Samstag, 31. März 2012

Zur Nacht II

Dein Reich, oh Gott, ist ohne Grenzen.
Auch da wo Menschenmacht regiert,
wird neu der große Tag erglänzen,
zu dem du alle Menschen führst.

Die menschliche Natur

"Du bist unruhig darüber, dass du nicht ständig an mich denkst. Und du beunruhigst dich über deine Fehler und wagst nicht mehr zu mir aufzuschauen. Das ist nicht notwendig. Gib dich mir, wie du bist. Ich kenne ja doch die menschliche Natur. Und ich bin ja gekommen, um ihr zu helfen und sie zu heilen." (Jesus an G. B.)

Novene zur göttlichen Barmherzigkeit - reminder

Auch wenn wir noch mitten in der Vorbereitung auf Ostern stecken, direkt vor der Karwoche, kündigt der hw. Landpfarrer bereits eine neue Gebetsaktion an: die Novene zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit (vulgo "Weißer Sonntag"), eine Woche nach Ostern. Sie beginnt Karfreitag und der hw. Landpfarrer stellt wieder täglich die Texte dazu online. Diesem freundlichen Aufruf schließt man sich doch gerne an, also wird's ab Karfreitag auch hier im Herrgottswinkel weiter gehen.

Kreuzweg bis Ostern: 8. Station





Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 15,21
Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Zyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.

BETRACHTUNG
Simon von Zyrene kam gerade vom Feld. Er traf auf den Todeszug und erfuhr die Schikane, gemeinsam mit Jesus das Kreuz tragen zu müssen. Zu einem späteren Zeitpunkt stimmte er diesem Dienst innerlich zu, zeigte sich glücklich, dem armen Verurteilten geholfen zu haben, und wurde einer der Jünger in der Urkirche. Sicher war er Gegenstand der Bewunderung und fast des Neides wegen des besonderen Schicksals, Jesus in seinen Leiden Erleichterung verschafft zu haben.

GEBET
Lieber Jesus, du hast dem Simon von Zyrene wahrscheinlich deine Dankbarkeit für seine Hilfe gezeigt, während in Wirklichkeit er und jeder von uns das Kreuz verdient hätte. So bist du, o Jesus, uns jedesmal dankbar, wenn wir unseren Mitmenschen helfen, ihr Kreuz zu tragen, während wir doch nur unsere Pflicht tun, um unsere Sünden zu sühnen.

Du, Jesus, stehst am Anfang dieses Kreislaufs des Mitleids. Du trägst unser Kreuz, so daß wir fähig werden, dir in deinen Brüdern und Schwestern das Kreuz tragen zu helfen. Herr, als Glieder deines Leibes helfen wir uns gegenseitig, das Kreuz zu tragen, und wir bewundern das enorme Heer der Zyreneer, die, obwohl sie den Glauben noch nicht besitzen, großherzig deine Leiden in deinen Brüdern und Schwestern gelindert haben. Wenn wir den Geschwistern der verfolgten Kirche helfen, laß uns daran denken, daß in Wirklichkeit wir es sind, die noch mehr Hilfe empfangen.
 

Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Tui Nati vulnerati,
tam dignati pro me pati
poenas mecum divide.

Freitag, 30. März 2012

Kreuzweg bis Ostern: 7. Station




Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 15,20
Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.

BETRACHTUNG
Das Kreuz, das große Symbol des Christentums, das Strafe war, ist zum herrlichen Siegeszeichen geworden. Es gibt mutige Atheisten, die bereit sind, sich für die Revolution zu opfern: Sie sind bereit, das Kreuz auf sich zu nehmen, aber ohne Jesus. Unter den Christen gibt es »Atheisten« den Fakten nach, die Jesus wollen, aber ohne das Kreuz. Nun, ohne Jesus ist das Kreuz unerträglich, und ohne das Kreuz kann man nicht den Anspruch erheben, auf der Seite Jesu zu stehen. Ergreifen wir das Kreuz, und umarmen wir Jesus und mit Jesus all unsere leidenden und verfolgten Schwestern und Brüder!

GEBET
O göttlicher Erlöser, mit welcher Leidenschaft hast du das Kreuz ergriffen, das du schon lange ersehntest! Schwer lastet es auf Deinen verwundeten Schultern, doch es wird getragen von einem Herzen voller Liebe. Die großen Heiligen haben den rettenden Wert des Kreuzes so zutiefst verstanden, daß sie ausriefen: »Entweder leiden oder sterben!« Gewähre uns, daß wir wenigstens deine Einladung annehmen, das Kreuz in deiner Nachfolge zu tragen. Du hast für jeden von uns ein ihm zugemessenes Kreuz vorbereitet. Im Geiste haben wir vor uns das Bild Johannes Pauls II., wie er den »Berg der Kreuze« in Litauen emporsteigt. Jedes dieser Kreuze hatte eine Geschichte zu erzählen, eine Geschichte von Schmerz und Freude, von Demütigung und Triumph, von Tod und Auferstehung.  


Pater noster, qui es in caelis
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Quis non posset contristari,
piam matrem contemplari
dolentem cum Filio?

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit

Dieses Zitat aus dem Philipperbrief des hl. Paulus ist der Botschaft von Papst Benedikt XVI zum XXVII. Weltjugendtag vorangestellt, der kommenden Palmsonntag weltkirchenweit als sog. "Diözesaner Weltjugendtag" gefeiert wird. Eine erste Arbeitsübersetzung dieser Botschaft gibt es bei Cornelia von medio in mundo. Danke! Hier nur einige Auszüge:

Die Berufung der Kirche ist es, Freude in die Welt zu bringen, eine Freude, die echt und andauernd ist, die Freude, die die Engel den Hirten verkündeten in der Nacht, in der Jesus geboren wurde (Lk 2,10). Gott hat nicht nur gesprochen, hat nicht nur im Laufe der Menschheitsgeschichte große Zeichen vollbracht, sondern er kam uns so nah, dass er einer von uns wurde und unser Leben ganz gelebt hat. In diesen schwierigen Zeiten haben es viele junge Menschen um euch herum sehr nötig zu hören, dass die christliche Botschaft eine Botschaft der Freude und Hoffnung ist! Ich möchte nun mit euch über diese Freude reflektieren und darüber, wie sie zu finden ist, sodass ihr sie tiefer erfahren und sie zu allen bringen könnt, die ihr trefft.
Eine Sehnsucht nach Freude wohnt im Herzen jedes Menschen. Viel mehr als direkte und überflutende Gefühle der Zufriedenheit sucht unser Herz eine vollkommene, volle und bleibende Freude, die fähig ist, unserer Existenz „Geschmack“ zu verleihen. Das ist besonders für euch wahr, denn die Jugend ist eine Zeit der fortgesetzten Entdeckung des Lebens, der Welt, anderer Menschen und unserer selbst. Sie ist eine Zeit der Offenheit für die Zukunft und des großen Verlangens nach Fröhlichkeit, Freundschaft, Mitteilung und Wahrheit, eine Zeit, in der wir von hohen Idealen bewegt sind und große Pläne machen. [...] Wie können wir wahre Freude im Leben finden, eine Freude, die bleibt und uns nicht in schwierigen Momenten verlässt?
Sucht Freude im Herrn, denn Freude ist die Frucht des Glaubens. Sie ist das tägliche Wissen um seine Gegenwart und Freundschaft: „Der Herr ist nahe!“ (Phil 4,5). Sie ist das Setzen unseres Vertrauens auf Gott, das Wachstum in seinem Kennenlernen und seiner Liebe. Bald beginnen wir das „Jahr des Glaubens“, das uns helfen und ermutigen wird.
Liebe Freunde, lernt zu sehen, wie Gott in eurem Leben arbeitet und entdeckt ihn, versteckt in den Ereignissen des täglichen Lebens. Glaubt, dass er immer treu zu dem Bund steht, den er am Tag eurer Taufe mit euch geschlossen hat. Wisst, dass Gott euch nicht verlassen wird. Erhebt oft eure Augen zu ihm. Er gab sein Leben für euch am Kreuz, weil er euch liebt. Die Betrachtung seiner großen Liebe bringt Hoffnung und Freude in unsere Herzen, die sich durch nichts zerstören lassen. Christen können nie traurig sein, denn sie haben Christus getroffen, der sein Leben für sie hingegeben hat. [...]
Seid enthusiastische Zeugen der Neuevangelisierung! Geht zu den Leidenden und Suchenden, und gebt ihnen die Freude, die Jesus schenken will. Bringt sie euren Familie, Schulen und Universitäten, zu euren Arbeitsstellen und euren Freunden, wo ihr auch lebt. Ihr werdet sehen, wie ansteckend sie ist. Ihr werdet das Hundertfache zurückerhalten: die Freude über eure eigene Erlösung und die Freude, Gottes Erbarmen in den Herzen der anderen wirken zu sehen. Und wenn ihr Gott am jüngsten Tag begegnet, werdet ihr ihn sagen hören: „Du bist ein tüchtiger und treuer Diener. Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn!“  (Mt 25,21)

Donnerstag, 29. März 2012

Beten wir für...alle Kranken

Jeder von uns hat bestimmt kranke Menschen in der Familie, dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Für all jene soll diese Gebetskerze sein.

Insbesondere...
Für meinen Papa, dass seine Chemotherapie weiter so gut laufe und zu einem guten Ende komme.
Für einen Freund meines Vaters, der sich auch gerade einer Chemotherapie unterziehen muss. 
Für den Kurseelsorger meiner Heimatgemeinde, bei dem vor kurzem auch ein Tumor diagnostiziert wurde und es steht wohl ziemlich schlimm.
Für die Mutter (ca. 89) meines Heimatpfarrers, die einen Herzinfarkt hatte und  gerade ein kleines Krankenhaus-hopping betreibt.


Maria, Heil der Kranken, nimm du sie alle unter deinen schützenden Mantel. 

Kreuzweg bis Ostern: 6. Station




Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 15, 15.17-19
Pilatus … gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen. Die Soldaten legten ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf und grüßten ihn: »Heil dir, König der Juden!« Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, knieten vor ihm nieder und huldigten ihm.

BETRACHTUNG
Die damals gebräuchliche Geißelung war eine schreckliche Strafe. Das grausame »flagellum« der Römer riß das Fleisch in Fetzen. Und die Dornenkrone verursachte nicht nur bohrende Schmerzen, sondern sie stellte, ebenso wie das Anspucken und die Schläge ins Gesicht, auch einen Hohn auf das Königtum des göttlichen Gefangenen dar. Immer noch gebiert die Grausamkeit des menschlichen Herzens entsetzliche Folterungen – wobei die seelischen nicht weniger quälend sind als die körperlichen – und häufig werden die Opfer selbst zu Peinigern. Ist so viel Leiden sinnlos?

GEBET
Nein, Jesus, du sammelst und heiligst unentwegt alle Leiden: die der Kranken, der elendig Sterbenden, all der Diskriminierten; doch die Leiden, die sich unter allen auszeichnen, sind jene, die für deinen Namen ertragen werden. Um der Leiden der Märtyrer willen segne deine Kirche; möge ihr Blut zum Samen werden für neue Christen!

Wir glauben fest daran, daß ihre Leiden, auch wenn sie im ersten Augenblick als völlige Niederlage erscheinen, deiner Kirche zum wirklichen Sieg verhelfen. Herr, gib unseren verfolgten Schwestern und Brüdern Beständigkeit!


Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Pro peccatis suæ gentis vidit Iesum
in tormentis et flagellis subditum.

Pong!

Einer alterwürdigen Tradition in der Blogoezese folgend, fiel mir als Antwort auf das da vom Beiboot Petri prompt das hier ein:

Mittwoch, 28. März 2012

Fidel e Benedetto

da scheint ja nochmal einer vernünftig zu werden. :-) hoffentlich. 


Bild von hier.


Auf dessen eigenen Wunsch hat Papst Benedikt XVI heute auch noch den "ewigen Revolutionsführer" Fidel Castro getroffen. Laut Radio Vatikan und P. Federico Lombardi verlief das Treffen in herzlicher, humorvoller Atmosphäre. 

Wie der Papst selbst nach dem Treffen mit Fidel Castro Pater Lombardi anvertraute, habe Castro zahlreiche Fragen an den Papst gestellt. So habe er etwa wissen wollen: „Was genau macht ein Papst?“ Darauf habe Benedikt XVI. erwidert, der Papst stehe im Dienst der Weltkirche, darum reise er viel. Zunächst habe Castro sich aber nach den liturgischen Neuerungen in der Kirche erkundigt. Weitere Fragen des Revolutionsführers, der von seiner Frau begleitet wurde, galten aktuellen politischen, kulturellen, religiösen und wissenschaftlichen Themen. Der Papst ging in der Unterhaltung unter anderem auf das Thema der Abwesenheit Gottes und auf die wichtige Beziehung zwischen Glaube und Vernunft ein. Zum Schluß der Begegnung bat Fidel Castro den Papst, ihm einige Bücher zu schicken, um die angesprochenen Fragen weiter zu vertiefen. Darauf antwortete Benedikt, er werde darüber nachdenken, welche Bücher er ihm schicken solle.

Portador de la Verdad

auch nach ausgiebigem Gewühl konnte ich kein (mehr oder weniger offizielles) Lied für den Papstbesuch in Kuba finden. Dafür habe ich das hier zu Tage gefördert; "Portador de la verdad" (Träger der Wahrheit), wieder ein Beweis mehr für die Kreativität und Liebe der mexikanischen Bevölkerung zu unserem Santo Padre.

"Portador de la Verdad"
Musik von Luis Trejo León
Texte von Pbro. Adrián Huerta Mora, Eduardo Andrade Madrigal

"Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien“ (Joh 8,31). In diesem soeben vorgetragenen Abschnitt des Evangeliums offenbart sich Jesus als der Sohn Gott Vaters, der Erlöser, der Einzige, der uns die Wahrheit zeigen und die wahre Freiheit schenken kann. Seine Lehre ruft unter seinen Zuhörern Ablehnung und Unruhe hervor. Und er beschuldigt sie, zu versuchen, ihn zu töten, womit er auf das nahe, bevorstehende Opfer am Kreuz anspielt. Dennoch fordert er sie auf zu glauben, sich an das Wort zu halten, um die Wahrheit zu erkennen, die uns frei macht und Würde verleiht. 
Liebe Freunde, zögert nicht, Jesus Christus zu folgen. In ihm finden wir die Wahrheit über Gott und über den Menschen. Er hilft uns, unsere Egoismen zu besiegen, unsere Ansprüche einzuschränken und das, was uns bedrückt, zu bewältigen. Wer Böses tut, wer sündigt, ist Sklave der Sünde und wird nie zur Freiheit gelangen (vgl. Joh 8,34). Nur wenn wir dem Haß und unserem verhärteten und blinden Herzen entsagen, werden wir frei sein und wird ein neues Leben in uns aufkeimen.

Ganze Predigt hier. Videos und Meldungen rund um den Besuch von Papst Benedikt XVI in Mexiko und Kuba hier, hier und hier.

Herr, nimm alles mir, was mich hindert zu dir

Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir. 

hl. Bruder Klaus von Flüe

Kreuzweg bis Ostern: 5. Station





V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.



 Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 15, 12-15
Pilatus wandte sich von neuem an sie und fragte: »Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?« Da schrien sie: »Kreuzige ihn!« Pilatus entgegnete: »Was hat er denn für ein Verbrechen begangen?« Sie schrien noch lauter: »Kreuzige ihn!« Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu stellen, Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.

BETRACHTUNG
Pilatus schien mächtig, er verfügte über das Recht über Jesu Leben und Tod. Es bereitete ihm Genuß, ironisch vom »König der Juden« zu sprechen, doch in Wirklichkeit war er schwach, feige und unterwürfig. Er fürchtete den Kaiser Tiberius, er fürchtete das Volk, er fürchtete jene Priester, die er doch von Herzen verachtete. Und Jesus, von dem er wußte, daß er unschuldig war, übergab er der Kreuzigung. In dem zaghaften Versuch, Jesus zu retten, schenkte er sogar einem gefährlichen Mörder die Freiheit. Vergeblich suchte er sich die Hände zu waschen, die trieften von unschuldigem Blut.
Pilatus ist ein Bild all derer, die ihre Autorität als Machtmittel benutzen und sich nicht um die Gerechtigkeit kümmern.

GEBET
Jesus, mit deinem Mut, dich als König zu bekennen, hast du versucht, Pilatus für die Stimme seines Gewissens wachzurütteln. Erleuchte das Gewissen so vieler Menschen in Machtpositionen, damit sie die Unschuld deiner Anhänger erkennen. Gib ihnen den Mut, die Religionsfreiheit zu respektieren!
Sehr verbreitet ist die Versuchung, dem Mächtigen zu schmeicheln und den Schwachen zu unterdrücken. Und die Mächtigen sind diejenigen, denen Autorität verliehen ist, die den Handel und die Massenmedien kontrollieren. Doch es gibt auch die Menschen, die sich leicht von den Mächtigen manipulieren lassen, um die Schwachen zu unterdrücken. Wie konnten die Leute »Kreuzige ihn!« schreien, die dich doch als mitleidigen Freund kennengelernt hatten, der allen nur Gutes tat?

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Quae maerebat et dolebat
pia mater, cum videbat
Nati poenas incliti.

Dienstag, 27. März 2012

Herr, in deinen Armen

O Herr, in deinen Armen bin ich sicher, wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten. 
Ich überlasse alles dir allein, weil du es weißt und ich nicht. 

  Hl. Franz von Assisi (1181/82–1226)

Et incarnatus est

In seiner Homilie während der Hl. Messe zum 400. Jahrestag der Auffindung des Gnadenbildes der Jungfrau von El Cobre am Fest Mariä Verkündigung (mit 250.000 Menschen! in Santiago de Cuba!), entfaltete El Papa das Geheimnis der Menschwerdung Jesu Christi mit so klaren, schlichten Worten, aus denen einfach nur das Staunen und die Dankbarkeit über die große Liebe Gottes sprechen. 

Schauen wir zunächst einmal, was die Inkarnation bedeutet. Im Evangelium des heiligen Lukas haben wir die Worte des Engels an Maria gehört: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). In Maria wird der Sohn Gottes Mensch, und so erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas: „Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben“ (Jes 7,14). Ja, Jesus, das fleischgewordene Wort, ist der Gott-mit-uns, der gekommen ist, um unter uns zu wohnen und unser Menschsein zu teilen. Der heilige Apostel Johannes drückt das so aus: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Der Ausdruck „ist Fleisch geworden“ weist auf die ganz konkrete und greifbare menschliche Wirklichkeit hin. In Christus ist Gott wirklich in die Welt gekommen, in unsere Geschichte eingetreten und hat unter uns gewohnt. So hat sich die tiefe Sehnsucht des Menschen erfüllt, daß die Welt tatsächlich ein Zuhause für den Menschen sei. Umgekehrt verwandelt sich die Welt, wenn Gott aus ihr ausgeschlossen wird, in einen für den Menschen unwirtlichen Ort und vereitelt zugleich die wahre Berufung der Schöpfung, nämlich Raum zu sein für den Bund, für das »Ja« der Liebe zwischen Gott und der Menschheit, die ihm antwortet. Und so wurde Maria mit ihrem vorbehaltlosen „Ja“ zum Herrn die erste der Glaubenden.
Daher dürfen wir bei der Betrachtung des Geheimnisses der Menschwerdung nicht unterlassen, unsere Augen auf Maria zu richten, um voller Staunen, Dankbarkeit und Liebe zu sehen, daß unser Gott beim Eintritt in die Welt auf die freie Zustimmung eines seiner Geschöpfe vertrauen wollte. Erst von dem Augenblick an, als die Jungfrau dem Engel antwortete: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38), begann das ewige Wort des Vaters seine menschliche Existenz in der Zeit. Es ist ergreifend zu sehen, wie Gott nicht nur die menschliche Freiheit respektiert, sondern sie zu benötigen scheint. Und wir sehen auch, daß der Beginn der irdischen Existenz des Sohnes Gottes von einem doppelten „Ja“ zum Heilswillen des Vaters – dem Ja Christi und dem Ja Marias – gekennzeichnet war. Dieser Gehorsam gegenüber Gott ist es, der der Wahrheit, dem Heil die Pforten der Welt öffnet. Gott hat uns nämlich als Frucht seiner unendlichen Liebe erschaffen. Gemäß seinem Willen zu leben, ist deshalb der Weg, um unsere eigentliche Identität, die Wahrheit unseres Seins zu finden, während das Sich-Trennen von Gott uns von uns selbst entfernt und uns in die Leere stürzt. Der Glaubensgehorsam ist die wahre Freiheit, die echte Erlösung, die uns erlaubt, uns mit der Liebe Jesu zu verbinden in seinem Bemühen, in den Willen des Vaters einzustimmen. Die Erlösung ist immer dieser Prozeß, den menschlichen Willen in die volle Gemeinschaft mit dem göttlichen Willen zu führen (vgl. Lectio divina mit dem Klerus von Rom, 18. Februar 2010).


Ganze Predigt im Wortlaut und mit Video hier und hier.

Kreuzweg bis Ostern: 4. Station




V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 14, 66-68.72

Als Petrus unten im Hof war, kam eine von den Mägden des Hohenpriesters. Sie sah, wie Petrus sich wärmte, blickte ihn an und sagte: »Auch du warst mit diesem Jesus aus Nazaret zusammen.« Doch er leugnete es und sagte: »Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du redest.« Gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal, und Petrus erinnerte sich, daß Jesus zu ihm gesagt hatte: »Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.« Und er begann zu weinen.

BETRACHTUNG
»Und wenn ich mit dir sterben müßte – ich werde dich nie verleugnen« (Mk 14,31). Petrus war ehrlich, als er das sagte, doch er kannte sich nicht, er kannte nicht seine Schwäche. Er war großherzig, doch er hatte vergessen, daß er der Großherzigkeit des Meisters bedurfte. Er bildete sich ein, für Jesus sterben zu können; dabei war es Jesus, der für ihn sterben mußte, um ihn zu retten.

 Indem Christus den Simon zum »Fels« machte, auf den er seine Kirche bauen wollte, bezog er den Apostel in seine Heilsinitiative ein. Petrus glaubte naiverweise, dem Meister etwas geben zu können, während er von diesem doch alles ohne Vorleistung erhielt, sogar die Vergebung nach der Verleugnung. Jesus zog seine Wahl des Petrus als Fundament seiner Kirche nicht zurück. Nachdem er bereut hatte, erhielt Petrus die Fähigkeit, seine Brüder zu stärken.

GEBET
O Herr, als Petrus, durch die Offenbarung des Vaters erleuchtet, spricht, erkennt er dich als Messias, als den Sohn des lebendigen Gottes. Als er sich dagegen auf seine Vernunft und seinen guten Willen verläßt, wird er zum Hindernis für deine Sendung. Die Anmaßung läßt ihn dich, seinen Meister, verleugnen, während die demütige Reue ihn wieder als den Fels bestätigen wird, auf den du deine Kirche baust. Deine Entscheidung, die Fortführung des Heilswerkes schwachen und verwundbaren Menschen anzuvertrauen, zeigt deine Weisheit und Macht.

Schütze die Menschen, die du erwählt hast, o Herr, damit die Pforten der Unterwelt deine Diener niemals überwältigen! Wende uns allen deinen Blick zu, wie du in jener Nacht Petrus angeblickt hast, nach dem Hahnenschrei!
 

Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Quae maerebat et dolebat
pia mater, cum videbat
Nati poenas incliti.

Die Mutter aller Kubaner

[Update: Gleich beginnt in El Cobre die Hl. Messe mit "El Papa" :-) Live Übertragung mit deutschem Kommentar bei Radio Vatikan]

Dokumentation über die "Barmherzige Jungfrau von Cobre", von und für Kirche in Not. Sehr empfehlenswert!

 



Auch El Papa war die letzten Tage als Pilger bei dieser "Mutter aller Kubaner". 
Als Pilger bin ich zum Haus des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von El Cobre, “La Mambisa”, wie ihr sie liebevoll nennt, gekommen. Ihre Gegenwart in dieser Stadt El Cobre ist ein Geschenk des Himmels für die Kubaner.
Herzlich möchte ich alle hier Anwesenden grüßen. Nehmt die Zuneigung des Papstes entgegen und tragt sie überall hin, damit alle den Trost und die Kraft im Glauben erfahren. Alle, denen ihr nah und fern begegnet, laßt wissen, daß ich der Muttergottes die Zukunft ihres Landes anvertraut habe, das auf dem Weg der Erneuerung und der Hoffnung zum Wohl aller Kubaner voranschreitet. Ebenso habe ich der Allerseligsten Jungfrau die Nöte der Menschen, die leiden, die der Freiheit beraubt sind, die von ihren Lieben getrennt sind und schwere Zeiten durchmachen, anempfohlen. Zugleich habe ich ihr die jungen Menschen an ihr unbeflecktes Herz gelegt, damit sie glaubwürdige Freunde Christi seien und nicht Angeboten nachgeben, die in ihnen Traurigkeit zurücklassen. Vor der Barmherzigen Jungfrau Maria habe ich in besonderer Weise auch der Kubaner gedacht, deren Vorfahren aus Afrika hierher gekommen sind, wie auch des Nachbarvolkes von Haiti, das immer noch unter den Folgen des bekannten Erdbebens vor zwei Jahren leidet. Und ich habe nicht die vielen Campesinos und ihre Familien vergessen, die in ihren Häusern treu das Evangelium leben wollen und ihre Häuser auch als Missionszentren für die Feier der Eucharistie öffnen.
Nach dem Vorbild der Allerseligsten Jungfrau ermutige ich alle Söhne und Töchter dieses werten Landes, weiterhin ihr Leben auf dem festen Felsen, der Jesus Christus ist, aufzubauen, für die Gerechtigkeit zu arbeiten, Diener der Nächstenliebe zu sein und in Prüfungen auszuharren. Nichts und niemand raube euch die innere Freude, die ein Merkmal der kubanischen Seele ist. Gott segne euch. Vielen Dank.


Montag, 26. März 2012

Benedicto hermano - el Papa mexicano

El Papa auf dem Weg zur Hl. Messe im Bicentenario Park, 25. 03. 2012.
Bild von hier. 

Die grandioseste Botschaft aller Zeiten


Bild von kathpedia

An "Mariä Verkündigung", oder weniger missverständlich "Verkündigung des Herrn" wird der Begegnung des Engels Gabriel mit der Jungfrau gedacht, bei der er ihr den grandiosen Wunsch Gottes mitteilte in ihr und aus ihr Mensch zu werden. Traditionellerweise am 25. März, also neun Monate vor dem allbekannten Weihnachtstermin. In neueren archäologischen und historischen Forschungen wurde herausgefunden, dass das Weihnachtsereignis eher im März (dem jüdischen Monat Nisan) anzusiedeln wäre und dann käme man auf *rechne, rechne, rechne* den Juni für die Verkündigung.

Aber egal, wichtiger als das Datum ist doch die Botschaft an sich. Allein die Tatsache, dass Gott einem ganz normalen Mädchen sagen lässt, dass er sie dazu auserkoren hat, die Mutter seines menschgewordenen Sohnes zu werden, ist einfach nur Wow und so groß, dass wir uns nie genug daran erinnern können! Salve Regina!

Kreuzweg bis Ostern: 3. Station






V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 14, 55.61b-62a.64b
Die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat bemühten sich um Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn zum Tod verurteilen zu können; sie fanden aber nichts. Da wandte sich der Hohepriester an ihn und fragte: »Bist du der Messias, der Sohn des Hochgelobten?« Jesus sagte: »Ich bin es.« Und sie fällten einstimmig das Urteil: »Er ist schuldig und muß sterben.«

BETRACHTUNG
Der Hohe Rat war der Gerichtshof des Gottesvolkes. Dieses Gericht verurteilt nun Christus, den Sohn des hochgelobten Gottes, und es erklärt ihn des Todes schuldig. Der Unschuldige wird wegen »Gotteslästerung« verurteilt; so entscheiden die Richter und zerreißen ihre Gewänder. Wir aber erfahren vom Evangelisten, daß sie es aus Neid und Haß getan haben. Der hl. Johannes sagt, daß der Hohepriester eigentlich im Namen Gottes gesprochen hat: Nur indem Gottvater seinen unschuldigen Sohn verurteilen ließ, konnte er dessen schuldige Brüder und Schwestern retten.

Scharen von Unschuldigen sind im Laufe der Jahrhunderte zu entsetzlichen Leiden verurteilt worden. Es gibt den Aufschrei gegen die Ungerechtigkeit, doch sie, die Unschuldigen, sind es, die in Gemeinschaft mit Christus, dem schlechthin Unschuldigen, die Sünden der Welt sühnen.

GEBET
Jesus, du bist nicht besorgt, deine Unschuld geltend zu machen, denn dir geht es nur darum, dem Menschen die Gerechtigkeit zurückzugeben, die er durch die Sünde verloren hat.

Wir waren deine Feinde; es gab keine Möglichkeit, unsere Lage zu ändern. Du hast dich verurteilen lassen, um uns Vergebung zu erlangen. Unser Retter, gib, daß wir uns nicht die Verurteilung am Jüngsten Tag zuziehen! »Iudex ergo cum sedebit, quicquid latet apparebit; nil inultum remanebit. Iuste iudex ultionis, donum fac remissionis ante diem rationis.«


Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

O quam tristis et afflicta
fuit illa benedicta
mater Unigeniti

Sonntag, 25. März 2012

Angelus in León

[Update: Texte und Videos zum mitverfolgen der Reise auf den Seiten des Vatikan, Radio Vatikan, kath.net etc.]

aus dem Angelus mit dem Santo Padre im Bicentenario Park in León.
Im Evangelium dieses Sonntags spricht Jesus vom Weizenkorn, das in die Erde fällt, stirbt und vielfach Frucht bringt, und antwortet damit einigen Griechen, die mit der Bitte an den Apostel Philippus herantreten: „Wir möchten Jesus sehen“ (Joh 12,21). Auch wir rufen heute die heilige Jungfrau Maria an und bitten sie: „Zeige uns Jesus!“.
Wenn wir jetzt den Engel des Herrn beten und uns dabei an die Verkündigung des Herrn erinnern, richten sich unsere Augen im Geiste auf den Hügel Tepeyac, dem Ort, wo die Mutter Gottes seit Jahrhunderten mit Inbrunst unter dem Titel „immerwährende heilige Jungfrau Maria von Guadalupe“ als Zeichen der Versöhnung und der unendlichen Güte Gottes für die Welt verehrt wird. Meine Vorgänger auf dem Stuhl Petri verehrten sie unter besonderen Titeln wie Frau von Mexiko, Himmlische Patronin Lateinamerikas, Mutter und Herrscherin dieses Kontinents. Ihre gläubigen Kinder, die ihre Hilfe erfahren, rufen sie ihrerseits voll Vertrauen mit liebevollen und vertrauten Namen wie Rose von Mexiko, Frau des Himmels, Jungfrau „Morena“, Mutter von Tepeyac, Edle „Indita“ an.

In dieser Zeit, in der zahlreiche Familien getrennt oder zur Auswanderung gezwungen sind, in der viele unter Armut, Korruption, häuslicher Gewalt, Drogenhandel und Kriminalität wie auch an der Krise an Werten leiden, wenden wir uns an Maria und suchen bei ihr nach Trost, Kraft und Hoffnung. Die Mutter des wahren Gottes lädt uns ein, uns mit Glauben und Liebe unter ihren Schutz zu stellen, um so alles Böse zu überwinden und eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft zu schaffen.
Mit diesen Gedanken möchte ich dieses Land und ganz Lateinamerika und die Karibik erneut dem liebevollen Blick Unserer Lieben Frau von Guadalupe anheimstellen. Alle ihre Kinder vertraue ich ihr, dem Stern der Erst- und Neuevangelisierung, an. In mütterlicher Liebe hat sie die christliche Geschichte dieser Länder beseelt und dabei den großen Ereignissen ihrer Geschichte, ihren gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Initiativen, dem Familienleben, der persönlichen Frömmigkeit und der Misiòn continental, die in euren Ländern durchgeführt wird, ein besonderes Gepräge gegeben. In Zeiten der Prüfung und des Leids wurde sie von vielen Märtyrern angerufen, die mit dem Ruf „Es lebe Christus König und Maria von Guadalupe“ ein bleibendes Zeugnis der Treue zum Evangelium und der Hingabe an die Kirche gegeben haben. Ich bete dafür, daß ihre Gegenwart in eurem Land weiterhin einen Aufruf zur Achtung, Verteidigung und Förderung des menschlichen Lebens bedeute wie auch zur Festigung der Brüderlichkeit, indem sinnlose Rache vermieden und trennender Haß verbannt werden.
Maria, Unsere Liebe Frau von Guadalupe, segne uns. Sie erwirke uns auf ihre Fürsprache reiche Gnaden des Himmels.


Kreuzweg bis Ostern: 2. Station



V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 14, 43a.45-46.50-52
Noch während Jesus redete, kam Judas, einer der Zwölf. Er ging sogleich auf Jesus zu und sagte: »Rabbi!« Und er küßte ihn. Da ergriffen sie ihn und nahmen ihn fest. Da verließen ihn alle und flohen. Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinenen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachgehen. Da packten sie ihn; er aber ließ das Tuch fallen und lief nackt davon.

BETRACHTUNG
Verraten und verlassen von denen, die Er als Apostel erwählt, die Er in die Geheimnisse des Gottesreichs eingeweiht, denen Er volles Vertrauen geschenkt hatte! Ein völliges Scheitern also. Welch ein Schmerz und was für eine Demütigung! Doch all das geschah als Erfüllung dessen, was die Propheten gesagt hatten. Wie hätte man sonst die Häßlichkeit der Sünde erkennen können, die ja Verrat der Liebe ist?

Der Verrat überrascht, vor allem, wenn er sogar von Hirten der Herde verübt wird. Wie konnten sie ihm das antun? Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Versuchungen, Drohungen und Erpressungen beugen den Willen. Doch welche Schande! Wieviel Schmerz für das Herz des Herrn!
Empören wir uns nicht! An Abtrünnigkeiten hat es angesichts von Verfolgungen nie gefehlt. Und danach hat es oft eine Rückkehr gegeben. In jenem jungen Mann, der das Leintuch fallen ließ und nackt floh (vgl. Mk 14,51–52), haben maßgebliche Schriftausleger den späteren Evangelisten Markus gesehen.

GEBET
Herr, wer vor deiner Passion flieht, büßt seine Würde ein. Hab’ Mitleid mit uns! Wir entblößen uns vor deiner Majestät. Wir zeigen dir unsere Wunden, die schändlichsten. Jesus, dich verlassen heißt die Sonne verlassen. Wenn wir uns der Sonne entledigen wollen, fallen wir in Dunkelheit und Kälte.
Vater, wir haben uns von deinem Haus entfernt. Wir sind nicht würdig, erneut von dir empfangen zu werden. Du aber gibst Anweisungen, daß wir gewaschen und gekleidet werden und daß wir einen Ring an den Finger gesteckt bekommen.


Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Cuius animam gementem,
contristatam et dolentem
pertransivit gladius.

Samstag, 24. März 2012

Kreuzweg bis Ostern: 1. Station

Kreuzwegbilder aus China, 20. Jhd.


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
L. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.
   
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. 14, 32-36
Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und Jesus sagte zu seinen Jüngern: »Setzt euch und wartet hier, während ich bete.« Er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst, und er sagte zu ihnen: »Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht!« Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, daß die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. Er sprach: »Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst soll geschehen.«

BETRACHTUNG
Jesus wurde von Furcht und Angst ergriffen und war zu Tode betrübt. Er wählte sich drei Begleiter, die jedoch bald in Schlaf fielen. Und er begann zu beten – allein: »Könnte doch diese Stunde an mir vorübergehen, nimm diesen Kelch von mir… Aber, Vater, dein Wille geschehe.«
Er war in die Welt gekommen, um den Willen des Vaters zu tun, jedoch hatte er die Bitterkeit der Sünde nie so zutiefst empfunden wie in diesem Moment, und er fühlte sich verloren.
In dem Brief an die Katholiken in China erinnert Benedikt XVI. an die Vision in der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes, der angesichts des versiegelten Buches der menschlichen Geschichte, angesichts des »mysterium iniquitatis« weint. Nur das geopferte Lamm ist imstande, das Siegel zu öffnen. In vielen Teilen der Welt erlebt die Braut Christi die finstere Stunde der Verfolgung wie einst Esther, als sie von Haman bedroht war, wie die vom Drachen bedrohte »Frau« aus der Geheimen Offenbarung. Wachen wir und begleiten wir die Braut Christi im Gebet.

GEBET
Jesus, allmächtiger Gott, der du dich in die Schwachheit begeben hast wegen unserer Sünden, dir sind die Schreie der Verfolgten vertraut; sie sind das Echo deiner Todesangst. Sie fragen: Warum diese Unterdrückung? Warum diese Demütigung? Warum diese lange Versklavung? Da steigen in der Erinnerung die Psalmworte auf: »Wach auf! Warum schläfst du, Herr? Erwache, verstoß nicht für immer! Warum verbirgst du dein Gesicht, vergißt unsere Not und Bedrängnis? Unsere Seele ist in den Staub hinabgebeugt, unser Leib liegt am Boden. Steh auf und hilf uns!« (Ps 43,24–27). Nein, Herr! Du hast dich in Getsemani dieses Psalms nicht bedient, sondern hast gesagt: »Dein Wille geschehe!« Du hättest zwölf Legionen Engel mobilisieren können, aber du hast es nicht getan.
Herr, das Leiden macht uns Angst. In uns steigt die Versuchung auf, uns an die einfachen Erfolgsrezepte zu klammern. Gib’, daß wir keine Angst vor der Angst haben, sondern auf dich vertrauen.


Pater noster, qui es in caelis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo.

Stabat Mater dolorosa,
iuxta crucem lacrimosa,
dum pendebat Filius.


Kreuzweg bis Ostern: Einführung

Die Meditationen sind dem Kreuzweg am Kolosseum 2008 entnommen und vom emeritierten Erzbischof von Hongkong, Joseph Kardinal Zen Ze-Kiun. Gerade nach den schrecklichen Meldungen der letzten Tage und Wochen und zum Gedenken an den koptisch-orthodoxen Papst Schenouda III, fand ich die Betrachtungen des chinesischen Kardinals recht passend. Wir im satten, trägen Westen reiben uns viel zu oft in überflüssigen kleinen Scharmützeln des "Gremienkatholizismus" auf und vergessen darüber, dass überall auf der Welt Menschen für ihren Glauben und ihr Bekenntnis zu Jesus Christus verfolgt und ermordet werden. Herzliche Einladung zum mitbeten.

Sicher, der Protagonist dieser »Via dolorosa« ist unser Herr Jesus Christus, wie er uns von den Evangelien und der Überlieferung der Kirche vorgestellt wird. Aber hinter ihm stehen viele Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart, hinter ihm stehen wir. Lassen wir an diesem Abend unsere vielen auch zeitlich fernen Geschwister im Geiste mitten unter uns gegenwärtig werden. Sie haben vielleicht mehr als wir heute in ihrem Leib die Passion Jesu nachempfunden. In ihnen ist Jesus erneut verhaftet, verleumdet, gefoltert, verlacht, mitgeschleift, unter der Last des Kreuzes erdrückt und wie ein Verbrecher an das Holz genagelt worden.
Wenn wir an die Verfolgung denken, denken wir auch an die Verfolger. Als ich den Text dieser Meditationen abfaßte, stellte ich zu meinem großen Erschrecken fest, daß ich wenig christlich bin. Ich mußte mich sehr anstrengen, um mich zu reinigen von den wenig liebevollen Gefühlen gegenüber denen, die Jesus Leid zugefügt haben, und gegenüber denen, die in der Welt von heute unsere Geschwister leiden lassen. Erst als ich mir meine eigenen Sünden und Treulosigkeiten vor Augen geführt habe, konnte ich mich selbst unter den Verfolgern sehen, und ich verging vor Reue und vor Dankbarkeit für die Vergebung des barmherzigen Meisters.
Schicken wir uns also an, zu meditieren, zu singen und zu Jesus und mit Jesus für diejenigen zu beten, die für seinen Namen leiden, für diejenigen, die ihn und seine Brüder und Schwestern leiden lassen, und für uns selber, die wir Sünder und manchmal sogar seine Verfolger sind.

Auf Leben und Tod

So kann's gehen. Da schreibt man erst vor ein paar Tagen einen kleinen Beitrag zur Rettung der "Down-kids", da fängt's am anderen Ende der Lebensleiter an zu brennen. Stichwort: Hirntod als Kriterium zur Organentnahme. Keine Ahnung, wie es euch geht, aber mir wird da ganz anders. Das ist schon ein größeres Kaliber, immerhin sollen mit den entnommenen Organen andere Menschen gerettet werden und der Bedarf ist um ein Vielfaches größer als das Angebot. Die Entscheidung ist also in jedem Fall zweischneidig.

Prinzipiell ist Organe spenden also nicht schlecht und sogar der Heilige Vater soll es mal als eine besondere Form des Zeugnisses der Nächstenliebe bezeichnet haben. Aber wenn der sog. Hirntod als objektives Kriterium nicht reicht, weil man dann eben noch nicht wirklich tot ist, finde ich das Ganze schon sehr unsicher, weil danach ist man es ganz sicher. Bedenkenswert sind auch die Einwände aus diesen Artikeln.


[Also jetzt bin ich verwirrt. Mehr noch als eh schon.] 

Freitag, 23. März 2012

Nähre das Feuer!

"Halte dich nicht zu lange auf, ohne mich in einem religiösen Buch oder in deinem Inneren zu suchen. Man muss in das Feuer blasen; man muss es nähren. Man muss es beleben, sonst fällt es zusammen. Ebenso ist es mit eurer liebenden Erinnerung an euren großen Freund. Verlasst ihn nicht. Unterhaltet erfinderisch das große Feuer. Die Tage vergehen und sie führen ganz ohne Anstrengung bis zum letzten Feuer..." (Jesus an G.B.)

Mittwoch, 21. März 2012

Buen viaje, Santo Padre!

Benedikt XVI wird während seiner Apostolischen Reise nach Mexiko und Kuba in den kommenden Tagen auch über die gravierenden Probleme des Drogenkriegs und der Korruption sprechen.

Danke an hw. Don Alipius!

Besonders und doch normal

Zum heutigen "Welt-Down-Syndrom-Tag"
Die Vereinten Nationen haben den Tag ausgerufen, um die Aufmerksamkeit für Menschen mit dieser Behinderung zu steigern. Weltweit gibt es etwa fünf Millionen Personen mit Down-Syndrom. Das Chromosom Nr. 21 ist in jeder ihrer Zellen dreifach vorhanden, statt zweimal. Deshalb spricht man auch von Trisomie 21. Organisationen wie die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) und die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) befürchten, dass diese Zahl weiter sinken wird. Sie kritisieren scharf, dass die Bundesregierung die Entwicklung eines neuartigen Bluttests fördert, mit dem das Down-Syndrom früher und sicherer als bisher diagnostiziert werden kann. Dafür habe das von Annette Schavan (CDU) geführte Bundesforschungsministerium im vergangenen Jahr 230.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Sollte dieser Test – wie vorgesehen – zugelassen werden, droht ein neuer Genozid“, warnt die AlfA-Vorsitzende, die Ärztin Claudia Kaminski mit Hinblick auf Schätzungen nach denen schon jetzt mehr als 90% der Ungeborenen mit Down-Syndrom-Diagnose abgetrieben werden. 

Katholisch1.tv, der Fernsehsender des St. Ulrich Verlages aus Augsburg, hat letztes Jahr eine Sendung mit mehreren Beiträgen zu diesem Thema gebracht, u.a. dieses Porträt.

Dienstag, 20. März 2012

O tempora, o mores

[Update: nach einer gefühlt fast ewigen Belagerung des Attentäters, der sich in seiner Wohnung versteckt hatte, ist er nun wohl ebenfalls tot. Nach verschiedenen Aussagen war er wohl bis zuletzt uneinsichtig und ohne Reue. Na, jetzt hat er die Ewigkeit Zeit dazu.]

Was sind das nur für Menschen, die zu solchen Taten fähig sind??? Die "godmother", Madame Elsa, hat bereits einen Gebetsaufruf gestartet, aber ich wage - in aller Bescheidenheit - mich anzuschließen.

Bild via Facebook

Auch wenn es sämtlichen Instinkten auf den ersten Schreck widersprechen mag, beten wir auch besonders für den Täter und seine Hintermänner. Und für alle, die dieses verwirrte Gedankengut teilen. Dass Gott ihnen die Augen öffnen möge für die Würde jedes Menschen als seines Abbildes und dass sie ihre Taten von Herzen bereuen können.

In Sachen Chapel Veil

Nachdem dieses formschöne Banner mich des öfteren daran erinnert, meine Haare in Gegenwart des Herrn zu bedecken, habe ich doch noch die eine oder andere Frage in die werte Damenrunde:

- als Farben gelten doch schwarz oder weiß, je nach Familienstand. Da ich bis jetzt noch keine spezielle Mantilla besitze, ziehe ich einfach meinen Schal über den Kopf, aber der ist nicht unbedingt immer weiß. Geht das also auch in...mh...meinetwegen`... rosa oder bunt?

- wohin geht man denn üblicherweise so zum "Mantilla-Shopping"? Nach eingehender Googelei bin ich auf einer Seite gelandet, wo die Schleierchen für knappe 60 Euronen aufwärts zu haben wären und das ist mir dann doch ein bisschen viel.

Vielen Dank!

Was lange währt...

Nachdem die langen Gespräche der FSSPX (vulgo Piusbruderschaft) mit der Kongregation für die Glaubenslehre über lehrmäßige Differenzen und eine eventuelle Rückkehr der schismatischen Bruderschaft in den Schoß der Una Sancta nun vorerst beendet sind, steht fest, dass... wir genauso schlau sind wie am Anfang. Die Glaubenskongretion hatte eine lehrmäßige Präambel veröffentlicht, die FSSPX hatte diese mit einem angeblichen "non possumus" zurückgegeben und nun liegt der Ball wieder in ihrer Spielfeldhälfte. Wo er, bei Licht betrachtet, schon die ganze Zeit über lag. Mal abwarten wohin sie ihn denn nun spielen werden.

Mehr dazu bei hw. P. Hagenkord von Radio Vatikan.

Hilfe, die Aliens kommen

Das könnte man ab und zu denken, wenn man sich diverse Meldungen dieser Tage so beguckt; mehr davon und ausführlicher diskutiert bei Signorina Elsa, die dafür irgendwie prädestiniert zu sein scheint :-P Mir fehlen dafür oft schlicht die Worte.

Der immens kreative Blogger von Echo Romeo, dem wir auch Lieder für die "Gmürlichkeit" wie dieses hier verdanken, lässt jetzt als neues Beförderungsmittel für die zahlreichen recht-, irr-, anders- und ungläubigen Grüppchen die C.S.S. Breakup vom Stapel laufen. Da stehen wir doch gerne am Kai und winken... bis sie in den Weiten des Weltalls verschwunden sind.              

Montag, 19. März 2012

Ooberfuse: Electro-Pop auf katholisch

Die "godmother of bloggers" hatte schon mehrfach auf diese junge Band aus Großbritannien hingewiesen, die beweist, dass sich Electro-Pop und katholisch sein nicht ausschließen. Zum Beispiel haben sie ein Lied über den pakistanischen Märtyrer Shabhaz Bhatti gemacht und die Lead-Sängerin Cherrie Anderson hatte sich letztes Jahr an dem Contest "Madrid me encanta" beteiligt mit "Faith in You". 


 
"Heart's cry" by Ooberfuse 'feat.' Pope Benedict XVI

"Seine Botschaften sind inspirierend und haben unsere Musik und unsere Texte beeinflusst. Wir hoffen, dass seine Botschaft durch unsere Musik auch Zuhörer erreichen kann, welche dem, was er zu sagen hat, sonst nicht zuhören. Er hat eine sehr sanfte Stimme, aus welcher seine große Heiligkeit spricht." (über Papst Benedikt XVI)

 "Viele Leute halten uns für verrückt, weil wir unseren Glauben nicht aus unserer Musik raushalten, doch würden wir uns an die Konvention halten, wäre das zutiefst unehrlich und würde zu mangelnder Authentizität führen." (warum sie in ihren Lieder über ihren Glauben singen)

Sonntag, 18. März 2012

Laetare = Freude aus der Beichte

 Bisweilen stelle ich mich vor der Beichte schlimmer an, als vor einem Besuch beim Zahnarzt, dabei schenkt die Erfahrung der vergebenden Liebe Gottes, die auch das Dunkle und Zerbrochene in meinem ansehen kann, wahre Freude. Wie immer hat unser lieber Heiliger Vater die besseren Worte dafür:
"Bisweilen liebt der Mensch die Finsternis mehr als das Licht, da er seinen Sünden nachhängt. Doch nur, wenn er sich dem Licht öffnet und aufrichtig vor Gott seine Schuld bekennt, findet er wahren Frieden und wahre Freude."
Hierzu habe der heilige Augustinus bemerkt, dass der Arzt komme, um den Kranken zu heilen. Wenn sich einer nicht an die Anweisungen des Arztes halte, ruiniere sich allein: „Der Heiland ist in die Welt gekommen. Wenn du nicht von ihm gerettet werden willst, wirst du dich selbst richten“.
Wenn die barmherzige Liebe Gottes unendlich sei, so sei auch die Verantwortung des Menschen groß. Jeder müsse anerkennen, dass er krank sei, um geheilt werden zu können: „Jeder muss seine Schuld bekennen, damit die Vergebung Gottes, die bereits am Kreuz geschenkt wurde, in seinem Herzen und Leben Wirkung haben kann“. Gott verurteile die Sünden des Menschen, so Benedikt XVI. wieder den heiligen Augustinus zitierend: „und wenn auch du sie verurteilst, so vereinst du dich mit Gott“. Die guten Werke „beginnen mit der Erkenntnis der schlechten Werke“. Daher sei es wichtig, regelmäßig zur Beichte zu gehen, besonders in der Fastenzeit, „um die Vergebung des Herrn zu empfangen und unseren Weg der Umkehr zu verstärken“.


Video zum Angelus mit deutscher Übersetzung wie immer hier

Von Selbsterkenntnis zur Demut

"Demütige dich! Scheust du dich, dich vor mir zu demütigen? Ich kenne ja doch deine Seele. Doch liebe ich es, dass du deine Schwachheit erkennst und sie mir gestehst. Ich bin der Starke. Möchtest du mir nicht deine Schwächen anvertrauen? Erkenne deine Unfähigkeit, deine kurze Ausdauer. Zu wem solltest du sonst gehen, um das Heilmittel zu erbitten? Wenn nicht zu deinem Heiland? Such ich nicht immerfort, meine Geschöpfe zu retten?
Lade mich in deine Gärten ein. Vergiss nicht, dass ich alles geschaffen habe, auch die Blumen und die Schmetterlinge, die dich bezaubern. Ich tat es um eurer Freude willen. Für euch schuf ich diese Natur mit ihren Düften. Für dich schuf ich sie. Sind meine Geschenke nicht köstlich und prächtig? Aber denken wohl viele andere, mir heute für diesen strahlenden Frühlingstag zu danken? Du aber sprich ganz leise zu meinem Herzen von dem Jubel des deinen.
Du beobachtetest heute morgen, wie hoch zuerst die Pflanzen emporwachsen, ehe sie dem Himmel ihre Blüten öffnen. Tue du das gleiche. Ermüde nicht, dich immer wieder Gott zuzuwenden mit einem liebevollen Wort. Darin liegt keine Kühnheit, sondern die Einfalt eines Kindes. Willst du dies zur Gewohnheit werden lassen und mir dadurch Ehre erweisen?

Bete morgen zum heiligen Josef um die Erkenntnis, wie du innerhalb der Familie mir nahe bleiben kannst. Übergib ihm dein Leben mit mir und er wird es dich in liebevoller Weise lehren. Denke daran, dass du zur Familie Gottes gehörst. Gott liebt dich unendlich. Versuch, ihm immer näher zu kommen. Es genügt ein Seufzer, ein Stillewerden vor ihm, ein Ruhen an seinem Herzen. Es ist ja der sehnlichste Wunsch meines Herzens, dir solche Ruhe zu schenken. Demütige dich, meine teure, kleine Tochter, um deiner Schwachheit willen." (Jesus an G.B.)

Sankt Josef, Spross aus Davids Stamm

gerecht und fromm im Leben!
Nach Gottes Plan ein Engel kam,
Verheißung dir zu geben:
Nimm deine Braut; sie trägt den Sohn,
der herrschen wird auf Davids Thron
und der sein Volk erlöst.

Du nimmst den Ruf im Glauben an,
erfüllst den Dienst mit Schweigen.
An deiner Hand wächst der heran,
vor dem sich Engel beugen.
Er tritt aus deiner Hut heraus
und bleibt in deines Vaters Haus.
Und du erkanntest ihn.

Wie du Maria und ihr Kind
in deinem Schutz geborgen,
wirst du solang wir Pilger sind,
für Christi Kirche sorgen.
Dass sie erstarke und gedeih
und Christus in ihr mächtig sei:
dazu, Sankt Josef, hilf!


Allen mit Namen Josef morgen die besten Wünsche zum Namenstag!

Samstag, 17. März 2012

Papst Schenuda III gestorben

Wie kath.net heute mit Verweis auf das ägyptische Fernsehen bekannt gab, ist das Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Seine Heiligkeit Papst Schenuda III im Alter von 88 Jahren verstorben.

Allen koptisch-orthodoxen Brüdern und Schwestern möchte ich mein tief empfundenes Beileid aussprechen und hoffe mit ihnen, dass 
Gottes Heiliger Geist ihnen bald zu einem guten Nachfolger verhelfen möge.  


Nasir Gayid Rafail wurde 1923 in der Provinz Asyut in Ägypten geboren. Er schloss seine philosophischen und theologischen Studien 1949 ab, trat 1954 in das Kloster Deir es-Suryan ein und wurde 1955 zum Priester geweiht. 1962 folgte die Bischofsweihe. Seither trug er den Namen Schenuda. Am 31. Oktober 1971 wurde er nach Kirellos VI zum 117. Nachfolger des hl. Markus gewählt.

aus der Doxologie für Papst Schenuda III

Du erlangtest die Gnade des Moses, und das Priestertum Aarons. Du hältest die Würde unseres Vaters Markus, der Evangelist und Apostel ist.
Wir erheben dich und singen, mit dem Sänger David, Du bist Priester in Ewigkeit,nach der Ordnung Melchisedeks.
Bitte Gott für uns, O unser Vater und Patriarch, unser heiliger Vater Abba Schenouda,um Vergebung unserer Sünden.



[biographische Info und Gebet von hier.]


Adolph Kolping, Don Georg und die Medien

 Das hat schon Adolph Kolping erkannt. Und "Don Giorgio", der hochwürdigste Herr Prälat Gänswein, natürlich ;-) hat es jetzt auch wieder einmal festgestellt.

Hl. Franz von Sales, du Patron der Journalisten und Medienschaffenden - bitte für uns!

Freitag, 16. März 2012

Eine Stimme aus dem Zweiten Weltkrieg

aus: Hermann Orgaß, Tagebuch, 1943

Möge doch unser Volk von dem Wahn einer "Erlösung aus Blut und Rasse", von einem unverstandenen und unverdaulichen Blutmythos frei werden. Herr, mach uns frei für Deine Lehren und für Deinen Vaterwillen.

Es ist nicht gleichgültig, ob wir glauben.
Es ist nicht gleichgültig, was wir glauben.
Nein und nein und nein!
Wir müssen glauben an den persönlichen Gott!
Wir müssen uns seinen ganz konkreten 10 Geboten beugen!
Wir brauchen zum Heil die Kirchen.
Die eine heilige Kirche Christi.
Wir brauchen den Erlöser,
wir brauchen das Kreuz,
wir brauchen die Priester,
wir brauchen Kelch und Altar. 

(Zitat im Tagebuch, keine Quellenangabe)  Möchte jeder Christ in sich die Verpflichtung fühlen, ein treues Glied seiner Kirche zu werden. Denn nur, wenn Christus gepredigt wird, findet der einzelne festen Halt und starke Kraft, die wir alle zum Leben brauchen.


75 Jahre "mit brennender Sorge"

Es war schon ein  Coup, als vor 75 Jahren die Enzykla "Mit brennender Sorge" vom Vatikan über die Alpen nach Deutschland geschmuggelt wurde und dort in aller Heimlichkeit, aus Angst vor Entdeckung, vervielfältigt und an die Priester verteilt wurde, die sie am 21. März 1937 zeitgleicht in allen Kirchen des Landes verlasen. Darin brandmarkten Papst Pius XI und die Kardinäle Faulhaber und Pacelli die Wortbrüchigkeit des Deutschen Regimes zu jener Zeit und die Zustände in der nationalsozialistischen Diktatur.  
Wer die Rasse, oder das Volk, oder den Staat, oder die Staatsform, die Träger der Staatsgewalt oder andere Grundwerte menschlicher Gemeinschaftsgestaltung – die innerhalb der irdischen Ordnung einen wesentlichen und ehrengebietenden Platz behaupten – aus dieser ihrer irdischen Wertskala herauslöst, sie zur höchsten Norm aller, auch der religiösen Werte macht und sie mit Götzenkult vergöttert, der verkehrt und fälscht die gottgeschaffene und gottbefohlene Ordnung der Dinge. Ein solcher ist weit von wahrem Gottesglauben und einer solchem Glauben entsprechenden Lebensauffassung entfernt. [...]
Nur oberflächliche Geister können der Irrlehre verfallen, von einem nationalen Gott, von einer nationalen Religion zu sprechen, können den Wahnversuch unternehmen, Gott, den Schöpfer aller Welt, den König und Gesetzgeber aller Völker, vor dessen Größe die Nationen klein sind wie Tropfen am Wassereimer, in die Grenze eines einzelnen Volkes, in die blutmäßige Enge einer einzelnen Rasse einkerkern zu wollen.
Die Bischöfe der Kirche Christi, aufgestellt „für das, was sich auf Gott bezieht", müssen darüber wachen, daß solche verderblichen Irrtümer, denen noch verderblichere Praktiken auf dem Fuße zu folgen pflegen, innerhalb der Gläubigen nicht Boden fassen. Ihre heilige Amtspflicht ist es, soviel an ihnen liegt, alles zu tun, damit die Gebote Gottes als verpflichtende Grundlage des sittlich geordneten privaten und öffentlichen Lebens beachtet und befolgt werden; daß die Majestätsrechte Gottes, der Name und das Wort Gottes nicht verunehrt werden; daß die Gotteslästerungen – in Wort und Schrift und Bild, zeitweise zahlreich wie der Sand am Meere – zum Schweigen gebracht werden; daß dem trotzenden Prometheusgeist der Gottesverneiner, Gottesverächter und Gotteshasser gegenüber das Sühnegebet der Gläubigen nie erlahme, das wie Rauchwerk Stunde um Stunde zum Allerhöchsten emporsteigt und Seine strafende Hand aufhält.[...]
Er, der Herz und Nieren durchforscht, ist Unser Zeuge, daß Wir keinen innigeren Wunsch haben als die Wiederherstellung eines wahren Friedens zwischen Kirche und Staat in Deutschland. Wenn aber – ohne unsere Schuld – der Friede nicht sein soll, dann wird die Kirche Gottes ihre Rechte und Freiheiten verteidigen im Namen des Allmächtigen, dessen Arm auch heute nicht verkürzt ist. Im Vertrauen auf Ihn „hören wir nicht auf zu beten und zu rufen“ für euch, die Kinder der Kirche, daß die Tage der Trübsal abgekürzt und ihr treu erfunden werdet am Tage der Prüfung; und auch für die Verfolger und Bedränger: der Vater alles Lichtes und aller Erbarmung möge ihnen eine Damaskusstunde der Erkenntnis schenken, für sich und alle die vielen, die mit ihnen geirrt haben und irren.

Wenn dies nicht die Sorge des damaligen Heiligen Vaters und aller seiner Nachfolger für die Christgläubigen in Deutschland ausdrückt, dann weiß ich auch nicht mehr. Heute kann man diesen Text beinahe wieder anwenden, nicht nur in Deutschland, sondern in mehreren westlichen Industrienationen, wenn man sich manche Entwicklungen so ansieht.

Der Papst als Tierschützer

Papst Benedikt XVI. wird auf seiner Reise nach Kuba von einem besonderen Passagier begleitet, einem kleinen kubanischen Krokodil. Das Tierchen war illegal von Kuba nach Italien eingeführt worden und lebt zurzeit im römischen Zoo. Im Januar brachten es Angestellte des Zoos anlässlich des 100-jährigen Bestehens ihrer Einrichtung mit zur Audienz. Während der Papstvisite soll es nun wie geplant in seiner ursprünglichen Heimat frei gelassen werden.


Mehr dazu hier und hier.

Mariä Verkündigung Novene - Tag 1

Für die alle, die mitmachen wollen, die Novene zur Vorbereitung auf Mariä Verkündigung hat heute  begonnen. Näheres und tägliche Updates beim Landpfarrer


Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Ein Gesätz des Rosenkranzes in den Anliegen der Immaculata.

Gedanken des Heiligen Maximilian Kolbe:
Wenn du dich darauf vorbereitest, über die Immaculata zu lesen, solltest du nicht vergessen, dass du in den Kontakt zu einem lebenden Wesen eintrittst – eines, das dich liebt, das ganz rein ist und ohne den geringsten Makel.

Denke daran, dass die Worte, die du liest, nicht dazu fähig sind auszudrücken, wer Sie ist, da menschliche Worte ursprünglich bezwecken, weltliches Ideengut auszudrücken. Aber die Immaculata ist ein gänzlich gottgleiches Wesen, das auf einer unendlich höheren Ebene existiert, als alles, das dich umgibt. Sie wird sich dir durch die Sätze, die du liest, selbst enthüllen und wird dir Gedanken, Überzeugungen und Neigungen nahelegen, die wahrscheinlich noch nicht einmal dem Autor in den Sinn gekommen sind. Schließlich beachte bitte: Je reiner Dein Gewissen ist und je mehr du es mit Busse reinigst, desto mehr wird sich deine Vorstellung der Wahrheit annähern.

Außerdem erkenne ernsthaft an, dass du ohne ihre Hilfe nicht im geringsten dazu in der Lage sein wirst, sie zu verstehen und folglich auch nicht, sie zu lieben. Sie selbst muss dich mehr und mehr erleuchten und dein Herz mit ihrer Liebe an sich ziehen. Darum besinne dich, dass die ganze Frucht der Lektüre von dem an sie gerichteten Gebet abhängt.

Beginne nicht zu lesen, bevor du zu ihr gebetet hast. Versuche nicht viel zu lesen, sondern unterbreche deine Lektüre, indem du dein Herz zu ihr erhebst, insbesondere wenn mannigfaltige Emotionen in deinem Herzen aufkommen. Und wenn du deine Lektüre beendest, vertraue Ihr die Aufgabe an, in dir eine immer großzügigere Ernte hervorzubringen. Lese nicht aus Wissbegierde heraus, sondern lese stattdessen, um einen Ursprung, eine Quelle zu schaffen.

Wir sollten einüben, was wir gelesen haben. Es ist ausreichend, der Lektüre fünf Minuten täglich zu widmen, dabei jedoch entschlossen zu sein und diese fünf Minuten nicht einen Tag auszulassen. Dann wird es gewiss einen Fortschritt der Vollkommenheit geben. Ebenso wird es eine gesunde Nahrung für unsere Seelen sein, da es dazu dienen wird, uns zum Flug an den Gipfel unserer gewünschten Heiligkeit zu beflügeln, sowie zur lückenlosen Vereinigung mit der Immaculata dienen.
Zur Betrachtung:
  • Ich nehme mir vor, mich in diesen Tagen in die liebende Gegenwart der Immaculata zu begeben.
  • Ich bitte den Heiligen Geist, dass er mir das Geheimnis Mariens tiefer erschließt.
Bibelstelle:
"Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön ... Alles an dir ist schön, meine Freundin; kein Makel haftet dir an." (Hld 4,1.7)
Stille (5-10 Min)

Segen:
Maria mit dem Kinde lieb, uns allen deinen Segen gib. Amen

40 Tage beten und fasten für unser Land

 Die Fastenzeit ist schon wieder zur Hälfte vorbei, und endlich sehe ich diese Gebetsaktion auch. Gerade wenn man so sieht, wer oder was alles dieser Tage durch die Gegend springt. Da ist diese Aktion von Radio Horeb eine wunderschöne Idee, wie ich finde. Täglich aktualisiert auf deren Facebook Seite.
[15. 03. 2012] Beten wir heute, dass Medien nicht nur Idole und Stars, sondern „wahre Helden“ als Vorbilder präsentieren.

Impulstext:
Heute beginnt in Leipzig die Buchmesse. Dort findet bis zum Sonntag der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche statt. Die Leipziger Buchmesse ist auch ein Fenster, mit dem Deutschland sich für Europa öffnet. Begleitet wird sie vom größten europäischen Lesefest „Leipzig liest“ mit mehr als 2000 Veranstaltungen an rund 300 Veranstaltungsorten. Da präsentieren sich über 70 Autorinnen und Autoren aus südosteuropäischen Ländern wie Albanien, Kroatien, Bosnien, Bulgarien und Rumänien.
 
Beten wir dafür, dass Autoren aus Ländern, die in die EU streben oder schon dort angekommen sind, sich neu besinnen auf Werte, die das christliche Abendland und seine Kultur stark gemacht haben.

Donnerstag, 15. März 2012

In Augsburg leuchtet der Stern der Neuevangelisierung

Nachdem aus dem Bistum Augsburg in den letzten Tagen und Wochen so viele negative Schlagzeilen kamen, kann man jetzt doch mal etwas Schönes vermelden: Unser guter Bischof Konrad errichtet zum 1. Mai ein Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral. Es gibt also doch noch Hirten, die sich um die ihnen anvertrauten Herden sorgen, auch wenn es ihnen in jüngster Zeit reichlich schwer gemacht wird.
Das „Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral“ folgt dem Auftrag Papst Benedikts XVI., „allen, die an Christus glauben, zu helfen, ihre Zustimmung zum Evangelium bewusster und stärker werden zu lassen, vor allem in einem Moment tiefgreifender Veränderungen, wie ihn die Menschheit gerade erlebt“ (Motu Proprio „Porta Fidei“ vom 11. Oktober 2011, Nr. 8).
Das Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral entwickelt, sammelt und vermittelt Konzepte für Neuevangelisierung, Gemeindepastoral und Gemeindekatechese. Dazu gehören u. a. die Erstellung und Durchführung von eigenen (sakramentenbezogenen) und die Förderung und Begleitung vorhandener Glaubenskurse, die Konzeption einer diözesanen Sakramentenkatechese, die Schulung von ehrenamtlichen und hauptberuflichen pastoralen Mitarbeitern/-innen im Bereich Neuevangelisierung und Gemeindekatechese, die Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Initiativen bzw. Veranstaltungen wie Bibelkreisen, Gebetskreisen, Glaubensgesprächskreisen, Glaubenstagen, geistlichen Wochenenden, Einkehrtagen, Aktionen, Stadtmission, Gemeindemission, etc., und die Erstellung und Bereitstellung entsprechender Materialien.
Ich bin gespannt, was daraus wird. Aber unter dem Priester, dem die Leitung dieses neuen Instituts anvertraut wird, brauchen wir keine Sorgen haben. Sie hätten kaum einen besseren für diese Aufgabe finden können.

Maria, du Stern der Neuevangelisierung, breite deinen schützenden Mantel über dieses Vorhaben und das ganze Bistum Augsburg aus. 

Maria und Lateinamerika

[Update: zusätzliche Information und eine schöne Dokumentation zur Virgen de la caridad del Cobre gibt es auch bei Kirche in Not.]
 
Virgen de la caridad del cobre; Bild von wiki commons
 Die Muttergottes muss wirklich eine besondere Liebe für Lateinamerika haben, die von den Lateinamerikanern gewiss ebenso glühend erwidert wird. Gerade in den beiden Ländern, die der Heilige Vater demnächst besuchen wird. Ein Beispiel wäre die Erscheinung vor dem Indio Juan Diego in Guadalupe 1531, welche die freiwillige Christianisierung Mexikos und ganz Lateinamerikas einläutete. Sie fanden zum Glauben an den Gott mit einem menschlichen Antlitz in Jesus, durch die Worte seiner eigenen Mutter. Und dann ist da die Wiederauffindung des kleinen Gnadenbildes der Jungfrau der Barmherzigkeit (Virgen de caridad) im kubanischen Cobre, derer dieses Jahr zum 400. Mal gedacht wird.

 Bei kath.net steht dankenswerterweise mehr darüber:
Die Holzstatue wurde der Überlieferung nach im Jahr 1612 von Fischern entdeckt, die in der Bucht von Nipe in Seenot geraten waren. Eine Planke mit der Jungfrau samt Christuskind und der Aufschrift "Ich bin die Jungfrau der Barmherzigkeit" soll die Fischer damals vor dem Untergang bewahrt haben. Im Jahr 1916 wurde die "Virgen de la Caridad de Cobre" vom früheren Namenskollegen des jetzigen Papstes - von Benedikt XV. - zur Schutzpatronin des Landes erklärt. Als Symbol des Unabhängigkeitskampfes gegen die spanischen Kolonialherren verehren heute auch viele Nichtkatholiken die Statue.