Dienstag, 21. August 2018

Es gibt viele Wege zu Gott, einer geht über die Berge

Diesen Ausspruch des christlichen Schriftstellers Reinhold Schneiders pflegte mein Vater oft zu zitieren. Er war, wie unser damaliger Ortspfarrer, begeisterter Bergsteiger. Für beide war die unberührte Natur der Allgäuer Alpen auch immer wieder Ort der Gottesnähe. Davon zeugen nicht zuletzt die jährlichen Wallfahrten übers Mädelehoch ins Lechtal, sondern auch die zahlreichen Bergmessen rund um Oberstdorf.


Als Antwort auf einen Beitrag des Kingbären, der jüngst eher traumatisierende Erfahrungen mit "Outdoor"-Messen gemacht hat, möchte ich hier eine Bergmesse als positives Gegenbeispiel einer heiligen Messe unter freien Himmel bringen. Die Filmemacherin, Verena Scherm, gehört übrigens genau wie ich zur ersten Generation weiblicher Ministranten in Oberstdorf. Anders als viele andere hat sie ihr kirchliches Engagement über die Pubertät gerettet, worunter ich auch ihre Tätigkeit für das katholische Online-TV-Format katholisch1.tv des Bistums Augsburg subsummiere.

Haben wir eigentlich richtig verstanden, was die Ehe ist?

„Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar für jedermann verfaßt, aber von wenigen wirklich gefaßt und begriffen.“

Adolph Kolping

Dienstag, 14. August 2018

Warum der Krieg im Nahen Osten auch uns angeht


Das Buch ist im Herder Verlag erschienen
und kostet zwischen 13,99 € und 20,00 €.
ISBN 978-3-451-37904-8
Es ist eines der besten Sachbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und es könnte alles, was ihr über die zahlreichen Konflikte im Nahen Osten, wie den jüngsten Terror Krieg des IS, zu wissen glaubt, auf den Kopf stellen. Denn Simon Jacob sieht genauer hin. Mehr noch, er geht hin, hört hin, sucht bewusst das Gespräch, den Dialog mit den unterschiedlichsten Menschen in dieser Region. Er kann dies tun, weil er als Angehöriger eines weit verzweigten syrisch-orthodoxen, also christlichen Clan im Tur Abdin, im Südosten der Türkei, über Verbindungen verfügt, die bis nach Syrien und in den Irak hineinreichen. Vor einem solchen Hintergrund fällt es leichter, die "innere Stimme" zu verstehen, die Simon dazu gedrängt hat, sein bequemes Leben im Topmanagement eines großes Unternehmen zu verlassen und sich immer wieder den schmerzerfüllten Erfahrungen von Hass, Blut und Tod auszusetzen. Er will verstehen. Verstehen, warum diese uralte Kulturregion zwischen Euphrat und Tigris nicht zur Ruhe kommt. Verstehen, warum hier immer wieder Kriege geführt werden. Kriege, in denen es oft um ganz andere Motive geht, als vordergründig und medial diskutiert werden und in denen die Menschen vor Ort zu Schachfiguren in diesem Spiel werden müssen. Zu diesen Menschen zieht es ihn immer wieder und aus den häufigen Reisen ist das vorliegenden Buch entstanden. Ein Reisebericht der besonderen Art, der nicht nur die äußeren Routen nachzeichnet, sondern auch den Spuren in Seele, Geist und Erinnerung nachgeht. Doch er bleibt nicht bei der reinen Beschreibung oder Kontemplation stehen. Die Tatkraft des ehemaligen Managers hat das Projekt "Peacemaker Tour" längst den Platz zwischen zwei Buchdeckeln sprengen lassen. Zu den Lesungen sind Radio - und Fernsehinterviews gekommen und ein Verein, in dem Gleichgesinnte zu Mitstreitern werden.
Project Peacemaker e.V. sammelt und produziert wärend aller Reisen ununterbrochen Inhalte. In Form von Videos, Bildern und Artikeln. Die Redaktion ist ständig bemüht, alle Erdenkliche zu tun, um möglichst authentisch von allen Begegnungen berichten zu können. Frei von Vorurteilen und immer unter der Wahrung einer objektiven Einschätzung.
Besonders aktiv sind die Peacemaker in den sozialen Medien, allen voran Facebook und Youtube. Denn auf diesem Weg erreicht man heute die Menschen viel einfacher, kann direkt mit ihnen in Dialog treten und hört schneller, was sie wirklich denken. Denn die Sehnsucht nach Frieden ist nicht regional begrenzt. Ebensowenig hat eine bestimmt Region ein Monopol auf Krieg und Gewalt, auch wenn es bei den Ländern des Nahen Ostens seit langem den Anschein hat. Dass dort nicht nur Terroristen leben, sondern viel mehr ganz normale Menschen, die in ihren Ländern für eine bessere Zukunft kämpfen - das ist die Kernbotschaft des Buches "Peacemaker". Diese Menschen wollen eigentlich einfach nur "einen Job, ein Smartphone und eine Jeans". So wie du und ich. Dabei wird auch klar, was dieser Konflikt mit "dem Westen", mit jedem Einzelnen von uns, zu tun hat: Wir haben einfach nur Glück, dass wir in Frieden und Sicherheit hinein geboren wurden. Aber wir alle sind Bewohner derselben Erde. Wir können nicht länger weg schauen.

Das ist Simon Jacobs Weckruf an uns alle und aus diesem Grund führt ihn sein neuestes Projekt kreuz und quer durch Europa. Auf der Suche nach der Seele des alten Kontinents, der für so vielen Menschen in den letzten Jahren zum Traumbild einer besseren Zukunft wurde, stellt er die Frage "Europa - Was macht uns aus?" Eine erste Antwort ist: ... Frieden.
Der Wille zum Frieden ist essentieller Bestandteil meines Glaubens.
Krieg zu führen, ist nicht essentieller Bestandteil meines Glaubens.

Meine Religion, so wie ich sie kenne, ist nicht darauf ausgerichtet Krieg zu führen.
Doch ist nicht ausschließlich meine Religion ausschlaggebend dafür. Der Wille zum Frieden ist ein natürlicher Bestandteil der meisten Menschen, die ich in meinem Leben traf. Sie gehören verschiedenen Religionen, Ethnien und Kulturen an...
Der Geist des Friedens ist universell.
Also verurteilt und pauschalisiert nicht.
Erkundigt Euch und fördert den Austausch.

Dienstag, 10. Juli 2018

Brotbox in der Mittagspause

Ja, es gibt mich noch. Aktuell sitze ich gerade an mehreren Artikeln für die Arbeit und stehe etwa unter Zeitdruck. Da wird dann die Mittagspause auch mal an Schreibtisch verbracht. Ich bringe mir ja gerne Essen von zuhause mit. "Food-prep" - "Vorbereitetes Essen" heißt das auf Englisch und gilt als Trend in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Pinterest. Ich find's einfach nur praktisch, weil ich selbst bestimmen kann, was ich esse . Gerne achte ich auch darauf,  dass es abwechslungsreich, lecker und gesund ist. Und ich finde es eine gute Übung für spätere Tage, wenn ich Brotdosen für Kindergarten oder Schule werde vorbereiten müssen. Wie jetzt schon Sari und Julia von "mamiblock", deren Videos ich sehr inspirierend finde. 

Heute gibt es also Brote mit Salat, Schinken und Lebetpastete, dazu Kirschtomaten. Außerdem etwas Nudelsalat von gestern mit Hackbällchen.

Freitag, 1. Juni 2018

Work in progress...

Ein Sachbuch ist selten spannend. Selten, aber nicht unmöglich. Gerade lese ich so ein spannendes Sachbuch. Es geht um Kriege, Terror und Tote, aber auch um Glauben und Mut, ja sogar Poesie ist Simon Jacob auf seinen zahlreichen Reisen in die Krisengebiete des Nahen Ostens begegnet. Die Gegend kennt er schon lange, weil er zwar Deutscher ist, aber aus einem Clan im Tur Abdin stammt, der beste Vernetzungen im Irak und in Syrien hat.

Auf seiner Reise traf sich Simon immer mehr  mit Menschen, die, wie er, auf der Suche nach Frieden sind. Denn im Nahen Osten leben nicht nur Terrorristen, sondern viel mehr ganz normale Menschen, die in ihren Ländern für eine bessere Zukunft kämpfen.  Die einfach nur "einen Job, ein Smartphone und eine Jeans" möchten. So wie du und ich. Dabei wird auch klar, was dieser Konflikt mit "dem Westen", mit jedem Einzelnen von uns, zu tun hat. Wir haben einfach nur Glück, dass wir in Frieden und Sicherheit hinein geboren wurden. Aber wir alle sind Bewohner derselben Erde. Wir können nicht länger weg schauen.

Und sobald ich das Buch fertig gelesen habe, wird es hier eine ausführliche Rezension geben.

"Es geht um Leben und Tod" - Kardinal Woelki an Fronleichnam


Die Predigt, die Kardinal Woelki beim gestrigen Fronleichnamsfest auf dem Roncalli-Platz hielt, erinnerte fast an seinen Vorgänger im Amt, den legendären Kardinal Meisner. Vielleicht ist Woelkis "rote Linie" in kirchenpolitischen Angelegenheiten weiter draußen als Meisners, aber irgendwann ist sie auch erreicht. Schön zu sehen, dass ihm die Kronjuwelen des katholischen Glaubensgutes ebenso am Herzen liegen.