Freitag, 31. August 2012

Sehr weitsichtig, unser Gesellenvater

Unter allen menschlichen Verhältnissen steht die Ehe und die Familie nach Würde und Wichtigkeit oben an. Das Schicksal der Familie nämlich ist über kurz oder lang das Schicksal des Landes.

sel. Adolph Kolping

Wo reifen wir schneller?

Wir reifen an der Gnade mehr in den zehn Minuten, die wir in der Nähe Gottes erleben, als in den zehn Jahren, die wir fern sind von seiner Gegenwart.


Charles Haddon Spurgeon, (1834–1892), engl. Baptist

Umzug

Jedes Studium geht einmal zuende. Die nächsten Tage werde ich damit beschäftigt sein, meinen Haushalt von einem Ort zu einem anderen zu schaffen. Da das in der Regel einiges an Arbeit nach sich zieht, wird es währenddessen hier auf dem Blog etwas ruhiger.

Mittwoch, 29. August 2012

Erblühen aus dem Leid?

>>Liebe Kinder! Heute lade ich euch ein, eure Kreuze und Leiden in meinen Anliegen darzubringen. Liebe Kinder, ich bin eure Mutter und möchte euch helfen, indem ich euch die Gnade bei Gott erbitte. Meine lieben Kinder, bringt eure Leiden Gott dar, damit sie zu einer wunderschönen Blume der Freude werden. Daher, liebe Kinder, betet, damit ihr begreift, daß das Leiden zur Freude werden kann und das Kreuz zum Weg der Freude... Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid.<<
 
(aus einer Botschaft der Muttergottes von Medjugorje in der Mail einer Freundin)

Dienstag, 28. August 2012

Wenn Rapper beichten...

"Beichte" vom Album "Veto" (2011) des Münchner Rappers Tilos



[Gesehen bei Cordulchen.]

Gewissen und Bildung

ähm ja... gestern ist mir da ein bisschen der Hut hochgegangen über Priester, die in der Predigt, während der hl. Messe das Gewissen über die Kirche erheben. Und heute morgen gibt es schon eine Erwiederung darauf - auch noch von einem der Blogger Großmeister persönlich: Josef Bordat.
>>Jeder Mensch hat ein Gewissen, das zu ihm spricht. Doch das Gewissen ist lediglich eine Ressource. Sie muss gefördert werden. Denn der Mensch kann die zarte innere Stimme überhören, weil sie von anderen Geräuschen übertönt wird. Schließlich wird sie immer leiser, bis sie ganz verstummt. Gehen wir nicht durch diese Schule der Gewissensbildung werden wir moralisch gehör- und sprachlos. [...] Die Kirche bietet für die Gewissensbildung ein „Trainingsprogramm“ an. Aus ihren Vorstellungen heraus wird das Gewissen informiert und geformt, also durch das, was nach Lehre der Kirche objektiver Wertmaßstab sein sollte, weil es im Glauben der Kirche als wahr gilt. Hier zeigt sich bereits die Sollbruchstelle zur säkularen Gesellschaft: der Wahrheitsanspruch. [...] In der katholischen Gewissensbildung kommen in der Tat „Gewissen“ und „Kirche“ wirkungsvoll zusammen. Doch wie sieht sie konkret aus, diese Gewissensbildung? Es gibt viele Quellen, aus denen sich die Gewissensbildung des katholischen Christen speist und die sich im Gewissensspiegel finden lassen. Die Ethik Jesu ist dabei zentral.<<

Da fühle ich mich doch geehrt und sage einfach mal: Danke, JoBo!

Die Wahrheit findet uns

>>Das ist die große Hoffnung, die am Ende bleibt: Wir sind nicht in der Lage, die göttliche Wahrheit alleine zu finden, aber die Wahrheit, die Person ist, findet uns. Äußerlich scheint das Leben des hl. Augustinus auf tragische Weise zu enden: die Welt, in der und für die er gelebt hat, geht zu Ende, wird zerstört. Aber, wie hier bekräftigt wurde, seine Botschaft blieb erhalten, und sie hat auch die Veränderungen der Welt überdauert, denn sie kommt aus der Wahrheit und führt zur Liebe, die unsere gemeinsame Bestimmung ist<<

Papst Benedikt XVI anlässlich der Premiere des Films "Augustinus" am 2. September 2009

Montag, 27. August 2012

Gewissen vs. Hierarchie?

>>Uns Katholiken wird ja gern vorgeworfen, keine Meinung zu haben, sondern von Rom ferngesteuert zu werden, wie Marionetten. Aber wir entscheiden nach unserem Gewissen. Das Gewissen ist die oberste Instanz.<<

Immer wieder nett, wenn diese Meinung geäußert wird. *Ironie* Von einem römisch-katholischen Priester. Während der hl. Messe, in der Predigt. Wenn das Sonntagsevangelium so viele andere Interpretationsmöglichkeiten anböte... Dieses implizite 'gegeneinander-Ausspielen' von 'Gewissen' und 'Kirche'. Als ob es nicht auch so etwas wie einer Gewissensbildung bedürfe.

Arrggh!

Lobpreis am Abend


"Spiritus vivificat", Ministrantenwallfahrt nach Rom 2006
T + M: Pfr. Andreas Schätzle



Nebenbei bemerkt ist "Spiritus [est qui] vivificat" auch der Wappenspruch von S.Exz. Anton Losinger, Weihbischof in Augsburg und eines der wenigen Mitglieder des Deutschen Ethikrates, der sich, wenn auch nicht ganz im Ton eines Löwen von Münster, so doch deutlich genug zu Verstößen gegen den Schutz des Lebens (egal an welchem Ende der Lebensleiter) äußert. 

Monica über Monika




Schauspielerin Monica Guerritore über ihre Rolle als Monika, die Mutter des hl. Augustinus in der TV-Miniserie über das Leben des großen Kirchenvaters.

credo, ut intelligam

Der Titel dieses wunderbaren, leider eingestellten, Blogs kann gut als Überschrift zur Ansprache des Heiligen Vaters vor dem gestrigen Angelus gelten. Ausgehend vom Sonntagsevangelium (Joh 6, 60-69)  sprach der Heilige Vater über die Frage Jesu an die Apostel, ob auch sie von ihm weggehen würden wie viele andere Jünger, die sich enttäuscht von ihm abwandten, weil Jesus kein irdischer Herrscher sein wollte. Die Apostel aber blieben an seiner Seite, einschließlich Judas. 

>>Judas hätte eigentlich weggehen müssen, wäre er ehrlich gewesen. Er blieb nicht aus Glaube, nicht aus Liebe, sondern mit dem geheimen Plan, sich am Meister zu rächen. Warum? Weil sich Judas von Jesus verraten fühlte und beschloss, ihn seinerseits zu verraten. Judas wollte einen siegreichen Messias, der eine Revolte gegen die Römer anführte. Die größte Schuld Judas war die Falschheit, die ein Zeichen des Teufels ist.<<

Samstag, 25. August 2012

Papstbesuch im Libanon

Vom 14. - 16. September 2012 wird der Heilige Vater in den Libanon reisen, um das nachsynodale Schreiben zur Bischofssynode für den Nahen Osten vorzustellen und zu unterzeichnen. Alle Welt macht sich Sorgen, gerade im Hinblick auf die gefährliche Lage im benachbarten Syrien. Auf dem Logo für die Reise ist u.a. eine Friedenstaube abgebildet, die libanesische Bevölkerung hofft also, dass sich die kämpfenden und feindlich gesinnten Parteien von den Worten und Taten des Papsten zum Nachdenken und zur Umkehr bewegen lassen. Hoffen und beten wir mit ihnen, dass der Besuch des Heiligen Vaters viele Herzen rührt, dass ihm die Menschen guten Willens zuhören und sich zur Einsicht bewegen lassen.




Neben Mme Elsa haben sich auch die offiziellen Organisatoren der päpstlichen Libanonreise Gedanken über passende Audio/Video-Begleitung gemacht.

Smile



Freitag, 24. August 2012

Herrlichkeit aus dem Leid

Deine Stimme spricht zu meiner Seele:
Fürchte dich nicht vor meinen goldenen Kleidern
    und erschrick dich nicht vor den Strahlen meiner Kerzen,
Denn sie sind alle nur Schleier meiner Liebe,
    sie sind alle nur wie zärtliche Hände über meinem Geheimnis!
Ich will sie fortziehen, weinende Seele,
    damit du erkennst, dass ich dir nicht fremd bin:
Wie sollte eine Mutter nicht ihrem Kind gleichen?
Alle deine Schmerzen sind in mir!
Ich bin aus Leiden geboren,
    ich bin aufgeblüht aus fünf heiligen Wunden,
Ich bin gewachsen am Baum der Schmach,
    ich bin erstarkt am bittren Wein der Tränen -
Ich bin eine weiße Rose in einem Kelch voll Blut!
Ich lebe aus dem Leid, ich bin eine Kraft aus dem Leid,
    ich bin eine Herrlichkeit aus dem Leid:
Komm meine Seele und sei daheim!


(aus: Gertrud von le Fort, Hymnen an die Kirche)

Unter deinen Schutz und Schirm

...fliehen wir, oh heilige Gottesgebährerin. 
Verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöten,
sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren,
o du glorreiche und gebenedeite Jungfrau.
Unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin.
Versöhne uns mit deinem Sohne,
empfiehl uns deinem Sohne,
stelle uns vor deinem Sohne. Amen.






[Kleine Notiz am Rande: am 22. August war der Gedenktag 'Maria, Königin des Himmels'. Das Begräbnis meines lieben Papas fiel auf dieses schöne Fest. Ein Zufall? Dass ihn die Himmelskönigin in ihren Mantel einhüllt und ihn ihrem göttlichen Sohn empfiehlt, darauf hoffe ganz fest.]

Protest ja, aber bitte mit Anstand

Wohltuend in dem ganzen medialen Blätterrauschen um die als 'Protest gegen Wladimir Putin' bezeichnete Ruhestörung der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau hebt sich einmal mehr die Wortmeldung von Alexander Kissler ab.

>>Sie skandierten, je nach Übersetzung, „Scheiße, Scheiße, Scheiße des Herrn“ beziehungsweise „Scheiße, Scheiße, Gottesscheiße“. Sie mögen damit Putin gemeint haben oder Patriarch Kyrill, der zudem als „Hund“ oder „Arschloch“ apostrophiert wurde. Auf jeden Fall begingen sie Hausfriedensbruch und lästerten an kultischer Stätte. Vergleichbar wären Schimpfwörter wider einen Mufti oder einen muslimischen Staatspräsidenten in einer Moschee, vielleicht in Istanbul, oder wider einen Oberrabbiner oder jüdischen Ministerpräsidenten in einer Synagoge. Dürften solche Frondeure auch mit mutiger Solidarität in der nichtmuslimischen, nichtjüdischen Welt rechnen? [...] Zudem muss man kein Literaturwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass der gebrüllte Text der drei Frauen kein – wie es nun zu lesen ist – „Punk-Gebet“ war, sondern die Travestie eines solchen, die polemische Kontrafaktur eines Gebets. Sie kleideten ihre politische Agenda in pseudoreligiöse Formeln. Gebetsstättenstörung ist kein Gebet.<<

>>Das Strafmaß ist zu hoch, der Prozess war sehr fragwürdig und gehorchte keinen rechtsstaatlichen Standards. Fragwürdig und zu hoch sind indes auch die gratismutigen Solidaritätswellen, in deren Windschatten mancher Politiker des Westens sich als lupenreinen Demokraten nun selbst selig spricht. Schwarz und Weiß sind hier keine erhellenden Farben.<<

Mittwoch, 22. August 2012

Pie Jesu

...qui tollis peccata mundi, dona ei requiem aeternam!



"Pie Jesu" aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber
Interpreten: Sarah Brightman, Paul Miles-Kingston

Das erste Geschenk

Liebe ist das Urgeschenk. 
Alles, was uns sonst noch unverdient gegeben werden mag, wird erst durch sie zum Geschenk. 

Thomas von Aquin (1225–1274), Kirchenlehrer

Lämpchen Gottes

Ich erwartete eine Freundin am Bahnhof und sagte zu Ihm:
"Ach, dass doch Du aus diesem Zug steigen mögest..."

"Denke an mich überall. Sei meine kleine Lampe, wie diese hier am Bahnhof, wie jene auf den großen und kleinen Straßen, auf dass mein Licht überall leuchte und Lob in aller Munde sei."

(Jesus an G.B.)

Hl. Pius X, bitte für uns!

hl. Pius PP. X (Giuseppe Sarto)
Bild von vatican.va
Lieber hl. Papst Pius X.,
bitte hilf jenen Priestern, die sich auf dich berufen, aber in Gefahr sind, der Kirche, die du durch schwierige Zeiten gelenkt hast, einen Bärendienst zu erweisen, wenn sie sich weiter so hochmütig aufführen. Bitte verhilf ihnen zu der Einsicht, dass sie dem Schiff Christi, welches von Petrus gelenkt wird, nicht helfen, indem sie lauter kleine Löcher hineinschlagen. Erbitte ihnen jene Demut, die dir zu eigen war, damit sie erkennen, wie sie deinem Nachfolger, unserem guten Papst Benedikt XVI wirklich und wahrhaftig helfen können, Jesus Christus als den guten Hirten und den einzigen Kapitän des Schiffes "Kirche" zu verkünden.

Dienstag, 21. August 2012

Wer sich an Gott hält

Wer sich an Gott hält, den lässt er niemals fallen und wenn Gott hilft, geschieht das Gute trotz den Menschen. Wer aber sich selbst sucht, von dem will Gott nichts wissen und dem helfen dann auch alle bloß irdischen Mittel nicht.
(sel. Adolph Kolping)

Montag, 20. August 2012

Herr, hilf mir!

Das Wort "Herr, hilf mir!", aus voller Seele gesprochen, hilft stets.

 Carl Hilty (1833–1909), Staatsrechtler

Feder und Schwert

"Ich halte es auch nicht für widersprüchlich Dichter und Denker zu sein und gleichzeitig Soldat. In der Geschichte gibt es etliche Beispiele, in denen die Feder gegen das Schwert und wieder zurück getauscht wurde."
(Robert Sedlatzek-Müller, im Interview mit der Tagespost)

Der hl. Bernhard von Clairvaux, der große Gründervater der Zisterzienser, ist ein solches Beispiel. Er war einer größten Theologen seiner Zeit und begeisterte durch seine Klugheit, Frömmigkeit und hohe Redekunst Scharen von jungen Männern für das monastische Leben, trotz oder vielleicht gerade wegen der asketischen Lebensweise, die in den von ihm gegründeten Klöstern herrschte. Seine eher emotionale Christusfrömmigkeit, die sich auf die Verehrung von Jesu Menschlichkeit und Liebe konzentrierte, war für ihn kein Widerspruch zu dem Bestreben, die Kirche Christi auch aktiv kämpfend zu verteidigen.

Hl. Bernhard - bitte für uns!

Sonntag, 19. August 2012

Jesus - Weizenkorn und Erstlingsgabe

„Er, Jesus, das in die Furchen der Geschichte geworfene Weizenkorn, ist die Erstlingsgabe 
der neuen Menschheit, die vom Verderben der Sünde und des Todes befreit ist."


(Benedikt XVI, Angelus-Gebet in Castel Gandolfo)

Die Sache mit dem "verklärten Leib"

Eines der für mich am schwersten fassbaren Geheimnisse des Glaubens ist die Sache mit dem "verklärten Leib", den uns nicht nur Jesus auf dem Berg Tabor gezeigt hat, sondern den wir alle nach unserem Heimgang in die Ewigkeit bekommen sollen.

Evangelium nach Matthäus 17,1-9.
Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!
Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.


Aus aktuellem Anlass bringe ich einige Überlegungen, die mir als Impuls für unseren Lobpreis kamen, als am 2. Fastensonntag des letzten Jahres besagtes Evangelium vorgelesen wurde.
  • „...und er führte sie auf einen hohen Berg...“
    Berge sind in der Bibel oft Stätten der Gottesbegegnung, vielleicht weil man hinaufsteigen muss, weil der Aufstieg manchmal leicht, manchmal aber auch schwer und mühsam ist. Man muss auf den Weg achtgeben und den Blick fest nach oben gerichtet lassen, auf das Ziel, den Gipfel...auf Gott.
  • „...seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht...“
    Die Begegnung mit dem Göttlichen übersteigt alle Vorstellungskraft, alles Maß, alle Worte. Es gibt keine Vergleiche und wenn man es einmal geschaut hat, wird einem alles Irdische wie Stückwerk vorkommen. Vor dem Größten und Schönsten, das es gibt, können wir nur still sein, weil uns die Worte fehlen oder wir fangen plötzlich an zu plappern, weil wir uns vor der Großartigkeit dieses Augenblicks mehr als nur ein wenig fürchten. Aber dann kommt Jesus, nimmt uns bei der Hand und sagt: „Steht auf, habt keine Angst.“ Und wir brauchen keine Angst zu haben, denn solange ER unsere Hand hält, ist alles gut. 

  • Des Petrus Vorschlag „...drei Hütten zu bauen...“ ist einerseits irgendwie süß, zeigt andererseits aber auch die menschliche Tendenz zum Festhalten. Wir wollen es uns gemütlich machen und bleiben, wenn wir von etwas beeindruckt sind oder uns wohlfühlen. Um weitergehen zu können, um unsere (Lebens-)Aufgabe erfüllen zu können, müssen wir uns auch nach solchen Momenten immer wieder aufmachen. 

  • Die Geschichte von der Verklärung ist ein Meilenstein auf dem Weg nach Jerusalem, auf dem Weg zum Kreuz. Dennoch hat das Kreuz, der Tod, nicht das letzte Wort, wie uns hier gezeigt wird. Es ist ein Vorgeschmack auf die himmlische Herrlichkeit, die uns alle erwartet, wohl ganz anders, als Menschen es sich jemals ausmalen könnten und doch... ganz gewiss.
     
Dennoch bleibt die Frage, was nach dem irdischen Tod, dem Zerfall unserer leiblichen Hülle sein wird; wie dieser "verklärte Leib", den auch wir bekommen werden aussehen wird. Es bleibt also spannend... ;-)

Samstag, 18. August 2012

...and the Robusta 2012 goes to...

Vielen Dank für Preisauslobung und -gestaltung an den hw. Herrn Alipius!


Je eine Robusta in Gold geht an...

JoBo72's Weblog in den Kategorien Qualität, Politik und Dialog
Braut des Lammes in den Kategorien Spiritualität und Augenhonig
Elsas Nacht(b)revier in den Kategorien Papsttreue und Großmaul
Mein Leben als Rezitatorin und Morgenländers Notizbuch in der Kategorie Kultur
Huhn meets Ei in der Kategorie Frische
Was gibt's denn heute? in der Kategorie Mauerblümchen
Echo Romeo in der Kategorie Zwerchfell
Johannes R. Hanses' Weblog in der Kategorie Cocktail
Summa Summarum in der Kategorie Trägheit
und Just Wondering in der Kategorie Abseits

Für die silbernen und bronzenen "Robustae" bitte beim Herrn Alipius gucken. 

Allen Preisträgern meine herzlichsten Glückwünsche!! Im Sinne des olympischen Sportsgeists sage ich: "schön, dabei gewesen / nominiert worden zu sein" :-)

Du segnest und ziehst weiter

Dann legte Jesus ihnen die Hände auf und zog weiter. (Mt 19,15)

Du segnest und ziehst weiter. Wir bleiben zurück und wünschen uns, dass du nicht gehst, uns nahe bist, uns trägst. Sorgenvoll fragen wir: Was bleibt uns? Du segnest.  
(BR)

Freitag, 17. August 2012

Herr, es wacht Dein Wille

Herr Gott, es wacht dein Wille, ob Tag und Lust verwehn, 
mein Herz wird mir so stille und wird nicht untergehn. 


Joseph von Eichendorff (1788–1857), Lyriker

Rosenkranz-App: Betrachtungen

Phil hatte die grandiose Idee, eine Anwendung zu bauen, um den Rosenkranz auch auf mobilen Endgeräten (z.B. Smartphones oder Tablets) beten bzw. meditieren zu können. Dafür sucht er jetzt noch Leute, die zu den einzelnen Rosenkränzen (freudenreich, lichtreich, schmerzensreich, glorreich) und ihren Geheimnissen Gedanken machen und diese niederschreiben.

Da werf ich doch mal meine Hirnwindungen an und überleg mir was. Die schmerzhaften Geheimnisse sind mir von jeher sehr nah. Kann allerdings etwas dauern, hab zurzeit den Kopf ein bisschen voll.


Requiem aeternam

Kommt herzu, ihr Heiligen Gottes
eilt ihm entgegen, ihr Engel des Herrn. 
Nehmt auf seine Seele 
und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.

Christus nehme dich auf, der dich berufen hat 
und in das Himmelreich sollen Engel dich geleiten.

"Introitus" aus dem Requiem von W.A. Mozart (KV 626, 1791)


Herr, gib meinem Papa die ewige Ruhe
und das ewige Licht leuchte ihm. 
Nehmt auf seine Seele 
und führt sie hin vor das Antlitz des Allerhöchsten.

Herr, unser Gott, wir empfehlen dir unseren Bruder Walter. 
In den Augen der Welt ist er tot. 
Laß ihn leben bei dir. 
Und was er aus menschlicher Schwäche gefehlt hat, 
das tilge du in deinem Erbarmen. 
Durch Christus, unseren Herrn. Amen. 

Es geht auch anders!

Da hat sich S.Exz. Hans-Jochen Jaschke, Weihbischof in Hamburg, ein bisschen aus dem Fenster gelehnt, wenn man von den unterschiedlichen Reaktionen ausgeht, die es auf dieses Interview gab. 
Bevor mir jetzt der Vorwurf gemacht wird, von einer Sache zu reden, von der ich nichts verstehe, stelle ich jetzt hier einfach mal das Zeugnis eines jungen Franzosen ein, der selbst homosexuell empfindet und dennoch oder gerade deswegen die kirchliche Meinung zu diesem Thema nicht nur als "gerechtfertigt", sondern sogar als "menschlicher" ansieht.

>>Was zum Beispiel die Homosexualität angeht, habe ich immer der etwas schroff und trocken scheinenden Aussage des katholischen Katechismus hierzu vertraut. Auch wenn ich die Dinge nicht so ausdrücken kann wie der Papst oder sogar wie der hl. Paulus, so habe ich doch seine Meinung zur Homosexualität auf mich angewandt, als ich versuchte, sie menschlicher zu gestalten und kehrte zu meiner Kirche zurück, weil ich ihr Recht gebe und sie in ihren Positionen unterstützen möchte. 
Sie sieht die Homosexualität richtig, wenn sie sagt, dass homosexuelle Handlungen in sich ungeordnet sind. Sie hat recht, wenn sie eine keusche, ehelose Lebensweise empfiehlt. Und sie ist im Recht, wenn sie gegenüber homosexuellen Paaren und homosexuellem Verlangen skeptisch eingestellt ist.
Und dies sage ich, der ich mich mit diesem Thema in vier Büchern auseinandergesetzt habe und der ich 10 Jahre lang in einem "homo Milieu" gelebt habe! Ich sage dies nicht, weil ich eine Meinung nachplappern würde, oder mit meiner Homosexualität nicht zurecht käme. Mein Vertrauen in die Kirche - das nichts mit Kritiklosigkeit oder blinder Unterwerfung zu tun hat - wird niemals enttäuscht, weil ich fest glaube, dass sie gerecht und erstaunlich ist. Ja, ich fühle mich immer mehr als Teil dieser Familie, welche die katholische Kirche ist und ich wäre ebenso empört, wenn man meinen eigenen Großvater auf diese Weise verleumdete, nur weil er den Mut hat, über dieses Thema zu sagen, was gesagt werden muss. Wenn man die Texte Benedikts XVI liest und das, was er sagt hört, dann nimmt man wahr, dass es vor allem Frust sein muss, wenn gewisse Medien so einen Wirbel veranstalten. Er ist immer sehr aktuell.
Du schreibst, dass es oft schwierig zu verstehen ist, dass man zwischen der offiziellen Position der Kirche und der Pastoral unterscheiden muss, weil es ihm wie Heuchelei anmutet. Ich verstehe sehr gut, wenn du dieser Diskussion nicht zwischen Theorie und Praxis unterscheiden kannst, zwischen der kirchlichen Hierarchie und der Basis (auch wenn ich weiß, wie du es gemeint hast: der Vatikan muss einen moralischen Rahmen vorgeben, allgemeine Richtlinien, die dann von Fall zu Fall angepasst werden, unter Berücksichtigung der Ausnahmen, Personen, Situationen und menschlich Unvorhersehbarem). […] „Gehorchen“ bedeutet „lieben“, wenn man den Gehorsam einem guten Herrn entgegenbringt.<<


[Den ganzen Text gibt es auf padreblog.fr, für diejenigen, die des Französischen mächtig sind.]

Donnerstag, 16. August 2012

Mutter unterm Kreuz

"Stabat mater" von Antonio Vivaldi. Interpret: Philippe Jaroussky

Gebetsbitte...entweder um ein Heilungswunder oder eine gute Sterbestunde

Ich möchte niemanden nerven, aber falls einer von euch gerade ein paar Kapazitäten frei hat, würde mich sehr freuen, wenn ihr für meinen Papa beten würdet. Vergelt's Gott!

Seit gestern bekommt er Morphium und sie haben ihn als Palliativpatienten eingestuft. Das Hauptlymphom in den Bronchien wurde wohl durch die Bestrahlung größtenteils zerstört, aber jetzt hat er auch welche in den Nieren und dadurch Wasser in der Lunge, was ihm das Atmen sehr erschwert. Das mit der Bitte um eine gute Sterbestunde ist natürlich auch mit dem Wunsch begleitet, dass diese Stunde noch möglichst lange auf sich warten lässt.

Hl. Peregrin, und Pierre Goursat  - bittet für uns!

Kyrie eleison!! Dein Wille geschehe in allem!!


Mittwoch, 15. August 2012

Der Heimruf der ewigen Liebe

Deine Stimme spricht:
Der Engel des Herrn grüßte Maria,
     und sie empfing den Heimruf der ewigen Liebe.
Brich auf, Seele Mariens:
     die himmlischen Boten sind gekommen!
Sie wollen die Wiege holen, in der dein göttliches Kind lag!
Nun bette dich selbst auf dem Herzen,
     darunter sein Leben erschlummert,
Nun schmiege dich tief in die Hülle,
     die es so zärtlich umborgen!
Brich auf, Seele Mariens, brich auf in der Wiege des Höchsten!
Wie wird dier geschehen, Schneereine?
     Du sollst gen Himmel fahren.


(aus: Gertrud von le Fort, Hymnen an die Kirche)

Beten und Handeln

Wer sich bei den anhaltend beunruhigenden Nachrichten aus Syrien und anderen Krisenherden gefragt hatte, ob oder wie man neben intensiven Gebeten auch materiell helfen kann, dem sei diese Meldung des Hilfswerks Kirche in Not empfohlen.

>>Unser Hilfswerk gewährt eine weitere Nothilfe für die Not leidenden Menschen in Syrien, vor allem den Christen in der umkämpften Stadt Aleppo. Zusammen mit früheren Spenden haben wir den Flüchtlingen und Not leidenden Familien in Syrien in diesem Jahr über 200.000 Euro gewährt. Das Geld ist für Lebensmittel und Medikamente bestimmt, und diese Spende reicht nach Angaben des Bischofs von Aleppo, Antoine Audo, für die nächsten drei Monate aus.<<

 Auch wenn bei "Geld die Freundschaft aufhört", wie Bastian von Echo Romeo befürchtet, gibt es vielleicht noch einige gute Seelen dort draußen, die "den Christen in Syrien helfen möchten, aufrecht zu bleiben und sie spüren lässt, dass sie nicht alleine sind, sondern von Brüdern und Schwestern umgeben, die sie verstehen und die sie in einer tatkräftigen und uneigennützigen Weise lieben!"



 
[Hier geht es zur Seite von Kirche in Not, wo man auch direkt etwas spenden kann.]

Dienstag, 14. August 2012

Teleportation, himmlische

Neben dem hl. Maximilian Maria Kolbe ist heute auch der Gedenktag des Priesters, Häresienbekämpfers und Märtyrers Eusebius von Rom aus dem 4. Jahrhundert. Das ist eigentlich nur am Rande wichtig; wichtiger ist dieses Bild, das ich dazu gefunden habe: So ein Gewusel! Außerdem kann man förmlich sehen, wie der Heilige in einem Lichtstrahl in den Himmel hinaufgezogen wird. Sowas kannte ich bisher eher aus Science-Fiction Filmen, wenn einer mit einem 'Teleportationsstrahl' o.ä. irgendwie oder irgendwohin transportiert oder gebeamt wurde.

"Die Verherrlichung des hl. Eusebius", Fresko in der Kirche S.Eusebio in Rom
von Anton Raphael Mengs (1757)


Neben solch illustren Orten wie dem Madrider Prado oder dem Pariser Louvre hängt eines der Bilder von Anton Raphael Mengs heute in einer ländlichen Pfarrkirche im südlichen Oberallgäu :P Aber das ist eine andere Geschichte...

Sonntag, 12. August 2012

zur Nacht...zum Schutzengel

 
"Der Engel" aus den "Wesendonck-Liedern" von Richard Wagner
Birgit Nilsson, Sopran



Engel Gottes, 
mein Beschützer,
Gott hat dich gesandt, mich zu begleiten.
Erleuchte, beschütze, leite und führe mich.
Amen.

Samstag, 11. August 2012

...so klar wie das Wasser

So wird die hl. Klara von Assisi in ihrer Reinheit und Demut beschrieben in einem Lied aus dem Musical "Poverello" der Evangelisationsakademie der Gemeinschaft Emmanuel in Altötting.

Bild via kathpedia.

Freitag, 10. August 2012

"Ihr könnt mich umdrehen....

...auf der einen Seite bin ich jetzt schon gar", soll der hl. Laurentius zu seinen Peinigern gesagt haben, als sie ihn auf einem glühenden Rost folterten, weil er Christ war, und damit gewinnt er den 'Humor-in-allen-Lebenslagen'-Preis des Tages.

Hl. Laurentius. Bild via Facebook.

Außerdem soll der hl. Laurentius den Kelch des Letzten Abendmahls von Rom in seine spanische Heimat geschickt haben, um diesen in einer Zeit großer Verfolgung zu schützen. Tatsächlich wird im spanischen Valencia ein Achatkelch aufbewahrt, von dem es schon in Dokumenten aus dem 12. Jahrhundert heißt, es sei jener Kelch, um den sich auch die Gralslegende entspann. „Gral“ (eigentlich „grial“, „graal“ oder „greal“), so las ich kürzlich in einem Artikel von Michael Hesemann (Vatican Magazin 8/9/2007), ist ein Wort aus dem Altspanischen und bedeutet soviel wie „mörserförmiges Trinkgefäß“. Ein „Heiliger Gral“ ist also ein als heilig (da als Reliquie) verehrtes mörserförmiges Trinkgefäß, was der als Santo Caliz“ verehrte Kelch in Valencia in seiner ursprünglichen Form ja auch war. Interessant, wie manche Legenden und mythenhaft anmutende Geschichten manchmal einen wahren Kern offenbaren, der so ganz anders ist, als man gemeinhin annehmen möchte.

Donnerstag, 9. August 2012

"Wie Er ist" - Vortrag beim Prayerfestival

Dass sich der Heilige Vater bei Bischofsernennungen eine Menge Gedanken macht und damit meistens richtig liegt, ist allgemein bekannt!

Beweis gefällig? Dann hört mal in diesen Vortrag zu der immer aktuellen Frage "Wie ist Gott?" (bitte downloaden über: Radio Horeb / Podcast / Events / 09.08.2012 / Länge 26:07min ) von S.E. Florian Wörner, Weihbischof in Augsburg, rein.  Gehalten am 09.08.202 beim Internationalen Prayerfestival der Jugend 2000 in Marienfried. Ich sagte ja, der Mann rockt ;-)



Dauerparty im Himmel!

Irgendwie scheinen sich zurzeit die großen Gedenktage und Feste berühmter Heiliger zu häufen.Weil ich gerade den Kopf ziemlich voll hab und gar nicht mehr hinterher kam jeden einzelnen Tag entsprechend zu würdigen, kommt das hier quasi als Potpourri der Blogoezesanen. Ein kleiner irdischer Reigen, passend zu dem himmlischen.

5. August: Maria Schnee, Weihetag der Basilika S. Maria Maggiore in Rom
bei Pro Spe Salutis 
S. Maria Maggiore, Rom. Bild bei wiki commons

6. August: Fest der Verklärung Christi
bei Pro Spe Salutis
"Verklärung Christi", Wandbild in  St. Marien Gengenbach

7. August: hl. Afra, Märtyrerin, Bistumspatronin in Augsburg
bei eumloquatur

hl. Afra. Bild von hier

8. August: hl. Dominikus Gúzman, Gründer der Dominikaner
bei Braut des Lammes und Beiboot Petri

hl. Dominikus von Fra Angelico. Bild von hier.

9. August: hl. Theresa Benedicta a Cruce (Edith) Stein, u.a. Patronin Europas
bei Mme Elsa und Braut des Lammes

hl. Teresa Benedicta a Cruce. Bild von hier.


Und dieser Reigen hört bis Mariä Himmelfahrt nicht mehr auf (und geht natürlich jeden Tag weiter)
10. August: hl. Laurentius 

11. August: hl. Klara von Assisi, Gründerin der Klarissen

12. August: hl. Johanna-Franziska Frémyot de Chantal, Gründerin (mit Franz von Sales) der "Salesianerinnen"

13. August: hll. Pontianus und Hyppolyt, Papst und Gegenpapst, die sich versöhnt haben

14. August: hl. Maximilian Maria Kolbe, Märtyrer und (für einen gewissen Generalkapitän) Eusebius von Rom, der den Arianismus bekämpfte

Beten ist wie Fahrradfahren

dachte ich mir gestern, als ich auf einer kleinen Radtour war. Manchmal plätschert es so dahin in der Ebene, manchmal hat man einen richtigen Lauf, wie wenn es bergab geht und manchmal hat man Steigungen und muss richtig strampeln. Und wenn man aufhört zu treten, geht es nicht mehr weiter. 

Das Motto des gestern zuende gegangenen European Youth Forums war Keep the faith! und das möchte ich all denen zurufen, die gerade schwierige Situationen, Leiden, Krankheiten durchleben.




Den dazu passenden (sagenhaften!) Vortrag von Pfr. Markus Wittal gibt es bei Radio Horeb und die Video Tagebücher hat die Pfarrhaushälterin von "Was gibt's denn heute?" dankenswerterweise online gestellt.

Dienstag, 7. August 2012

Gebetskerze...im Auftrag

Eugenie Roth berichtet von einem "Mobbing Opfer" und bittet um Gebet.
<<Ich habe eine Kollegin, die es nicht beim "normalen" Mobbing belässt. Wenn sie zum Chef geht und der ihr glaubt, kann ich nicht nur gehen, sondern brauche mich in meinem Leben auch nirgends mehr zu bewerben ...>>
Dies ist eine Dauer-Gebetsbitte bis das Ganze vorbei ist. 

Da beten wir doch gerne mit!

In die Kleinigkeiten des Alltags Liebe hineinlegen.


Am fernen Horizont scheinen Himmel und Erde sich zu vereinigen. Vergiß aber nicht, daß der wahre Ort, an dem sie miteinander verschmelzen, dein Herz ist: das Herz eines Kindes Gottes. (Die Spur des Sämanns 309)

"Ich versichere euch, wenn ein Christ die unbedeutendste Kleinigkeit des Alltags mit Liebe verrichtet, dann erfüllt sich diese Kleinigkeit mit der Größe Gottes. Das ist der Grund, warum ich immer und immer wieder betone, daß die christliche Berufung darin besteht, aus der Prosa des Alltags epische Dichtung zu machen." (Gespräche mit  Msgr. Escrivá de Balaguer 114-116)

Go ahead!

HT an Ew. Sr. Robusta und Hw. Herr Alipius :-)


Zur Abstimmung bitte hier entlang.

Montag, 6. August 2012

... noch bis Mittwoch

Herzlich möchte ich mich der Einladung von Cordulchen anschließen. Seit Freitag, 03. August und noch bis Mittwoch, 08. August läuft in Altötting das Europäische Jugendforum der Gemeinschaft Emmanuel.
Bild und weitere Info hier.
 
Für alle Daheimgebliebenen oder "nicht-mehr-ganz-so-Jugendlichen" gibt es Live-Übertragungen des Morgenlobpreis, der verschiedenen Vorträge und des Abendprogramms bei Radio Horeb und hier.

Youcat.tv - 08/2012

Youcat.tv von der Sankt-Ulrich-Mediengruppe und dem Youcat Zentrum in Augsburg.





Diesmal mit folgenden Themen:
  • Jugendfestival "Geist und Leben" in St. Ottilien
  • Jugendwallfahrt zur Wieskirche
  • Das "Youcat - Kreuz" entsteht
  • Frage des Monats August: Wozu brauchen wir, um gut und richtig leben zu können, den Glauben und die Sakramente? (YC 279)

Kommt abstimmen!

Nachdem die ersten Sonderpreise vergeben sind, geht die "Robusta 2012" in die nächste Runde. Der Herr Alipius hat dankenswerterweise wieder die Talarärmel hochgekrempelt und die Abstimmungslisten erstellt. Und jetzt darf abgestimmt werden!! 

Die Regeln sind einfach:
Pro IP gibt's eine Stimme, abgestimmt werden darf bis zum Abend des 17. August.
Es folgen die 14 Kategorien. Um zum jeweiligen Poll zu gelangen, einfach auf den Namen der Kategorie klicken. Unter jeder Kategorie stehen - wie angekündigt - nochmals alle für diese Kategorie nominierten Blogs, falls jemand nochmals zur Sicherheit vor der Abstimmung einen letzten Blick werfen möchte.

Dieses Blog ist übrigens auch nominiert - vielen Dank! - und darf deswegen auch gewählt werden :-) In den Kategorien Papsttreue und Frische

Abstimmen dürfen übrigens ganz ausdrücklich auch Blog-Leser. Man will ja schließlich ein repräsentatives Ergebnis erreichen.


Sonntag, 5. August 2012

Dürfen wir uns freuen?

<<Darf man sich eigentlich so freuen, wenn die Welt so voller Leid ist, wenn es so viel Dunkles und Böses gibt? Ist es dann erlaubt, so übermütig und fröhlich zu sein?

Und die Antwort kann nur lauten: Ja! – Denn mit dem Nein zur Freude dienen wir niemandem, machen wir die Welt nur dunkler. Und wer sich selbst nicht mag, kann auch dem anderen nichts geben, kann ihm nicht helfen und kann nicht ein Bote des Friedens sein. Wir wissen es aus dem Glauben und wir sehen es jeden Tag: Die Welt ist schön, und Gott ist gut. Und dadurch, daß er als Mensch unter uns hereingetreten ist, mit uns leidet und lebt, wissen wir es endgültig und handgreiflich: Ja, Gott ist gut, und es ist gut, ein Mensch zu sein. Wir leben aus dieser Freude, und aus dieser Freude heraus versuchen wir auch, anderen Freude zu bringen, dem Bösen zu wehren und Diener des Friedens und der Versöhnung zu sein.>>


[aus der Ansprache von Papst Benedikt XVI an die Gäste aus Bayern in Castel Gandolfo]

Samstag, 4. August 2012

Treue Christi

 - Treue des Priesters: unter diesem Leitspruch stand das "Priesterjahr" 2009/2010, das dann auf so tragische Art überschattet wurde. Dabei hatte der Heilige Vater wirklich einen in aller Einfachheit eindrucksvollen Heiligen als leuchtendes Beispiel über dieses Jahr gesetzt: Jean-Marie Baptiste Vianney, der Pfarrer von Ars.  Am 4. August 1859 endete sein arbeitsames Priesterleben und im Himmel muss ein großes Fest gewesen sein, bei der Ankunft eines so eifrigen Hirten!

<<Johannes Maria Vianney wurde am 8. Mai 1786 in dem kleinen Dorf Dardilly in einer Bauernfamilie geboren, die arm war an materiellen Gütern, aber reich an Menschlichkeit und Glauben.[...] Die Biographen berichten, daß er von frühester Jugend an versuchte, auch bei der Verrichtung der bescheidensten Aufgaben den Willen Gottes zu erfüllen. Im Herzen hegte er den Wunsch, Priester zu werden, aber es fiel ihm nicht leicht, ihn zu verwirklichen. Erst nachdem er nicht wenige Widrigkeiten und viel Unverständnis überwunden hatte, gelangte er zur Priesterweihe, dank der Hilfe weiser Priester, die nicht bei der Betrachtung seiner menschlichen Grenzen stehenblieben, sondern darüber hinausblickten und intuitiv den Horizont der Heiligkeit wahrnahmen, der sich in diesem wirklich einzigartigen jungen Mann abzeichnete. So wurde er am 23. Juni 1815 zum Diakon geweiht und am 13. August desselben Jahres zum Priester. Im Alter von 29 Jahren konnte er endlich nach vielen Ungewißheiten, nicht wenigen Mißerfolgen und vielen Tränen an den Altar des Herrn treten und seinen Lebenstraum verwirklichen.
Hl. Jean-Marie Baptiste Vianney, Pfarrer von Ars-sur-Formans.
 Der heilige Pfarrer von Ars bewies stets große Hochachtung vor dem Geschenk, das er erhalten hatte. Er sagte: »Wie großartig ist doch das Priestertum! Man wird es erst im Himmel wirklich verstehen … und verstünde man es auf Erden, so würde man sterben, nicht vor Angst, sondern aus Liebe!« Als kleiner Junge hatte er sich auch der Mutter anvertraut: »Wenn ich Priester wäre, wollte ich viele Seelen gewinnen«. Und so war es. Im Hirtendienst, der ebenso einfach wie außergewöhnlich fruchtbar war, konnte dieser unbekannte Pfarrer eines abgelegenen Dorfes in Südfrankreich sich so sehr mit seinem Priesteramt identifizieren, daß er – auch sichtbar und allgemein erkenntlich – zum »alter Christus« wurde, zum Bild des guten Hirten, der im Gegensatz zum bezahlten Knecht sein Leben hingibt für die Schafe (vgl. Joh 10,11). Nach dem Vorbild des guten Hirten gab er in den Jahrzehnten seines priesterlichen Dienstes sein Leben hin. Seine ganze Existenz war eine lebendige Katechese, die ganz besondere Wirkkraft bekam, wenn die Menschen sahen, wie er die Messe feierte, in Anbetung vor dem Tabernakel kniete oder viele Stunden im Beichtstuhl verbrachte.>>



[aus der Generalaudienz vom 5. August 2009]

Donnerstag, 2. August 2012

Vom Beten der Kirche

Deine Gebete sind kühner als alle Gebirge der Denker!
Du baust sie wie Brücken ins Uferlose, 
    du lässt sie wie Adler ins Schwindelnde steigen. 
Wie Schiffe sendest du sie in Meere des Unbekannten, 
    wie große Seeschiffe in Wildnisse voller Nebel. 
Der Welt graut bei deinen gefalteten Händen, 
    und ihr ist bange bei der Inbrunst deiner Knie, 
Ihre Lippen spotten vor Angst, 
    und sie verriegelt sich in den Kammern ihrer Zweifel, 
Denn du gibst sie der Ewigkeit preis bei lebendigem Leibe 
    und heißt ihre Jahre verwesen, ehe sie vorüber: 
Siehe, die Straßen, die von deinem Munde führen, 
    sind Straßen ins Jenseits, 
    und wohin deine Seele sich streckt, ist aller Kreaturen Ende!
Du aber kommst als eine Geschmückte aus der Wüste wieder
    und als eine Erleuchtete aus den Flügeln der Nacht!
Du aber kommst als eine Lebendige aus dem Abgrund
    und als eine Erhörte aus dem ewigen Schweigen. 
Du kommst aus der Vernichtung wieder als eine, 
    die Kraft fand, 
    und kommst aus dem Unsichtbaren wieder als Gestalt. 



[aus: Gertrud von le Fort: Hymnen an die Kirche]

Mittwoch, 1. August 2012

Fünf Ringe und ein Kreuz

Eigentlich hatte ich gedacht die olympischen Sommerspiele in London dezent übergehen zu können - es interessiert mich halt ehrlich gesagt nicht so sehr - aber dank Cordulchen von o crux ave komme ich jetzt doch nicht um eine Meldung drumherum.


Die olympischen Spiele und ihre Teilnehmer werden dieses Jahr also auch im Gebet begleitet. Vor Ort, sichtbar und fröhlich glaubend, auch durch das Josua Camp.

Grande Perdono d'Assisi

oder der "Portiunkula-Ablass". Geht darauf zurück, dass der hl. Franziskus eines Abends in der Portiunkula Kapelle betete und dabei spürte,  wie Jesus ihn aufforderte, zum Papst zu gehen und ein damals unerhörtes Privilegium zu erwirken - den großen Portiunkulaablass. Papst Honorius III. gewährte ihm den Ablass.
Kreuz von San Damiano. Bild von hier.

Am 2. August, also morgen, oder am darauf folgenden Sonntag – ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages – kann er in Pfarrkirchen oder Kirchen des Franziskanerordens als vollkommener Ablass unter den üblichen Bedingungen gewonnen werden.

Die üblichen Ablass Bedingungen sind: 
 - Beichte
- aufrichtige Reue (Abkehr von jeder Anhänglichkeit an die Sünde)
- Kommunionempfang
- Gebet in der Meinung des Heiligen Vaters (z.B. das "Credo" oder das "Vater unser")


Entgegen aller Vorurteile und Unkenrufe ist der Ablass nicht (mehr) mit irgendwelchen materiellen Gaben verbunden, sondern es ist einfach ein Mittel, das uns hilft, die Verflechtungen des Lebens hier auf Erden und in der Ewigkeit besser zu verstehen. Alles was wir tun oder lassen hat Konsequenzen, manche mehr, andere weniger spürbar. Ein Ablass kümmert sich um die Folgen unserer Sünden die wir nicht sehen, er bedeutet die Nachlassung von Sündenstrafen, die Gott auf die Fürbitte der Kirche gewährt. Papst Benedikt XVI drückt das natürlich viel besser und klarer aus, in dem Nachsynodalen Schreiben "Sacramentum Caritatis":
"Die Inanspruchnahme der Ablässe hilft uns verstehen, daß wir allein mit unseren Kräften niemals imstande wären, das begangene Böse wiedergutzumachen, und daß die Sünden jedes Einzelnen der ganzen Gemeinschaft Schaden zufügen. Darüber hinaus verdeutlicht uns die Ablaß-Praxis, da sie außer der Lehre von den unendlichen Verdiensten Christi auch die von der Gemeinschaft der Heiligen einschließt, „wie eng wir in Christus miteinander vereint sind und wie sehr das übernatürliche Leben jedes Einzelnen den anderen nützen kann“.  Da ihre Form unter den Bedingungen den Empfang des Beichtsakramentes und der Kommunion vorsieht, kann ihre Übung die Gläubigen auf dem Weg der Umkehr und bei der Entdeckung der Zentralität der Eucharistie im christlichen Leben wirkungsvoll unterstützen."

Benedikt XVI - Schule des Gebets: hl. Alfons Liguori

Bei strahlendem Sonnenschein sprach der Heilige Vater  in Castel Gandolfo heute über das Gebet und was der hl. Alfons Maria Liguori darüber sagte.

Dieser Heilige, der auch ein Patron der Beichtväter ist, sagte oft, dass "wer betet, sicher gerettet wird!" Alleine sind wir oft zu schwach und unsere Beziehung zu Jesus trocknet ein, wir müssen also mit ihm sprechen und dürfen, ja sollen ihn um alles bitten, denn nur mit der Gnade Gottes können wir das Gute tun und diese Gnaden schenkt er uns, wenn wir beten. Ja, der hl. Alfons ging sogar noch etwas weiter, indem er sagte, dass man sich nicht wundern bräuchte, wenn man nicht betete und dann schwach würde und nicht weiterkäme im Glauben. Wir müssen nur Vertrauen haben und den ersten Schritt in das Gebet, dieses Gespräch "von Schöpfer und Geschöpf" tun und dann erschließt sich auch uns der Reichtum eines Lebens mit Gottes Gnade.