Wo Christsein lebensgefährlich ist - eine Buchbesprechung


"Wieder ein Krimi?" fragte meine Mutter, als ich das Buch mit dem schwarzen Umschlag aus dem Versandkarton packte. "Ja", erwiederte ich, "nur leider ein wahrer." Tatsächlich lesen sich die Erinnerungen von Joseph Fadelle an die Zeit rund um seine Bekehrung zum christlichen Glauben im Irak genauso spannend wie ein Krimi und erzeugen immer wieder Schauer des Schreckens wie ein Thriller, besonders wenn man sich vor Augen führt, dass das Ganze wirklich geschehen ist und so ähnlich - Gott sei's geklagt - derzeit hunderttausendfach auf der Welt geschieht.

>>Joseph Fadelle wurde als Mohammed al-Moussaoui in einer großen schiitischen Familie im Irak geboren. Als direkter Nachkomme des Imams Moussa al-Kazemi ist er mit Ayatollah Khomeini im Iran und Scheich Nasrallah im Libanon verwandt. Er lebt seit 2001 mit seiner Familie in Frankreich.

Während seines Militärdienstes kommt er über einen Kameraden mit dem christlichen Glauben in Berührung und lässt sich nach anfänglicher Skepsis davon anstecken und begeistern. Aber seine Familie, ein einflussreicher Clan, darf nichts davon wissen. Heimlich sucht er Kontakt zu irakischen Christen. Doch auch dort wird er nicht mit offenen Armen empfangen. Ein Konvertit? Viel zu gefährlich ... Mühsam gewinnt Mohammed, der geradezu nach Christus dürstet,  Vertrauenspersonen. Irgendwann passiert, was passieren musste: Mohammeds Familie erfährt von seinem Sinneswandel. Sie ist entsetzt und verstößt ihn. Als Abtrünniger wird er verhaftet, landet im Gefängnis, erlebt Entbehrung und Folter. Er flieht schließlich nach Jordanien, wo er sich taufen lässt. Doch auch dort spürt ihn die Familie auf. Der eigene Onkel versucht, ihn zu ermorden. Wie durch ein Wunder überlebt er und kann nach Paris entkommen.<< (aus der Pressemitteilung auf den Seiten des Sankt Ulrich Verlages)



Joseph Fadelle
Das Todesurteil

Als ich Christ wurde im Irak  
ISBN: 978-3-86744-196-4
Sankt Ulrich Verlag
kartoniert, 224 Seiten
EUR 19,95 (D)

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