wirkliche Spuren

Gott wirkt in der Geschichte und hinterlässt nachprüfbare Spuren in ihr. So lässt sich die Katechese der Generalaudienz am heutigen Gedenktag der Jungfrau von Guadalupe zusammenfassen.
>>Gott hat sich nicht nur in der Schöpfung offenbart, er ist in unsere Geschichte hereingetreten. Er offenbart sich in Zeit und Geschichte. Die Geschichte ist der Ort, an dem wir Gottes Handeln für die Menschheit erkennen können, wo sich der große Plan der Liebe Gottes Schritt um Schritt vor unseren Augen erfüllt. Die Gegenwart Gottes gibt der Geschichte Sinn und Fülle. In der Heiligen Schrift finden wir die Etappen dieses Weges Gottes mit den Menschen, die Stufen der Offenbarung Gottes. Sie zeigt uns, daß Gott von Anfang an sich erkennen läßt, den Menschen seine Gemeinschaft anbietet und ihn auch im Sündenfall nicht verläßt. Gott schließt einen Bund mit Noach, er erwählt Abraham und formt sich sein Volk durch die Befreiung aus Ägypten, den Bundesschluß am Sinai und die Gabe des Gesetzes. Durch die Propheten leitet der Herr sein Volk durch die Geschichte und weitet den Horizont aus immer mehr zur Erwartung eines neuen und ewigen Bundes für alle Menschen. Das Eingreifen Gottes in die Geschichte seines Volkes wird zu einem Gedächtnis und bildet zusammen die Gesamtgeschichte des Heils. Der Glaube wird genährt von der Entdeckung und vom Gedächtnis, daß Gott treu ist, die Geschichte lenkt und den festen Grund bildet, auf dem wir unser Leben bauen können. Das feiernde Gedenken der Ereignisse macht sie gegenwärtig, denn Gottes mächtiges Wirken geht weiter. In der Liturgie geht es darum, uns vor der Gedächtnislosigkeit zu bewahren, vor dem Vergessen davon, was Gott in der Geschichte getan hat, es ins Gedächtnis und so neu in die Gegenwart zu heben und so zur Begegnung mit ihm zu führen. Die Selbstoffenbarung Gottes gipfelt in Christus: Das schöpferische Wort, das die Welt geschaffen hat, hat in Jesus Christus das Menschsein angenommen und uns Gottes Gesicht gezeigt. Jesus Christus ist der Höhepunkt der Geschichte Gottes mit den Menschen, die Erfüllung seines ewigen Heilsplanes.<<

Im Anschluss an die Katechese verfasste Papst Benedikt XVI übrigens seinen ersten Tweet und bewies damit einmal, dass man auch mit 85 Jahren unübertroffen cool sein kann. 

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