Beitrag der Woche

Für alle Eltern von Priestern

Die Entscheidung, einer geistlichen Berufung nachzugeben, "Ja" zu sagen zu Gott und diesen Weg zu gehen, der zu Priestertum oder O...

Montag, 18. Januar 2016

Tropeneiland, ohne Skepsis

Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht. Während ich mit dem liebsten Menschenkind von allen in den Fluten des brandenburgischen Tropeneilandes plantschte, las ich, dass der KingBaer ebenfalls dort war und dort vergeblich seinen inneren Waldschrat zu pflegen suchte. Das rief natürlich lautstark nach einer Erwiderung, besonders, da mein Liebster und ich sehr gern auf diesen Auftakt des noch jungen Jahres zurück blicken. Ich kam auch gar nicht dazu, Skepsis oder sonst etwas im Vorfeld zu entwickeln, da das liebste Menschenkind von allen entschlossen war, mir eine gehörige Überraschung zu bereiten. Zwar erging er sich in den Tagen zuvor in allerlei nebulösen Andeutungen, um die Spannung gehörig zu steigern, aber sonst ließ er nicht einen Piep verlauten. Er ging sogar soweit, dass er am Tag, als es endlich losgehen sollte, das Navigationsgerät höchstselbst programmierte, damit ich nur ja nicht vor der Zeit erführe, wohin ich fahren würde. So fuhr ich denn los, immer der metallischenen Stimme des Navis nach. Es fühlte sich fast genauso abenteuerlich an, wie mit verbundenen Augen darauflos zu laufen und sich nur auf die geliebte Hand zu verlassen, die einen schon nicht irre leiten wird. Ein bisschen also wie bei unserer Reise durch's Leben, bei der wir ja auch unsere Hand tunlichst in Jesu Hand behalten sollten, auch wenn wir den Weg nicht sehen.

Als wir dann durch die brandenburgische Pampa fuhren und plötzlich diese Riesenkuppel - wie "St. Nissen", die Kirche St. Canisius in Berlin, sagte meine Mama - vor uns aus der Dämmerung auftauchte, wollte ich meinen Augen zunächst kaum glauben. So ein riesiges Teil fällt mitten in der märkischen Ödnis natürlich noch mehr auf. Könnte auch Area 51 sein. ;-) Aber auch über das Konzept der Veranstalter, einen veritablen Regenwald mit lebenden Flamingos und anderem buntem Federvieh mit einem Freizeitbad zu kombinieren, war ich einfach nur erstaunt. Natürlich nimmt sich diese Idee bei nüchterner Betrachtung beinahe skurril aus - "echte, lebendige Flamingos im Schwimmbad!" - aber ich fand das Ambiente doch sehr liebevoll und mit Blick für's Detail arrangiert. Die Übernachtung war wesentlich bequemer als das Wort "Zelt" im ersten Moment vermuten lässt und auch wenn mir ein wenig die Chuzpe der Liebsten des KingBaers fehlt und wir uns daher im Restaurant brav in den vorbereiteten Bereich gesetzt haben, war es ein rundum gelungener Kurz-Trip. Dass alle zusätzlichen Annehmlichkeiten wie Sauna, Massage, Abendshow, Ballon"fahrt" extra kosten, gehört mit zur Logik eines Spaßbades und muss der Freude am Aufenthalt keinen Abbruch tun. Vor allem nicht, da es auch hier die Gesellschaft ist, die das Erlebte erst vollendet!

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