Von Selbsterkenntnis zur Demut

"Demütige dich! Scheust du dich, dich vor mir zu demütigen? Ich kenne ja doch deine Seele. Doch liebe ich es, dass du deine Schwachheit erkennst und sie mir gestehst. Ich bin der Starke. Möchtest du mir nicht deine Schwächen anvertrauen? Erkenne deine Unfähigkeit, deine kurze Ausdauer. Zu wem solltest du sonst gehen, um das Heilmittel zu erbitten? Wenn nicht zu deinem Heiland? Such ich nicht immerfort, meine Geschöpfe zu retten?
Lade mich in deine Gärten ein. Vergiss nicht, dass ich alles geschaffen habe, auch die Blumen und die Schmetterlinge, die dich bezaubern. Ich tat es um eurer Freude willen. Für euch schuf ich diese Natur mit ihren Düften. Für dich schuf ich sie. Sind meine Geschenke nicht köstlich und prächtig? Aber denken wohl viele andere, mir heute für diesen strahlenden Frühlingstag zu danken? Du aber sprich ganz leise zu meinem Herzen von dem Jubel des deinen.
Du beobachtetest heute morgen, wie hoch zuerst die Pflanzen emporwachsen, ehe sie dem Himmel ihre Blüten öffnen. Tue du das gleiche. Ermüde nicht, dich immer wieder Gott zuzuwenden mit einem liebevollen Wort. Darin liegt keine Kühnheit, sondern die Einfalt eines Kindes. Willst du dies zur Gewohnheit werden lassen und mir dadurch Ehre erweisen?

Bete morgen zum heiligen Josef um die Erkenntnis, wie du innerhalb der Familie mir nahe bleiben kannst. Übergib ihm dein Leben mit mir und er wird es dich in liebevoller Weise lehren. Denke daran, dass du zur Familie Gottes gehörst. Gott liebt dich unendlich. Versuch, ihm immer näher zu kommen. Es genügt ein Seufzer, ein Stillewerden vor ihm, ein Ruhen an seinem Herzen. Es ist ja der sehnlichste Wunsch meines Herzens, dir solche Ruhe zu schenken. Demütige dich, meine teure, kleine Tochter, um deiner Schwachheit willen." (Jesus an G.B.)

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