Die Vollblutfrau mit dem Herzen eines Kriegers

<< [...] Wie könnte die wirkliche Begegnung zwischen Maria Magdalena und Jesus Christus verlaufen sein? Da ist eine wohlhabende Frau, doch sie wird nicht über ihre Zugehörigkeit zu einem Ehemann beschrieben, sondern mit dem Namen des Ortes, aus dem sie stammt: von Magdala. [...]
Sieben Dämonen - ob damit nun Hauptlaster gemeint sind oder nicht - das klingt nach Depression, nach Selbsthass, Sucht nach Anerkennung, vergiftete Beziehungen, nach zu viel "sex and drugs and rock'n'roll". Es ist nicht klar, ob sie von sich aus Hilfe bei dem Man gesucht hat, dessen Ruf als Heiler ihm vorauseilte, oder ob es eine zufällige Begegnung war, die eine spontane Bitte um Hilfe auslöste. Jedenfalls, Er vermag sie kraft der Liebe Gottes zu heilen - und man hätte gern den Blick in jener Minute nach ihrer seelischen Befreiung gesehen, mit dem sie auf einmal den Herrn und Erlöser erkennt. [...]
Diese übernatürlich gründende Liebe ist es, die für Maria von Magdala bisher unvorstellbar gewesen sein mag. Sie antwortet darauf mit aller Macht, die ihr zur Verfügung steht: der Macht eines glühend und unverbrüchlich liebenden Frauenherzen. Von nun an folgt sie dem Erlöser, wo er geht und steht. Sie wird nicht mehr von ihm lassen, so lange er noch lebt, auch nicht, während er grausam stirbt, und noch über dem Tod hinaus. [...] >>

(von Barbara Wenz)
Weiterlesen im Vatican Magazin 4/2012 und im Nacht(b)revier von Mme Elsa

Beliebte Posts aus diesem Blog

Stricken mit Nutzen

Mission? Possible!