10 Punkte zum Jahr des Glaubens

Auswandern möchte man! Wenn man durch einige Grippeviren leicht angeschlagen ist, hat man viel Zeit zu lesen und sich wahlweise zu wundern oder aufzuregen, über das, was man da aus der ehrwürdigen Stadt des hl. Bonifatius aus dem (Stuhl-)Kreis der deutschen Bischöfe vernimmt.
  • Stand des Gesprächsprozesses, 
  • Eucharistischer Kongress 2013 in Köln, 
  • Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, 
  • Studientag zur „Glaubenskommunikation in Religionsunterricht und Katechese“, 
  • Relaunch der Internetplattform www.katholisch.de
  • Abschlussbericht der bundesweiten Hotline der katholischen Kirche für ehemalige Heimkinder und 
  • das 50-jährigen Jubiläum des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils. 

Das ist ja alles gut und schön. Aber, hallo - Jahr des Glaubens! Irgendeiner?? Das beginnt schließlich in nicht mal zwei Wochen und es soll ein Aufruf, oder vielmehr ein Weckruf sein, das zu tun, was wir eigentlich jede Minute unseres Erdendaseins angehalten sind zu tun: nämlich unsere ureigene Beziehung zu Gott mehr und mehr zu vertiefen. Zu dem Gott, der uns, die Menschen, seine kleine Geschöpfe so sehr geliebt hat, dass er in unserer Haut auf die Erde gekommen ist, um mit uns zu leben und für uns zu sterben. Wenn ich eines aus einem Religionsunterricht, der vor allem andere Religionen behandelt hat, mitgenommen habe, dann dieses: wie glücklich können wir uns schätzen, dass aus uns (durch Taufe und Firmung) Gottes Heiliger Geist zu Gott, dem Allmächtigen Schöpfer der Welt, "Abba, lieber Vater" sagen darf! Da mich dieser Herr und Gott so sehr liebt, möchte ich ihm dies auf meine kleine Weise erwiedern. Ist es da zuviel verlangt, von den Männern, die als Nachfolger der Apostel eingesetzt sind, zu erwarten, dass sie den ihnen anvertrauten Seelen helfen, das Geheimnis der Liebe und Größe Gottes immer tiefer zu entdecken und eine persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen und zu festigen?

Dagegen hat S.Exz. David Ricken, Vorsitzender des Komitees für Evangelisation und Katechese der US-amerikanischen Bischofskonferenz und Bischof der US-Diözese Green Bay/Wisconsin, dieses Jahr des Glaubens zum Anlass genommen, einige recht konkrete Vorschläge zu einer Verdichtung des Lebens mit Jesus in der katholischen Kirche zu machen. Sein Zehn-Punkte-Programm, das auch auf der Homepage der US-Bischofskonferenz nachzulesen ist, mag sich für manchen sog. "Engagierten" banal anhören, atmet jedoch die Frische und Einfachheit des Evangeliums.

1. Nehmen Sie an der Messe teil.
2. Gehen Sie zur Beichte.
3. Lernen Sie das Leben von Heiligen kennen.
4. Lesen Sie täglich in der Bibel.
5. Lesen Sie die Dokumente des II. Vatikanischen Konzils.
6. Studieren Sie den Katechismus. (z.B. Youcat)
7. Beteiligen Sie sich ehrenamtlich in der Gemeinde.
8. Helfen Sie denen, die Hilfe brauchen.
9. Laden Sie einen guten Freund zur Messe ein.
10. Integrieren Sie die Seligpreisungen (Mt 5, 3-12) in das Alltagsleben.

Kommentare

  1. Ja, leider! Ähnlich in Wien, wo die Beschäftigung mit den neuen Umstrukturierungsmaßnahmen alle Kräfte in Beschlag nehmen wird. Wie es anders geht, zeigt die Diözese St. Pölten (kath.net).

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