Freitag, 3. Februar 2017

Fatima-Gedenken im "hörenden Herz"

 Keiner hätte es sich vorstellen können: Es begann am 13. Mai 1917 nahe des kleinen portugiesischen Ortes Fatima, als drei Hirtenkinder, die ihr Vieh hüteten, mehrere Erscheinungen sahen. Zunächst erscheint ihnen ein Engel in Gestalt eines jungen Mannes, der sie lehrt den Rosenkranz zu beten und sie darum bittet, dies täglich und inbrünstig zu tun. Hernach erscheint ihnen die Gottesmutter Maria selbst als wunderschöne, weiß gekleidete Dame und vertraut ihnen Geheimnisse über den Fortgang der Geschichte und die Zukunft der Menschheit an. So sehen die drei kleinen Zeugen zunächst die Hölle mit all ihren Schrecknissen, die himmlischen Herrlichkeiten und als Drittes die Schilderung eines "Bischofs, ganz in weiß gekleidet, der durch eine zerstörte Stadt geht und niedergestreckt wird von Schüssen". Jene rätselhafte Schilderung also, die seither als das berüchtigte "dritte Geheimnis von Fatima" Eingang in ungezählte Fantasien und Verschwörungstheorien rund um den Vatikan gefunden hat. Abseits von aller Fiktion waren diese Geschehnisse jedoch Realität. Manchmal schreibt das Leben eben doch die spannendsten Geschichten.


Die drei Hirtenkinder von Fatima haben es gesehen, in ihrem Herzen und Gedächtnis bewahrt und und Lucia, die Zeugin, die überlebt hat, schrieb es nieder in dem Augenblick, als sie vom Bischof von Leiria den Auftrag und von Unserer Lieben Frau die Erlaubnis erhielt. Und das konnte sie, weil zu jenem Zeitpunkt die Erscheinungen geprüft und kirchlich anerkannt waren. Daher wissen wir auch, dass selten zuvor Ereignisse unserer eigenen Geschichten so präzise vorhergesagt wurden wie vor 100 Jahren in der portugiesischen Provinz. Aufstieg und Fall des sowjetischen Reiches, sowie der Beginn des Zweiten Weltkriegs während des Pontifikats von Pius XII, den die Muttergottes nebenbei ebenfalls prophezeite, denn 1917 hieß der Papst immer noch Benedikt XV. Die Päpste nach ihm haben Fatima und seine Botschaften immer sehr ernst genommen. Johannes Paul II. hat schließlich 1981 die verlangte Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariens vollzogen. Zehn Jahre später fiel der Eiserne Vorhang und die Christen in der ehemalige Sowjetunion bzw. Russland konnten ihren Glauben wieder in Freiheit leben. Das ging dann schon in die Richtung "Russland wird sich bekehren", wie von der Muttergottes 1917 vorausgesagt hat.

⇒ Fern von aller Schwarzmalerei soll es im Laufe dieses 100-Jahre-Jubiläumsjahres darum gehen, die Bedeutung der Prophezeihungen der Muttergottes von Fatima näher vorzustellen. Dabei soll es natürlich besonders darum, was das für mein persönliches Leben mit Jesus in der Katholischen Kirche bedeutet.

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