Dienstag, 31. Dezember 2013

Das Jahr 2013... nach Gertie

Ein interessantes Jahr geht zur Neige. Abschiede und Neubeginn allenthalben,  nicht nur auf der Ebene der großen Welt- und Kirchenpolitik,  sondern auch in meinen ganz persönlichen Niederungen.  War das vorhergehende Jahr geprägt vom loslassen (meinem Papa,  das Studentendasein) und durchstarten (mein erster 'richtiger' Job,  so ist es dieses Jahr ganz ähnlich zugegangen. Eine Arbeitsstelle ging zu meinem großen Leidwesen zu Ende,  aber der Herr sorgte gut und so wartete schon der nächste Job am Horizont. 

Außerdem haben wir einen neue Papst bekommen,  nachdem der Vorgänger in einer Demut,  die ihresgleichen sucht,  die Kathedra Petri frei gemacht hat.  Der Stil hat sich geändert und doch ist der Papst und bleibt die Kirche... katholisch.
"Du bist Petrus,  der Fels, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen".

Frage: Geht das eigentlich nur mir so,  oder kommen pünktlich zum Jahreswechsel noch mal alle Irren aus ihrem Löchern,  um auch noch das letzte bisschen mediale Aufmerksamkeit aufzusaugen wie die Bluthunde?  Ich trau mich schon kaum mehr den Fernseher anzumachen oder einen Blick in die Social Media zu werfen, fast überall begegnen einem Leute,  die unsere geliebte Una Sancta mit Dreck bewerfen, die immer selben, längst widerlegten 'Argumente' wiederkäuend.  Solche Leute können dann natürlich auch angesichts der weltweiten Christenverfolgung nur die Achseln zucken.  Das Schweigen hierüber ist schon so laut geworden,  dass es selbst einer Berliner Zeitung aufgefallen ist. 

Vielleicht werde ich einfach älter. Ja auch ich werde älter, auch wenn sich jetzt zwei Drittel der Blogoezese vor Lachen den Bauch halten.  Dafür werde ich allerdings morgen auch durchstarten,  nach Augsburg und in mein ganz persönliches Youcat Abenteuer. 

Es bleibt also spannend auf dieser Reise mit Jesus und seiner heiligen,  katholischen Kirche. 


In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern ein gutes,  von Gott behütetes Jahr 2014 A.D.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Interessante Zeiten (2)

Du lebst in interessanten Zeiten,  wenn

... eine arme,  verblendete Frau ungehindert und nackt im Kölner Dom Randale machen kann und nicht sie die mediale (und juristische) Schelte kassiert,  sondern diejenigen,  die versucht haben,  sie daran zu hindern sich und sämtliche Messbesucher noch weiter zu beschämen / belästigen. 

Familiengebet von Papst Franziskus

Jesus, Maria und Josef, 
in euch betrachten wir den Glanz der wahren Liebe, 
an euch wenden wir uns voll Vertrauen. 

Heilige Familie von Nazareth, 
mache auch unsere Familien zu Orten der Gemeinschaft 
und Räumen des Gebetes, 
zu echten Schulen des Evangeliums 
und kleinen Hauskirchen. 

Heilige Familie von Nazareth, 
nie mehr gebe in unseren Familien Gewalt, 
Verschlossenheit und Spaltung: 
Wer Verletzung erfahren oder Anstoß nehmen musste, 
finde bald Trost und Heilung. 

Heilige Familie von Nazareth, 
möge die kommende Bischofssynode 
in allen wieder das Bewusstsein erwecken 
für die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Familie, 
für ihre Schönheit im Plan Gottes. 

Jesus, Maria und Josef, hört und erhört unser Flehen!



(Text von der Website von Radio Vatikan, 29.12.2013 mg)

Dienstag, 24. Dezember 2013

Die Weihnachtsglocken

Horch, die Weihnachtsglocken klingen
aus dem fernen Heimatland,
und ich höre Lieder singe,
die nur dort so wohl bekannt.
Weihnachtssegen, Weihnachtsfrieden,
künden sie mir wie im Traum:
von der Heimat, von den Lieben,
unterm grünen Weihnachtsbaum.

Wo die deutschen Tannen stehen,
heut mit heller Lichterkron’,
dorthin meine Wünsche gehen,
denn die Lieben warten schon.
Warten, dass aus meinem Munde
Weihnachtsjubel werde laut,
blicken auf zur Sternenrunde,
die vom Himmel nieder schaut.

Eltern, hört Ihr nicht meine Lieder,
die ich sende in die Nacht?
Säng’ sie gar zu gern euch wieder,
bei des Lichterbaumes Pracht.
Spürt Ihr nicht mein heißes Sehnen,
fühlt Ihr nicht mein tiefes Weh,
nach dem Weihnachtsfest, dem schönen,
nach dem deutschen Weihnachtsschnee?

Sitz hier einsam und verlassen,
und im Herzen tiefes Leid,
ohne Weihnachtsschmuck die Straßen,
und die Heimat ist so weit.
Kann das Christkindchen nicht finden,
unsern kleinen stillen Raum?
Könnt Ihr ihm den Weg nicht künden,
dass es bring’ den Weihnachtsbaum?

Weihnachtsglocken hör ich klingen,
dennoch in der stillen Nacht,
und die Englein Lieder singen,
haben Hoffnung uns gebracht.
Einmal ist das Leid zu Ende,
ich steh unterm Weihnachtsbaum,
gebe Euch zum Gruß die Hände,
einst wird Wahrheit dieser Traum.


Dieses Gedicht stammt aus der Feder von Gerhard Orgaß (1923-2013), dem jüngsten Bruder meines dichtenden Soldatengroßonkels. Er schrieb es in einem Brief an seine Eltern und Geschwister aus der französischen Kriegsgefangenschaft, der vom 18.10.1946 datiert. Darin bat er, diese Zeilen auf das damals bekannte und beliebte Lied „Horch, die Weihnachtsglocken klingen“ von Karl Bergmüller (Op. 36) zu singen. Eine alternative Interpretation (nach Zählen der Silben) wäre auch „Hark! The Herald Angels sing" von Felix Mendelssohn - Bartholdy. In diese Sinne: 

Fröhliche Weihnachten allen Leserinnen und Lesern!

Montag, 23. Dezember 2013

O Emmanuel





O Emmanuel,
unser König und Gesetzgeber,
Du Erwartung und Heiland der Völker.
Komm, uns zu erlösen.
Herr, unser Gott.

Sonntag, 22. Dezember 2013

O Rex Gentium





O König und Ersehnter der Völker,
Du Eckstein, der Du aus zweien eine Einheit schaffst.
Komm und erlöse den Menschen, den Du aus Erde gebildet.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Weihnachten: es kommt der Gott-mit-uns

>>Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen Katechese wollen wir uns dem Geheimnis von Weihnachten, der Geburt Jesu Christi hier auf Erden, widmen. Gott kommt, um unter den Menschen zu wohnen, und er tut dies in ärmlichsten Verhältnissen, in einem einfachen Stall. Er will keine unnahbare Gottheit sein, sondern zeigt sich uns in einer menschlichen Person, als der Gott mit uns. Im Kind von Betlehem macht Gott uns das Geschenk seiner Liebe. Die Liebe ist eine geistliche Kraft, die uns verwandeln will. Der sich für uns erniedrigt, lädt uns ein, ihm ähnlich zu werden: uns klein zu machen mit den Kleinen und arm mit den Armen. Helfen wir unseren Brüdern und Schwestern, die in Not sind, dass sie sich nicht allein fühlen. Jesus sagt uns, dass alles, was wir den geringsten unserer Brüder und Schwestern Gutes tun, wenn wir ihnen Nahrung geben, sie aufnehmen, sie besuchen, sie trösten und stärken, das Gleiche bedeutet, als hätten wir dies dem Sohn Gottes getan. Es gibt jemanden, der Jesus seine ganze Liebe geschenkt hat, und das ist seine Mutter Maria. Sie dürfen wir bitten, uns bei unserer Christus-Nachfolge zu begleiten, im Antlitz des Schwachen und Benachteiligten das Bild des Mensch gewordenen Sohnes Gottes zu erkennen und Zeugen seines Lichts, seines Friedens in der Welt zu sein.<<

(Generalaudienz vom 18.12.2013; Text von der Website des Vatikan)

Dienstag, 17. Dezember 2013

Feliz Cumpleaños, Santo Padre!

Papst Franziskus hat heute Geburtstag.  Ja,  auch Päpste waren mal klein.  Heute vor 77 Jahren wurde Jorge Mario Bergoglio in Argentinien geboren.  Nachdem inzwischen im Vatikan lebt,  haben sie sich auch dort die Mühe gemacht und ein Geburtstagsalbum zusammengestellt.  --> bitte hier klicken,  sich dran freuen und mal kurz an das Geburtskind denken. Die Journalisten von news24.com  und dailymail.co.uk haben in den Familienalben der Bergoglios geblättert und ein paar Fotostrecken zusammengestellt.

 
Der junge Priester Jorge Mario
und seine Eltern und Geschwister.
 
Der kleine Jorge Mario.
 
 
Die Eltern Mario Bergoglio und Regina Sivori.
 

Samstag, 14. Dezember 2013

Hl. Bruder Konrad, bitte für Mia Sophie

Gebetskerze von Christoph Kraus.  

Der hl. Bruder Konrad ist der Freund aller Kinder. Er verteilte früher viele Stücke Brot an die Jugend und heute bitten wir ihn, dass er Mia Sophie auch ein kleines Stücklein davon hergibt. Mehr wollen wir doch gar nicht. Aber das genügt.
Das Wasser muss jetzt dringend aus dem Körper. Wir alle wissen: Brot saugt. Das Brot des Lebens hat erst recht eine heiligende Macht. 

Bitten wir den Heiligen Bruder Konrad um seine Fürsprache! Es gibt da auch eine kleine Litanei, z.B. hier.

Freitag, 13. Dezember 2013

Was die kleine Mia Sophie mit dem Estrela-Bericht zu tun hat

Das hat Rudolf Gehrig von EWTN in einem ganz starken Artikel herausgearbeitet. Da bekommt der Lebensschutz tatsächlich "eine ganz neue Qualität", wenn die große Politik urplötzlich in das ganz persönliche Leben hereinbricht. Vielen Dank, Rudolf und Du schaffst das, Mia Sophie!

>>Der Estrela-Bericht wurde entworfen, um einen Gesetzentwurf vorzubereiten, der die „sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte“ in allen EU-Mitgliedstaaten durchsetzt. Unter „sexueller und reproduktiver Gesundheit“ wird beispielsweise auch künstliche Verhütung und Abtreibung verstanden, die nach dem Willen Edite Estrelas zum Menschenrecht erklärt werden soll. [...]  
Während ich mit dem Kollegen in Straßburg nach dem letzten Interview das Auto für die Rück-fahrt belud, kämpfte die kleine Mia-Sophie im Krankenhaus in Deutschland um ihr Leben. Die Operation lief nicht wie geplant, zeitweise fürchteten die Ärzte, dass sie auf dem Tisch liegen bleibt. Am späten Abend durften die Eltern endlich wieder zu ihrer Tochter, wenn auch nur kurz. “Unser Sonnenschein ist auf jeden Fall eine Kämpferin und beweist immer wieder, dass sie leben will”, sagen sie. Per SMS teilt mir mein Freund mit, dass er seine Tochter notgetauft hat. Die Katholische Kirche hat ein Mitglied mehr. Und ich eine weitere Glaubensschwester. “Sie darf noch nicht gehen”, schreibt der junge Vater und ringt mit Gott, dass Er das irdische Visum seiner Tochter noch einmal verlängern möge.

Am nächsten Tag kommt es in Straßburg zur Entscheidung. Das EU-Parlament soll über den Estrela-Bericht abstimmen. Ich fühle eine innere Spannung, da mir beim Studium des Dokuments bewusst geworden ist, dass es dort nicht nur um ein paar Gesetze oder die finanzielle Unterstützung dubioser Abtreibungsorganisationen geht. Nein. Dort geht es auch um – Mia-Sophie. Die Parlamentarierin Estrela gibt vor, die Gesundheit der EU-Bürger verbessern zu wollen, indem sie das Problem ungewollter Schwangerschaften mit dem Recht auf Abtreibung und Verhütung “löst”. Kinder sollen nur noch leben dürfen, wenn sie erwünscht sind. Und: wenn sie gesund sind. Heißt das, dass Menschen mit Behinderung keine lebenswertes Leben haben? Müssen sich mein Freund und seine Frau dafür rechtfertigen, Mia Sophie auf die Welt gebracht zu haben? Muss sich Mia Sophie dafür entschuldigen, weil sie trotz Trisomie 21 leben will?<<

Sonntag, 8. Dezember 2013

Jetzt aber

Warum kommen immer dann,  wenn man sich fest vorgenommen hat,  online etwas kürzer zu treten (zugunsten der inneren Sammlung), die meisten Ideen,  die auch noch in Posts umgesetzt werden wollen? Was soll das? Will mich da jemand von den wirklich wichtigen Dingen abhalten; hat sich einer als mein innerer Schweinehund maskiert? ;-)
 
Häkeln (Rudolf Epp, 1890)
Tee trinken (Adrien Henri Tannoux, 1892)
Mit dem Herrgott reden. (Siehe hier.)
 

Ein Narr

Das ist ein Narr,  der an geringfügige Dinge Zeit und Kräfte setzt und das Wichtige darüber versäumt. 

(Adolph Kolping,  1851)

Nach dem Bild Mariens

Grüß Gott, Maria!
Du nahmst ein Blatt
und zeichnetest mit Strichen
ein wundersam Marienbild.
Ich habe Dein Gesicht
und jenes Bild verglichen:
Du bist ja selber ein Marienbild.
Du stehst bereit -
noch wenig ausgezeichnet -
auf einer Staffelei
in Deinem Volk,
und in dem Gottesreich.
Und Gottes Heil'ger Geist
setzt kühne Striche
in Deine Mädchenseele
 - ohne Fehle -
bis Du nicht Bild mehr
sondern ganz
der Gottesmutter gleich.
Ave Maria!

(Hermann Orgaß, 1916 - 1943)

_______________________ 
Ersetzt den Link "An ein Mädchen"

Samstag, 7. Dezember 2013

Gedanken zum Winter

Zeit und Raum sind ausgeweitet
meilenweit hinausgedehnt. 
Lust mit Not im Herzen streitet, 
das sich wieder heimwärts sehnt. 

Heimwärts nach dem Glockenläuten, 
wenn's vom Turm der Vaterstadt, 
dass sich alle Menschen freuten, 
zum Advent geläutet hat. 

 Hohe Türme ohne Glocken
trotzen hier dem Winterwehen. 
Groß, in dumpfen, weißen Flocken
schwere Wolken niedergehen. 


Hermann Orgaß (1916 - 1943)
 
 

 
[Durch Änderung der Überschriften funktioniert die Links "Wintergedanken...die Zweite" und "An ein Mädchen" leider nicht mehr. Die Posts bestehen unter den Titeln "Gedanken zum Winter" und "Nach dem Bild Mariens" weiter. Bitte vielmals um Verzeihung!!]

Freitag, 6. Dezember 2013

Klausen

sind die wüsten Gesellen, die im oberen Allgäu den hl. Nikolaus begleiten; anderenorts auch Krampus oder Knecht Ruprecht genannt. Wer am 6. Dezember dort nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs ist, hat entweder keine Ahnung, ist leichtsinnig oder kann besonders schnell rennen... ;-)
Klausentreiben in Blaichach.

Klausen sind im übrigen weder neopagan noch sonst irgendwie extremistisch, sondern einfach nur Brauchtum. Diesen Disclaimer muss man heute ja fast überall anbringen. 

Erst Köln, dann München und dann?

Kleiner musikalischer Kommentar zu aufständischen Klerikergruppen dieser Tage in Deutschland.  Freiburg, Limburg, Köln und nun München? Langsam entwickelt sich das zum Flächenbrand.
 
 
 

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Gebet für die Heiligsprechung des sel. Adolph Kolping

Allmächtiger, ewiger Gott !

Du hast uns den Seligen Adolph Kolping als Fürsprecher und Vorbild geschenkt. Sein Leben war erfüllt von der Sorge für junge Menschen in religiöser und sozialer Not. Vielen war er ein unermüdlicher Seelsorger, väterlicher Ratgeber, geduldiger Lehrer und treuer Freund.

Er hat uns die Liebe zu deinem Sohn vorgelebt. Seine Treue zur Kirche ist uns ein Vorbild. Sein Anliegen war es Arbeit, Familie und Gesellschaft im Licht unseres Glaubens zu verstehen. Gegenseitige Hilfe in der Gemeinschaft verstand er als die Erfüllung christlicher Nächstenliebe.

Aus den Sakramenten, der Heiligen Schrift und dem Gebet schöpfte er die Kraft, ein Werk zu schaffen, das dir und den Menschen dienen soll.

Zu allen Zeiten hast du uns Menschen zur Mitarbeit am Aufbau deines Reiches berufen, darum bitten wir dich: Lass uns heute mitwirken an der Überwindung von Armut, Ungerechtigkeit und Hoffnungslosigkeit. Hilf uns, auf die Fürsprache des Seligen Adolph Kolping, mutig für das menschliche Leben und den Schutz von Ehe und Familie einzutreten. Lass uns in der Gemeinschaft deiner Kirche und des Internationalen Kolpingwerkes Salz für die Erde und Licht für die Welt sein.

Erfülle unsere Hoffnung, Adolph Kolping in der Gemeinschaft mit der ganzen Kirche in allen Sprachen und Nationen als Heiligen verehren zu dürfen. Lass uns durch Glaube, Hoffnung und Liebe an der Vollendung deines Reiches in dieser Welt mitarbeiten, wie es Adolph Kolping getan hat.

Darum bitten wir dich, durch Christus, unseren Herrn. Amen!

Youcat bei Radio Horeb

Der Youcat, das berühmte kleine, gelbe Buch unter den Katechismen ist im Rundfunk angekommen.

Bild via Jugendredaktion Radio Horeb.

Jeweils am letzten Montag im Monat um 20:15 Uhr diskutiert Regina Frey in der Serie "IT-Spezialisten des Glaubens" live mit Studiogästen die Fragen des Youcat. Auch jeder Hörer ist herzlich eingeladen, einzuschalten und mit zu machen - über Telefon (+49 (0)89 517 008 008), Email und Facebook.

Die Sendung vom 25.11.2013 gibt es übrigens auch als Podcast. Darin ging es um die ersten beiden Punkte: "Warum sind wir auf der Erde?" (YC 1) und "Warum schuf uns Gott?" (YC 2) Da der Youcat eine ganze Punkte hat, wird die Serie noch eine ganze Zeit lang laufen.

Nächster Sendetermin: 23.12.2013, 20:15 Uhr (aufgezeichnet)
Radio Horeb ist empfangbar über DAB+, Kabel, Satellit, Web-Radio und App.

Montag, 2. Dezember 2013

Varenka

Eine meiner liebsten Wintergeschichten ist "Varenka", eine russische Geschichte, die ich aus einer Nacherzählung in meinem alten Kinderbuch kannte. 
Vor langer Zeit lebte in den weiten Wäldern Russlands eine Witwe. Sie hieß Varenka. Ihr kleines Haus stand tief in den Bäumen, wo selten jemand hinkam. Es war ganz aus Holz gebaut. Varenka hatte alles, was sie brauchte: einen Tisch, Stühle, Kästen für Brot und Käse und Geschirr. In der Ecke hing eine Ikone und Varenka sorgte immer für frische Waldblumen. Nachts schlief sie, wie alle einfachen Leute in Russland, auf dem warmen Ofen. Varenka lebte zufrieden in ihrem kleinen Haus.  
Doch eines Tages kam eine Gruppe Leute zu ihr. In großer Aufregung riefen sie: »Varenka, wir sind in Eile! Im Westen wütet ein schrecklicher Krieg. Die Soldaten kommen jeden Tag näher. Pack deine Sachen zusammen und fliehe mit uns, bevor dir etwas zustößt!« Varenka erschrak. Krieg! Soldaten! Angst ergriff sie. Dennoch sagte sie zu den Leuten: »Wer wird die müden Wanderer stärken, wenn ich mit euch komme? Wer nimmt sich der Kinder an, die sich im Wald verirren? Und wer wird sich um die Tiere und Vögel kümmern, wenn der Winter kommt mit Schnee und Eis? Nein, ich muss bleiben. Doch ihr, meine Freunde, beeilt euch und zieht weiter. Gott möge euch beschützen!«
Da eilten die Leute weiter und Varenka blieb allein zurück. Sie stand ganz still und lauschte. »Ja, jetzt höre ich das Donnern der Kanonen«, flüsterte sie, »heute sind sie noch fern, aber schon morgen können sie da sein. Ach, was wird dann aus mir?« Varenka verriegelte die Tür. Dann kniete sie vor der Ikone und betete zu Gott: »Bitte, baue eine Mauer um mein Haus, damit die Soldaten mich nicht sehen können!« Es wurde Abend. Die Kanonen verstummten und Friede lag über dem Wald. Die Vögel sangen noch eine Weile, dann steckten sie ihre Köpfe unter die Flügel. Tauben gurrten und Nachtigallen sangen.  
Aber Gott kam nicht und niemand baute eine Mauer um Varenkas Haus.
Am nächsten Tag ging Varenka in den Wald, um Reisig zu sammeln. Und wieder höre sie das Donnern der Kanonen in der Ferne. Ach«, seufzte sie, »heute sind sie schon viel näher. Was wird aus mir und meinem Haus?« Gegen Abend kehrte sie mit viel Reisig zurück. Bald darauf klopfte es an ihre Tür. Ein alter Mann stand draußen mit einer Ziege. Varenka erkannte ihn, es war Pjotr, der Ziegenhirt. »Warum bist du nicht zu Hause mit deinen Ziegen und Hühnern, deinen Gänsen und Schafen?« Pjotr antwortete: »Meine Hütte ist niedergebrannt, Varenka, und die Soldaten haben mir alles genommen außer dieser kleinen Ziege, die mit mir entfliehen konnte. Bitte nimm uns in dein Haus. Wir wissen nicht mehr wohin, und bald kommt die Nacht und die Wölfe werden uns beide fressen.« Varenka nahm Pjotr und die Ziege ins Haus. Sie machte es ihm beim Herd gemütlich und gab ihm heiße Suppe. Dann betete sie wieder zu Gott: »Bitte, komm schnell und baue eine Mauer um mein kleines Haus, damit die Soldaten vorbeigehen und Pjotr und mich und die Ziege nicht sehen werden!« Die Nacht kam. Wieder verstummten die Kanonen und alles war still. Die Blumen falteten ihre Blütenblätter. Die kleinen Tiere in den Bäumen und Höhlen kuschelten sich zusammen und schliefen ein.

Aber Gott kam nicht, um eine Mauer um Varenkas Haus zu bauen.
Früh am Morgen ging Varenka wieder in den Wald. Sie sammelte den ganzen Tag lang Pilze und Kräuter. Am Nachmittag erblickte sie einen jungen Mann, der in einem hohlen Baum schlief. »Wach auf!«, rief Varenka. »Wach auf! Hier kannst du nicht schlafen! Die Soldaten werden dich finden und fortschleppen. Hörst du nicht die Kanonen donnern? Sie sind schon sehr nah!« Der junge Mann antwortete: »Von dort komme ich, wo die Kanonen donnern. Alles ist zerstört. Dörfer und Felder sind verbrannt. Ich floh in den tiefen Wald und fand schließlich Schutz in diesem hohlen Baum.« »Mein armer Junge«, seufzte Varenka, »komm mit mir, ich werde dir Essen und Obdach geben.« So ging Stjepan mit Varenka nach Hause. Er war ein Maler. In einer Hand trug er ein Bild und in der anderen einen Topf mit einer weißen Blume. Und dies war alles, was ihm auf der Welt geblieben war.
Nachdem Stjepan, Pjotr und Varenka zu Abend gegessen hatten, beteten sie zusammen und Varenka sagte in ihrem Herzen: »Bitte, lieber Gott, komm schnell und baue eine Mauer um mein Haus. Dann werden uns die Soldaten nicht finden, weder Stjepan noch Pjotr noch mich. «Die ganze Nacht hindurch lag Friede über dem Wald. Die einzigen Laute waren der Ruf einer Eule und das Heulen der Wölfe. Gegen Morgen schaute Varenka aus dem Fenster, aber keine Mauer stand um ihr Haus. Da ergriff Varenka große Angst.  
An diesem Tag schob Varenka viel Holz in den Ofen, um Brot und Kuchen zu backen. Während sie den Teig zubereitete, hörte sie jemanden leise weinen. Sie schaute aus dem Fenster und sah ein kleines Mädchen, das bitterlich weinte. In den Armen hielt es eine Taube. »Mein liebes Kind«, sagte Varenka, »woher kommst du und was machst du hier im Wald? Hörst du nicht den schrecklichen Lärm der Kanonen? Du solltest zu Hause sein bei deinen Eltern.« »Ach, liebe Großmutter«, schluchzte das Mädchen, »ich bin ganz allein, nur mit meiner Taube. Ich habe Vater und Mutter auf der Flucht verloren. Da bin ich in den Wald gerannt. Und bei dir roch es so fein nach frischem Brot; das machte mich hungrig!« 
»Komm herein, Kind. Wir sind hier eine kleine Familie und du bist nun die Jüngste. Du bleibst jetzt bei uns, bis wir deine Eltern wieder finden.« So kam Bodula in Varenkas kleines Haus. Varenka gab ihr Brot, Kuchen und Tee und die Taube pickte zufrieden die Brotkrumen, die ihr Bodula streute.
Den ganzen Tag lang hörten die Freunde das Donnern der Kanonen. Den ganzen Tag lang hatten sie Angst. Schließlich nahm Pjotr seine Balalaika und begann zu spielen. Stjepan, Pjotr, Bodula und Varenka sangen dazu ihre russischen Weisen. Als sich der Tag neigte und der Mond aufging, brachte die Musik Frieden in ihre Herzen. In dieser Nacht beteten sie wieder alle und Varenka sagte: »Bitte, lieber Gott, heute Nacht musst du kommen und eine Mauer bauen, die so hoch ist, dass kein Soldat mein Haus sieht; dann sind wir gerettet, das Kind mit der Taube, der Maler und seine Blume, der alte Mann mit der Ziege und ich. — Aber ich fürchte, es ist nun sehr spät geworden: morgen werden die Soldaten hier sein und wir alle sind verloren.[...]

Wie es weitergeht und ob Gott eine Mauer um Varenkas kleines Haus baut, lest ihr hier...

Samstag, 30. November 2013

Er kommt.

Was wäre wohl gewesen, wenn es zu Zeiten von Mariä Schwangerschaft schon Ultraschall gegeben hätte?

Gesehen hier und bei Facebook.


Freitag, 29. November 2013

Advent, stille Zeit

"Trau dich,  anders zu warten", fordert Bruder Paulus Terwitte in seinem Adventskalender die Menschen auf. Für  mich heißt das dieses Jahr ganz konkret, dass ich mich elektronisch weitestgehend ruhig verhalten möchte, hin und wieder ein Post, ein bisschen Facebook und Twitter, aber sonst möchte ich die zeitlichen Kapazitäten verstärkt auf die geistliche Vorbereitung zu verwenden. Als Übung in Demut werde ich versuchen, nicht alles, was mich in Kirche und Welt aufregen mag, zu kommentieren, sondern es lieber betend vor den Herrn hinzutragen. Da ist es eh am besten aufgehoben.  


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern
 eine erwartungsfrohe Adventszeit und gnadenreiche Weihnachten!

Brief aus Siena bei kath.net - über die letzten Dinge und wie Priester auch sein können

Victoria Fender ist Studentin der Kommunikationswissenschaft und Mitarbeiterin von kath.net. In der Tradition der großen hl. Katharina schreibt sie "Briefe aus Siena" an Persönlichkeiten der Kirche von heute. Sie ist ein paar Jährchen jünger als ich und schreibt doch so treffend, dass ich mich ihren Zeilen nur anschließen kann. Wie denen an den Erzbischof von München und Freising, S.E. Reinhard Kardinal Marx über seine Äußerungen zu den letzten Dingen --> hier nachzulesen.
Ihren Wunsch nach Priestern, "die ganz eins sind mit der Kirche und mutig ihre Lehre ohne Abstriche predigen und erklären" kann ich sehr gut nachvollziehen. Dass solche Priester von ihrer Persönlichkeit her manchmal "kumpelhaft" wirken können, sei dabei unbenommen.

>> Ich sage Ihnen ehrlich: es erleichtert mir mein Apostolat nicht gerade, wenn ein Kardinal der heiligen Kirche von „Bildern“ des Fegefeuer und der Hölle spricht. Denn im Katechismus lese ich, dass die Hölle eben kein Bild ist sondern eine bittere Realität, und dass sie ewig dauert (KKK 1035). Nun bin ich mir sicher, dass Sie keinesfalls dem Katechismus widersprechen wollten und Sie sicher eine pastorale Sorge bei dieser Formulierung geleitet hat, nur... bei meinen KommilitonInnen kommt das leider nicht so an, wie Sie es wahrscheinlich intendiert haben.[...]
Ich wünsche mir väterliche Priester, die ganz eins sind mit der Kirche und mutig ihre Lehre ohne Abstriche predigen und erklären. Nur dann ist sie stimmig und wird auch von Kirchenfernen verstanden. Priester sollen nach meinen (vielleicht naiven) Vorstellungen keine Kumpeltypen ohne Ecken und Kanten sein, sondern Väter, die unbeeindruckt vom Zeitgeist die heilsbringende Lehre der Kirche verkünden. Dieser langfristige Blick auf Gott hin ist ein erfrischender Kontrast und ein wichtiger Denkanstoß zur Findung der eigenen Identität – und der Wahrheit.

Papst Franziskus predigte im Petersdom vor der italienischen Bischofskonferenz: „Der Mangel an Wachsamkeit, das wissen wir, macht den Hirten lauwarm. Er wird abgelenkt, vergesslich und sogar ungeduldig. Der Mangel verführt ihn durch Aussicht auf Karriere, durch die Verlockung des Geldes und den Kompromissen mit dem Geist der Welt.“ Ich wünsche mir keine lauwarmen Hirten. Ich wünsche mir Priester, die für ihren Glauben brennen. Ich wünsche mir im Kardinalskollegium keine eingeschüchterten alten Männer, die auf die Medien schielen, sondern mutige starke Väter.
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Donnerstag, 28. November 2013

Was bedeutet "Sterben in Christus"?

Aus der Generalaudienz vom 27.11.2013 :
Liebe Brüder und Schwestern, in der heutigen Mittwochskatechese zum Glaubensbekenntnis bedenken wir die „Auferstehung der Toten“. Wenn wir mit Christus auferstehen wollen, müssen wir uns auch im Sterben mit ihm vereinigen. Was bedeutet aber „Sterben in Christus“? Sicher greift die Vorstellung zu kurz, darin den einen von den zwei Koordinatenpunkten zu sehen, zwischen denen der Lebensweg eingespannt ist, nämlich Geburt und Tod. Das Sterben in Christus erwächst aus dem Glauben, dass unser Leben auf einen Horizont hin geöffnet ist, auf eine Weite jenseits des Hier und Heute unserer alltäglichen Dinge. In seinem Herzen vernimmt der Mensch eine Sehnsucht nach Unendlichkeit. Wir spüren das besonders, wenn eine geliebte Person stirbt. Bei allem Schmerz geht uns im Inneren eine Ahnung auf, dass damit nicht alles aus ist, dass das Gute, was wir durch unsere Lieben empfangen haben, nicht umsonst war. Durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes hat er uns die Gewissheit eines Lebens nach dem Tod geschenkt. Durch die Taufe werden wir mit Christus vereint und haben deshalb schon jetzt wirklich Anteil am Leben des Auferstandenen. Es ist zugleich eine Einladung an uns, dieses neue Leben anzunehmen und uns auch gut auf unseren irdischen Tod vorzubereiten. Das können wir zum Beispiel tun, wenn wir uns den Schwachen und Bedürftigen beistehen. Wer Barmherzigkeit übt, fürchtet den Tod nicht, denn er schaut in den leiden und Wunden der Brüder und Schwestern, dass die Liebe Jesu Christi stärker ist als der Tod.
[Quelle: dieser Text stammt von der Website des Vatikan]

Das Tweet zum Apostolischen Schreiben 'Evangelii Gaudium'


Dienstag, 26. November 2013

Die Freude des Evangeliums, die Freude des Papstes

Das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus ist draußen! "Evangelii Gaudium" heißt es und es befasst sich mit der Verkündigung des Glaubens in der Welt von heute, angefangen bei uns selber. Noch quasi druckfrisch, hat klein-Gertie für euch einen ersten Blick in die Einleitung geworfen:
 
1. Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude. In diesem Schreiben möchte ich mich an die Christgläubigen wenden, um sie zu einer neuen Etappe der Evangelisierung einzuladen, die von dieser Freude geprägt ist, und um Wege für dem Lauf der Kirche in den kommenden Jahren aufzeigen.
2. Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem vielfältigen und erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen, begehrlichen Herzen hervorgeht, aus der krankhaften Suche nach oberflächlichen Vergnügungen, aus einer abgeschotteten Geisteshaltung. Wenn das innere Leben sich in den eigenen Interessen verschließt, gibt es keinen Raum mehr für die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, hört man nicht mehr die Stimme Gottes, genießt man nicht mehr die innige Freude über seine Liebe, regt sich nicht die Begeisterung, das Gute zu tun. Auch die Gläubigen laufen nachweislich und fortwährend diese Gefahr. Viele erliegen ihr und werden zu gereizten, unzufriedenen, empfindungslosen Menschen. Das ist nicht die Wahl eines würdigen und erfüllten Lebens, das ist nicht Gottes Wille für uns, das ist nicht das Leben im Geist, das aus dem Herzen des auferstandenen Christus hervorsprudelt.  
3. Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn » niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt «.[1] Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben! Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal. Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt!

Abschnitte und Zitate folgen mit fortschreitender Lektüre. Aber jetzt geht's ab zum selber lesen ;-)
Zur "Freude des Evangeliums" geht es --> hier entlang.

Montag, 25. November 2013

Sie hat alles gegeben

In jener Zeit sah Jesus, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben. (Lk 21,1-4.)
 
Kommentar zum Evangelium vom
Sel. Charles de Foucauld (1858 - 1916), Eremit und Missionar in der Sahara
"Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist“ (Lk 23,46). Das ist das letzte Gebet unseres geliebten Herrn. Könnte es doch unser eigenes sein! Nicht nur das Gebet im letzten Moment unseres Lebens, sondern das eines jeden Augenblicks: „Mein Vater, ich begebe mich in deine Hände; mein Vater, ich vertraue mich dir an; mein Vater, ich überlasse mich dir. Mein Vater, mache mit mir, was dir gefällt; was immer du mit mir tust, ich danke dir dafür; ich danke dir für alles. Ich bin zu allem bereit, nehme alles an, danke dir für alles, wenn nur dein Wille, mein Gott, an mir geschieht, wenn nur dein Wille an allen deinen Geschöpfen geschieht, an all deinen Kindern, an allen, denen dein Herz in Liebe zugeneigt ist. Ich möchte nichts anderes, mein Gott. Ich lege meine Seele in deine Hände, ich überlasse sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil meine Liebe mich dazu drängt, mich an dich zu verschenken, mich ohne Maß in deine Hände zu geben. Ich gebe mich in deine Hände, mit unendlichem Vertrauen, denn du bist mein Vater.“


[via Evangelium Tag für Tag]

Altes Gotteslob, Lieblingslieder (2)

Nachklang zum Christkönigsfest und kleiner Gruß in Richtung der Koalitionsverhandelnden. Auch wenn's auf den ersten Blick arg monarchistisch klingt, ich mag das Lied. Vor allem deswegen, weil es deutlich macht, dass letztlich Gott die Zügel in der Hand und für uns alle das Beste im Sinn hat. Wenn sich Regierungen ausschließlich auf sich selber verlassen, kommt meist "nichts Gescheites" bei heraus.
  
1. Großer König aller Völker
unsre Heimat schütze du!
Sicher durch des Lebens Dunkel
führe dein Volk dem Lichte zu!

 
|: Höchster Herrscher gib uns Gnade,
segne unser Vaterland!
Segne seines Volkes Pfade,
segne seiner Lenker Hand. :|
 
2. Ordne, Herr, nach deinem Willen
die Gesetze klar und rein!
Lass sie freudig uns erfüllen,
lass sie deine Worte sein.

3. Schöpfer Himmels und der Erde!
Großer Gott, wir bitten dich,
dass dein Volk geheiligt werde
dir zum Ruhme ewiglich.

(T: Erich Przywara SJ
GL 925, Anhang Bistum Augsburg)
 

Petrus und sein Jüngster

Mit einer wundervollen Geste hat Papst Franziskus am Christkönigssonntag das Jahr des Glaubens beschlossen: Die Reliquien des hl. Petrus wurden öffentlich gezeigt. Und wenn man sich von der liebevollen Art anrühren lässt, wie Franziskus hier die sterblichen Überreste seines ältesten "Bruders" knuddelt und wie ehrfurchtsvoll er damit umgeht, der versteht vielleicht auch das Papstamt als solches besser. Denn alle Päpste seit Petrus verweisen doch immer nur auf den, den sie hier auf Erden vertreten: Jesus Christus.


El Papa clausura el Año de la Fe

Sonntag, 24. November 2013

Der Ewigkeit selbst bin ich angetraut

Christus. 
Jahrtausende 
haben an mir gebaut
Jahrtausende
trag ich mit mir. 
Der Ewigkeit selbst
bin ich angetraut. 
Die Ewigkeit
 trägt mich in Dir. 
Christus!

(Hermann Orgaß, 1916-1943)

Samstag, 23. November 2013

Nightfever Kempten: 30.11.2013

Verkaufsoffene Nacht und Nightfever in Kempten... gibt es eine bessere Art, den Advent einzuläuten, als die Menschen mit einer Einladung zum Gebet daran zu erinnern, dass Konsum nicht alles ist? Am Samstag, 30.11.2013 ist wieder Nightfever in der südlichsten Basilika Deutschlands, St. Lorenz zu Kempten.

Es beginnt wieder um 18:00 Uhr mit der hl. Messe.  Zelebrant ist Dominic Leutgäb, Kaplan von St. Lorenz und Pfarrer Oliver Rid,  Regionaljugendseelsorger der Region Kempten wird predigen.  Danach geht es bis ca. 22:30 Uhr weiter mit Gesang, Gespräch und Gebet, bevor der Abend um 22:45 Uhr mit der gemeinsamen Komplet, dem Nachtgebet der Kirche abgeschlossen wird.

Freitag, 22. November 2013

#ohmeingott

Oh mein Gott - auch abgekürzt OMG - ist das brandneue Fernsehformat von fisherman.fm! Die Jungs und Mädels des jungen, kreativen, katholischen Webradios haben zusammen mit dem YOU!Magazin und Cheatless, im Auftrag des YOUCAT, einen Pilot für eine TV-Show der anderen Art fabriziert.

Feedback und Kommentare bitte per Mail an: radio[at]fisherman.fm. Und alle, die auf die Einfluss auf die Fernsehwelt da draußen haben: gesucht würde eine Plattform, von der das regelmäßig an den Start gehen könnte. Wie aktuell diese Suche noch ist, müsste persönlich geklärt werden. Bitte und Dankeschön!

Bundespräses lädt zum 200. Geburtstag von Adolph Kolping

Am Ende des Jubiläumsjahres für den sel. Adolph Kolping lädt der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, H.H. Pfarrer Josef Holtkotte, zum 200. Geburtstag des sel. Adolph Kolping am 08.12.2013 ein.


Donnerstag, 21. November 2013

Der Heilige Geist ist die Hauptperson bei der Vergebung

Aus der Generalaudienz von Papst Franziskus vom 20.11.2013:

Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir im Glaubensbekenntnis von der Vergebung der Sünden sprechen, bezeugen wir, dass letztlich nur Gott die Autorität hat, Sünden zu vergeben. Die Schlüsselgewalt, einem Sünder die Vergebung zuzusagen, gibt der auferstandene Christus an die Apostel weiter und mit ihnen an die Kirche. Er tut das durch eine besondere Gabe: den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist die Hauptperson bei diesem Dienst der Vergebung. Die Apostel erwählen ihrerseits neue „Bevollmächtigte“, die Bischöfe, und rufen den Heiligen Geist an, dass diese Gott geweiht werden und Anteil an der Vollmacht der Vergebung erhalten. Ähnlich werden die Priester als Helfer der Bischöfe berufen. So wird die Kirche zur Sachwalterin der Schlüsselgewalt Gottes. Durch die Vermittlung der Kirche dürfen wir die souveräne Barmherzigkeit Gottes empfangen. Gott schenkt uns die Verzeihung der Sünden in der Kirche, und das durch die Vermittlung eines unserer Brüder, eines Priesters. Dieser ist selbst auf Vergebung angewiesen, aber zugleich wird er in diesem Sakrament zum Werkzeug der Barmherzigkeit Gottes und schenkt uns als Diener Gottes und der Kirche die grenzenlose Liebe des Vaters, Frieden und Segen. Vergessen wir nie, wie uns Gott gerade in diesem Sakrament liebt.

Altes Gotteslob, Lieblingslieder

Nachdem sich das neue Gotteslob ja etwas Zeit lässt und die liebe Bloggerin von Bachmichels Haus dazu eingeladen hat, sich Gedanken zum Lieblingslied des alten Gotteslobes zu machen, wollte auch ich nicht nachstehen.  Puuuh, das war gar nicht so leicht! Es gibt ja so viele (oft jahrhundertealte) Lieder, die wunderschön sind. Zum Beispiel "Wunderschön, prächtige" oder, was jetzt wieder gesungen wird, "Großer König aller Völker". Und natürlich "Großer Gott, wir loben dich" (GL 257). Am liebsten mag ich aber, glaub ich, "Ich will dich lieben, meine Stärke" (558) und "Der Engel des Herrn aus Gottes Macht"(976, Anhang Bistum Augsburg). Letzeres ist ungemein praktisch, wenn man eher wenig Zeit hat Mittags; singen geht irgendwie schneller. 

Der Engel des Herrn aus Gottes Macht
Maria hat die Botschaft 'bracht: 
Sie sollt' die Mutter Gottes sein
und bleiben eine Jungfrau rein. 

Maria sprach: "Sieh, ich bin rein
und will die Magd des Herren sein. 
Dein Wille, Herr, gescheh' an mir. 
Mein Herz, oh Gott, das schenk ich dir. 

Das ewige Wort, das Fleisch g'worden ist,
das wird genannt Herr Jesus Christ.
Dein bitt'res Leid, oh großer Gott
das stärke mich in meiner Not. 

Herr Jesus Christ, hab noch eine Bitt: 
Vergiß die armen Seelen nit. 
Und führe sie aus ihrer Pein
zu Dir in Deinen Himmel ein. 



[Update] Ich bedanke mich für die Hinweise in der Combox. Ach ja, und es heißt "Großer König aller Völker", hab es nachgeschaut. Vielen Dank.

Dienstag, 19. November 2013

4

"Sicherheit, ja ja. Und ich sitze hier fest", brummte der Junge vor sich hin, während er verbissen an dem neuen Leisten herumschnitzte. Eigentlich war es gar nicht so schlecht hier, sinnierte er weiter. Aber ach, wenn er doch nur noch viel mehr hätte lesen können in den letzten Jahren! Die Berichte der Seefahrer und Entdecker aus dem Geographieunterricht hatten ihn am meisten fasziniert. Kerpen dagegen war klein. Seine Welt bestand aus der Kirche, der Schule, nun der Werktstatt und hörte bei Vaters Weide hinter dem Neffelbach auf. Hier kannte er Jeden und konnte alles überschauen. Wie das wohl war, wenn rings um einen herum nur noch Wasser war, die endlosen Wellen wogten? Über die Jahre war ihm auch der Bücherschrank des verehrten Lehrers zu klein geworden. Aber der Pfarrer hatte ihm auch hin und wieder eine Schrift über einen Missionar in fernen Ländern zugesteckt, wenn er in der Frühmesse gewesen war. Da waren die nebligen Täler und Wiesen für ihn verschwunden, der Horizont aufgegangen. Fast hatte er dann manches Mal gemeint, das Treiben auf Basaren zu hören, die Menschen, die noch nie etwas vom guten Herrgott gehört hatten. Die gab es tatsächlich noch, das stand in den Büchern. Er würde ihnen gerne erzählen.... "Oh, verfl...", nun hatte er sich schon wieder geschnitten. Unversehens stand der Meister neben ihm, nahm ihm ruhig das Stück Holz aus der Hand, verband wortlos die Hand und schickte ihn zu den Gesellen.

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[Update: Nach Hinweis aus der Combox und mehrfachen Versuchen, bitte ich darum, den Link "Zwei" zu meiden. Das war ein missglückter Versuch und wurde zwischenzeitlich gelöscht. Vielen Dank für euer Verständnis. ]

Fabiola von Rom - geschieden, wiederverheiratet und im Schoß der Kirche

Die heilige Fabiola, Zeitgenossin des Kirchenvaters Hieronymus könnte für die Handreichenden aus dem "deutsch-katholischen" Erzbistum Freiburg interessant sein. Und für die Teilnehmer der kommenden Bischofssynode zum Thema Familie. Mögen sich diejenigen, die das angeht durch die Worte des hl. Hieronymus zu dieser Sache inspirieren lassen, wenn sie schon nicht auf die Bibel und den Herrn selber hören wollen. Daher kommt hier für euch ihre Geschichte aus"Ordinary sufferings of extraordinary Saints" von Vincent J. O'Malley CM.
***

Fabiola (gest. 399) war eine wohlhabende römische Adlige und Christin, die sich von ihrem Ehemann aufgrund seines lasterhaften Lebensstils zivilrechtlich scheiden ließ. Ihre zweite Ehe wurde von der römischen christlichen Gemeinde als Skandal betrachtet. Nachdem beide Ehemänner verstorben waren, bat sie um Wiederaufnahme in die kirchliche Gemeinschaft. Der Papst selbst führte den Ritus der Versöhnung durch, nachdem sie die damals übliche Buße auf sich genommen hatte.
Auch vor ihrer Scheidung zeichnete sich Fabiola durch ein intensives Gebetsleben und viele Wohltätigkeiten aus. Der heilige Kirchenvater Hieronymus selbst war ihr geistlicher Begleiter und zusammen mit den hll. Marcella, Paula und Julia Eustochium gehörte sie zu seiner Gebetsgemeinschaft. Doch Fabiola schien nicht so recht in diese Gruppe zu passen, da ihrem lebhaften, leidenschaftlichen und zuweilen dickköpfigen Wesen das Aktive näher lag als das Kontemplative. Sie gründete eines der ersten Krankenhäuser in der Ewigen Stadt und pflegte dort auch persönlich die Kranken. Großzügig unterstützte sie auch den Bau vieler Kirchen und die Arbeit anderer wohltätiger Organisationen und linderte das Schicksal nicht weniger Menschen. Sie führte ein so geselliges und aktives Leben, dass der hl. Hieronymus einmal bemerkte, dass sie auch den Stall von Bethlehem am liebsten in die Nähe der belebten Gasthäuser verlegen würde. Doch ihre eheliche Situation war so bekannt, dass der Priester Amandus aus Bourdeaux den hl. Hieronymus einmal fragte, wie es denn mit der Zulassung einer wiederverheirateten Frau zur Kommunion stünde, wenn ihre zweite Ehe unter Zwang zustande gekommen wäre. Hieronymus ließ in seiner Erwiderung die Annahme des Zwangs nicht gelten. Er schrieb: "Wenn Eure Schwester, die in einer zweiten Ehe lebt, wünscht, den Leib des Herrn zu empfangen und nicht mehr als Ehebrecherin betrachtet zu werden, da die zweite Ehe unter Zwang zustande gekommen sei, so soll sie Buße tun und fortan keinen weiteren Verkehr mit ihrem zweiten Gatten mehr haben, der nicht 'Gatte' genannt werden sollte, sondern 'Ehebrecher'." Hieronymus geht in dieser Antwort dann auf einige beliebte weltliche Begründungen einer Ehescheidung ein, verwirft sie aber mit Blick auf die Schrift und schreibt weiter: "Auch der Apostel lässt keine dieser Ausreden gelten, wenn er klar feststellt, dass eine Frau, die eine zweite Ehe eingeht, während ihr erster Gatte noch lebt, Ehebruch begeht. Sprich mir nicht von Gewalt in der Ehe, den Ausflüchten einer Mutter, den Bitten eines Vaters, dem schlechten Einfluss von Verwandten oder unerträglicher Dienstboten. Der Gatte mag die Ehe brechen oder sogar unnatürlich veranlagt sein, ja selbst, wenn er jedes nur mögliche Verbrechen begangen haben mag und von seiner Frau zurecht verlassen wird: er ist und bleibt ihr Ehemann und solange er lebt darf sie keinen anderen zum Manne nehmen. Der Apostel verkündet dies nicht aufgrund seiner eigenen Autorität, sondern es ist Christus, der hier aus ihm spricht."

Im folgenden Jahr besuchte Fabiola ihren Seelenführer in seinem Kloster in Bethlehem, um ihre geistliche Berufung zu prüfen, kehrte jedoch nach einigen Monaten wieder in die Hauptstadt zu ihren gesellschaftlichen und karitativen Pflichten zurück. Der Ruf ihrer Wohltätigkeit und ihrer Frömmigkeit verbreitete sich und als sie starb, pries Hieronymus in seiner Grabrede diese, ihre Großherzigkeit, ihr Beten und ihr Fasten. Natürlich konnte er die Scheidung und Wiederverheiratung nicht aussparen, er billigte sie immer noch nicht, doch fand er an ihrem Grab verstehendere Worte für die Unerträglichkeit ihrer ersten Ehe und bezeichnete weder sie noch ihren zweiten Gatten als Ehebrecher.

Montag, 18. November 2013

Hilfe von hier - Spenden für die Philippinen

Wer nicht wie das Team Rubicon selber auf die Philippinen fliegen und den Menschen dort tatkräftig beim Wiederaufbau nach dem Taifun helfen kann, der kann dennoch etwas tun, indem er die Helfer vor Ort finanziell und mit Gebet unterstützt.

Es helfen u.a.:

Team Rubicon --> Infos bei Mme Elsa, online Spendenformular hier
Kirche in Not --> Bericht und online Spendenformular
Misereor --> Projektinfo und Spendenmöglichkeit hier.
Caritas --> Projektinfo und Spendenmöglichkeit hier.

"Und die Hilfe kommt an", wie Oliver Müller von deutschen Caritas-Auslandshilfe im Interview mit Radio Vatikan sagt.

3

Ja, der Vater. Der pflegte auch nicht viele Worte zu machen, wenn er ihn frühmorgens in den Stall mitgenommen hatte, um die Schafe zu versorgen, die behaglich vor sich hin blökten. "Die Schafe kümmert es nicht, ob einer gescheit zu reden versteht", sagte er oft, "sie wollen Hirten, die sie auf gute Weidegründe führen und sie gegen Wölfe und andere Gefahren verteidigen." Gerne erinnerte sich der Junge an die ruhigen Abendstunden, an denen er im Gras gelegen hatte, während der Vater auf seinen Stock gestützt, versonnen über die Auen des Neffelbaches in die Ferne geblickt hatte wie in eine unbekannte Zukunft. Jetzt war die Reihe an Wilhelm, mit dem Vater hinaus zu gehen. Oder durfte der große Bruder bereits allein einen Teil der Herde hüten? Vor Kurzem war die Zusage des Gutsherrn gekommen, dass Wilhelm die Nachfolge des Vaters in der Schäferei würde antreten können. Wilhelm ein Schäfer, er selbst ein Schuhmacher. "Das Handwerk ist ein ehrbares Werk" hatte der Vater mit Nachdruck gesagt, als er ihn bei Meister Meuser in die Lehre gab. Als ob er den geheimen Widerwillen seines Jüngsten spürte. Ein paar Groschen erhielt er wöchentlich und der Meister war froh, dass er nicht auch noch für Kost und Logis des Jungen aufkommen musste, da dieser noch daheim lebte. Dennoch war es wohl eine Erleichterung für die Eltern, die ihn nun in gesicherte Verhältnisse hinein zu gehen meinten.

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Gruselnovellen

Bevor der ehrenwerte Herr Capitano seine Drohung wahr macht und sich in seine offline -*grmpf*-  Schreibklause verzieht, empfehle ich nachdrücklichst die Lektüre seiner bisherigen Gruselnovellen. In geschliffenem Stil, mit viel Fachkenntnis der Kriegskunst des Mittelalters und überhaupt, sowie einer großen Portion Erzählkunst bilden diese drei Novellen die ideale Lektüre zur Jahreszeit. Die bisherigen Werke gehörigen zu einem Riesen-Epos - in Planung - über den edlen Ritter von Greifenburg.

Aus der Reihe ›Der silberne Drache‹ sind auf des Capitano's (Nicht)Blog folgende Erzählungen zu finden. Bis 25.11.2013 zum online lesen oder als pdf-Download.

Der Totengräber
Der Ruf des Wolfes
Stadt ohne Glauben


Zusätzlich einige weitere Informationen zur Reihe:

Die Burg
Die Hauptpersonen
Das Lied der Greifenburger

Der Rosenkranz: Gebet und Medizin

Wie cool ist das denn!? Der Heilige Vater hat beim gestrigen Angelus Rosenkränze in kleinen, arzneimittelähnlichen Schachteln verschenkt. Danke, Mme Elsa, für den Hinweis. Als kleines Blog-Krümelchen kann ich da nicht nachstehen und muss euch das hier bringen: Die "Aufputschmittel" der Karl-Leisner-Jugend! Aus dem "reichen Schatz der Mutter Kirche", wie es auf der Homepage heißt,  sind erhältlich: AquaSan, BiblioSan, HagioSan und RosariSan. An denen hätte bestimmt auch der Heilige Vater seine Freude.

RosariSan zum Entspannen, Betrachten, Bewirken, Heilen.
Das Allheil-Mittel unter den katholischen Medikamenten.
Die Rosenkränze für RosariSan werden übrigens von der Gemeinschaft CENACOLO einzeln in Handarbeit hergestellt.

Wäre das nicht auch eine Geschenkidee für Weihnachten? Bestellen könnt ihr die "katholischen Aufputschmittel" einfach per eMail  hier. Einzelne Flaschen RosariSan kosten 3,-- Euro, alle vier "Aufputschmittel" kosten zusammen 9,-- Euro zzgl. Porto und Versand (4,-- Euro).
Man kann RosariSan auch selbst herstellen: einfach die   Vorlagen für Etikett und Beipackzettel herunterladen, auf eine alte Arzneimittelverpackung kleben und mit einem Rosenkranz, z.B. aus dem Rosenkranz-Atelier füllen. Wenn ihr auch die Verpackung selber basteln wollt, findet ihr  hier Vorlagen und Anleitung.

***
Erst mal ruhig durchzuatmen und mithilfe des Rosenkranzes den Kopf frei zu bekommen hilft auch bei den wichtigen Fragen des gestrigen Evangelium des 33. Sonntags im Jahreskreis (Lk 21,5-19), die der Papst nannte: 1. Sich nicht von den falschen Messiassen täuschen und von der Angst lähmen lassen; 2. die Zeit der Erwartung als Zeit des Zeugnisses und der Standhaftigkeit leben. Der Papst betonte außerdem, dass diese Rede Jesu gerade auch für uns im 21. Jahrhundert aktuell sei. Jesus wiederhole uns: „Gebt acht, dass man euch nicht irreführt“ (V. 8). Damit lade der Herr zur Unterscheidung ein. Auch heute gebe es falsche „Retter“, die versuchten, an die Stelle Jesu zu treten: Leader dieser Welt, Gurus, Hexer, Menschen, die den Sinn und das Herz besonders der Jugendlichen auf sich ziehen wollten. Jesus warne sie: „Lauft ihnen nicht nach!“.




Freitag, 15. November 2013

Gebetstag auf den Philippinen am 16.11.2013

Diese Einladung habe ich soeben auf Facebook gefunden. Der Erzbischof von Manila, S.E. Luis Antonio Kardinal Tagle (ihr erinnert euch noch an das #conclave2013 und #adoptacardinal?) hat in einem Rundbrief seine Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst und alle Christgläubigen zu einem Tag des Betens und Fastens in Solidarität mit den Opfern des Taifuns auf den Philippinen eingeladen.



Am Samstag, 16.11.2013 sind die Menschen von Manila eingeladen, ab 8:00 Uhr in die Kirche San Fernando de Dilao zu kommen. Kardinal Tagle schreibt:
Mit Jesus, seiner allerseligsten Mutter, den Märtyrern, Heiligen, den Opfern, den Toten und der ganzen Schöpfung "seufzen auch wir in unserem Herzen und warten auf die Erlösung...denn wir sind gerettet, doch in der Hoffnung" (Röm 8, 23). "Der Geist selber tritt für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können" (Röm 8, 26). 
Ich weiß, dass bereits viele gute Seelen rund um den Globus für die Menschen auf den Philippinen, die Opfer und die Helfer, beten. Vielleicht ist der Gebetssturm am Samstag der "Wind unter den Flügeln" für die Helfer, den sie brauchen, um nicht zu ermüden.

 Trauer und Hoffnung: Solidarität im Gebet.

Donnerstag, 14. November 2013

Kimbap

ist die koreanische Variante zu Sushi, nur dass man statt rohen Fisch verschiedenes Gemüse in die Seetangblätter rollt. Ich hab es von einer koreanischen Studienfreundin gelernt, sie sagte, dass gewöhnlicherweise jeder das nimmt, was er zur Hand hat. Deshalb ist das halt ein europäisiertes Kimbap. Es ist ganz gut vorzubereiten und meist schneller gegessen als gemacht; 1 Röllchen = 1 Bissen ;-) 

Dienstag, 12. November 2013

Hochmut und Demut

Alles, was der Hochmut tut, vergeht und bringt Unehre. Alles aber, was die Demut tut, bringt Freude und gereicht zur Ehre.  (Jesus an G.B.)

Sonntag, 10. November 2013

Zum ersten Schnee

Es liegt im weißen Kleid
die Welt so stille da.
Und all das wilde Leid
ward plötzlich ruhig und klar.

So leicht die Flöckchen fliegen,
als wär's ein heit'rer Tanz.
So leicht wie ein silbern Glöckchen,
das ruft zum Totentanz. 
(Miriam Moißl, 2000)


Die Ewigkeit schenkt unserem Leben Hoffnung

"Nicht das irdische Leben ist Maßstab für das ewige Leben, sondern die Ewigkeit schenkt unserm Leben Hoffnung": Das sagte Papst Franziskus bei seiner Kurzkatechese zum Angelusgebet am Sonntag. Mit Bezug auf die Sadduzäer, die ein Leben nach dem Tod anzweifelten, wies der Papst darauf hin, dass das ewige Leben nicht nur eine „Verschönerung“ des hiesigen Lebens ist: „Sie übersteigt unsere Vorstellung, denn Gott überrascht uns immer wieder mit seiner Liebe und seiner Barmherzigkeit.“ Die Menschen pilgerten zu einem Leben in Fülle. Doch schon im Hier und jetzt könne man in der Begegnung mit Jesus etwas verkosten vom Ewigen Leben; und zwar im Gebet, in den Sakramenten und in der Geschwisterlichkeit: „Denn wenn Gott treu ist und liebt, dann kann er dies nicht zeitlich begrenzen: Die Treue und die Liebe Gottes sind ewig, sie können sich nicht ändern! Er ist auf immer treu, und er erwartet und begleitet einen jeden von uns mit ewiger Treue.“

(Dieser Text stammt von der Webseite von Radio Vatikan, 10.11.2013)

Samstag, 9. November 2013

Jahr des Glaubens, Zeit der Gnade


Mittwoch, 6. November 2013

Neu und exklusiv: Die Youcat-Handytasche

Nächste Projekte: Youcat-Tassenwärmer, Youcat-Eierwärmer, Youcat-Sets... und was mein Hirn sonst noch so ausbrütet und mir auf die Nadel kommt.
 


2

"Mist, verd…!" Schuhmachermeister Meuser legte die Stirn in Falten, als er seinen jüngsten Lehrbuben am anderen Ende des Tisches unterdrückt schimpfen hörte. Den Fluch schien er sich gerade noch verbeißen zu wollen; "so ein frommer Junge", schmunzelte der Meister im Stillen. Allerdings war es an diesem Morgen bereits das fünfte Mal, dass der Junge beim Schnitzen des neuen Leistens mit dem Messer abgerutscht war. Irgendwie schien er nicht richtig bei der Sache zu sein. Er lies den Blick wohlgefällig, wenn auch milde besorgt an diesem Morgen auf dem braunen Haarschopf ruhen, der tief über den Schnitzklotz gebeugt war. Dass dieser hier stiller war als alle Lehrbuben zuvor, daran hatte sich der Meister inzwischen gewöhnt. Er schien nur dann ein wenig aufzutauen, wenn er wieder eines der Bücher fertig gelesen hatte, die er sich in großer Zahl aus der Bibliothek des Schulmeisters Statz borgte. Meist fand es der gute Kerpener Schuhmachermeister furchtbar trocken und er verstand auch nicht alles, aber er hörte dem Jungen gern zu, der in solchen Momenten reden konnte wie ein "Studierter". Dann kam ein Glanz in seine Augen, der von einer Aufregung zeugte, die der Meister selbst nur kannte, wenn ihm ein Paar Schuhe besonders gut gelungen war.

Am anderen Ende des Tisches erklang wieder ein unterdrückter Fluch. Beinahe war der Junge soweit, den halbfertigen Leisten im hohen Bogen in die Ecke zu werfen. Jetzt wurden auch die Gesellen aufmerksam. Das war ja ganz neu. Der "Kleine", wie sie ihn nannten, war doch sonst so still. "Liebeskummer?", fragte ein Geselle mit spöttisch hochgezogener Braue. "Kümmere dich um deinen eigenen Kram", knurrte der Junge. "Oho, unser Kleiner hat ja doch rotes Blut in den Adern", johlte ein anderer. Plötzlich stand der Meister hinter ihm, legte dem Jungen eine Hand auf die Schulter und drückte ihn ruhig, aber bestimmt wieder auf seinen Hocker, während er mit einem einzigen Blick wieder Ruhe am Tisch einkehren ließ. "Wie Vater", schoss es dem Jungen unwillkürlich durch den Kopf.



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Dienstag, 5. November 2013

Alibi-Muslime

In Nordrhein-Westfalen soll das Sankt-Martin-Fest abgeschafft werden. Fordert die Links-Partei. Naja, eigentlich soll nur der die Darstellung des hl. Martins und seine berühmte Mantel-teil-Szene abgeschafft werden, mit Laternen dürfen die lieben Kinderchen gern weiter durch die Gegend laufen, solange sie dabei die allgewaltigen Sonne, Mond und Sterne anrufen und nicht mehr von einem römischen Offizier lernen, dass man frierende Bettler nicht nackt herumsitzen lässt. Als Grund werden die immer zahlreicher werdenden muslimischen Kinder angeführt, die auf diese Weise ja mit einer christlichen Tradition in Berührung kommen, oh Schreck, oh Graus. Dabei leben auch sie - also die muslimischen Kinder und die Links-Partei - in einem Land, dass eine christliche Geschichte und Prägung hat. Die meisten muslimischen Kinder - und ihre Eltern - sind allerdings bei weitem entspannter was Weihnachten, Ostern, Sankt-Martin etc. angeht, als Herr Gysi und seine Genossen. Die meisten Muslime feiern diese Feste mit, wo sie damit in Berührung kommen und freuen sich genauso wie ihre christlichen Kollegen, Klassen- und Spielkameraden. Was sie allerdings davon halten, in einer rein politischen Debatten als Alibi für die Abschaffung einer Tradition zu dienen, das möchte ich lieber nicht wissen. (oder eher doch?)

Vorschlag zur Güte an Herrn Gysi und seine Genossen: Dann tragt doch die Himmelscheibe von Nebra vor euren Laternen-, Kerzen-, ethischen-Leuchtmittel - Umzügen her und ruft dabei die Kräfte des Kosmos an. Vielleicht antworten sie ja und wir können in Ruhe den hl. Martin feiern. (und Gott preisen. Danke, Johannes!)

1

[Auch Heilige und Sozialreformer waren mal klein. Versuch einer Annäherung an die Person Adolph Kolpings in Szenen und Schlaglichtern. Arbeitstitel/Label: Gutes vom Rhein]


Huh, war das kalt. Der Junge, der die Tür des kleinen Häuschens hinter sich zuzog, schlug den Kragen seiner Jacke hoch, um sich wenigstens ein bisschen vor dem Wind zu schützen. Bald würde es schneien, das roch er. Der gute Meister Meuser mochte diese Jahreszeit, nicht nur wegen der bunten Blätter. "Der Herbst ist eine gute Zeit für uns Schuhmacher", sagte er oft und zwinkerte dabei vergnügt mit den braunen Augen. Nach Aussaat und Ernte brauchten die Bauern nicht selten neues Schuhwerk. Der Junge mochte den Winter auch, wenn auch eher aus dem Grund, dass dann die Abende länger waren und er sich öfter mit einem Buch in eine stille Ecke zurückziehen konnte. Letztes Jahr war er noch in die Schule des kleinen Ortes gegangen und als er nun das Gebäude passierte, blieb er wie jeden Morgen kurz davor stehen. Drinnen herrschte bereits geschäftiges Treiben. Der Pedell zündete die Lampen an, deren weiches, einladendes Licht durch die nicht ganz sauberen Fenster auf den Unschlüssigen im Morgenwind schien. Und die blank gescheuerten kleine Pulte warteten wie jeden Morgen auf ihre Schüler. In diesem Moment kam er sich fast ein wenig ausgeschlossen vor.

Als er sich bereits zum weitergehen wandte, klappte eine Tür, dann einige leichte, schnelle Schritte und schließlich fiel ihm das kleine Mädchen um den Hals. "Anna, wieso bist du in diese Kälte herausgekommen?", wunderte sich der Junge. "Du solltest doch jetzt dort drinnen am Ofen sitzen und deine Milch trinken. Gleich geht der Unterricht los." "Warum sollte ich dort sitzen wo es hell und warm ist, wenn du hier draußen im kalten Wind stehst?" "Sei nicht albern, kleine Anna, ich habe nur kurz Pause gemacht. Außerdem komme ich zu spät zur Arbeit", wiegelte der Junge ab, löste sanft ihre Arme von seinem Nacken und ging weiter, während der Wind wieder auffrischte. Die Blätter vor ihm tanzten nach einer ganz eigenen Weise.



....Fortsetzung folgt...
>>Teil 2

Mitte und Wurzel

Bemühe dich mit allen Kräften darum, dass das Heilige Meßopfer Mitte und Wurzel deines inneren Lebens ist. Der ganze Tag wird so - zuerst als Verlängerung der vergangenen heiligen Messe, dann als Vorbereitung auf die kommende - zu einem Gottesdienst, der sich immer neu entfaltet: in Stoßgebeten, im Aufsuchen des Altarssakramentes, in der Darbringung deiner beruflichen Arbeit und deines Familienlebens. ( Hl. Josemaría Escrivá, Im Feuer der Schmiede 69)
Ich begreife nicht, wie man christlich leben kann, ohne das dauernde Verlangen nach einer Freundschaft mit Jesus im Wort und im Brot, im Gebet und in der Eucharistie zu verspüren. Und ich verstehe es sehr gut, daß im Laufe der Jahrhunderte die eucharistische Frömmigkeit der Gläubigen von Generation zu Generation konkretere Form angenommen hat: manchmal in öffentlichen Äußerungen und gemeinschaftlichem Bekennen des Glaubens, manchmal in stiller, unauffälliger Weise im heiligen Frieden des Gotteshauses oder im Innern des Herzens. (Hl. Josemaría Escrivá, Christus begegnen 153-154)

Montag, 4. November 2013

Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen: 10. November

Das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors lädt am 10.November 2013 dazu ein, gemeinsam mit einer halben Million Kirchengemeinden auf der ganzen Welt für die um Christi Namen willen Verfolgten zu beten. Schwerpunkt sind in diesem Jahr die Brüder und Schwester in Syrien und Vietnam.

Beten mit dem Papst im November 2013

Allgemeine Gebetsmeinung
Für die Priester in ihren Herausforderungen und Schwierigkeiten, sie mögen Licht und Kraft in ihrer Situation erfahren.
 
Missionsgebetsmeinung
Für Berufungen zur Mission in den lateinamerikanischen Kirchen.