Donnerstag, 13. Juni 2013

Die Kirche als Volk Gottes bei Papa Francisco

Nach längerer Pause gibt es hier mal wieder eine päpstliche Generalaudienz für euch. Dies hat mehrere Gründe. zum einen, weil Papa Francisco seine Gedanken täglich via Twitter unters Volk streut und zum anderen, weil es inzwischen genug katholische Medienschaffende auf den unterschiedlichsten Kanälen unterwegs sind, die eine wirklich gute live - oder zeitnahe - Berichterstattung rund um die Piazza San Pietro liefern. 
Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen.
„Volk Gottes“ lautet eine der Bezeichnungen, mit denen das Zweite Vatikanische Konzil die Kirche beschreibt. Gott gehört keinem Volk in eigener Weise, sondern er selbst ist es, der uns ruft und beruft, zu seinem Volk zu gehören. Diese Einladung richtet er an alle Menschen ohne Unterschied. Durch die Taufe und den Glauben sind wir diesem Volk eingegliedert worden. Wir müssen dieses Geschenk Gottes in uns weiter wachsen lassen. Das Gesetz dieses Volkes ist das Doppelgebot der Liebe: Gott lieben und den Nächsten lieben wie sich selbst. Es ist dabei der Heilige Geist, der in uns wirkt. Die Sendung des Volkes Gottes liegt darin, der Welt die Hoffnung und das Heil Gottes zu bringen, Zeichen seiner Liebe und Sauerteig des Guten zu sein. So verbreiten wir mit unserem Leben das Licht Christi. Die Bestimmung der Kirche ist das Reich Gottes, das der Herr auf Erden begonnen hat und seine Erfüllung findet in der vollen Gemeinschaft mit ihm, wenn er wiederkommt und wir alle an seinem göttlichen Leben, an seiner Freude und Liebe ohne Ende teilhaben.

Mit Freude grüße ich alle deutschsprachigen Pilger. Es ist schön, zur Kirche zu gehören, zum Volk Gottes. Kirche sein heißt teilnehmen am Plan der Liebe Gottes, nämlich Sauerteig des Herrn zu sein unter den Menschen und der Welt sein Heil zu bringen. In der Kirche erfahren wir Gottes Erbarmen; in ihr spüren wir, dass wir angenommen und geliebt sind, dass wir Vergebung erlangen sowie die Kraft zu einem guten Leben nach dem Evangelium. Der Herr segne euch alle.

Keine Kommentare: