit uns verbunden seid, rufe ich erneut die frohe Kunde von Betlehem zu: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens« (Lk 2,14).

Wie die Hirten, die als Erste zur Grotte geeilt waren, stehen wir staunend vor dem Zeichen, das Gott uns gegeben hat: vor einem Kind, »das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt« (Lk 2,12). In Stille knien wir nieder und beten an.

Und was sagt uns jenes Kind, das die Jungfrau Maria uns geboren hat? Was ist die universale Botschaft von Weihnachten? Sie sagt uns, dass Gott ein guter Vater ist und wir alle Geschwister sind.

Diese Wahrheit liegt der christlichen Vision vom Menschsein zugrunde. Ohne die Brüderlichkeit, die Jesus uns geschenkt hat, behalten all unsere Bemühungen um eine gerechtere Welt einen kurzen Atem, und selbst die besten Vorhaben drohen seelenlose Strukturen zu werden.

Heute ist euch der Retter geboren!

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Wie man Müll vermeidet #1: Häkele deinen eigenen Duschschwamm

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Ein Duschschwamm (im Folgenden als "Duschpuschel" bezeichnet) ist Korallen nachempfunden und dient dazu, Seife oder Duschgel gut auf der Haut zu verteilen. Im Handel sind sie oft aus synthetischem Netzen erhältlich. Da diese Netze zwar mehrfach verwendet, letztendlich aber doch weg geworfen werden, landen auch sie im Müll und irgendwann, vielleicht, in den Weltmeeren. Da ist ein aus Baumwollgarn selbst gehäkelter Duschpuschel sowohl ökologisch als auch optisch sinnvoller. Mit einem zusätzlichen Bändchen versehen, kann der Puschel aufgehangen werden, wodurch er leicht aufgeräumt ist. Oder man hängt ihn sich während des Duschvorgangs ans Handgelenk und hat die Hände frei für Shampoos und Seifen.

Grundsätzlich könnt ihr einen solchen Duschpuschel aus jedem Garn machen, das ich gern mögt. Ich bevorzuge 100%-Baumwollgarn, wie man es z.B. auch für Topflappen verwendet. Dieses ist strapazierfähig und vor allem bis zu 60°C maschinenwaschbar. Leider wird diese Variante doch recht ha…

Zölibat, die ewige Provokation

Wie kann man den Zölibat, also den freiwilligen Verzicht auf Ehe und Familie zugunsten eines priesterlichen bzw. gottgeweihten Lebens, heute überhaupt leben? Ist das nicht längst überholt, ungesund, weil triebunterdrückend, evtl. sogar missbrauchsfördernd und daher geradezu sittenwidrig? Diese und andere Vorurteile werden seit Jahrzehnten wie eine kaputte Langspielplatte (für die Jüngeren: das sind diese großen, schwarzen Vinylscheiben mit Loch in der Mitte, die Oma oder Opa daheim herumliegen haben) immer wieder heruntergeleiert. Dabei ist es egal, dass die Ehen protestantischer Pastoren oder katholischer Ständiger Diakone eine mindestens ebenso hohe Scheidungsrate aufweisen, wie die 08/15-weltliche Ehe. Und es ist unerheblich, dass auch andere Weltreligionen sexuelle Enthaltsamkeit aus spirituellen Gründen kennen, manche zeitweilig, manche ebenfalls als Lebensentscheidung. Beim Dalai Lama stört es nicht, dass er zölibatär lebt. Nur dass der örtliche katholische Priester keine Ehefra…

Spenden heißt "Die Welt mitgestalten"

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Zurzeit gehen sie wieder herum. Die "Bettelbriefe", wie meine Mutter die Mailings diverser Hilfsorganisationen und katholischer spendenfinanzierter Initiativen und Gemeinschaften nennt. Und bevor jetzt ein allgemeines Raunen über die Papierverschwendung oder veruntreuende Organisationen anhebt, sei hier wieder eine Lanze für das persönliche Spenden gebrochen.

Denn tatsächlich ist Spenden ein zutiefst freier Akt und damit ein Zeichen persönlicher Souveränität. Ich kann über das Geld, das ich mir selbst erarbeitet habe, nach eigenem Gutdünken verfügen. Natürlich ist damit nicht das gesamt Bruttogehalt gemeint, schön wär's. Zuerst schlagen der Staat und die Sachzwänge in Form von Steuern, Miete, Strom, Kommunikation und Lebenshaltung zu. Aber von dem, was dann übrig ist und von dem wir es uns in der Regel gut gehen lassen (was wir redlich verdient haben), können und sollten wir zumindest einmal im Jahr etwas abgeben. Es gibt ja nicht nur altruistische Gründe zu Spenden. E…

Der Mensch hat ein Recht auf seine Meinung

Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Es ist nicht nur Deutschen Grundgesetz, Artikel 5, sondern auch in der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte verbrieft. Dort heißt es in Artikel 19:
"Jed­er hat das Recht auf Mei­n­ungs­frei­heit und freie Mei­n­ungsäußerung; dieses Recht schließt die Frei­heit ein, Mei­n­un­gen unge­hin­dert anzuhän­gen sowie über Medi­en jed­er Art und ohne Rück­sicht auf Gren­zen Infor­ma­tio­nen und Gedankengut zu suchen, zu emp­fan­gen und zu ver­bre­it­en." Was ist aber nun eine Meinung?  Laut Definition im Wörterbuch bezeichnet das Wort "Meinung" eine "persönliche Ansicht, Überzeugung, Einstellung o. Ä., die jemand in Bezug auf jemanden oder etwas hat (und die sein Urteil bestimmt)". Eine Meinung ist also eine subjektive, weil persönliche Ansicht. Eine solche fällt nicht vom Himmel. Wir alle betrachten die Welt durch unsere eigenen Augen. Dabei sind wir geprägt (bewusst oder unbewusst) von vielfältigen Einflüssen: Vergang…

Statt Bleigießen: Jahresheiligenziehen 2018/2019

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Was soll mir das denn jetzt sagen?
Soeben habe ich auf kirche-in-not.de meine Jahresheilige für das Jahr 2019 A.D. gezogen und wen hat mir Algorithmus ausgespuckt: Die selige Anna Katharina Emmerick! Jene Ordensschwester, die Anfang des 19. Jahrhunderts Stigmata empfing und detaillierte Visionen zu Leben und Sterben Jesu hatte. Aha. Der Dichter Clemens Brentano hat 1818 diese Visionen aufgeschrieben und unter dem Titel "Das bittere Leiden unseres Herrn Jesus Christus" herausgebracht. Auf dieses Buch stützte sich 2003 Mel Gibson, als er für seinen Film "Die Passion Christi" recherchierte.
Alles sehr interessant. Zusammen mit Zitat "Herr, mein Gott! ... Stehe mir bei, gib mir Geduld und Ergebung in deinen allerheiligsten Willen."  und der Aktion  "Für die Bekehrung der Ungläubigen beten", die ebenfalls aus dem Jahresheiligen-Algorithmus flogen, bin ich jetzt verwirrt  doch gespannt, was mir das neue Jahr bringen wird. Auf jeden Fall scheint es …

Doku über die Situation der Christen im Irak mit Beteiligung meines Zukünftigen und mir

Das liebste Menschenkind von allen hat seinen ersten offiziellen größeren Auftrag als Sprecher absolviert! Für eine Dokumentation von Project Peacmaker e.V und Oannes Journalism über die Christen und andere Minderheiten im Nahen Osten durfte er das deutsche Voice-over machen. Und ich habe die Dialoge übersetzt. Der Film wurde zuerst bei einer Sitzung des EU Parlaments in Brüssel gezeigt und ist seit 16.12.2019 online. Nämlich →hier.


Falls einer meiner geneigten Leser in naher und/oder mittelfristiger Zukunft einen professionellen Sprecher, Schauspieler, Fotograf oder Filmer braucht, dann schaue er oder sie doch bitte auf bmakfilms.com nach. Über das dortige Kontaktformular könnt ihr auch eure Anfragen platzieren.









Struktur des Bösen?

Da hat der Bischof von Hildesheim ein großes Wort gesagt. "Ich glaube, der Missbrauch von Macht steckt in der DNA der Kirche", sagte P. Heiner Wilmer SCJ am Freitag im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, das in einem Artikel auf katholisch.de vom 14.12.2018 aufgegriffen wurde. Weiter führte der Bischof aus, dass "der Glauben an die 'heilige Kirche' könne in Zukunft nur noch dann redlich bekannt werden könne, wenn man mitbekenne, dass diese Kirche 'auch eine sündige Kirche' sei". Bisher hieß es, in der Kirche gebe es die Einzelnen als Sünder. Aber die Kirche an sich sei rein und makellos. "Davon müssen wir uns verabschieden." Denn es gebe auch "Strukturen des Bösen" in der Kirche als Gemeinschaft. Dabei beklagte der Dehonianerpater und Bischof, dass dies bisher in der Theologie viel zu wenig beachtet würde und berief sich dabei auf die Aussagen des Ex-Priester Eugen Drewermann.
Belastete Vorgänger in Hildesheim Dabei muss ma…

Beten wir mit dem Papst im Dezember 2018: für die Glaubensvermittler

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Welche Henne bzw. welches Ei waren zuerst? *pun not intended* Kaum launcht die Deutsche Bischofskonferenz eine neue deutsche Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift und das dazugehörige Lektionar, schon bringt der Papst die weltkirchliche Bevölkerung dazu, für dieses hehre Anliegen einen Monat lang zu beten? Oder haben wir es hier doch nur mit einem unglaublichen Zufall zu tun bzw. will uns der Himmel einfach mal sagen, dass wir auch bei einer neuen Einheitsübersetzung nicht in Panik verfallen brauchen? Weil es eh nach Seinem Heiligen Willen geht und er den besten Überblick überhaupt hat.
Deswegen kann der Papst diesen Dezember auch dazu einladen, mit ihm zu beten für:
Im Dienst der Glaubensvermittlung: dass alle, die das Evangelium verkündigen, eine Sprache finden, die den unterschiedlichen Menschen und Kulturen gerecht wird.