Samstag, 18. April 2015

Gott, Mann und Frau, und der Papst

In der letzten Generalaudienz ist Papst Franziskus einmal mehr sehr deutlich geworden. Diesmal hat er die unsäglich dumme Gender - Theorie auf's Korn genommen. Akkurat als hätte er um die Maischberger Sendung vom 14.04.2015 gewusst. Es ist eben nicht egal, ob man Mann oder Frau ist, noch ist dies alles reine Gefühlssache, wie man meinen könnte. Da hängt nämlich eine ganze Menge dran: Kinder werden der Möglichkeit beraubt mit Mama und Papa aufzuwachsen oder dürfen gar nicht erst auf die Welt kommen, werden vorher aussortiert, weil sie den "zahlenden Kunden" nicht in den Kram passen. Frauen in aller Welt werden ausgebeutet und ihre Gesundheit mit Hormonen ruiniert. Das alles sind Fragen, die in der egoistischen "Ich-habe-aber-ein-Recht-auf-ein-Kind" Erwachsenenwelt nicht oder nur wenig bedacht werden.

Und nun der Papst dazu:
Liebe Brüder und Schwestern, die heutige und die nächste Katechese handelt vom Unterschied und der wechselseitigen Entsprechung von Mann und Frau. Zur Gott­ebenbildlichkeit des Menschen gehört auch der Unterschied der Geschlechter. Als Mann und Frau, aber auch als Paar ist der Mensch Abbild Gottes. Ohne die Erfahrung der Gegenseitigkeit von Mann und Frau kann der Mensch nicht harmonisch heranwachsen und nicht recht verstehen, was Mann- und Frausein bedeutet. Die heutige Kultur hat neue Möglichkeiten eröffnet, um das Verständnis dieses Unterschieds zu vertiefen, zugleich aber auch Zweifel und Skepsis gebracht. Man fragt sich, ob die Gender-Theorie oft nicht Ausdruck von Frustration und Resignation ist und den Unterschied der Geschlechter auslöschen will, weil sie nicht fähig ist, sich damit auseinanderzusetzen. Doch den Unterschied zu beseitigen, ist nicht die Lösung, sondern das Problem. Gott hat dem Bund von Mann und Frau die Erde anvertraut. Das Scheitern dieses Bundes hat folglich schwerwiegende Auswirkungen. Zwei Punkte scheinen vordringlich. Zum einen muss noch viel mehr für die Frau getan werden, um der Gegenseitigkeit von Männern und Frauen mehr Kraft zu verleihen. Der Umgang Christi mit den Frauen erhellt dabei den weiteren Weg, der mit Kreativität und Kühnheit beschritten werden muss. Zum anderen müssen wir über den Zusammenhang zwischen der allgemeinen Krise des Gottesvertrauens und der Krise der Verbindung von Mann und Frau nachdenken. Der Verlust des Vertrauens in Gott schafft Konflikt und Spaltung zwischen Mann und Frau. Von daher ist es wichtig, die Schönheit des Schöpfungsplans, der die Gottebenbildlichkeit auch in den Bund von Mann und Frau einschreibt, wieder zu entdecken.

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