150 Jahre einer großen Frau: Gertrud von le Fort (1876-1971)
Gertrud Freiin von le Fort wurde am 11. Oktober 1876 im westfälischen Minden geboren und wuchs u.a. auf dem Familiengut Boek in Mecklenburg auf. Als Tochter des preußischen Majors Lothar Freiherr von le Fort wurde sie wie viele „höhere Töchter“ zu jener Zeit erzogen: bis zum 14. Lebensjahr wurde sie privat unterrichtet und als junge Dame an der Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge Ludwigslust glanzvoll in die Gesellschaft eingeführt, doch die Verwicklungen des 20. Jahrhunderts führten dazu, dass sie nach mehreren Ortswechseln und ausgedehnten Reisen ihren endgültigen Wohnsitz 194 in Oberstdorf fand, wo sie am 1. November 1971 starb und begraben wurde. Sie hinterließ ein literarisches Werk, das – obwohl heute zu unrecht vergessen – zu den bedeutendsten Stimmen der Renouveau catholique des 20. Jahrhunderts zählt. Zu diesem Werk gehören vor allem Romane, Novellen, Essays und natürlich ihre Gedichte, wie der bekannte Zyklus „Hymnen an die Kirche“. Dabei besc...