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Wie ein Licht in dunkler Nacht

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oder: Wie ihr eure Kerzen ganz einfach selber gießen könnt
Wenn die Nächte wieder länger, dunkler und kälter werden, sitze ich gerne zuhause bei einer Tasse Tee, meiner Handarbeit und einem (Hör)Buch. Besonders gemütlich ist dazu der Schein einer oder mehrerer selbst gegossener Kerzen. Zum einen spart man damit bares Geld, zum anderen ist es eine wunderbare Art, alle Wachsreste aufzubrauchen und sie vor der Mülltonne zu bewahren. Wenn ihr ein bisschen Vorsicht vor heißem Wachs und Zeit mitbringt, ist es ganz einfach und geht mit Dingen, die ihr bestimmt zuhause habt. 
Wir brauchen dazu: Wachsreste Eine Konservendose Toilettenpapierrollen Einen leeren Eierkarton Zahnstocher  Garn aus reiner Baumwolle 
So geht's: 1. Zunächst bereitet ihr eure Toilettenpapierrollen vor. Dazu messt ihr von dem Baumwollgarn die passende Länge für die Dochte ab: Einmal die Länge der Rolle plus eine Zugabe, damit ihr das Garn an einem Zahnstocher festknoten könnt.  2. Sollten die Wachsreste zu groß für eure Konserv…

Beten wir mit dem Papst im Oktober 2020: Für die Laien, männlich und weiblich

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Wir beten dafür, dass die Laien – insbesondere Frauen – aufgrund ihrer Taufgnade größeren Anteil  an kirchlicher Verantwortung bekommen

Sewing Adventures #2: Was Nähen mit Mathe zu tun hat

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Da habe ich mir ja was vorgenommen! Nach dem ich jüngst von meinem alten Dirndl den Rock abgetrennt und umgearbeitet habe, sollte mein erstes ganzes Projekt jener "Victorian Walking Skirt" sein, der in dem Nähjournal "The Keystone Guide to Jacket and Dress Cutting" von 1895 beschrieben ist. Seit Bernadette Banner ihre Interpretation dieses spätviktorianischen Rocks auf YouTube vorstellte, hat sie eine regelrechte Lawine der Inspiration losgetreten. Das Schöne am Keystone Guide sind die höchst detaillierten Schritt-für-Schritt Beschreibungen für verschiedene Jacken, Kleider und andere Kleidungsstücke der letzten Jahrhundertwende.
It's Mock-up Time Die größte Hürde dabei war für mich die Inch-Skalierung des anglo-amerikanischen Autors. Bei meinem ersten Versuch, das Schnittmuster nach Diagramm und Beschreibung zu zeichnen bin ich an der unerwarteten mathematischen Seite des Vorhabens gescheitert. Zum Glück habe ich den Fehler rechtzeitig bemerkt; dafür macht man j…

Sewing Adventures #1: Dirndlupcycling und erste Erkenntnisse

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"Meister, ich bin fertig. Darf ich trennen?" Dieser Ausspruch eines jungen Lehrlings aus der Werkstatt meines Urgroßvaters wurde in meiner Familie rasch zu einem geflügelten Wort und er begleitet auch meine ersten Gehversuche in den Fußstapfen des alten Schneiders aus Rothenburgsort.
Am Beginn dieses speziellen Weges trifft meine innere Hobby-Historikerin die Familienforscherin in mir und beide Ladies teilen die Begeisterung für alles Handgemachte. Also war der Entschluss gefasst, künftig mehr Sorgfalt auf meine persönliche Garderobe zu verwenden als bisher. Damit meine ich nicht nur das Stopfen, Ausbessern und Anpassen bestehender Kleidungsstücke, damit sie länger halten und ordentlich aussehen, sondern auch das Nähen neuer Kleidungsstücke. Denn anscheinend musste ich über 30 Jahre auf dieser Erde leben, um nun endlich den Mut zu finden, den Kleidungsstil zu tragen, in dem ich mich wirklich wohl fühle. Dazu meine ich hier Röcke, Blusen und Capes, insbesondere solche, die an…

Beten wir mit dem Papst im September 2020: Für die Ressourcen der Welt

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Wir beten dafür, dass kein Raubbau an den Rohstoffen unseres Planeten betrieben wird, sondern  dass sie gerecht und nachhaltig verteilt werden.

Beten wir mit dem Papst im August 2020: Für die Weltmeere und die Menschen, die davon leben

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Wir beten für alle, die auf den Weltmeeren arbeiten und davon leben; unter anderem für Matrosen, Fischer und für ihre Familien. 

Der schwarze Hund ist noch viel schwärzer als gedacht

Liebe Leser, 
habt ihr mich vermisst? Es gibt mich tatsächlich noch, auch wenn es sich während der letzter Monate nicht immer so anfühlte. Andererseits bin ich schon froh, wenn ich überhaupt wieder etwas fühle. Dabei ist die Erklärung für meine Abwesenheit hier auf dem Blog (und überhaupt) so einfach wie traurig: Ich bin immer noch dabei, mich von einer der schwersten Depressionen seit 20 Jahren zu erholen. Mehr oder weniger erfolgreich. Die Gründe dafür sind vielfältig und selbst für einen Beitrag unter der Rubrik "Persönliches" zu persönlich. Allerdings hatte ich in den letzten Jahren gedacht, dass ich meinen eigenen "schwarzen Hund", wie ich meine latente depressive Anfälligkeit liebevoll nenne, ganz gut im Griff hätte, doch scheinbar ist dieser Hund noch viel schwärzer, als ich gedacht hatte. Und anhänglicher. Das mag für manche vielleicht nicht Erklärung genug sein für die Stille hier auf dem Blog (und anderswo), es ist jedoch die Wahrheit und damit die einzige…