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Montag, 6. April 2015

Freuet euch! Ostergrüße von vor 80 Jahren

Und wieder eine Predigt aus dem kleinen schwarzen Buch von Kaplan Orgaß. Diesmal vom ersten Ostertage vor 80 Jahren. Dem Team von magnificata opera herzlich Vergelt's Gott für die Transkription!


Freuet Euch und wiederum sage ich freuet euch!
So ruft es der hl. Apostel Paulus den ersten Christen zu. Aber auch uns. Und wir haben wahrhaft allen Grund dazu. Denn Christus der gestorben war für uns ist auferstanden und strahlend steht er vor uns als unser König und Herr!
Wohl wissen wir alle, daß Christus nur einmal gestorben ist am ersten Karfreitag vor 1900 Jahren. Aber doch feiert es die Kirche, als wäre es wirklich, damit wir das hl. Leben Christi immer mehr kennen lernen. So habt Ihr ja auch am Karfreitag Christus zu Grabe getragen und habt ihn im Grabe verehrt. Und gestern da habt ihr mit dem Priester den Auferstandenen wieder begrüßt und habt zum erstenmal wieder Alleluja gesungen. Und heute habt Ihr sein Kreuz als Siegeszeichen in der Prozession begleitet und seid mit ihm in die Kirche eingezogen. Und da hat er wieder von der Kirche Besitz ergriffen.
Dies hl. Ostergeheimnis wollen wir besser kennen lernen. Deshalb wollen wir betrachten, 1. was die Auferstehung für den Heiland bedeutet. 2. wie er sie seinen Feinden 3. seinen Jüngern offenbart und 4. wie wir Ostern feiern sollen.

Ad 1. Vor drei Tagen haben die Jünger Christus zu Grabe getragen. Er ruhte  drei Tag e im Grabe. Doch dann ist er auferstanden. Wie am Karsamstag der Funke aus dem Stein geschlagen wurde, um das Osterfeuer zu entzünden, so trat Christus aus dem Grabe hervor. Denn seinem verklärten Leibe ist nichts mehr im Wege. Er durchdringt alles. Das geschah in der Tiefe der Osternacht. Gott der Vater und der hl. Geist allein waren Zeugen und jetzt trat Christus vor den himmlischen Vater und sprach "resurrexi et adhuc tecum sum" (introitus der Ostermesse.) Groß war die Freude des Heilandes in seiner Seele, denn er hat uns ja erlöst,  aus allen Völkern und Nationen führte er die Kirche zum Sieg und erschloß ihr den Himmel. Herrlich und strahlend war sein hl. Leib verklärt.
Vier Eigenschaften:
unsterblich: Er konnte nicht mehr leiden und alle Wunden sind geheilt. Nur die verklärten Wundmale bleiben. Er zeigt sie immer wieder seinem hl. Vater, um für uns zu bitten.
schnell: er eilt von einem Ende der Welt zum andern, um mitten unter denen zu sein, die ihn anbeten.
glänzend und strahlend: Sein Leib ist klar gleich wie Kristall…. er durch dringt alles, steht plötzlich im Saale, "der Friede sei mit Euch". So sehen wir also, welche großen Güter dem Heiland die Auferstehung bringt. Er hat sie verdient durch sein hl Leid.

Ad 2. Er offenbart die Auferstehung seinen Feinden. Der Engel steigt herab. Erdbeben wälzt den Stein zur Seite und  die Wächter sind wie tot. Sie erzählen es den Juden, aber sie wollen nicht glauben, obwohl sie doch so schwer enttäuscht waren. Er zeigt seine Gottheit, man muß es für Torheit halten, aber sie glauben nicht. Torheit und Wahnsinn. Wir erkennen, glauben ist eine Gnade und wollen für die Ungläubigen beten

Ad 3. Aber freundlich offenbart der Heiland seinen treuen Jüngern seine Auferstehung. Die Engeln beruhigen die Frauen fürchtet Euch nicht. Und da sie noch nicht ganz sicher sind, da erscheint Jesus ihnen und läßt sie seine hl. Füße küssen. Und wie wunderbar offenbart er sich der Magdalena, läßt sich umarmen von ihr und wehrt nur dem Übermaß ihrer Liebesbezeugungen. Ja, so ist der liebevoll gegen die Seinen aber schrecklich wird er seinen Feinden.

Ad 4. Wie sollen wir Ostern feiern: Wir sollen Christus anbeten. Denn er ist unser Herr und König; strahlend und schön. Wir beugen die Knie vor ihm, dem schönsten der Menschenkinder und huldigen ihm dem Erlöser, der vom Kreuze regiert. Voll Freude Ostern feiern. Er will uns Freude bringen und wir sollen Freude in die Familie tragen weil Christus heute sein Fest feiert, an dem er erhöht wird. Und Vertrauen zu Christus haben. Er hat gelitten. Aber auf die Kampfzeit folgte der feierliche Sieg am Ostertage. So wird auch unsere Not ein Ende nehmen.

Schluß: Bei der hl. Wandlung steigt Christus hernieder. Wir beten ihn an und versuchen unsere hl. Empfindungen der Freude in Gebete zu wandeln. und bitten ihn, mit ihm im Himmel einst Ostern feiern zu dürfen.


Amen, Onkel Josef!

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