Mittwoch, 8. Juni 2016

Was Er uns sagt, das wollen wir tun

Aus der Päpstlichen Generalaudienz von heute, 8. Mai 2016:
Die Hochzeit von Kana, von der das Johannesevangelium erzählt, ist weit mehr als das erste von Jesus überlieferte Wunder: „In Kana werden die Jünger Jesu seine Familie, und in Kana wird der Glaube der Kirche geboren.” Das sagte Papst Franziskus im Rahmen seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch, die er bei strahlendem Wetter für Tausende von Pilgern auf dem Petersplatz hielt. Die Tatsache, dass Jesus gemeinsam mit seinen Jüngern auf der Hochzeit von Kana erscheine und erstmals öffentlich ein Wunder vollbringe, sei der „Startschuss“ für sein Wirken, so Franziskus: „Jesus erscheint als der Bräutigam des Gottesvolkes, der von Propheten angekündigt worden war, und zeigt uns die Tiefe der Beziehung auf, die uns an ihn bindet: Es ist eine Neue, auf Liebe gegründete Allianz. Was ist die Basis unseres Glaubens? Ein Akt der Barmherzigkeit, mit dem Jesus uns an sich gebunden hat.“
Es sei die Muttergottes selbst gewesen, die auf das Fehlen des für ein Freudenfest unerlässlichen Weins hingewiesen hatte, unterstrich der Papst. Denn Wasser sei lebensnotwendig, doch der Wein dürfe nach den Propheten auf einem messianischen Fest nicht fehlen. So sei die Verwandlung des Wassers vor allem ein vielsagendes Zeichen, das Jesus gebe, führte Franziskus aus: „Er verwandelt das Gesetz Mose in Evangelium, den Freudenspender. Wie sagt Johannes selbst an anderer Stelle: ,Das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit durch Jesus Christus´”.  
Die Worte, die Maria an die Diener richtete, erhielten eine ganz besondere Bedeutung aufgrund der Tatsache, dass es die letzten von ihr überlieferten Worte seien, so der Papst: „Es ist kurios: Das sind die letzten Worte, die die Evangelien übermitteln, sie sind das Erbe, das sie uns allen hinterlässt. Auch heute sagt die Muttergottes zu uns allen: ,Was er euch sagt, was Jesus euch sagt, das tut.´ Das ist das Erbe, das sie uns hinterlassen hat. Das ist schön! Es handelt sich um einen Ausdruck, der die Glaubensformel aufnimmt, die das Volk Israels am Sinai als Antwort auf die Verheißung des Bundes gegeben hat. Und in der Tat, in Kana gehorchen die Diener. Dem Herrn zu dienen heißt, sein Wort zu hören und in die Tat umzusetzen.“ 

(rv 08.06.2016 cs)

Keine Kommentare: