Limburg kocht

...was wird das für 'ne Suppe geben?
Neuerdings vergeht kein Tag, an dem nicht irgendjemand vorbei kommt und einem ungefragt seine Meinung zu den Limburger Verhältnissen aufdrängt. Eigenartigerweise ähneln diese Meinungen den veröffentlichten Artikeln in Spiegel, Focus und diversen Tageszeitungen so sehr wie die Kessler Zwillinge. Sie haben dieselben Stärken in der teils tendenziösen Sicht auf den christlichen Glauben im Allgemeinen und die katholische Kirche im Besonderen, jedoch die gleichen Schwächen in wahrheits- und faktengetreuer Berichterstattung.

Ich bin ja echt keine Freundin von Verschwörungstheorien, aber schön langsam könnte man wirklich auf alle möglichen und unmöglichen Ideen kommen, wenn man sich anschaut, woher sich die Leute so ihre Informationen holen, wenn doch andrerseits fast alle Fakten offen im Internet herumliegen. Es ist ja nun nicht die Aufgabe der Krümel, dem Kuchen zu sagen, wo es lang geht. Genauso wenig ist es meine Aufgabe als kleine Bloggerin, den Journalisten und anderen Meinungsführern vorzuschreiben, wie sie ihre Arbeit zu machen haben, aber ein bisschen mehr Genauigkeit und Wahrheitsliebe bei der Recherche wäre durchaus wünschenswert.


Gertie's Empfehlungen zu diesem Eintopf:

08.10.2013: Bruder Paulus wundert sich... über Domkapitel, Bistumsverwaltung und plaudernde Priester --> hier klicken.

12.10.2013: Alexander von Schönburg zieht historische Vergleiche für die viel gescholtene #Prunksucht und stellt die berechtigte Frage nach den wahren Verantwortlichen und Profiteuren für das Desaster #Limburg31 --> hier klicken.

12.10.2013: Rainer Haubrich attestiert in der Welt: "Limburger Bistumszentrum gute Baukunst, kein Protz". --> hier klicken.

14.10.2013: Hasso Mansfeld, Kommunikationsberater im Manager-Magazin: "Die Debatte ist hysterisch und auf Krawall gebürstet." --> hier klicken.

Kommentare

Cassandra hat gesagt…
ich bin ja auch nur ein kleiner Blogkrümel, aber hier ist mal die Meinung eines evangelischen Christen (aka Tigergatte) zu der Sache (Gedächtnisprotokoll von mir)

- wenn der Bischof eine neue Residenz braucht, dann braucht er die. So was kostet.
- klar braucht der Mann vernünftige Amtsräume
- wenn ein Bischof was baut, ERWARTET er eine Kapelle!
- der baut sich eine bischöfliche Schatzkammer? Cool, gehört sich aber auch so.

ich gebe ja zu, daß 31 Millionen viel Geld sind. Aber andererseits kann man nicht erwarten, daß man eine Bischofsresidenz mit Gästezimmern und Amtsräumen vom Bausparvertrag tante Ernas bezahlt. Man könnte sich ja auch über das bischöfliche Konjunkturpaket freuen :-)


Gertie di Sasso hat gesagt…
Das mit dem bischöflichen Konjunkturpaket ist ein nicht von der Hand zu weisendes Argument! ;-) Außerdem wurde bei diesem Bistumszentrum nicht nur neu gebaut, sondern umfangreich restauriert (Alte Vikarie, Küsterhaus, Diözesanmuseum, Historische Stadtmauer)und wenn man die Häuser in der Limburger Altstadt kennt, kann man schon nachvollziehen, dass der Löwenanteil der Kosten einige Restauratoren und Baufirmen beschäftigt haben könnte. Mehr zum Ablauf größerer Baumaßnahmen findet sich auch bei Bastian von EchoRomeo. http://echoromeo.blogspot.de/2013/10/limburg-ist-uberall.html
Gertie di Sasso hat gesagt…
Inzwischen nehmen die Anti-Tebartz-van-Elst-Parolen immer schrillere Töne an. Und die MSM-Geier halten sich auch schon schadlos: Das ARD hat am 10.10.2013 einen Brennpunkt dazu gebracht und damit Rekord-Quoten erzielt: 5 Millionen Zuschauer (16,6%).
Cassandra hat gesagt…
Ich frage mich, wie der Vatikan aussähe wenn damals, so zu Alexander VI Zeiten, auch so auf die Kohle geachtet worden wäre.

Ich gebe ja zu, daß da der bischöfliche Rechnungshof geschlafen hat und jemand hätte den Bischof drauf hinweisen müssen, daß Kleinvieh auch ist macht, aber er verschleudert da ja keine Steuergelder, also kann die besorgte Öffentlichkeit sich entspannen.
Den Finanzchef des Bischof würde ich allerdings nachschulen lassen...
Gertie di Sasso hat gesagt…
Genau diesselben Fragen stellen sich mir auch und Alexander von Schönburg deutet sie in seinem neuesten Artikel auf bild.de an (oben erlinkt).

Außerdem frage ich mich schon seit geraumer Zeit, warum sich der emeritierte Bischof Franz Kamphaus, Vorgänger von Tebartz-van-Elst in dieser Angelegenheit so vornehm zurückhält? Er hatte schließlich die Bebauungspläne am Domberg abgesegnet, einschließlich des seltsamen Kostenplanes. Also, warum sagt er nichts?
Gertie di Sasso hat gesagt…
Nach dem ARD Brennpunkt hat sich gestern auch die Runde bei Günther Jauch mit dem Limburger Bischof befasst. Neben der Betroffenheits-Exzellenz Bischof Ackermann, Bundesminister a.D. Blüm und Psychiater Dr. Lütz war auch ein Mitglied des Vermögensverwaltungsrates des Bistums Limburg da und natürlich hat gerade er am lautesten nach dem Kopf des Bischofs gerufen. Zur Stunde ist Bischof Tebartz-van-Elst in Rom, um sich erneut Rat zu holen und natürlich wissen es jetzt wieder alle besser und würden am liebsten Papst Franziskus die Worte in den Mund legen, mit denen er seinen Mitbruder aus dem Amt entlassen soll. Pfff... lasst ihn doch wenigstens ein bisschen zu Atem kommen, Leute!

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