Freitag, 1. Dezember 2017

Beten wir mit dem Heiligen Vater im Dezember 2017: Für die alten Menschen

Für die älteren Menschen: Getragen durch ihre Familien und christliche Gemeinschaften mögen sie ihre Weisheit und ihre Erfahrung in Glaubensverbreitung und Formung der jeweils jüngeren Generationen einbringen.

Sonntag, 26. November 2017

Wer bist du, Welt?

Im heutigen Tagesevangelium spricht Jesus selber von seinem Wiederkommen am Ende der Zeiten und vom Weltgericht.
Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden von ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. 
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Erde für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen. 
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25, 31 - 40) 
Und Gertrud von le Fort sagt dazu in ihren "Hymnen an die Kirche": 

Wer bist du, Welt, dass du mir bange machst?
              Ich sterbe tausendfach mit meinen Kindern!
Wo ist dein Urteil, das mich beugen könnte?
              Meine Seele ringt mit dem Gericht des Ew’gen!
Siehe, ich stehe als Letzte auf der großen Brücke des Abschieds,
              ich halte in den Armen alle, die das Leben wegstößt.
Meine Ohren werden nicht mehr still von ihrem Jammern,
              und meine Angesicht ist bleich von ihren Ängsten,
Meine Füße sind mit Asche bedeckt bis an die Knöchel,
              und meinen Kleider wollen nicht trocknen vom feuchten Hauch der Grüfte.
Wahrlich, ich bin müde des Grauens,
              und meine Furch ist schwach geworden
              wie die Hände eines Kindleins.
Meine Liebe hat sie überwältigt,
              sie hat sie ins Knie geworfen,
              dass sie nimmermehr aufsteht!
Wehe dir, Welt, die du an den Tod glaubst, weil du kalt bist:
              du wirst einen Tod finden, den du dir nicht träumst!
Du wirst einen Tod finden, den du ewiglich nicht stirbst. 

Tröstet euch, ihr Weinenden, frohlocket,
              die ihr nicht vergesset,
Denn ich will eure Treue zur Verheißung machen,
              ich will die Becher eures Gedenkens mit Sinn füllen
              bis zum Rande!
Ich will euer Herz zur Freude aufrichten
              wider alle Sklaven der Vernunft!
Die Glühenden will ich annehmen,
              und die Entsagenden will ich verschmähen!
Ich will den Liebenden Recht geben
              im Angesicht der Vernichtung:
              ich will sie auf den Thron des ewigen Lebens setzen!
Ich will sie über die Gerechtigkeit erheben:
              ich will sie tragen bis an die Barmherzigkeit des Herrn!

Montag, 9. Oktober 2017

L-Magazin der Legionäre Christi 01_2017

Dass es hier in diesem kleinen Internet-Tagebuch um einiges ruhiger geworden ist, mag auch daran liegen, dass ich seit zwei Jahren hauptberuflich woanders schreibe und mir dann oft schlicht die Zeit für private Ergüsse fehlt. Und zwar u.a. → hier und → hier. Und das dürft ihr gern als Leseempfehlung verstehen!

→ hier geht's zur pdf-Fassung des L-Magazins.
So habe ich zum 20jährigen Gelübdejubiläum einer gottgeweihten Frau im Regnum Christi einen Artikel fertiggestell, der gekürzt im L-Magazin 01_2017 erschienen ist. Eva Gloserová kommt aus Tschechien und ist die "Dienstälteste" gottgeweihte Frau in der Gemeinschaft in Düsseldorf. Die ungekürzte Fassung meines Artikels über sie könnt ihr online → hier lesen.

Außerdem findet ihr im aktuellen L-Magazin der Legionäre Christi einen ausführlichen Rückblick auf die MOVE, das Jugend- und Familientreffen der Gemeinschaft im Juni, mit dem Vortrag von Pater Vincenz Heereman LC über die Bedeutung der Liebe Christi für den Apostel Paulus und mit einigen Stimmen der zahlreichen Besucher.

In seiner Kolumne zur Neuevangelisierung stellt Pater Klaus Einsle LC stellt seine eigene Vision von Neuevangelisierung vor und erklärt, warum es wichtig ist, Visionen und Ziele zu haben.

Auf Seite 17 des L-Magazins findet ihr außerdem eine Einladung zu einer Pilgerreise nach Rom vom 15. bis 20. Dezember 2017. Höhepunkt dieser Pilgerfahrt ist die Priesterweihe von 32 Ordensmännern der Legionäre Christi aus aller Welt. Zwei der Weihekandidaten, der Slovake P. Štefan Kavecký LC und der Venezolaner P. Andrés Orellana LC werden im Magazin näher vorgestellt. Besonders interessant finde ich, was Pater Štefan über die Zeit in der spät- und postkommunistischen Slovakei erzählt.

Was ist eigentlich Satire (und was nicht)?

"Satire" ist laut Definition "eine Kunstgattung, die durch Spott, Ironie und Übertreibung bestimmte Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder verächtlich machen will." In dem jüngsten Artikel von Björn Odendahl auf katholisch.de ist viel Spott enthalten, auch grausamer Spott. Kunst konnte ich dagegen nur wenig entdecken und da stellt sich dann die Frage, wen oder was Herr O. verächtlich machen möchte. "Verächtlich machen" kommt von "verachten", der "Verachtung preisgeben". Und das ist dann schon ein starkes Stück. Kritisiert wird nämlich eher weniger, auch nicht die doch kritikwürde Affäre um die fragwürde Haltung der Broeders van Liefde zum menschlichen Leben. Denn wie kann es Kritik sein, wenn man Euthanasie in bestimmten Fällen für angebracht hält? Auch ein Herr Trump und selbst ein Herr Kim haben das Recht zu leben. Weil sie Menschen sind. So traurig das für den Rest unserer Spezies klingen mag. Sobald man nämlich anfängt, in scheinbar "berechtigten Fällen" die Menschlichkeit und die damit einhergehende Würde und Rechte abzusprechen, sind wir nur noch einen Finger breit von der willkürlichen Einteilung in "Menschen" und "Untermenschen" entfernt. Und wir wissen alle, welch furchtbare Versuchungen danach kamen. Ergo ist selbst Herr O. ein Mensch, auch wenn er möglicherweise von Wölfen aufgezogen wurde. Doch selbst eine Wolfsmutter würde er mit seinem schlechtem Benehmen und seinen Tiraden wider Benedikt XVI beschämen.

Denn, und hier kommen wir zum Kern des ganzen Artikels, scheinbar hat Herr O. immer noch eine oder mehrere Rechungen mit dem Emeritus offen. Anders kann man sich seine Fixierung nicht erklären. Kommt er in besagtem "Satirischen Wochenrückblick" (07.10.2017) sonst mit einem Absatz pro Thema aus, widmet er Benedikt XVI ganze zwei Absätze, auch wenn er das mit der Meldung über den Krankenhausaufenhalt von Erzbischof Gänswein kaschieren möchte. Nicht nur unterstellt er dem emeritierten Papst beginnende Demenz ("...hat das aber wohl das ein oder andere Mal vergessen. Kann ja passieren in dem Alter."), er macht sich außerdem über dessen altersbedingte Sehschwäche lustig. Selbst wenn ersteres zutreffen würde - was es nicht tut, sonst könnte er mit über 90 Jahren nicht noch seitenweise tiefsinnige Vorworte schreiben - ist es mehr als schlechter Stil, die Krankheiten eines Menschen der Lächerlichkeit preis zu geben. Im Übrigen wurde der Emeritus bestimmt um jenes Vorwort in der russischen Ausgabe seines Gesamtwerkes gebeten. Das ist durchaus Brauch in der akademischen Welt, zu welcher auch ein emeritierter Professor noch immer zählt. Selbst wenn er zwischenzeitlich mal Papst war.

Man kann im übrigen über vieles geteilter Meinung sein. Niemand zwingt Herrn O. dazu, die Ansichten des Emeritus zu Liturgie und Situation der Una Sancta Catholica zu teilen. Wir haben in der Kirche eine solch große Vielfalt an Möglichkeiten, Gott zu preisen  - die Korrekteren sagen "liturgische Riten" - dass da wirklich Jeder seinen Lieblingsritus finden sollte. Dass Sorgen über den Zustand des mystischen Leibes Christi heute mehr denn je angebracht sind, darüber kann Einigkeit bestehen, auch wenn man sich die Themenfelder seiner Sorgen dann wieder aussuchen darf. Jetzt habe ich schon viel mehr Worte zu diesem unseligen Thema verloren, als ich eigentlich wollte.

Auf Twitter war da wohl am Wochenende bereits eine Schlacht zu entbrannt. Auch in diesem Zusammenhang möchte ich zur Mäßigung aufrufen. Und zwar alle beteiligten Seiten. Loyalität ist zunächst einmal wirklich gut und natürlich kann ein "ständiges Schießen gegen bestimmte Autoren ermüdend sein". Ich glaube Herrn Martin auch unbesehen, dass die Kritik nicht nur von "dunkelkatholischen Kreisen" kommt. Auch die sog. Progressisten innerhalb der deutschen katholischen Kirche zeichnen sich selten durch Feingefühl aus. Ich würde auch nicht soweit gehen, Herrn O. eine"schäbige Gesinnung" unterstellen, auch wenn seine Artikel oft diesen Eindruck vermitteln. Sollte seine Gesinnung rein sein, muss er allerdings heftigst an seinen Formulierungen schrauben. Und an seinem Verständnis von Satire. Nicht zu schweigen von seinem Anstand. Wie schon oft in solcherart Debatten gesagt: Satire darf viel, sie soll beißend sein, den Finger in die Wunde legen. Aber sich über vermeintliche oder tatsächliche gesundheitliche Gebrechen lustig zu machen geht gar nicht! 


P.S. Ich habe den erwähnten Artikel nicht verlinkt. Schund soll jeder selber finden. Es gibt genug Hinweise im Text.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Beten wir mit dem Heiligen Vater im Oktober 2017: Für die arbeitende Bevölkerung

Für die Arbeiter und die Arbeitslosen: Um Respekt und Rechtsschutz für die Arbeiter und dass auch die Arbeitslosen die Möglichkeit erhalten, zum Gemeinwohl beizutragen.