Die Welt wäre besser ohne mich

Das ist KEIN Mitleidspost!!! Ich hab jetzt nur die Faxen dicke!!

Eigentlich wollte ich zu dem leidigen Fall der Kölner Klinik und der anschließenden Debatte um die 'Pille danach' und die (wie könnte es anders sein) katholische Morrallehre nichts mehr sagen. Wir haben genug andere Themen und das wichtigste davon ist die Tatsache, dass Gott selbst, der allmächtige Schöpfer Himmels und der Erde uns, seine kleinen Menschengeschöpfe, genug liebt, um seinen eingeborenen Sohn hinzugeben, damit wir nicht in Ewigkeit verloren sind. Dass allein wäre schon Grund genug für ein in ehrfürchtigem Staunen geführtes Leben, aber scheinbar muss man die Wahrheit mit allerlei vordergründigem Schmutz verdecken, weil man sein Leben ja sonst eventuell ändern müsste. Und eine solche Änderung muss unter allen Umständen verhindert werden, denn wo ausschließlich die eigenen Befindlichkeiten als Maßstab aller Dinge gelten, kann es natürlich keine persönlichen Fehler geben.

Blogger-Kollege Cicero stellt die berechtigte Frage, was denn bei diesem Dauerbeschuss der katholischen Kirche nach der 'Pille danach' und der Abtreibungsfrage als nächstes kommt? Da ich leider nicht mit der Gabe der Prophetie gesegnet bin und diese Sau gerade bis zur Ermüdung durch's mediale Dorf getrieben wird, erlaube ich mir nur einen kleinen Einwand aus Sicht eines möglicherweise betroffenen Kindes:
Obwohl ich die genauen Umstände meiner Zeugung nicht kenne, könnte es durchaus eine Vergewaltigung, oder etwas ähnliches sein, was es meiner biologischen Mutter unmöglich machte, mich zu behalten. Sie setzte mich aus. Ich wurde adoptiert, habe die beste Familie der Welt und bin froh darum, nicht vor- oder nachgeburtlich getötet worden zu sein, weil es für die Frau ja unzumutbar gewesen war 'dieses Kind zu bekommen'. Ich möchte kein Mitleid, doch muss ich Rebecca Kiessling recht geben, dass es für betroffene Kinder nicht sehr nett ist, wenn man ihnen ins Gesicht sagt, dass sie besser hätten getötet werden sollen, was man mit dieser Diskussion tut.
Um auf die Überschrift zurückzukommen: dieser Eindruck kann schon entstehen (und ist vielleicht sogar gewollt), wenn man sich nicht nur die Debatte um den Schutz des menschlichen Lebens, sondern auch die zunehmend aggressive Haltung gegenüber Christen ansieht, die heute in Deutschland noch verbal formuliert wird, andernorts jedoch schon seit langem auch physische Gewalt beinhaltet. Josef Bordat hat dies in einem Artikel, den ich hiermit ausdrücklich empfehle, so zusammegefasst: "Wenn ihr euch nicht schlachten lasst, dann wollt ihr wohl Zensur."

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