Beitrag der Woche

Geistliche Kommunion III

Du bist höher als der Himmel und höher als die Welt, da sich der Schöpfer der Welt für Dich zum Kaufpreis dahingegeben. Was kann der an Dir ...

Dienstag, 29. September 2015

Donnerstag, 24. September 2015

Kardinal Marx: "Verbloggung führt zu Verblödung"


Kardinal Marx kennt keine Blogs, sagt aber, dass sie "zur Verblödung führen" und wirft katholischen Bloggern vor, lediglich Selbstbestätigung zu suchen und Dialog zu verweigern. 

Ja, ne, ist klar!

Montag, 21. September 2015

Hilfe! Montag!


Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe: Flüchtlinge, Dialogprozess, Barmherzigkeit und Familie

>> Vom 21. bis 24. September 2015 findet in Fulda die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz statt. An ihr nehmen 65 Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz unter Leitung des Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, teil.

Während der Herbst-Vollversammlung werden die Bischöfe über die aktuellen Herausforderungen der Flüchtlingsproblematik sprechen. In den beiden ersten Tagen werden sie sich mit Experten aus der Flüchtlingsarbeit, kommunalen Vertretern und ehrenamtlichen Helfern beraten. Weitere Schwerpunkte der Vollversammlung sind der kurz zuvor beendete Dialogprozess der Deutschen Bischofskonferenz sowie die Planungen zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. Außerdem steht auf der Tagesordnung die Vorbereitung der Weltbischofssynode in Rom unter dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“.<<  So steht es auf der offizielle Seite der DBK. Über das Programm informiert ein Flyer.

Besonders wenn man verschiedene Bemerkungen der deutschen Teilnehmer im Vorfeld der Weltbischofssynode (Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof Heiner Koch, Bischof Franz-Josef Bode) betrachtet, ist intensives und begleitendes Gebet das Mittel der Wahl. (Und nicht Jammern und mit-Finger-zeigen).

Oremus! 

St. Martin in Idstein - meine neue Kirche?

St. Martin, von außen.
Den Fabrik-, ähm, Kirchturm lassen wir eher unerwähnt. 

Das Kirchenschiff.
Suchbild: Wo ist das Kreuz?

Maria, mit deiner Hilf sieh uns an! 
Eine Martinsikone.
Das einzige, was mir hier gefällt. Bin ich altmodisch?

Samstag, 19. September 2015

Marsch für das Leben 2015

[Update!] 
Von den verehrten Bloggerkollegen waren da und haben berichtet: der kingbaer, die Rezitatorin und Dichterin, der JoBo, die Suse (leicht lädiert, aber mit edlem Ritter), Maria (als relativ neue Stimme)

"Für ein Europa ohne Euthanasie und Abtreibung" ist das Motto des Marsches für das Leben, der heute zum 11. Mal viele Menschen durch Berlin führen wird. Ich hoffe, wer auch immer Zeit und Gesundheit genug hat, ist heute in Berlin, vor dem Bundeskanzleramt. Lasst uns ein Zeichen setzen gegen eine gesellschaftliche Atmosphäre, in denen Menschen nach Nützlichkeit für andere beurteilt und aussortiert werden, wobei dafür dann auch die christliche Barmherzigkeit missbraucht werden soll.

Stehen wir auf für das Leben, jeden Lebens!

Freitag, 18. September 2015

Papst Franziskus reist nach Kuba und die USA - Beten wir für ihn

Mittwoch, 16. September 2015

28.09.2015 starten die Peacemaker in Istanbul


Ab sofort und für die nächsten Monate seht ihr links oben in der Sidebar das Logo der Globalo Youth Peacemaker Tour, die --> hier vorgestellt wurde. Ein kleines Zeichen meiner Unterstützung dieses Projekts, dessen Budget von ca. 30.000 € noch nicht ganz erreicht ist. Daher freuen sich Simon und seine Reisegefährten auch über Spenden. Bisher hat Simon viel aus eigener Tasche vorgestreckt und ehrenamtliche Helfer investieren ihre Zeit, um das Projekt zu realisieren. Auch hier gilt natürlich das bewährte Fundraiser-Motto "Jeder Euro hilft!" Spendenquittungen können ausgestellt werden, Bankdetails findet ihr --> hier.

Aber auch durch weitersagen, liken, teilen, kommentieren auf facebook und twitter könnt ihr eure Unterstützung zeigen. Terroristen nutzen nur zu gern die Vorteile der sozialen Medien, halten wir ihnen etwas entgegen und zwar ohne uns gegeneinander zu zerfleischen.

Dienstag, 15. September 2015

Arthur Maximilian Miller über Gertrud von le Fort

"Eine Gestalt von kleiner Statur, in ein schlichtes, vornehmes, graues Kleid gehüllt, aus dessen leicht gebauschten Ärmeln ihre zierlichen Unterarme und Hände hervorkamen, die fast etwas Kindliches hatten. Das geistvolle Gesicht mit der adeligen Nase, der hohen Stirn, den feinen, empfindsamen Zügen zwischen den starken Brauen, von einer hochfrisierten Wolke silbernen Haares umgeben, der Mund von pretiöser Entschiedenheit. Das ganze Haupt wie das gesammelte Bildnis einer langen Reihe adeliger Geschlechter, die hier noch einmal die Essenz ihres Geistes ausgegossen hatten. Das Seltsamste aber waren die Augen, die eine graue, kristallartige Helle ausstrahlten und wie von einem lichten Ring umgeben waren. Man sah in sie hinein, ohne irgendwie darinnen Halt zu finden, sie sprühten weder von Feuer noch leuchteten sie vom wärmenden Glanz der Seele, sie hatten etwas Unberührbares und Unbegreifbares. Sie waren nicht forschend und durchdringend, wie ich geglaubt hatte, auch nicht warm entgegenkommend oder fraulich umschließend, weder kühl noch warm, sondern freundlich, höflich, von distanzierter Herzlichkeit."

So beschreibt Arthur Maximilian Miller seinen ersten Eindruck von Gertrud von le Fort aus dem April 1941. Die berühmte Dichterin, die im Oktober desselben Jahres ihren 65. Geburtstag feiern würde, war der Gesundheit wegen ins Allgäu gezogen. Fast 25 Jahre trennten sie von dem schwäbischen Lehrer und Heimatdichter und doch erkannten diese beiden einander als Freunde, die sich nicht nur menschlich sympathisch waren, sondern einander auch literarisch zu bereichern verstanden. Miller hat 1976, fünf Jahre nach dem Tod der Dichterin, ihre schriftlichen und leibhaftigen Begegnungen in seinen "Briefen der Freundschaft mit Gertrud von le Fort" festgehalten.
Darin fragt er dann auch: "Wer war diese Frau?
War sie eine Seherin, eine Botin Gottes im Gewande der Dichterin? War sie gesandt, die Dichtkunst über sich hinauszuführen in eine Sphäre, in der nicht die Musen, sondern Engel, große, alles durchschauende Engel, sie inspirierten?"

Dienstag, 8. September 2015

Auch Mütter waren mal klein

Diese Statue der kleinen Maria mit ihrer Mutter Anna
steht in der Pfarrkirche Oberstdorf. 

Bilder einer Ausstellung

Eine Kurzgeschichte
(Miriam Moißl, 2004)

Rot, grün, blau, gelb, rot, grün, blau, gelb – wie ein Kaleidoskop ziehen die Farben an ihm vorbei, ohne mehr zu hinterlassen, als flüchtige Impressionen. Auch Motive wechseln sich in schneller Folge ab – ein fröhlicher Blumenstrauß dort links, Pferde auf einer Wiese dort neben der Tür, sogar das düstere Panorama einer aufstrebenden Industriestadt ist zu sehen und natürlich fehlt auch das berühmteste Bild Edvard Munchs nicht, das in den knalligsten Farben die Verzweiflung der ganzen Welt hinausschreit. Seit einem Monat kommt er Tag für Tag in die Ausstellung, immer um dieselbe Zeit, um 16.00 Uhr und geht durch die klimatisierten Räume, auch dies immer auf dieselbe Weise: zuerst bist ganz nach hinten durch, um sich dann gewissenhaft nach vorne durchzuarbeiten. Natürlich fingen meine Kollegen irgendwann an zu tuscheln über diesen älteren Herrn, der jeden Tag hierher kommt, um sich eine Kunst anzusehen, die aus einer sehr rebellischen Jugendhaltung heraus entstanden ist, aber warum auch nicht? Dies war eine kostenlose Dauerausstellung und Kunst ist Kunst, dachte ich bei mir. Außerdem wirkte dieser Herr auch nicht wie ein Penner oder Einbrecher: zwar schon älter, aber noch nicht gebückt gehend. Die Kleidung hatte wahrscheinlich schon bessere Tage gesehen, war aber immer noch korrekt und am Ringfinger der rechten Hand trug er einen unauffälligen Goldring, obwohl man ihn nie in weiblicher Begleitung sah. Ein älterer Witwer wohl, wie es sie so oft gibt. Ein Mann, an dem man vorbeigeht, wenn man ihn nicht persönlich kennt.

Herr Schneider ging durch die Münchner Innenstadt. Frauenkirche, Marienplatz, Rathaus, all diese Gebäude, die bei den Touristen so beliebt sind, ließ er hinter sich und bog in eine Seitengasse ein, wo er auf ein altes Haust zuhielt, an dem schon die Farbe abbröckelte. Ein Fremder hätte ihn wohl für zielstrebig bezeichnet und er hätte recht gehabt, dachte Herr Schneider, als er unter dem Türschild durch ging, das in denselben schreiend bunten Farben, die auch innen vorherrschten, eine expressionistische Dauerausstellung ankündigte. Alles war wie immer: Die geflüsterte Worte „er ist wieder da“, die wie eine stille Post von Ohr zu Ohr liefen, sowie die im Museum übliche Ruhe, die ihm entgegentönte und ihn willkommen hieß. Auch die Farben – rot, grün, blau, gelb – die über ihn hinwegspülten und ihn einhüllten, umgaben ihn wie immer mit ihrer Klarheit, die in so krassem Gegensatz zu den angedeuteten oder verfremdeten Motiven stand. Wieder begann er seine Runde durch die Räume und wartete darauf, dass sich die Ruhe einstellen würde, die er sonst immer hier empfand, umgeben von der Art von Kunst, die Sybill immer so geliebt hatte. Doch diesmal bleibt sie aus. Er bleibt vor einem Bild des französischen Künstlers Robert Delauney stehen; scheint es zum ersten Mal bewusst wahrzunehmen: die roten, gelben, orangen, blauen und grünen Kreise und Spiralen scheinen ihn zu rufen, ihn in sich hineinzusaugen, ihm dem Boden unter den Füßen zu nehmen. Er schwankt und will zu Boden sinken, doch die bunten Kreise halten ihn fest, lassen es nicht zu, dass er geht, scheinen ihm etwas sagen zu wollen, eine Botschaft, die er nicht versteht. Und dann sind da plötzlich andere Bilder vor seinen Augen. Der kühle Ausstellungsraum mit seinen gelb-weißen Wänden und knallig-bunten Bildern ist verschwunden und er sieht den Dachboden seines Elternhauses im Dämmerlicht liegen und ganz hinten an der Wand, fast versteckt von unzähligem Gerümpel beiseite – er merkt gar nicht, dass er schwitzt, dass er sich verletzt; er muss diese Kreise befreien. Je näher er kommt, umso deutlicher riecht er den Geruch der Ölfarbe, sieht die einzelne Pinselstriche, hingekleckst, man merkt aus der Nähe nichts mehr von der Wirkung, die dieses Bild aus der Entfernung hatte. Da spürt er auf einmal ein beharrliches Klopfen auf seiner Schulter und jemand ruft ihn „He, Sie da, hallo Sie!“ Wieder und wieder. Er wundert sich, dass die Person, die ihn da anruft, seinen Namen nicht kennt. Mühevoll öffnet er die Augen, nicht bewusst, dass er sie überhaupt geschlossen hatte und findet sich plötzlich auf einer weißen Krankenliege wieder. Um ihn herum stehen plötzlich so viele Menschen, die ihn mit besorgten Mienen mustern und das Aufsehen, das er offensichtlich erregt, ist ihm peinlich. Also erhebt er sich von der Liege und löst sich ungeachtet des Protestes dieser wohlmeinenden, fremden Menschen aus ihrer Menge und geht davon. Fast scheint es, als ob er vor irgendetwas auf der Flucht sei. Und so bemerkt er auch die Person nicht, die ihm seit seinem Abgang aus dem Museum wie ein Schatten folgt.

Ich wunderte mich nicht, als der ältere Herr wieder da war und seine Runde durch die Räume abschritt, doch als ich ihn dann vor dem Delauney liegen sah machte ich mir doch Sorgen, es hätte ja alles Mögliche sein können. Anscheinend hatten noch mehr meiner Kollegen diesen Eindruck, denn plötzlich stand da die Krankentrage für die Notfälle bereit und irgendwer hievte den Mann darauf. Ich versuchte ihn anzusprechen, was auch gelang, doch mit dem was daraufhin geschah, hatte wohl niemand von uns gerechnet. Gerade hatte er noch ein Bild des Jammers geboten, wie er da bewusstlos gelegen hatte, doch von einem auf den anderen Moment erhob er sich und ging eilig davon, fast als befürchte er aufgehalten zu werden. Beunruhigt durch dieses seltsame Benehmen und wohl auch aus Neugierde auf den Menschen ging ich ihm nach, wobei ich immer darauf bedacht war, einen passenden Abstand zu wahren, dass er mich nicht bemerkte. Wir durchquerten die Münchner Innenstadt und ich wunderte mich über die Zielstrebigkeit, die der Mann an den Tag legte, so als wisse er genau wohin er wolle. Altstadt, Innenstadt, rechtes und linkes Isarufer – all dies flog nur so an uns vorüber, bis das Objekt meiner heimlichen Observationstätigkeiten vor den schmiedeeisernen Gittern eines kleinen aber gut gepflegten Friedhofes stehen blieb. Er atmete einmal tief ein und aus, wie ein Krieger, der einen schweren Kampf zu bestehen hat, dann beschritt er ebenso entschlossen die sauber geharkten Kieswege, wie er zuvor die Stadt durcheilt hatte. Da es auf den verschlungenen Friedhofspfaden recht schwierig war den Mann im Auge zu behalten, geriet er erst wieder in mein Blickfeld, als sich die Bäume etwas zu lichten begannen. Die Szene ähnelte derjenigen im Museum, doch statt vor einem Bild stand er vor einem Grabstein, auf dem der Name Sybill Schneider und Lebensdaten eingraviert waren, die andeuteten, dass jene Sybill nicht allzu alt geworden sein konnte. Ein Kindergrab also und ein älteres noch dazu. Die Tochter konnte es wohl nicht sein, dazu waren die Daten schon zu lange her. Vielleicht die Schwester? Was wohl geschehen sein mochte?

Ihm schwirrt der Kopf und das Blut rauscht schneller durch seine Adern und dies alles nur wegen einiger bunter Kreise, die ihm sogar hier, in diesem Refugium des Friedens keine Ruhe lassen. Denn noch nie hatte er die Farben der Blumen – rot, blau, gelb, orange – mit einer solchen Intensität wahrgenommen. Fast scheint es, als verspotteten sie ihn mit ihrer Leuchtkraft. Ganz in solche Gedanken versunken, merkt er gar nicht, dass er sich bückt und wahllos Blumen aus seinem nächsten Umkreis ausreißt. Den prächtigen, bunten Blumenstrauß der dabei entsteht, bemerkt er erst, als er ihn wie immer auf das Grab legt, einige Schritte zurück geht, um das Bild auf sich wirken zu lassen: der graue Stein und die bunten Blumen. So war auch Sybill gewesen, eine knallbunte, lebendige Blume in einer grauen erstarrten Welt, die dann am Ende gewonnen hatte. Eigentlich typisch, dass sie ausgerechnet eine so extrovertierte Ausdrucksform wie die expressionistische Malerei gewählt hatte, um sich bemerkbar zu machen. Er hatte sie immer ermuntert, ihr Leben lang, aber wohl nicht genug. Wie sonst wäre es zu erklären, dass es heute in der Ausstellung zu einem solchen Eklat gekommen war? Es schüttelt ihn immer noch, wenn er daran denkt. Würde er je lernen, diese Bilder zu verstehen? Oder müsste er auf ewig mit diesem Makel behaftet durchs Leben gehen? Im Bewusstsein, dass Sybills Tod sein Verschulden, sein fehlendes Verständnis gewesen war? Er seufzt. Dann dreht er sich mit einem Ruck um und geht mit festen Schritten über die Kieswege zurück, denselben Weg, den er gekommen war. Er würde nie wieder hierher kommen.

Sonntag, 6. September 2015

Der Papst zu Krieg und Flüchtlingen

Analog zur Aussage Jesu aus dem Evangelium "Was ihr dem Geringsten eurer Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" empfahl der Papst beim heutigen Angelus: "Jede Pfarrei, jede Gemeinschaft, jedes Kloster in Europa sollte mindestens eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen und meine Pfarrei in Rom wird damit anfangen."

Donnerstag, 3. September 2015

Papst vergibt Abtreibung?

So oder ähnlich lauten die Schlagzeilen der letzten Tage. So gesehen auf tagesschau.de, im Spiegel, aber auch in der Zeitung Die Welt und Die Süddeutsche. Dabei wird teilweise so getan, als ob das jetzt die große Sensation wäre, das Zeichen der Lockerung, welches Franziskus einer rigiden Kirche entgegenhalte. *Gähn*
Tatsächlich ist das "Drama der Abtreibung" nur ein Punkt in einem Schreiben des Heiligen Vaters an Erzbischof Fisichella, in dem er die Regelungen des Ablass im außerordentlichen Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit festlegt, damit "das Jubiläum eine lebendige Erfahrung der Nähe des Vaters sei, seine Zärtlichkeit gleichsam mit Händen greifen zu können, damit der Glaube aller Gläubigen gestärkt und so das Zeugnis stets wirksamer werde". In diesem Schreiben geht es zunächst um die verschiedenen Möglichkeiten, den Jubiläumsablass zu erlangen, auch für Kranke und Gefangene. Dass er dann allen Priester im Jubiläumsjahr die Vollmacht gewährt "von der Sünde der Abtreibung jene loszusprechen, die sie vorgenommen haben und reuigen Herzens dafür um Vergebung bitten", scheint mir weniger ein Aufweichen (wie es mancher befürchten mag), als vielmehr ein Bekräftigen der kirchlichen Lehre     zum Schutz des menschlichen Lebens zu sein. Denn um Vergebung zu erlangen, muss man erst einmal darum bitten. Und vor dieser Bitte steht zumeist die Einsicht, dass das was man gemacht falsch war. Allein diese Einsicht scheint ja gerade beim Thema Abtreibung eine regelrechte Provokation für Leute zu sein, die meinen, auf dieses "Menschenrecht" einen wie auch immer gearteten "Anspruch" zu haben.

Die wahre Schlagzeile müsste also lauten: "Papst hält daran fest, dass Abtreibung eine Sünde ist. Aber Gott verzeiht, wenn wir bereuen."

Mittwoch, 2. September 2015

Unter Friedensstiftern

Die Peacemaker Tour wurde am Sonntag, 30.08.2015, vorgestellt.

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen" heißt es in einem gebräuchlichen Sprichwort. Das bezieht sich dann meist auf hinterher. Dass auch vor Reiseantritt bereits einiges bekannt gegeben werden kann, bewiesen die "Peacemaker" (dt. Friedensstifter) am Sonntag, 30.08.2015 bei der Infoveranstaltung in der syrisch-orthodoxen Gemeinde Augsburg.

Fotograph: Alexander Saller
Simon Jacob berichtete dort vom Stand der Vorbereitungen seiner anstehenden Reise in den Nahen Osten. Die Tour startet in den nächsten Wochen. Erste Etappe wird die Türkei sein, dann geht es über Georgien und Armenien in den Iran, die Emirate, Irak und Syrien. Danach folgen Jordanien, Ägypten und der Libanon und schließlich endet die Reise in der heiligen Stadt Jerusalem. So es die Sicherheitsverhältnisse zulassen ist auch ein kleiner Abstecher in die palästinensischen Gebiete geplant. Überhaupt wurde oft auf die unwägbaren Sicherheitszustände in mancher dieser Länder hingewiesen, die von den Reisenden wohl einiges an Improvisationstalent fordern werden. Reisende? Plural? Wer macht sich da auf den Weg?

Nun, zunächst einmal Simon Jacob selbst. Der ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Orientalischen Christen in Deutschland (ZOCD) hat extra mehrere Monate Urlaub von seinem Arbeitgeber bekommen, um diese Reise zu unternehmen. Begleitet wird er dabei von Etappe zu Etappe von Freunden und Journalisten diverser Medien und Sprachen. Auch Politiker werden dabei sein, oder zumindest einer, nämlich Martin Neumayer, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung und Schirmherr dieses Projekts. Sie werden auf ihrem Weg Geistliche verschiedener Religionen und Konfessionen ebenso treffen wie Politiker, junge und alte Menschen, sowie Künstler. Die verschiedenen Begegnungen werden dann möglichst täglich über Blogs, Videos, Bilder und Artikel verbreitet, um so den Menschen der jeweiligen Regionen eine Stimme zu geben und zu zeigen, dass der Nahe Osten weit mehr zu bieten hat als Terrorschlagzeilen. Doch nicht nur die Begegnungen mit den Menschen, die sich hier wie dort nach Frieden, Gerechtigkeit und Sicherheit für sich und ihre Kinder wünschen, stehen auf dem Programm. Es soll auch so eine Art "Dokumentationsreise" zu einer Region der ältesten Kulturstätten der Menschheit werden, bevor diese komplett dem blinden Wahn der IS-Banden zum Opfer fallen.

Gott, der im Himmel wohnt, wird euch auf eurer Reise behüten; 

sein Engel möge euch begleiten. (Tobit 5, 17)




Auch wir können diese Reisenden auf ihrer Suche nach Frieden, Respekt und Dialog (nicht nur) im Nahen Osten unterstützen durch Spenden, aber auch durch Gebet und aktive Verbreitung in den sozialen Medien. Hören wir auf, einander in Threads und Kommentaren zu zerfleischen. Es gibt Schöneres und Wichtigeres über das reden sich mehr lohnt.

Infos zu Spenden und Sponsorship findet ihr --> hier.
Der offizielle Trailer des Filmstudenten David Körzdörfer --> hier.
Alle Details zum Projekt auf Deutsch und Englisch --> zum herunterladen.

Dienstag, 1. September 2015

Gebetsmeinung des Heiligen Vaters im September 2015

Wir beten zu Gott, unserem Vater,

1. für einen menschenwürdigen Ausbau von Bildung und Beschäftigung für alle Jugendlichen, damit ihr Leben eine Zukunft hat.

2. für die Katechisten und Religionslehrer, dass ihre Weitergabe des Glaubens mit ihrem Glaubensleben im Alltag übereinstimmt.