Nun ist der Herbst wieder eingezogen. Vielleicht noch nicht kalendarisch, aber meteorologisch ganz sicher. Es ist eine Zeit der Fülle, aber auch der Arbeit, der Vorbereitung auf den Winter und da stehen Hobbys, mit denen man es sich in den eigenen vier Wänden und einer Tasse Tee gemütlich machen kann, ganz hoch im Kurs. Das kommt natürlich sehr gelegen, aber ich habe schon gestrickt (sowie genäht und gebacken) bevor es cool wurde. Aber schön, dass wir mit „grandma-core“ jetzt auch ein Label dafür haben. Generell sind Handarbeiten und Stricken besonders geeignet, den Händen etwas zu tun zu geben, wenn der Kopf einmal überwältigt ist und besonders viel zu verarbeiten hat. Man wird ruhiger, sogar der Blutdruck kann messbar sinken und nebenbei entstehen schöne und nützliche Dinge. Das Klischee der strickenden Großmütter sind ja Topflappen. Da ich davon tatsächlich genug habe, stricke ich Lappen zum Putzen und Spülen. Davon kann man nämlich tatsächlich nicht genug haben. Si...
Nachdem der gestrige Tag ein recht straffes, intensives, aber hochinteressantes Progamm beinhaltete, bei dem ich auch unerwartet viel für das berufliche Wirken mitnehmen konnte, geht das Bloggertreffen 2013 heute nach der hl. Messe und einem kleineren Sightseeing zuende und es für mich wieder zurück ins Allgäu. Die Eindrücke brauchen wohl einige Zeit, um zu sacken. Es war sehr schön, die Gesichter hinter Blogs und Websites kennenzulernen und mit gegenseitigen Vorurteilen aufzuräumen. Die Referenten waren mit Dr. David Hober, Steffen Zimmermann und Christoph Meurer ( katholisch.de ), dem Publizisten Andreas Püttmann, sowie dem Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz Matthias Kopp prominent besetzt und referierten lebendig und interessant. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie hartnäckig Klischees sind. Von " Hey, ich bin doch auch katholisch " bis zu der Erkenntnis, das 'die Blogoezese' nicht der erwartete monolithische Blog 'pöbelnder Dunkel-Katholi...
Die Zeloten waren zu Jesu Zeiten eine Gruppierung des Judentums. Man kann nicht sagen, dass sie den Messias heftiger erwartet hätten, als andere, sie hatten nur ihre ganz eigenen Vorstellungen, wie er zu sein hätte. Manche von ihnen verbanden besonders die Hoffnung auf politische Veränderung mit dieser Hoffnung auf den Messias. Eine gewisse Gruppe von Personen des öffentlichen und politischen Lebens kommt mir dieser Tage vor wie 'moderne Zeloten', denn sie haben mit den anderen gemein, dass sie die Tugend der Geduld, das beobachtende Warten-können, verachten und ihr Gegenstück emporheben. Auch wenn die 'modernen Zeloten' nicht mehr buchstäblich zu den Waffen greifen, so wirkt doch der Aufruf "Ökumene-Jetzt: Ein Gott, ein Glaube, eine Kirche!" in seiner Schroffheit und den vielen Unterstellungen wie eine Pistole, die der römisch-katholischen Kirche und hier besonders dem Papst auf die Brust gesetzt wird. Es schwingt hier auch eine gewisse nationale Hybris mit...