Auf Leben und Tod

So kann's gehen. Da schreibt man erst vor ein paar Tagen einen kleinen Beitrag zur Rettung der "Down-kids", da fängt's am anderen Ende der Lebensleiter an zu brennen. Stichwort: Hirntod als Kriterium zur Organentnahme. Keine Ahnung, wie es euch geht, aber mir wird da ganz anders. Das ist schon ein größeres Kaliber, immerhin sollen mit den entnommenen Organen andere Menschen gerettet werden und der Bedarf ist um ein Vielfaches größer als das Angebot. Die Entscheidung ist also in jedem Fall zweischneidig.

Prinzipiell ist Organe spenden also nicht schlecht und sogar der Heilige Vater soll es mal als eine besondere Form des Zeugnisses der Nächstenliebe bezeichnet haben. Aber wenn der sog. Hirntod als objektives Kriterium nicht reicht, weil man dann eben noch nicht wirklich tot ist, finde ich das Ganze schon sehr unsicher, weil danach ist man es ganz sicher. Bedenkenswert sind auch die Einwände aus diesen Artikeln.


[Also jetzt bin ich verwirrt. Mehr noch als eh schon.] 

Kommentare

  1. Äußerst seltsam, wie in unserer Gesellschaft einerseits auf leichtfertigste und despektierlichste Weise der Tod Ungeborener verfügt wird und Positionen wie "nachgeburtliche Abtreibung" (Euphemismus für Kindermord) in Fachjournalen diskutiert werden - und andererseits die Akzeptanz des Todes vollkommen willkürlich gehandhabt wird.
    Wer durch eine Organspende gerettet werden kann, dessen Leben wird höher gehandelt als das eines potentiellen Spenders. Denn man darf in das Sterben (und das heißt: in den letzten Lebensabschnitt) des Spenders brutal eingreifen.
    Die meisten Menschen werden schon zu Lebzeiten nicht in Ruhe gelassen. Kann man sie nicht einmal im Sterben zufrieden lassen?

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Warum die Priesterinnenfrage in der katholischen Kirche kein Fall für den Diskriminierungsbeauftragten ist

Besser als "Reign": das Leben der hl. Elisabeth von Thüringen

Wie man Müll vermeidet #3: Krippenfiguren selber basteln