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Berufung ist Hoffnung

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"Gesichter der Hoffnung" lautet der Titel des Flyers, der zur diesjährigen Professfeier der Legionäre Christi am 7. September 2019 nach Altötting einlädt. Es stimmt tatsächlich hoffnungsvoll, die fröhlichen Gesichter der jungen Männer zu sehen, die sich derart angenommen von der Liebe Gottes fühlen, dass sie aus ganzem Herzen und in vollen Bewusstsein der Konsequenzen "Ja" zu dem Plan sagen können, den er für ihr Leben hat. Natürlich wird auch in diesen Leben nicht alles glatt laufen, es wird Höhen und Tiefen geben, wie überall. Immerhin ist dies die Erde und noch nicht der Himmel. Einer der jungen Männer, die September ihre erste Ordensprofess ablegen ist Bruder Mieszko Konarski nLC . Mit den folgenden Zeilen hatte ich ihn zu Beginn seines Noviziats 2017 vorgestellt und sie stammen aus einem der lustigsten und ausführlichsten Interviews, die ich während meiner Laufbahn in der Öffentlichkeitsarbeit führen durfte. Zu dem ganzen Artikel, der am 12. September 2017 ...

Religion vs Kultur: Warum Frauen wirklich benachteiligt werden

Eigentlich habe ich schon länger auf eine Einlassung wie den Artikel von Ninve Ermagan gewartet. In der Internetzeitschrift ruhrbarone.de stellt die Studentin die These auf, dass nicht nur der Islam ein massives Frauenproblem hat, sondern auch im Christentum emanzipatorischer Nachholbedarf besteht. Ermagan ist syrisch-orthodoxe Christin und ihre sehr persönlich gehaltenen Zeilen über eine Jugendzeit, die sich doch irgendwie anders anfühlte, als die ihrer deutschen Mitschüler und Freunde, berühren mich. Einerseits schreibt sie von einer großen Freiheit, in Deutschland als Mädchen ebenso rauchen und auf Partys gehen zu können wie die Jungen. Andererseits waren da wohl doch Erwartungen, Prägungen, die ihr eine innere Hemmschwelle eingebaut haben: beim Thema vorehelicher Sex war Schluss. Die Verantwortung für diese Prüderie, wie sie es nennt, sieht die syrisch-orthodoxe junge Frau, die in Hessen aufwuchs, bei ihrer Religion, der sie dabei eine Ungleichberechtigung von Mann und Frau vorwirf...

Was Zero Waste, DIY und Umweltschutz mit Gott zu haben

Dass der Schutz der Umwelt von großer Wichtigkeit ist, habe ich bereits in der Grundschule gelernt. Papst Franziskus spricht von der Erde als "gemeinsamem Haus" aller Menschen, wenn er schreibt: Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. (DOCAT 256, Laudato Si 13)  Doch anders als all jene, die auf lautstarke Worte und Demos setzen, bin ich eher ein pragmatischer Typ und bevorzuge konkrete Taten. Diese müssen auch nicht medial groß inszeniert sein, denn bekanntlich können auch "viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele klein...

On the road again

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ich bin wieder da! Nachdem das Blog im Frühjahr aus mangelnder Schreibinspiration und einem Anfall von Resignation in einen erweiterten Frühjahrsmüdigkeitsschlummer gefallen war, bin ich jetzt wieder online und motivierter denn je. Es brennt an vielen Ecken und auch, wenn zu den meisten Dingen schon alles gesagt wurde, muss man manche Fakten scheinbar öfter wiederholen, da die dazugehörigen Klischees mit unschöner Regelmäßigkeit lautstark gefordert werden, wie z.B. die Abschaffung des Zölibats, zu dem ich vor einigen Monaten eine ausführliche Stellungnahme geschrieben habe. Tagesbild zum 25. Juli aus dem Aufstellkalender "YOUCAT Tag für Tag".  Des Weiteren sind in Planung: Eine Betrachtung , warum Zero Waste und DIY tatsächlich etwas mit Gott zu tun haben. Gleiches Tun muss nicht unbedingt die gleichen Gründe haben.  Eine Erwiderung auf Ninve Ermagans Artikel vom 19.07.2019 auf Ruhrbarone.de . Die Autorin sieht Grund für emanzipatorischen Nachholbedarf im syrisch-ort...

Die Kathedrale nach der Schlacht

Meiner leuchtenden Fenster vergossenes Blut färbt die Gassen. Meines Chores sprießende Pfeilerhut hat Blüten gelassen. Meiner Tore zerschmetterte Flügelpracht steht weithin offen: Tragt denn herein, was die wilde Schlacht gleich mir getroffen.  Tragt her, was die Welt an Wunden nicht fasst, hier wollt sie betten: Noch habe ich Kraft für der Wölbung Last, noch kann ich retten. (Gertrud von le Fort, 1941)

Wie man Müll vermeidet #2: Benutze selbst gemachtes Waschmittel

Seit einigen Monaten bin ich dazu übergegangen, oft benutzte Verbrauchsartikel wie Spülmittel, Allzweckreiniger und Waschmittel selbst zu machen. In erster Linie um die Kunststoffverpackungen zu sparen, die nur dazu angetan sind, die Müllberge anwachsen zu lassen. Dass die unverpackt eingekauften Zutaten sehr ergiebig und daher günstiger sind, als die gekauften Produkte und dass  konkrete Selber-zusammenrühren der Mittelchen auch noch Spaß bringt, sind nur zwei positive Nebeneffekte. Für die reguläre Wäsche verwende ich dieses Rezept für Waschpulver zum Selbermachen , nachdem das selbstgemachte Flüssigwaschmittel für mich nicht so anwenderfreundlich war. Diese Rezepte basieren jedoch auf Soda,  was weniger geeignet für feine Fasern wie Wolle und Seide ist, da die Fasern durch Soda aufquellen würden. Deshalb habe ich mich zum Waschen wollener Kleidungsstücke oder Accessoires , wie den Taschen aus der Peacemaker-Collection auf die Suche nach einem Rezept für ein selbst g...

Pflicht als Freude

Findet ihr Wäsche waschen im Allgemeinen auch so lästig wie ich? Noch dazu hab ich in meiner kleinen Stadtwohnung keine Waschmaschine. Gott sei Dank gibt es ja Waschsalons, wo man natürlich auch mit seinem selbstgemachten Waschpulver anrücken darf. Mit einer leckeren Brotbox á la Mamiblock , selbstgemachter Zitronenlimonade und meinem Häkelzeug wird aus einer lästigen Pflicht eine echte "metime". Bilder davon findet ihr auf meinem Instagram-Profil . Da könnt ihr ohnehin mal vorbei schauen. Wenn ihr auch noch ein Abo oder ein Herzchen da lasst, freue ich mich gleich doppelt. Wie bei vielen im Leben kommt es also darauf an, wie man darauf schaut. In einem Gedicht des indischen Dichters Rabindranath Tagore heißt es: Ich schlief und träumte Das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah Das Leben ist Pflicht. Ich handelte und begriff Pflicht ist Freude.