aus gegebenem Anlass
Mit Bezug auf einige der letzen Posts hat mich eine Freundin kürzlich zu meiner Meinung in Sachen Lebensschutz gefragt. Insbesondere ging es da um Babyklappen vs Abtreibung und die Entscheidung des deutschen Ethikrates vor zwei Jahren, anonyme Geburten und Babyklappen abzuschaffen, weil ja jeder Mensch ein Recht darauf hat, zu erfahren, woher er kommt. An diesem Recht ist grundsätzlich nichts falsch, nur geht die Argumentation meiner Meinung nach am Thema vorbei. Babyklappen und anonyme Geburt sind als letzter Ausweg gedacht, wenn eine Frau derart überfordert mit dem Kind und der Situation ist, dass sie nur noch zwischen Kindstötung und Aussetzen desselben auf der Strasse entscheiden kann.
Dazu habe ich dieses Video gefunden, ein Bericht mit Interview von Weihbischof Anton Losinger von Augsburg, der sich vor zwei Jahren als eines der wenigen Mitglieder des Deutschen Ethikrates für eine Weiterführung der Babyklappen votierte.
Er nimmt mir das Wort aus dem Mund. Aber ich bin auch nicht besonders neutral, was dieses Thema angeht. Als ehemals selbst ausgesetztes Kleinkind finde ich diese Möglichkeit auf jeden Fall besser. Das zeugt doch zumindest von einem Rest von Fürsorge. Klar wäre es schön für das Kind zu wissen, woher es kommt. Aber wenn ich als betroffenes Kind vor die Wahl gestellt werde, entweder zu sterben und zu wissen, woher ich komme, oder ohne dieses Wissen zu leben... dann nehme ich doch das Leben.