Beitrag der Woche

Für alle Eltern von Priestern

Die Entscheidung, einer geistlichen Berufung nachzugeben, "Ja" zu sagen zu Gott und diesen Weg zu gehen, der zu Priestertum oder O...

Sonntag, 22. März 2015

Kreuzweg für Familien: Station 2

 


V. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi.
R. Quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes, 19, 16-17
Da lieferte Pilatus ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.  Sie übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt.
Pilatus liefert Jesus in die Hände der führenden Priester und der Wachleute aus. Die Soldaten legen ihm einen purpurroten Mantel über die Schultern und setzen ihm eine Krone aus dornigen Zweigen aufs Haupt, sie verhöhnen ihn in der Nacht, richten ihn übel zu und geißeln ihn. Am Morgen laden sie ihm dann ein schweres Holz auf, den Kreuzesbalken, an den die Räuber angenagelt werden, damit alle sehen, welches Ende die Übeltäter nehmen. Viele der Seinen flüchten.
Dieses Ereignis von vor 2000 Jahren wiederholt sich in der Geschichte der Kirche und der Menschheit. Auch heute. Der Leib Christi ist es, die Kirche, die geschlagen und verwundet wird, immer wieder neu.

Wenn wir dich so sehen, Jesus,
blutend, allein, verlassen, verlacht,
dann fragen wir uns:
„Jene Leute, die du so sehr geliebt,
mit Wohltaten bedacht und erleuchtet hattest,
jene Männer und jene Frauen, sind das nicht vielleicht auch wir, heute?
Auch wir haben uns versteckt, aus Angst, mit hineingezogen zu werden,
und haben vergessen, daß wir deine Anhänger sind.“
Doch das Schlimmste ist, Jesus,
daß auch ich zu deinem Schmerz beigetragen habe.
Auch wir Eheleute und unsere Familien.
Auch wir haben dazu beigetragen,
dir eine unmenschliche Last aufzubürden.
Jedesmal wenn wir einander nicht geliebt,
wenn wir uns gegenseitig die Schuld zugeschoben haben,
wenn wir einander nicht verziehen
und nicht wieder angefangen haben, einander wohlgesinnt zu sein.
Statt dessen hören wir immer wieder auf unseren Hochmut,
wollen stets Recht haben,
demütigen diejenigen, die uns nahestehen,
sogar den, der sein Leben an das unsere gebunden hat.
Wir erinnern uns nicht mehr daran, daß du, Jesus, selber zu uns gesagt hast:
„Was ihr für einen dieser Geringsten getan habt,
das habt ihr mir getan.“ Genau das hast du gesagt: „Mir“.

Pater noster, qui es in cælis:
sanctificetur nomen tuum;
adveniat regnum tuum;
fiat voluntas tua, sicut in cælo, et in terra.
Panem nostrum cotidianum da nobis hodie;
et dimitte nobis debita nostra,
sicut et nos dimittimus debitoribus nostris;
et ne nos inducas in tentationem;
sed libera nos a malo. Amen.
Cuius animam gementem,
contristatam et dolentem
pertransivit gladius.

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