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Nimm mein Ja

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Große Ereignisse werfen gerne große Schatten voraus. Dem Weltjugendtag geht in der Regel sogar eine ganze Woche in einer ausgewählten Diözese des Gastgeberlandes voraus, um den jungen Pilgern einen Einblick in das Leben der Menschen vor Ort zu geben.  In wenigen Tagen wird das  weltweit größte Treffen katholischer Jugendlicher in Panama und damit zum ersten Mal in Mittelamerika stattfinden. Durch die räumliche Nähe haben dann auch Jugendliche aus Südostasien und den Pazifikstaaten eine größere Chance zu diesem Jugendtreffen zu kommen. Das Motto lautet „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38) und die Hymne, deren Text sich wie üblich daran orientiert, wurde bereits in den ersten 48 Stunden nach Veröffentlichung mehr als 100.000 Mal angeklickt. Die deutsche Fassung kommt diesmal aus Augsburg, wurde von dem bischöflichen Portal "credo-online" in Auftrag gegeben und von dem Musiker Raphael Schadt komponiert und getextet.
Die Magd des Herren sei…

Neujahrsvorsatz von Adolph Kolping

"Wenn das neue Jahr kein glückseliges wird, dann kann unser Herrgott nichts dafür, dann dürfen wir das uns nur selbst auf die Rechnung schreiben. Wenn wir unser Glück, unsere Zufriedenheit nur in den Dingen dieser Welt suchen, es machen wie die anderen Narren auch, dann klagen wir nur ja nicht, wenn wir uns hintennach betrogen finden; wollen wir es aber in Gott suchen, nun, dann müssen wir auch frisch und herzhaft zugreifen, dann müssen wir auch mit unserem Christentum Ernst, tatkräftigen Ernst machen, noch viel umfassender und durchgreifender, als es, wenigstens im allgemeinen, bisher geschehen ist. Erst wenn das geschieht, dann wird auch das neue Jahr glückseliger, als das alte gewesen, weil dann wir selbst besser und glückseliger werden." Adolph Kolping

Der Weihnachtswunsch von Papst Franziskus an die Welt: Brüderlichkeit

Aus dem Urbi et Orbi zum Weihnachtsfest 2018: Euch Gläubigen aus Rom und euch Pilgern sowie euch allen, die ihr überall in der Welt mit uns verbunden seid, rufe ich erneut die frohe Kunde von Betlehem zu: »Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens« (Lk 2,14).

Wie die Hirten, die als Erste zur Grotte geeilt waren, stehen wir staunend vor dem Zeichen, das Gott uns gegeben hat: vor einem Kind, »das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt« (Lk 2,12). In Stille knien wir nieder und beten an.

Und was sagt uns jenes Kind, das die Jungfrau Maria uns geboren hat? Was ist die universale Botschaft von Weihnachten? Sie sagt uns, dass Gott ein guter Vater ist und wir alle Geschwister sind.

Diese Wahrheit liegt der christlichen Vision vom Menschsein zugrunde. Ohne die Brüderlichkeit, die Jesus uns geschenkt hat, behalten all unsere Bemühungen um eine gerechtere Welt einen kurzen Atem, und selbst die besten Vorhaben drohen seelenlose Strukturen zu werden.

Heute ist euch der Retter geboren!

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Wie man im Bad Müll vermeidet #1: Duschschwamm (+ Häkelanleitung)

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Ein Duschschwamm (im Folgenden als "Duschpuschel" bezeichnet) ist Korallen nachempfunden und dient dazu, Seife oder Duschgel gut auf der Haut zu verteilen. Im Handel sind sie oft aus synthetischem Netzen erhältlich. Da diese Netze zwar mehrfach verwendet, letztendlich aber doch weg geworfen werden, landen auch sie im Müll und irgendwann, vielleicht, in den Weltmeeren. Da ist ein aus Baumwollgarn selbst gehäkelter Duschpuschel sowohl ökologisch als auch optisch sinnvoller. Mit einem zusätzlichen Bändchen versehen, kann der Puschel aufgehangen werden, wodurch er besser. Oder man hängt ihn sich während des Duschvorgangs ans Handgelenk und hat die Hände frei für Shampoos und Seifen.

Grundsätzlich könnt ihr einen solchen Duschpuschel aus jedem Garn machen, das ich gern mögt. Ich bevorzuge 100%-Baumwollgarn, wie man es z.B. auch für Topflappen verwendet. Dieses ist strapazierfähig und vor allem bis zu 60°C maschinenwaschbar. Die Wahl der Häkelnadel richtet sich nach dem verwendet…

Zölibat, die ewige Provokation

Wie kann man den Zölibat, also den freiwilligen Verzicht auf Ehe und Familie zugunsten eines priesterlichen bzw. gottgeweihten Lebens, heute überhaupt leben? Ist das längst überholt, ungesund, weil triebunterdrückend, evtl. sogar missbrauchsfördernd und daher geradezu sittenwidrig? Diese und andere Vorurteile werden seit Jahrzehnten wie eine kaputte Langspielplatte (für die Jüngeren: das sind diese großen, schwarzen Vinylscheiben mit Loch in der Mitte, die Oma oder Opa daheim herumliegen haben.) immer wieder heruntergeleiert. Dabei ist es egal, dass die Ehen protestantischer Pastoren eine mindestens ebenso hohe Scheidungsrate aufweisen, wie die 08/15-weltliche Ehe. Und es ist unerheblich, dass auch andere Weltreligionen sexuelle Enthaltsamkeit aus spirituellen Gründen kennen, manche zeitweilig, manche ebenfalls als Lebensentscheidung. Beim Dalai Lama stört es nicht, dass er zölibatär lebt. Nur dass der örtliche katholische Priester keine Ehefrau und auch sonst keine sexuellen Kontakte…

Spenden heißt "Die Welt mitgestalten"

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Zurzeit gehen sie wieder herum. Die "Bettelbriefe", wie meine Mutter die Mailings diverser Hilfsorganisationen und katholischer spendenfinanzierter Initiativen und Gemeinschaften nennt. Und bevor jetzt ein allgemeines Raunen über die Papierverschwendung oder veruntreuende Organisationen anhebt, sei hier wieder eine Lanze für das persönliche Spenden gebrochen.

Denn tatsächlich ist Spenden ein zutiefst freier Akt und damit ein Zeichen persönlicher Souveränität. Ich kann über das Geld, das ich mir selbst erarbeitet habe, nach eigenem Gutdünken verfügen. Natürlich ist damit nicht das gesamt Bruttogehalt gemeint, schön wär's. Zuerst schlagen der Staat und die Sachzwänge in Form von Steuern, Miete, Strom, Kommunikation und Lebenshaltung zu. Aber von dem, was dann übrig ist und von dem wir es uns in der Regel gut gehen lassen (was wir redlich verdient haben), können und sollten wir zumindest einmal im Jahr etwas abgeben. Es gibt ja nicht nur altruistische Gründe zu Spenden. E…