Wege zu Gott

Heute vor rund 8000 Pilgern und Besuchern in Aula "Paolo VI":


Generalaudienz am 14.11.2012. Bild von hier.
>>In der heutigen Katechese möchte ich kurz drei Wege skizzieren, die uns Möglichkeiten zeigen, wie wir Gott, der die Wahrheit ist, erkennen können: es gibt den Weg über die Welt, über den Menschen und über den Glauben. Der heilige Augustinus lässt uns in einer Predigt (241, 2) die vielfältige Schönheit der Welt betrachten. Er fragte die Dinge: „Was seid ihr?“. Und sie alle sagen: „Schau mich nur an, ich bin schön, aber nicht aus mir selber heraus sondern es gibt den, der mich geschaffen hat.“ Erst wenn man auf ihn schaut, hat man die Wirklichkeit ergriffen. Ebenso sagt der Bischof von Hippo ein bedeutendes Wort über uns Menschen und zwar, wenn man die Wahrheit finden möchte, dann muss man nicht auswärts gehen sondern in sich selbst hineingehen. „Denn in dir selbst ist die Wahrheit. Gott selbst ist dir innerlicher als du selbst es für dich bist.“ (Über die wahre Religion 39, 72). Denn der Mensch fragt nach dem Dasein Gottes „mit seiner Wahrheit und Offenheit für die Wahrheit und Schönheit, mit seinem Sinn für das sittlich Gute, mit seiner Freiheit und der Stimme seines Gewissens, mit seinem Verlangen nach Unendlichkeit und Glück“ (Katechismus der Katholischen Kirche 33). Viele Wege führen so zu Gott. Eine wichtige Erkenntnis ist schließlich der Glaube. Er ist nicht ein System von Werten und Meinungen. Er ist letzten Endes Begegnung mit Gott. Eine Begegnung, die unser Denken und Leben umwandelt und uns die Kraft der Liebe schenkt.<<

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