Montag, 24. Juni 2013

Die alles entscheidende Frage

im Evangelium (Lk 9, 18-24) ist wohl die, als Jesus seine Jünger fragt "ihr aber, für wen haltet ihr mich?" In seiner Predigt während der Frühmesse in 'Domus Sanctae Marthae' hat Papst Franziskus das gestern folgendermaßen ausgefaltet:
>>„Ihr aber, für wen haltet ihr mich?“ Auf diese Frage antworte Petrus: „Für den Messias Gottes, den Gesalbten des Herrn“, eine Frage, die uns auch nach 2000 Jahren anspreche, anfrage und der Prüfstein unseres Wegs des Glaubens sei. Es handle sich um eine Frage, die an das Herz ergehe, auf die man mit der Demut des Sünders antworten müsse, jenseits von vorgefertigten Phrasen oder der Bequemlichkeit entspringenden Sätzen. Es sei dies eine Frage, die spiegelbildlich eine weitere und entscheidende Frage enthalte: „Für wen halten wir Jesus?“

„Wir, auch wir, die wir Apostel und Diener des Herrn sind“, sagte der Papst an die Nuntien gewandt, „müssen antworten, weil der Herr uns fragt: ‚Was denkst du von mir?’. Und das tut er, ja? Er tut es viele Male. ‚Was denkst du von mir?’, sagt der Herr. Und wir können nicht so tun, als verstünden wir nicht gut. ‚Tja, du bist der Gesalbte! Ja, das habe ich gelesen’. Mit Jesus können wir nicht reden wie mit einer historischen Gestalt, mit einer Gestalt der Geschichte, nicht wahr? Jesus steht lebendig vor uns. Diese Frage stellt eine lebendige Person. Und wir müssen antworten, aber aus dem Herzen“.

Wir sind noch heute von Jesus gerufen, jene radikale, von den Apostel getroffene Entscheidung zu fällen, eine totale Entscheidung, in der Logik des ‚Alles oder Nichts’“, so Franziskus, „einen Weg, zu dessen Erfüllung wir von einer besonderen Gnade erleuchtet sein müssen, mit einem Leben, das immer auf dem festen Grund der Verehrung Jesu und der Liebe zu ihm steht“.

Verehrung und Liebe zu seinem heiligen Namen. Gewissheit, dass er uns auf einen Felsen gesetzt hat: auf den Felsen seiner Liebe. Und aus dieser Liebe heraus geben wir die Antwort. Und wenn Jesus diese Fragen stellt – ‚Wer bin ich für dich?’ –, muss man an das denken: ich stehe auf dem Felsen seiner Liebe. Er führt mich. Ich muss fest auf diesem Felsen stehend antworten und unter seiner Führung“.<<

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