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Es werden Posts vom August, 2018 angezeigt.

K wie Kirchenführung

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Diese Kirche hat mich mein Leben lang begleitet: Taufe, Erstkommunion, Firmung, Jahre des Ministrierens und des Messbuchs und nächstes Jahr - so Gott will - meine Hochzeit. Sie ist dem heiligen Johannes dem Täufer gewidmet und regelmäßig finden hier, wie fast überall, kunstgeschichtliche und geistliche Kirchenführungen statt.

Es gibt viele Wege zu Gott, einer geht über die Berge

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Diesen Ausspruch des christlichen Schriftstellers Reinhold Schneiders pflegte mein Vater oft zu zitieren. Er war, wie unser damaliger Ortspfarrer, begeisterter Bergsteiger. Für beide war die unberührte Natur der Allgäuer Alpen auch immer wieder Ort der Gottesnähe. Davon zeugen nicht zuletzt die jährlichen Wallfahrten übers Mädelehoch ins Lechtal, sondern auch die zahlreichen Bergmessen rund um Oberstdorf.


Als Antwort auf einen Beitrag des Kingbären, der jüngst eher traumatisierende Erfahrungen mit "Outdoor"-Messen gemacht hat, möchte ich hier eine Bergmesse als positives Gegenbeispiel einer heiligen Messe unter freien Himmel bringen. Die Filmemacherin, Verena Scherm, gehört übrigens genau wie ich zur ersten Generation weiblicher Ministranten in Oberstdorf. Anders als viele andere hat sie ihr kirchliches Engagement über die Pubertät gerettet, worunter ich auch ihre Tätigkeit für das katholische Online-TV-Format katholisch1.tv des Bistums Augsburg subsummiere.

Haben wir eigentlich richtig verstanden, was die Ehe ist?

„Eine rechtschaffene Ehe kommt mir vor wie ein schweres, inhaltreiches Buch, drin eine sehr reiche, sehr tiefe, sehr vielfältige Lebensweisheit steht, zwar für jedermann verfaßt, aber von wenigen wirklich gefaßt und begriffen.“

Adolph Kolping

Warum der Krieg im Nahen Osten auch uns angeht

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Es ist eines der besten Sachbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und es könnte alles, was ihr über die zahlreichen Konflikte im Nahen Osten, wie den jüngsten Terror Krieg des IS, zu wissen glaubt, auf den Kopf stellen. Denn Simon Jacob sieht genauer hin. Mehr noch, er geht hin, hört hin, sucht bewusst das Gespräch, den Dialog mit den unterschiedlichsten Menschen in dieser Region. Er kann dies tun, weil er als Angehöriger eines weit verzweigten syrisch-orthodoxen, also christlichen Clan im Tur Abdin, im Südosten der Türkei, über Verbindungen verfügt, die bis nach Syrien und in den Irak hineinreichen. Vor einem solchen Hintergrund fällt es leichter, die "innere Stimme" zu verstehen, die Simon dazu gedrängt hat, sein bequemes Leben im Topmanagement eines großes Unternehmen zu verlassen und sich immer wieder den schmerzerfüllten Erfahrungen von Hass, Blut und Tod auszusetzen. Er will verstehen. Verstehen, warum diese uralte Kulturregion zwischen Euphrat und Tigris…