Freitag, 29. August 2014

Manchmal würde ich gerne wissen, was gewisse Politiker so rauchen

Unser lieber Innenminister zum Beispiel. Die Meldung selber ist zwar schon einige Wochen alt, aber das Unverständnis könnte bei mir nicht größer sein, wenn er den Schwachsinn erst gestern abgesondert hätte. Wenn Herr Dr. De Maizière in seiner Funktion als Mitglied der Regierung Merkel bei einem Fastenbrechen-Essen mit muslimischen Offiziellen teilnimmt, geschenkt. Aber wenn er dann sagt, dass Muslime quasi die besseren Menschen sind, weil sie "selbst jene einladen, die anderer Auffassung sind und die Versöhnung in den Mittelpunkt stellen mit jenen, mit denen das Versöhnen nicht so leicht sei", dann mache ich mir ernstlich Sorgen um seinen Geisteszustand. Oder ich frage mich in welcher Parallelgesellschaft der Herr Bundesminister lebt, wenn er sagt, dass  Christen oben genanntes Verhalten vom Islam und vom Fastenbrechen lernen könnten, weil sie sich bei ihren Festen "ja am wohlsten unter ihresgleichen fühlten". Abgesehen davon, dass auch Muslime ihr Fastenbrechen am liebsten mit Familie und Freunden feiern, was sich nun nicht danach anhört, als ob sie jeden x-beliebigen dazu einladen würden, klingt ein solcher Appell doch ziemlich nach Hohn in den Ohren der Christen im Irak, Syrien, Pakistan oder überall sonst, wo sie abgeschlachtet und vertrieben werden! Von Muslimen! Meinetwegen sollen auch Muslime ihre Feste feiern, wie sie fallen und meinetwegen könnten sie dafür auch einen freien Tag haben, solange sie es zivil und friedlich tun und solange sie die christlichen Feste und Feiertage respektieren und nicht darauf heruntersehen. In einem Land, das nach wie vor christlich geprägt ist, wie ungern das manche Politiker auch sehen mögen.

Wenn man sich dazu die Regeln des muslimischen Fastenmonats Ramadan, welcher der "Läuterung von Körper und Seele dienen soll", genauer betrachtet, so sind sie nicht sehr verschieden von den christlichen Fast- und Abstinenzregeln. Auch das christliche Fasten, im übrigen zweimal im Jahr (Advent und Fastenzeit), dient der Konzentration auf geistliche Dinge, der Fokussierung auf den eigentlichen Sinn des Lebens durch materiellen Verzicht. Ist das nun wieder Beweis von verdunstetem Wissen um den eigenen Glauben oder viel zu weit gehender und ziemlich missverstandener Toleranz?

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