Posts

Geister, Hexen und Vampire: Warum das Übernatürliche bei Lesern so beliebt ist

Kaum ein literarisches Motiv ist so beständig wie das Übernatürliche. Geister wandeln durch alte Schlösser, Hexen wirken geheimnisvolle Kräfte, und Vampire lauern in der Dunkelheit zwischen Leben und Tod. Seit Jahrhunderten ziehen diese Figuren die Leser in ihren Bann. Doch warum üben ausgerechnet Wesen, die nicht existieren, eine so große Anziehungskraft aus? Ein Blick auf die Geschichte der Literatur zeigt, dass Geister, Hexen und Vampire weit mehr sind als bloße Schreckgestalten.   Zwischen Mythos und Volksglaube Lange bevor es Romane gab, erzählten Menschen Geschichten über Geister, Dämonen und magische Wesen. In der griechischen und römischen Antike glaubte man, dass Verstorbene als Schatten zurückkehren könnten. In den Bergdörfern und -tälern der Alpen, wo ich aufgewachsen bin, gab und gibt es ungezählte Sagen über Geister, Hexen, Wiedergänger und andere übernatürliche Erscheinungen wie die Wilde Jagd in den Raunächten zwischen Weihnachten und Neujahr. Diese Erzählungen erfül...

Papst Leo lädt persönlich zum Weltjugendtag 2026 nach Südkorea ein

Bild
Das geht nämlich via Videobotschaft und seit dieser Woche sind die Anmeldungen für den Weltjugendtag in Seoul offiziell geöffnet.  Der nächste Weltjugendtag findet am 3.-8. August 2027 statt.  Davor sind wie immer Tage der Begegnung in koreanischen Diözesen.  Eingeladen zum WJT sind vor allem junge Menschen zwischen 18-30 Jahren. Alle Details zur Anmeldung finden sich auf der offiziellen internationalen Homepage des Weltjugendtags: wydseoul.org

Die grinsenden Gestalten von Waldsassen

Bild
Auf einer Reise in das historische Böhmen kam ich kürzlich im Kloster Waldsassen vorbei. Dieses Kloster wurde im 12. Jahrhundert von Zisterziensern gegründet und gehört nach zahlreichen Um- und Neubauten seit dem 17. Jahrhundert zu den barocken Kleinodien bayerischer Sakralkunst. Neben der atemberaubenden Ästhetik ist bemerkenswert, dass in dem alten Kloster immer noch Leben herrscht, vielleicht nicht mehr so viel wie schon einmal, aber Leben immerhin. Neben der Gemeinschaft von Zisterzienserinnen, die heute in Waldsassen wohnen betreibt der Orden ein Gästehaus (mitsamt hervorragender Küche) und einen Klosterladen.  Wer einen persönlichen kleinen  Gruselmoment erleben möchte, kann gerne näher an die Seitenaltäre heran treten und sich wundern, wer ihn da angrinst. Es sind die sogenannten „Heiligen Leiber“. Dabei handelt es sich um zehn kunstvoll geschmückte Ganzkörperreliquien frühchristlicher Märtyrer, die aus den Katakomben Roms stammen sollen. Sie wurden in prunkvollen Glass...

Leben mit dem Kirchenjahr: Komplett überarbeitete Neuauflage für 2026/2027!

Nach den für mich nützlichen Ausgaben für 2025 und 2026 erscheint nun die umfassend überarbeitete Neuauflage des Jahresplaners „Leben mit dem Kirchenjahr – Gottes Spuren im Alltag entdecken“ . Mit einem ähnlichen Konzept, erweitertem Inhalt und einem liebevoll gestalteten A5-Format begleitet dieser besondere Kalender durch das Kirchenjahr 2027 und verbindet praktische Planung mit geistlicher Inspiration.  Mehr als ein Kalender Kalender gibt es viele. Doch dieser Jahresplaner möchte mehr sein als eine bloße Terminübersicht. Er lädt dazu ein, den Jahreslauf bewusst im Rhythmus des Kirchenjahres zu erleben, christliche Traditionen neu zu entdecken und den Glauben im Alltag lebendig werden zu lassen. Die Leitidee bleibt dabei dieselbe wie in den Vorgängerausgaben: Gottes Spuren mitten im eigenen Leben wahrzunehmen.  Zwischen Terminen, Verpflichtungen und den Herausforderungen des täglichen Lebens schafft der Planer Raum für Besinnung, Dankbarkeit und persönliche Glaubensimpulse...

150 Jahre einer großen Frau: Gertrud von le Fort (1876-1971)

Gertrud Freiin von le Fort wurde am 11. Oktober 1876 im westfälischen Minden geboren und wuchs u.a. auf dem Familiengut Boek in Mecklenburg auf. Als Tochter des preußischen Majors Lothar Freiherr von le Fort wurde sie wie viele „höhere Töchter“ zu jener Zeit erzogen: bis zum 14. Lebensjahr wurde sie privat unterrichtet und als junge Dame an der Sommerresidenz der mecklenburgischen Herzöge Ludwigslust glanzvoll in die Gesellschaft eingeführt, doch die Verwicklungen des 20. Jahrhunderts führten dazu, dass sie nach mehreren Ortswechseln und ausgedehnten Reisen ihren endgültigen Wohnsitz 194 in Oberstdorf fand, wo sie am 1. November 1971 starb und begraben wurde. Sie hinterließ ein literarisches Werk, das – obwohl heute zu unrecht vergessen – zu den bedeutendsten Stimmen der  Renouveau catholique des  20. Jahrhunderts zählt. Zu diesem Werk gehören vor allem Romane, Novellen, Essays und natürlich ihre Gedichte, wie der bekannte Zyklus „Hymnen an die Kirche“.   Dabei besc...

Beten wir mit dem Papst im Oktober 2026: Für die Pastoral der mentalen Gesundheit

Bild
  Wir beten, dass sich die Pastoral der mentalen Gesundheit in der ganzen Kirche integriert, so dass sie zur Überwindung der Stigmatisierung und der Diskriminierung von Personen mit mentalen Erkrankungen hilft.

Beten wir mit dem Papst im September 2026: Für die Sorge um Wasser

Bild
Wir beten um eine gerechte und nachhaltige Verwaltung des Wassers, einer überlebenswichtigen Ressource, so dass alle in gleicher Weise Zugang dazu haben.