Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Dienstag, 31. Juli 2012

Gefährten und Fräulein

hl. Ignatius von Loyola.
Mary Ward.

Nachdem am heutigen Gedenktag bereits mehrfach der hl. Ignatius und seine geistlichen Söhne erwähnt wurden, sollten wir doch auch die Töchter nicht vergessen.

Auch wenn der gute Inigo keinen weiblichen Zweig vorgesehen hatte, fühlten sich doch einige Damen im entfernten England von seiner Regel angesprochen und nach mehreren Jahrhunderten Irrungen und Wirrungen darf der von Mary Ward 1610 gegründete Orden seit 2004 den von ihr gewünschten Namen "Congregatio Jesu" tragen. So kann's gehen ;-)



Im Kampfe

[einem Freund gewidmet]

"Der hl. Erzengel Michael im Kampf" von Raffael. Bild gesehen bei Dorothea.


Heiliger Erzengel Michael, 
du Fürst der himmlischen Heerscharen, 
verteidige uns um Kampf 
gegen die Bosheiten und die Nachstellungen des Teufels, 
sei du unser Schutz, 
'Gott gebiete ihm' so bitten wir flehentlich. 
Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, 
stürze den Satan und die anderen bösen Geister, 
die zum Verderben der Seelen in der Welt umhergehen,
durch die Kraft Gottes hinab in die Hölle. 

(nach Papst Leo XIII)

Glückwunschtelegramm von der Iller an den Tiber

Wann wird man schon mal genauso alt wie sein Geburtsjahr?
Hw. Georg Gänswein, Jahrgang 1956, wurde gestern 56 Jahre alt.

Herzlichen Glückwunsch, Gottes Segen und vielen Dank für alles, was Sie für unseren lieben Heiligen Vater tun!

Montag, 30. Juli 2012

Blogger zeigen Gesicht

Auch wenn man ein paar Tage entspannt aber netzlos durch die Welt gondelt, dreht sich die virtuelle Welt natürlich weiter :-)

Der fleißige Peter Winnemöller hatte die grandiose Idee, das Netz der katholischen Blogs noch ein bisschen enger zu knüpfen. Es gibt jetzt eine Facebook Seite der Blogoezese
"Dadurch erhalten facebook–Nutzer, die das wollen die Blogartikel derer, die mitmachen automatisch auf ihrer Startseite bei facebook. Auch wer kein Account bei FB hat, kann die Seite einsehen."

Ein Bischof braucht Mut!

Diese Zeile aus einem Interview mit dem (jüngsten) Bischof von Solsona in Spanien könnte auch über der Predigt von S.E. Konrad Zdarsa stehen, anlässlich der Bischofsweihe von Florian Wörner. Tatsächlich steht das Wort aus dem Buch des Propheten Jeremia darüber, "Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des Herrn"


S.E. Konrad Zdarsa bei der Predigt.
>>Vor wem soll er sich denn nicht fürchten, der Prophet? Es bleibt zumindest in dem Abschnitt, den wir aus dem Buch Jeremia gehört haben, offen, ob vor Menschen oder vor den Aufgaben, die er übernehmen soll. Allem Anschein nach werden es aber doch wohl die Menschen sein aus seinem Volk, denen er alles andere als nach dem Munde reden müssen wird, der Prophet Jeremia. Er ist in der gesamten Hl. Schrift keineswegs der einzige, der alle möglichen Hindernisse, - seine Jugend, seine Unfähigkeit zu reden, ja sogar sein Unvermögen -, überhaupt als Prophet aufzutreten, geltend macht, um sich dem Anspruch der Berufung zu entziehen. Aber auch in der gern wiederholten Pressemeldung dieser Tage, dass unser Weihekandidat der jüngste (Weih-)Bischof von ganz Deutschland sein wird, scheint sich die eine oder andere leise Anfrage ähnlicher Art zu verbergen.[...]
Wenn aber schon den Propheten des Alten Bundes Furcht und Angst befällt ob der Aufgaben vor die er gestellt ist, um wie viel mehr müsste dann denen bange sein, denen durch Handauflegung übertragen worden ist, das Bild des guten Hirten, ja, seine Person zu repräsentieren und nach seiner Art zu handeln? Müsste uns nicht noch viel mehr bange sein, diesem Anspruch jemals auch nur annähernd zu genügen.Die meisten von uns kennen ja das Wort des Hl. Augustinus, mit dem er sich in seinem eigenen Hirtenamt zu trösten sucht:
„Wo mich schreckt, was ich für euch bin, dort tröstet mich, was ich mit euch bin. Für euch bin ich nämlich Bischof, mit euch bin ich Christ. Jenes ist der Name des empfangenen Amtes, dieses der Gnade, jenes der Gefahr, dieses des Heils.“
Ob ein Weihbischof, dem zunächst noch keine jurisdiktionelle Verantwortung für eine ganze Diözese übertragen ist, solchen Trostes weniger bedarf?<<

Beim Auszug aus dem Dom. WB Wörner mitte vorn.
 
Beten wir für diesen neuen Weihbischof, um Kraft und Mut für sein neues Amt und seine Aufgaben und ganz viel von Gottes Heiligem Geist!! Bei der hl. Messe musste ich ein paar Mal schmunzelnd denken "catholic pomp"; musikalisch wurde alles aufgefahren, was eine Bischofskirche so zu bieten hat: Domsingknaben, Domchor, Bläserchor, eine klasse Organistin und ein wirklich guter Kantor. Bischöfe und Priester aus dem ganzen Bistum und darüberhinaus waren angereist, um dem zu Weihenden ihre Hände aufzulegen und ihm so die Nachfolge der Apostel zu übertragen. Und wie es in Bayern gute Tradition ist, waren auch ein Haufen Fahnenabordnungen von Vereinen, Jugendverbänden, Pfadfindern etc. dabei. Es war ein wahres, fröhliches Fest des Glaubens!

Bilder, Predigttexte und ein Video der Weihe von S.E. Florian Wörner sind auf den Bistumsseiten zu sehen. 





                                                                                  
P.S. Warum das hier mein so-und-so-vieltes Posting über den neuen WB ist?
Der einfache Grund? Der Mann rockt ;-) und...  Ich kenne ihn. 

Sonntag, 29. Juli 2012

Gewalt in Syrien - Appell aus Castel Gandolfo

Heute beim Angelus Gebet rief Papst Benedikt XVI erneut dazu auf, die Gewalt in Syrien zu beenden und den Notleidenden zu helfen.
"Ich verfolge weiterhin mit Sorge die sich häufenden tragischen Gewaltepisoden in Syrien, die auch unter Zivilisten Tote und Verletzte fordern und zu einer großen Zahl von Flüchtlingen im Landesinnern und in den Nachbarländern geführt haben. Ich bitte darum, ihnen die notwendige humanitäre Betreuung und solidarische Hilfe zukommen zu lassen. Ich drücke der leidenden Bevölkerung erneut meine Nähe aus und versichere ihnen mein Gebet. Ich wiederhole den dringenden Appell, jeglicher Gewalt und dem Blutvergießen ein Ende zu setzen."
"Ich bitte Gott um die Weisheit des Herzen, vor allem für die Verantwortlichen, auf dass sie keine Mühen scheuen auf der Suche nach Frieden. Auch die internationale Gemeinschaft ist gefordert, damit durch Dialog und Versöhnung eine adäquate politische Lösung des Konflikts erzielt werden kann. Ich denke auch an die liebe irakische Nation, die in den letzten Tagen von zahlreichen schweren Attentaten heimgesucht worden ist mit vielen Toten und Verletzten. Möge dieses große Land den Weg der Stabilität finden, der Versöhnung und des Friedens."



[via Radio Vatikan]

wieder gelandet

im heimatlichen Allgäu. Gleich gibt es Mamas Mittagessen (mjam! ), aber vorher möchte ich doch noch was loswerden:

Herzliche Glückwunsch allen Sonder-Robusta-Preisträgern 2012! Die Sonderpreise waren so schnell nominiert, gestylt und verteilt, dass man gar nicht mit gucken hinterherkam. Mes compliments auch an den Herrn Alipius für die Zeit, die er sich neben der Pfarre immer noch rausknappst.

Seit gestern hat dieses Blog voll für das Bistum Augsburg geflaggt! Man verzeihe mir diesen kleinen kirchlichen Lokalpatriotismus, aber mein Heimatbistum hat gestern einen neuen Weihbischof bekommen (naja, Ernennung war schon vor ein paar Wochen). Bericht über die hl. Messe zur Bischofsweihe vielleicht später, falls ich dazu komme.

Donnerstag, 26. Juli 2012

Endlich ist es raus!

Wahlspruch und Wappen des neuen Weihbischofs für das Bistum Augsburg::



Der Wahlspruch "Christus - Gottes Kraft und Gottes Weisheit" ist aus dem Ersten Korinterbrief genommen, in dem Paulus sagt, dass die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, wir aber den Gekreuzigten verkündigen, in dem sich Gottes Kraft und Gottes Weisheit heil wirkend kundgibt. Nägel und Kreuz stehen für Tod und Auferstehung Christi, die vier flackernden goldenen Flammen für die vier Evangelien und den Heiligen Geist. Er erinnert auch an seinen Primizspruch "Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt" (Phil 4, 13) und veranschaulicht sehr schön, wie er sich seine neue Aufgabe vorstellt, nämlich vor allem für Christus und aus seiner Kraft heraus

Blau in den Feldern 2 und 3 steht für Maria, die als Urbild der Kirche Vorbild im Glauben und in der Treue zum Wort Gottes ist. Hier verkörpert Blau vor allem die Treue Gottes, der in der Menschwerdung zu all seinen Verheißungen im Alten Bund sein großes Ja in Christus spricht (2 Kor 1,20).

Will man die Farben des Wappens mit der Herkunft von Weihbischof Florian in Verbindung bringen, so kann man Rot, Silber und Schwarz auch im Wappen seines Geburtsortes Eschenlohe finden; Silber, Blau, Schwarz und Gold zieren das Wappen von Kloster Ettal, wo er das Gymnasium besuchte.



[Info und Bild via Bistum Augsburg]

"Ferien"-Lektüre

Nachdem es mir dieser Tage und Wochen so ähnlich geht wie Phil und ich auf der Suche nach einem Plätzchen zum Arbeiten bin, war ich mir nicht sicher, ob der Los Wochos Aufruf auch für Bücher gilt, die man vor allem zu Recherchezwecken liest.

Die Regeln würden sie auf jeden Fall erfüllen ;-)
1. Bei mindestens einem Buch sollte der OCC (obligatory catholic content) gegeben sein.
2. Die bibliographischen Angaben müssen soweit stimmen, daß man das Buch danach finden kann (denn darum, den Austausch geht es ja eigentlich…)
3. Jeder Teilnehmer verpflichtet sich, einmal den Ps. 16 (15…) zu beten, mit dem wunderbaren Vers 7: „Ich preise den Herrn, der mir Einsicht verliehen und mich beraten hat * ja mehr noch, bis in die Nacht mahnt mich mein Inneres“

Also, here we go...

Franz von Sales -  Philothea
die Kapitel über Freundschaften
Franz von Sales - Briefe I (an die Baronin von Chantal)
angewandtes Beispiel zum Thema
Hervé-Marie Catta - Feuer der Hoffnung
Pierre Goursat - Eremit und Evangelisierer

Gertrud von le Fort - Hymnen an die Kirche 
wollte ich schon längst mal gelesen haben
Gertrud von le Fort - Plus ultra
auf (indirekte) Empfehlung von Frau Prof. Gerl-Falkowitz

und zur Entspannung
Jane Austen - Northanger Abbey 
ein bisschen was Romantisches
Volker Klüpfel/Michael Kobr - Seegrund, Laienspiel
Kurierung des Heimwehs mit dem "Kässpatzen - Kluftinger" 


Dienstag, 24. Juli 2012

Mein Jesus, mein Retter

mit Dank an OT und Regina F. für's Finden :-)



Passend zur Libanonreise des hl. Vaters

kommt einer der Tagesheiligen von heute daher: der hl. Charbel wurde als Yussef Makhlouf 1828 geboren und starb 1898 in seiner Einsiedelei beim St. Maron Kloster in Annaya im Libanon. Obwohl er ein einfaches, betendes und opferndes Leben führen wollte - er verbrachte beinahe jede Nacht kniend vor dem Tabernakel - soll er viele Heilungswunder gewirkt haben und wurde bereits zu Lebzeiten als heiligmäßig bezeichnet und verehrt.

Hl. Charbel Makhlouf. Bild und Info von hier.



Auch über seinen Tod verehren ihn Christen und Muslime dieser Gegend gleichermaßen und pilgern in Strömen zu seinem Grab. Zweimal - 1899 und 1950 - ließ man es öffnen und fand den Leichnam beide Male unversehrt vor. Die maronitischen Christen, die mit der römisch-katholischen Kirche uniert sind, freuten sich wohl sehr als "Mar Charbel" als Vorbild für ein kontemplatives Leben am 5. Dezember 1965 von Papst Paul VI. selig-, und am 9. Oktober 1977 heiliggesprochen wurde.

Hl. Charbel, bitte für dein libanesisches Volk und für uns!

Montag, 23. Juli 2012

Zwischen zwei Weltjugendtage

passt immer noch ein "European Youth Forum"! Vielen Dank für diesen Spot an die Pfarrhaushälterin von Was gibt's denn heute?




Von Freitag 3. August - Mittwoch 8. August 2012
Zwischen Kapellplatz und Josefsburg in Altötting
Infos zu Programm und Anfahrt hier.
 

Statistiken der Nominierungen zur „Robusta“ 2012

Nach Auszählung der Stimmen durch den Initiator und Durchführer der Preisverleihung wurden dieses Jahr in 14 Kategorien 201 Nominierungen abgegeben und 129 verschiedene Blogs nominiert. 26 Sonderpreise wurden mit Begründung verliehen.
Im Jahr 2010 waren es 126 Nominierungen, die auf 69 Blogs in 12 Kategorien entfielen, und 7 Sonderpreise. 

Die Kategorien sind...
Abseits, Augenhonig, Cocktail, Dialog, Frische, Großmaul, Kultur, Mauerblümchen, Papsttreue, Politik, Qualität, Spiritualität, Trägheit, Zwerchfell
Für die nominierten Blogs und Infos zum weiteren Verlauf bitte beim Herrn Alipius gucken. 

Nebenbei, vielen Dank, dass dieses kleine Blog für "Frische" und "Papsttreue" vorgeschlagen wurde. Ist mir eine Ehre!

Sonntag, 22. Juli 2012

Maria Magdalena, der gute Hirte und die Olympischen Spiele

 ...waren die Hauptthemen von Papst Benedikt XVI im heutigen Angelus-Gebet.

>>Die Geschichte der Maria Magdalena zeige, dass die tiefe Genesung, die Gott durch Jesus wirke, „in einem wahren und vollendeten Frieden besteht, der Frucht der Versöhnung des Menschen in sich selbst und in all seinen Beziehungen ist: mit Gott, mit den anderen, mit der Welt“. Genau dies sei das Gegenteil von dem, was der Widersacher zu tun versuche.<<


Angelus aus Castel Gandolfo vom 22. Juli 2012 mit dt. Übersetzung


Zu den deutschsprachigen Pilgern und Besuchern sagte Benedikt XVI:
>>Herzlich grüße ich die Gäste deutscher Sprache hier in Castel Gandolfo und alle, die über Rundfunk und Fernsehen am Angelusgebet teilnehmen. „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus“ (Mk 6,11), sagt der Herr heute im Evangelium zu seinen Jüngern. Auch wir brauchen, jeder von uns, einen Ort der Ruhe und der Gemeinschaft mit dem Herrn. In der Stille wächst unsere Beziehung zu Gott und werden wir selber mit uns wieder eins. Denn wenn wir beim Herrn sind, sind wir auch bei uns. Seine Gegenwart verwandelt uns von innen her, damit wir recht leben und Gutes tun können. Suchen wir daher diesen „Ruheplatz“ für unsere Seele im Gebet und in der Anbetung vor dem Tabernakel. Euch allen wünsche ich einen gesegneten Sonntag.<<

Die Vollblutfrau mit dem Herzen eines Kriegers

<< [...] Wie könnte die wirkliche Begegnung zwischen Maria Magdalena und Jesus Christus verlaufen sein? Da ist eine wohlhabende Frau, doch sie wird nicht über ihre Zugehörigkeit zu einem Ehemann beschrieben, sondern mit dem Namen des Ortes, aus dem sie stammt: von Magdala. [...]
Sieben Dämonen - ob damit nun Hauptlaster gemeint sind oder nicht - das klingt nach Depression, nach Selbsthass, Sucht nach Anerkennung, vergiftete Beziehungen, nach zu viel "sex and drugs and rock'n'roll". Es ist nicht klar, ob sie von sich aus Hilfe bei dem Man gesucht hat, dessen Ruf als Heiler ihm vorauseilte, oder ob es eine zufällige Begegnung war, die eine spontane Bitte um Hilfe auslöste. Jedenfalls, Er vermag sie kraft der Liebe Gottes zu heilen - und man hätte gern den Blick in jener Minute nach ihrer seelischen Befreiung gesehen, mit dem sie auf einmal den Herrn und Erlöser erkennt. [...]
Diese übernatürlich gründende Liebe ist es, die für Maria von Magdala bisher unvorstellbar gewesen sein mag. Sie antwortet darauf mit aller Macht, die ihr zur Verfügung steht: der Macht eines glühend und unverbrüchlich liebenden Frauenherzen. Von nun an folgt sie dem Erlöser, wo er geht und steht. Sie wird nicht mehr von ihm lassen, so lange er noch lebt, auch nicht, während er grausam stirbt, und noch über dem Tod hinaus. [...] >>

(von Barbara Wenz)
Weiterlesen im Vatican Magazin 4/2012 und im Nacht(b)revier von Mme Elsa

Freitag, 20. Juli 2012

Mit dem Leben rufen

Es gehört zu deinen Berufungen, das Evangelium von den Dächern zu rufen, 
nicht durch das Wort, sondern durch dein Leben. 

Charles de Foucauld (1858–1916), Ordensgründer

Donnerstag, 19. Juli 2012

75 Jahre Priester!

Gibt es für dieses Jubiläum überhaupt eine Bezeichnung, ein Metall? So wie z.B. Silber für 25 Jahre steht. Zumindest hab ich noch nichts davon gehört...bis jetzt! Prälat Hermann Scheipers, geboren 1913, wurde 1937 zum Priester geweiht und feiert am 5. August sein 75-jähriges Priesterjubiläum.





Prälat Scheipers ist einer der letzten Überlebenden des "Priesterblocks" des Konzentrationslagers Dachau. Er kannte den sel. Karl Leisner, der dort heimlich geweiht wurde und nach seiner ersten hl. Messe auch dort verstarb. Zeitzeuge ist für diesen Mann ein zu kleines Wort, obwohl er seine Erfahrungen als Priester unter zwei Dikaturen immer wieder teilt, so zum Beispiel in Interviews mit dem Sender Gloria.tv (aus dem dieser Auschnitt genommen ist) und für den Berufungsfilm "Adsum".


Herzlichen Glückwunsch, Prälat Scheipers -
ad multos annos und dass Sie sich gut auf das Haus des Vaters vorbereiten können!

Mittwoch, 18. Juli 2012

Jesu Herz auf Erden

"In der Hostie schlägt mein Herz, so wie es auf Erden war, so wie es heute im Himmel ist. Es gibt nicht mehrere Herzen Christi. Es gibt nur ein einziges. Glaube fest an meine Gegenwart, hier vor dir."
(Jesus an G.B.)

Dienstag, 17. Juli 2012

Countdown zur Hymne für den Weltjugendtag 2013

Die Vorbereitungen zum nächsten "großen" Weltjugendtag in Rio de Janeiro 2013 laufen auf Hochtouren. Ende des Monat wird z.B. die offizielle Hymne bekanntgegeben. Eines der Lieder, die dafür zur Auswahl stehen ist vielleicht dieses hier: "Ide e fazei discipulos", nach dem Motto "Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern" (Mt 28, 19)




Ob es dann dieses oder doch ein anderes Lied wird für Rio 2013 entscheidet sich in einem "Song Contest", dessen Ergebnis am 14. September 2012 bekannt gegeben wird, dem Fest Kreuzerhöhung.

Carmélites de Compiègne

...priez pour nous!

Theresia vom hl. Augustinus, mit bürgerlichem Namen Madeleine-Claudine Ledoine, und weitere fünfzehn Karmelitinnen wurden während der französischen Revolution 1792 aus ihrem Kloster in Compiègne vertrieben. Am 24. Juni 1794 wurden sie verhaftet, weil sie ob ihrer Treue zur Kirche und zum Ordensberuf den Eid auf die Zivilkonstitution widerriefen. Sie wurden sie zum Tod verurteilt und in Paris enthauptet; vor ihrem Tod erneuerten sie ihre Ordensgelübde, betend und singend bestiegen sie das Schafott.


Finale der Oper "Dialogues des Carmélites" von Francis Poulenc
Inszenierung von 2009


Gertrud von Le Fort hat unter dem Titel "Die Letzte am Schafott" (1931) dieses Ereignis in einer Briefnovelle verarbeitet; diese Novelle wiederum ist die Basis für ein Theaterstück von Georges Bernanos mit dem Titel "Dialogues des Carmélites" (1949) und für die gleichnamige Oper von Francis Poulenc (1957). Diese Werke machten und machen das Martyrium der tapferen Ordensfrauen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Auch wenn die Werke notwendigerweise fiktive Züge beinhalten, darf man nicht vergessen, dass ein wahres Ereignis zugrundeliegt.

Blogger in der 2. Dimension

"Die Pimpfe" haben ihre Drohung wahr gemacht und ein eigenes Blog gestartet :P
Auch von hier aus ein herzliches Willkommen und ich bin gespannt, was da noch so kommt...


© natürlich beim hw. Herrn Alipius  und den Pimpfen. 



Montag, 16. Juli 2012

Frage zum Skapulierfest

[Update: sehr empfehlenswerter Eintrag dazu bei der Braut des Lammes. Danke!]

Über dieses Video habe ich das erste Mal erfahren, dass es etwas gibt, was sich "Skapulier" nennt und wohl eine engere Bindung eines Laien an eine Ordensgemeinschaft ausdrückt.



Frage an die interessierte Leserschaft: hat irgendjemand da draußen Erfahrungen mit einem Skapulier?

Kein Landvermesser

 Gerade bei facebook gesehen :D

 "Ja wissen Sie, weil ich Priester und Bischof und kein Landvermesser bin". 

Bischof Dr. Konrad Zdarsa am Samstag (14. Juli 2012) im Pfaffenhofener Kurier auf die Frage, "warum die notwendigen organisatorischen Umstrukturierungen so eng mit theologischen Inhalten wie mit der Frage nach der Eucharistie und den Wortgottesdiensten verknüpft" sind.

Versuchungen bekämpfen

aus einem Brief des hl. Franz von Sales an die hl. Johanna Franziska von Chantal.
<<Als Drittes fragen Sie mich um Rat, wie Sie Versuchungen bekämpfen sollen, die Ihnen der Teufel gegen den Glauben und die Kirche eingibt. So verstehe ich Sie wenigstens Ich will Ihnen sagen, was Gott mir eingeben wird.

Man muß hier die gleiche Haltung einnehmen wie bei den
Versuchungen des Fleisches: Sich weder wenig noch viel auf Debatten einlassen, sondern es so machen wie die Juden mit den Knochen des Osterlamms, die sie gar nicht erst zu zerbrechen suchten, sondern einfach ins Feuer warfen (Ex 12,10.46; Joh 19,36). Man darf keineswegs dem Feind antworten, oder sich auch nur den Anschein geben, als höre man, was er sagt. Mag er vor der Tür lärmen, soviel er will; man soll nicht einmal fragen: „Wer ist da?’’

„Aber“, so werden Sie einwenden, „er wird mir lästig und sein Lärmen läßt jene, die drinnen sind, nicht einmal das eigene Wort verstehen.“ Das tut nichts! Nur Geduld, man muß dann eben durch Zeichen sprechen: sich vor Gott nieder-werfen und zu seinen Füßen bleiben. Aus dieser demütigen Haltung wird Gott erkennen, daß Sie ihm gehören wollen und seine Hilfe erbitten, auch wenn Sie nicht sprechen können. Vor allem aber halten Sie sich in Ihrem Innern fest eingeschlossen. Öffnen Sie auf keinen Fall die Tür, weder um zu sehen, wer da ist, noch um diesen Störenfried zu verjagen! Am Ende wird er seines Lärmens müde werden und Sie in Ruhe lassen. „Dazu wäre es bald Zeit!“ werden
Sie sagen.

Haben Sie Mut! Es wird bald wieder vorübergehen. Wenn nur der Feind nicht eindringt, dann liegt nichts daran. Es ist übrigens ein sehr gutes Zeichen, wenn er vor der Tür schlägt und tobt. Das zeigt doch, daß er nicht hat, was er möchte. Hätte er es erhalten, würde er nicht mehr schreien. Er würde eintreten und bleiben. Merken Sie sich das, damit Sie nicht Skrupeln verfallen.>>

Persönliche Gebetskerze...zum Dritten

Ich weiß, nichts ist langweiliger als Wiederholungen oder die Zeitung von gestern. Und nichts ödet schneller an, als Leute, die immer nur ein Themen kennen oder nur rumjammern ;-)  Nichtsdestotrotz...

Mein Papa bekommt seit diesem Wochenende ca. fünf Wochen lang Bestrahlungen seines Lymphoms, weil es sich drei (!) verschiedenen Chemotherapien widersetzt hat. Wenn irgendjemand da draussen so freundlich wäre, ihn und meine Mama in die Gebete einzuschließen, wäre ich sehr dankbar. Vergelt's Gott!



Maria, Unsere liebe Frau vom Berge Karmel und Heil der Kranken - bitte für uns!


Sonntag, 15. Juli 2012

Blicken wir über die sichtbare Welt auf Jesus Christus

[aus dem Angelus des Santo Padre zum heutigen Gedenktag des hl. Bonaventura, heute wieder aus der Sommerresidenz Castel Gandolfo am Albaner See.]

Der hl. Bonaventura spielte in der theologischen Arbeit von Joseph Ratzinger immer eine große Rolle. Seine Habilitationsschrift schrieb er über die Geschichtstheologie des Heiligen. Von daher hat ihm dieser Angelus bestimmt Spass gemacht, besonders weil er vorher auch noch die hl. Messe in dem für seinen Wein bekannten Ort Frascati im Umland von Rom gefeiert hatte. Seit 1960 ist Frascati Partnerstadt von Bad Godesberg, einem einstigen Wohnort Benedikts XVI.

Im liturgischen Kalender ist der 15. Juli der Gedenktag des hl. Bonaventura von Bagnoregio, Franziskaner, Kirchenlehrer und Nachfolger des hl. Franziskus von Assisi als Oberer der Minderbrüder. Er schrieb die erste offizielle Biografie des "poverello" und war gegen Ende seines Lebens Bischof dieser Diözese von Albano. In einem seiner Briefe schrieb Bonaventura: "Ich bekenne vor Gott, dass der Grund, aus dem heraus ich das Leben des seligen Franziskus am meisten liebe, darin besteht, dass er den Anfängen und dem Wachsen der Kirche ähnelt“. Dieses Wort verweist uns direkt auf das Evangelium des heutigen Sonntags, in dem uns vor Augen gestellt wird, wie Jesus die zwölf Apostel das erste Mal zur Mission aussendet. Der Evangelist Markus schreibt: "Er rief die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen... und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen" (Mk 6,7-9). Nach seiner Bekehrung hat der hl. Franziskus von Assisi dieses Evangelium wörtlich befolgt und ist so ein treuer Zeuge für Jesus geworden; er ist in besonderer Weise mit dem Geheimnis des Kreuzes verbunden und wurde zu einem "anderen Christus", wie es der hl. Bonaventura beschreibt. Sein ganzes Leben lang drehte sich die Theologie des hl. Bonaventura um Jesus Christus. 

Statue des Bonaventura in Bagnoregio; Bild von hier.


Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum begrüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:
Ganz herzlich grüße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache. Im Hallelujavers des heutigen Sonntags singt die Kirche: „Der Vater unseres Herrn Jesus Christus erleuchte die Augen unseres Herzens, damit wir verstehen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind." Oft sind unsere Augen gehalten, unser Schauen bleibt in der sichtbaren Welt mit ihren Begrenzungen gefangen. Gott will unseren Blick weit machen für das Große, für das Leben in Fülle, das nur er geben kann. Er selbst will unser Glück und unsere Freude sein. Öffnen wir dem Herrn im täglichen Gebet unser Herz, damit seine Liebe in uns immer mehr wachsen kann. Gott segne euch alle!

Samstag, 14. Juli 2012

Maris Stella

zu deutsch "Stern des Meeres", so wird die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria gerne bezeichnet. Ein Stern am Himmel bietet Orientierung, nicht nur wenn man auf dem Meer unterwegs ist. Passend zum Bild des Meeres, mit dem Domvikar (und bald Weihbischof) Florian Wörner die Neuevangelisierung verglich, stiegen Pia Manfrin vom Youcat Zentrum, Simon Lipp vom Bischöflichen Jugendamt Augsburg und Michael Cech vom YOU! Magazin in ein Schlauchboot um ihre künftige Zusammenarbeit zu veranschaulichen.

v.l.n.r. Michael Cech, Pia Manfrin, Simon Lipp und P. Bernd Hagenkord SJ
©Youcat Zentrum 


P. Bernd Hagenkord SJ von Radio Vatikan, der  als "special guest" eingeladen worden war, gab den jungen Medienschaffenden mit auf den Weg, dass die kleinen Geschichten, wenn Leute einfach nur von ihrem Leben mit Jesus erzählen oft genauso spannend sind wie die großen Schlagzeilen und daher nicht vergessen werden sollten.

Deswegen gibt's ja auch die katholischen Blogger, die immer mehr werden... ;-)
 
Dass uns die Gottesmutter Maria, der Stern des Meeres der Neuevangelisierung helfen möge, dass wir nicht nur die erreichen, die vielleicht noch nie wirklich von Jesus gehört haben und deswegen offen sind für Ihn und Seine Botschaft, sondern auch diejenigen, die sich in ihrer Art zu glauben eingerichtet haben, bei denen das Feuer der "ersten Liebe" erloschen ist und  und denen das frohe „Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad’ in seine Kirche berufen hat“ im Halse stecken bleibt, weil sie nur noch Negatives an ihrer Kirche zu sehen meinen.

Die "katholische Bravo"

Wovon die Blogger von Echo Romeo träumen, gibt es in Österreich in  leicht abgewandelter Form bereits seit ca. 20 Jahren: Das YOU! Magazin. Allerdings richtet es sich vornehmlich an jüngere Leser, um ihnen in frischer, unverkrampfter Sprache von den großen und kleinen Abenteuern eines Lebens mit Jesus in der katholischen Kirche zu erzählen, deswegen wird es auf dem Youcat Blog auch als "katholische Bravo" bezeichnet. Nachdem es sich in die Schweiz ausgedehnt hat, ist das Magazin jetzt auch in Deutschland erhältlich. Den Anfang macht das Bistum Augsburg, wo es am Donnerstag im Youcat Zentrum vorgestellt wurde.



Mehr Infos zum YOU! Magazin und Film "Soul Surfer" über die Verlinkungen. 


Mittwoch, 11. Juli 2012

Für die schwer Kranken

Insbesondere für meinen Papa, der seit einem Jahr an einem Lymphom in den Bronchien leidet und gerade wieder im Krankenhaus ist. Für ihn und alle Kranken, dass sie von den Worten Jesu an Gabrielle Bossis in den Tagen ihrer Krankheit lernen.

 ***

30. März 1950. Krank.
"Warum solltest du nicht diese Tage der Krankheit in deinem Bett nützen, als knietest du anbetend vor dem hl. Sakrament? Was hindert dich daran? Eine kleine Anstrengung genügt schon."


 20. April 1950. Krank.
"Und verbindet deine Atemnöte mit den meinen.
Atembeklemmend war es, als die Soldaten mich schlugen, als Sie mich bei Hannas verhöhnten und bei Herodes wie einen Narr behandelten. Atemberaubend war die Geiselung bei Pilatus. Ich war am Ersticken, als ich das Kreuz trug und bei meiner Kreuzigung.
Und als das Kreuz aufgerichtet wurde, erlitt ich Erstickungsanfälle im Todeskampf bis zum letzten Atemzug, bis zum letzten Aufschrei der Liebe, bis der Sieger über alles meine Seele hinwegtrug. Möge es dir in dieser Krankheit auch an Luft mangeln, solange du nur Gott annimmst."

Dienstag, 10. Juli 2012

Beten wir für...die verfolgten Christen in Nigeria, Irak und Syrien

Bei der Lektüre dieses Gastbeitrag und der dazugehörigen Nachricht kam mir spontan "Holy Martyrs of Nigeria - pray for us!" in den Sinn.


Natürlich möchte ich dabei die verfolgten Christen im Irak und Syrien und überall auf der Welt nicht vergessen!

Kyrie eleison!!!




Musikalisches Dankeschön

[Update: mittlerweile gibt es Gastbeitrag Nr. 3! Chapeau für das Tempo, die Themen und den Stil.]

an Herrn Tannenberg, für diese beiden Gastbeiträge im Nacht(b)revier der Mme Elsa, dem bei den gegenwärtigen Zuständen der antike Imperator Nero und das Kasperle-Theater einfallen.  Leseempfehlung!


 Edward Elgar "Scenes from the Saga of King Olaf" (1896)
"The challenge of Thor"

Den "Grundwasserspiegel des Glaubens" wieder heben

[einem einzelnen "Kanada-Heimkehrer" gewidmet; weil wir es heute gerade wieder von einigen dieser Themen hatten.]


Es gibt Leute, die sich zu bestimmten Punkten viel kenntnisreicher und klarer äußern können als ich, so zum Beispiel der ernannte Weihbischof in Augsburg, Florian Wörner, hier in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen (Auszüge):

Zu Erzbischof Müller als Präfekt der Glaubenskongregation und Reformen. 
Die Frage ist, was man unter Reform versteht. Reform ist auch die ständige Erneuerung und damit Vertiefung des Glaubens. Wer von Gott her denkt, beurteilt Sachverhalte anders – in diesem Sinne ist Müller ein großer Reformer. Aber seine Aufgabe ist es jetzt nicht, Reformen einzuleiten, sondern Glaubenshüter zu sein. Möglicherweise ist diese Aufgabe ähnlich undankbar wie die eines Finanzministers.

Zu den wiederverheiratet Geschiedenen.
Es war immer ein Anliegen der Kirche, sich um sie in besonderer Weise zu kümmern. Aber es geht nicht darum, einfache Lösungen zu präsentieren. Es gibt einerseits das Wort Jesu: „Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ Hinter dieses Wort kann die Kirche nicht zurück. Wir haben den Auftrag, die Ehe zu schützen. Andererseits sehen wir die konkrete Situation der Betroffenen. Die Kirche steckt hier durchaus in einem Dilemma. Es ist eine Herausforderung für die Seelsorge. Im Gespräch mit Betroffenen kann man durchaus Verständnis für den kirchlichen Standpunkt erzeugen. Die Frage: Kommunionempfang oder nicht?, ist eine Engführung. Es gibt ja auch die Möglichkeit, innerlich mit dem Herrn zu kommunizieren. So baut man möglicherweise eine tiefere Beziehung zu Jesus Christus auf, als wenn man nur routinemäßig zur Kommunion geht und sich nicht viel dabei denkt. Doch das ist gewiss ein anspruchsvoller Weg und keine einfache Lösung.

Zu Spannungen zwischen sog. "konservativen" und "liberalen" Gläubigen in der katholischen Kirche in Deutschland.
Es gibt unterschiedliche Meinungen, aber das muss ja nicht negativ sein. Spannungen sind manchmal mühsam, aber ohne Spannung geht nichts vorwärts. Ich möchte Brückenbauer sein – auf dem Fundament des Evangeliums und der Lehre der Kirche. Es ist tatsächlich eine entscheidende Frage, wie wir miteinander umgehen. Wir brauchen Menschen in der Kirche, die mit großer Wertschätzung auf andere zugehen und Zeugnis geben von der Liebe Gottes zu den Menschen. So kann man am meisten erreichen.

Florian Wörner wird am 28. Juli 2012 im Mariendom in Augsburg zum Bischof geweiht. Damit ist er neben Anton Losinger der zweite Weihbischof in Augsburg und der (bis jetzt) jüngste Bischof im nordwestlichen Europa.

Montag, 9. Juli 2012

Mit freundlichem Gruß in Richtung Spiegel Online

"[...] Und ist es wirklich so schrecklich, nicht geboren zu werden? Es kann sich doch sowieso niemand an die Zeit vor seiner Geburt erinnern. [...]" Um sich diese Frage überhaupt stellen zu können, werte Frau Berg, muss man auf jeden Fall geboren sein. Geben wir doch jedem Mensch die Chance dazu. Vielleicht sollten Sie sich nach diesem Artikel, in dem Sie jeden, der sich nicht Ihrer Meinung anschließt, in, mit Verlaub, unterirdischer Weise beleidigen, das Folgende einmal vor Augen halten und zu Gemüte führen:

"Warum verstehst du meine Liebe immer noch nicht? Selbst, wenn du nicht mehr an mich dächtest, ich würde an dich denken. Selbst, wenn du mich losließest, mich verleugnen würdest, dich über meine Annäherungsversuche lustig machtest, du unser Tagebuch mit Füßen treten würdest und du andere fändest, die mit dir gegen deinen Gott zu Felde zögen - ich, ich würde dich lieben. 
Und wenn du dich mit jenen vereinen würdest, die sich entschlossen haben, mich noch bis zum letzten Atemzug zu beleidigen, um der Welt ihren großartigen Erfolg ihrer hochmütigen Rebellion zu zeigen, auch dann würde ich dich noch lieben, und ich würde auf dich warten bis zu deinem letzten Seufzer - in der Hoffnung, dass du dich doch noch voller Reue an mein Herz werfen würdest." (Jesus an G.B.)


Reaktionen unterschiedlichster Art auf diese Kolumne gibt auch bei Christina Mirabilis und Mme Elsa.

Sonntag, 8. Juli 2012

Absolut cool

...ist die Antwort von Erzbischof Müller, als er auf die  absurden Vorwürfe der Piusbruderschaft, die ihn als Häretiker hinstellen möchten, angesprochen wurde: "Ich muss nicht auf jede Dummheit eine Antwort geben".

Jesus - das Durchscheinen Gottes

Aus der Sommerfrische von Castel Gandolfo kam die heutige Ansprache des hl. Vaters zum Angelus Gebet.

Kurz-Reportage über Castel Gandolfo  © KNA

<<In seiner Ansprache ging Benedikt XVI. auf das Evangelium des heutigen 14. Sonntags im Jahreskreis ein (Mk 6, 1b-6), aus dem das Sprichwort „Nemo propheta in patria - Niemand ist Prophet in seinem eigenen Land“ stammt und der von der Ablehnung Jesu in seiner Heimat berichtet. Die Verwunderung und Ablehung der Mitbürger im heimatlichen Nazareth, sei begreiflich, so der Papst, da die Vertrautheit auf menschlicher Ebene es erschwere, darüber hinauszugehen und sich der göttlichen Dimension zu öffnen. Auch habe es den Anschein, dass sich Jesus mit der schlechten Aufnahme abgebe, die ihm in Nazareth zuteil geworden sei. Am Schluss der Erzählung jedoch sei ein Wort zu finden, das genau das Gegenteil besage. Der Evangelist schreibe: „Er wunderte sich über ihren Unglauben“. Der Verwunderung seiner Mitbürger entspreche so die Verwunderung Jesu. Obwohl er wisse, dass kein Prophet in der Heimat wohlgelitten sei, bleibe die Verschlossenheit der Herzen seiner Mitbürger für ihn unbegreiflich. „Warum erkennen sie nicht das Licht der Wahrheit?“, so Benedikt XVI., „warum öffnen sie sich nicht der Güte Gottes, der unser Menschsein teilen wollte?“ Tatsächlich sei Jesus das Durchscheinen Gottes, „in ihm wohnt er in Fülle“. Während die Menschen andere Zeichen suchten, würden sie nicht merken, dass das wahre Zeichen Jesus sei, „der menschgewordene Gott: er ist das größte Wunder des Universums. Die ganze Liebe Gottes wird von einem menschlichen Herzen umfasst, von einem menschlichen Antlitz“.>> (Zusammenfassung des Angelus wie immer von hier und hier.)

Samstag, 7. Juli 2012

Some more

Hier passt das Label wirklich hervorragend: Es gibt ein Lied zu diesem Tage, an dem es fünf Jahre her ist, dass Papa Benedetto mit dem Motu Proprio "Summorum Pontificum" den Messritus von vor der Liturgiereform von 1970 aus der Versenkung geholt und gleichberechtigt neben den "neuen" gestellt hat.

written & interpreted by a convert from Brighton


Wie beim Frischen Wind vorgeschlagen wird: Am besten bis morgen auswendig lernen und dann bei den Feierlichkeiten ordentlich schmettern! Dafür gibt es hier den ganzen Text.


[...]
For over 50 years
A Mass that lay hidden
Came out of the closet
No moth there had bitten

No dust was upon it
For this Mass is timeless
You can tell when you walk through the door!

You can hear the bells ring out thrice at the Sanctus
He turns around and he says "Orate Fratres"
Priest and people pray Domine non sum dignus
And the people say give us some more

Some more
Summorum Pontificum!
Gimme some more, some more
Gimme some more
Some more
Summorum Pontificum!
Gimme some more, some more, give us some more!
 [...]


Vom Sinn geistiger Übungen

Tu jeden Tag, was du kannst, um Gott tiefer zu erkennen, den Umgang mit Ihm zu suchen und Ihn immer mehr zu lieben, bis du an nichts anderes mehr denkst, als an seine Liebe und seine Verherrlichung. Das wird dir gelingen, mein Kind, wenn du die Zeiten deines betrachtenden Gebetes einhältst - laß diese Zeiten niemals fallen! - wenn du das Bewußtsein der Gegenwart Gottes stärkst mit Stoßgebeten und geistigen Kommunionen, die dich beflügeln; wenn du mit innerer Sammlung an der heiligen Messe teilnimmst; wenn du deine Arbeit um des Herrn willen gut und gewissenhaft tust. (Im Feuer der Schmiede 737)

Robusta 2012...auf geht's

HT an den Herrn Alipius!


Update zu dieser Meldung:  seit gestern ist bei hw. Don Alipius die Combox offen für die Nominierungen zur Robusta 2012 bis Montag, der 23. Juli.

Freitag, 6. Juli 2012

Wer "Freiheit" sagt*...

In letzter Zeit scheint sich der Staat, sowohl in legislativer als auch judikativer Funktion immer mehr als kontrollierender "Big Brother" zu gebärden und nicht mehr als ein für-sorgender "Vater Staat".


Beispiele gefällig?

Allen diesen Beispielen gemeinsam ist, dass hier Druck in einer bestimmten Richtung aufgebaut wird, der es unmöglich macht sich frei entscheiden zu können. Doch gerade die Freiheit der Entscheidung, wie der Einzelne sein Leben gestalten möchte, wird in diesen Diskussionen immer zum Vorwand genommen, die Grundrechte und die freie Entscheidung Anderer einzuschränken.




                                                             
*die Blogger-kollegin Cassandra hat dazu auch eine ganz eigene Meinung.
*Titel "Wer Freiheit sagt...sollte sie auch gewährleisten"

Donnerstag, 5. Juli 2012

Hunde-Content in bewegten Bildern

Während anderswo die Romantik rasender Busse und explodierender Autos zelebriert wird, wünsche ich viel Vergnügen bei dieser Verfilmung (1965) in Anlehnung an Marie von Ebner-Eschenbachs "Krambambuli" mit einem hinreißenden Mario Girotti. *schmelz*


Mittwoch, 4. Juli 2012

Beato Pier Giorgio

...prega per noi!

Heute ist der Todestag - vielmehr der Geburtstag zum Himmel - eines jungen Mannes, den ich schon immer aufrichtig bewundert habe und dem ich mich nahe fühle, wie einem Bruder im Geiste.


Sel. Piergiorgio Frassati. Bild mit Dank von Georg.
Texte von hier und hier.  





Pier Giorgio (1901 - 1925) war der Sohn des agnostischen Gründers der italienischen Tageszeitung La Stampa, Alfredo Frassati. Ungeachtet seines Elternhauses, fühlte er sich schon früh zum Glauben hingezogen, den er besonders in der tätigen Nächstenliebe zu den Armen seiner Heimatstadt Turin lebte.  Kurz vor Ab­schluss sei­nes Stu­di­ums er­krank­te Gior­gio an Kin­der­läh­mung, die er dabei zugezogen hatte. Die Nach­richt von Pier Gior­gi­os Tod ver­brei­te­te sich schnell in Turin. Men­schen aus allen so­zia­len Schich­ten ström­ten zu sei­nem Be­gräb­nis. 1981 wurde sein Sarg ge­öff­net und sein Leich­nam un­ver­west ge­fun­den. 1987 wurde ihm der Titel eines „ehrwürdigen Dieners Gottes“ verliehen und schließlich sprach ihn Johannes Paul II. 1990 selig. Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. stellten ihn, den „Menschen der acht Seligpreisungen“, während verschiedener Weltjugendtage als Vorbild an Heiligkeit dar.

Karl Rah­ner, in dessen Familie er einige Zeit als Gaststudent lebte, sagte über ihn: Sein Glau­be wur­zel­te im ei­gent­li­chen Wesen des Chris­ten­tums: Gott lebt. Das Gebet ist Aus­druck der mensch­li­chen Exis­tenz. Die Sa­kra­men­te sind die Nah­rung für das ewige Leben. Die alle um­fas­sen­de Brü­der­lich­keit ist das Ge­setz der mensch­li­chen Be­zie­hun­gen.


Karl Rahner, der über ihn schrieb: Sein Glaube wurzelte im eigentlichen Wesen des Christentums: Gott lebt. Das Gebet ist Ausdruck der menschlichen Existenz. Die Sakramente sind die Nahrung für das ewige Leben. Die alle umfassende Brüderlichkeit ist das Gesetz der menschlichen Beziehungen.
Karl Rahner, der über ihn schrieb: Sein Glaube wurzelte im eigentlichen Wesen des Christentums: Gott lebt. Das Gebet ist Ausdruck der menschlichen Existenz. Die Sakramente sind die Nahrung für das ewige Leben. Die alle umfassende Brüderlichkeit ist das Gesetz der menschlichen Beziehungen.

Montag, 2. Juli 2012

Der neue Präfekt der Glaubenskongregation zum II. Vaticanum

Dass über die Ernennung von S.E. Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre verschiedene Seiten ganz und gar nicht glücklich sind, war ja abzusehen. Natürlich ist das Zweite Vatikanische Konzil wieder der Stein des Anstoßes, das der Ernannte für die einen zu wenig, für die anderen zu viel beachtet. Vielleicht hätten sie sich besser vorher mal angehört, was er denn selbst zu diesem Thema zu sagen hat:



Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Die hl. Elisabeth hat da ein wahres, ein großes Wort ausgesprochen, als die Gottesmutter sie besuchen kam. Durch den Freudenhopser ihres ungeborenen Sohnes Johannes hat sie erkannt, mit wem Maria da schwanger ging, nämlich dem menschgewordenen Wort Gottes, dem Herrn der Welt. Davor kann man nur in die Knie gehen.


Mariä Heimsuchung. Bild von hier.

Wunder gibt es immer wieder...?!

Nach dem gestrigen Evangelium (Mk 5, 21-43), fiel mir dieses Zeugnis ein:
Fast ein Heilungswunder der heutigen Zeit, oder einfach nur eine Geschichte darüber, was passieren kann, wenn sich jemand ganz dem Herrn zur Verfügung stellt (2:32 min - 5:00 min).


Bischof Clemens Pickel von Saratow in Russland
beim Kongress "Treffpunkt Weltkirche" 2004


S.E. Bischof Pickel hat übrigens auch ein sehr lesenswertes Blog: Dort kann man nachlesen, wie es ist, katholisch in Südrussland zu sein.

Welterbe in der Provinz


Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth gehört seit Samstag zum UNESCO Welterbe! Das ist insofern eine Meldung wert, als dieses Opernhaus bereits zur Zeit seiner Erbauung etwas wirklich außergewöhnliches war: Die Bauherrin war die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, die in die kleine Residenzstadt fern der europäischen Zentren verheiratet worden war und dort eines der glänzendsten Opernhäuser ihrer Zeit erbauen wollte, um einen angemessenen Aufführungsort auch für ihre eigene Werke zu haben.


Fassade des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth. Bilder und Texte von hier.


"Dieser Tage habe ich das neue Opernhaus besichtigt. Ich war sehr erfreut darüber. Das Innere ist fast vollendet. Bibiena hat in diesem Theater die Quintessenz des italienischen und französischen Stils vereinigt. Man muss zugeben, dass er in seinem Fach ein unübertroffener Meister ist."   (Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth am 14. Mai 1748)


Blick zur Bühne im Markgräflichen Opernhaus

Sonntag, 1. Juli 2012

Youcat.tv - Juli 2012

Ein neuer Monat, eine neue Folge von Youcat TV.




Marie-Bernadette Hügel berichtet diesmal von
  • Regensburger Domspatzen
  • Filmvorschau: "Dein Weg"
  • Countdown zum Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro
  • Frage des Monats: "Sind alle Menschen zur Ehe berufen?" (YC 265)

Heilung an Leib und Seele

Bevor sich Papst Benedikt XVI am kommenden Dienstag für seinen wohlverdienten Sommerurlaub nach Castel Gandolfo aufmachen wird, erinnerte er beim heutigen Angelus daran, dass es durchaus richtig ist, "Gott um viele Heilungen von Problemen, von konkreten Bedürfnissen zu bitten. Aber worum wir eindringlich bitten müssen, ist ein immer festerer Glaube, damit der Herr unser Leben erneuert, und um ein festes Vertrauen in seine Liebe, in seine Vorsehung, die uns nicht verlässt“.

Die beiden Berichte des Markusevangeliums (Mk 5,21-43) stellten für die Christen eine Einladung dar, „eine rein horizontale und materialistische Sicht des Lebens zu überwinden“. In den beiden Episoden könnten zwei Ebenen festgestellt werden: die rein physische und die geistliche: „Jesus ist gekommen, um das Herz des Menschen zu heilen, das Heil zu schenken, und er bittet um den Glauben an ihn“.





[Ganze Zusammenfassung des Angelus wie immer hier und hier.]