Freitag, 21. Juni 2013

Zu den ersten 100 Tagen von Papst Franziskus


ist eigentlich schon alles gesagt, geschrieben, gesendet worden. Von den unterschiedlichsten Personen, aus verschiedenen Blickwinkeln, mehr mehr, mal weniger gut recherchiert, wobei die weniger guten auch keine großen Überraschungen enthalten. Sind halt von den üblichen Verdächtigen unter den antikatholischen Mainstream-Medien. Der Artikel von Paul Badde dagegen gehört sicherlich zu den besten, in dem er feststellt: 
>> Vor allem aber hat er nach der anspruchsvollen Universität Benedikt XVI. auf dem Petersplatz wieder eine katholische Grundschule eröffnet, allerdings mit dem gleichen Lehrplan. Sagt Ja zum neuen Leben! Gebt den Kindern keine Ohrfeigen! Fürchtet keinen außer dem Teufel! Betet für die, die ihr am wenigsten ausstehen könnt! Merkt es euch: Gott lebt, und er ist barmherzig! Sprecht es mir nach, dreimal! Gott lebt, und er ist barmherzig! Die Römer strömen wieder in die Beichtstühle, seit er sie erinnert hat, dass sie dort keine Express-Reinigung der Seelen finden, sondern im Beichtvater "Gott begegnen" werden.
Das As im Ärmel des neuen Papstes aber ist der alte. Natürlich gab es in der Kirchengeschichte schon mehrmals Päpste nebeneinander, jedoch immer im Konflikt miteinander. Der Pastor aus der Pampa aber ist kein Gegenspieler des Professors aus Deutschland. Den Kern seiner Theologie – vom menschlichen Angesicht Gottes – teilt er voll und ganz mit ihm. Es ist einmalig, dass in der katholischen Kirche zwei Nachfolger Petri im Frieden nebeneinander leben – wo der Ältere grosso modo nichts anderes mehr tut, als für den Jüngeren zu beten.<<

Mir persönlich fällt vor allem die höhere Frequenz der Wortmeldungen bei Papa Francisco auf. Täglich sendet er einen oder mehrere Tweets und predigt spontan bei den Frühmessen, an denen uns kath.net mit kurzen, knackigen Zusammenfassungen teilhaben lässt. Auch die Sprache ist anders: kürzer, direkter, oft mit konkreten Handlungsaufforderungen für den Tag. Kurz, dieses Pontifikat war und wird wohl ein einziger Ruf "Kommt, lasst uns gehen!", wie es der sel. Johannes Paul II noch als Totkranker rief. Franziskus nimmt uns nun, da Benedikt XVI das Feld vorbereitet hat, in die Pflicht, es auch zu bestellen. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. "Worauf wartet ihr noch? Geht hinaus auf die Strassen der Welt und macht alle Menschen zu Jüngern Jesu"; das ruft er uns nicht nur dieses Jahr am Weltjugendtag zu.

Keine Kommentare: