Donnerstag, 31. Oktober 2013

Memento mori

Musikalisches Memento mori von Thomas Fersen, hochgeholt von Halloween letzten Jahres. Dann lassen wir sie mal tanzen, die Skelette ;-)


"Monsieur" von Thomas Fersen

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Wieso nimmt man einen Preis von jemanden an, über den man sich nur ärgert?

So geschehen in Bonn, als Lara Katharina Fritzsche vom Süddeutsche Zeitung Magazin ihr Preisgeld  des Katholischen Medienpreises 2013 dem 'Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung' spendete. Dieses Bündnis setzt sich für Abtreibung und die rezeptfreie Vergabe der 'Pille danach' ein und ist unter anderem damit aufgefallen, beim jährlichen 'Marsch für das Leben' in Berlin eine hasserfüllte Gegendemo zu organisieren.


Einmal ganz abgesehen davon, dass mir spontan mehrere Initiativen (u.a. aus dem katholischen Medienbereich) einfallen würden, die diese 5.000,--€ ebenso gut gebrauchen könnten und diese sogar mit größerem Nutzen für die Gesellschaft verwenden würden, finde ich es ziemlich heuchlerisch, erst einen Preis anzunehmen und sich feiern zu lassen, um dann hinzugehen und dem Preisverleiher zu sagen, dass man quasi auf ihn und seine Ansichten spuckt. Was sagt das dann über den Preisempfänger aus?

Dienstag, 29. Oktober 2013

Wie leben Gottes Diener in Frankreich?

Wie Gott in Frankreich lebt, scheinen alle zu wissen. Aber wie leben seine Diener in Frankreich?
Durch die strikte Staat-Kirche-Trennung gibt es dort bekanntlich keine Kirchensteuer im deutschen Sinne. Also, von was existiert der gewöhnliche "Curé" im Land des Heiligen von Ars? Was könnten wir von dort lernen? Bevor ich mich bei so einem heiklen Thema weit aus dem Fenster lehne, habe ich eine französische Freundin gefragt, für mich auf die Suche nach einigen Fakten, besonders zu der Bezahlung der Priester in Frankreich, zu gehen.

Gastbetrag von Lucie Schielin.
Die rund 15.000 erwerbstätigen Priester (Weltpriester) in Frankreich erhalten durchschnittlich ca. 950 Euro pro Monat. Sie haben eine Wohnung, aber müssen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen. Ein Teil des Gehalts stammt von der Diözese und die nimmt das Geld wiederum von der „Denier du Culte“, einer freiwilligen Abgabe der Gläubigen zugunsten der katholischen Diözesen. Diese ist jedoch im Vergleich zu Deutschland recht niedrig; empfohlen wird lediglich 1% des Gehalts. Davon können Priester beispielsweise eine Erstattung ihrer Fahrtkosten beantragen, denn die Pfarreien werden auch in Frankreich immer umfangreicher, besonders in der Provinz.
Doch ohne Spenden ihrer Gemeindemitglieder kämen die meisten Priester monatlich nicht über die Runden. Diese Spenden können als Kollekte in Gottesdiensten gegeben werden, aber auch die Mess-Stipendien haben in Frankreich einen höheren Stellenwert als in Deutschland. In manchen Pfarreien ist die finanzielle Lage so angespannt, dass Gemeindemitglieder dem Pfarrer mit selbstgekochten Gerichten aushelfen müssen. 

Allerdings sind bei diesem Konzept die Unterhaltszahlungen für Kirchengebäude, die vor 1905 gebaut wurden, nicht enthalten. Diese werden prinzipiell vom Staat getragen, allerdings sieht man den oft chronisch leeren Geldbeutel der Kommunen auch den Kirchengebäuden an.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Gebetskerze für den ' Capitano'

 Wer auch immer gerade einige Gebets-Kapaziäten frei hat, kann bitte mal an den Capitano Taras Sirko denken, dem geht's zur Zeit gar nicht gut.

Vergelt's Gott!

Gerties Handy-Taschen: Das Sortiment wächst

Wer sein Handy/Smartphone/mp3-player dieses Jahr vor dem Erfrieren bewahren möchte, spendiert ihm dieses Jahr eine von Gerties Handy-Taschen. Zu erwerben auf dem Adventsmarkt der Kolpingsfamilie Oberstdorf oder direkt zu bestellen bei mir via pn. (Mailadresse im Profil).

Als Fundraiserin werde ich die Erlöse natürlich guten Zwecken spenden: zur Unterstützung der Arbeit von Kolping Indien und für Mess-Stipendien bei den Legionären Christi.
Preis pro Handy-Tasche daher: 5,- Euro (zzgl. Porto)


Natürlich höre ich bei 13 Hüllen noch nicht auf. Die Weihnachtsgeschenke für einige liebe Freunde sind bereits gesichert und die Waffen meiner Wahl gegen herbstlich-winterliche Langeweile und trübe Stimmungen liegen bereit:


Tag der Familie mit Papst Franziskus

In der Predigt zum Tag der Familie schreibt der Heilige Vater den Familien dieser Welt folgende drei Punkte ins Stammbuch: 
Szenefoto aus dem Film "Ihr Name war Maria"

Die Lesungen dieses Sonntags laden uns ein, über einige grundlegende Merkmale der christlichen Familie nachzudenken.
1. Das erste: die Familie, die betet. Der Abschnitt aus dem Evangelium stellt zwei Arten zu beten heraus, eine falsche – die des Pharisäers – und eine andere, echte – die des Zöllners. Der Pharisäer verkörpert eine Haltung, die nicht den Dank an Gott für seine Wohltaten und seine Barmherzigkeit, sondern vielmehr Selbstzufriedenheit ausdrückt. Der Pharisäer fühlt sich gerecht, er fühlt sich in Ordnung, er plustert sich darum auf wie ein Pfau und verurteilt die anderen von der Höhe seines Podestes aus. Der Zöllner dagegen macht nicht viele Worte. Sein Gebet ist demütig, nüchtern, durchdrungen von dem Bewusstsein der eigenen Unwürdigkeit, der eigenen Schwächen: Dieser Mann bekennt wirklich, dass er der Vergebung Gottes, der Barmherzigkeit Gottes bedarf.
Das Gebet des Zöllners ist das des Armen, es ist das Gebet, das Gott gefällt, es »dringt durch die Wolken«, wie die erste Lesung sagt (Sir 35,21), während das des Pharisäers beschwert ist vom Ballast der Eitelkeit.
Im Licht dieses Wortes möchte ich euch, liebe Familien, fragen: Betet ihr manchmal in der Familie? Einige ja, ich weiß es. Doch viele sagen mir: Aber geht das? Nun, man macht es wie der Zöllner, das ist klar: demütig vor Gott. Jeder lässt sich in Demut vom Herrn anschauen und erbittet seine Güte, dass er zu uns komme. – Aber, in der Familie, wie geht das da? Denn es scheint, das Gebet sei etwas Persönliches, und dann gibt es nie einen passenden, ruhigen Moment in der Familie… Ja, das stimmt, aber es ist auch eine Frage der Demut, zu bekennen, dass wir Gott brauchen, wie der Zöllner! Und alle Familien – wir haben Gott nötig: alle, alle! Wir brauchen seine Hilfe, seine Kraft, seinen Segen, seine Barmherzigkeit, Seine Vergebung. Und es erfordert Einfachheit: Um in der Familie zu beten, braucht es Einfachheit! Gemeinsam am Tisch das „Vaterunser“ zu beten, ist nichts Außergewöhnliches: Das ist leicht. Und gemeinsam in der Familie den Rosenkranz beten ist sehr schön und gibt viel Kraft! Und auch füreinander beten: Der Ehemann für seine Frau, die Frau für ihren Mann, beide für die Kinder, die Kinder für die Eltern, für die Großeltern… Füreinander beten. Das ist Beten in der Familie, und das stärkt die Familie: das Gebet.
2. Die zweite Lesung gibt uns eine weitere Anregung: Die Familie bewahrt den Glauben. Der Apostel Paulus zieht am Ende seines Lebens eine grundlegende Bilanz und sagt: »Ich habe den Glauben bewahrt« (2 Tim 4,7). Aber wie hat er ihn bewahrt? Nicht in einem Tresor! Er hat ihn nicht in der Erde versteckt wie jener etwas faule Knecht. Der heilige Paulus vergleicht sein Leben mit einem Kampf und einem Lauf. Er hat den Glauben bewahrt, weil er sich nicht darauf beschränkt hat, ihn zu verteidigen, sondern er hat ihn verkündet, ausgestrahlt, in die Ferne gebracht. Er hat sich entschieden denen widersetzt, die die Botschaft Christi innerhalb der Grenzen Palästinas bewahren, ihn „einbalsamieren“ wollten. Dafür hat er mutige Entscheidungen getroffen, ist in feindliche Gebiete gegangen, hat sich von den Fernstehenden, von anderen Kulturen provozieren lassen, hat freimütig ohne Angst gesprochen. Der heilige Paulus hat den Glauben bewahrt, weil er ihn, wie er ihn empfangen hatte, weitergegeben hat, indem er bis an die Peripherien vorgedrungen ist, ohne sich in Verteidigungspositionen zu verschanzen.
Auch hier können wir fragen: In welcher Weise bewahren wir in der Familie unseren Glauben? Behalten wir ihn für uns, in unserer Familie, wie ein Privateigentum, wie ein Bankkonto,  oder verstehen wir, ihn zu teilen durch das Zeugnis, durch Aufnahmebereitschaft, durch die Öffnung gegenüber den anderen? Wir alle wissen, dass die Familien, besonders die jungen, oft in Eile, gleichsam im „Wettlauf“ mit der Zeit sind und sehr viel zu tun haben; aber denkt ihr auch manchmal daran, dass dieser „Wettlauf“ auch der des Glaubens sein kann? Die christlichen Familien sind missionarische Familien. Gestern haben wir hier auf dem Platz das Zeugnis von missionarischen Familien gehört. Sie sind Missionare auch im alltäglichen Leben, indem sie ihren Alltagsbeschäftigungen nachgehen und in alles das Salz und den Sauerteig des Glaubens hineingeben! Den Glauben in der Familie bewahren und das Salz und den Sauerteig des Glaubens in die Dinge des Alltags hineingeben!
3. Und einen letzten Aspekt gewinnen wir  aus dem Wort Gottes: die Familie, die die Freude lebt. Im Antwortpsalm heißt es: »Die Armen sollen es hören und sich freuen« (34,3). Dieser ganze Psalm ist ein Lobgesang an den Herrn, der Quelle der Freude und des Friedens. Und was ist der Grund dieser Freude? Es ist dieser: Der Herr ist nahe, er erhört das Rufen der Demütigen und befreit sie vom Bösen. Das schrieb auch der heilige Paulus: »Freut euch im Herrn zu jeder Zeit … der Herr ist nahe!« (Phil 4,4-5). – Ich würde heute gerne eine Frage stellen. Aber jeder soll sie im Herzen nach Hause tragen, ja? Als Hausaufgabe. Und für sich allein beantworten: Wie ist es mit der Freude bei dir zu Hause? Wie ist es mit der Freude in deiner Familie? Nun, gebt ihr die Antwort.
Liebe Familien, ihr wisst es genau: Die wahre Freude, die man in der Familie genießt, ist nicht etwas Oberflächliches, kommt nicht von den Dingen, von günstigen Umständen… Die wahre Freude kommt aus einer tiefen Harmonie zwischen den Menschen, die alle im Herzen spüren und die uns die Schönheit des Zusammenseins, der gegenseitigen Unterstützung auf dem Weg des Lebens empfinden lässt. Doch das Fundament dieses Gefühls tiefer Freude ist die Gegenwart Gottes, die Gegenwart Gottes in der Familie, seine aufnahmebereite, barmherzige, respektvolle Liebe allen gegenüber. Und vor allem eine geduldige Liebe: Die Geduld ist eine Tugend Gottes und lehrt uns, in der Familie diese geduldige Liebe zu haben, einer mit dem anderen. Geduld miteinander  haben. Geduldige Liebe. Allein Gott weiß die Harmonie der Verschiedenheiten zu schaffen. Wenn die Liebe Gottes fehlt, verliert auch die Familie ihre Harmonie, setzen sich die Individualismen durch und erlischt die Freude. Die Familie, hingegen, welche die Freude des Glaubens lebt, gibt sie spontan weiter, ist Salz der Erde und Licht der Welt, ist Sauerteig für die ganze Gesellschaft.
Liebe Familien, lebt stets im Glauben und in der Einfachheit wie die heilige Familie von Nazareth. Die Freude und der Friede des Herrn seien immer mit euch!


Mittwoch, 23. Oktober 2013

Roma locuta

und bis auf weiteres möchte ich jetzt nichts mehr hören über #Limburg31, besonders von den 'lieben' Mainstream-Medien.

PRESSEMITTEILUNG DES HEILIGEN STUHLS HINSICHTLICH DER DIÖZESE LIMBURG (DEUTSCHLAND)

Der Heilige Vater ist über die Lage in der Diözese Limburg zu jedem Zeitpunkt umfassend und objektiv informiert worden.
In der Diözese ist es zu einer Situation gekommen, in welcher der Bischof, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann. Nach dem „brüderlichen Besuch" von S.Em. Giovanni Kardinal Lajolo im vergangenen September hat die Deutsche Bischofskonferenz, gemä$ einer Vereinbarung zwischen dem Bischof und dem Limburger Domkapitel, eine Kommission eingesetzt, um eine eingehende Prüfung im Hinblick auf den Bau des Bischofssitzes vorzunehmen. In Erwartung der Ergebnisse besagter Prüfung und der damit verbundenen Vergewisserung über diesbezügliche Verantwortlichkeiten hält der Heilige Stuhl es für angeraten, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zeit au$erhalb der Diözese zu gewähren.
Auf Entscheidung des Heiligen Stuhls tritt die durch den Bischof von Limburg zum 1. Januar 2014 ausgesprochene Ernennung des Hw. Herrn Stadtdekan Wolfgang Rösch zum Generalvikar bereits mit dem heutigen Tag in Kraft. Der Hw. Herrn Generalvikar Rösch wird die Diözese Limburg während der Abwesenheit des Diözesanbischofs im Rahmen der mit diesem Amt verbundenen Befugnisse verwalten.
Aus dem Vatikan, 23. Oktober 2013

Dienstag, 22. Oktober 2013

Vanità di vanità!

[Hochgeholt aus aktuellem Anlass.]

Dieses Lied von Angelo Branduardi aus dem Film 'State buoni, se potete' (dt. Himmel und Hölle - Bleibt gut, wenn ihr könnt) über den hl. Don Filippo Neri wird mir wohl die nächsten Tage als Ohrwurm bleiben. Vanità - Eitelkeit, nicht nur im Sinne von #Prunk und #Protz!




Alles vergeht, Gott allein bleibt in Ewigkeit!

Sonntag, 20. Oktober 2013

Jeder ist #Limburg.

Ein Gastkommentar von Christoph Kraus.


Eine Zahnzwischenraumreinigung dauert für gewöhnlich – gründlich mit gewachster Zahnseide durchgeführt – eine gute Minute. Es ist sinnvoll investierte Zeit, wenn man bedenkt, dass man damit einerseits Karies vorbeugt, andererseits mit gutem Gewissen aus dem Haus gehen kann. Schließlich sind nach erfolgreicher Mundhygiene garantiert auch die letzten Spinatreste zwischen den Zähnen beseitigt. Also: Minimale Zeitinvestition für maximale Effizienz. Mehr geht nicht. Und das, wohlgemerkt, in einer Minute! Wie viele Stunden haben wir hingegen in den letzten Tagen damit verbracht, Neues über „Limburg“ zu lesen, so als ob mittlerweile schon der Name für sich steht? Wie viele Minuten unseres Lebens haben wir für Talkshows aufgewendet, in denen es um den materiellen Reichtum der Kirche geht?

Machen wir uns nichts vor: Wir alle haben gewaltig Dreck am Stecken – ohne Ausnahme. Dazu zähle ich mich dann aber auch. Schließlich ist der Mensch per se kein Unschuldslamm, sondern – nun ja – ein Mensch. Sonst könnten wir uns kollektiv das Schuldbekenntnis sparen, bei dem man sich dreimal an die Brust klopft und sich selbst ganz kleinmacht – und Gott ganz groß. Wir könnten auch die Sache mit dem gütigen Heiland vergessen, wie die Wildsau leben, gelegentlich ein Teelicht anzünden und am Ende unserer Erdentage mit 100-%-Garantie leibhaftig in den Himmel auffahren. So funktioniert die Welt jedoch nicht – Gott sei Dank! Und deshalb müssen wir uns wohl oder übel damit abfinden, dass wir alle einen gewaltigen Knacks haben, jeder auf seine ganz eigene charmante Art und Weise. Sind Bischöfe also unglaubwürdig, wenn sie sich lieber in einem Mercedes chauffieren lassen als in einem gebrauchten Ford Escort? Hat der Oberministrant versagt, der mit seinen „Abercrombie & Fitch“-Klamotten der King of Oberstufe ist? Ist Karl Otto (Name geändert) vom Pfarrgemeinderat ein Heuchler, weil er keinen Dauerauftrag für Misereor eingerichtet hat, aber am Sonntag die Lesung immer so schön vorliest? Keine Ahnung. Aber dafür erforschen wir ja bestenfalls 24/7 unser Gewissen – um es dann besser zu machen. Tipp: Beichten geht immer.

Es war gerade der Papst, der vehement den Tratsch in der Kirche verurteilt hat:
„Es ist ein Krieg, den man nicht mit den Waffen führt, die wir kennen: man führt ihn mit der Sprache. Die Waffe dieses Krieges ist das Geschwätz. Und darum bitte ich euch: verteidigen wir uns gegenseitig vor dem Geschwätz. Der Tratsch ist (...) eine verbotene Sprache, denn es ist die Sprache des Teufels, die trennt, weil die Brüder Feinde werden und er dann der Sieger ist. Das ist List, das ist Zwietracht.“
Wir wissen, wie sich das Gerücht um die „15.000-Euro-Badewanne des Prunk-Bischofs“ verselbstständigt hat. Diesen Einzelposten gibt es de facto so nicht. Die Summe galt für die Einrichtung des Badezimmers. Dieser kleine Aspekt verdeutlich, dass wir es manchmal mit der Wahrheit nicht ganz so genau nehmen. Lassen wir doch einmal den Gedanken an diese Wahrheit zu! Ein kleiner Bub, der auf einem Misthaufen steht und sich dabei die Augen zuhält, steht in Wahrheit doch auf einem Misthaufen. Er sieht ihn vielleicht nicht, aber er riecht ihn, er spürt ihn mit seinen Füßen – und niemand, der den Jungen sieht, wird dies leugnen können.

Papst emeritus Benedikt XVI. hat uns dazu auf den Weg gegeben:
„Ich möchte allen nahelegen, (...) keine Angst vor der Wahrheit zu haben, den Weg zu ihr niemals zu unterbrechen, nie aufzuhören, mit dem inneren Auge des Herzens die tiefste Wahrheit über sich selbst und über die Dinge zu suchen. Gott wird es nicht versäumen, Licht zu schenken, damit wir sehen können, und Wärme, damit das Herz spürt, daß er uns liebt und daß er geliebt werden möchte.“
Es ist entlarvend, wenn konservative Christen unbeirrt zu einem bestimmten Bischof halten, selbst beim stärksten Gegenwind. Gerade wir Katholiken sind anfällig dafür, Grüppchen zu bilden, gleichsam den Gästen einer politischen Talkshow. Wir sind hier aber weder bei „Günther Jauch“ noch bei „Hart aber Fair“. Sondern bei „Hart aber wahr“! Und was ein ungesunder Personenkult anrichten kann, haben wir vor 496 Jahren bereits gesehen ... Ob der Limburger Bischof also nächste Woche noch im Amt ist oder nicht – es spielt für unseren Glauben nicht den Hauch einer Rolle.

Unsere eingangs erwähnte Zahnzwischenraumreinigung, sie ist genau das: keine Angst vor dem Grünzeug zwischen den Zähnen haben. Lieber öfter mal selbst in den Spiegel gucken.

Kirche in den Medien: das verzerrte Spiegelbild

>>Marginalisierung,  “Kirche” voll ins private abzudrängen, jeden öffentlichen Einfluß, ja jede öffentliche Wahrnehmung komplett zu unterbinden, es sei denn man kann sie skandalisieren, das hat Methode.<<
So heißt es in einem beachtlichen Artikel von Peter Winnemöller zur medialen Rezeption des Limburger Dom- und Kostenberges.  Vielfach zeigen sich die Folgen bereits an der sog. 'Basis', z.B. wenn  die Argumente der Gesprächspartner so sehr den Schlagzeilen ähneln, dass kein Blatt mehr dazwischen passt. Nimmt man dann die Statistiken der Deutschen Bischofskonferenz zu den jährlichen Kirchenbesucherzahlen hinzu, scheint das Wort Marginalisierung voll zuzutreffen. Andererseits frage ich mich dann: "Wenn es tatsächlich immer weniger Menschen interessiert, was die katholischen Kirche lehrt, was den chrislichen Glauben ausmacht, warum ist es dann notwendig, diese derart zu skandalisieren?" Wenn einem eine Sache oder eine Institution egal ist, dann kümmert man sich weder darum, was sie lehrt, noch darum, was sie macht. In fast allen anderen Themenfeldern ist es doch so, dass zumindest eine Grundkenntis in der Thematik, eine Verbundenheit damit gefordert wird, wenn sich jemand zu einem Thema äußert. Nur in Sachen Kirche kann jeder mehr oder weniger Qualifizierte, das heißt für mich 'Gläubige' Zeitungseiten füllen, Interviews geben und es wird von der meist schweigenden Mehrheit für bare Münze genommen, 'weil es ja in den Medien war'. Und dann fühlen sie sich als informierte, mündige Bürger. Pfff! In oben erwähntem Artikel bemerkt Peter Winnemöller zudem, dass sich die Bischöfe einen Bärendienst erwiesen haben, die Medienarbeit unter dem Vorwand der Sachlichkeit nach und nach ganz an die weltlichen Medien abgegeben zu haben. Denn woher sollen die Menschen sonst umfassende, wirklichkeitsabbildende Informationen bekommen? Monopolismus ist nie gut für die Verbraucher, das lernt man schon im ersten Semester der Wirtschaftswissenschaften. Eine vielfältige Medienlandschaft, in der auch im wahrsten Sinne christliche Medien (keine Karteileichen!) vertreten sind, täte nicht zuletzt dem Anspruch nach wahrheitsgetreuer Berichterstattung der Medien gut. Vielleicht sind die Menschen in Ländern mit einer guten christlichen Medienarbeit auch deswegen gelassener, weil sie 'im Haus des Vaters' leben, wie es S.E. Bischof Xavier Novell in einem El-País-Interview 2011 sagte:
>>Wenn ich einen Vater habe und bei ihm im Haus lebe, weiß ich, was er sagt. Wer in diesem Hause wohnt, hört die Stimme seines Bischofs in Stereo und erfährt seine Worte nicht aus den Schlagzeilen; er sieht selbst, dass er in einem fort von Christus redet. Und wenn er einmal etwas sagt, was in die Zeitung kommt, denken die Leute, die nicht zu Hause leben, das sei alles, wovon der Bischof redet.<<
Bevor mir zu den Stichworten 'Karteileichen' und 'Wahrhaftigkeit' jugendlicher Idealismus und Weltfremdheit unterstellt werden, möchte ich nur darauf hinweisen, dass es auch in weltlichen Konzernen Unternehmenspolitik und Richtlinien gibt. In den USA gibt es die bekannten "Mission, Vision, Values"-Statements, die jeder Arbeitnehmer mit der Unterzeichnung seines Arbeitsvertrages akzeptiert und wo selbstverständlich erwartet wird, dass er sie auch umsetzt. Je nach Ausrichtung des Unternehmens können diese Statements auch bestimmte Geisteshaltungen und Verhaltensweisen beinhalten, deren Nichteinhaltung auch geahndet werden können. Sollte es da für hauptamtliche Mitarbeiter in Ordinariaten und sonstigen kirchlichen Einrichtungen nicht noch viel selbstverständlicher sein, gläubige Christen zu sein, die sich weder für ihren Glauben schämen, noch ihrer Kirche ständig ans Bein pinkeln müssen, weil sie eben 'nicht von dieser Welt ist'? Natürlich muss man sich dabei immer wieder selbst prüfen, in Gebet und Beichte vom Herrn auch liebevoll maßregelnd anschauen lassen und das kann anstrengend sein. Vielleicht gibt es auch deswegen diese ständigen Bemühungen nach Marginalisierung und Skandalisierung der katholischen Kirche, weil es manchen unerträglich scheint, dass es immer noch Menschen gibt (und nicht wenige. Weltweit sind wir 1,2 Mrd!) , die ihr Leben am Evangelium ausrichten und glücklich sind.

Jesus nachfolgen, frei sein, nicht resignieren




Samstag, 19. Oktober 2013

Die offene Tür - Teil X

Und zum guten Schluss von "Porta Fidei":

>> Als der Apostel Paulus bereits am Ende seines Lebens angelangt war, forderte er seinen Schüler Timotheus auf, mit derselben Beständigkeit nach dem Glauben zu streben (vgl. 2 Tim 2,22), die er in seiner Jugend hatte (vgl. 2 Tim 3,15). Diese Einladung spüren wir an einen jeden von uns gerichtet, damit niemand nachlässig im Glauben werde. Er ist ein Gefährte unseres Lebens, der es erlaubt, mit stets neuem Blick die Wunder wahrzunehmen, die Gott für uns vollbringt. Darauf bedacht, die Zeichen der Zeit im Heute der Geschichte zu erkennen, verpflichtet der Glaube jeden von uns, ein lebendiges Zeichen der Gegenwart des Auferstandenen in der Welt zu werden. Das, was die Welt von heute besonders braucht, ist das glaubhafte Zeugnis derer, die, vom Wort des Herrn im Geist und im Herzen erleuchtet, fähig sind, den Geist und das Herz vieler zu öffnen für die Sehnsucht nach Gott und nach dem ewigen Leben, das kein Ende kennt.
„Das Wort des Herrn breite sich aus und werde verherrlicht“ (vgl. 2 Thess 3,1): Möge dieses Jahr des Glaubens die Beziehung zu Christus, dem Herrn, immer mehr festigen, denn nur in ihm gibt es die Sicherheit für den Blick in die Zukunft und die Garantie einer echten und dauerhaften Liebe. Die Worte des Apostels Petrus werfen einen letzten Lichtstrahl auf den Glauben: „Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn habt ihr nicht gesehen, und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude, da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil“ (1 Petr 1,6-9). Das Leben der Christen kennt die Erfahrung der Freude und die des Leidens. Wie viele Heilige haben die Einsamkeit erlebt! Wie viele Gläubige, auch in unseren Tagen, sind geprüft durch das Schweigen Gottes, während sie seine tröstende Stimme hören möchten! Während die Prüfungen des Lebens es erlauben, das Kreuzesmysterium zu verstehen und an den Leiden Christi teilzuhaben (vgl. Kol 1,24), so sind sie ein Vorbote für die Freude und die Hoffnung, zu denen der Glaube führt: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2 Kor 12,10). Wir glauben mit fester Gewissheit, dass Jesus, der Herr, das Böse und den Tod besiegt hat. Mit dieser sicheren Zuversicht vertrauen wir uns ihm an: Mitten unter uns gegenwärtig, besiegt er die Macht des Bösen (vgl. Lk 11,20), und die Kirche, die sichtbare Gemeinschaft seiner Barmherzigkeit, bleibt in ihm als Zeichen der endgültigen Versöhnung mit dem Vater.
Vertrauen wir der Mutter Gottes, die „selig“ gepriesen wird, weil sie „geglaubt hat“ (Lk 1,45), diese Zeit der Gnade an.<<
Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter,
am 11. Oktober des Jahres 2011,
dem siebenten des Pontifikates von Benedikt XVI

Freitag, 18. Oktober 2013

Die offene Tür - Teil IX

>>Das Jahr des Glaubens wird auch eine günstige Gelegenheit sein, das Zeugnis der Liebe zu verstärken. Der heilige Paulus erinnert: „Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe“ (1 Kor 13,13). Mit noch kräftigeren Worten – die von jeher die Christen in die Pflicht nehmen – sagt des Apostel Jakobus: „Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: »Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!«, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen – was nützt das? So ist auch der Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat. Nun könnte einer sagen: »Du hast Glauben und ich kann Werke vorweisen; zeig mir deinen Glauben ohne die Werke und ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke« “ (Jak 2,14-18).
Der Glaube ohne die Liebe bringt keine Frucht, und die Liebe ohne den Glauben wäre ein Gefühl, das ständig dem Zweifel ausgesetzt ist. Glaube und Liebe erfordern sich gegenseitig, so daß eines dem anderen erlaubt, seinen Weg zu gehen. Nicht wenige Christen widmen ihr Leben nämlich liebevoll dem Einsamen, dem Randständigen oder dem Ausgeschlossen als dem, zu dem man zuallererst gehen muß und den zu unterstützen am wichtigsten ist, gerade weil sich in ihm das Antlitz Christi selbst widerspiegelt. Dank des Glaubens können wir in denen, die unsere Liebe erbitten, das Antlitz des auferstandenen Herrn erkennen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40): diese seine Worte sind eine nicht zu vergessende Mahnung und eine fortwährende Einladung, die Liebe zurückzugeben, mit der er sich unser annimmt. Der Glaube ist es, der es ermöglicht, Christus zu erkennen, und seine eigene Liebe ist es, die dazu drängt, ihm jedesmal zu helfen, wenn er auf unserem Lebensweg unser Nächster wird. Vom Glauben getragen, sehen wir hoffnungsvoll auf unser Engagement in der Welt und erwarten dabei „einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt“ (2 Petr 3,13; vgl. Offb 21,1).<<

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Die offene Tür - Teil VIII

Was Glauben bewirken kann...

>>Aufgrund des Glaubens nahm Maria das Wort des Engels an und glaubte der Botschaft, daß sie im Gehorsam ihrer Hingabe die Mutter Gottes werden sollte (vgl. Lk 1,38). Als sie Elisabeth besuchte, stimmte sie ihren Lobgesang auf den Allerhöchsten an für die Wunder, die er bei denen vollbrachte, die sich ihm anvertrauen (vgl. Lk 1,46-55). Mit Freude und Bangen gebar sie ihren einzigen Sohn und bewahrte unversehrt ihre Jungfräulichkeit (vgl. Lk 2,6-7). Im Vertrauen auf Josef, ihren Bräutigam, brachte sie Jesus nach Ägypten, um ihn vor der Verfolgung des Herodes zu retten (vgl. Mt 2,13-15). Mit demselben Glauben folgte sie dem Herrn während seiner Verkündigung und blieb bei ihm bis zum Kalvarienberg (vgl. Joh 19,25-27). Im Glauben kostete Maria die Früchte der Auferstehung Jesu, und indem sie alle Erinnerungen in ihrem Herzen bewahrte (vgl. Lk 2, 19.51), gab sie diese an die Zwölf weiter, die mit ihr im Abendmahlssaal versammelt waren, um den Heiligen Geist zu empfangen (vgl. Apg 1,14; 2,1-4).
Aufgrund des Glaubens verließen die Apostel alles, um dem Meister nachzufolgen (vgl. Mk 10,28). Sie glaubten den Worten, mit denen er das Reich Gottes verkündete, das in seiner Person gegenwärtig und verwirklicht war (vgl. Lk 11,20). Sie lebten in einer Gemeinschaft des Lebens mit Jesus, der sie in seiner Lehre unterwies und ihnen eine neue Lebensregel hinterließ, mit der sie nach seinem Tode als seine Jünger erkannt werden sollten (vgl. Joh 13,34-35). Aufgrund des Glaubens gingen sie in die ganze Welt hinaus und folgten dem Auftrag, das Evangelium zu allen Geschöpfen zu bringen (vgl. Mk 16,15), und ohne jede Furcht verkündeten sie allen die Freude der Auferstehung, für die sie treue Zeugen waren.
Aufgrund des Glaubens bildeten die Jünger die erste Gemeinde, die um die Lehre der Apostel, im Gebet und in der Eucharistiefeier versammelt war und in der sie alles gemeinsam hatten, um für die Bedürfnisse der Brüder aufzukommen (vgl. Apg 2,42-47).
Aufgrund des Glaubens gaben die Märtyrer ihr Leben hin, um die Wahrheit des Evangeliums zu bezeugen, das sie verwandelt und zum größten Geschenk der Liebe befähigt hatte, indem sie ihren Verfolgern verziehen.
Aufgrund des Glaubens haben Männer und Frauen ihr Leben Christus geweiht und alles verlassen, um in evangelischer Einfachheit den Gehorsam, die Armut und die Keuschheit zu leben als konkrete Zeichen der Erwartung des Herrn, der nicht säumt zu kommen. Aufgrund des Glaubens haben viele Christen Tätigkeiten zugunsten der Gerechtigkeit gefördert, um das Wort des Herrn, der gekommen ist, um die Befreiung von der Unterdrückung zu verkünden und ein Jahr der Gnade für alle auszurufen, konkret werden zu lassen. (vgl. Lk 4,18-19).
Aufgrund des Glaubens haben im Laufe der Jahrhunderte Männer und Frauen jeden Alters, deren Namen im Buch des Lebens verzeichnet sind (vgl. Offb. 7,9; 13,8), die Schönheit bekannt, was es heißt, dem Herrn Jesus dort nachzufolgen, wo sie berufen waren, ihr Christsein zu bezeugen: in der Familie, im Beruf, im öffentlichen Leben, in der Ausübung der Charismen und Dienste, zu denen sie gerufen wurden.
Aufgrund des Glaubens leben auch wir: für die lebendige Erkenntnis Jesu, des Herrn, der in unserem Leben und in der Geschichte gegenwärtig ist.<<

Mittwoch, 16. Oktober 2013

EU-Parlament gegen 1-von-uns

[Update, 22.10.2013, kath.net]
Der Bericht A7-0306/2013 oder auch "Estrela-Bericht", der ein "Recht auf Abtreibung" forderte, wurde heute im Plenum des Straßburger Europa-Parlaments an den zuständigen Frauenausschuss zurück verwiesen. Der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt bezeichnete dies als "Etappensieg für den Lebensschutz". Nun seien die Fraktionsvorsitzenden von Sozialisten, Grünen, Linken und Liberalen in der Pflicht, zu verhindern, dass dieses von Millionen von Bürgern sowie von der Europäischen Volkspartei/Christliche Demokraten als stärkster Fraktion des Hauses "zutiefst abgelehnte ideologische Papier wieder ins Plenum zurückkommt".

***
 

[Berlin, 15.10.2013, Pressemeldung]
Kurz vor Ablauf der Zeichnungsfrist des Europäischen Bürgerbegehrens ONE OF US planen Teile des Europäischen Parlaments eine Entschließung zur EU-weiten Festschreibung von Abtreibung als Grundrecht. Damit könnte der überraschende Erfolg des EU-Bürgerbegehrens ONE OF US neutralisiert werden. Dieses hat mittlerweile mit über 1,3 Millionen Unterstützern die erforderliche Mindestmarke weit überschritten. Nach dem Stichtag 1. November die Europäische steht damit die EU-Kommission in der Pflicht, sich mit der Forderung nach Stopp aller EU-Haushaltsmittel, die zur Tötung von Embryonen verwendet werden, zu befassen.

Bereits am 17. Oktober 2013 entscheiden der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und die Fraktionsführer, ob der Entwurf der Entschließung zur „sexuellen und reproduktiven Gesundheit“ (Nr. A7-0306/2013) am 22. Oktober im Europaparlament zur Abstimmung kommt.
Experten warnen, dass die Europa-Parlamentarier mit der Entschließungsvorlage – sofern sie sie verabschieden – eine Vertragsverletzung gegenüber den Mitgliedsstaaten in Kauf nehmen. »Die Institutionen der EU können die Mitgliedsstaaten überrumpeln, indem sie verschiedene Rechtsgrundlagen aneinanderreihen und sich somit eine künstliche Handlungsgrundlage herbeireden«, moniert ein Beobachter.
Der 40 Seiten lange »Bericht A7-0306/2013 über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte (2013/2040(INI)« geht von der Beobachtung aus, dass der Widerstand gegen Abtreibung in Europa und weltweit zugenommen hat und dass der Zugang zum Schwangerschaftsabbruch noch in drei Mitgliedstaaten (Irland, Malta und Polen) verboten ist. In anderen Mitgliedstaaten sei Schwangerschaftsabbruch zwar weiterhin erlaubt, werde jedoch durch »Hindernisse, wie die missbräuchlichen Inanspruchnahme der Verweigerung aus Gewissensgründen des medizinischen Personals«, obligatorischer Wartefristen und »voreingenommener Beratung« immer schwerer zugänglich. Es bestünde die Gefahr, den Zugang zu Abtreibungs-Diensten einzuschränken. Dabei greift der Berichtsentwurf die Konkordate scharf an, denn Abtreibung sei ein »Grundrecht, das nicht aus religiösen Gründen, beispielsweise durch den Abschluss von Konkordaten, beschnitten werden sollte«.
Daher werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, den Zugang zu Abtreibung durch einen »rechtsbasierten Ansatz ohne Diskriminierung aus Gründen der ethnischen Zugehörigkeit, der Wohnsituation, des Migrationsstatus, des Alters, einer Behinderung, der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, der Gesundheit oder des Familienstands« sicherzustellen. Das bedeutet im Klartext ein allgemeines Grundrecht auf Abtreibung in der EU. Doch der Entwurf fordert darüber hinaus eine Bestands- und Finanzierungsgarantie für Abtreibungsorganisationen. (Zitat aus einem Artikel in der Freien Welt)

Hedwig von Beverfoerde, nationale Koordinatorin von „Einer von uns“ ruft die Bürger auf: „Lassen Sie nicht zu, dass Menschenwürde, Freiheit und Bürgerwille mit Füßen getreten werden! Wenden Sie sich an Ihre Europa-Parlamentarier mit der Bitte, den Bericht A7-0306/2013 zur Neuberatung in den Frauen-Ausschuss zurückzuverweisen oder eine Verschiebung der Abstimmung durchzusetzen."

Eine Auflistung aller deutschen Mitglieder des Europäischen Parlamentes findet ihr hier. Eine Mail kann viel bewirken, das haben auch schon die Online-Unterzeichner von 1-von-uns gesehen!

Die offene Tür - Teil VII

>> In diesem Jahr kann deshalb der Katechismus der Katholischen Kirche ein wirkliches Instrument zur Unterstützung des Glaubens sein, vor allem für die, denen die Bildung der Christen am Herzen liegt, die in unserem kulturellen Kontext so ausschlaggebend ist. Zu diesem Zweck habe ich die Kongregation für die Glaubenslehre beauftragt, in Absprache mit den zuständigen Dikasterien des Heiligen Stuhls eine Note zu erstellen, mit der der Kirche und den Gläubigen einige Hinweise gegeben werden, um dieses Jahr des Glaubens auf höchst wirksame und geeignete Weise im Dienst des Glaubens und der Evangelisierung zu leben.
Der Glaube sieht sich ja mehr als in der Vergangenheit einer Reihe von Fragen ausgesetzt, die aus einer veränderten Mentalität herrühren, die besonders heute den Bereich der rationalen Gewissheiten auf den der wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften reduziert. Die Kirche hat sich jedoch nie gescheut zu zeigen, dass zwischen Glauben und authentischer Wissenschaft kein Konflikt bestehen kann, da beide – wenn auch auf verschiedenen Wegen – nach der Wahrheit streben.[22]
Es wird entscheidend sein, im Laufe dieses Jahres die Geschichte unseres Glaubens durchzugehen, die das unergründliche Geheimnis der Verflechtung von Heiligkeit und Sünde sieht. Während erstere den großen Beitrag hervorhebt, den Männer und Frauen mit ihrem Lebenszeugnis für das Wachsen und die Entwicklung der Gemeinschaft geleistet haben, muss die zweite in einem jeden ein aufrichtiges und fortdauerndes Werk der Umkehr hervorrufen, um die Barmherzigkeit Gottes des Vaters zu erfahren, der allen entgegenkommt.
In dieser Zeit werden wir unseren Blick auf Jesus Christus richten, „den Urheber und Vollender des Glaubens“ (Hebr 12,2): In ihm finden alle Sorge und alles Sehnen des menschlichen Herzens ihre Erfüllung. Die Freude der Liebe, die Antwort auf das Drama von Leid und Schmerz, die Kraft zur Vergebung angesichts der erlittenen Beleidigung und der Sieg des Lebens gegenüber der Leere des Todes – alles findet Erfüllung im Geheimnis seiner Inkarnation, der Menschwerdung, des Mit-uns-Teilens der menschlichen Schwachheit, um sie mit der Macht seiner Auferstehung zu verwandeln. In ihm, der für unser Heil gestorben und auferstanden ist, erreichen die Beispiele des Glaubens, die diese zweitausend Jahre unserer Heilsgeschichte gekennzeichnet haben, ihren vollen Glanz.<<

Dienstag, 15. Oktober 2013

Frei nach der hl. Teresa von Avila

 

Die offene Tür - Teil VI

>>Andererseits dürfen wir nicht vergessen, dass in unserem kulturellen Kontext viele Menschen zwar die Gabe des Glaubens selbst nicht kennen, doch ernstlich auf der Suche nach dem letzten Sinn und der endgültigen Wahrheit über ihr Leben und über die Welt sind. Diese Suche ist ein authentisches „Vorspiel“ zum Glauben, weil es die Menschen auf dem Weg bewegt, der zum Geheimnis Gottes führt. Die Vernunft des Menschen trägt selbst das Bedürfnis nach dem „immer Gültigen und Bleibenden“[19] in sich. Dieses Bedürfnis stellt eine unauslöschlich ins menschliche Herz eingeschriebene ständige Einladung dar, sich auf den Weg zu machen, um den zu treffen, den wir nicht suchen würden, wenn er uns nicht bereits entgegengekommen wäre.[20] Eben zu dieser Begegnung lädt der Glaube uns ein und öffnet uns vollends.
Um zu einer systematischen Kenntnis der Glaubensgeheimnisse zu gelangen, können alle im Katechismus der Katholischen Kirche ein wertvolles und unentbehrliches Hilfsmittel finden. Er ist eine der wichtigsten Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils. In der Apostolischen Konstitution Fidei depositum, die nicht zufällig anläßlich des dreißigsten Jahrestags der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils unterzeichnet wurde, schrieb der selige Johannes Paul II.: „Dieser Katechismus [wird] einen sehr wichtigen Beitrag zum Werk der Erneuerung des gesamten kirchlichen Lebens leisten … Ich erkenne ihn als gültiges und legitimes Werkzeug im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft an, ferner als sichere Norm für die Lehre des Glaubens.“[21]
In ebendieser Aussicht soll das Jahr des Glaubens einen einhelligen Einsatz für die Wiederentdeckung und das Studium der grundlegenden Glaubensinhalte zum Ausdruck bringen, die im Katechismus der Katholischen Kirche systematisch und organisch zusammengefasst sind. Dort leuchtet nämlich der Reichtum der Lehre auf, die die Kirche in den zweitausend Jahren ihrer Geschichte empfangen, gehütet und dargeboten hat. Von der Heiligen Schrift zu den Kirchenvätern, von den Lehrern der Theologie zu den Heiligen über die Jahrhunderte hin bietet der Katechismus eine bleibende Erinnerung an die vielen Weisen, in denen die Kirche über den Glauben meditiert und Fortschritte in der Lehre hervorgebracht hat, um den Gläubigen in ihrem Glaubensleben Sicherheit zu geben.
In seinem Aufbau selbst zeigt der Katechismus der Katholischen Kirche die Entwicklung des Glaubens bis hin zur Erwähnung der großen Themen des täglichen Lebens. Seite für Seite entdeckt man, dass das Dargestellte nicht eine Theorie, sondern die Begegnung mit einer Person ist, die in der Kirche lebt. Auf das Glaubensbekenntnis folgt nämlich die Erklärung des sakramentalen Lebens, in dem Christus gegenwärtig ist, wirkt und fortwährend seine Kirche aufbaut. Ohne die Liturgie und die Sakramente hätte das Glaubensbekenntnis keine Wirkkraft, denn es würde ihm die Gnade fehlen, die das Zeugnis der Christen unterstützt. In gleichem Maße gewinnt die Lehre des Katechismus über das moralische Leben seine volle Bedeutung, wenn sie in Beziehung zum Glauben, zur Liturgie und zum Gebet gesetzt wird.<<

Montag, 14. Oktober 2013

Die offene Tür - Teil V

Das "Jahr des Glaubens", Vermächtnis von Benedikt XVI, endet am Christkönigstag 2013, doch die "Tür des Glaubens" bleibt immer offen. Deswegen kommen ab heute die letzten Teile aus dem Apostolischen Schreiben "Porta Fidei".

>>An dieser Stelle möchte ich einen Weg skizzieren, der nicht nur die Glaubensinhalte tiefer zu verstehen hilft, sondern zusammen mit ihnen auch den Akt, mit dem wir beschließen, uns Gott in völliger Freiheit gänzlich anzuvertrauen. Es besteht nämlich eine tiefe Einheit zwischen dem Glaubensakt und den Inhalten, denen wir zustimmen. Der Apostel Paulus ermöglicht es, ins Innere dieser Wirklichkeit einzudringen, wenn er schreibt: „Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt…“ (Röm 10,10a). Das Herz zeigt an, dass der erste Schritt, mit dem man zum Glauben kommt, eine Gabe Gottes und ein Akt der Gnade ist, die wirkt und den Menschen bis ins Innerste verwandelt.
In diesem Zusammenhang ist das Beispiel der Lydia sehr bedeutsam. Der heilige Lukas erzählt, dass Paulus, als er in Philippi war, sich am Sabbat aufmachte, um einigen Frauen das Evangelium zu verkünden; unter ihnen war Lydia, und „der Herr öffnete ihr das Herz, so dass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte“ (Apg 16,14). Der in diesen Worten enthaltene Sinn ist wichtig. Der heilige Lukas lehrt, dass die Kenntnis der zu glaubenden Inhalte nicht genügt, wenn dann das Herz, das echte „Heiligtum“ des Menschen, nicht durch die Gnade geöffnet wird, die die Augen schenkt, um in die Tiefe zu sehen und zu verstehen, dass das, was verkündet wurde, das Wort Gottes ist.
Mit dem Mund bekennen bedeutet seinerseits, dass der Glaube ein öffentliches Zeugnis und Engagement einschließt. Der Christ darf niemals meinen, glauben sei eine Privatsache. Der Glaube ist die Entscheidung, beim Herrn zu sein und mit ihm zu leben. Dieses „Bei-ihm-Sein“ führt in das Verständnis der Gründe ein, warum man glaubt. Gerade weil der Glaube ein Akt der Freiheit ist, erfordert er auch die gesellschaftliche Verantwortung für das, was man glaubt. Am Pfingsttag zeigt die Kirche in aller Deutlichkeit diese öffentliche Dimension, das heißt zu glauben und den eigenen Glauben furchtlos allen Menschen zu verkünden. Es ist die Gabe des Heiligen Geistes, der zur Mission befähigt und unser Zeugnis stärkt, indem er es freimütig und mutig sein lässt.
Das Bekenntnis des Glaubens selbst ist ein persönlicher und zugleich gemeinschaftlicher Akt. Der erste Träger des Glaubens ist nämlich die Kirche. Im Glauben der christlichen Gemeinde empfängt jeder die Taufe, das wirksame Zeichen der Eingliederung in das Volk der Gläubigen, um das Heil zu erlangen. So bestätigt der Katechismus der Katholischen Kirche: „»Ich glaube«: das ist der Glaube der Kirche, wie ihn jeder Glaubende, vor allem bei der Taufe, persönlich bekennt. »Wir glauben«: das ist der Glaube der Kirche, wie ihn die zum Konzil versammelten Bischöfe oder, allgemeiner, die zur Liturgie versammelten Gläubigen bekennen. »Ich glaube«: So spricht auch die Kirche, unsere Mutter, die durch ihren Glauben Gott antwortet und uns sagen lehrt: »Ich glaube«, »wir glauben«.“[17]
Wie man feststellen kann, ist die Kenntnis der Glaubensinhalte wesentlich, um die eigene Zustimmung zu geben, das heißt um sich dem, was von der Kirche vorlegt wird, mit Verstand und Willen völlig anzuschließen. Die Kenntnis des Glaubens führt in das Ganze des von Gott offenbarten Heilgeheimnisses ein. Die gegebene Zustimmung schließt also ein, daß man, wenn man glaubt, freiwillig das gesamte Glaubensgeheimnis annimmt, denn der Bürge für seine Wahrheit ist Gott selbst, der sich offenbart und es ermöglicht, sein Geheimnis der Liebe zu erkennen.[18] <<

Kreuz und Gebet


Sonntag, 13. Oktober 2013

Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens

Papst Franziskus weihte heute Mittag, 13.10.2013, die Welt an das Unbefleckte Herz Mariens. Welch mächtiger Schutz vor den Kräften des Bösen, nachdem er am 13.05.2013 bereits sich und sein Pontifikat unter den Schutz der Muttergottes von Fatima stellte.

 
 
Selige Jungfrau Maria von Fatima
Stets dankbar für deine mütterliche Gegenwart
vereinen sich unsere Stimmen mit denen aller Generationen,
die dich selig preisen.
Wir feiern in dir die großen Werke Gottes,
der nicht müde wird, sich barmherzig der Menschheit zuzuneigen,
die vom Bösen bedrängt und von der Sünde verwundet ist,
um sie zu heilen und zu retten.
Nimm in mütterlicher Güte Den Weiheakt an,
den wir heute voller Vertrauen vollziehen,
im Angesicht Deines Bildes, das uns so teuer ist.
Wir sind sicher, dass ein jeder von uns in deinen Augen wertvoll ist
und dass dir nichts von dem fremd ist, was in unseren Herzen ist.
Wir lassen uns von deinem liebevollen Blick berühren
und wir empfangen die tröstende Zärtlichkeit Deines Lächelns.
Berge unser Leben in deinen Armen:
Segne und stärke jedes Verlangen nach Gutem;
Stärke und nähre den Glauben;
Erhalte und erleuchte die Hoffnung,
Erwecke und belebe die Liebe,
führe uns alle auf dem Weg der Heiligkeit.
Lehre uns die besondere Liebe
Für die Kleinen und Armen,
Für die Ausgeschlossenen und die Leidenden,
Für die Sünder und die im Herzen Verwirrten:
Sammle alle unter deinem Schutz
Und vertrau sie deinem geliebten Sohn an, unserm Herrn Jesus.
Amen.
 

#Prunk zum Hören

Kleiner akustischer Beitrag zur laufenden #Prunk-Debatte und zu den #Prunkwochen vom Beiboot Petri. Antonio Vivaldi war Priester in einer Zeit in der es noch tatsächliche #Fürstbischöfe gab und schrieb einige der glanzvollsten, in diesem Sinne auch 'prunkendsten' Musikstücke, die ich kenne. Und auch hier trifft das Argument zu, dass sich diese Schönheit an die Armen richtete, waren die ersten Adressaten und Interpreten seiner Musik doch die Bewohnerinnen des venezianischen Waisenhauses, wo Don Antonio Musiklehrer war.

L'estro armonico op. 3, Nr. 6.
Konzert für Violine in  a-Moll
Antonio Vivaldi (1711)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Limburg kocht

...was wird das für 'ne Suppe geben?
Neuerdings vergeht kein Tag, an dem nicht irgendjemand vorbei kommt und einem ungefragt seine Meinung zu den Limburger Verhältnissen aufdrängt. Eigenartigerweise ähneln diese Meinungen den veröffentlichten Artikeln in Spiegel, Focus und diversen Tageszeitungen so sehr wie die Kessler Zwillinge. Sie haben dieselben Stärken in der teils tendenziösen Sicht auf den christlichen Glauben im Allgemeinen und die katholische Kirche im Besonderen, jedoch die gleichen Schwächen in wahrheits- und faktengetreuer Berichterstattung.

Ich bin ja echt keine Freundin von Verschwörungstheorien, aber schön langsam könnte man wirklich auf alle möglichen und unmöglichen Ideen kommen, wenn man sich anschaut, woher sich die Leute so ihre Informationen holen, wenn doch andrerseits fast alle Fakten offen im Internet herumliegen. Es ist ja nun nicht die Aufgabe der Krümel, dem Kuchen zu sagen, wo es lang geht. Genauso wenig ist es meine Aufgabe als kleine Bloggerin, den Journalisten und anderen Meinungsführern vorzuschreiben, wie sie ihre Arbeit zu machen haben, aber ein bisschen mehr Genauigkeit und Wahrheitsliebe bei der Recherche wäre durchaus wünschenswert.


Gertie's Empfehlungen zu diesem Eintopf:

08.10.2013: Bruder Paulus wundert sich... über Domkapitel, Bistumsverwaltung und plaudernde Priester --> hier klicken.

12.10.2013: Alexander von Schönburg zieht historische Vergleiche für die viel gescholtene #Prunksucht und stellt die berechtigte Frage nach den wahren Verantwortlichen und Profiteuren für das Desaster #Limburg31 --> hier klicken.

12.10.2013: Rainer Haubrich attestiert in der Welt: "Limburger Bistumszentrum gute Baukunst, kein Protz". --> hier klicken.

14.10.2013: Hasso Mansfeld, Kommunikationsberater im Manager-Magazin: "Die Debatte ist hysterisch und auf Krawall gebürstet." --> hier klicken.

Loblied auf den Herbst

Jedes Jahr dasselbe:
Du kommst auf leisen Sohlen.
Ganz plötzlich bist du da.
Breitest eine Decke aus Nebel
über das Land.
Mit feinem Regen
weckst du uns.
Mit der Morgendusche
von Mutter Natur.
Blätter und Früchte
färbst du bunt.
Wirbelst sie umher
und uns dazu.
Genauso leise wie kommst
gehst du wieder
mit den ersten Flocken.
 
(Miriam Moißl, 2013)



R.I.P. Erik Folkerts

Ich bin richtig erschrocken, als ich über verschiedene Meldungen erfahren habe, dass der katholische Blogger Erik Folkerts verstorben ist und noch mehr, als ich gesehen hab, wie alt (oder eben nicht alt) er geworden ist. Leider hatte ich nicht das Glück, ihn persönlich gekannt zu haben, aber ich habe ihn immer wieder gern gelesen, hat er doch Über Gott und die Welt geschrieben.

Hat die Blogoezese jetzt einen eigenen Fürsprecher beim Herrn? Auf jeden Fall möchte ich um reichlich Gebet für Erik und seine Angehörigen bitten.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Kolpings Traum - und unserer?

Des Reiseberichtes Teil 3

Ziel und Höhepunkt der dreitägigen Reise war der Besuch einer Aufführung des temporeichen Musicals „Kolpings Traum“ am 04.08.2013 in Fulda. Die Spotlight Musicalproduktion GmbH aus Wuppertal hat sich auf die Umsetzung kirchenhistorischer und ähnlicher Stoffe in spannende Musicals spezialisiert. So waren in den letzten Jahren der hl. Bonifatius, die hl. Elisabeth von Thüringen und die legendäre Päpstin Protagonisten erfolgreicher Musicals.



© Spotlight Musicalproduktion GmbH
Anlässlich des 200. Geburtstags Adolph Kolpings beschäftigten sich die Produzenten mit dem Leben des rheinischen Priesters und Gesellenvaters, wie auch mit der Zeit, in der er gelebt und gewirkt hat. Mit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts führten viele Zeitgenossen Kolpings ein „Leben unter Dampf“, wie es in dem Eingangssong eindrucksvoll besungen wird.
 
Auf der Drehbühne des Schlosstheaters und vor beeindruckend realistischen Kulissen entfaltete sich in Rückblenden der Weg des ehrgeizigen Schustergesellen Kolping, den es auf seiner Suche nach Wissen und einem besseren Leben in die große Stadt Köln verschlägt. Dabei wird ihm die fiktive Gestalt des „Karl“ zur Seite gestellt, der wie viele andere in die Mühlen der profitgierigen Industriegesellschaft gerät. Durch Karl erlebt Kolping die existentiellen Schattenseiten der neuen Zeit. Selbst im Aufstieg als Priester begriffen, fasst er den Entschluss, dass etwas gegen die Abwärtsspirale der Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit getan werden kann, wenn die Menschen nur zusammen halten und „der Welt ein Lebenszeichen geben“, wie es in dem Schlusslied beschworen wird, das den einen oder anderen Reisenden bestimmt noch lange als Ohrwurm begleitete.
 
© Spotlight Musicalproduktion GmbH

Insgesamt mehr als 27.000 Zuschauer in Fulda und Wuppertal teilten die Begeisterung der Augsburger Reisegruppe. Eine Würdigung der besonderen Art ist wohl die Nominierung von „Kolpings Traum“ in die Auswahl zum Musical des Jahres der Fachzeitschrift „Da Capo“. Ebenfalls nominiert ist Maximilian Mann in der Kategorie „bester männlicher Hauptdarsteller“. „Diese Würdigung zeigt, mit welcher musikalischen und schauspielerischen Kraft Maximilian Mann die historische Person Adolph Kolping dargestellt hat. Das Kolpingwerk drückt den Nominierten die Daumen, dass viele Leser sich an der Abstimmung in der Fachzeitschrift beteiligen und ihre Stimme für Kolpings Traum und Maximilian Mann abgeben“, sagt Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland.
Auch wir sollten von Zeit zu Zeit die Motive unseres sozialen Engagements überprüfen, damit "Kolpings Traum" nicht nur ein Traum bleibt, sondern eine „Geschichte mit Zukunft“ bleibt und nicht in blindem Aktionismus erstickt.


>> Tag 2
>> Tag 1

Sonntag, 6. Oktober 2013

Beten wir wirklich?

Selbstverfasstes in der Messfeier

Was haltet ihr von Priestern, die in der Hl. Messe (ordentlicher römischer Ritus) von den Texten des Messbuches abweichen und diese durch selbstverfasste Gebete ersetzen?

Mich kosten diese Hochwürdens einen beträchtlichen Teil der Konzentration und der Sammlung. Aber das ist wahrscheinlich nur mein ureigenstes Problem.

Baby Ballerina - elegant und kuschelig

Da die Geduld leider nicht zu den Tugenden gehört, die mir besonders leicht fallen, sind solch  kleine Projekte wie Handy-Taschen oder Baby-Schuhe die ideale Beschäftigung für neblige Herbstnachmittage für mich und meine Häkelnadel.

Fertig ist bisher ein rechter Schuh aus der grauen Kuschelwolle. Linker Schuh... in progress



Größe:     10cm Fußlänge; ab 6 Monate
Material:  Wolle Rödel "Davos", grau meliert (70% Baumwolle, 30% Polyamid),
                 Pro Lana Basic Cotton, weiß (100% Baumwolle)
Waschbar: 30°C  


Fern und doch nah

"Wenn ich auch nicht mit dir spreche, so bedeutet das nicht, dass ich fern von dir bin. Ich bin gleichzeitig überall gegenwärtig und widme mich jeder Seele, als wäre sie allein auf der Welt."
              
 (29.09.1939, Jesus zu G.B.)

E wie Erntedank

Erntedankaltar 2013 in St. Johannes Baptist, Oberstdorf

Samstag, 5. Oktober 2013

Erster Gedenktag der hl. Anna Schäffer

Am 05.Oktober 1925 verstarb die hl. Anna Schäffer, tat sie den großen Schritt von der Erde in den Himmel. Nachdem sie am 21.10.2012 in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen wurde, ist heute der erste Gedenktag der "neuen" Heiligen. Auch wenn ca. 1 Stunde ein wenig lang zum Zuhören ist, möchte ich euch heute doch diesen Vortrag über den geistlichen Weg der hl. Anna Schäffer von Pfr. Johann Bauer ans Herz legen, den der Pfarrer von Mindelstetten kurz vor der Heiligsprechung bei k-tv hielt.

Freitag, 4. Oktober 2013

Die Kirche - Berufung zur Heiligkeit für alle Getauften

Nach "Papst bezeichnet sich als Sünder" aus dem mittlerweile berühmten Interview von  P. Spadaro SJ stürzen sich die Mainstreamer nach der Generalaudienz vom 02.10.2013 wohl besonders auf den Halbsatz, dass "die heilige Kirche in ihrem Schoß auch Sünder umfasst". Uhhh, welche Überraschung! Ich sehe mir dagegen lieber die Definition der heiligen Kirche an, die eben kein "Verein" oder eine "Institution" ist, sondern direkt von Gott kommt.

>>Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt. Die Kirche ist heilig, weil Christus sich für sie hingegeben hat und auf untrennbare Weise mit ihr verbunden ist; sie ist heilig, weil sie vom Heiligen Geist geleitet, gereinigt, erneuert und verwandelt wird. Die heilige Kirche umfasst in ihrem Schoß Sünder, sie besteht aus uns sündigen Menschen. Sie weist niemanden zurück, sondern will, dass alle Menschen umkehren und so Gottes Erbarmen und Vergebung erfahren. In der Kirche können alle den Weg der Heiligkeit gehen, denn sie lässt uns Christus begegnen in den Sakramenten, vor allem in der Beichte und in der Eucharistie, sie teilt uns Gottes Wort mit und schenkt uns seine Liebe. Jeder Getaufte ist zur Heiligkeit berufen. Die Heiligkeit liegt nicht so sehr darin, Außergewöhnliches zu vollbringen, sondern auf Gottes Handeln zu vertrauen, der mit seiner Gnade unserer Schwachheit zu Hilfe kommt. Als Kinder der heiligen Kirche wollen wir auf dem Weg der Heiligkeit voranschreiten.<<
 

Franziskus bei Franziskus

Wenn ein großer Bruder Geburtstag hat, geht man gewöhnlicherweise hin und schmeißt eine Riesenparty. In diesem Fall ist es der Geburtstag zum Himmel und daher feiert der "kleine Bruder" heute mit denjenigen, die besagtem "großem Bruder" besonders am Herzen lagen und wir feiern mit.


7.00
Abflug vom vatikanischen Heliport
 
 
7.45
Landung auf dem Sportplatz des "Istituto Serafico" in Assisi
 
 
8.00
Begegnung mit den kleinen Patienten des Instituts "Serafico" für Blinde und Taubstumme
 
 
9.00
Privater Besuch im Marienheiligtum St. Damian
 
 
9.30
Begegnung mit den von der Caritas betreuten Armen im Erzbischofspalast von Assisi
   
 
10.00
Privater Besuch der Kirche Santa Maria Maggiore
 
 
10.20
Privater Besuch der Oberkirche der Franziskus-Basilika und Gebet am Grab des hl. Franziskus in der Krypta
 
 
11.00
Heilige Messe auf dem Franziskus-Platz in Assisi
 
 
 
Segnung des Öls der Votivlampe für das Grab des hl.  Franziskus, Patron Italiens, auf dem Franziskus-Platz
 
 
13.00
Mittagessen mit den Armen im Caritas-Zentrum der Gemeinde Santa Maria degli Angeli
 
 
14.30
Privater Besuch in der Einsiedelei "Eremo delle Carceri" und Gebet in der Zelle des hl. Franziskus
 
 
15.15
Begegnung  mit dem Klerus, Männern und Frauen des geweihten Lebens sowie Mitgliedern der Pastoralräte der Diözese in der Kathedrale San Rufino in Assisi
   
 
16.15
Gebet am Schrein der hl. Klara in der Krypta der Basilika "Santa Chiara"
 
 
 
Stilles Gebet vor dem Kreuz des hl. Damian in der Chorkapelle von "Santa Chiara"
 
 
17.30
Stilles Gebet in der Basilika "Santa Maria degli Angeli"
 
 
17.45
Begegnung mit Jugendlichen aus Umbrien auf dem Platz vor der Basilika Santa Maria degli Angeli
 
 
18.45
Privater Besuch im Heiligtum Rivotorto und in der "Hütte" des hl. Franz
 
 
19.15
Abflug vom Sportplatz von Rivotorto
 
 
20.00
Landung auf dem vatikanischen Heliport 


Live Berichterstattung und Zusammenfassungen in Bild, Ton und Text wie üblich via Radio VatikanEWTN, Radio Horeb und kath.net.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Thérèse, die Dichterin

Jesus, meine einzige Liebe! Wie liebe ich es,
Jeden Abend dir am Fuß des Kreuzes Blumen zu streuen!
Die Frühlingsrose für dich entblätternd,
Möchte ich deine Tränen trocknen.

Blumen streuen bedeutet, als Erstlingsgaben
Die leisesten Seufzer, die größten Schmerzen darzubringen,
Meine Leiden und meine Freuden, meine kleinen Opfer.
Das sind meine Blumen.

Herr, von deiner Schönheit ist meine Seele begeistert.
An dich möchte ich meine Wohlgerüche und meine Blumen verschwenden.
Indem ich sie für dich dem Wind anvertraue,
Möchte ich die Herzen entzünden.

Blumen streuen, Jesus, das ist meine Waffe,
Wenn ich kämpfen will, um die Sünder zu retten.
Der Sieg ist mein ... Immer entwaffne ich dich
Mit meinen Blumen!!!

Die Blumenblätter, die dein Gesicht liebkosen,
Sagen dir, dass mein Herz ohne Widerruf dir gehört.
Du verstehst die Sprache meiner entblätterten Rose
Und du lächelst zu meiner Liebe.

Blumen streuen, deinen Lobpreis wiederholen,
Das ist mein einziges Vergnügen im Tal der Tränen.
Im Himmel werde ich mit den kleinen Engeln hingehen,
Um Blumen zu streuen!
 
 
(hl. Thérèse von Lisieux, Blog-Mitpatronin und Jahresheilige)

27. April 2014 - der große Kanonizationstag!

Laut Meldung von Radio Vatikan werden die seligen Päpste Johannes XXIII. (1958-1963) und Johannes Paul II. (1978-2005) am Barmherzigkeitssonntag 2014 heiliggesprochen. Das gab Papst Franziskus am Montag, 30.09.2013 bei einem Konsistorium vor den in Rom versammelten Kardinälen bekannt. Während für den polnischen Papst Karol Wojtyla das Kanonisierungsverfahren vollständig abgeschlossen wurde, gelangt der Konzilspapst Angelo Roncalli ohne die offizielle Anerkennung eines zweiten Heilungswunders zu Ehren der Altäre.

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Kath.net organisiert eine Kurzreise nach Rom zur Heiligsprechung: 26. bis 28. April 2014.

Route A:
Linz – Salzburg – Innsbruck. 7.00 Abfahrt in Linz.
Route B: Heiligenkreuz bei Wien – Graz – Klagenfurt. 7.00 Abfahrt in Heiligenkreuz bei Wien. (Weitere Zustiegsstellen und Zeiten nach der Anmeldung)