Nachdem der gestrige Tag ein recht straffes, intensives, aber hochinteressantes Progamm beinhaltete, bei dem ich auch unerwartet viel für das berufliche Wirken mitnehmen konnte, geht das Bloggertreffen 2013 heute nach der hl. Messe und einem kleineren Sightseeing zuende und es für mich wieder zurück ins Allgäu. Die Eindrücke brauchen wohl einige Zeit, um zu sacken. Es war sehr schön, die Gesichter hinter Blogs und Websites kennenzulernen und mit gegenseitigen Vorurteilen aufzuräumen. Die Referenten waren mit Dr. David Hober, Steffen Zimmermann und Christoph Meurer ( katholisch.de ), dem Publizisten Andreas Püttmann, sowie dem Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz Matthias Kopp prominent besetzt und referierten lebendig und interessant. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig Klischees sind. Von " Hey, ich bin doch auch katholisch " bis zu der Erkenntnis, das 'die Blogoezese' nicht der erwartete monolithische Blog 'pöbelnder Dunkel-Katholi...
Auswandern möchte man! Wenn man durch einige Grippeviren leicht angeschlagen ist, hat man viel Zeit zu lesen und sich wahlweise zu wundern oder aufzuregen, über das, was man da aus der ehrwürdigen Stadt des hl. Bonifatius aus dem (Stuhl-)Kreis der deutschen Bischöfe vernimmt. Stand des Gesprächsprozesses, Eucharistischer Kongress 2013 in Köln, Revision der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, Studientag zur „Glaubenskommunikation in Religionsunterricht und Katechese“, Relaunch der Internetplattform www.katholisch.de , Abschlussbericht der bundesweiten Hotline der katholischen Kirche für ehemalige Heimkinder und das 50-jährigen Jubiläum des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das ist ja alles gut und schön. Aber, hallo - Jahr des Glaubens! Irgendeiner?? Das beginnt schließlich in nicht mal zwei Wochen und es soll ein Aufruf, oder vielmehr ein Weckruf sein, das zu tun, was wir eigentlich jede Minute unseres Erdendaseins ang...
Die Zeloten waren zu Jesu Zeiten eine Gruppierung des Judentums. Man kann nicht sagen, dass sie den Messias heftiger erwartet hätten, als andere, sie hatten nur ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie er zu sein hätte. Manche von ihnen verbanden besonders die Hoffnung auf politische Veränderung mit dieser Hoffnung auf den Messias. Eine gewisse Gruppe von Personen des öffentlichen und politischen Lebens kommt mir dieser Tage vor wie 'moderne Zeloten', denn sie haben mit den anderen gemein, dass sie die Tugend der Geduld, das beobachtende Warten-können, verachten und ihr Gegenstück emporheben. Auch wenn die 'modernen Zeloten' nicht mehr buchstäblich zu den Waffen greifen, so wirkt doch der Aufruf "Ökumene-Jetzt: Ein Gott, ein Glaube, eine Kirche!" in seiner Schroffheit und den vielen Unterstellungen wie eine Pistole, die der römisch-katholischen Kirche und hier besonders dem Papst auf die Brust gesetzt wird. Es schwingt hier auch eine gewisse nationale Hybris mit...