Sag beim Abschied leise Servus

Wie der sel. Johannes Paul II immer der Papst meiner Kindheit sein wird, so wird mir das Pontifikat von Benedikt XVI (der Große) immer als die Zeit meiner bewussten 'erwachsenen' Hinwendung zu dem Gott mit einem menschlichen Antlitz, nämlich zu Jesus Christus und seiner Kirche, im Gedächtnis bleiben. Von den vielen Stimmen aus Presse und Blogoezese möchte ich besonders auf Peter Winnemöller und Alexander Kissler verweisen und ansonsten ihn selbst zu Wort kommen:
>>Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewißheit gelangt, daß meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewußt, daß dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Köpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, daß ich mein Unvermögen erkennen muß, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.
Im Bewußtsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, das mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, so daß ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muß.<<
Papst Benedikt XVI. wird sich in ein altes Karmelkloster innerhalb des Vatikan zurückziehen und ein Leben des Gebetes führen. Ein solcher Lebensabend passt zu diesem 'bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn', der mit jedem Gedanken, mit jedem Gebet bewiesen hat, dass es nicht die großen Gesten braucht, um etwas zu verändern, sondern dass die Verwandlung 'von innen' her geschieht, wenn ein Mensch sich von Jesus Christus und seiner erbarmenden Liebe ergreifen lässt.

DANKE, Papst Benedikt XVI!!! Möge der Herr Dir tausendfach vergelten, was du für Seinen Sohn und für uns alle getan hast!

Kommentare

  1. Ja, wahrhaft DANKE!

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  2. Wir (also vielleicht nicht wir persönlich) werden wohl erst in Jahrhunderten die ganze Tiefe und die volle Wirkung dieses wunderbaren Pontifikats erfassen. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Heilige Geist die Kirche lenkt und den richtigen Mann zum richtigen Zeitpunkt an's Steuer lässt.

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