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Die Welt wäre besser ohne mich

Das ist KEIN Mitleidspost!!! Ich hab jetzt nur die Faxen dicke!! Eigentlich wollte ich zu dem leidigen Fall der Kölner Klinik und der ans...

Mittwoch, 5. August 2015

"Geschieden und wieder verheiratet" in den Worten von Papst Franziskus

Papst Franziskus heute in der Generalaudienz, auf Facebook bereits als "Blueprint zur Familiensynode" bezeichnet. Da steht übrigens kein Wort zum Kommunionempfang. Die Ermahnung, geschiedene und zivil wiederverheiratete Christen nicht abzuqualifizieren, sondern am Gemeindeleben teilhaben zu lassen, muss nicht notwendigerweise in Richtung Deutschland / Europa gesprochen sein. Wir kennen die Situation in anderen Teilen der Kirche nicht. Es wäre betrüblich, wenn diese Mahnung heute noch notwendig sein sollte. Aber "Gebet, Hören des Wortes Gottes, Teilnahme an der Liturgie, christliche Erziehung, Wohltätigkeit" hat alles nichts mit der hierzulande schrill geforderten Zulassung zu den Sakramenten bzw. der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften als "christliche Ehe".
Liebe Brüder und Schwestern, nach den Ferien nehmen wir heute unsere Katechesen über die Familie wieder auf. Zuletzt hatten wir über die Verletzungen gesprochen, welche den Familien durch mangelndes Verständnis zwischen den Ehegatten zugefügt werden. Heute wenden wir uns der Frage zu: Wie können wir denen beistehen, die nach einem endgültigen Scheitern ihrer Ehe eine neue Verbindung eingegangen sind? Eine solche Situation widerspricht dem Sakrament der Ehe. Umso mehr begegnet die Kirche diesen Menschen mit einem mütterlichen Herzen und sucht, angeregt vom Heiligen Geist, immer das Wohl und das Heil der Personen. Um der Liebe willen zur Wahrheit verpflichtet, achtet sie darauf, „die verschiedenen Situationen gut zu unterscheiden“ (Familiaris consortio, 84) und die Person, die die Trennung hinnehmen musste, anders zu beurteilen als die, welche sie hervorgerufen hat. Schauen wir auf die neuen Verbindungen mit den Augen der Kinder. Wie können wir die Eltern aus dem Leben der Gemeinschaft ausschließen, wenn ihre Kinder ihr Vorbild eines gelebten Glaubens annehmen sollen? In diesen Jahrzehnten ist das Bewusstsein gewachsen, dass eine aufmerksame und brüderliche Aufnahme dieser Getauften nötig ist; sie sind nicht exkommuniziert, sie sind ein Teil der Kirche. Alle Christen sind eingeladen, den Guten Hirten nachzuahmen und wie er den Verletzten nachzugehen. Wir wollen Geschiedene, die in einer neuen Verbindung leben, ermutigen, ihre Zugehörigkeit zu Christus und zur Kirche durch das Gebet, das Hören auf Gottes Wort, die Teilnahme an der Liturgie, die christliche Erziehung der Kinder, die Wohltätigkeit gegenüber den Bedürftigen und dem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden zu unterstreichen.

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